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25.10.2018:

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H E I B E L - T I C K E R P L U S U P D A T E

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
13. Jahrgang - Update 22 (25.10.2018)
Erscheinungsweise: Bei Bedarf
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I N H A L T

01. TICKER-UPDATE: DER SCHUSS GING NACH HINTEN LOS
02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
03. AN-/ABMELDUNG

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01. TICKER-UPDATE: DER SCHUSS GING NACH HINTEN LOS
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Liebe Börsenfreunde,

was soll ich sagen: Der Schuss ging nach hinten los :-(

Zu meinem „Korrektur beendet“-Szenario gehörte die Annahme, dass die US-Börsen gestern tief im Minus starten und sich dann im Tagesverlauf erholen. Zum Zeitpunkt, als ich das gestrige Update schrieb, notierten die US-Börsen auch noch tief im Minus und so fühlte ich mich (viel zu) sicher mit meiner Einschätzung.

Wie von Geisterhand kletterten die US-Indizes vorbörslich in den gründen Bereich: Boeing hatte vorbörslich überraschend gute Q-Zahlen veröffentlicht und sämtliche Industrietitel mit nach oben gezogen. Als Anleger dann das grüne Vorzeichen zum Börsenstart sahen, verkauften sie Aktien, die sie am Vortag nicht losgeworden waren.

Es folgte ein Ausverkauf, der in seiner Intensität so brutal war, wie ich es selten erlebt habe. Am US-Vormittag kam langsam Panik auf, die jedoch über die Mittagszeit abflaute. Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, um aus fundamentalen Gesichtspunkten attraktive Aktien einzusammeln, doch das blieb aus. Der heftige Ausverkauf des Vormittags hat Anleger verunsichert.

Und so übernahmen Algorithmen am Nachmittag das Ruder: Der Vormittag hatte aus technischer Sicht die Theorie eines Endes der Korrektur widerlegt. Es folgte am Nachmittag ein Ausverkauf, der sämtliche Branchen und Titel erfasste, der Dow Jones schloss mit -2,4% auf Jahrestiefststand, hat also nunmehr seinen gesamten Jahresgewinn wieder abgegeben.

Dadurch, dass meine Theorie des Endes der Korrektur gestern widerlegt wurde, ist es nun auch wieder ungewiss, wie tief uns diese Korrektur noch führen wird. Der Markt ist absolut „überverkauft“, sprich, zumindest eine Gegenbewegung ist überfällig und sollte spätestens am morgigen Freitag kurz vor dem Wochenende einsetzen. Doch je nachdem, wie diese Gegenbewegung ausfällt müssen wir dann beurteilen, ob diese dann das Ende der Korrektur einläutet oder eben nur eine Zwischenerholung sein wird.

Zunächst hatten wir also kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu: Gestern Abend hat AMD Quartalszahlen veröffentlicht, die nicht die hochgesteckten Erwartungen erfüllten: Der Verkauf von Graphikchips für Blockchain-Anwendungen (Bitcoin) war „vernachlässigenswert“, so das Unternehmen. Zuvor machten diese Verkäufe einen einstelligen Prozentsatz im Umsatzmix aus, doch seit dem Ende des Blockchain-Hypes sind die Graphikchips von AMD in diesem Segment nicht mehr so heiß begehrt wie zuvor.

Diese Entwicklung ist erwartet worden und wurde speziell von Nvidia auch so prognostiziert. Doch offensichtlich haben Anleger nicht damit gerechnet, dass die Nachfrage seitens Blockchain-Rechner vollständig einbricht. Und so ist die Aktie von AMD nachbörslich um 21% gefallen. Im Kielwasser davon ist auch Nvidia um 10% eingebrochen.

AUSBLICK

Wie verhalten wir uns nun also?

Gestern bin ich in die Vollen gegangen, das war ein Fehler. Ich werde als in die nächste Erholung hinein wieder Cash generieren und im Falle eines sich fortsetzenden Ausverkaufs unsere Positionen aufstocken. Eigentlich wie immer, leider ist unsere Cashreserve durch den gestrigen Fehler ziemlich dahingeschmolzen. Daher werde ich eher früher als später eine Zwischenerholung für Verkäufe nutzen.

Grundsätzlich halte ich das erreichte Niveau bei den in unserem Portfolio befindlichen Titeln inzwischen für viel zu niedrig. Die Südzucker-Anleihe beispielsweise notiert noch immer auf dem Panik-Niveau um 90%, das erreicht wurde, als der Zuckerpreis ins Bodenlose stürzte. Inzwischen hat der Zuckerpreis um 25% zulegen können und ist somit weit entfernt von dem Niveau, bei dem die Zinszahlung unserer Anleihe hätte in Frage gestellt werden können. Warum also notiert die Anleihe noch immer bei 90%? Ich weiß es nicht.

Oder Bet-at-Home: es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Dividende gefährdet sein könnte. Die Dividendenrendite beträgt aktuell 13%! Q-Zahlen erhalten wir am 5.11., bis dahin bleibt die Aktie in der Luft.

Ich werde heute insbesondere auf Splunk achten, die trotz des heftigen Ausverkaufs von gestern aktuell bei uns nur leicht im Minus sind. Sollte sich heute im Tagesverlauf abzeichnen, dass der Ausverkauf nochmals fortgesetzt wird, werde ich diese Position auflösen.

Grundsätzlich: Vielen Dank für die vielen E-Mails, die Sie mir derzeit schicken, mit teils aufmunterndem, teils informativen Inhalten. Einen Ausverkauf wie diesen gab es schon lange nicht mehr und wer das nicht zum ersten mal erlebt, der wird sich erinnern: Es tut immer weh, aber die Erholung im Anschluss kann man nur mitnehmen, wenn man die Schmerzen mit vertretbarem Aktien-Engagement aushält.

Mir sind die Schmerzen nach dem gestrigen Fehler zu stark, ich werde das Engagement also schleunigst verkleinern. An der Aktienbörse sind erfahrungsgemäß diejenigen die Gewinner, die in solchen Marktphasen die Nerven behalten.

In diesem Sinne: Trinken Sie nicht zu viel Kaffee, gehen Sie lieber mal Joggen :-)

Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.


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02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müsste Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen


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03. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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