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17.01.2020:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

15. Jahrgang - Ausgabe 03 (17.01.2020)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Verantwortungsvoll investieren: Aus hohem Anspruch wird Notwendigkeit
02.So tickt die Börse: Jahrzehnt des ESG: Vernunft gemessen in Euro
 - ESG in der Finanzbranche
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Leichte Euphorie aus gutem Grund
 -
04.Ausblick: Teilabkommen wird nachhaltig positiv wirken
05.Update beobachteter Werte: American Express, Südzucker-Anleihe, Twitter, TUI, Skyworks Solutions, Nvidia, BB Biotech, Verbio Vereinigte BioEnergie
 - American Express: Finanzliberalisierung großer Bestandteil des Teilabkommens
 - Südzucker-Anleihe: 9-Monatszahlen stimmen zuversichtlich
 - Twitter: Twitter macht Die Welt ein bisschen besser
 - TUI: Stopp Loss bei 11 Euro unterschritten
 - Skyworks Solutions: Größter Profiteur der Teileinigung
 - Nvidia: Gesundheitssektor, Autos, Konsumentenelektronik
 - BB Biotech: 5% Dividendenrendite bei 15% Wachstum
 - Verbio Vereinigte BioEnergie: 2 Korrekturen: Verbio & TUI
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Verantwortungsvoll investieren: Aus hohem Anspruch wird Notwendigkeit

Liebe Börsenfreunde,

Ich erwarte ein Jahrzehnt unter neuen Finanzmarktregeln: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung werden unter dem Begriff ESG bewertet und für jedes Unternehmen individuell analysiert. Die Jugend fordert nicht mehr Profit um jeden Preis, sondern verantwortungsvollen Profit. Beides lässt sich vereinen, das haben in den vergangenen Jahren bereits viele Unternehmen gezeigt. Ab jetzt wird aus diesem bislang Alleinstellungsmerkmal besonders gut geführter Unternehmen eine Notwendigkeit für alle Unternehmen.

Die westliche Welt erlebt ihre längste Friedenszeit seit Jahrhunderten. Da soll man nicht in der Lage sein, so komplizierte Zusammenhänge wie Umwelt, Soziales und Unternehmensführung unter einen Hut zu bringen? Die Jugend sagt: Doch! Im Kapitel 02 zeige ich, wie aus diesem hohen Anspruch ein Trend und schon bald eine Notwendigkeit wird.

Das Börsensentiment ist weiterhin euphorisch, wenngleich die Verschnaufpause dieser Woche für ein wenig Abkühlung sorgte. Doch es gibt handfeste Gründe für Euphorie, daher kann die Rallye durchaus weitergehen. Mehr dazu in Kapitel 03.

Das Teilabkommen zwischen China und den USA wird von der Presse in meinen Augen nicht ausreichend gewürdigt. In Kapitel 04 gehe ich näher auf die Details ein und zeige, warum die Börsenrallye mit Vertragsunterzeichnung nicht endete, sondern erst richtig Schwung aufnahm. Außerdem analysiere ich, welche Unternehmen von der Einigung am stärksten profitieren.

Wie immer gibt es eine ganze Reihe von Updates zu unseren Portfoliowerten in Kapitel 05 und eine tabellarische Übersicht über unser Portfolio in Kapitel 06.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp200119.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Jahrzehnt des ESG: Vernunft gemessen in Euro

Im Dezember hatte ich bereits ausgerufen, dass wir im neuen Jahr 2020 einen starken Fokus auf ESG legen werden: "Environment, Social, Governance", also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Die Werte, die damit beschrieben werden, sind bereits seit Jahren, Jahrzehnten, ?ewig? gültig, wurden aber in der Vergangenheit häufig hinter Profitabilitätszielen angestellt und somit oft genug nicht berücksichtigt.

Als ich zu Beginn meiner Tätigkeit als Börsenbriefschreibel auf solche Kriterien Rücksicht nahm, erlebte ich es häufig, dass andere in einer Aktie fulminante Gewinne erzielten, die ich aus moralischen Gründen nicht empfahl. Daher habe ich irgendwann den Modus angewendet, alle Aktien zu besprechen und im Zweifel auch zu empfehlen und meinen Kunden ans Herz zu legen, Gewinne mit beispielsweise Rüstungsaktien dann teilweise an Organisationen zu spenden, die sich für den Frieden engagieren. Oder Gewinne aus Ölaktien teilweise in Umweltorganisationen zu spenden.

Jetzt ändert sich die Finanz-, ja die Unternehmenswelt! Im neuen Jahrzehnt wird es sich meiner Einschätzung nach lohnen, also gerechnet in Euro, wenn wir in Unternehmen investieren, die sich verantwortlich verhalten. Greta moniert zu Recht, dass wir verstärkt in unsere Umwelt investieren müssen. Doch Greta hat in meinen Augen keinerlei konstruktive Vorschläge gemacht. Kann sie als Kind auch gar nicht.

Das tun nun Unternehmen.

Anfang der Woche hat Larry Fink in einem Brief an Unternehmenslenker angekündigt, ab sofort Einfluss zu nehmen auf Unternehmensentscheidungen, die das Klima betreffen. Larry Fink ist der Chef von Blackrock, dem weltweit größten Vermögensverwalter mit knapp 7 Billionen USD an Geldern, die verwaltet werden. Sie werden wissen, dass der Vermögensverwalter in der Regel das Stimmrecht seiner Kunden ausübt, sofern keine andere Weisung gegeben wurde. Und die wenigsten machen sich die Mühe, Weisungen zu geben. Sprich: Larry Fink ist der weltweit einflussreichste Aktionär.

In 10 der 30 DAX-Unternehmen ist Blackrock der größte Einzelaktionär. Wenn Sie also wissen möchten, wem die Deutschland AG gehört, dann haben Sie hier den Mann, der den größten Einfluss hat: Larry Fink. Es lohnt sich zuzuhören, wenn er etwas sagt.

Sie können seinen Brief unter https://www.blackrock.com/corporate/investor-relations/larry-fink-ceo-letter selber lesen. Die wichtigsten Aussagen: Unternehmen, Investoren und Regierungen müssen sich auf eine signifikante Reallokation des weltweiten Kapitals vorbereiten. Unternehmen werden sich hinsichtlich ihres Klima-Einflusses erklären müssen: Transparenz ist gefordert. Unternehmen, die entsprechende Informationen nicht zur Verfügung stellen, oder schlimmer noch, nicht haben, werden gezwungen, diese Informationen zu beschaffen und zu veröffentlichen.

Larry Fink kann nicht sagen, er investiere dann halt woanders. Mit 7 Billionen USD muss er in so ziemlich alle Unternehmen der Welt investieren :-). Aber er kann seine Macht als Anteilseigner - oder zumindest als Verwalter der Anteile seiner Kunden - dahingehend nutzen, für Transparenz zu sorgen. Und seiner Überzeugung nach werden Unternehmen, die sich nicht danach richten oder die als Schmutzfink entlarvt werden, auch als Investment nicht besonders attraktiv sein. Nachhaltiges Wachstum, so sein Credo, gelingt nur unter Berücksichtigung der Umwelt.

Es ist ein Wachrütteln der Finanzbranche: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der sich Investitionen in grüne Technologien nicht nur PR-Maßnahmen sind, sondern lukrativ werden.

Kaum hat Larry Fink seine Warnung ausgegeben, folgt Satya Nadella von Microsoft mit dem Versprechen, Microsoft bis 2030 nicht nur klimaneutral zu machen, sondern sogar CO2-negativ! Also mehr CO2 aus der Atmosphäre zu holen, als das Unternehmen dort hinein gibt. Zusätzlich stellt Microsoft einen Fonds zur Verfügung, der in entsprechende Technologien investiert. Volumen: 1 Mrd. USD!

Hier der entsprechende Link: https://blogs.microsoft.com/blog/2020/01/16/microsoft-will-be-carbon-negative-by-2030/

Im Interview angesprochen auf die Finanzierung dieses teuren Versprechens sagt Nadella einfach, dass man die besten Arbeitskräfte heute nicht mehr bekommt, wenn man sich aus dieser Verantwortung stiehlt. Seine Finanzchefin Amy Hood ergänzt, dass sich aber diese Investitionen sogar rentieren würden. Jede Investition im Microsoft-Konzern werde nach den gleichen Maßstäben bewertet. Und die Investition in Klimaneutralität erfülle alle Rentabilitätsanforderungen.

Wir kennen das Argument: viele Investitionen in Umwelttechnologien rechnen sich binnen kurzer Zeit von selbst. Häufig fehlt nur der Anstoß, die Verfügbarkeit oder auch das Wissen.

Der größte Vermögensverwalter der Welt und das (nach dem Staatskonzern Saudi Aramco) größte Unternehmen der Welt gehen voran. Es ist eine Intitialzündung, die meiner Einschätzung nach das Potential hat, die Richtung für dieses Jahrzehnt vorzugeben.

Siemens-Chef Joe Kaeser hat es trotz medialem Supergau nicht geschafft, einen Auftrag im Volumen von 18 Mio. Euro abzulehnen, obwohl sein Konzern damit beim Bau eines der größten Kohlebergwerke mitmacht, das Kohle über das gefährdete Great Barrier Rief transportieren soll ... mit Siemens Signaltechnik. Die Tage von Kaeser sind gezählt.

ESG IN DER FINANZBRANCHE

Wie können wir uns nun dem Thema ESG nähern, ohne dass ich mir über jedes einzelne Unternehmen eine eigene Meinung erarbeiten muss?

Auf den einschlägigen deutschen Finanzseiten suchen wir vergeblich nach Informationen über die "Nachhaltigkeit" oder gar nach ESG-Kennziffern. Ganz anders in den USA, meine präferierte Informationsseite Yahoo! Finance hat schon einen eigenen Reiter "Sustainability" (Nachhaltigkeit) dafür eingerichtet. Und tatsächlich finden wir dort zum Unternehmen ESG-Risikoeinschätzungen.

Es wird eine zweistufige Analyse verwendet: Zum einen wird analysiert, welche besonderen Herausforderungen für das Unternehmen in den drei Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bestehen. Im zweiten Schritt wird dann bewertet, wie das Unternehmen damit umgeht. Das Ganze gibt dann eine Risikoziffer zwischen 0 und 100. Je niedriger, desto weniger Risiko.

Zur Verfügung gestellt werden die Daten von Sustainalytics, insgesamt 11.000 Unternehmen wurden bislang entsprechend eingestuft. Für American Express finde ich bspw. eine 23 (Umwelt 0, Sozial 13, Unternehmensführung 10), für TUI eine 68 (Umwelt 67, Sozial 64, Unternehmensführung 75). Weitere Details sind nicht einsehbar. Somit liefert diese Plattform zwar eine erste Einschätzung, wie einige Unternehmen wohl gesehen werden, doch es hilft nicht, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ein finnisches StartUp ist da etwas detaillierter unterwegs: Upright Project nennt sich das Unternehmen, das Daten von Unternehmen sammelt und nach verschiedenen Kategorien einordnet. Hier geht die Skala von -40 bis +40, die meisten Unternehmen tummeln sich um eine Einstufung mit Null bzw. leicht positivem Wert. American Express kommt hier bspw. auf +5,8.

Das Upright Project verwendet vier Kategorien: Umwelt, Gesundheit, Soziales und Knowhow. Die vier Kategorien sind dann weiter in jeweils fünf Untergruppen unterteilt. Für Umwelt bspw. wird die Emission von CO2 und anderen klimaschädlichen Gasen beurteilt, der Einfluss auf das Frischwasser wird eingeschätzt, die Biodiversität ist eine Kategorie und der Umgang mit Abfällen.

Nun kann man noch weiter ins Detail gehen und herausfinden, warum bspw. für die CO2-Emission eine -0,4 vergeben wird: Häufig werden Flüge mit der American Express Karte bezahlt, also schlägt die negative Klimawirkung der Flugbranche auch auf American Express durch. Nun kann man sich selbst überlegen und das System entsprechend konfigurieren, welche Kriterien für einen selbst wichtig sind bzw. wie stark die unterschiedlichen Kriterien gesichtet werden sollen, um eine Kennziffer zu errechnen, die den Netto-Einfluss des Unternehmens auf Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter wiedergibt.

Sie sehen: Die Finanzwelt ist bereits in Bewegung. Das Thema ESG wird von verschiedenen Seiten angegangen. Wenn Sie interessante Ansätze kennen, lassen Sie es mich wissen. Ich werde für unsere Portfoliowerte ab sofort stets nach entsprechenden Informationen suchen, um mir ein Bild über deren "Aufrichtigkeit" zu machen.

Schauen wir nun einmal, wie sich die wichtigsten Indizes in der abgelaufenen Woche entwickelt haben.

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES16.1.20Woche ΔΣ '20 Δ
Dow Jones29.332 1,5%2,4%
DAX13.526 0,3%2,1%
Nikkei24.041 0,8%1,6%
Shanghai A 3.223 -0,5%1,2%
Euro/US-Dollar1,11-0,2%-0,9%
Euro/Yen122,200,4%0,0%
10-Jahres-US-Anleihe1,83%0,01-0,10
Umlaufrendite Dt-0,26%-0,02-0,03
Feinunze Gold$1.558 -0,1%3,0%
Fass Brent Öl$64,69 -1,1%-6,0%
Kupfer6.231 1,3%0,3%
Baltic Dry Shipping768 -0,5%-29,5%
Bitcoin8.737 11,8%19,8%








03. Sentiment: Leichte Euphorie aus gutem Grund

Nach einem fulminanten Start ins neue Jahrzehnt hat der DAX sich in der nun abgelaufenen Woche eine kleine Verschnaufpause gegönnt. Das kann nur gesund sein, würde ich sagen, denn zuvor waren die Stimmungsindizes bereits auf ziemlich hohem Niveau, ich sprach von Euphorie. Schauen wir mal, wie sich das Sentiment entwickelt hat.

Tatsächlich ist die Stimmung leicht zurückgegangen, wie vor dem Hintergrund der Verschnaufpause nicht anders zu erwarten war. Weiterhin notiert das Sentiment mit einem Wert von 4,1 auf extrem hohen Niveau, ich würde weiterhin von Euphorie sprechen.

Auch die Selbstzufriedenheit spiegelt die gute Stimmung wider, mit einem Wert von 2,9 wird sogar die größte Selbstzufriedenheit seit vergangenem Frühjahr ausgewiesen. Das kann nur bedeuten, dass sich viele Anleger die Verschnaufpause gewünscht hatten, um ihre Positionen nochmals aufzustocken.

Denn für die kommenden drei Monate schöpfen unsere Umfrageteilnehmer Zuversicht: Steigende Kurse werden mehrheitlich erwartet. Ungeachtet der fulminanten Rallye im vergangenen Jahr steigt die Erwartung an eine Fortsetzung der Rallye an. Aber viele haben sich, wie oben gezeigt, bereits positioniert, denn die Zahl derer, die jetzt nachkaufen wollen, nimmt leicht ab.

Das Euwax-Sentiment zeigt eine neutrale Positionierung der Privatanleger. Institutionelle Anleger hingegen sind weiterhin überwiegend long positioniert, das Put/Call-Verhältnis zeigt einen starken Überhang an Call-Optionen bei den Transaktionen an.

In den USA sieht es da ganz ähnlich aus, das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt ebenfalls einen Call-Überhang. Mit einer Investitionsquote von 89% sind Fondsmanager weiterhin recht hoch investiert. Privatanleger in den USA haben eine Bullenquote von 14%, sind also ebenfalls überwiegend bullisch gestimmt.

Der Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 89% nunmehr seit vier Wochen extreme Gier an, ein Warnsignal!

Interpretation



Das Teilabkommen zwischen den USA und China ist mehr als eine Etappe. Normalerweise steigen Aktienmärkte im Vorfeld eines erwarteten positiven Ereignisses an, um dann, wenn's tatsächlich so weit ist, durch Gewinnmitnahmen unter Druck zu geraten. Diesmal ist das jedoch nicht so.

Bis zum Schluss war ungewiss, wie genau das Teilabkommen aussehen würde. Das diese Woche unterzeichnete Dokument zeichnet sich durch viele Details aus, die geregelt wurden. Flankiert wird das Teilabkommen von einer Entscheidung der Trump-Administration, die eingeführten Strafzölle so lange beizubehalten, bis die Umsetzung des Teilabkommens Schritt für Schritt vollzogen wird. Der Druck auf China, nun auch wirklich zu seinen Zusagen zu stehen, ist entsprechend groß. Und daher übersteigt das Teilabkommen die Erwartungen, die Aktienmärkte reagieren erst jetzt wirklich auf diese positive Entwicklung.

So zeigen die Sentiment-Indikatoren zwar Euphorie, aber genau wie vor einer Woche gilt auch heute: Diese Euphorie hat ihren berechtigten Grund und kann durchaus noch länger anhalten, die Kurse können also durchaus noch weiter ansteigen, bevor eine Überhitzung zur Vorsicht mahnt.

Daraus lässt sich also als Handlungsanleitung ableiten, dass wir Stopp Loss Marken derzeit großzügig setzen können. Kleinere Verschnaufpausen oder Korrekturen sind natürlich in einer so euphorischen Situation jederzeit möglich. Doch in solche natürlichen Korrekturen hinein, die zu einer Rallye gehören, sollten Sie Ihre Positionen nicht verkaufen, sondern eher aufstocken.







04. Ausblick: Teilabkommen wird nachhaltig positiv wirken

"Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht Euch an, wohin uns die normalen gebracht haben" lautet ein Zitat von George Bernard Shaw, das meine Einschätzung zu Donald Trump gut zusammenfasst. Ja, der Kerl ist verrückt und mit seiner Exekution im Irak hat er Grenzen überschritten, die ich in unserer zivilisierten Welt für exorbitant wichtig halte. Trump ist unberechenbar, man kann sich weder auf Vereinbarungen mit ihm verlassen, noch auf seine Rechtstreue zählen.

Auf der anderen Seite - oder gerade deswegen? - hat er ein sensationelles Teilabkommen mit China ausgehandelt. Im Verlauf der Verhandlungen kam eine Sache zutage, die ich hier im Heibel-Ticker schon thematisiert habe: Ein Heibel-Ticker Kunde lebt und arbeitet in China. Er wies mich darauf hin, dass es in China zum guten Stil gehört, vorhandene Dinge zu kopieren und fremde Patente zu nutzen, wenn sie nicht ausreichend geschützt sind. Wer sich beklauen lässt, ist selber schuld. Und so ließ die chinesische Handelsmission vom Verlauf der Verhandlungen durchblicken, dass man auch innerhalb Chinas Probleme mit Technologie-Diebstahl und mit Produktfälschungen habe und kaum wisse, wie man dieser Situation Herr werden könne.

Es gibt also gar kein Unrechtverständnis für Patentklau. Wie soll man da entsprechende Strafen einführen, wenn solche Dinge intern nicht einmal ansatzweise umgesetzt werden? Und so beinhaltet das Teilabkommen detaillierte Regelungen für entsprechende Streitigkeiten. China muss nun Institutionen einrichten, die sich um Patentstreitigkeiten, um Knowhow-Klau und um Produktfälschungen kümmern. Das gab es bislang noch nicht und wenn ein Politiker so etwas einführen wollte, stieß er auf Unverständnis.

Heute hat China das BIP-Wachstum im abgelaufenen Quartal mit 6,1% bekannt gegeben, das niedrigste Wachstum seit 25 Jahren. Die Strafzölle zeigen Wirkung, so die Wahrnehmung. Und entsprechend bleibt der Druck auf China, die Zusagen des Teilabkommens auch umzusetzen, groß, denn die Strafzölle werden nur sukzessive zurückgenommen, wenn China eben entsprechende Institutionen und Gesetze schafft.

Natürlich ist das Teilabkommen nur ein erster kleiner Schritt. Aber es ist der erste Schritt in die richtige Richtung und dieser Schritt wird von Strukturänderungen in China begleitet, die unumkehrbar sind. Ich bin daher der Überzeugung, dass diese Einigung ein Durchbruch nicht nur für die Beziehungen der USA zu China sind, sondern für die ganze Welt und damit insbesondere auch für den Exportweltmeister Deutschland. China wird US-Unternehmen nicht anders behandeln als Unternehmen aus anderen Ländern.

Leider hat Trump diesen Verhandlungserfolg mit Methoden erzielt, die das Prädikat "verrückt" als Verniedlichung seiner Person erscheinen lassen. Wir müssten uns bedanken, können ihn aber nur verurteilen.

Der größte Profiteur der Teileinigung ist zunächst mal die Finanzindustrie: Banken, Versicherungen, Inkassounternehmen, Kreditkartenunternehmen und FinTechs dürfen ab dem 1. April frei auf den chinesischen Markt. Es gibt keine Zwangs-Joint-Ventures mehr. Wir haben genau für diesen Verhandlungsausgang American Express ins Portfolio geholt. Bislang ist die Aktie nur um 5% angestiegen. Ich denke, da geht noch mehr.

Neben American Express dürfte auch ein Unternehmen wie Goldman Sachs besonders profitieren. Die Apple Kreditkarte wird von Goldman Sachs ausgegeben. In den USA ist die Apple Card bereits ein großer Erfolg, die Zahlen zeigen sich bereits in den Quartalszahlen, die diese Woche von Goldman Sachs ausgegeben wurden. Goldman Sachs verzeichnet ein großes Wachstum in ausgegebenen Krediten, was für Banken in diesem Niedrigzinsumfeld extrem wichtig ist.

Aber auch die Finanzinstitute, die bereits gut in China vertreten sind, werden die neuen Regelungen nutzen, um ihr Geschäft wieder verstärkt selbst in die Hand zu nehmen. Davon profitieren Unternehmen wie Visa und Mastercard, die Citigroup und die Bank of America. Welche Chancen ergeben sich wohl für Wirecard auf dem chinesischen Markt? Ich denke, das dürfte die deutsche Finanzaktie sein, die am stärksten von den chinesischen Zugeständnissen profitieren wird.

Neben Apple, das in China seinen größten iPhone-Absatzmarkt hat, Skyworks mit dem größten Chinageschäft in der Tech-Branche, und Nvidia mit der schwebenden Mellanox-Übernahme, dürften Techunternehmen wie Qorvo, Qualcomm und Marvell zu den Gewinnern dieser Teileinigung gehören. Sie liefern Komponenten für die neue 5G-Technologie und dürfen nun darauf hoffen, zumindest die Massenprodukte in China zu produzieren und zu vertreiben. Somit dürften auch Siltronic und Infineon in den kommenden Wochen nochmals kräftig zulegen, denn auch sie hängen am Chip-Geschäft mit China.

Adidas kann darauf hoffen, dass auch in China künftig Schuhe mit dem Adidas-Logo tatsächlich von Adidas kommen. Selbiges gilt für Puma. Metro und Ceconomy dürfen sich darauf freuen, auch künftig günstige chinesische Produkte einzuführen.

Unsere Banken? Hmm, die sind derzeit mit ganz anderen Problemen beschäftigt, als dass sie sich um Chancen in China kümmern könnten. Ganz ähnlich sieht es in meinen Augen bei unseren Autobauern aus, die das zwar noch nicht erkannt haben, aber die schon heute nicht mehr in der Lage sind, chinesischen Elektroautos die Stirn zu bieten. Um ehrlich zu sein: Ich bin von der Modelloffensive in Sachen Elektroantrieb schwer enttäuscht, die uns für 2019/2020 versprochen wurde: Auf der Suche nach einem Auto für meine Familie bin ich leider nicht fündig geworden.

Unser Portfolio ist in meinen Augen recht gut für die aktuelle Rallye vorbereitet. Ich werde einzelne Positionen an schwachen Tagen verstärken.



05. Update beobachteter Werte: American Express, Südzucker-Anleihe, Twitter, TUI, Skyworks Solutions, Nvidia, BB Biotech, Verbio Vereinigte BioEnergie

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de -> Portfolio -> 10 neueste Einträge. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.


American Express
Finanzliberalisierung großer Bestandteil des Teilabkommens

Fr, 17. Januar um 16:44 Uhr
Den wohl größten Durchbruch erzielte Donald Trump im Finanzsektor: China lässt ab dem 1. April alle US-Finanzunternehmen frei auf den chinesischen Markt. Keine Pflicht-Joint-Ventures, kein erzwungener Knowhow-Transfer. Im ersten Schritt dürften die Kreditkarten-Unternehmen davon profitieren und meiner Einschätzung nach American Express am stärksten, denn die haben bislang noch gar kein China-Geschäft. Die Aktie reagiert bislang verhalten positiv. Mal sehen, ob das Unternehmen selbst schon bald auf die positiven Möglichkeiten aufmerksam macht. Nächste Woche Freitag werden Q-Zahlen veröffentlicht.


Südzucker-Anleihe
9-Monatszahlen stimmen zuversichtlich

Di, 14. Januar um 09:58 Uhr
Heute früh hat Südzucker nun aktuelle Zahlen veröffentlicht. Schon im Dezember hatte das Unternehmen seine eigene Unternehmensprognose angehoben und damit Zuversicht erzeugt, dass die Zinszahlung auch in diesem Jahr erfolgen kann.

Dazu ist notwendig, dass der Cashflow mehr als 5% des Umsatzes beträgt. den heutigen Zahlen entnehme ich, dass die Quote derzeit bei 5,6% liegt, also komfortabel drüber ist.

Seit November ist der Kurs der Anleihe von 74% auf nunmehr 89% angesprungen. Damit beträgt die Rendite derzeit nur noch 2,7%. Dafür, dass diese Zinszahlung inzwischen jedoch wieder als gesichert betrachtet werden kann, halte ich dieses Niveau im derzeitigen Zinsumfeld nach wie vor für attraktiv. Die Anleihe bleibt also in unserem Portfolio.


Twitter
Twitter macht Die Welt ein bisschen besser

Fr, 17. Januar um 17:35 Uhr
Hat Twitter einen positiven oder negativen Einfluss auf unsere Welt? Netto, also wenn man die Vor- und Nachteile Twitters gegeneinander aufrechnet, hat Twitter einen positiven Einfluss. Das liegt insbesondere an der Möglichkeit der Kontakt- und Freundschaftspflege, über die Twitter-Plattform. Diesem positiven Einfluss wird aber ein fast ebenso großer negativer Einfluss gegenüber gestellt: Natürlich leidet der direkte Kontakt von Freundschaften, dafür können jedoch Freundschaften über große Distanzen nun leichter gepflegt werden.

Der zweite positive Faktor ist die Möglichkeit, Nachrichten und Meinungen ungefiltert verbreiten bzw. lesen zu können.

Als negativ wird dem Unternehmen angelastet, dass Flug- und Hotelwerbung zu großen Umsatztreibern gehören und diese beiden Branchen gelten als CO2-schädlich.

Mit seiner Entscheidung, im US-Präsidentschaftswahlkampf keine politische Werbung auf Twitter zuzulassen, hat CEO Jack Dorsey sicherlich für eine positive Wahrnehmung seines Unternehmens gesorgt. Diese Woche ist die Aktie um 3% angestiegen, wirklich neue Meldungen gab es nicht.


TUI
Stopp Loss bei 11 Euro unterschritten

Fr, 17. Januar um 16:54 Uhr
TUI hatte keinen guten Start in dieses Jahr, unser Stopp Loss bei 11 Euro wurde bereits vor einer Woche gezogen. Die Aktie ist daher nicht mehr im Portfolio.

Ich fürchte, es ist die erneute Verzögerung bei Boeing, die der Aktie zusetzt: Dem Unternehmen fehlen die Boeing 737MAX, die noch immer nicht fliegen dürfen und vermutlich frühestens in der zweiten Jahreshälfte wieder zugelassen werden. Es handelt sich nicht um ein Softwareproblem, sondern um ein grundsätzlich konzeptionelles Problem, das gelöst werden muss. Bei der Gelegenheit scheint es, dass auch gleich die bisherige Unternehmensphilosophie ausgekehrt werden muss, denn intern bei Boeing hatte man sich wohl über die Aufsichtsbehörden (FAA) lustig gemacht. Eine solche Arroganz ist nach den zwei Abstürzen Anlass genug, alles umzukrempeln. Der CEO wurde nun auch ausgetauscht, was ein Zeichen dafür ist, dass es eben nicht mehr nur um die Korrektur des Fehlers geht, der zum Absturz führte, sondern dass der ganze Konzern umgekrempelt werden muss.

TUI wird also noch eine Weile auf die Flieger warten und bis dahin teure Alternativen mieten müssen. Das belastet die Aktie. Ich denke, in den kommenden Wochen wird TUI irgendwann veröffentlichen müssen, wie man sich auf diese Situation einstellt. Da wird dann eine Ziffer genannt (wie teuer werden die Sondermaßnahmen?) und dann könnte die Aktie wieder einen Boden finden.

Ich behalte TUI weiter im Auge.


Skyworks Solutions
Größter Profiteur der Teileinigung

Fr, 17. Januar um 16:52 Uhr
Diese Woche wurde die Teileinigung zwischen den USA und China unterzeichnet. Die Details sind nun endlich öffentlich. Skyworks hat seinen größten Kunden, Huawei, verloren, doch konnte den Umsatzausfall inzwischen anderweitig kompensieren: Die Nachfrage nach den Skiworks-Produkten ist gigantisch.

Der Teileinigung zufolge dürfen nun wieder frei Geschäfte mit China gemacht werden, auch in Sachen Technologien, sofern es sich um "commodity-technology", also um Massenware handelt, die allgemein verfügbar ist. Restriktionen bleiben auf Produkten, die den USA als sicherheitsrelevant erscheinen. Das sind High-End Produkte, die andere Unternehmen nicht oder noch nicht anbieten können.

Damit ist Huawei zwar noch lange nicht frei gesprochen, doch es wird wieder möglich sein, Massengeschäfte mit Huawei zu machen. Wenn es um High-End 5G-Technologien geht, dann dürfen diejenigen Technologien, die eben den Unterschied machen, nicht an Huawei verkauft werden.

Ja, da ist Skyworks dann weiterhin von betroffen. Doch ein Großteil des Geschäfts mit Huawei dürfte im Verlauf der kommenden Monate wieder zurück kommen. Entsprechend wird sich Skyworks über ein überproportionales Umsatzwachstum freuen, wenn meine Erwartung aufgeht.


Nvidia
Gesundheitssektor, Autos, Konsumentenelektronik

Fr, 17. Januar um 16:46 Uhr
Nvidia ist überall: Auf der CES Messe für Konsumentenelektronik werden die leistungsstärksten Spiele-PCs mit den Graphikkarten von Nvidia bestückt. Die Messe selbst wurde von den Autokonzernen gekapert, die nun so langsam merken, dass ein Auto kein Transportmittel, sondern vielmehr eine mobile, digitale Basisstation ist. Und die Autoindustrie setzt auf Nvidia, wenn es um graphische Auswertungen der realen Umgebung geht. Und auf der Healthcare-Konferenz von Morgan Stanley referiert Nvidia über die führende Rolle der Chips des eigenen Hauses bei der Bildauswertung von Röntgenaufnahmen oder MRTs.

Die Aktie hat sich diese Woche dennoch kaum bewegt. Es fehlt die Zulassung der Übernahme von Mellanox durch China, doch die lässt noch auf sich warten. M.M.n. nur eine Frage der Zeit.


BB Biotech
5% Dividendenrendite bei 15% Wachstum

Fr, 17. Januar um 17:20 Uhr
BB Biotech definiert sich nach der Wertentwicklung der eigenen Beteiligungen. Die beiden größten Beteiligungen der Vergangenheit, Celgene und Gilead, sind inzwischen übernommen worden oder zu groß und daher nicht mehr im Portfolio. Es werden Alternativen gekauft, vorzugsweise aus den Bereichen seltene Krankheiten, Onkologie und RNA.

Im abgelaufenen Jahr entwickelte sich der Wert der Beteiligungen, gemessen in Euro, um 28% nach oben, der Aktienkurs zzgl. Dividende von BB Biotech aber nur um 23,4%. Derzeit ist BB Biotech also mit einem Abschlag hinsichtlich des inneren Wertes zu haben.

Für das abgelaufene Jahr wird eine Dividende in Höhe von 3,40 CHF vorgeschlagen (ungefähr 3,16 EUR), das entspricht einer Dividendenrendite von 5%. Für ein Wachstumsunternehmen wie BB Biotech ist eine so hohe Dividende eine echte Seltenheit.

Im Rahmen der US-Präsidentschaftswahlen im laufenden Jahr geht BB Biotech von dem einen oder anderen Störfeuer aus, was die Gesundheitsbranche in den USA durchschütteln könnte. Alle Kandidaten werden versprechen, die Kosten des Gesundheitssektors zu senken. Der Biotech-Bereich, so die Überzeugung von BB Biotech, ist jedoch eher ein Profiteur, da in diesem Bereich an der Zukunft geforscht wird und nicht die heutigen Medikamentenpreise kritisiert werden. Dennoch könnte es zu stärkeren Kursschwankungen kommen.

Wir haben BB Biotech als langfristiges Wachstumsunternehmen im Portfolio und ich habe vor, etwaige Turbulenzen gegebenenfalls durch kleine Zu- bzw. Verkäufe zu nutzen, nicht aber die Position in Frage zu stellen.


Verbio Vereinigte BioEnergie
2 Korrekturen: Verbio & TUI

Fr, 17. Januar um 17:22 Uhr
Ich hatte am Freitag, den 20.12. Verbio vorgestellt und direkt zum Kauf empfohlen. Der Eröffnungskurs am folgenden Montag lag bei 11,44 Euro, zu diesem Kurs haben wir Verbio ins Portfolio genommen. In den vergangenen Wochen hatte ich vergessen, dies im Heibel-Ticker einzutragen, das möchte ich hiermit nachholen. Sorry für die Verzögerung. Wer noch nicht drin ist, der kann aktuell zu 11,20 Euro, also günstiger, einsteigen. Ich denke nach wie vor, dass Verbio im Jahr 2020 als Aktie entdeckt werden könnte.

Einen dummen Fehler habe ich heute Vormittag gemacht: TUI war ja schon ausgestoppt und ich hatte am vergangenen Freitag die Wiederaufnahme von TUI empfohlen, ein neues Stopp Loss hatte ich noch nicht ausgegeben. Daher befindet sich die Position nun wieder - anders als heute früh geschrieben - im Portfolio. Sorry für die Verwirrung.



06. Übersicht HT-Portfolio

Spekulation (≈15%) =10,4%WKN16.1.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 5x3%!
TUITUAG0010,48 €-4%-8%1,7%B
TwitterA1W6XZ30,49 €3%5%2,2%B
Wheaton Precious MetalsA2DRBP25,40 €1%0%0,0%A
Skyworks Solutions857760111,88 €3%2%2,2%A
Nvidia918422223,15 €1%6%2,2%A
American ExpressWAF300118,14 €3%6%2,1%A







Wachstum (≈35%) =28,6%WKN16.1.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 5x7%!
BB BiotechA0NFN362,05 €1%1%7,2%B
ZuoraA2JHJJ14,03 €5%11%8,0%A
Zooplus51117084,40 €7%-1%6,4%A
SpotifyA2JEGN134,10 €-5%-2%3,6%A
VerbioA0JL9W11,28 €-1%-1%3,3%A







Dividende (≈30%) = 21,3%WKN16.1.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 4x7,5%!
Innotec5405109,90 €1%-2%5,3%C
FreenetA0Z2ZZ20,13 €-5%-2%8,4%B
Deutsche Post55520034,05 €0%0%3,9%C
Deutsche Telekom55575014,68 €-1%1%3,7%B







Absicherung (≈20%) =18,7%WKN16.1.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 3x7%!
Goldbarren 100 gr100 gr.4.444,00 €0%2%7,9%A
Südzucker-AnleiheA0E6FU89,00%-1%2%7,3%A
Nokia-AnleiheA0T9L2118,32%-1%3%3,5%B





Cashquote
Σ-Portfolio Ergebnis seit 2020

0%1%21,1%

Heibel-Ticker
GewichtungAnzahl Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis10%10,4%552%
WachstumEnkelkinder30%28,6%556,0%
DividendeUrlaub25%21,3%446%
AbsicherungZins & Gold20%18,7%336,7%
Summe
85%78,9%1717


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:


ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- & Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel

http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung

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