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Heibel-Ticker 22/51 - Dünner Handel kurz vor Weihnachten

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23.12.2022:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

17. Jahrgang - Ausgabe 51 (23.12.2022)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts221225.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: Dünner Handel kurz vor Weihnachten
02.So tickt die Börse: Starke Ausschläge bei dünnem Volumen
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Mit Unbehagen in die Weihnachtszeit
 -
04.Ausblick: Konzertierte Aktion westlicher Notenbanken
05.Update beobachteter Werte
 Kaufpreis erreicht, zugreifen
 Kaufen: CEO Bob Iger ist zurück
 Nachkaufen: Ausverkauf endlich beendet
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Dünner Handel kurz vor Weihnachten



Liebe Börsenfreunde,

Mit der heutigen Ausgabe übersende ich Ihnen nur das Nötigste: Eine kurze Erläuterung zu den Vorgängen der abgelaufenen Woche in Kapitel 02, die aktuelle Sentiment-Analyse in Kapitel 03 und ein Ausblick auf die Bedeutung der konzertierten Geldstraffung der westlichen Notenbanken in Kapitel 04.

Bitte verpassen Sie die Updates dieser Woche nicht. Wir haben drei Mal eingekauft.

Ihnen uns Ihren Lieben wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, schöne Feiertage und ein wenig Ruhe nach einem anstrengenden Jahr 2022.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: Starke Ausschläge bei dünnem Volumen



Anleger sind nervös, doch das Handelsvolumen ist bereits recht niedrig. Es ist also fraglich, ob Kursbewegungen, die in den kommenden zwei Wochen erfolgen, auch anschließend noch Bestand haben werden. Diese Woche gab es einzelne Ereignisse, die den Markt maßgeblich beeinflusst haben.

In der Nacht zum Dienstag hat die japanische Notenbank (Bank of Japan, BoJ) die Leitzinsspanne vergrößert. Zuvor galten -0,25% bis +0,25%, nun gilt -0,5% bis +0,5%. Obwohl die Spanne an beiden Enden symmetrisch ausgeweitet wurde, interpretieren Anleger den Schritt dahingehend, dass die BoJ Leitzinsanhebungen vorbereitet. Damit ist nun neben der Fed (+0,5%), der EZB (+,5%), der Bank of England (+0,5%), der Schweizer Nationalbank (+0,5%), Bank of Canada (+0,5%), Australien (+0,25%) und Neuseeland (+0,75%) auch Japan auf einen Kurs der Geldverknappung eingeschwenkt. Lediglich Russland und China haben als letzten Schritt eine Lockerung vorgenommen.

Der DAX eröffnete am Dienstag früh mit einem starken Minus, konnte das Minus im Tagesverlauf jedoch ein wenig verkleinern. Am Mittwoch veröffentlichte Nike Quartalszahlen, die deutlich besser waren als erwartet. Das Unternehmen hat seine Lagerbestände abgebaut und berichtet zwar schwächere Umsatzzahlen, aber höhere Gewinne. Diese Meldung sorgte für Euphorie im Einzelhandel und dieser zog den gesamten Aktienmarkt weiter nach oben.

Am Donnerstag schockte dann Micron die Märkte: Der weltweit größte Anbieter von Speichern (HDD, Flashmemory) leidet unter dem Überangebot, das vom koreanischen Konkurrenten Samsung in den Markt gedrückt wird. Überkapazitäten werden wohl nicht so schnell abgebaut, wie man dies vor wenigen Wochen gehofft hatte. Aktien der Chipindustrie, sowie im Kielwasser dann auch die gesamte Tech-Branche wurde dann ausverkauft.

Aber auch US-Arbeitsmarktdaten belasteten den Aktienmarkt: Weniger Menschen als erwartet meldeten sich den jüngsten Zahlen zufolge arbeitslos. Das bedeutet, dass die Notenbank mit ihren Zinsanhebungen noch nicht den gewünschten Bremseffekt erzeugt hat.

Am heutigen Freitag kommt es zu einer Beruhigung an den Märkten. Im Wochenvergleich hat der DAX leicht zugelegt. schauen wir uns mal an, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES22.12.22Woche ΔΣ '22 Δ
Dow Jones33.127 1,1%-8,8%
DAX13.941 0,3%-12,2%
Nikkei26.235 -4,7%-8,9%
Shanghai A 3.193 -3,8%-16,3%
Euro/US-Dollar1,060,1%-6,3%
Euro/Yen141,00-2,7%7,8%
10-Jahres-US-Anleihe3,73%0,242,22
Umlaufrendite Dt2,36%0,182,64
Feinunze Gold$1.802 0,8%-1,3%
Fass Brent Öl$83,61 5,3%6,1%
Kupfer$8.367 1,0%-13,6%
Baltic Dry Shipping$1.650 8,0%-25,6%
Bitcoin$16.834 0,5%-64,2%








03. Sentiment: Mit Unbehagen in die Weihnachtszeit



Unter starken Schwankungen geht der DAX bei dünnem Handelsvolumen nahezu unverändert aus der Woche. Weder zogen fallende Kurse Panik nach sich, noch konnten steigende Kurse eine nachhaltige Dynamik entfachen. "Much ado about nothing" - viel Wind um nichts.

Unsere Umfrageteilnehmer bleiben beunruhigt, wie die jüngsten Daten zeigen. So ist das Anlegersentiment auf -3,0% leicht angestiegen (zuvor -5,0%). Auch die Verunsicherung ist nur leicht auf -5,4% zurückgegangen (zuvor -7,2%). Man könnte meinen, Anleger fühlen sich weiterhin unwohl, verdrängen das Gefühl jedoch ein wenig vor den Feiertagen.

Die Zukunftserwartung ist auf 1,3% angestiegen (Vorwoche 0,6%). Damit bleibt der Optimismus moderat. Und so ist auch die Investitionsbereitschaft mit unverändert 1,1% als vergleichsweise normal einzustufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist auf 4,5 angestiegen. Absicherungen, die nach der Oktober-Rallye im November eingegangen wurden (Euwax-Sentiment von bis zu -15), wurden nun wieder aufgelöst. Sukzessive positionieren sich Privatanleger nun für steigende Kurse.

Institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, werden mutiger: Das Put/Call-Verhältnis von 0,9 zeigt, dass Profis mit Call-Optionen auf steigende Kurse spekulieren.

In den USA sieht es ganz ähnlich aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt ebenfalls ein zunehmendes Interesse an Call-Optionen.

US-Fondsanleger haben ihre Investitionsquote von 71% auf 39% reduziert. Ich vermute weniger Markttiming hinter dieser Entscheidung als vielmehr die Notwendigkeit, Cash zu generieren, um Mittelabflüsse zum Quartalsende auszahlen zu können.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -32%. Inzwischen sind wieder über die Hälfte aller Anleger pessimistisch gestimmt, während nur noch 20% optimistisch in die Zukunft blicken.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 35% moderate Angst an.

Interpretation



Wenngleich das Put/Call-Verhältnis eine zunehmende Spekulation auf steigende Kurse signalisiert, so handelt es sich dabei offensichtlich höchstens um kurzfristige Spekulationen. Denn von einer Überzeugung über künftig steigende Kurse ist weder in den USA noch in Deutschland etwas zu sehen. Entsprechend will der eine oder andere vielleicht ein wenig zocken, aber langfristige Longpositionen werden derzeit kaum aufgebaut.

So ist die Skepsis unter den Anlegern weiterhin groß. Das Börsenjahr 2022 war eines der schlechtesten der vergangenen Jahre. Diesen Schock haben viele Anleger noch nicht verarbeitet. Und Gründe für steigende Kurse im kommenden Jahr 2023 gibt es nicht unbedingt mehr, als es Gründe für fallende Kurse gibt.

So würde ich die Sentimentdaten unter Anlegern aktuell als skeptisch und abwartend bezeichnen. Der Schock über die Verluste im laufenden Jahr steckt den Anlegern noch in den Gliedern. Vorfreude auf das neue Jahr 2023 gibt es bislang kaum.

2022-12-Daxerwartung
Abbildung 1: Dax-Erwartung: positiv bei den Profis, negativ bei den Privaten


Auffällig ist die sich seit einigen Wochen entwickelnde Stimmungsdifferenz zwischen Privatanlegern und institutionellen Anlegern. Profis sind in den vergangenen Wochen zunehmend optimistisch geworden. Dieses Umfrageergebnis deckt sich mit dem Put/Call-Verhältnis der Eurex, das zunehmende Call-Spekulationen zeigt. Privatanleger hingegen sind zunehmend pessimistisch. Zermürbt, würde ich sagen.

Wenn wir davon ausgehen, dass gerade Privatanleger häufig keine tiefergehende Ausbildung für das Investieren erfahren haben, so fehlt ihnen vielleicht die Kaltschnäuzigkeit, die Flut von negativen Meldungen als Signal für einen Boden zu interpretieren, wie es die Profis offensichtlich tun.










04. Ausblick: Konzertierte Aktion westlicher Notenbanken



Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

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Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

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05. Update beobachteter Werte



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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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06. Übersicht HT-Portfolio



Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

www.heibel-ticker.de


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07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung



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