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18.12.2020:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

15. Jahrgang - Ausgabe 51 (18.12.2020)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts201220.pdf



I N H A L T

01.Info-Kicker: Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2021
02.So tickt die Börse: US-Unternehmen machen Schlagzeilen: Solarwinds, Apple, Facebook & Nvidia
 - Solarwinds: Möglicherweise größter Hack der Geschichte
 - Facebook erklärt Apple den Krieg
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
 - Anlagemöglichkeiten im Bitcoin
03.Sentiment: Euphorie und Selbstgefälligkeit mahnen zur Vorsicht
 -
04.Ausblick: Jahresprognosen bullisch wie nie zuvor
05.Leserfragen
 - : So werden Kurse gemacht
 - : Put-Absicherung für Privatanleger
 - : Sanofi als Dividendentitel bis 2026
 - : JD.com konsolidiert nach Singles Day und IPOs
 - : Immobilien aus der Cloud durch eXp World
 - : Entscheidungshilfe Portfoliostruktur
06.Update beobachteter Werte
 Der Wettbewerbsvorteil von Airbus
 Stopp Loss bei 17,75 EUR
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2021

Liebe Börsenfreunde,

Hach, war das schön: 80 Teilnehmer haben wir bei unserer Weinprobe gehabt. Winzer Christoph Steinmann hat uns einige ausgesprochen leckere Silvaner ausgesucht und vorgestellt. Ich konnte zwischendurch ein wenig über Themen sprechen, die hier in der Wochenausgabe keinen Platz finden. Meine Aufforderung, Fragen zu stellen, wurde so stark angenommen, dass ich mir überlegt habe, Anfang Januar eine weitere Videokonferenz anzubieten. Da können wir dann über aktuelle Börsenthemen und einen Jahresausblick sprechen... ohne Wein, aber hoffentlich dennoch mit Spaß.

Weinprobe2020
Abbildung 1: Weinprobe 2020


Im heutigen Kapitel 02 habe ich mir Nvidia nochmals näher angeschaut: Was für Graphikkarten macht das Unternehmen und warum geht es als Corona-Gewinner aus dieser schweren Zeit hervor? Außerdem schreibe ich über den vielleicht größten Datenskandal der Geschichte, der sich derzeit um den IT-Dienstleister Solarwinds entwickelt. Facebook und Apple streiten sich, Zeitungen sprechen vom Krieg zwischen den beiden Unternehmen. Ich zeige, was dahinter steckt. Und schließlich habe ich eine Reihe von Bitcoin-Anlagemöglichkeiten analysiert und ... verworfen: Ich habe den Eindruck, das Wallet bleibt für unsere Zwecke die beste Möglichkeit.

Der DAX ist diese Woche um 4% angesprungen, die Stimmung der Anleger ist entsprechend euphorisch. Ob das Anlegersentiment nun ein Verkaufssignal ausgibt, oder aber eine andere Vorgehensweise ratsam ist, analysiere ich in Kapitel 03.

Mein Jahresausblick kommt wie immer erst Anfang des neuen Jahres. Im heutigen Kapitel 04 gebe ich daher nur einen kurzen Ausblick auf die kommenden Wochen, die, anders als in den vergangenen Jahren, wesentlich volatiler verlaufen dürften. Wir werden diese Volatilität hoffentlich nutzen können, um unser Portfolio für das neue Jahr weiter anzupassen. Doch keine Angst, auch ich freue mich auf die Weihnachtstage und werde mich nur selten und dann kurz melden :-).

Im Verlauf der Woche habe ich eine Vielzahl von Leserfragen beantwortet, die sich für eine Veröffentlichung eignen. Daher gibt es heute gleich sechs Leserfragen zu allgemeinen Themen wie "So werden Kurse gemacht" und "Put-Absicherung für Privatanleger", aber auch zu konkreten Aktien wie Sanofi, JD.com, eXp World, Thermo Fisher, General Electric, Alphabet, Home Depot, Amazon, NXP, Siltronic, TeamViewer, Bet-at-home und Osisko Gold.

Die Ausgabe vom kommenden Freitag fällt aus. Und der Freitag danach ist schon der 1. Januar. Die nächste Ausgabe gibt es somit erst Anfang Januar, zwischendurch halte ich mit Updates Kontakt zu Ihnen.

Dieses Jahr war anstrengend, voller Unsicherheiten und für Viele mit großen Änderungen behaftet. Bei aller berechtigter Kritik an vielen politischen Detailentscheidungen der vergangenen Monate hoffe ich dennoch, dass Sie auch in den kommenden Monaten noch die Kraft finden, die Corona-Pandemie verantwortungsvoll und hoffentlich gesund durchzustehen. Ich denke, wir alle haben schon Pläne für Treffen und Feiern mit den Freunden und Verwandten, die wir in dieser Zeit kaum oder gar nicht sehen konnten. So betrachtet freue ich mich auf das Jahr 2021.

Nun wünsche ich Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2021.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: US-Unternehmen machen Schlagzeilen: Solarwinds, Apple, Facebook & Nvidia

Kaum eine Graphik zeigt die Corona-Auswirkungen so schön wie die Seite 6 der aktuellen Investorenpräsentation von Nvidia:

Nvidia-Umsatzsplitt
Abbildung 2: Nvidia Umsatzentwicklung während Corona nach Geschäftsbereichen


Der Umsatz mit Graphikkarten für Spielecomputer ist während Corona um 31% angesprungen. Weltweit blieben Menschen zu Hause und vertrieben sich die Zeit mit Spielen. Investitionen in das eigene Haus, von neuen Möbeln über Renovierungen und Anbauten bis hin zu leistungsfähigeren Computern machten, das traute Heim zum Glück allein.

Informationen gab's nicht am Zeitungskiosk, sondern im Internet. Gearbeitet wurde nicht mehr im Unternehmensnetzwerk, sondern über das Internet, Unternehmen stellten ihren Mitarbeitern die Infrastruktur in der Cloud zur Verfügung. Auch die Kunden kauften über das Internet, also mussten auch die Produkte in die Cloud. Rechenzentren wurden massiv ausgebaut, Graphikarten, die in den Servern der Rechenzentren zum Einsatz kommen, wurden Nvidia aus der Hand gerissen, +138%.

Industrieanwendungen, die noch zu komplex für die Cloud sind, haben gelitten: Virtualisierungen beispielsweise im Flugzeugbau oder bei anderen Ingenieurleistungen wurden nicht weiter ausgebaut. Man braucht kein Holo-Deck (Raumschiff Enterprise), wenn die Mitarbeiter im Homeoffice sitzen. Die entsprechenden Graphikkarten wurden während Corona zum Ladenhüter, Umsatz -15%.

Das Gleiche gilt für das autonome Fahren, dessen künstliche Intelligenz nicht vom Heimarbeitsplatz weiterentwickelt werden kann. Wenn die Mitarbeiter nicht direkt an den Supercomputern sitzen, sondern aus dem Homeoffice gerade einmal das Tagesgeschäft am Laufen halten, werden diese teuren Investitionen auf Eis gelegt. Nachvollziehbar, denn viele Unternehmen mussten sich um ihren Cashflow kümmern, um in dieser schwierigen Zeit nicht plötzlich mit tollen Produkten und leeren Taschen da zustehen. Investitionen wurden zurückgestellt, Nvidia Graphikkarten, mit denen das autonome Fahren entwickelt wird, bleiben in den Regalen, -27%.

Da Nvidia den Großteil des Umsatzes mit Graphikkarten für Spiele und Rechenzentren macht, hatte das Unternehmen ein super Jahr. Die Zukunftsthemen, Virtualisierung und autonomes Fahren, wurden kurz auf Eis gelegt, werden aber schnell wieder kommen. Mag sein, dass das Wachstum im Spiele- und Rechenzentrenbereich nicht auf dem Niveau von 2020 anhält, doch das Wachstum wird hoch bleiben. Denn es handelt sich nicht um einen einmaligen Sondereffekt, der in den Folgejahren kompensiert würde, sondern es handelte sich um eine Vorwegnahme der Entwicklung, die andernfalls in den kommenden zwei oder drei Jahren stattgefunden hätte. Wir haben also eine neue Basis, auf dessen Grundlage sich das Wachstum nun fortsetzen wird.

Nvidia ist die neue Intel von Morgen. Ein Kurs/Umsatz-Verhältnis von 26 ist exorbitant teuer, allerdings verdient das Unternehmen heute schon so gut, dass das KGV 2021e bei nur 46 steht, bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 22% p.a. Ich wäre gerne weiterhin drin in dieser Aktie, doch wir haben den Einstieg verpasst. Genau wie bei Tesla und genau wie beim Bitcoin. Es gehört für mich dazu, verpassten Chancen nicht hinterher zu trauern. Wir haben dafür andere Volltreffer gelandet, wie bspw. Spotify (+48%, okay, wenn ich unseren ersten Kauf zugrunde lege, haben wir hier über 100%, aber durch zwischenzeitliche Nachkäufe hat sich der durchschnittliche Einkaufspreis erhöht), Airbus (+41%), BASF (+31%) und Medios (+40%). Mit einer Goldaktie haben wir gleich zweimal 50% verdient, ServiceNow brachte uns 57% und unsere erfolgreichste Spekulation brachte uns +69% in nur 5 Monaten. Wollen Sie wissen, welche Aktie das war? Okay: es war Nvidia :-).

SOLARWINDS: MÖGLICHERWEISE GRÖSSTER HACK DER GESCHICHTE

Solarwinds kennen Sie nicht: Das Unternehmen bietet Netzwerkmanagementsoftware für Unternehmen an. Mit Hilfe des Produktes "Orion" kann das Netzwerk innerhalb eines Unternehmens (Intranet) und auch nach draußen (Internet) und natürlich auch als hybride Lösung beobachtet und gewartet werden. Konfigurationsänderungen können vorgenommen werden, wenn einzelne Monitoring-Prozesse Engpässe zeigen.

Nun wurde diese Software gehackt: Auf den FTP-Server, auf dem Solarwinds neue Updates seiner Orion-Version zum Herunterladen zur Verfügung stellte, konnten Hacker das Original durch eine kompromittierte Versionen dieser Software ersetzen. Rund 18.000 Kunden, darunter so ziemlich alle S&P 500 Unternehmen, sowie unzählige US-Behörden, haben die gefälschten Updates heruntergeladen und installiert. Die Hacker haben fortan direkten Zugang auf die Netzwerke dieser Unternehmen, können Kundendaten klauen, Unternehmensgeheimnisse ausspionieren oder Systeme einfach lahm legen. Passend gibt es in einem Stadtteil von New York heute einen Stromausfall.

Das Sicherheitsproblem mit dem FTP-Server für die Entwickler (Github) ist bereits seit 2019 bekannt, Solarwinds hatte seinen Zugang mit dem Passwort "Solarwinds123" geschützt. Nicht gerade einfallsreich.

Im Zeitraum von März bis Juni wurde die gefälschte Update-Version von rund 18.000 Kunden heruntergeladen und installiert. Derzeit vermutet man russische Hacker hinter diesem Angriff, die durch die russische Regierung unterstützt würden. Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt.

Die Aktie von Solarwinds ist in den vergangenen 5 Tagen um 25% eingebrochen. Ein Fix des Problems ist bereits verfügbar. Wenn sich herausstellen sollte, daß Solarwinds für diese Geschichte haftbar gemacht werden kann, dürfte die Aktie meiner Einschätzung nach noch deutlich tiefer fallen. 1 Mrd. USD Jahresumsatz werden noch immer mit 7 Mrd. USD Marktkapitalisierung bewertet. Sicherheitsunternehmen wie Oktave, FireEye oder Palo Alto hingegen dürfen sich über neue Aufträge freuen.

FACEBOOK ERKLÄRT APPLE DEN KRIEG

Apple hat ein neues iOS entwickelt, das es iPhone-Besitzern ermöglicht, den Datenaustausch der installierten Apps zu kontrollieren. Die Änderung soll Anfang 2021 ins iOS eingebaut werden. Bislang mussten Apps durch Apple zugelassen werden, danach konnten Daten über das Nutzerverhalten ausgelesen werden, ohne die Zustimmung der iPhone-Besitzer einzuholen. Dies hat Apple nun geändert, Nutzer können Apps gezielt daran hindern, Nutzungsdaten hochzuladen.

Facebook hat nun in einem Artikel in diversen US-Zeitungen Apple vorgeworfen, gegen die Interessen unzähliger Kleinunternehmen zu arbeiten. Ohne die Nutzungsdaten könne Facebook nicht so gezielt Werbung machen, was den ca. 10 Mio. Kleinunternehmern auf Facebook zum Nachteil werde, da weniger gezielte Werbung letztlich zu höheren Werbeausgaben führe.

Ich kann hier die Position von Facebook nicht nachvollziehen: Apple kümmert sich nicht um die 10 Mio. Kleinunternehmen, die über die Facebook-App Geld verdienen, sondern Apple kümmert sich um die berechtigten Persönlichkeitsrechte seiner über 100 Mio. iPhone-Kunden. Apple ist je gerade deswegen so erfolgreich, weil sich das Unternehmen bedingungslos nach den Kundenwünschen richtet und eben nicht nach allen Seiten offen ist.

Facebook hingegen spricht mit gespaltener Zunge: Das Werbebudget seiner Kleinunternehmen wird durch diesen Schritt nicht höher. Facebook-Unternehmer werden also nicht mehr für Werbung ausgeben, sondern das gleiche Budget aufwenden. Weil die Werbung künftig nicht mehr so gezielt laufen kann, wird sie weniger effektiv. Facebook steht also mittelfristig in der Pflicht, den Werbeerfolg je Werbebudget gleich zu halten: Sprich mehr Werbung für weniger Geld. Leidtragender ist in meinen Augen weniger der Kleinunternehmer, sondern eher Facebook.

Hinweis: Beide Unternehmen, Apple und Facebook, befinden sich in unserem Heibel-Ticker Portfolio.

So, nun schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indikatoren im Wochenvergleich entwickelt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES17.12.20Woche ΔΣ '20 Δ
Dow Jones30.164 0,8%5,3%
DAX13.631 3,8%2,9%
Nikkei26.763 0,4%13,1%
Shanghai A 3.559 1,4%11,7%
Euro/US-Dollar1,221,0%9,3%
Euro/Yen126,430,4%3,4%
10-Jahres-US-Anleihe0,94%0,06-1,00
Umlaufrendite Dt-0,56%0,07-0,33
Feinunze Gold$1.882 2,0%24,5%
Fass Brent Öl$51,95 3,7%-24,5%
Kupfer7.996 1,6%28,8%
Baltic Dry Shipping1.301 12,1%19,4%
Bitcoin22.889 26,2%213,9%



ANLAGEMÖGLICHKEITEN IM BITCOIN

Nun ist es doch schneller passiert, als erwartet: Der Bitcoin war zwar nach seinem Lauf nahe an die 20.000 USD nochmals zurückgegangen, doch nur bis 17.620 USD und leider nicht in Richtung 16.000, wie von mir erwartet. Im Gegenteil, es folgte ein mächtiger Satz über die 20.000 USD und zwischenzeitlich wurde sogar ein neues Allzeithoch bei 23.685 USD erreicht: 34% in nur zwei Wochen.

Sentimenttechnisch ist der Bitcoin weiterhin kolossal überhitzt. Doch das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Nachfrage nach dieser digitalen Alternative zum Papiergeld so groß ist, dass jegliche Stimmungsindikatoren über einen langen Zeitraum überhitzt bleiben. Eine alte Weisheit besagt schon: Die Märkte können wesentlich länger irrational bleiben, als wir solvent.

Natürlich ärgert es mich, dass wir nicht vor zwei Wochen eingestiegen sind. Dennoch betreibe ich kein Glücksrittertum, sondern versuche meine Entscheidungen mit belastbaren Begründungen zu versehen, und eine davon ist die Sentiment-Analyse. Wenn die Stimmung also erst auf einem wesentlich höheren Niveau in Folge einer Konsolidierung, die dann nicht mehr unter 20.000 zurückführen könnte, erfolgt, wäre das für mich ein besserer Einstiegspunkt als vor zwei Wochen. Ich bleibe also am Ball.

Zwischenzeitlich haben mich viele Vorschläge erreicht, wie man in den Bitcoin investieren kann: Unternehmen, die vom Bitcoin profitieren (Paypal haben wir schon), Bitcoin-Handelsplätze, Bitcoin-Derivate, sowie ein Bitcoin-Wallet.

Zum Wallet erhalte ich am wenigsten Zuschriften. Mir scheint, das wird am wenigsten vermarktet und ich sehe so etwas als einen Hinweis darauf, dass dort am wenigsten durch Dritte verdient wird.

Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn ich mir die Alternativen anschaue:

DERIVATE

1. Bitwise 10 CryptoFund (BITW)
Ein Fonds, der in 10 Kryptowährungen investiert, 77,7% jedoch werden in den Bitcoin investiert. Für diesen Fonds zahlen Sie pro Jahr 2,5% Managementgebühr. Das ist in meinen Augen zu teuer, wird doch damit geworben, dass die Zusammensetzung nach festen Algorithmen erfolgt. Wozu braucht man dann hohe Management-Gebühren?

2. Grayscale Bitcoin Trust (GBTC)
Ende 2017 war das Hoch bei 29,66 USD, heute steht das Papier bei 25,46 USD. Der Bitcoin hatte damals sein Hoch knapp unter 20.000 USD, heute ist der Bitcoin wieder über 20.000 USD gestiegen. Das heißt, ihr Trust lässt sich die Abbildung des Bitcoins bezahlen: Nach drei Jahren 4,2 USD, also pro Jahr 1,4 USD oder umgerechnet 4,7%. Ich finde das teuer.

3. ETC Issuance GmbH (A27Z30)
Junges Papier, das vorgibt, 2% p.a. vom Wert des Bitcoins für die eigenen Kosten abzuziehen. Zudem werden im Prospekt diverse Gebühren für den Verkauf aufgeführt, deren Zweck mir nicht ganz klar ist. Schon in den nur sechs Monaten seit Auflegen hinkt dieses Papier dem Bitcoin um über 10% hinterher. Solange der Bitcoin 34% in zwei Wochen zulegt, sind diese 10% fast schon egal. Doch ich suche nach einer Möglichkeit, den Bitcoin im Zweifel über mehrere Jahre liegen zu lassen.


HANDELSPLATTFORMEN

Bitpanda, Bitcoin.de, Blockchain sowie Binance werden immer wieder genannt, alle drei scheinen recht verbreitet zu sein. Meist braucht man für diese Plattformen wieder eine Depotbank, bei der man zusätzlich ein Konto eröffnen muss. Und dann gibt es hier natürlich auch Depotgebühren.

Da warte ich lieber auf Paypal, die den Bitcoin in ihr Universum einbauen wollen. Dort kann ich dann mein Paypal-Guthaben einfach in den Bitcoin transferieren und ich gehe davon aus, dass dies dort dann kostenfrei möglich sein wird. Ich habe daher keine Eile, mir eine Handelsplattform zu suchen.

Somit werde ich mich mit der Erstellung eines Bitcoin-Wallet auseinandersetzen :-). Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Nun schauen wir uns mal die Entwicklung der Stimmung unter den Anlegern an: Bislang war trotz steigender Kurse keine Überhitzung zu sehen. Das könnte sich diese Woche geändert haben, immerhin ist der DAX um 4% angesprungen.




03. Sentiment: Euphorie und Selbstgefälligkeit mahnen zur Vorsicht

Um 4% ist der DAX in dieser Woche nach oben gestürmt: Die Seitwärtsbewegung zwischen 13.000 und 13.500, die den DAX seit den revolutionären Impfstoffmeldungen auf hohem Niveau in ihren Grenzen hält, wurde nach oben durchbrochen, doch ein neues Allzeithoch über 13.789 Punkte konnte nicht erzielt werden.

Sie haben es ja schon immer gewusst, sagen sich diese Woche viele Anleger: Die Selbstzufriedenheit ist auf 4,3 gesprungen, das höchste Niveau des Jahres, das höchste Niveau seit Oktober 2017, als der DAX mit einer fulminanten Rallye ein bis dahin neues Allzeithoch erklomm. Es folgte ein Ausverkauf und es dauerte über zwei Jahre, bis dieses Niveau wieder erreicht wurde. Ist diesmal alles anders?

Auch das Anlegersentiment zeigt mit einem Wert von 5,1 Euphorie. Zwar gab es im Juni bereits eine Woche mit ähnlich großer Euphorie (5,3), doch davor müssen wir ebenfalls in das Jahr 2017 zurückgehen, um ein so hohes Maß an Euphorie zu finden.

Mit den gestiegenen Kursen ist der Zukunftsoptimismus zurückgegangen: Die Erwartung ist auf 2,5 gerutscht (zuvor 4,8). Damit hat sich der große Optimismus der Vorwoche als richtig herausgestellt. Doch der Kursanstieg hat viele Kursziele der Bullen durchbrochen, die nunmehr vorsichtiger werden.

Entsprechend ist auch die Investitionsbereitschaft auf 1,3 zurückgegangen. Wer investieren wollte, hat dies inzwischen getan oder findet die Kurse nun zu hoch.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist deutlich negativ bei -7 und zeigt eine gestiegene Absicherungsneigung an. Privatanleger kaufen also überwiegend Put-Hebelprodukte, um die erzielten Buchgewinne abzusichern.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben sich in den vergangenen Tagen neutral verhalten: Absicherungen wurden aufgelöst, doch wirklich long gehen möchte man doch nicht.

In den USA sind die Anleger weiterhin extrem bullisch gestimmt, das Put/Call-Verhältnis der CBOE steht bei 0,5 und damit nach wie vor auf einem extrem niedrigen Niveau: Es werden weiterhin mehr Call-Optionsscheine gekauft.

So bleiben auch die US-Fondsmanager mit einer Investitionsquote von 102% weiterhin stark investiert.

Bei den US-Privatanlegern dominieren ebenfalls die Bullen, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei 17%.

Interpretation



In diesen Tagen schwirren die Jahresendziele für den DAX 2021 umher: 15.000, 15.500, höre ich mehr? ... zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft an den Meistbietenden. Der designierte US-Präsident Joe Biden hat inoffiziellen Meldungen zufolge die erforderliche Mehrheit zusammen, Trump wäre somit Geschichte. Ein Corona-Impfstoff wird inzwischen von mehreren Unternehmen angeboten, die Zulassungen trudeln ein und erste Berechnungen, wann wir Corona "besiegt" haben werden, machen die Runde. Das Gezeter um den Brexit scheint zu enden. Und die Notenbanken zeigen sich kreativ im weiteren Erhöhen der Liquidität, ohne das Zinsniveau weiter anzufassen. Viel schöner kann es kaum werden, oder?

Diese Situation zeichnete sich nun schon seit November ab, seit der US-Wahl und dem ersten Impfstofferfolg von Biontech. Binnen weniger Tage waren die Aktienmärkte angesprungen, seither konnte keine Folgemeldung zu einer Fortsetzung der Rallye auf neue Hochs führen. Erst jetzt, wo die Weihnachtsrallye von ersten Sehern abgesagt wurde und stattdessen die Kursziele für das Jahr 2021 ausgegeben werden, erst jetzt folgte der Ausbruch nach oben.

Die Euphorie und Selbstgefälligkeit ist entsprechend hoch: über fünf Wochen hat man auf diesen Ausbruch gewartet und ... wie erwartet ist er nun endlich da.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie haben wir hier eine ganze Reihe von Warnsignalen: Die Euphorie ist zu hoch, wer soll jetzt noch für zusätzliche Kurssteigerungen sorgen? Alle Anleger sind ja schon investiert und stehen dicht an dicht im Bullenlager - hoffentlich mit Maske.

Die mittelfristige Überzeugung ist trotz des Rückgangs dieser Woche noch immer hoch. Die Erwartungshaltung der Anleger ist weiterhin moderat bullisch, die Investitionsbereitschaft weiterhin moderat vorhanden: Moderat heißt aber auch, dass diese moderate Haltung schnell verschwinden kann, wenn's ungemütlich wird.

Das Anlegersentiment, das in den vergangenen Wochen die Aktienmärkte wie ein starker Rückenwind unterstützte, ist nunmehr nur noch ein laues Lüftchen.

Es gibt einerseits derzeit keinen Grund, Aktien im großen Umfang zu verkaufen. Die Aussichten sind rosig und die Weihnachtsstimmung steuert ihren Anteil bei. Es könnte Gewinnmitnahmen geben, doch massive Ausverkäufe würde ich nicht befürchten. Wie gesagt: Der Rückenwind ist zu einem lauen Lüftchen abgeflaut, aber wir haben noch keinen Gegenwind. Und, ich habe es mehrfach gesagt: Ein Trend kann sich länger halten, als viele sich das vorstellen können. Insbesondere bei Aufwärtstrends gilt, dass Euphorie über einen längeren Zeitraum herrschen kann, während die Kurse immer weiter nach oben klettern.

Nachdem wir aus Sicht der Sentiment-Theorie vor wenigen Wochen den Rücksetzer im DAX als Kaufgelegenheit beworben haben, können wir uns nun zurücklehnen und sagen: Mitsegeln, Gewinne laufen lassen und gegebenenfalls, je nach Gemütslage, mit einem Stopp Loss absichern. Auf dem aktuellen Niveau im DAX würde ich nun nicht mehr kaufen, also nicht den Kursen hinterher laufen. Aber allein die euphorische Stimmung ist noch kein hinreichender Hinweis auf einen bevorstehenden Crash. Absicherung ist sinnvoll, Angst jedoch nicht.










04. Ausblick: Jahresprognosen bullisch wie nie zuvor

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Leserfragen



So werden Kurse gemacht

Do, 17. Dezember um 16:13 Uhr
Hallo Herr Heibel

Ich Frage mich immer wie sich steigende und fallende Aktienpreise an den Börsen ergeben. In der Theorie ist mir das klar. Jeder gibt einen Preis ab und dieser wird gematched. Das ist aber Theorie.

In der Realität nutzen wir Limit Orders die nur greifen wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird. Oder bestens... Wir kaufen egal was der Preis ist... Da Frage ich mich wie denn der Wert einer Aktie nun real ermittelt wird. Ich kam schon mehrmals in Überlegungen wo dieses Verständnis geholfen hätte.

Eventuell können sie uns das in der Community einmal praxisorientiert erläutern.

Herzlichen Dank im voraus
Peter aus Schorndorf

ANTWORT
Schauen Sie sich doch mal das „Orderbuch” an: Für die Deutsche Post ist es bspw. hier stets zu Börsenzeiten einsehbar:

https://www.finanzen.net/orderbuch/deutsche_post

Bei der Xetra werden alle limitierten Orders verwaltet und angezeigt. Xetra sortiert diese Orders nach Kurs und führt Angebot und Nachfrage zusammen. Mit rotem Balken sind die Orders der Kunden gelistet, die zu einem höheren Preis ihre Aktien abstoßen möchten. Mit grünem Balken sind die aufgelistet, die weniger ausgeben wollen.

Wenn nun jemand eine unlimitierte Order aufgibt, bspw. 1.000 Aktien kaufen möchte, dann bekommt der den „besten” Kurs, zu dem diese Papiere zu bekommen sind. Im Fall einer liquiden Postaktie zahl er also einen Cent mehr, als aktuell von dem höchsten Kaufgebot geboten wird. Dieser eine Cent macht den Kohl nicht fett ;-).

Nun schauen Sie sich das Orderbuch von Nynomic an:

https://www.finanzen.net/orderbuch/nynomic

Wenn hier nun eine unlimitierte Order über 1.000 Aktien eingegeben wird, dann reicht das Angebot an limitierten Verkaufsaufträgen, das knapp über dem aktuellen Kurs liegt, nicht aus. Der Käufer erhält dann x Aktien vom nächsten limitierten Verkaufsangebot, weitere y Aktien vom nächsthöchsten usw., bis die gewünschte Anzahl von 1.000 Aktien für ihn gekauft wurde. Im schlechtesten Fall wurde seine Kauforder über 1.000 Nynomic Aktien zu vielen kleinen Teilaufträgen ausgeführt, deren Ausführungskurse immer höher wurden, bis die letzte seiner gewünschten Aktienzahl eingekauft werden konnte.

Wenn ich hingegen darum bitte, Kauforders nur limitiert aufzugeben, dann erscheint in diesem Orderbuch plötzlich eine große Zahl an Kaufaufträgen zu dem von mir vorgeschlagenen Kurs, bspw. 34 Euro. Da stecken dann Sie, liebe Kunden, dahinter. Jeder von Ihnen kauft eine kleine Anzahl, doch in Summe gibt es plötzlich ein großes Angebot zu einem bestimmten Kurs.

Nun gibt es institutionelle Anleger, die hantieren mit wesentlich größeren Beträgen als Sie. Diese institutionellen Anleger denken anders als Sie. Die freuen sich, wenn sie eine große Anzahl an Aktien in einem so illiquiden Wert wie Nynomic zu einem festen Preis bekommen, ohne dass ihre Kaufabsicht den Kurs bewegt. Institutionelle Anleger sitzen den ganzen Tag am Bildschirm und beobachten, was am Markt passiert. Sie werden ihre Kaufabsicht nicht in Form von limitierten Orders offenlegen, sondern sie werden immer nur scheibchenweise agieren, um zu verheimlichen, wie viele Aktien sie noch kaufen (oder auch verkaufen) wollen.

Daher nochmals meine Bitte: Wenn ich Sie bitte, limitierte Orders zu verwenden, dann tun Sie das bitte. Nynomic ist nach meiner Bitte um 12% angesprungen: Es gibt also Aktionäre, die 12% mehr für die Aktien gezahlt haben, als ich empfahl. Inzwischen ist die Aktie auf das von mir ausgegebene Kauflimit zurückgekommen und jeder, der kaufen wollte, kam zum Wunschpreis zum Zuge. Angebot und Nachfrage bilden den Kurs, aber die zeitliche Komponente spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Wenn die Nachfrage schneller anwächst, als neues Angebot auf den Markt trifft, wird der Kurs künstlich nach oben gedrückt. Inzwischen haben Nynomic-Aktionäre den Kurssprung gesehen und das Angebot zu den höheren Kursen wurde erhöht, so dass inzwischen wieder das Kursniveau von vor unserer Aktion erreicht wurde.

Diejenigen, die undiszipliniert den Kurs nach oben getrieben haben, brauchen nun erst einmal einen Kursanstieg von 12%, um mit ihrer Position überhaupt wieder ins Plus zu kommen. Insofern ist das nicht nur ärgerlich für mich, denn ich möchte Kurse mit dem Heibel-Ticker nicht bewegen. Sondern es ist auch ärgerlich für sie selbst, denn 12% sind in einem normalen Jahr bereits eine gute Jahresperformance, die hier in wenigen Stunden geopfert wurde.



Put-Absicherung für Privatanleger

Do, 17. Dezember um 16:27 Uhr
Guten Morgen Herr Heibel,
Sie gehen im Put Call Verhältnis immer auf die Absicherung der Profis und Privatanleger ein.

Sie erklären im heutigen Wochenbrief zu Recht, dass die Absicherung mit Put Zertifikaten nur bedingt Sinn macht.

Ich frage mich schon länger wie und warum sich privat Anleger absichern und was in das Put Call Verhältnis der Privatanleger eingeht.
Eventuell habe ich hier eine (Wissens)Lücke die es lohnt geschlossen zu werden.

Beste Grüße
Peter aus Schorndorf

ANTWORT
Eine Frage zu Optionen und Optionsscheinen gab es auch im Rahmen unserer Weinprobe. Daher erkläre ich das an dieser Stelle gerne nochmals:

Es gibt Optionen und Optionsscheine. Optionen sind für Profis, Optionsscheine für Privatanleger. Bei Optionen gibt es die Transaktionspflicht, bei Optionsscheinen findet hingegen nur ein Spitzenausgleich statt. Wenn Sie also eine Option auf ein Tankschiff voll Öl gekauft haben, dann müssen Sie am Ende der Laufzeit, wenn Sie ggfls. einen Kursgewinn realisieren wollen, das Öl auch abnehmen. Sie müssen also ein leeres Tankschiff besorgen und das Öl abnehmen. Dieses Tankschiff voll Öl können Sie dann weiterverkaufen und die Differenz als Gewinn einbehalten. Beim Optionsschein hingegen wird gesagt, wir tun mal so, als hättest Du ein Tankschiff und erstatten Dir gleich die Differenz als Gewinn.

Wenn man am Ball bleibt, kann man natürlich rechtzeitig vor Fälligkeit die Option weiterverkaufen und erspart sich somit den Ärger mit dem Tankschiff usw.. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass jemand den Zeitpunkt für den Verkauf verpasst und daran sind schon Firmen pleite gegangen. Daher ist dieses Instrument mMn für Privatanleger nicht geeignet.

Die Profis nutzen die Eurex, um mit Optionen zu handeln. Wenn der eine Händler krank wird, übernimmt sein Kollege. Somit ist das in Ordnung.

Für Privatanleger hat sich die Börse Stuttgart mit ihrer Euwax als größter Anlaufpunkt durchgesetzt. Die Börse Stuttgart veröffentlicht daher das Euwax-Sentiment, in dem angegeben wird, wie viele Put-Optionsscheine von Privatanlegern gehandelt wurden. Das sind überwiegend Put-Optionsscheine auf den DAX, aber auch auf andere Finanzinstrumente auf den DAX, also gehebelte Zertifikate und andere Hebelprodukte.

Weitere Erläuterungen finden Sie auf der entsprechenden Webseite der Euwax:
https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/tools/euwax-sentiment/


RÜCKFRAGE
Hallo Herr Heibel
Herzlichen Dank
Frage hatte ich anders gemeint. Ich verstehe es im Ticker immer so, dass Anleger ihre Depots mit Put scheinen absichern.
Da verstehe ich die Logik nicht. Das meinte ich
Beste Grüße, Peter aus Schorndorf

ANTWORT
Stellen Sie sich vor, Sie sind Fondsmanager und Sie haben eine Aktienposition in der Deutschen Post mit einem Marktwert von 10 Mio. Euro. Nun fürchten Sie, dass Corona vorübergehend das B2B-Geschäft der Post beeinträchtigt und wissen nicht, ob die Paketzustellungen an Privatkunden dies kompensieren kann, also fürchten Sie, dass kurzfristig die Aktie unter Druck geraten könnte. Mittelfristig wollen Sie jedoch die Aktien behalten.

Wenn Sie nun binnen weniger Tage alle ihre Aktien auf den Markt schmeißen, werden Sie den Kurs belasten und für Druck auf der Aktie sorgen. Das wollen Sie nicht. Und wenn die Aktie dann tatsächlich niedriger steht und der befürchtete negative Effekt eingetroffen ist, können Sie gar nicht so einfach so viele Aktien zurückkaufen, ohne den Kurs nach oben zu bewegen. Also könnten Sie sich Put-Scheine auf die Post kaufen, die den Kursverlauf der Aktien gehebelt abbilden. Bei einem Hebel von 100:1 brauchen Sie nur 100.000 Euro einsetzen, um ihre Position vollständig abzusichern.

Fällt der Kurs nun, dann sinkt der Wert Ihrer Aktien, der Wert Ihrer Put-Optionsscheine steigt jedoch im Idealfall um die gleiche Größenordnung, die Sie bei den Aktien verlieren. Steigt der Kurs der Aktie hingegen, steigen die Aktien, aber der Put-Schein sinkt um den gleichen Betrag. Sie haben sich also gegen Kursverluste abgesichert, nehmen sich aber gleichzeitig auch die Chance, von Kurssteigerungen zu profitieren.

In der Regel sichern Profis nicht einzelne Aktien ab, sondern wählen gerne DAX-Optionen, um ihre ausgewählten DAX-Aktien abzusichern. Das Kalkül dahinter ist, dass die eigene Aktienauswahl besser ist als der breite DAX. Wenn dann also der DAX inklusive aller eigenen DAX-Aktien fällt, dann fällt der DAX hoffentlich stärker als die eigenen Aktien. Der Put-Schein gewinnt also mehr, als mit den eigenen Aktien verloren wird. Man braucht, um das Portfolio abzusichern, also gar nicht das ganze Volumen abzusichern, sondern es reicht ein etwas kleinerer Betrag.

Wenn nun Privatanleger ein Depot im Volumen von 100.000 Euro, oder vielleicht sogar 1 Mio. Euro absichern wollen, dann schießen sie mit Kanonen auf Spatzen: Wenn stattdessen die eigene Position verkauft und später zurückgekauft würde, belastet diese Transaktion den Kurs in der Regel nicht. Der Grund, warum dies die Profis tun, besteht also gar nicht. Daher halte ich „Put-Absicherungen” in der Regel für unsinnig.

Put- oder Call-Spekulationen sind eine andere Sache: Wenn Sie auf eine bestimmte Richtung einer Aktie oder eines Indexes spekulieren wollen, dann können Sie ruhig mal mit Optionsscheinen spielen. Das haben wir auch ab und zu schon im Heibel-Ticker gemacht.



Sanofi als Dividendentitel bis 2026

Do, 17. Dezember um 16:41 Uhr
Guten Morgen Herr Heibel

Eine Frage zu einer Aktie die in meinem Portfolio historisch seit Juni deutlich (15%) übergewichtet ist. Ich habe Sanofi im Portfolio. Bisher war das meist seitwarts mit warten auf Ausbruch nach oben. Nun aufgrund der negativen Meldung letzte Woche Corona Impfstoff erst Ende 2021 verfügbar ist diese ca 6% gesunken. Diese bin ich auch derzeit im Minus. Analysten zeigen sich mit Kurszielen um die 100 optimistisch (vor Impfstoff Meldung). Das war auch das vor corona Niveau. Diese Aktie wollte ich eigentlich sobald Mal paar Prozent im Plus abstoßen um Geld für einen Rücksetzer zu haben. Bin aktuell ziemlich investiert. Ich habe nun die Befürchtung die Aktie wird erst einmal ein paar Monate abgestraft und daraus wird nun nichts.

Dividende ist rund 3% brutto. Kein super Wert, aber deckt laufende Kosten ...

Was würden sie mir empfehlen? Bzw wie würden sie an meiner Stelle agieren... Abwarten, Teilverkauf und
Verluste realisieren, ganz verkaufen?

Langfristig bin ich Dividenden afin, da ich eine 5% p.a. avisieren , netto, inklusive Kursgewinne.

Anlegehorizont bis mindestens 2026

Herzlichen Dank im voraus
Peter aus Schorndorf

ANTWORT

Sanofi beinhaltet auch die Pharmasparte der Höchst AG. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Konzern strukturiert sich von einem Problem zum anderen. Die Corona-Impfstoffentwicklung hat nun gezeigt, dass die alten Methoden nicht nur zu langsam, sondern auch zu ineffizient sind. Wir können nur darüber diskutieren, ob die „neuen Methoden” (mRNA von Moderna, Biontech & Curevac) ungeahnte Risiken beinhalten, doch in Sachen Geschwindigkeit und Effizienz sind sie alten Impfstoffen überlegen. Ich würde mal davon ausgehen, dass man unerwünschte Nebenwirkungen (von denen heute noch nichts zu sehen ist) im Laufe der Zeit ebenfalls in den Griff bekommt.

Im Diabetes-Markt, einst eine Cashcow des Konzerns, verliert Sanofi Marktanteile. Die Pipeline ist mäßig. Sanofi blickt auf erfolgreiche Medikamente der Vergangenheit und kann durch deren Geschäfte eine üppige Dividende anbieten. Doch mit Blick auf das Jahr 2026 gibt es andere Unternehmen, denen ich mehr zutraue.



JD.com konsolidiert nach Singles Day und IPOs

Do, 17. Dezember um 17:23 Uhr
Hallo Herr Heibel,
seit 2018 halte ich JD.com - Aktien, die sich inzwischen sehr gut entwickelt hatten. Innerhalb der letzten 2 – 3 Wochen hat die Aktie jedoch ca. 20 % verloren. Können Sie mir weiterhelfen und mir sagen, ob und wenn ja, welche Gründe es dafür gibt. Der Titel wird weiterhin von vielen Geldhäusern zum Kauf empfohlen. –
Ich lese weiterhin gerne Ihren Börsenbrief und schätze ihn sehr. Trotz Corona wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und für das Neue Jahr alles Gute, vor allem Gesundheit.
Auf eine Antwort freut sich mit vielen Grüßen
Ortrun aus Bad Homburg

ANTWORT
Ich würde das dem saisonal-typischen Verhalten der JD-Aktie zuschreiben: im Vorfeld des Singles-Day, dem 11.11., an dem im asiatischen Raum mehr Umsatz erzeugt wird als an Black Friday in der westlichen Welt, steigen die Aktien von Online-Einzelhändlern stark an. JD.com erreichte bereits am 5.11. sein Allzeithoch über 90 USD.

Erschwerend (in Sachen Vorfreude) kommt für JD.com hinzu, dass die Health-Sparte für 3,5 Mrd. USD an die Börse gebracht wurde und am ersten Tag um 34% angesprungen ist. Jetzt soll noch die Logistiksparte für rund 5 Mrd. USD an die Börse kommen. Da ist so viel Vorfreude im Aktienkurs, dass eine Konsolidierung in meinen Augen nicht überraschen kann. Je nach Ihrer persönlichen Schmerzgrenze können Sie das aussitzen oder warum nicht einen Teil des Gewinns mitnehmen?



Immobilien aus der Cloud durch eXp World

Fr, 18. Dezember um 09:35 Uhr
Lieber Herr Heibel,
möchte Sie fragen, ob Sie eXp World Holdings Inc. kennen?
eXp World Holdings, Inc. agiert als Cloud-basierte Immobilienmaklerfirma.
und konzentriert sich auf die Entwicklung und Nutzung von Cloud-basierten Technologien,
um eine internationale Maklertätigkeit "ohne die Last physischer Backstein- und Mörtelbüros
und überflüssiger Personalkosten" aufzubauen. In der Tat ist die Zahl der Angestellten bezogen
auf den Umsatz von 3,13 bn US-$ im Vergleich zum Wettbewerb Zillow Group und Redfin Inc. niedrig.
Das Unternehmen bietet seinen Kunden Software-Abonnements für den Zugang zu seiner
Virtual-Reality-Softwareplattform über VirBELA an und plant eine Kooperation mit Agora Inc.
KUV von ca. 3 trotz starken Momentums immer noch günstig gegenüber Redfin (6,7) bzw. Zillow (8).
Darüber hinaus schon positiver operativer Gewinn und Sales Growth 71 %.
Soeben hat man nach Frankreich expandiert. Deutschland Frage der Zeit ?
Beste Grüße aus Kobe, Gerhard

ANTWORT
Da haben Sie mich auf ein interessantes Unternehmen aufmerksam gemacht: der Immobiliensektor ist groß und unterschiedlich genug, um für mehrere Cloud-Anbieter Platz zu haben. eXp World kommt aus Washington State nahe Vancouver. Nächstes Jahr sollen 2,3 Mrd. USD umgesetzt werden, die Marktkapitalisierung liegt bei 4,7 Mrd. USD, ein KUV 2021e von 2 ist für ein Wachstumsunternehmen in Ordnung. Der Umsatz soll Analystenschätzungen zufolge in der Zukunft mit 30% p.a. wachsen, der Gewinn allerdings nur mit 10%. Das ist mir zu wenig.

Sie haben andere Zahlen genannt: Ich schaue mir stets die Analystenerwartungen an, Sie haben die verfügbaren Ist-Zahlen genommen.

Die Aktie von eXp World ist in Deutschland nicht wirklich leicht zu haben, lediglich über Kette und über die Baader Bank kann man die Aktien handeln. Anleger müssten also direkt über die Nasdaq gehen, was ich für Heibel-Ticker Aktien jedoch ausschließe.



Entscheidungshilfe Portfoliostruktur

Fr, 18. Dezember um 10:51 Uhr
Hallo Herr Heibel,

Angeregt von einem Leserbrief, der auch meine Situation in etwa beschreibt, bitte ich Sie um eine kurze Entscheidungshilfe. Auch ich habe ueber die Zeit (zu) viele Postionen aufgebaut, die ich gerne in naechster Zeit reduzieren und dadurch mein Depot verschlanken moechte. Ich tue mich aber immer etwas schwer, mich von einzelnen Titeln zu trennen und hoffe auf eine kleine Entscheidungshilfe Ihrerseits.

Neben den in Ihrem HT-Portfolio aufgefuerten Werte halte ich noch folgende Werte, von denen ich mich zumindest zum Teil trennen moechte. Alle wurden von Ihnen schon irgendwann einmal angesprochen und haben dann den Weg in mein Depot gefunden.

1. Thermo Fisher (+60%)
2. General Electric (+59%)
3. Alphabet (+20%)
4. Home Depot (seit Jahren Dividendensicherheit mit steten Kursgewinnen)
5. Amazon
6. NXP
7. Siltronic
8. Team Viewer (-17%)
9. Bet-at-home (warte auf einen turnaround??)
10. Osisko Gold

Ich hoffe, ich beanspruche Sie nicht zu sehr mit den vielen Positionen.
Schon jetzt wuensche ich Ihnen und Ihrer Familie Frohe Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr.
Bleiben Sie Ihrem Stil treu, der erfrischend anders und ehrlicher ist, als so maches Marktgeschreie einiger Ihrer Mitbewerber. Auch ich werde Ihnen treu bleiben und nicht zu oft belaestigen.

Herzliche Gruesse und alles Gute.

Joerg aus Thailand


ANTWORT
Ich werte das mal als „Strukturfrage”, denn ich kann im Rahmen der Leserfragen nicht zu 10 Einzeltiteln Stellung nehmen.

Derzeit ist es mMn ziemlich einfach: Corona-Gewinner sollten in den kommenden Wochen reduziert oder sogar verkauft werden. Dazu bietet der Lockdown in Deutschland sowie der drohende Lockdown in den USA nochmals eine gute Gelegenheit, bevor der Impfstoff das Thema beenden wird. So würde ich also in den Titeln Thermo Fisher, TeamViewer, Bet@Home und vielleicht auch Amazon eher nach Verkaufskursen schauen.

Konjunktursensible Industrieaktien hingegen werden mMn im kommenden Jahr immer wieder positive Meldungen veröffentlichen. Daher würde ich General Electric, NXP und Siltronic eher behalten bzw. bei Gelegenheit aufstocken.

Die Notenbanken fluten weiterhin die Märkte, Gold ist daher ebenfalls gefragt (Osisko Gold).

Bleibt Home Depot: Super Management und dürfte weiterhin gute Dividendenaktie bleiben.

Und Google/Alphabet: Ähnlich wie Amazon haben wir hier einen Himmelsstürmer, dessen Bewertung günstig ist. Es schwebt das Damoklesschwert der Wettbewerbsbehörden über beiden Unternehmen, Aufspaltung bzw. Abspaltung einzelner Bereiche droht. Das würde in meinen Augen die Bewertung zum Vorschein bringen, also zum Vorschein bringen, dass die Summe der Einzelteile der Unternehmen mehr wert sind, als im Ganzen derzeit dafür bezahlt wird. Dennoch macht mich die schiere Größe dieser beiden Unternehmen nervös, ich würde hier mit einem Trailing Stopp Loss arbeiten, um dabei zu bleiben, solange die Party läuft, aber abzuspringen, sobald sich der Wind dreht.



06. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
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Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


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08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



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