• 27.3.: Heute im Heibel-Ticker: Zinsen steigen durch Vertrauensverlust https://bit.ly/3aqesdN #Börse #Aktien
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26.06.2019:

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H E I B E L - T I C K E R P L U S U P D A T E

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
13. Jahrgang - Update 9 (26.06.2019)
Erscheinungsweise: Bei Bedarf
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I N H A L T

01. TICKER-UPDATE: STEIGENDE KURSE ZUM VERKAUFEN NUTZEN
02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
03. AN-/ABMELDUNG

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01. TICKER-UPDATE: STEIGENDE KURSE ZUM VERKAUFEN NUTZEN
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Liebe Börsenfreunde,

so, endlich gibt es ein paar grüne Vorzeichen auf den
Kurstafeln. Zeit für uns, unser Portfolio wie angekündigt
auszudünnen.

„Don’t fight the Fed“ heißt es an der Börse: Versuche nicht,
gegen die US-Notenbank zu agieren. Wenn die Fed also Zinsen
senkt und somit die Konjunktur fördert, dann steigen
Aktienkurse und entsprechend sollten wir „eigentlich“ long
bleiben.

Doch ganz so einfach wie diese pauschale Börsenweisheit ist es
nicht. Ich fürchte, schon bald wird die Diskussion sich wieder
darum drehen, ob die Fed „behind the curve“ ist, also den
Entwicklungen hinterher läuft.

Wenn die Fed nämlich frühzeitig den Zins senkt, also eine
lockere Geldpolitik fährt, dann soll und kann damit eine
Konjunkturabschwächung gegebenenfalls verhindert werden. Das
ist bullisch, die Kurse steigen.

Reagiert die Fed hingegen zu spät und sind schon erste Risse in
der Konjunktur zu sehen, dann läuft sie mit ihrer Geldpolitik
der Entwicklung hinterher und verhindert höchstens Schlimmeres.

Meiner Einschätzung nach laufen wir auf genau ein solches
Szenario zu: Fed-Chef Jay Powell hat im vergangenen Herbst den
US-Leitzins genau einmal zu viel nach oben bewegt und sogar
weitere Zinsanhebungen in Aussicht gestellt. Im Anschluss hat
er einige Wochen der Verbalakrobatik benötigt, um zumindest die
in Aussicht gestellten weiteren Zinsanhebungen vom Tisch zu
wischen.

Auf den Chaos-Dezember folgte also eine fulminante
Erholungsrallye.

Jetzt müssen Taten folgen: der Handelsstreit zwischen China und
den USA hat sich zugespitzt, Unternehmen halten Investitionen
zurück und die Konjunktur zeigt bereits Risse.

Trotzdem hat der S&P 500 neue Allzeithochs erklommen. Dahinter
steckt meiner Einschätzung nach die Hoffnung, dass sich Trump
und Xi auf dem anstehenden G20-Gipfel an diesem Wochenende in
Osaka irgendwie aufeinander zu bewegen.

Sollte das geschehen, so dürfte das nur zum Teil die
zurückhaltende Haltung Powells rechtfertigen. Die Aktienmärkte
dürften nämlich auf eine Annäherung der beiden bullisch
reagieren.

Doch die Wirtschaft wird nicht so sprunghaft reagieren. Zu
häufig stand ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen
bereits unmittelbar bevor, um dann doch noch zu scheitern.
Investitionen werden auch bei einer Annäherung der beiden erst
einmal zurück gehalten und entsprechend wird das negative
Folgen für die Konjunktur haben.

Jay Powell wir meiner Einschätzung nach nicht drum herum
kommen, den Zins schon bald zu senken. Wenn sich Trump und Xi
aufeinander zu bewegen, hat er die Chance, frühzeitig zu
agieren. Wenn die Gespräche allerdings platzen, wird die Fed
der Entwicklung hinterher laufen.

Sollte die Fed also der Entwicklung hinterher laufen müssen,
dann werden die Aktienmärkte kurzfristig nochmals ausverkaufen.
Aufgrund der sinkenden Zinsen dürfte der Ausverkauf aber bald
abgefangen werden und ich würde die niedrigeren Kurse als
Kaufkurse betrachten.

Sollte die Fed frühzeitig agieren können, steigen die Kurse
ohnehin.

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach dem G20-
Treffen einen Ausverkauf sehen, höher ein, als eine Rallye. Da
ich, wie angekündigt, in diesem Jahr vorsichtig agieren möchte,
werde ich nun unser Portfolio ausdünnen.

1. Twilio verkaufen
Unsere spekulative Position ist mit 6% im Plus. Ich würde die
Position zu Kursen über 121 Euro auflösen.

2. TUI verkaufen
TUI ist in meinen Augen mittelfristig eine sehr aussichtsreiche
Spekulation, vielleicht müssen wir auch höher wieder
einsteigen. Doch der Ölpreis ist gestiegen, die internationalen
Spannungen nehmen zu und das könnte sich nochmals negativ auf
das ohnehin bereits belastete Reisegeschäft auswirken.

Ich würde daher zu Kursen über 8,25 EUR verkaufen.

3. Zooplus verkaufen
Zooplus hat vom Börsengang des US-Wettbewerbers Chewy
profitiert, der mit dem sechsfachen Bewertungsmultipel
ausgestattet wurde. Doch auch Chewy hat inzwischen 20% an Wert
verloren, entsprechend rückläufig ist auch Zooplus. Wir sitzen
auf 22% Gewinn, die würde ich zu Kursen über 118 Euro sichern.

So, dass sollte für’s erste reichen. Wir erhöhen unsere
Barposition dadurch von 9 auf 16%.

Zur Erinnerung hier noch meine Wunschliste. Denn, wenn die
Kurse einbrechen sollten, werde ich wieder zukaufen. Die
lockere Geldpolitik der Fed als auch EZB dürfte die Aktienkurse
stützen.

KAUFLISTE FÜR SPÄTER
Silver Wheaton
Nynomic
Splunk
Paypal


Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.


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02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müsste Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen


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03. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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