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07.02.2020:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

15. Jahrgang - Ausgabe 06 (07.02.2020)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Q-Zahlen, Vorstandsgespräche, Konjunkturhilfen und mehr
02.So tickt die Börse: Tesla lässt die Korken knallen
 - Tesla Aktie auf Sicht erstmal kaputt
 - Marktgeschehen
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Anleger können ihr Glück kaum glauben
 -
04.Ausblick: Vorstandsgespräch mit CFO Markus Ruf, Bertrandt
 - Bertrandt günstig bewertet, gut positioniert
05.ESG - ethisch, ökologisch, sozial: Upright Project
 - : Finnisches Startup bastelt an künstlicher Intelligenz
06.Update beobachteter Werte: Spotify, Twitter, TUI, Nvidia, American Express
 - Spotify: Q-Zahlen enttäuschen, Gründer Daniel Ek spielt nicht nach Wallstreet-Regeln
 - Twitter: Q-Zahlen zeigen Wachstum, CFO im TV
 - TUI: Coronavirus wird negative Auswirkung haben, Stopp Loss bei 9,75 EUR
 - Nvidia: Stopp Loss anheben
 - American Express: Stopp Loss bei 112 EUR
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Q-Zahlen, Vorstandsgespräche, Konjunkturhilfen und mehr

Liebe Börsenfreunde,

Diese Woche hatte es in sich: Ich traf am Dienstag die Vorstände von Wallstreet:Online, Bertrandt, Ringmetall, STS Group und Medios, führte am Mittwoch ein Telefonat mit W:O Wettbewerber Flatex und konnte am Donnerstag einen tiefen Blick in die Auswertung von ESG-Kriterien mit Hilfe künstlicher Intelligenz werfen. Zuviel für mich, ich habe nicht alles in die heutige Ausgabe packen können. Sorry, ich werde meine Erkenntnisse sukzessive in den kommenden Tagen/ Wochen zu Papier bringen, damit auch Sie im Bilde sind.

Heute habe ich erst einmal die Tesla-Story ausgearbeitet: Das ist schon historisch, was wir diese Woche bei Tesla gesehen haben. Und anders als in der Finanzpresse zu lesen habe ich herausgefunden, dass es sich NICHT um einen Shortsqueeze handelt, sondern um reine Spekulation. In Kapitel 02 gehe ich näher darauf ein.

Die Stimmung ist diese Woche ebenso schnell wieder angesprungen, wie sie sich wieder eintrübte. Unglaublich, muss ich sagen, und offensichtlich bin ich nicht der einzige, der von der Geschwindigkeit des Stimmungsumschwungs überrascht ist. Mehr zu den Ergebnissen unserer Sentimentumfrage lesen Sie in Kapitel 03.

Der Finanzchef von Bertrandt ging geduldig auf meine Fragen zu seinem Unternehmen ein. Er hat ein völlig anderes Bild vom autonomen Fahren als ich, doch im Bereich der Elektromobilität ist Bertrandt inzwischen gut positioniert. In Kapitel 04 gehe ich näher darauf ein, wie ich die Bewertung sowie die Zukunftschancen von Bertrandt einschätze.

Das Upright Project aus Finnland hatte ich vor einigen Wochen schon mal kurz angesprochen. Inzwischen hatte ich einen Termin mit dem Unternehmen und konnte weitere Einblicke in die Arbeitsweise gewinnen. Mein Fazit: hochinteressant! In Kapitel 05 erkläre ich, wie die Datenbank mit Hilfe wissenschaftlicher Studien ethische, ökologische und soziale Auswirkungen der Tätigkeit von Unternehmen bemisst.

Wie immer gibt es eine ganze Reihe von Updates in Kapitel 06 sowie eine tabellarische Übersicht über unser Portfolio in Kapitel 07.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp200209.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Tesla lässt die Korken knallen

TESLA AKTIE AUF SICHT ERSTMAL KAPUTT
Das "war" schon historisch, was wir in der Tesla-Aktie gesehen haben: Über Jahre wird die Elektromobilität kaputt geredet, die Tesla-Bilanz zerrissen und das Geschäftsmodell als nicht tragfähig bezeichnet. Gründer und CEO Elon Musk wird des Aktien-Pushings bezichtigt, es kursieren Videos, wie er bei einem öffentlichen Auftritt Drogen raucht und seine Gesundheit wird hinterfragt.

Die Aktie des Elektro-Pioniers pendelte 2017 bis 2019 zwischen 200 und 300 Euro bis Ende 2019 plötzlich offensichtlich wird, dass Tesla schneller als jedes andere Automobil-Startup die Massenproduktion in den Griff bekommen hat, günstiger produziert als irgendein Wettbewerber und sich vor Nachfrage nicht retten kann. Plötzlich sind die "Mondprojekte" (Elektro-Truck, Elektro-Pickup, Elektro-Sportwagen), mit denen Musk immer wieder die Öffentlichkeit überraschte, finanzierbar und vermutlich sogar schneller erreichbar als der Wettbewerb. Die Aktie beginnt ihren Höhenflug.

Wie viel sind 25 Mrd. Euro Jahresumsatz wert? 25 Mrd. Euro, wie es sich für ein ordentliches Kurs/Umsatz-Verhältnis bei einem Produzenten komplexer Produkte gehört? Oder 50 Mrd. Euro, weil der Elektroantrieb führend ist und nicht so schnell kopiert werden kann, wie wir in diesen Tagen am Wettbewerb vor Augen geführt bekommen? Oder gar 100 Mrd. Euro, weil Tesla in Sachen autonomes Fahren ebenfalls die Nase vorn hat??

In dieser Situation muss eine berufene Seele kommen und den Anlegern erzählen, was sie zu denken haben: Ron Baron ist ein Milliardär, dessen Investmentfonds knapp ein Prozent an Tesla hält. Er trat Dienstag früh bei CNBC auf und teilte uns mit, dass er trotz des Kursanstiegs um 220% innerhalb von nur 6 Monaten keine einzige seiner Aktie verkaufen werde, weil Tesla in 10 Jahren einen Jahresumsatz von 1 Billionen US-Dollar haben werde (https://www.cnbc.com/2020/02/04/ron-baron-tesla-to-hit-1-trillion-in-revenue-in-10-years.html).

Baron besitzt 1,6 Mio. Aktien von Tesla und ist an der Wallstreet bekannt wie ein bunter Hund. Sein Auftritt bei CNBC wurde bereits am Vortag angekündigt. Jeder, der Baron kannte, wußte, dass er eine bullische Einschätzung abgeben würde und so kauften viele schon VOR seinem Auftritt. Als er dann das Kaninchen aus dem Hut zauberte und von 1 Billionen USD Umsatz in zehn Jahren sprach, waren alle Wallstreet-Kumpels schon drin. In die von ihm erzeugte Nachfrage wurde dann mit Gewinn verkauft und so begann der Ausverkauf. Es waren also nicht Shortseller in Schieflache, die zwangsliquidiert wurden, sondern Kumpels.

1 Billionen! Es gibt derzeit kein Unternehmen, das 1 Billionen USD Jahresumsatz hat. Ich glaube, es gibt keine fünf Unternehmen weltweit, die über eine halbe Milliarde USD umsetzen. Wenn Prognosen einen Zeitraum von 2 bis maximal 3 Jahren überschreiten, wird es unglaubwürdig. Wenn eine 10-Jahresprognose herangezogen werden muss, um die Bewertung einer Aktie zu rechtfertigen, dann klingeln bei vielen Anlegern an der Wallstreet die Alarmglocken.

Ich habe diese Woche jede Menge Gespräche über die Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland geführt: Von CEOs der Zulieferer bis hin zu meinen Freunden hat jeder eine überzeugte Meinung. Tesla polarisiert! Die einen sehen das Ende der deutschen Automobilindustrie, die anderen sehen das Ende von Tesla. Die Wahrheit liegt, wie immer, irgendwo dazwischen. Nur gibt es zwischen Null und einer Billionen leider eine ziemlich große Spanne :-(.

Wir werden nun eine Weile warten müssen, bis wir eine verlässliche Antwort darauf erhalten. Denn Tesla ist auch nach dem exponentiellen Kursanstieg noch immer die am meisten geshortete Aktie in den USA. Das heißt: In keinem anderen Unternehmen spekulieren so viele Anleger auf fallende Kurse wie bei Tesla. Und das wird meiner Einschätzung nach für einige Wochen, wenn nicht Monate, Abwärtsdruck sorgen. Lassen Sie mich das ein wenig näher erklären.

Eigentlich hätte man erwarten müssen, dass sich die vielen Leerverkäufer im Zuge der Rallye mit großem Verlust eindecken. Zur Erinnerung: Ein Leerverkäufer (Shortseller) leiht sich über seine Bank Aktien aus einem anderen Depot und verkauft sie. Der Verkaufserlös wird seinem Konto sofort gutgeschrieben, allerdings bleibt der Leerverkäufer in der Verpflichtung, irgendwann die ausgeliehenen Aktien, die er ja schon verkauft hat, zurückzuliefern. Irgendwann muss er also Aktien einkaufen und über seine Bank an den ursprünglichen Verleiher liefern. Das Kalkül des Leerverkäufers ist, dass er zu einem späteren Zeitpunkt günstiger an die Aktien kommen wird und somit seine Verpflichtung günstiger erfüllen kann.

Wenn alles gut läuft, kommt er ohne Kapitaleinsatz zu einem ordentlichen Gewinn. Die Bank achtet jedoch darauf, dass er stets ausreichend Geld hat, um seine Verpflichtung zu erfüllen. Steigt der Kurs also, dann muss er gegebenenfalls weiteres Bargeld auf sein Konto überweisen, damit die Bank zufrieden ist.

Steigt der Kurs nun so stark an, dass der Leerverkäufer nicht mehr genug Bargeld (oder andere Sicherheiten) besorgen kann, dann deckt die Bank die offene Leerposition über die Börse ein und liefert die Aktien an den anderen Kunden, der sie ursprünglich ausgeliehen hatte, zurück. Der Leerverkäufer hat dann dadurch einen Verlust gemacht.

Nun ist Tesla seit Oktober von 230 Euro auf zwischenzeitlich 871 Euro gesprungen, +280%! Ein Leerverkäufer, der für seinen Verkauf 100.000 Euro erhalten hat, musste inzwischen nicht nur die 100.000 Euro vorhalten, sondern sogar 380.000 Euro! Fast das Vierfache. Es ist davon auszugehen, dass viele Leerverkäufer das nicht konnten und daher durch ihre Bank zwangsweise ihre Leerposition eingedeckt bekamen.

Doch wenn wir uns die Entwicklung der Short Interest anschauen, also der Entwicklung der offenen Leerpositionen, dann ist zu sehen, dass diese nur in sehr geringem Maße zurückgegangen ist. Die meisten Leerverkäufer konnten diesen exorbitanten Kursanstieg mit ausreichend Liquidität in ihrem Depot ausgleichen. Schlimmer noch: Zu den Höchstkursen am Dienstag sind noch jede Menge neue Leerverkäufer hinzugekommen. Am Mittwoch haben sich einige eingedeckt, doch am gestrigen Donnerstag stiegen die Short-Positionen schon wieder an.

Nun ist die Kursrallye zu Ende und genau wie steigende Kurse das Geld aus den Taschen der Leerverkäufer ziehen, sorgen fallende Kurse für frei werdende Liquidität. Wer also seinen Tesla-Short zu Kursen über 800 Euro eröffnet hat, der hat heute also 800 Euro je Aktie auf dem Konto. Die Aktie steht inzwischen aber bei nur noch 660 Euro. Über die Differenz, also 140 Euro, kann der Leerverkäufer nun schon wieder frei verfügen. Und weil's so schön war, gibt es nicht wenige, die ihre Shortposition damit vergrößern.

Ja, da haben wir einen sich selbst verstärkenden Mechanismus: Je stärker die Tesla-Aktie nun fällt, desto mehr Liquidität wird bei den Leerverkäufern frei und sie können weitere Leerverkäufe durchführen, was weiteren Druck auf die Aktie ausübt und zu weiter fallenden Kursen führt. So, wie die Aufwärtsspirale durch die Zwangseindeckungen ein sich selbst verstärkender Mechanismus sein kann, so kann auch die Abwärtsbewegung eine Eigendynamik entwickeln, bis ein Kursniveau erreicht ist, wo eine Vielzahl von Anlegern die Aktie für günstig bewertet hält und zugreift.

Wo könnte das sein? Puh, das ist schwer zu sagen, da hier die diskussionswürdigen Bewertungsansätze mit Marktmechanismen konkurrieren, wo das Recht des Stärkeren herrscht. Unter https://fintel.io/ss/us/tsla können täglich die Umsätze der Leerverkäufer beobachtet werden. Erst wenn diese Zahlen deutlich kleiner sind, würde ich mir die Aktie wieder anschauen. Vorerst: Finger weg, denn auch Kurse unter 400 Euro sind kurzfristig nicht unwahrscheinlich.

Aber, und jetzt kommt das große ABER, haben Sie's bemerkt: Ich habe hier nur über Aktienmarkttechnische Besonderheiten geschrieben. Das Unternehmen Tesla selbst ist in meinen Augen gesund, die Produktionsprobleme sind Vergangenheit und jetzt wird die Produktion nach China und auch nach Deutschland gebracht. Qualitätsprobleme, von denen weiterhin zu hören ist, sind meiner Einschätzung nach lösbar. Die Bilanz ist inzwischen solide, Kapitalerhöhungen werden nach derzeitiger Sicht der Dinge nicht benötigt, um die teuren Wachstumspläne von Elon Musk umzusetzen. Wir haben hier einen neuen globalen Automobilkonzern, der sich sein Stück vom Kuchen sichern wird. Entsprechend wird auf Sicht von mehreren Jahren der in dieser Woche gezahlte "Mondpreis" für Tesla meiner Einschätzung nach sicherlich nochmal ins Visier genommen. Es war halt einfach zu früh dafür.

MARKTGESCHEHEN

Der Coronavirus hat seine exponentielle Ausbreitungsgeschwindigkeit verloren. Sowohl in China als auch im Rest der Welt sinkt die prozentuale Zahl der neu infizierten im Vergleich zur bereits infizierten Anzahl an Patienten. Der Coronavirus breitet sich nach wie vor rasant schnell aus, aber die Ausbreitung ist nicht mehr exponentiell, also unkontrolliert. Vielmehr hat es den Anschein, dass die radikalen Maßnahmen (Flug-, Ausreiseverbote, ...) greifen. Insbesondere im Rest der Welt bleibt der unkontrolliert starke Anstieg der Infizierten, wie wir es bei SARS im Jahr 2003 gesehen haben und wie es mit dem Coronavirus Mitte Januar zu beobachten war, bislang aus.

Coronavirus
Abbildung 1: Ausbreitung des Coronavirus, eigene Graphik


An den Aktienmärkten hat man daher die Angst erst einmal beiseite gelegt und konzentrierte sich auf Unternehmen und Volkswirtschaft... und Politik. US-Präsident Donald Trump hat diese Woche das Amtsenthebungsverfahren der Demokraten abwenden können. In seiner anschließenden Rede zur Lage der Nation hat er ein Feuerwerk an Erfolgszahlen über die Aktienmarktentwicklung sowie die Wirtschaftsentwicklung unter seiner Präsidentschaft gezündet. Dieses Feuerwerk entzündete auch auf dem Börsenparkett einen Kaufrausch, der Dow, Nasdaq und S&P 500 auf Allzeithochs hievte.

Auf Unternehmensseite ist ein Feuerwerk an guten Q-Zahlen zu beobachten: Unser Portfoliowert Twitter sprang nach überraschenden Q-Zahlen über Nacht um 16% an. Die Deutsche Bank hat einen neuen Großinvestor gefunden, die Aktie sprang um 15% an, die Commerzbank läuft mit. Infineon (+12%) hat in einem detaillierten Ausblick Hoffnung auf ein anziehendes Chip-Geschäft gemacht. IBM (+14%) hat einen Führungswechsel vollzogen, Virginia Rometty übergab ihr Zepter an Cloud-Profis. IBM ist in der Gegenwart angekommen! Die Cloud verhilft auch Bechtle (+11%) und der Software AG (+12%) zu guten Q-Zahlen. Selbst der Einzelhandel ist kein Spielverderber, Ceconomy (+7%) hat heute dank konsequentem Kostenmanagement (Sparen!) zumindest unter dem Strich überzeugt. Werkzeuge für medizinische Labors (Qiagen +8%), Software für Arztpraxen (Compugroup +10%) und Werkzeuge für die Chipindustrie (Aixtron +10%) werden nachgefragt, um für den sich abzeichnenden Aufschwung gerüstet zu sein.

Und als sei das noch nicht genug, um die Aktienmärkte in Feierlaune zu versetzen, hat China noch einige konjunkturelle Maßnahmen verkündet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus abzumildern: Die chinesische Notenbank kündigte an, 173 Mrd. USD an Konjunkturhilfen für die chinesische Wirtschaft bereitzustellen. Auf politischer Ebene wurde seitens China angekündigt, die Einfuhrzölle auf eine Reihe von Produkten zu halbieren. Salzgitter (Stahl) und Aurubis (Kupfer) legten diese Woche ebenfalls kräftig zu (8% und 6% resp.).

Kein Wunder, dass die Aktienmärkte auf Rekordjagd sind.

Schauen wir mal, wie sich diese Entwicklung in den wichtigsten Indizes zeigt:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES6.2.20Woche ΔΣ '20 Δ
Dow Jones29.103 0,8%1,6%
DAX13.514 3,1%2,0%
Nikkei23.828 2,7%0,7%
Shanghai A 3.014 -3,4%-5,4%
Euro/US-Dollar1,09-0,9%-2,2%
Euro/Yen120,15-0,1%-1,7%
10-Jahres-US-Anleihe1,58%0,03-0,36
Umlaufrendite Dt-0,39%0,03-0,16
Feinunze Gold$1.570 -0,6%3,8%
Fass Brent Öl$54,47 -6,8%-20,8%
Kupfer5.713 1,7%-8,0%
Baltic Dry Shipping431 -13,5%-60,5%
Bitcoin9.758 3,2%33,8%



Die OPEC+ (das Plus steht für Russland als nicht-Mitglied, derzeit aber aktiver Partner des Ölkartells) hat sich diese Woche spontan in Wien getroffen, um über die Auswirkungen des Coronavirus zu sprechen. Nein, nicht aus gesundheitlicher Sicht, sondern weil die Ölnachfrage dadurch deutlich zurückgegangen ist. Förderkürzungen um 600.000 Fässer pro Tag (0,6% der weltweiten Ölförderung) sollen ein Überangebot und dadurch fallende Preise verhindern.

Die Reaktion des Ölpreises? Er fällt weiter. Ungebremst. Die OPEC scheint die Kontrolle über den Ölpreis verloren zu haben. Öl ist schmutzig, im Überfluss verfügbar und Alternativen sind vorhanden.

Der Baltic Dry Verschiffungsindex ist in Folge des Coronavirus in diesem Jahr bereits um 60% eingebrochen. Es wird nichts mehr nach oder von China verschifft.

Schauen wir nun einmal, wie sich die Stimmung unter den Anlegern entwickelt hat.




03. Sentiment: Anleger können ihr Glück kaum glauben

Na Hoppla, da war doch was, oder? Die fulminante Aktienmarktrallye, die seit Oktober ungebremst Börsenindizes auf neue Rekordhöhen führte, wurde erst sehr spät durch die Angst vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus gestoppt. Als Ende Januar noch Euphorie über neue Allzeithochs herrschte, während sich der Coronavirus exponentiell ausbreitete, brach die Stimmung zum Monatswechsel heftig ein. Doch schneller, als Partygirlanden abgehangen und Konfetti aufgekehrt werden konnten, verflog die Angst vor dem Virus und die Aktienmärkte glichen die Verluste der Vorwoche aus. Alle drei großen US-Börsenindizes schlossen gestern auf einem Allzeithoch, der DAX befand sich in Schlagweite, ihn trennte nur ein halbes Prozent von neuen Höchstständen.

Gute Quartalszahlen, chinesische Konjunkturmaßnahmen sowie Zollsenkungen und gute Konjunkturdaten aus den USA sorgten in der nun abgelaufenen Woche erneut für Partystimmung. Zwar mahnt der Coronavirus zur Vorsicht, Euphorie ist entsprechend noch nicht zu sehen. Dennoch ist die Stimmung gut.

Zwei Drittel unserer Umfrageteilnehmer sehen den DAX schon wieder in einer Aufwärtsbewegung, jeder Vierte hingegen geht davon aus, dass durch den Ausverkauf der Vorwoche nun eine Seitwärtsbewegung eingeschlagen wurde. Mit einem Wert von 3,4 herrscht gute Laune, aber noch keine Euphorie unter Anlegern.

Überrascht sind sie jedoch alle von dem schnellen Wechsel zurück in den Bullenmodus. Das spiegelt sich in der Selbstgefälligkeit wieder, die mit einem Wert von 0,5 verhältnismäßig neutral ist, obwohl der DAX diese Woche doch über 3% zulegen konnte.

Und so scheint es vielen Anlegern zu dämmern, dass diese Rallye vielleicht die Vorgänge in China nicht ausreichend berücksichtigt. Die Zukunftserwartung ist auf 0,7 zurückgegangen und zeigt ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen Bullen und Bären. Übrigens ist dieses ausgeglichene Verhältnis auch in den USA zu beobachten.

Und entsprechend dieser Endzeitstimmung, wenn ich das mal so nennen darf, möchte nun auch kaum jemand mehr investieren. Die Investitionsbereitschaft ist auf -0,2 gefallen, in den kommenden zwei Wochen möchten mehr Anleger Aktien verkaufen als zukaufen.

Während die absoluten Werte der dieswöchigen Umfrage keine besonderen Ausschläge aufzeigen, so ist doch der Stimmungswandel im Vergleich zur Vorwoche exorbitant groß: Mit den Bullen ist das Kaufinteresse verschwunden. Es hat den Anschein, dass Anleger ihr Glück selber kaum fassen können, denn anders kann ich mir die gute Laune bei gleichzeitig aufkommender Verunsicherung nicht erklären.

Auch das Euwax-Sentiment ist in einen neutralen Bereich zurückgekehrt, allerdings ist dort der Umschwung nicht so heftig wie bei unserer Umfrage. Institutionelle Anleger kaufen hingegen derzeit über die Eurex deutlich mehr Call-Optionen als im Durchschnitt der vergangenen Monate. Profis setzen also weiter auf steigende Kurse.

Das tun auch die US-Anleger, die über die CBOE Optionsscheine handeln. Auch dort notiert das Put/call-Verhältnis auf einem absolut niedrigen Niveau, was den dominierenden Call-Spekulationen zuzuschreiben ist.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager hingegen hat sich weiter stark verringert. In den vergangenen zwei Wochen wurde die Investitionsquote von 93% auf 63% zurückgefahren.

Interpretation



Ich habe diese Woche im Rahmen einer Investorenkonferenz mit einer ganzen Reihe von CEOs und CFOs gesprochen. Grundtenor bezüglich des Coronavirus war: Wir haben noch keine Ahnung, welche Auswirkungen zu befürchten sind. Mag sein, dass die Maßnahmen greifen, doch wer weiß denn schon, wann die Betriebsstätten in China wieder aufmachen und wann die Arbeiter wieder ihr Haus verlassen. Und wer weiß schon, wie viel der dann aufgestauten Nachfrage überhaupt abgebaut wird, was an Produktionsausfall durch Überstunden nachgeholt werden kann und welcher Anteil tatsächlich eine Scharte im chinesischen, und mittelbar im globalen Wachstum hinterlassen wird?

So ist durchaus nachvollziehbar, dass Anleger nun etwas vorsichtiger werden. Und mit der vorsichtigen Haltung fehlt das Kaufinteresse, das für weiter steigende Kurse sorgen könnte. Nächste Woche stehen Zahlen von Daimler, Bayer und Wirecard an. Auch Airbus, Metro und Hochtief werden berichten. Es braucht schon herausragende Zahlen, um die Rallye in Gang zu halten.

Insbesondere Privatanleger sind hoch investiert, institutionelle Anleger spekulieren stark auf weiter ansteigende Kurse. Die Freude über den jüngsten Kursanstieg gepaart mit der freudigen Überraschung, mit der Anleger diese Kursgewinne in ihren Portfolios wahrnehmen, spricht dafür, dass bei erster Gelegenheit Gewinne mitgenommen werden.







04. Ausblick: Vorstandsgespräch mit CFO Markus Ruf, Bertrandt

Der Ausverkauf aufgrund des Coronavirus war schneller beendet, als ich es erwartet hatte. Daher haben wir es verpasst, nennenswerte Neupositionen aufzubauen. Richtig war, dass wir uns nicht in großem Stil von Positionen in unserem Portfolio getrennt haben, denn die mittelfristige Dynamik der Rallye war meiner Analyse zufolge intakt. Somit konnten wir die Turbulenzen unter Nutzung einiger Sondereffekte (Zooplus) für uns nutzen.

Ich denke, der Verlauf der kommenden Woche hängt maßgeblich von den Quartalszahlen ab, die veröffentlicht werden. Später im Februar, vielleicht auch erst im März, erwarte ich dann eine Quantifizierung des Coronavirus durch Volkswirte und Unternehmen. Die Auswirkungen werden, wie in meinem heutigen Update zu TUI geschrieben, aller Voraussicht nach negativ überraschen, da Vergleichswerte zum SARS-Effekt aus dem Jahr 2003 nicht mit heute vergleichbar sind: China war damals nicht annähernd so wichtig für die globale Konjunktur wie heute.

Es wird also ein heißer Ritt durch die kommenden Wochen. Insbesondere unsere Spekulationen müssen wir eng absichern. Aber auch bei den Wachstumstiteln werde ich frühzeitig Teilgewinne mitnehmen, wenn der Markt zu kippen droht. Heute schon zu verkaufen halte ich für verfrüht - mal sehen wie es nach dem Wochenende aussieht.

BERTRANDT GÜNSTIG BEWERTET, GUT POSITIONIERT

Zur Tesla-Geschichte möchte ich noch ein wenig hinzufügen: Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, mit Markus Ruf, dem CFO von Bertrandt, zu sprechen. Bertrandt beschäftigt 13.500 Mitarbeiter, überwiegend Ingenieure, überall auf der Welt. Ich sprach ihn auf Tesla an, auf die Aussage von Elon Musk im Rahmen einer Analystenkonferenz, dass die Produktion des Model 3 ohne die deutschen Ingenieure niemals funktioniert hätte.

Erinnern Sie sich? Im November 2016 hatte Tesla den deutschen Maschinenbauer Grohmann aus der Eifel gekauft. Anschließend wurden alle Kundenbeziehungen Grohmanns gekündigt und die Spezialisten für Produktionsautomatisierung wurden voll auf die Modell 3 Produktion angesetzt. Es war ein genialer Schachzug von Tesla, sich dieses deutsche Know-how einzukaufen. Bis in das Jahr 2019 hinein waren die Stimmen der Zweifler unüberhörbar, die Tesla bereits in der Insolvenz sahen: Der Schwenk vom Model S als handgefertigtes Luxusauto zur Massenproduktion sei in so kurzer Zeit unmöglich, so der Tenor.

Markus Ruf teilte mir mit, dass seines Wissens zwei oder drei seiner Ingenieure auch an dem Tesla-Projekt in den USA beteiligt gewesen seien. Weiter ins Detail ging er leider nicht, doch es zeigt mir, dass er durchaus mehr über Tesla weiß als die meisten von uns. Daher machte es mich stutzig, als Ruf mir dann mit großer Überzeugung mitteilte, dass autonomes Fahren 2025 mit Sicherheit noch nicht ermöglicht würde, vermutlich auch nicht vor 2030.

In meinem Kopf sehe ich schon in den kommenden Jahren erste autonom fahrende Autos über die Straßen rollen. Wie kommt es zu dieser unterschiedlichen Einschätzung?

Ruf sieht in erster Linie rechtliche Hürden. Er zog das - in meinen Augen alte - Argument aus der Tasche, dass es juristisch kompliziert sei, einem autonom fahrenden Auto vorzuschreiben, ob es in einer Notsituation lieber das Kind, oder die alte Dame überfahre. Wer entscheidet das? Wer haftet? Viele ungeklärte Fragen.

Mein Ansatz: Ja, hier in Deutschland werden wir das nicht als Erstes lösen. Aber in den USA rollen schon erste Autos autonom durch die Straßen und das wird meines Erachtens in den kommenden Jahren stark zunehmen. Irgendwann werden dann Statistiken veröffentlicht, dass die Zahl der Unfallopfer um 20%, 50%, 80%? - im Laufe der Zeit wird das in Richtung 99% gehen - abgenommen haben. Da wird dann die zu klärende Frage sein, ob wir weiterhin 3.000 Verkehrstote in Kauf nehmen, nur weil wir keine moralisch und juristisch saubere Lösung für obiges Problem finden.

Ein zweiter Meinungsunterschied bestand in der Technologie: Kein Mensch könne sich Lidar leisten. Lidar ist die teure deutsche Lösung für autonomes Fahren, die an Perfektion - unserem Naturell entsprechend - kaum zu überbieten ist. Tesla verlässt sich voll auf Kameras, deren Bilder ausgewertet werden. Das ist deutlich günstiger, aber eben nicht perfekt. Es gibt schon einige Verkehrsopfer durch Teslas autonom fahrende Autos. Doch da das autonome Fahren zwar funktioniert, aber seitens Tesla noch nicht freigegeben ist, ist Tesla aus der Haftung raus. Das ist eine sehr zweifelhafte Vorgehensweise, aber so sammelt Tesla mehr Daten als irgendein Wettbewerber.

Schaun mer mal, wer Recht behält. Erfrischend ist vor diesem Hintergrund allerdings der Umstand, dass wir uns nicht mehr über die Erfolgschancen der Elektromobilität streiten mussten: Die meisten der Bertrandt-Ingenieure beschäftigen sich inzwischen mit Softwarefragen, die entweder aus der Elektromobilität resultieren, oder darauf übertragen werden können. So nannte Ruf als Beispiel, dass die Bordsysteme, über die verschiedene Signale der Motoren und Sensoren verarbeitet werden, natürlich auch für Elektroautos funktionieren.

Der Umsatz wächst mit 3-4%, die 1.000 Ingenieure, die Bertrandt vor einigen Jahren mal eingestellt hatte, haben inzwischen für einen ordentlichen Umsatzsprung gesorgt. Doch das war damals eine einmalige Nachfrage seitens der Automobilindustrie, derzeit belaufe sich die Zahl der Netto-Neueinstellungen (nach Abzug der Ausscheider) auf 300-400. Ein Unternehmen, das durch berechnete Ingenieursstunden Geld verdient, wächst damit auch nicht mehr so schnell wie zuvor. So ist nicht schwer zu verstehen, dass die Aktie von 140 im Jahr 2015 auf zwischenzeitlich 40 Euro (Mitte 2019) gefallen ist. Inzwischen ist die Aktie wieder über 50 Euro geklettert und wir können uns überlegen, ob der Boden durchschritten ist.

3,2% Dividendenrendite sind attraktiv, das KGV 2021e ist bei 11. In Deutschland wächst der Umsatz nur noch mit 1%, im Ausland hingegen mit 19%. Rumänien, Spanien und Frankreich werden als Länder genannt, in denen Personal aufgebaut wird. In Rumänien läuft das unter dem Begriff "Nearshore". Als besonderes Vorzeigeprojekt zeigte mir Markus Ruf ein Bild vom High-voltage Batterie Testzentrum im Stuttgarter Raum und erzählte vom Entwicklungszentrum bei München.

Ich kann mir gut vorstellen, dass deutsche Ingenieurskunst weltweit gefragt ist. Schwaben haben ja kein Problem mit Englisch, nur mit Deutsch. Aber derzeit ist Bertrandt noch stark vernetzt bei Porsche und anderen deutschen Autobauern, die Expansion ins Ausland erfolgt in meinen Augen ähnlich halbherzig wie die Expansion in die Flugzeugindustrie sowie in die Medizinbranche. Überall werden Ingenieure gebraucht, Bertrandt wird da ordentlich verdienen und eine schöne Dividende bieten. Aber neue Kursphantasie dürfte erst dann aufkommen, wenn die Zahl der Neueinstellungen wieder deutlich nach oben dreht. Und das sehe ich derzeit noch nicht.



05. ESG - ethisch, ökologisch, sozial: Upright Project



Finnisches Startup bastelt an künstlicher Intelligenz

Fr, 07. Februar um 18:27 Uhr
Diese Woche hatte ich ein Gespräch mit Toni Laitila, dem Vertriebschef eines kleinen finnischen Startups, das sich mit der Auswertung de "Impact" (Auswirkung / Einfluss) von Unternehmen beschäftigt. In meinen Vorstandsgesprächen dieser Woche fragte ich mehrere Vorstände, wie sie zu dem Thema stehen. Jeder konnte mir tolle Projekte nennen, die sein Unternehmen verfolgt. Doch alle waren genervt von der Formularflut, die derzeit auf das Unternehmen einprasselt: Unzählige ESG-Protagonisten wollen anhand von Fragebögen von den Unternehmen selbst wissen, wie deren Ethik, Umweltbewusstsein und Sozialverständnis steht.

Das Upright Project geht einen anderen Weg: Es werden 135 Mio. wissenschaftliche Studien genutzt und mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet. So sucht sich die Software Informationen über entsprechende Unternehmen zusammen, schaut dabei auf der Unternehmensseite nach, nutzt aber auch Wikipedia und Ähnliches, und durchforstet anschließend die Datenbank nach Hinweisen auf die ökologische Verträglichkeit der Produkte, auf die Auswirkung auf die Gesundheit der Menschen, die sozialen Auswirkungen bis hin zum Aufbau von Know-how. Das Ganze wird dann mit Hilfe von 19 Kategorien bewertet, wobei negative Auswirkungen aufsummiert und den positiven gegenübergestellt werden.

Hier ein Beispiel:
Upright-TUI
Abbildung 2: Upright Project Impact von TUI


Mich begeistert an der Lösung, dass ich nun in die Details schauen kann. So fällt mir bei TUI auf, dass dort die Greenhousegase (Treibhausgase) einen besonders negativen Effekt haben. Ich kann nun ins Detail schauen und sehe, dass insbesondere die Flugreisen für dieses Einstufung verantwortlich sind: Normalpreis-Reisen sind besonders schlimm, während Billigreisen zwar auch eine schlechte Treibhausgasbilanz haben, aber nicht ganz so schlecht. Wie kommt es zu dieser Unterscheidung?

Nun, auch hier kann ich weiter ins Detail gehen und komme auf eine Seite, auf der mir bereits einzelne wissenschaftliche Studien angezeigt werden. Dort wird diskutiert, wie höhere Steuern sich auf die Reisebranche auswirken, wie größere Flügelspannweiten zwar weniger Spritverbrauch herbeiführen, aber dafür Umbauten an Flughäfen nach sich ziehen und viele weitere Aspekte. Im Detail ist dann auch zu sehen, dass der negative Effekt der Treibhausgase absolut gesehen bei Normalflügen gleich ist zu den Billigflügen, doch die Normalflieger ziehen noch eine ganze Reihe weiterer negativer Auswirkungen nach sich, während Billigflieger mit Städtereisen bspw. kaum weitere Schäden verursachen.

Hmm, nein nehmen Sie die Erklärung hier nicht so genau. Wir alle wissen, wie komplex das Thema ist und ich hatte eigentlich damit gerechnet, auf eine neues Einstufungssystem zu stoßen, das von Unternehmen beliebig manipuliert wird. Kein Mensch kann die ausgefüllten Fragebögen überprüfen.

Doch die Nutzung wissenschaftlicher Studien gibt dem Ganzen eine Menge Glaubwürdigkeit. Und die Datenbasis, 135 Mio. Studien, umfasst immerhin 50% der Datenbasis, auf die Google kommt. Und Google durchkämmt das Internet weltweit bereits seit vielen Jahren.

Unterm Strich kommt TUI auf einen Wert von -1,6 und hat somit einen negativen Impact. Wir alle kennen die Aufforderung zum Urlaub auf Balkonien. Wenn wir solche Einschätzungen sehen, dann sollten wir uns zumindest bewusst machen, dass wir Flugreisen zweimal auf ihre Notwendigkeit hin überprüfen.

Ich werde mich in den kommenden Monaten ein wenig tiefer in diese Datenbank einarbeiten und an dieser Stelle immer wieder meine Erkenntnisse teilen.



06. Update beobachteter Werte: Spotify, Twitter, TUI, Nvidia, American Express

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de -> Portfolio -> 10 neueste Einträge. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.


Spotify
Q-Zahlen enttäuschen, Gründer Daniel Ek spielt nicht nach Wallstreet-Regeln

Fr, 07. Februar um 17:50 Uhr
Heute Mittag hat Spotify Q-Zahlen veröffentlicht, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Die unternehmenseigene Prognose wurde jedoch erreicht. In der jüngeren Vergangenheit haben mehrere Analysten ihre Schätzungen nach oben korrigiert. Die Aktie ist seit vergangenem Herbst um 30% angestiegen. Da war die Messlatte für Erwartung und Aktienkurs wohl ein wenig zu hoch.

Davon abgesehen beteiligt sich Spotify offensichtlich (noch?) nicht am UPOD-Spiel der Börse: UnderPromise OverDeliver = Wenig versprechen und dann positiv überraschen gilt als sichere Methode, Analysten zufriedenzustellen, positive Meinungen zu erhalten und dadurch eine stetig steigende Bewertung umzusetzen. Spotify ist als Anti-Börsenunternehmen auf untypische Weise an die Börse gegangen und spielt nicht mit.

Hier die Zahlen: Q4-Umsatz +24% auf 1,86 Mrd. USD (also 1,6%), 30 Mio. USD weniger als erwartet. Der Verlust je Aktie lag bei 1,14 USD, Analysten hatten sich einen Verlust von nur 0,36 USD gewünscht. Der Umsatz pro Nutzer (ARPU) ist um 5% auf 4,65 USD gefallen. Spotify-Hörer sind um 31% angewachsen (MAU), Abonnenten um 29%.

Der Ausblick ist deutlich konservativer als die Analystenerwartungen. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von 8,08 bis 8,48 Mrd. USD prognostiziert, Analysten wünschen sich 9,31 Mrd. USD.

Ich habe mir dann auch noch die Telco angehört, um ein wenig mehr zu erfahren. Doch auch die Telco ist äußerst "ungewöhnlich". Es ist üblich, dass zunächst der CEO über das Geschäfts spricht. Anschließend spricht der CFO über Zahlen. Dann kommen eine Reihe von Analysten mit jeweils zwei Fragen zu Wort, die vom Management beantwortet werden. Das Ganze dauert etwa eine Stunde.

Spotify bot keine Telco an, sondern nur einen Webcast. Gründer und CEO Daniel Ek hat einen sehr kurzen Bericht abgeliefert, der nicht wesentlich mehr beinhaltete als die zuvor veröffentlichte Q-Meldung. Anschließend wurden schriftlich per Chat eingereichte Analystenfragen vorgelesen und beantwortet, wobei der Fragenvorleser bei vielen Begriffen Probleme hatte, sie verständlich auszusprechen. Sprich: Ich habe die wenigsten Fragen verstanden. Die Antworten waren erneut sehr kurz. Wirklich neue Infos habe ich dort nicht herausgehört.

"Aber Herr Heibel, das kann Sie doch nicht überraschen" höre ich jetzt schon einige von Ihnen in die Tasten klimpern. Ja, Spotify hat einen eigenen Stil und möchte sich nicht in die Wallstreet-Maschinerie einreihen. Das gelingt ihnen recht gut :-/.

Bleibt ein Blick auf die Bewertung: Mit einem Kurs/Umsatz-Verhältnis von 3,6 ist Spotify für ein Wachstumsunternehmen extrem günstig bewertet. Das Wachstum ist zwar noch deutlich über 20%, geht aber langsam zurück. Da werden Anleger nervös. Spotify legt größten Wert auf Wachstum und verzichtet dafür auf Gewinne. In meinen Augen ist Spotify dem Wettbewerb überlegen, weil immer mehr Kunden die Unabhängigkeit von den Giganten wie Amazon oder Apple suchen, die derzeit mit aller Macht in den Markt drängen. Dennoch könnten schwere Zeiten auf Spotify zukommen, wenn sich das Unternehmen gegen den Wettbewerb behaupten muss. Ich behalte die Aktie in den kommenden Tagen im Auge und werde unsere volle Wachstumsposition gegebenenfalls an guten Tagen ein wenig trimmen.


Twitter
Q-Zahlen zeigen Wachstum, CFO im TV

Fr, 07. Februar um 17:44 Uhr
Twitter hat heute Mittag Zahlen veröffentlicht: der Umsatz sprang um 11% über die Milliarde-Grenze und damit um 1,5% über die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn jedoch blieb mit 0,15 USD/Aktie um 2 Cents hinter den Erwartungen. Der Ausblick wiederum liegt mit 825-885 Mio. USD für das laufende Q1 im Rahmen der Erwartungen 869 Mio. USD.

Die Aktie ist aktuell mit +16% im Plus. Was soll ich sagen: unsere Spekulation geht auf. Wir hatten gesagt, dass die Aktie absolut ausgebombt war, nachdem Hiobsbotschaften zu keinem Kursverlust mehr führten. Durchwachsene Zahlen, wie wir sie heute erhalten haben, sorgen für einen Kurssprung.

Auf CNBC habe ich soeben noch ein Interview mit CFO Ned Segal gesehen. Auf die Frage, was Twitter denn tue, um die Möglichkeiten der Werbung für die Werbeindustrie zu verbessern, antwortete er nicht mit dem Standardvokabular eines Marketing-Experten. Vielmehr atmete er tief durch und sagte, es gebe noch viel zu tun, um Twitter für die Nutzer besser, relevanter, effizienter und angenehmer zu machen. Er nannte einige Beispiele, was zur Zeit für die Twitternutzer entwickelt wird. Aktuelle Themen würden den individuellen Interessen entsprechend vorgeschlagen, so dass man mit einem Klick tief im Thema drin ist.

Ganz am Ende seiner Ausführungen sagte er kurz, das man sich natürlich permanent anschaue, wie die Werbung in das nutzerfreundliche Twitter passe.

Mein Eindruck wird bestätigt: Twitter legt derzeit den Schwerpunkt auf seine Nutzer und nicht auf die Monetarisierung der Nutzer. Das Nutzerwachstum, gemessen an den täglichen, monetarisierbaren (heißt: denen kann man Werbung zeigen) Nutzern (mDAU) ist von 17% im Vorquartal auf 21% gesprungen und damit deutlich höher als bei Snap und Facebook. Und genau das ist die Kennziffer, die derzeit von Analysten beobachtet wird, denn diese Kennziffer zeigt an, wie viel Umsatzwachstum in der Zukunft generiert werden kann.

Einige unserer Positionen sind nun in diesem Jahr bereits kräftig angesprungen. Tesla hatte einen Lauf, der nur noch als historisch zu bezeichnen ist. Von dieser Rallye bin ich überrascht worden und ich halte sie nicht mehr für gesund. Sie kann noch ein wenig weiterlaufen, aber ich bereite mich darauf vor, Gewinne mitzunehmen.

Im morgigen Heibel-Ticker werde ich näher darauf eingehen. Vorerst bleiben wir dabei und genießen :-).


TUI
Coronavirus wird negative Auswirkung haben, Stopp Loss bei 9,75 EUR

Fr, 07. Februar um 17:42 Uhr
Ich habe den Eindruck, dass Anleger die Auswirkungen des Coronavirus derzeit nicht richtig berücksichtigen. Über Twitter (@StephanHeibel) habe ich eine interaktive Übersicht über die Entwicklung des Flugverkehrs über China im Verlauf der vergangenen Wochen gepostet, ursprünglich kommt die Nachricht von flightradar24.com. Es ist zu sehen, dass derzeit nur noch ein Bruchteil der Flieger über China unterwegs sind als normalerweise.

Der Baltic Dry Verschiffungsindex ist seit Jahresanfang bereits um 60% eingebrochen: Es wird nichts mehr nach oder von China verschifft.

Die Wirtschaft in China steht still. Und das wird Auswirkungen auf die globale Konjunktur haben.

Ich habe diese Woche eine ganze Reihe von CEOs gesprochen und jeden gefragt, ab welcher Dauer nennenswerte negative Auswirkungen für das jeweilige Unternehmen zu befürchten seien. Der Tenor ging in die Richtung, dass das Neujahrsfest ohnehin eine Woche gedauert hätte. Wenn es nun ein oder zwei Wochen länger dauert, bis alles wieder läuft, sind die Folgen überschaubar. Wenn's länger dauert, dann sind ernste Auswirkungen zu erwarten. Ich habe den Eindruck, auch wenn die Zahlen nicht mehr exponentiell steigen, dass die Vorsichtsmaßnahmen Chinas, die leeren Straßen, die Reiseverbote, etc. länger dauern als eben nur die insgesamt drei Wochen.

Und damit werden wir erleben, dass die globalen Konjunkturprognosen gesenkt werden.

Zu TUI: Die Aktie ist absolut günstig bewertet. Der Weltmarktführer wird mit einem Kurs/Umsatz-Verhältnis von 0,3 bewertet. Da stecken Ängste drin, dass sich mit Reisen kein Geld mehr verdienen lässt. Ich halte das für übertrieben, daher spekulieren wir in dieser Aktie auf einen baldigen Kursanstieg.

Doch wenn die Auswirkungen des Coronavirus auf die verschiedenen Wirtschaftsbereiche quantifiziert werden, könnte TUI nochmals unter Druck geraten. Daher würde ich nun wieder einen Stopp Loss einsetzen: Als Limit würde ich 9,75 Euro verwenden. Das ist zwar eng und vermutlich werden wir schon beim nächsten Husten ausgestoppt. Aber ich möchte uns dennoch die Chance bewahren, falls die Aktie schon jetzt in ein vernünftigeres Bewertungsniveau startet.


Nvidia
Stopp Loss anheben

Fr, 07. Februar um 18:16 Uhr
Nvidia ist ebenfalls eine Spekulation und als solche müssen wir uns gegen etwaige Verluste absichern. Da ich davon ausgehe, dass die Situation in China irgendwann in den kommenden Wochen nochmals negativ auf die Aktienmärkte schlagen wird, würde ich den Stopp Loss von Nvidia auf 210 Euro anheben.

Inhaltlich gab es in den letzten Wochen seit den Q-Zahlen von Intel nichts Neues. Der Trend ist intakt, Graphikchips werden stark nachgefragt. Die Übernahme von Mellanox schwebt immer noch durch die Büros der chinesischen Aufsichtsbehörden. Das KGV 2020e von 35 ist weiterhin sportlich für das erwartete Gewinnwachstum von 10% p.a. Daher der Stopp Loss.


American Express
Stopp Loss bei 112 EUR

Fr, 07. Februar um 17:40 Uhr
VISA und Mastercard haben ihre Gebührenstruktur überarbeitet: Online-Handel wird künftig teurer. Das ist zwar schlecht für Kunden, aber gut für die Unternehmen und damit auch gut für American Express, die bei Bedarf nun nachziehen können.

Amex ist schon 9% im Plus. Ich würde unseren Gewinn mit einem Stopp Loss bei aktuell 112 Euro absichern.



07. Übersicht HT-Portfolio

Spekulation (≈15%) =8,3%WKN6.2.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 5x3%!
TUITUAG0010,15 €9%-11%1,6%C
TwitterA1W6XZ34,09 €14%17%2,4%B
Nvidia918422229,85 €4%9%2,2%C
American Express850226120,02 €0%7%2,1%C







Wachstum (≈35%) =33,7%WKN6.2.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 5x7%!
BB BiotechA0NFN361,80 €1%1%7,0%B
ZuoraA2JHJJ14,36 €6%13%7,9%A
Zooplus51117086,70 €6%10%7,5%A
SpotifyA2JEGN141,20 €9%3%7,5%C
VerbioA0JL9W12,78 €-1%12%3,7%A







Dividende (≈30%) = 20,6%WKN6.2.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 4x7,5%!
Innotec54051010,00 €3%-1%5,3%C
FreenetA0Z2ZZ19,80 €-1%-3%8,0%B
Deutsche Post55520032,69 €3%-4%3,6%C
Deutsche Telekom55575014,90 €2%2%3,6%B







Absicherung (≈20%) =18,5%WKN6.2.20Woche ΔΣ '20 ΔAnteil 3x7%!
Goldbarren 100 gr100 gr.4.538,00 €0%4%7,9%A
Südzucker-AnleiheA0E6FU88,82%1%2%7,1%A
Nokia-AnleiheA0T9L2122,23%-1%6%3,5%C





Cashquote
Σ-Portfolio Ergebnis seit 2020

2%4%18,9%

Heibel-Ticker
GewichtungAnzahl Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis10%8,3%542%
WachstumEnkelkinder30%33,7%556,0%
DividendeUrlaub25%20,6%446%
AbsicherungZins & Gold20%18,5%336,7%
Summe
85%81,1%1716


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:


ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- & Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel

http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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