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17.03.2006:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: NEUE BÖRSENLIEBLINGE
02. RÜCKBLICK: SINKENDER ÖLPREIS UND FALLENDE ZINSEN
03. AUSBLICK: SONYs ERBEN
04. VoIP, VIDEO UND AUDIO SCHRECKEN DIESES UNTERNEHMEN NICHT
05. LESERFRAGEN: ANLEGERVERHALTEN, ÖLWERTE, NABORS
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG



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01. INFO-KICKER: NEUE BÖRSENLIEBLINGE
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Liebe Börsenfreunde,

da lag ich doch goldrichtig mit meinem Einschub im letzten
Heibel-Ticker, dass Sie sich in dieser Woche auf eine Rallye
freuen durften. Es fand ein deutlicher Wechsel an den
Finanzmärkten statt: Das Gold korrigiert weiter während ein
paar bestimmte Aktien plötzlich abheben.

Ich habe Ihnen heute sowohl im Ausblick, als auch im 4.
Kapitel jeweils eine Aktie vorgestellt, die in den nächsten
Monaten meiner Einschätzung nach besonders gute Kurschancen
haben.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.


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02. RÜCKBLICK: SINKENDER ÖLPREIS UND FALLENDE ZINSEN
==============================================================

Vergangenen Freitag drehte die Börse endlich. Sie können sich
vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich zum Börsenende am
Freitag bemerkte, wie die Rohstoffe auf niedrigem Niveau
verharrten, während die Industrieaktien eine Rallye auf's
Parkett legten. Ich schrieb Ihnen direkt vor der Aussendungen
noch einen Absatz in den Ausblick, dass nun die Aktienbörse
eine Rallye starten würde.

Und so geschah es auch. Nach vier Wochen Konsolidierungsphase
gingen mir auch langsam die Argumente aus, um Sie bei der
Stange zu halten. Denn, solche Korrekturphasen haben schon
manchen Investor um den Schlaf gebracht und schließlich zu
entnervten Panikverkäufen geführt. Wenn Ihnen so etwas
passiert, dann sollten Sie sich hauptsächlich risikoarme
Papiere in Ihr Depot legen.

Wer aber meinem Rat folgte und zu den ausgebombten Preisen
nachkaufte, der kann sich schon heute über kräftige
Kursgewinne freuen.

Aber es ist interessant zu betrachten, wie es zu dieser
plötzlichen Trendwende kam. Denn noch am Donnerstag zuvor
deutete nichts auf den plötzlichen Stimmungswechsel hin.

Wie immer spielte das Öl eine tragende Rolle. Meldungen
darüber, dass die Ölvorräte in den USA auf dem höchsten Niveau
seit Jahren sind, werden als positiv aufgefasst. Die
strategischen Reserven sollen im Falle von internationalen
Unregelmäßigkeiten bei der Öllieferung vorrübergehende
Engpässe ausgleichen. Mit einem hohen Lagerbestand fühlen sich
die Amerikaner also gut gegen etwaige politische oder
terroristische Ereignisse abgesichert.

Und Sicherheit ist das Wichtigste, was Börsianer sich
wünschen.

So begannen die Aktienkurse also am Freitag zu steigen,
während gleichzeitig die Alternativwährung zum US-Dollar, das
Gold, fiel. Rohstoffe, die für die Produktion benötigt werden,
begannen ebenfalls zu steigen – bis auf eben Gold und Öl.

Und das ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass das Vertrauen
in die Konjunktur angestiegen ist.

In dieser Woche kam noch eine Sondersituation hinzu: Am
heutigen Freitag ist Optionsverfalltag. Eine ganze Reihe von
Spekulationen laufen am heutigen Freitag aus. Wenn die Aktie
eines bestimmten Call-Optionsscheines bis zum heutigen Tag
ihren Strike (Zielpreis) nicht erreicht, dann verfällt sie
wertlos.

Natürlich gibt es Marktteilnehmer, die versuchen, die
entsprechenden Kurse in der letzten Minute noch über den
Strike-Preis zu hieven – es wäre schon ärgerlich, wenn man
wegen ein paar Cents die Hürde nicht nimmt. Genauso gibt es
Marktteilnehmer die ein Interesse daran haben, die Preise
gerade unter diesen Strike-Preisen zu halten, wenn sie Put-
optionsscheine besitzen.

Nach vier Wochen Konsolidierung jedoch hat sich so viel
Kapital angestaut, dass die Mehrzahl der Aktien einfach
entsprechende Strike-Hürden überspringt. Zu schwer ist es für
die Börsen, in einem solchen Umfeld Preise auch nur ein wenig
zu drücken.

Somit konnten Sie im Wochenverlauf einige Aktien sehen, die
ohne besondere Meldungen ein oder zwei US-Dollar in Richtung
eines durch 5 teilbaren US-Dollarbetrags steigen. Achten Sie
am Wochenende einmal bei der Kursliste darauf, wie viele
Aktien „zufällig" auf 35,0X US-Dollar oder 20,0Y US-Dollar
schlossen. Sie werden staunen.

Was dies für die nächste Woche bedeutet, werde ich Ihnen im
folgenden Kapitel darlegen. Doch zunächst noch ein paar
Erläuterungen zur abgelaufenen Woche.

Eine Rallye muss genährt werden. Nach dem Start am vergangenen
Freitag benötigte die Rallye im Wochenverlauf mehrmals neues
Futter. Aber glücklicherweise wissen wir ja vorher, ob die
Börse im Bullen- oder im Bärenmodus ist. Diese Woche war
Bullenmodus angesagt.

Und wenn im Bullenmodus zwei Meldungen gleichzeitig auf's
Parkett treffen, dann entscheidet man sich für die bessere und
ignoriert die schlechtere. Am gestrigen Donnerstag
beispielsweise schickte George W. Bush wieder einmal ein paar
Bomben in den Irak. Es wurde wieder einmal klar, wie instabil
die Situation im Irak ist. Gleichzeitig beruhigt sich die Lage
im Iran kaum. Grund genug, um panisch das Börsenparkett zu
verlassen – zumindest der Ölpreis reagierte und stieg auf den
höchsten Stand seit zwei Wochen.

Weiter wurden diese Meldungen jedoch nicht beachtet. Denn
gleichzeitig wurde eine sehr moderate Preissteigerungsrate von
0,1 % für den Monat Februar bekannt gegeben. Von Inflation
also keine Spur. Und wenn keine Inflation in Sicht ist, dann
könnten auch die Zinsanhebungen von Helikopter Ben bald ein
Ende haben, glaubten die Bullen an der Börse.

Und ein Ende der Zinssteigerungen ist bullish für die
Aktienkurse. Die Aktienkurse stiegen also.

Gemeinsam mit den Aktienkursen stiegen auch die
Anleihenpreise. Wenn der Leitzins also nun nicht mehr so hoch
steigen wird, wie zuvor noch befürchtet, dann haben die heute
verfügbaren Anleihen ja doch schon eine vernünftige Rendite.
Diejenigen, die mit ihren Anlagebeträgen auf höhere Zinsen
warteten, legten also nunmehr ihr Geld gestern schon in
Anleihen an.

Dadurch steigt der Preis der Anleihen. Sie erinnern sich: Die
Verzinsung von Anleihen ist konstant. Für 100 Euro erhalten
Sie einen festen Zinssatz, sagen wir einmal 3 %. Wenn nun
diese Anleihe stark nachgefragt wird, dann steigt der
Anleihenpreis. Sie müssen also plötzlich 101 Euro bezahlen,
erhalten aber nur 3 % auf 100 Euro Nennwert des Papiers. Die
Rendite, also die Verzinsung Ihres Anlagebetrages von 101
Euro, verringert sich damit. In unserem vereinfachten Beispiel
würden Sie 3 Euro Zinsen für Ihre 101 Euro Anlagebetrag
erhalten – das entspricht einer Rendite von 2,97 %.

Die Renditen sind also gefallen. Ist auch logisch, denn wenn
Inflationsängste schwinden, dann schwinden auch die Ängste vor
höheren Zinsen, die Renditen müssen also sinken.

Und das wiederum ist gut für die Wirtschaft, die ihre
Investitionen mit Krediten finanziert. Je niedriger das
Zinsniveau, desto günstiger können Investitionsvorhaben
finanziert werden. Es werden also Projekte gestartet, die bei
höherem Zinsniveau vielleicht nicht verabschiedet worden
wären.

Und das kurbelt die Wirtschaft an. Mehr Wirtschaftsaktivität
bedeutet mehr Umsatz und meistens auch mehr Gewinne.

So sehr ich mich über die plötzliche Euphorie an der Börse
freue, da so ziemlich alle im Heibel-Ticker verfolgten Werte
anstiegen, so sehe ich diese Entwicklungen dennoch mit etwas
Skepsis. Denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Die
Inflation ist in meinen Augen noch lange nicht besiegt,
sondern es war gerade einmal ein einziger guter Monat. Und
auch das geschah nur, weil die Energie- und Rohstoffpreise in
diesem Monat kräftig korrigiert hatten. Diese Korrektur war
jedoch nur vorrübergehend und schon bald werden die meisten
Rohstoffpreise wieder neue Rekorde schreiben.

Außerdem steigt der Ölpreis an. Wenn Sie sich den
langfristigen Trend des Ölpreises anschauen, so sehen Sie
einen völlig intakten Aufwärtstrend. Mit 65 US-Dollar notiert
der Ölpreis nur knapp unter seinem Höchstkurs von 70,90 US-
Dollar. Wo ist da eine Erholung für den Energiesektor in
Sicht?

Also: Die Börse befindet sich im Bullenmodus und ignoriert
ganz einfach die Buh-Rufe. Ob sich diese Haltung in der
kommenden Woche wird halten können, analysiere ich für Sie im
nächsten Kapitel.

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03. AUSBLICK: SONYs ERBEN
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Wenn Sie vorhaben, bestimmte Aktien zu kaufen, dann schauen
Sie bitte tatsächlich dieses Wochenende nach, ob deren Kurs
knapp über einem durch 5 teilbaren US-Dollarbetrag notiert.
Wenn dem so ist, dann können Sie darauf setzen, dass zum
Wochenbeginn erst einmal ein kleiner Ausverkauf in diesen
Aktien stattfinden wird. Was den Kurs zum Wochenschluss in die
Höhe trieb, wird nun erst einmal wieder aufgelöst werden
müssen. Mit anderen Worten: Die Spekulanten, die einfach nur
Aktien kauften, um den Kurs zu treiben, müssen nun ihren
Aktienbetsand wieder verkaufen.

Setzen Sie also Ihr Kauflimit einfach 1,50 US-Dollar tiefer,
als der aktuelle Kurs und geben Sie der Order eine Woche Zeit.

Abgesehen von diesem Sondereffekt stehen die Zeichen aber
dennoch vorerst auf einem anhaltenden Bullenmodus. Zu lange
war die Konsolidierungsphase, als dass nach so wenigen Tagen
bereits wieder Schluss sein sollte mit der Rallye.


EURO / US-DOLLAR CALL OPTIONSSCHEIN

Hinsichtlich unseres Call-Optionsschein auf den Euro gegenüber
den US-Dollar muss ich Ihnen meine inzwischen differenzierte
Sichtweise der nächsten Wochen mitteilen. Meine Spekulation
auf einen fallenden US-Dollar von vor zwei Wochen war eher
kurzfristiger Natur. Einige kurzfristige Effekte waren in der
Presse bis dato noch nicht verarbeitet worden, und ich
rechnete damit, dass allein deren Aufarbeitung zu einem US-
Dollarverfall führen würden.

Der Schein notiert nunmehr mit 15 % im Plus. Neben dem
Atomforschungsgerangel sowie der Ölbörse im Iran hat sich nun
noch die niedrige Inflationsrate zu unseren Gunsten auf den
Wechselkurs ausgewirkt. Eine niedrige Inflationsrate bedeutet,
dass der US-Leitzins nicht weiter steigen muss. Also wird das
Zinsniveau nicht weiter attraktiver in den USA und es werden
nicht so viele Gelder in den USA angelegt werden. Folglich
fällt der US-Dollar.

Exkurs Inflation: Ich halte die niedrige Inflationsrate aus
dem Monat Februar für einen Marketinggag oder einen
Rechenfehler – bestenfalls, wie oben beschrieben, für eine
Folge von glücklichen Umständen. Die Inflation ist in den USA
meiner Einschätzung nach noch lange nicht im Griff und es
werden weitere Zinsschritte folgen. Der nächste am 28. März,
wenn Ben Bernanke erstmals den Vorsitz übernimmt.

Das wird den US-Dollar wiederum stützen, die Schwächeperiode
wird dann vorbei sein. Unsere Euro/US-Dollar Spekulation
müssen wir deutlich früher beenden. In den nächsten Tagen wird
sicherlich wieder die Erkenntnis durchdringen, dass die
Inflation eben doch noch nicht besiegt ist und dass weitere
Zinsschritte folgen müssen. Dann wird der US-Dollar wieder
fester notieren. Unser Optionsschein würde dann wieder den
Rückwärtsgang einlegen.

Der Wechselkurs ist in nur wenigen Tagen von unter 1,19
EUR/USD auf 1,22 hochgeschnellt. Ich denke, wir sollten mit
den 15 % in nur zwei Wochen zufrieden sein und die Position
auflösen. Der größte Teil des von mir erwarteten Anstiegs ist
ohnehin bereits vollzogen, und wenn Sie noch auf die letzten
paar Cents spekulieren, riskieren Sie, den Ausstieg zu
verpassen.


MISTER SOFTEE

Apple haben wir ja schon in unserer Empfehlungsliste. Mit dem
iPod hat Apple dem Erfinder des Walkmans, nämlich Sony, das
angestammte Geschäft mit der Musik für Unterwegs
weggeschnappt. Sony hat trotz aller Anstrengungen bis heute
diesen Verlust nicht ungeschehen machen können.

Nun hat Sony den nächsten Geschäftsbereich verloren – aber
noch weiß das kaum jemand: Spielekonsolen!

Diese Woche vermeldete Sony, dass es nicht in der Lage sei,
den Markteinführungstermin für die neue Playstation 3 in
diesem Frühjahr einzuhalten. Probleme bei der Nutzung des
neuen DVD-Formats, das bis zu 60 GB auf einer DVD speichern
soll, verhindern die termingerechte Einführung. Das Gerät
entwickelt zuviel Hitze heißt es aus Insiderkreisen.

Das ist nicht trivial. Mein Laptop, den ich Ihnen vor wenigen
Ausgaben als Meisterstück japanischer Elektrotechnik
präsentiert hatte, da er „keinen Lüfter" benötigt, habe ich
nun wieder nach Japan geschickt: zu hohe Hitzeentwicklung. Das
Gerät hört einfach auf zu arbeiten, wenn ich zu viele
Programme gleichzeitig am laufen habe.

Vor drei Jahren war Mister Softee, mein Spitzname für
Microsoft, angetreten, um den Spielemarkt zu erobern. Mit der
Xbox wollte Microsoft den Wettbewerbern Nintendo (Gamecube)
und Sony (Playstation) das Wasser abgraben. Niemals hießen da
die meisten Rufe unter den Spielefans. Nintendo und Sony haben
einen solchen Vorsprung, der lasse sich niemals aufholen.

Schon in der Weihnachtszeit hat Microsoft die 3. Generation
der Xbox vorgestellt, die Xbox360. Auch Mister Softee hatte
Probleme mit der pünktlichen Lieferung. Das Weihnachtsgeschäft
ging an Mister Softee ungenutzt vorbei, da die Produktion noch
nicht richtig rund lief.

Doch inzwischen sind die Anlaufprobleme gelöst und die Xbos
360° ist überall verfügbar. Nun stellen Sie sich vor, Sie
haben ein 12-jähriges Kind, dem Sie eine Spielekonsole
versprechen. Im Laden kann das Kind entscheiden zwischen der
Konsole von Sony, 2. Generation und der von Mister Softee, 3.
Generation. Da ist egal, was drinsteckt. 3. Generation klingt
erst mal moderner und kein Kind wird sich mit einem
Auslaufmodell zufrieden geben.

In den nächsten Monaten wird Microsoft also den Spielemarkt
aufrollen. Nintendo hat sich schon längstens auf die mobilen
Spielegeräte spezialisiert und ist als Wettbewerber für
Microsoft schon nicht mehr ernst zu nehmen.

Ist die Microsoft Aktie dadurch nun eine Kaufempfehlung wert?
Seit fünf Jahren hat die Aktie mehr oder weniger nichts mehr
getan. Kartellverfahren haben das Unternehmen vorsichtiger
werden lassen. Die hohen Gewinne wurde in Form von einer
Sonderdividende ausgeschüttet, statt in neue Geschäftsbereiche
zu investieren. Mit 281 Mrd. US-Dollar gehört Microsoft zu den
fünf Unternehmen mit der weltweit größten
Marktkapitalisierung. Wo soll das Unternehmen denn noch
hinwachsen?

Aber nicht nur der Spielemarkt mit seinen 200 Mrd. US-Dollar
Jahresumsatz wird Microsoft in den kommenden Monaten in die
Hände spielen. Noch in diesem Jahr wird ein zweiter
Umsatzrenner lanciert: Vista! Nach 6 Jahren ohne neues
Betriebssystem, heute laufen fast alle Rechner auf Windows XP
(Home oder Professional), wird Microsoft Ende dieses Jahres
das Nachfolgesystem Vista in den Markt schieben.

Und das ist immer ein neuer Umsatzbringer. Bestehende Rechner
müssen aufgerüstet (Upgrade) werden, viele kaufen sich gleich
einen neuen PC, nur um ein vorinstalliertes neues
Betriebssystem zu erhalten.

Das KGV von Microsoft steht bei 22. Ich kann mich nicht
erinnern, wann das Unternehmen einmal ein so niedriges
Bewertungsniveau hatte. Während der Kurs in den letzten fünf
Jahren nichts tat, haben sich die Gewinne stetig verbessert.
Schon im nächsten Jahr wird Microsoft ein KGV von 17 haben,
wenn der Kurs nicht steigt. Damit würde ein Bewertungsniveau
erreicht werden, das sonst meist Industrieunternehmen mit
solidem Geschäft inne haben. Microsoft ist aber kein
Industrieunternehmen mit einer operativen Marge von vielleicht
15 %, sondern eine Softwareschmiede mit einer operativen Marge
von 41 %, die ein einmal programmiertes Bit- und Bytegemisch
ohne großen Mehraufwand beliebig häufig verkaufen kann.

Die Skalenerträge bei Microsoft sind exorbitant. Und als
Weltmarktführer nutzt das Unternehmen den Größenvorteil voll
aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Aktie nicht
steigt und somit im nächsten Jahr auf einem KGV von 17
notiert. Vielmehr halte ich die Aktie für vergessen. Das KGV
von 22 kann nur ein Schnäppchen sein, das Sie aufgreifen
können.

Die Aktien von Microsoft finden also in meiner
Empfehlungsliste einen Platz als mittelfristige Investition.
Auf Sicht von 18 Monaten sollte der Kurs in Richtung 40 US-
Dollar marschieren. Unter 28 US-Dollar sind die Aktien für
mich ein Kauf.

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 22,43 EUR / 27,27 USD
Kaufen unter 23,50 EUR / 28 USD
Erfolg von XBOX 360 ° und Vistas
Ziel 40 US-Dollar bis Ende 2007


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04. VoIP, VIDEO UND AUDIO SCHRECKEN DIESES UNTERNEHMEN NICHT
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Haben Sie schon einmal eine Reise nach Neuseeland geplant? Sie
werden dann sicherlich auch ein wenig im Internet gestöbert
und neuseeländische Webseiten aufgesucht haben. Dabei ist
meistens die Antwortzeit dieser Seiten ähnlich gut, wie die
Antwortzeiten von deutschen Internetangeboten. Haben Sie sich
schon einmal gefragt, wie das geht?

Denn wenngleich das Internet die Übertragung von Informationen
mit Lichtgeschwindigkeit ermöglicht, so sind doch bei einer
Abfrage über die Distanz rund um den Globus einige
Knotenpunkte zu durchlaufen. Solche Knotenpunkte haben dann
Weichen, die Ihre Anfrage auf den richtigen Weg bringen. Auf
dem Rückweg werden dann die Informationen wieder in Richtung
Ihres Rechners geleitet.

Dieser Vorgang kostet Bruchteile von Sekunden. Für uns im
Einzelnen nicht spürbar, aber in Summe über eine längere
Distanz, machen sich diese Knotenpunkte schon bemerkbar. Es
ist einfach langsamer für uns, im neuseeländischen Internet zu
surfen, als im deutschen.

Unternehmen, denen die Performance ihrer Internetseiten
weltweit wichtig ist, suchen Hilfe bei der verteilten, aber
dennoch aktuellen zur Verfügung Stellung ihrer Informationen.
Es gibt ein kleines Unternehmen, das sich seit vielen Jahren
genau dieser Problemstellung widmet: Akamai.

Ich genieße die Vorteile von Akamai jeden Tag: Nicht nur das
neuseeländische Tourismuszentrum gehört zur Kundenliste
Akamais, sonder auch Yahoo!. Die Informationen zu den Aktien,
die ich für Sie analysiere, befinden sich meist in den USA.
Dennoch spüre ich beim Surfen auf den Yahoo! Finance Seiten
nicht, dass jeder Klick erst durch den Atlantik geschickt
werden muss.

Wird er auch nicht. Akamai unterhält weltweit Rechenzentren,
die die Informationen von Internetseiten in Echtzeit spiegeln.
Ich surfe also im englischsprachigen Internet, physisch liegen
die Bits und Bytes aber in Deutschland in einem der
Rechenzentren Akamais.

Neben Yahoo! und der neuseeländischen Tourismusbehörde nutzen
aber auch Audi, BMW, Sony Ericsson und Cathey Pacific die
Dienste von Akamai. Das ist aber nur ein kleiner Teil der
Referenzliste des Unternehmens. Über Kooperationen mit
Rechenzentren, die wiederum die Internetseiten von einer
Vielzahl von Unternehmen beherbergen, ist die Kundenliste von
Akamai inzwischen riesengroß.

Die Aktien von Akamai haben die gute Marktstellung des
Unternehmens bereits eingepreist. Die 300 Mio. US-Dollar
Umsatz werden bereits mit 4 Mrd. US-Dollar
Marktkapitalisierung belegt. Dabei ist es Akamai möglich, sich
die aufgebaute globale Infrastruktur teuer bezahlen zu lassen.
Die Gewinnmarge liegt bei 115 %. Das Unternehmen nimmt also
mehr als doppelt soviel ein, als es an Kosten hat. Und die
Infrastruktur ist vollständig abbezahlt – die langfristigen
Schulden betragen gerade einmal 200 Mio. US-Dollar und könnten
von den 300 Mio. US-Dollar Barreserven jederzeit abgezahlt
werden.

Mit Wachstumsraten von 45 % p.a. im Umsatz und sogar 92 % im
Gewinn nimmt sich das KGV von nur 14 sehr bescheiden aus.
Darin ist aber ein Sondererlös enthalten, der im kommenden
Jahr nicht nochmals anfällt. Wenn Sie diesen Sondereffekt
jedoch herausrechnen, erhalten Sie noch immer ein KGV von 37.
Bei einem erwarteten Wachstum von 40 % p.a. ist das günstig.

Ich denke, Akamai wird insbesondere in den kommenden Monaten
von einer Vielzahl an Ereignissen profitieren. In den letzten
Jahren sind die Breitband-Internetzugänge in die
Massenhaushalte gekommen. Nun werden Musik (Audio) und Filme
(Video) in Massen über das Internet heruntergeladen. Amazon
kündigte an, Videos zum Download anzubieten.

Was glauben Sie, wer sicherstellen wird, dass der erhöhte
Traffic (das Herunterladen von Audio und Video nimmt ein
Vielfaches der Bandbreite in Anspruch, als das bloße Surfen
auf Internetseiten – man bezeichnet die Intensität der
Internetnutzung mit Traffic - Verkehr)nicht zu Staus führen
wird? Nicht Amazon, sondern Akamai!

Gleichzeitig werden wir in Deutschland die Fußball WM
austragen. Weltweit werden Fußballfans über das Internet
Informationen abrufen. Ich erwarte auch, dass eine Vielzahl
von kleinen Videos, beispielsweise mit den schönsten Toren,
zur Verfügung gestellt werden. Jede Internetseite, die ein
ansprechendes Fußballangebot präsentieren möchte, wird die
Dienste von Akamai benötigen.

Na, und dann ist das noch „Voice over Internet Protocoll" –
VoIP. Ihr Autor telephoniert schon seit einigen Jahren damit
und ich muss sagen, es ist qualitativ inzwischen absolut
brauchbar. Aber auch diese Audio-Verbindung kostet Bandbreite,
verursacht Traffic. Und wenn ich wie selbstverständlich über
Sipgate mit einem Freund in Südafrika spreche, oder über Skype
eine Videoverbindung nach New York aufbaue, dann sorgt Akamai
für den optimalen Fluss der Bits und Bytes.

Das sind die Internetanwendungen von morgen. Und die
Infrastruktur für solch anspruchsvolle Dienste ist noch lange
nicht aufgebaut. In meinen Augen ist Akamai bestens
positioniert, um von diesem Trend zu profitieren. Ich habe
Akamai schon zu Zeiten des Internethypes als solide geführtes
Unternehmen kennen gelernt, dessen Aktienkurs damals jedoch
zum Mond geschossen wurde. Nun ist der Kurs wieder irdisch und
ein Einstieg lohnt sich.

Denn die Wachstumsprognosen werden meiner Einschätzung nach
übererfüllt werden. Der Wettbewerb ist gering, da der Aufbau
der globalen Infrastruktur teuer ist und Zeit kostet. Akamai
kann und wird also kassieren.

Die Aktien notieren derzeit mit 27,19 US-Dollar nur knapp
unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ich kaufe jedoch gerne im
Sonderangebot und warte daher für den Einstieg Kurse unter
25,80 US-Dollar ab.

Akamai Technologies
US-Kürzel AKAM
WKN 928906
ISIN US00971T1016
Kurs 22,45 EUR / 27,19 USD
Kaufen unter 21,60 EUR / 25,80 USD
Partizipation am Ausbau der globalen Verfügbarkeit von
Internetdiensten in den nächsten 6 Monaten.

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05. LESERFRAGEN: ANLEGERVERHALTEN,ÖLWERTE, NABORS
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Frage 1: Anlegerverhalten
Frage 2: Ölwerte
Frage 3: Nabors

Frage 1: Anlegerverhalten

Seit längeren interessiere ich mich für Aktien und verfolge
das bei dem TV Sender NTV. Es hört sich zwar komisch an, dass
ich Ihnen das schreibe, aber eigentlich habe ich keine
Erfahrung mit Aktien. Dennoch ist mein Interesse sehr groß,
dieses zu lernen. Meine Frage: Könnten Sie mir ein paar Tipps
geben, wie ich am besten mit kleinem Kapital anfange, um nicht
gleich alles zu verlieren? Welche Aktien wären für mich
interessant als Anfänger? Welche Zeitschrift steht mir als
Anfänger zur Seite? Für eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr
dankbar!

Mit freundlichen Grüßen
Jörg

Antwort 1:

es ist mir egal, ob Ihr Kapital klein oder groß ist. Wichtiger
ist es zu wissen, ob Sie das Kapital als Berufsanfänger binnen
weniger Monate angespart haben, oder ob Sie nun kurz vor Ihrer
Rente auf dieses Geld angewiesen sind.

Wenn Sie kurz vor der Rente stehen, dann sollten Sie das Geld
in eine sichere Anlage ohne große Schwankungen anlegen. Da
eignen sich dann letztlich nur festverzinsliche Anleihen.

Wenn Sie Berufsanfänger sind, dann wird es Sie nicht aus dem
Sattel werfen, wenn Sie Ihre Ersparnisse verspekulieren. Im
schlimmsten Fall werden dann eben die Ersparnisse von einigen
Monaten weg sein, Sie haben aber ihr ganzes Berufsleben vor
ich, um diesen Verlust auszugleichen.

An der Aktienbörse können einen kurzfristige Korrekturen immer
einmal zurückwerfen. Wer jedoch jung genug ist, um diese
Korrekturen auszusitzen, der wird langfristig
überproportionale Gewinne erzielen.

Ich möchte Sie also ermutigen, ruhig etwas mehr Risiko
einzugehen, wenn Sie auf das Geld nicht angewiesen sind.
Dadurch erhöhen Sie nämlich auch Ihre Ertragschancen.

Als derzeit aussichtsreichste Spekulation mit gutem
Chance/Risiko-Verhältnis sehe ich Nabors, den Ölexplorer,
dessen Kurs in den vergangenen Wochen völlig zu Unrecht unter
die Räder geriet.

Frage 2: Ölwerte

Betreff: Lob und Vorschlag

es ist wohltuend, wie Sie nach längerer krankheitsbedingter
Abstinenz wieder Ihre fundierten, sowie auf einfache und
nachvollziehbare Strukturen des doch sehr komplexen
Wirtschaftgeflechtes reduzierten, Analysen zu lesen.
Kompliment für die Gestaltung Ihres neuen Börsenbriefes auch
dafür, dass Sie nach dem Bilden eines soliden Grundstockes
mittels "seriöser" Papiere zukünftig auch etwas spekulativere
(nicht riskante) Werte empfehlen möchten.

Ich teile Ihre Meinung zu den Zukunftsmärkten Öl, Rohstoffe
und alternative Energien..

Zu diesen Bereichen bitte ich um die Prüfung folgender noch
recht preisgünstiger Werte für Ihre Prüf- und
Beobachtungsliste:
1. Gulfsand Petrolium (KGV 13,7) WKN. A0D94U
2. Halliburton (KGV 17) WKN. 958986
3.Dragon Oil (KGV 13,5) WKN. 877789
Wäre nach Ihrer Einschätzung ein Engagement in den deutlich
spekulativeren Wert Chinese People Gas (WKN: A0DNGT) zu
rechtfertigen ?

Vielen Dank für eine kurze Stellungnahme und weiter so !
Dr. Karl

Antwort 2:

zu 1.: Gulfsand Petroleum ist ein britisches Unternehmen, das
sich an Explorationsprojekten in den arabischen Ländern
beteiligt. Der Aktienkurs schwankt stark vor dem Hintergrund,
dass "möglicherweise potentielle Ölvorkommen von bis zu 3 Mrd.
US-Dollar" gefunden werden können.

Es gibt viele solche kleine Unternehmen, die einfach nur Geld
in Explorationsprojekte stecken und hoffen, dass sie auf eine
Goldader - äh Ölquelle stoßen. Natürlich würde dann der
Aktienkurs durch die Decke gehen. Aber so einfach ist die
Suche nach neuen Ölvorkommen nicht und viele der
Beteiligungsgesellschaften schreiben ihre Beteiligungen dann
ab.

Sie sehen, wie sehr derzeit bei der Suche nach Öl spekuliert
wird. Für mich ist dies nur ein weiterer Grund, an meiner
Empfehlung von Nabors, dem Unternehmen, das solche Projekte
durchführt, festzuhalten. Nabors verdient, egal ob Öl gefunden
wird oder nicht.

zu 2.: Halliburton: Das Unternehmen, das von Dick Cheney
innerhalb von 6 Jahren regierungskonform gemacht wurde, heimst
einen Regierungsauftrag nach dem anderen ein. Halliburton ist
nicht nur groß im Geschäft bei der Suche nach neuen
Ölvorkommen, ähnlich groß ist der Geschäftsbereich
Halliburtons, Ölförderanlagen instand zu halten bzw. zu
setzen. Hier ist das Unternehmen hauptsächlich im Irak tätig.

Der Irakkrieg war teuer und die USA werden zumindest ihre
Unternehmen nunmehr mit guten Aufträgen bestücken. Einem
britischen Bericht zufolge ist die Unternehmensliste mit den
größten Wahlspendern nahezu identisch mit der Liste der
größten Regierungsauftragsempfänger. Irakische Unternehmen,
die bei den dortigen Bedingungen im Zweifel viel besser
operieren können, erhalten die lukrativen Aufträge nicht.

Halliburton agiert also nicht nur in einem Wachstumsmarkt
(Ölsuche und Instandhaltung), sondern ist der bevorzugte
Vertragspartner der US-Regierung. Das Umsatzwachstum beträgt
12 % p.a., das KGV liegt bei 15 - ich halte das Unternehmen
für fair bewertet, da es aufgrund der guten Kontakte zur
Regierung einen kleinen Bewertungsaufschlag verdient. Sollte
der Ölpreis 70 US-Dollar überschreiten, und ich erwarte dies
noch für dieses Jahr, dann wird auch der Kurs von Halliburton
deutlich höher katapultiert werden.

Die aktuelle Kurskorrektur von 82 US-Dollar auf 70 US-Dollar
kann zum Einstieg genutzt werden. Ich werde das Unternehmen
dennoch nicht in meine Liste aufnehmen, da ich mit Nabors
bereits ein ähnliches Unternehmen verfolge.

zu 3.: Dragon Oil: das Unternehmen beruft sich auf gute
Kontakte zur Regierung in Turkmenistan. Das Land liegt am
Kaspischen Meer und Dragon Oil besitzt dort 2 Öl- und
Gasfelder. Wenn Sie über tiefgreifende Kenntnisse hinsichtlich
der Zuverlässigkeit der Regierung Turkmenistans verfügen, dann
können Sie ein Investment in Betracht ziehen. Mir erscheint
die Lage dieses Landes völlig undurchsichtig. Ich suche lieber
in politisch stabileren Regionen nach Anlagemöglichkeiten.

Chinese People Gas ist eine Pfennig Aktie von einem Land, das
für Korruption und einen unfreien Kapitalmarkt bekannt ist.
Finger weg davon! Man sagt: Kein Mann mit blauen Augen und
blondem Haar hat jemals an der Börse in China Geld verdient.
Ich für meinen Teil habe nicht den Ehrgeiz, der erste zu sein.

Ich mag spekulative Investments - aber ich möchte die Risiken
gerne abschätzen können. Außer Halliburton haben die von Ihnen
vorgeschlagenen Werte unkalkulierbare Risiken, es kommt einem
Roulettspiel gleich. Ich ziehe da unsere Call-Spekulation auf
den Euro vor.

Frage 3: Nabors

zu Nabors Industries schreiben Sie, dass Sie nichts
Ungünstiges bei Ihren
Untersuchungen feststellen konnten. Deshalb möchte ich
folgendes zur
Diskussion bringen, d.h. Sie fragen:

1) Morgan Stanley hat Nabors I. am 19. Januar 2006 downgraded,
auf ein niedriges Niveau. Ist das nicht aussagekräftig und
auch für Sie maßgeblich?

2) Der Chart sieht ungünstig aus (50-Tagekurve ist nach unten
durchbrochen). Sind nicht viele aggressive Calls auf Nabors I.
wegen sinkender Kurse bald notleidend? Siehe bei Yahoo unter
"messages" oder "chats".

3) Ist die Ölförderung in den USA nicht bereits auf einem
Höhepunkt, also die Nachfrage in einem Jahr niedriger mit
zukünftigem Margenverlust? Ist es dann noch berechtigt, beim
Kurs den 3-fachen Umsatz zu zahlen?

4) Ethanol und Sonnenenergie sind zukunftsträchtige
Energiequellen für Auto bzw. Einfamilienhaus, ein abnehmender
Öl-/Gasverbrauch ist wegen der Energiepreise wirtschaftlich
logisch und politisch gewollt.

Summe meiner Bedenken: Arbeitet Nabors nicht in einer auf
Sicht von 5 Jahren "untergehenden" Branche mit
Überkapazitäten?

Vielen Dank für eine Antwort im Voraus, W. Stich

Antwort 3:

vielen Dank für Ihre konstruktiven Anmerkungen.

zu 1.: Für mich ist der Downgrade im Falle von Nabors etwas
positives, denn wir können die Aktien günstiger kaufen. Die
Begründung von Morgan Stanley kann ich nicht nachvollziehen:
Es wird angezweifelt, dass das Unternehmen die hohen
Wachstumsziele erreichen könne. Ich denke genau das Gegenteil,
Nabors wird die Erwartungen sogar übertreffen.

zu 2.: Mit zunehmendem Kursverfall steigt die Anzahl der
geshorteten Nabors-Aktien (Spekulation auf fallende Kurse).
Notleidende Calls gibt es nicht, denn Calls werden vielleicht
wertlos, Sie müssen aber nicht nachschießen. Leerverkäufe
jedoch (Shorts) würden einem anfänglichen Kursanstieg einen
weiteren Auftrieb geben, wenn die Leerpositionen eingedeckt
werden müssen. Hier ist nämlich das Verlustrisiko theoretisch
unbegrenzt.

zu 3.: Die Ölförderung in den USA ist seit vielen Jahren auf
dem Höhepunkt und kann den Bedarf der USA schon lange nicht
mehr decken. Die USA kaufen also Öl hinzu. Derzeit sind die
Lagerbestände, also die Ölvorräte für schlechte Zeiten, auf
Rekordniveau in den USA. Dadurch wird der Ölpreis gedrückt.
Außerdem ist Frühjahr stets eine Flautezeit für den Ölpreis –
der Winter geht dem Ende entgegen und der Sommer, in dem
Klimaanlagen die Energieversorgung strapazieren, ist noch weit
weg.

Wenn auch derzeit ausreichend Öl vorhanden ist, um die
Lagerbestände sogar weiter aufzufüllen, so produzieren doch
alle an ihrer obersten Kapazitätsgrenze. Es muss nur
irgendeine Produktionsstätte ausfallen, aus welchen Gründen
auch immer, und der Ölpreis wird wieder durch die Decke
gehen.

zu 4.: Auf Sicht von 5 Jahren werden weder Ethanol, noch
Sonnenenergie eine brauchbare Alternative darstellen. In den
nächsten 10 Jahren sehe ich Solarenergie noch als
Zuschussgeschäft und somit höchstens als Spekulation
auf die Zukunft. Gleichzeitig werden auch nicht schnell genug
neue Ölquellen erschlossen werden können. Also sollten wir
meiner Einschätzung nach noch viele Jahre vom Öl abhängig
bleiben - es dauert also noch ein paar Jahre, bis die ersten
Wölkchen am Himmel von Nabors auftauchen könnten.

Nochmals danke, dass Sie die Argumente der Nabors-Bären so gut
aufgezeigt haben. Es ist stets wichtig zu wissen, warum der
Kurs so stark Federn ließ. Überzeugen tun mich die Argumente
jedoch nicht.



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06. BEOBACHTETE WERTE

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NEU:

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 22,43 EUR / 27,27 USD
Kaufen unter 23,50 EUR / 28 USD
Erfolg von XBOX 360 ° und Vistas
Ziel 40 US-Dollar bis Ende 2007

Akamai Technologies
US-Kürzel AKAM
WKN 928906
ISIN US00971T1016
Kurs 22,45 EUR / 27,12 USD
Kaufen unter 21,60 EUR / 25,80 USD
Partizipation am Ausbau der globalen Verfügbarkeit von
Internetdiensten in den nächsten 6 Monaten.

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Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen & Vogelgrippevirus

Freeport McMoRan
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
US-Kürzel: FCX
Kurs aktuell 42,87 EUR / 53,51 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Rio Tinto
WKN 852147
ISIN GB0007188757
US-Kürzel RTP
Kurs aktuell 39,61 EUR
Gekauft zu 38,90 Euro,
Nachkaufen unter 35 Euro
Langfristanlage

BioCrest
WKN 896047
ISIN US09058V1035
US-Kürzel BCRX
Kurs aktuell 16,11 Euro
Gekauft zu 16,50 Euro, nachkaufen bis 18 Euro
Spekulation auf Vogelgrippemedikament

==========

Ausgabe 04.03.06: Call auf den Euro/US-Dollar Wechselkurs

Citibank Call Optionsschein EUR/USD
WKN CG12SM
ISIN DE000CG12SM0
Bezugsverhältnis 1:100
Basispreis 1,125 USD/EUR
Laufzeit endet am 21.6.
Gekauft zu 7,19 Euro
Kurs aktuell 8,26 Euro
Stopp Loss bei 1,185 USD/EUR
Kurs aktuell 1,189 USD/EUR

Verkaufen Sie diese Spekulation bitte bei nächster Gelegenheit
mit 15 % Gewinn. Näheres dazu finden Sie im Kapitel 03
Ausblick.

==========

Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 12,95 Euro
Gekauft zu 13,20 Euro
Ziel 20 Euro bis Herbst 2006

Die Korrektur im Energiesektor scheint beendet. Der Kurs holt
nun langsam wieder auf. Merken Sie sich vor, gegebenenfalls
unter 11 Euro nachzukaufen. Bitte setzen Sie ein großzügiges
Stopp Loss bei 9,85 Euro.

==========

Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Gekauft zu 46,50 Euro
Kurs aktuell 45,66Euro

Halten Sie sich bereit nachzukaufen, falls der Preis für die
Feinunze Gold nochmals unter 520 US-Dollar sackt.

==========

Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
WKN 882017
US-Kürzel CCJ
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 29,60 Euro
Gekauft zu 30 Euro
Stopp Loss bei 26,50 Euro
Trendsurfer

Im Rahmen der Rohstoffkorrektur brach auch der Kurs von Cameco
ohne besondere Unternehmensmeldung um 9 % ein. Inzwischen
befindet sich Cameco gemeinsam mit dem Energiesektor in einer
Aufholjagd. Stopp Loss bei 26,50 Euro.

==========

Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
WKN 853666
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 17,90 Euro
Kaufen unter 15 Euro

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 11,85 Euro
Kauflimit 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 50,30 Euro
Kauflimit 46,50 Euro

Unsere drei japanischen Samurais notieren alle noch immer kurz
über unseren Einstiegslimits. Wir warten geduldig ab.


Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 70,21 Euro
Kauflimit 64 Euro

Die Korrektur bei Kyocera setzt sicht fort. Ein Unterschreiten
der Unterstützung bei 68,50 Euro würde anschließend zu einem
schnellen Kursrutsch auf 64 Euro führen, da dort erst die
nächste Unterstützungslinie verläuft.


==========


Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
WKN 890493
US-Kürzel GG
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 22,82 Euro
Gekauft zu 21,50 Euro
Stopp Loss bei 19,50 Euro

Halten und mit einem Stopp Loss bei 19,50 Euro absichern.


==========

Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 850524
Kurs aktuell $36,24
gekauft zu $18

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen mit einem Trailing Stopp von 25 %, also derzeit
bei 30 Euro. Aus charttechnischen Gründen senke ich die Stopp
Loss Marke auf 29 US-Dollar und rate zu Kursen zwischen 32
und 34 US-Dollar zu nachkäufen.


==========

Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
WKN 662778
US-Kürzel NBR
Börsenplatz München
Gekauft zu durchschnittlich 60 Euro
Kauflimit 56,80 Euro
Kurs aktuell 54,86

Nabors ist nun völlig ausgebombt. Trotz eines nun wieder Wie
erwartet hat der Kurs von Nabors nun gedreht. Noch ist der
Anstieg verhalten und es lohnt sich noch immer, einzusteigen.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
WKN 865985
US-Kürzel AAPL
Börsenplatz Frankfurt
Kauflimit 62 Euro
Kurs aktuell: 53,09

Auch die neuesten Produkte von Apple haben den Kursrutsch
nicht stoppen können. Dennoch, das Wachstum von 65 % p.a. wird
derzeit mit einem KGV von nur 34 belegt. Zum Verkaufen kein
Grund, stehen Sie diese volatilen Zeiten durch. Halten.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
WKN 900103
Börsenplatz Berlin
Kauflimit 27 Euro
Kurs aktuell 24,56 Euro

Auch bei Yahoo! scheint nun ein Boden gefunden worden zu sein.
Halten.



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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei

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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.267 Punkte

Wie erwartet hat der Dow Jones von der unteren Begrenzung
seines Aufwärtstrends eine Rallye gestartet. Damit hat er
seine Unterstützung bei 10.935 Punkten deutlich hinter sich
gelassen und nimmt Kurs auf die obere Begrenzung bei 11.329
Punkten.

DAX 5.882 Punkte

Der DAX hat gleichfalls innerhalb seines Aufwärtstrends Kurs
auf die obere Begrenzung bei 5.951 Punkten genommen.
Unterstützt wird der DAX bei 5.636 Punkten.

Gold 555 US-Dollar

Nahezu unverändert notiert der Preis für die Feinunze
unterhalb der 200-Tages-Durchschnittslinie. Dies ist ein
bärisches Zeichen und es ist zu befürchten, dass der Goldpreis
weiter korrigiert. Im ersten Schritt wäre ein Fall in Richtung
520 US-Dollar möglich.

Halten Sie sich daher mit Käufen im Goldbereich vorerst zurück
und warten Sie ab, ob der Kurs noch deutlich tiefer fällt.


Crude Oil 64,40 US-Dollar

Erwartungsgemäß ist der Ölpreis nicht unter seine
Unterstützung bei 61 US-Dollar gerutscht und nimmt nun Kurs
auf neue Höchstkurse bei 74 US-Dollar je Fass Crude Oil.


Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,2191 $/€

Wie erwartet ist auch der US-Dollar an seiner unteren
Unterstützung bei 1,185 USD/EUR abgeprallt und nimmt nun Kurs
auf die anvisierten 1,23 USD/EUR. Dennoch beachten Sie bitte
meine Verkaufsempfehlung zum Call-Optionsschein auf den Euro
im Kapitel 03 - Ausblick.

Wechselkurs Yen / Euro 141,80 Y/€

Weiterhin pendelt der Wechselkurs zwischen 138 und 142 Y/€,
derzeit bahnt sich ein Ausbruch nach oben aus.


Nikkei 16.339 Punkte

Erneut ist der Nikkei an der unteren Begrenzung seines
Aufwärtstrends abgeprallt und schießt seither wieder auf neue
Höhen. Der Aufwärtskanal verläuft aktuell zwischen 15.883 und
17.465 Punkten.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE

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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.



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