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09.03.2020:

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H E I B E L - T I C K E R P L U S U P D A T E

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
14. Jahrgang - Update 05 (09.03.2020)
Erscheinungsweise: Bei Bedarf
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. TICKER-UPDATE: SO SIEHT EIN BODEN AUS: BEHERZT ZUGREIFEN
02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
03. AN-/ABMELDUNG

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01. TICKER-UPDATE: SO SIEHT EIN BODEN AUS: BEHERZT ZUGREIFEN
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Liebe Börsenfreunde,

Den Begriff „Panik“ kann man nicht mehr steigern. Nachdem die Aktienmärkte schon seit zwei Wochen von Panik regiert werden fehlen mir die Worte für das, was wir heute früh sehen: Der DAX hat nach -12% und -3% in den beiden Vorwochen heute mit weiteren -8% eröffnet. Wir haben Panik von historischem Ausmaß.

CORONAVIRUS – MEDIZINISCH

Die Opferzahlen steigen plötzlich wieder doppelt bis dreimal so stark an, wie in den vergangenen zwei Wochen. Wuchs die Opferzahl in den vergangenen zwei Wochen täglich um nur 2-3% pro Tag, so wurden für gestern 6% mehr Todesopfer gemeldet als am Vortag. Ein großer Teil davon direkt aus Norditalien.

In China ist die Ausbreitung praktisch gestoppt, es gab gestern nur 40 neu Infizierte, ein Wachstum von 0,0x%.

Im Rest der Welt betrug das Wachstum der Infizierten 15,1% und ist damit auf dem niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist damit zwar noch hoch, aber es sind erste Anzeichen dafür zu erkennen, dass das Gesundheitssystem die Kontrolle zurück gewinnt.

Fazit: Die Opferzahlen zeigen mit einiger Verspätung die Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus an. Die Ausbreitung beschleunigt sich zumindest nicht mehr. Es ist vielleicht zu früh, darauf aufbauend Hoffnung zu verbreiten, es ist aber auch nicht richtig, jetzt erst richtige Panik loszutreten.

CORONAVIRUS – WIRTSCHAFTLICH

Ich werde immer wieder gefragt, wie denn langfristige Schäden für die Wirtschaft in Folge des Coronavirus aussehen könnten. Denn bislang werden alle Einschnitte als Einmaleffekte betrachtet. Autos, die jetzt nicht gekauft werden, werden dann eben später gekauft, so die Argumentation derer, die eine um so größere Aufholjagd erwarten, sobald der Coronavirus im Frühjahr bei warmen Temperaturen unter Kontrolle gebracht werden kann.

Doch so einfach ist das leider nicht: Viele Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten. Dabei geht Produktivität verloren. Vertriebsleute, die vor Ort beim Kunden verkaufen, sind derzeit untätig zu Hause. Mit Telefonaten und E-Mails kann man Kunden zwar locken, häufig braucht es aber den persönlichen Kontakt, um eine Unterschrift zu bekommen.

Es ist unterm’ Strich also doch ein erheblicher Arbeitsausfall, den Unternehmen nun zu stemmen haben. Und viele Unternehmen haben bereits zugesichert, die Gehälter trotzdem in voller Höhe zu zahlen.

Wie man’s also dreht und wendet, für Unternehmen wird der Coronavirus finanzielle Folgen haben: Ob weniger Produkte verkauft werden, wenn auch nur vorübergehen, oder ob weniger Produziert wird, die Kosten laufen weiter und so schmilzt die Liquidität der Unternehmen. Sie haben weniger Cash. Und um das auszugleichen werden viele Unternehmen weniger investieren.

Investitionen sind das Wachstum von morgen. Und damit wird die Folge des Coronavirus sein, dass die Wirtschaft nicht nur eine heftige Scharte erleidet, sondern auch nachhaltig erst einmal langsamer wachsen wird.

Rezessionsängste machen sich also breit, und das nicht zu Unrecht :-(

CORONAVIRUS – BÖRSE

Am Wochenende hat Saudi Arabien beschlossen, die Ölproduktion zu erhöhen. Nachdem die von der OPEC angestrebte Föderkürzung durch das Nicht-OPEC-Land Russland, das jedoch entscheidend für den Erfolg des Vorhabens war, nicht mitspielte, hat Saudi Arabien nun auf Konfrontation umgeschaltet.

Der Ölpreis (Crude Oil aus den USA) ist über Nacht um ein Drittel auf 30 USD/Fass eingebrochen.

Algorithmen für das automatische Handeln, die von großen Hedgefonds programmiert und eingesetzt werden, sind darauf geeicht, einen sinkenden Ölpreis als Vorbote einer Rezession zu interpretieren. Das Geld wird dann als Reaktion sofort in Sichere Häfen, den Anleihemarkt, geschoben. Die Umlaufrendite ist heute früh um 15% auf -0,71% eingebrochen.

Die gleichen Algorithmen folgern aus dem rückläufigen Ölpreis und der fallenden Rendite, dass Aktien in Rezessionszeiten keine gute Idee sind. Also werden Aktien verkauft.

Diese Vorgänge liefen VORBÖRSLICH: Bevor ein denkender Anleger reagiert hat, waren die entsprechenden Verluste bereits festgeschrieben. Das ganze fand vorbörslich bei sehr niedrigem Handelsvolumen statt.

Jetzt sind die Märkte offen und wir dürfen gespannt sein, wie die Menschen auf den von Algorithmen angerichteten Schaden reagieren. Meiner Sentimentumfrage zufolge besteht so viel Kaufinteresse wie nie zuvor, seit wir die Umfrage im Jahr 2006 starteten.

Nicht nur der brutale Ausverkauf stellt die Finanzkrise 2007 bis 2009 in den Schatten, sondern auch die nunmehr vorhandene Kaufbereitschaft. Ich rechne also mit einer schnellen und heftigen Gegenbewegung.

So, wie jeder Verkauf im Januar „falsch“ war, weil die verkauften Papiere anschließend weiter anstiegen, so war auch jeder Kauf in diesen Crash hinein „falsch“, denn heute könnten wir alles viel günstiger bekommen. Dennoch haben wir durch die „falschen“ Verkäufe im Januar unser Depot mit ausreichend Cash ausgestattet, so dass wir in diesen Crash hinein nachkaufen konnten. Und so würde ich heute nochmals beherzt zugreifen.

Aktuell notiert der DAX bei 10.830 Punkten. Vorbörslich war er schon unter 10.500 Punkte gerutscht und genau bei 10.415 Punkten gibt es eine technische Unterstützung. Wie immer weiß ich natürlich nicht, ob der DAX heute im Tagesverlauf nochmals die 10.415 Punkte in Angriff nimmt. Ich weiß auch nicht, ob der DAX nicht noch unter 10.000 Punkte rutschen könnte. Doch ich weiß, dass Algorithmen diesen Ausverkauf in historischer Brutalität schnell und heftig durchführten, so dass ich davon ausgehe, dass die Menschen, die sich nun den Scherbenhaufen anschauen, eine Übertreibung erkennen und zugreifen werden.

So also auch wir. Ich würde jedoch bei den titeln bleiben, die von den Krisen nicht betroffen sind. Sprich: Fluglinien und Reisegesellschaften würde ich weiterhin meiden, nun würde ich auch (wie aus anderen Gründen schon lange zuvor) Ölaktien und alles, was damit zu tun hat, meiden. Wenn Elefanten kämpfen, leidet das Gras. Da will ich nicht dabei sein.

Kaufen würde ich weiterhin unsere Dividendentitel. Auch konjunktursensible Wachstumsaktien würde ich auf diesem Niveau nun einsammeln.

Für unser Portfolio würde ich die folgenden Titel zufügen:

Nvidia
WKN: 918422, ISIN: US67066G1040
Die Chipindustrie ist extrem konjunktursensibel, gleichzeitig wird die Cloud-Infrastruktur nach dem Coronavirus um so stärker ausgebaut werden und dazu braucht es Graphik-Chips von Nvidia. Ich würde den Wert in unser Wachstumsportfolio holen.

Wacker Neuson
WKN: WACK01 ISIN: DE000WACK012
Kleine Baumaschinen werden besonders von dem von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturprogramm profitieren, wenn unsere Straßen wieder in Ordnung gebracht werden. Die Aktie ist allein heute mit -11% im Keller, seit zwei Wochen beträgt das Minus 30%: Völlig übertrieben, da Wacker Neuson nicht unter dem Coronavirus leidet, sondern wenn, dann davon profitiert. Ich würde Die Aktie ins Spekulative Portfolio holen.

Sie können natürlich auch die anderen offenen Positionen unseres Portfolios beliebig aufstocken :-)

Ich werde jetzt tun, was man an solchen Tagen am besten tut: Abschalten.

Take Share,

Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.


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02. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Es tut mir Leid, dass im Heibel-Ticker nicht die viel
versprechenden neuen Regeln der Rechtschreibreform
berücksichtigt werden, aber ich müsste Kopf stehen, um
diese zu verstehen.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen


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03. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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