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12.05.2006:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: KORREKTUR WAR ZU ERWARTEN, BLEIBEN SIE RUHIG
02. RÜCKBLICK: UNBEMERKT: GENERAL MOTORS VOR TURNAROUND
03. AUSBLICK: NUTZEN SIE DIE KORREKTUR FÜR NACHKÄUFE
04. RISIKOSTREUUNG FÜR IHR DEPOT: SAP, SIEMENS, BP, CANON,
ZÜRICH FINANCIAL
05. LESERFRAGEN: SILBER ETF
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG


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01. INFO-KICKER: KORREKTUR WAR ZU ERWARTEN, BLEIBEN SIE RUHIG
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Liebe Börsenfreunde,

die Korrektur der vergangenen zwei Tage habe ich Ihnen
angekündigt. Wenn die Börsen nahe neuer Allzeithochs notieren
oder 5-Jahreshochs brechen, dann ist eine Korrektur nur zu
verständlich. Lassen Sie sich also nicht beunruhigen und nutzen
Sie die Korrektur, um Ihr Depot mit einigen attraktiven Werten
aufzubessern.

Ich habe meine Meinung zu General Motors grundlegend geändert.
Das Unternehmen hat durch gezielte Verkäufe ausreichend
Barreserven generiert, um die drohenden Gefahren abzuwenden.
Mehr dazu im Kapitel 02 – Rückblick.

Im Ausblick habe ich Ihnen dargelegt, was ich für diesen Sommer
von der Börse erwarte. Auch einige Veränderungen in Ihrem Depot
sollten Sie in der kommenden Woche vornehmen.

Erstmalig habe ich heute für Sie die 5 größten Positionen eines
Depot auf eine gesunde Risikostreuung hin untersucht. Bitte
lassen Sie mich Ihre Meinung dazu wissen und schicken Sie mir
Ihre 5 größten Positionen, damit auch Sie künftig dank einer
guten Diversifizierung ruhiger schlafen können.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.


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02. RÜCKBLICK: UNBEMERKT: GENERAL MOTORS VOR TURNAROUND
==============================================================

Am gestrigen Donnerstag brachen die Börsen schließlich ein!
11.670 Punkte lautete der Höchststand am Mittwoch Abend, danach
verlor der Dow Jones innerhalb nur eines Tages 1,5 % auf 11.500
Punkte. Beim S&P 500 sah es ähnlich aus, er endete bei 1.305
Punkten. Beim Nasdaq fiel das Minus noch deutlicher aus: Mit
Minus 3,3 % rutschten die Technologiewerte auf 2.272 Punkte.

In Deutschland konnte am Donnerstag nur der Beginn der US-
Korrektur verarbeitet werden. Den Rest erleben wir am heutigen
Freitag: Der Dax notiert mit 1,7 % im Minus. Beim TecDax
beträgt das Minus sogar 2,6 %.

Kein Wunder! Nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen sind
die Anleger nervös geworden. Das Gold ist binnen vier Wochen
von 580 auf 725 US-Dollar um 25 % nach oben explodiert. Mir hat
man schon mein Jahresziel von 600 US-Dollar für das Gold kaum
geglaubt, geschweige denn mein optimistischeres Ziel von 650
US-Dollar. Aber dass bereits im Mai die 700er-Marke genommen
werden könnte, das überrascht selbst mich.

Ein großer Teil der Goldrallye kann auf den schwachen US-Dollar
zurück geführt werden. Dieser hat im gleichen Zeitraum von 1,17
USD/EUR auf 1,28 USD/EUR verloren – das ist ein Dollarverfall
von 9,4 %. Aber der eigentliche Grund der Goldhausse ist in der
geopolitisch instabilen Lage zu finden: Iran rasselt mit den
Säbeln, Südamerikaner und viele arabische Länder, sowie einige
Asiaten, wenden sich vom US-Dollar ab und kaufen lieber Euro
und Gold.

So steigt die Nachfrage nach dem gelben Metall schneller, als
Goldminen Gold gewinnen können. Von Zentralbankverkäufen hört
man schon lange nichts mehr – auch die Notenbanker haben sich
nun an die stabilisierende Wirkung von Goldreserven erinnert.

Wenn Sie sich vor Augen halten, dass eine alte jüdische
Weisheit besagt, man solle ein Drittel seines Vermögens in Gold
(bzw. heute: Edelmetallen) halten, dann hat der Goldpreis noch
einen weiten Weg vor sich. Denn derzeit beträgt die weltweite
Kapitalisierung der Goldwerte nicht einmal 1 %.

Auch der Ölpreis zieht wieder an. Nach der Korrektur der
Vorwoche steht das Fass Crude Oil heute wieder bei 72,70 US-
Dollar. Eine Entspannung auf den Energiemärkten ist nicht in
Sicht – im Gegenteil: Immer wieder hört man aus Venezuela und
den anderen südamerikanischen Ländern mit linken Regierungen
antiamerikanische Pläne (Verstaatlichung der Ölvorkommen,
Schuldenabbau und andere für die Länder mehr oder minder
sinnvolle Maßnahmen, die aber alle die Abhängigkeit von den USA
vermindern).

Am Mittwoch hat die Federal Reserve (kurz: Fed) den US-Leitzins
zum 16. mal in Folge um 0,25 % auf nunmehr 5 % angehoben. Ich
hatte Ihnen diesen Schritt angekündigt. Den Kommentaren von
Helikopter Ben war nicht zu entnehmen, ob weitere
Zinsanhebungen folgen werden. Meiner Einschätzung nach werden
in diesem Jahr noch ein bis zwei Schritte folgen, an der Börse
wurde jedoch in den vergangenen Wochen die Hoffnung verkauft,
dass keine weiteren Zinsschritte mehr zu erwarten seien.

Die Kursanstiege der vergangenen Wochen wurden diese Woche also
in Frage gestellt. Es machte sich Angst breit, dass der
Konjunkturaufschwung zu Ende gehen könne. Auch die Angst vor
einer zerplatzenden Immobilienspekulationsblase machte wieder
die Runde. Nicht zuletzt wurde auch immer wieder die unbeugsame
Haltung des Irans diskutiert. Themen gab es also genug, mit
denen Angst und Schrecken verbreitet werden konnten.

Auf der anderen Seite hat sich Steve Forbes zu Wort gemeldet.
Er wies darauf hin, dass seit dem Beginn der Aktienmarktrallye
im Frühjahr 2003 die Unternehmensgewinne von 727 Mrd. auf 1.100
Mrd. US-Dollar angewachsen seien. Dividenden seien von 149 Mrd.
auf über 200 Mrd. US-Dollar gestiegen. Und es wurden in den USA
über 5 Mio. neue Arbeitsplätze geschaffen. Das sind Zahlen, die
eine Aktienmarkthausse durchaus rechtfertigen.

...doch reichen diese Argumente aus, um eine Fortsetzung der
Rallye zu sichern? Oder sind die positiven Entwicklungen
bereits im Markt enthalten und folgt ein Absturz aufgrund
einer sich abschwächenden Konjunktur? Mehr zu diesen Fragen im
kommenden Kapitel.


GENERAL MOTORS

Zuvor aber noch ein paar Worte zu General Motors. Ich habe an
dieser Stelle vielfach über die schwarze Zukunft von General
Motors berichtet. Ganz anders sah ich schon immer die
Unternehmensanleihen von GM, die wir Ende März in unsere
Empfehlungsliste aufgenommen haben. Die sind mit ihrer Rendite
von mehr als 7 % noch immer attraktiv.

Vor den Aktien General Motors hatte ich Sie gewarnt. Das
Unternehmen hatte trotz diverser Preisnachlässe rückläufige
Verkaufszahlen zu beklagen. Gleichzeitig kamen die
Gehaltsverhandlungen mit den United Auto Workers (UAW – die
dortige Gewerkschaft) nicht zu einem sinnvollen Abschluss.
Darüber hinaus ging die erst kurz zuvor ausgegliederte Tochter
Delphi, der weltgrößte Automobilzulieferer, in die Insolvenz
und General Motors droht entweder ein Lieferausfall oder die
Pflicht, weitere finanzielle Zugeständnisse zu machen.

Inzwischen haben sich einige Dinge grundlegend geändert. Der
größte Aktionär General Motors, Kirk Kerkorian, hat Jerome
York, seinen besten Mann, in den Aufsichtsrat des Unternehmens
eingeschleust. York hat bereits als Finanzchef Unternehmen wie
Chrysler und IBM vor dem Untergang bewahrt.

Inzwischen gibt es auch bei General Motors erste Anzeichen der
Besserung. Es ist nicht mehr wichtig für das Unternehmen, der
„weltgrößte" Automobilkonzern zu sein. Inzwischen ist es für
das Management okay, wenn General Motors „ein großer", aber
dafür profitabler Automobilkonzern ist. Und mit diesem
veränderten Selbstbewusstsein lassen sich einige Tricks
anwenden, um das Unternehmen nachhaltig in die schwarzen Zahlen
zu bringen.

Das Unternehmen hat zum Beispiel kürzlich erstmals die
Verkaufspreise für Autovermietungen, die größten Abnehmer von
Fahrzeugen, angehoben. Sie erinnern sich: Seit Jahren hörten
wir stets nur eine Meldung von GM: Preisnachlässe,
Finanzierungsangebot und überhöhte Rücknahmepreise für
Gebrauchte. Alles versteckte Eingeständnisse, dass sich die
eigenen Fahrzeuge nicht mehr verkaufen.

Der Marktanteil GMs in den USA ist von 45 % im Jahr 1970 auf
heute 23,9 % gefallen. Nun hat das Unternehmen wieder etwas
anziehende Umsätze vermeldet und eben auch Preise erhöht. Das
macht Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden sein könnte.
Auch gibt es schon versöhnliche Töne aus dem Lager der UAWs zu
hören.

In den vergangenen Wochen wurde die Barkasse des Unternehmens
durch einige Verkäufe ordentlich aufgebessert. Zuletzt wurden
51 % des Finanzarms GMs verkauft. Heute liegen 18 Mrd. US-
Dollar auf der hohen Kante. Gleichzeitig wurde erstmals wieder
ein kleiner Gewinn vermeldet. Wenn diese Entwicklung nachhaltig
ist, dann sollte die drohende Insolvenz GMs damit abgewendet
sein.

Die Aktien notierten auf einem für 2007 geschätzten KGV von 11.
Das Problem des Unternehmens sind die 277 Mrd. US-Dollar
Schulden und deren Zinslast. Mit 200 Mrd. US-Dollar Umsatz
wurde bislang nicht genug erwirtschaftet, um die Schuldlast zu
bedienen. Allerdings reicht dem Unternehmen schon eine kleine
Gewinnmarge, um das Blatt zu wenden.

Die Börsenkapitalisierung von nur noch 18 Mrd. US-Dollar
spiegelt die Befürchtung wieder, dass GM in die Insolvenz
schliddern könnte. Diese Gefahr ist dank der jüngsten
Restrukturierungsmaßnahmen sowie den 18 Mrd. Barreserven
zunächst gebannt, so dass die Aktien nun einiges an
Aufholpotential haben.

Ich hebe also meine Warnung vor GM-Aktien nun auf und würde
einen Trade auf die Aufholjagd wagen. In meinen Augen sind
Honda, Toyota, BMW und DaimlerChrysler allesamt bessere
Automobilkonzerne als GM. Aber die Aktien von GM könnten meiner
Einschätzung nach in den nächsten Monaten das größere Potential
haben.


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03. AUSBLICK: NUTZEN SIE DIE KORREKTUR FÜR NACHKÄUFE
==============================================================

Nach dem heftigen Ausverkauf von gestern und den fortgesetzten
Kursverlusten von heute ist es meiner Einschätzung nach zu
spät, weiter zu verkaufen. Wir haben in den vergangenen Wochen
bei steigenden Preisen einzelne Positionen teilverkauft, nun
ist die Korrektur am Werke, die wir erwartet haben.

Daraus können Sie auch schon meine Antwort auf die im vorigen
Kapitel gestellt Frage ersehen: Wird die im Frühjahr begonnene
Hausse anhalten, oder ist das Ende nah? Ich erwarte noch weiter
anziehende Aktienkurse.

Denn trotz der angestiegenen Aktienkurse hat sich
beispielsweise das durchschnittliche KGV des S&P 500 in dieser
Zeit von über 40 (2002) auf nunmehr unter 19 vermindert. Auch
Anfang 2000, als die Internetspekulationsblase zerplatzte, war
das KGV des S&P 500 über 30. Davon kann heute keine Rede sein.
Insbesondere wenn Sie sich die Gewinnsituation der
rohstoffnahen Unternehmen anschauen wird Ihnen bewusst werden,
dass die Rohstoffhausse noch einiges an Kurssteigerungen für
uns bereits hält.

Die Hausse wird meiner Einschätzung nach also weitergehen. Ich
habe allerdings bereits mehrfach gesagt, dass dieser Sommer
turbulent werden wird. Nach den heftigen Kursgewinnen der
vergangenen Wochen wird es nun gehäuft zu Korrekturen und
Rückschlägen kommen. Schon allein, weil in den Sommermonaten
die Investmenthäuser nur mit halber Kraft besetzt sind und
daher von dort weniger qualifizierte Meinungen – und damit auch
weniger qualifizierte Käufe zu erwarten sind.

Also werden wir in den kommenden Monaten Rückschläge wie den
aktuellen nutzen, um Aktien zu kaufen. Goldcorp ist heute über
7 % im Minus, Cameco mit 6,75 %, Freeport McMoRan mit Minus 4,1
% und auch Southern Copper notiert mit 4,9 % heftig im Minus.
Der Grund dafür sind einfach Gewinnmitnahmen, nicht aber
fundamentale Änderungen. Diese Aktien werden schon in wenigen
Tagen wieder neue Höchstkurse schreiben, Sie sollten also Tage
wie den heutigen nutzen, um ein wenig von diesen
niedergeprügelten Aktien einzusammeln.

Ein Blick auf die Gewinner des heutigen Tages bestätigt erneut
meine Theorie, dass viele Technologieaktien in den vergangenen
Wochen nicht aus fundamentalen Gründen ausverkauft wurden,
sondern vielmehr aus dem Grund, den ich Ihnen genannt habe: Es
sollten die liquiden Mittel für Käufe von Rohstoffaktien
beschafft werden.

Denn Marvell, Microsoft, Apple und Yahoo! notieren im Plus,
obwohl es dafür heute gar keinen Grund gibt. Ich denke, allein
schon der beendete Ausverkauf in diesen Aktien sorgt für
Kursanstiege.

Die nun begonnene Korrektur hatte ich Ihnen angekündigt. Ich
erwarte auch für die kommende Woche noch weiter schwache Kurse,
da die Korrektur noch in vollem Gange ist. Schauen Sie sich
zunächst den Tageschart von den einzelnen Aktien an, bevor Sie
kaufen. Die meisten Aktien befinden sich noch im freien Fall.
Kaufen Sie erst dann, wenn sich ein Boden bildet.

Und kaufen Sie bitte auch nicht gleich mit allem, was Sie
haben. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass im Verlauf der
nächsten Sommermonate weitere heftige Korrekturen erfolgen
werden. Wir haben immerhin im Dax ein 5-Jahres-Hoch erreicht
und der Dow Jones kratzte bereits an einem neuen Allzeithoch.
Es wäre nur allzu komisch, wenn nach solchen Kursanstiegen, wie
wir sie in den letzten Wochen hatten, nicht einmal eine heftige
Korrektur kommen würde. Und die haben wir jetzt.

Am kommenden Mittwoch wird Wal Mart seine Quartalszahlen
vorlegen. Als größter Einzelhändler wird Wal Mart sicherlich
große Aufmerksamkeit zuteil werden. Allerdings erwarte ich kein
gutes Ergebnis. Wal Mart verliert Marktanteile an Best Buy,
Game Stop, Netflix und Sears Holding. Der hohe Benzinpreis
macht die Konsumenten vorsichtiger, und so wird sich aus den
Umsätzen von Wal Mart eher eine schwache Konsumnachfrage
ablesen lassen.

Dann wird natürlich das Gejammer an der Börse groß sein und es
wird nochmals ein wenig tiefer gehen. Erst anschließend könnte
meiner Einschätzung nach diese Korrektur beendet werden.
Behalten Sie also die Nerven und kaufen Sie gegebenenfalls
nach.


==============================================================
04. RISIKOSTREUUNG FÜR IHR DEPOT: SAP, SIEMENS, BP, CANON,
ZÜRICH FINANCIAL SERVICES
==============================================================

Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Heute werde ich erstmalig eine Analyse auf Risikostreuung von
den 5 größten Positionen eines Kunden vornehmen. Dabei werde
ich weniger auf die einzelnen Werte eingehen, als viel stärker
auf die Branchen, in denen sie wirtschaften. Lassen Sie mich
Ihre Meinung zu dieser Idee wissen und schicken Sie mir Ihre 5
größten Positionen an Risikostreuung@heibel-ticker.de. Bitte
unterschreiben Sie mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie
leben. Diese Information wird dann veröffentlicht.

==========

Sehr geehrter Herr Heibel,

mein größter Wert ist der Allianz-Rentenfond, der mir zur Zeit
Sorgen bereitet – rechnen Sie mit weiter steigenden Zinsen?
Soll man ihn umtauschen in kurzlaufende Rentenfonds?

Meine größten Aktienwerte: SAP, Siemens, Zürich Financial
Services, Canon und BP.

Mit herzlichen Grüßen, Henrik aus Jena


RISIKOANALYSE

Ich halte es für sinnvoll, einen Teil des Depots auch in Werte
zu investieren, die einen berechenbaren Rücklauf generieren.
Rentenpapiere sind eine geeignete Form, derzeit halte ich
festverzinsliche Papiere in Deutschland jedoch für weniger
attraktiv. Die Gründe haben Sie schon angesprochen: Bei
steigenden Zinsen sinkt der Wert der Papiere.

Ich habe ein hochverzinsliches Papier von General Motors in
meiner Empfehlungsliste. In den kommenden Ausgaben werde ich
weitere Sondersituationen analysieren, aus denen eine
berechenbar hohe Rendite hervorspringen kann.

Zu Fonds nehme ich keine Stellung, denn Fonds, deren Manager
und deren Gesellschaften sind ein ebenso großes Themenfeld wie
Aktien, deren Manager (CEOs) und deren Unternehmen. Ich habe
mich auf die Aktienwelt spezialisiert. Unternehmensanleihen und
Staatspapiere gehören in diese Überlegungen mit hinein,
Fondsgesellschaften sind aber ein anderes Thema.

Innerhalb Ihrer 5 Aktien haben Sie die folgenden Branchen:

Eine Versicherungsgesellschaft aus der Finanzbranche. Zürich
Financial Services profitiert von den angehobenen
Versicherungsprämien der vergangenen Jahren und dem gestiegenen
Versicherungsbedürfnis. Dieser Trend dürfte noch ein wenig
anhalten, die Aktie gefällt mir.

British Petroleum profitiert als Ölkonzern vom ansteigenden
Ölpreis. Gleichzeitig investiert das Unternehmen stark in
alternative Energien. Für die Zukunft ist BP daher meiner
Ansicht nach gut aufgestellt.

Canon ist es gelungen, den Markt der Digitalkameras mit einer
führenden Position zu besetzten. Der Kurs des japanischen
Elektronikkonzerns hat erst in diesem Jahr seine mehrjährige
Seitwärtsbewegung nach oben verlassen, nun ist der Weg nach
oben frei. Der Markt der Digitalkameras ist ein von Konsumenten
getriebener Markt. Vor dem Hintergrund der gesunden
Weltwirtschaft ist ein anhaltend gutes Geschäft zu erwarten.

Siemens brauche ich Ihnen nicht vorzustellen. Obwohl auch
Siemens, wie auch Canon, ein Elektronikkonzern ist, so hängt
der Erfolg der beiden Unternehmen dennoch von unterschiedlichen
Faktoren ab. Die Kunden von Siemens sind überwiegend
Geschäftskunden wie Telekom, Vodafone oder auch der Staat und
andere große Konzerne. Damit ist Siemens nicht so stark vom
Konsumentenverhalten abhängig, die beiden Unternehmen
überlappen sich also nicht.

SAP ist der weltgrößte Softwareprogrammierer und sollte meiner
Erwartung nach in den nächsten zwei Jahren einen Sonderschub
erfahren, da endlich (nach 8 Jahren des erfolglosen Frickelns)
die Amerikaner eingesehen haben, dass das Wettbewerbsprodukt
für Unternehmenssoftware von Oracle qualitativ hinter der
Lösung von SAP zurück bleibt.

Ich würde allerdings Siemens und SAP bedingt als im gleichen
Markt tätig bezeichnen. Sowohl die Kommunikationslösungen von
Siemens, als auch die Software von SAP wird von Unternehmen
periodisch genau dann erneuert, wenn Investitionsgelder
vorhanden sind. Die Kurse der Aktien unterliegen also ähnlichen
externen Effekten.

Einer der beiden reicht also. Was halten Sie stattdessen von
einem Unternehmen aus dem Edelmetallsektor?


==============================================================
05. LESERFRAGEN:
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FRAGE 1:Gold und Silber

Am 20.4.06 ist etwas Seltsames passiert: Der Silberpreis ist
von ca. 14$ auf 12$ abgestürzt, das sind 14,3% minus an einem
Tag.

Auch der Goldpreis sank von 635$ auf 612$, immerhin noch fast
4% minus.

Haben Sie eine Erklärung für diese extreme Schwankung?
Zwischenzeitlich hat sich Silber wieder etwas erholt auf über
13, stürzt aber im Moment wieder ab auf 12,4. Das Gleiche gilt
für Gold: Erholung auf ca. 635, jetzt Rückfall auf 622.

Nach Ihren letzten Aussagen wär's jetzt eine Kaufgelegenheit.
Da ich aber in letzter Zeit von mehreren Seiten Warnungen über
eine stärkere Korrektur der Edelmetalle gehört habe und mir
diese Kursbewegungen etwas unheimlich sind, zögere ich.
Hauptargument der Warner ist, dass im Moment zu viele
kurzfristig orientierte Spekulanten am Werk sind.
Können Sie mir einen Rat geben ?


ANTWORT 1:

Seit einigen Monaten schon ranken sich Gerüchte um die
Einführung eines "Silber-ETFs". Ein ETF ist ein "Electronic
Traded Fund" - "electronisch handelbarer Fonds", neudeutsch:
Zertifikat. Das Investmenthaus Barclays hat bei der US-
Börsenaufsicht beantragt, einen Silber-ETF emittieren zu
dürfen.

Die Einführung eines solchen Silber-ETFs bedeutet, dass es
plötzlich auch für Kleinanleger zu günstigen Konditionen
möglich wird, auf Silberpreisschwankungen zu spekulieren. Denn
der Silber-ETF kann wie eine Aktie nicht nur gekauft, sondern
auch leerverkauft (geshortet) werden. Der Aufschlag zum
zugrunde liegenden Silberpreis ist gering, das Silber muss auch
nicht nach Hause getragen und in einen Safe gelegt werden.

Der Preis des Silber-ETFs richtet sich nach dem Silberpreis.
Dazu muss Barclays soviel Silber kaufen und verwahren, wie es
Silber-ETFs verkauft.

Vor einigen Wochen wurde der Silber-ETF gegen den Willen der
Silber-Lobby, die vorzugsweise aus Produktionsunternehmen
besteht, die Silber einsetzen und unter einem hohen Silberpreis
leiden würden (Photoindustrie, Halbleiterindustrie), von der
US-Börsenaufsicht genehmigt. Nun wird vermutet, dass die
Einführung des Silber-ETFs die Nachfrage nach Silber stark
erhöhen wird, denn nun werden auch Spekulanten Silber kaufen.
Nach der Genehmigung des Silber-ETFs durch die Börsenaufsicht
begann der Silberpreis seinen Höhenflug von 9 US-Dollar bis auf
14 US-Dollar in der letzten Woche.

Entsprechend der Menge an Silber-ETFs, die Barclays emittieren
möchte, muss das Investmenthaus nun Silber kaufen. Dies
geschieht schon im Vorfeld der Einführung des Silber-ETFs.

Also: Der Silber-ETF ist genehmigt, der Silberpreis ist schon
in die Höhe geschnellt und Barclays muss noch vor der
Einführung Silber kaufen. Was kann Barclays tun, um günstiger
an das benötigte Silber zu kommen?

Nun, es wurde vermeldet, dass Barclays nunmehr darüber
nachdenke, ob der Silber-ETF überhaupt eingeführt werden solle.
Spekulanten, die auf einen anhaltenden Silberpreisanstieg
gesetzt hatten, haben ihre spekulativen Positionen natürlich
sofort aufgelöst. Silber wurde verkauft, der Silberpreis
rutschte ab.

Meine Kommentar: Vielen Dank, Barclays, für diese Chance,
Silber nochmals zu günstigeren Preisen einzukaufen. Vielen Dank
auch dafür, dass dadurch die Spekulanten aus dem Markt
getrieben wurden. Nun kann ein neuer, nachhaltiger Anstieg des
Silberpreises folgen.

Ein Kaufverhalten, das sich bei mir über viele Jahre hinweg
bewährt hat, ist das Folgende: Silber befindet sich in einem
Bullenmarkt. Kaufen Sie Silber an Tagen, an denen der Preis um
5% unter dem Höchstkurs notiert. Halten Sie sich bereit, bei
einem heftigeren Rückschlag wie im hier beschriebenen Beispiel
nochmals nachzukaufen. Dadurch sind Sie sehr bald bei der
Hausse dabei, nehmen sich aber nicht die Chance, weitere
Kursrückschläge für Nachkäufe nutzen zu können.

==============================================================
06. BEOBACHTETE WERTE
==============================================================

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

NEU

General Motors
US-Kürzel GM
WKN 850000
ISIN US3704421052
Kurs aktuell 20,30 EUR / 26 USD
Turnaround Spekulation: Kaufen

==========

UBS AG
US-Kürzel UBS
WKN 914830
ISIN CH0012032030
Kurs aktuell 94,10 EUR / 121,92 USD
Gekauft zu 96 EUR / 122,50 USD
nachkaufen unter 93 EUR / 118,40 USD
Finanzbeimischung für unsere Empfehlungsliste

UBS hat am Montag bekannt gegeben, die brasilianische
Investmentbank Banco Pactual für bis zu 2,6 Mrd. US-Dollar zu
kaufen. 1 Mrd. US-Dollar fließen sofort, der Rest je nach
Performance in den nächsten fünf Jahren.

Der Kurs gab aufgrund dieser Meldung leicht nach. Ich halte
diesen Schritt in den brasilianischen Markt für sehr geschickt
und hoffe, dass der Kurs noch unter mein Nachkauflimit von 93
Euro gedrückt wird.

==========

Ausgabe 28.04.06: Wandel von Bonds in Aktien

Foster Wheeler (FWLT) Call Option
US-Kürzel UFBEG.X
Kurs aktuell 16,90 US-Dollar
Gekauft zu 9 US-Dollar
Fällig am 3. Freitag im Mai (19.5.)
Ziel 12 US-Dollar wurde erreicht: Verkaufen!

Wir haben den Schein mit 35 % Gewinn verkauft. Meine
Einschätzung war richtig, der gestern veröffentlichte
Quartalsbericht hat die Aktien nochmals nach oben gehebelt, so
dass der Optionsschein nunmehr einen Gewinn von 100 % erzielt
hat. Wir haben jedoch nicht auf das Quartalsergebnis gewettet,
sondern auf einen technischen Effekt, so dass wir schon letzte
Woche die Gewinne realisiert hatten.


==========

Die nächsten vier Positionen gerieten allesamt durch negative
Entwicklungen am Markt der Spielekonsolen unter Druck.

Ausgabe 17.04.06: Mobilfunktechnologie & Quartalsergebnisse

Marvell Technology Group
US-Kürzel MRVL
WKN 930131
ISIN BMG5876H1051
Kurs aktuell 42,08 EUR / 54,42 USD
Gekauft zu 47 EUR / 58 USD
Ziel 112,20 USD bis Ende 2006
Funkchips für Handys, Spielekonsolen, Laptops und
Digitalkameras, einer der wenigen Wachstumsmärkte der
Technologiebranche

==========

Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

Electronic Arts
US-Kürzel ERTS
WKN 878372
ISIN US2855121099
Kurs 36,03 EUR / 47,85 USD
Gekauft zu 36,03 EUR / 46,20 USD
Neue Umsätze durch Spielegeneration sowie zusätzliche
Werbeeinnahmen

==========

Ausgabe 17.03.06: Technologieentwicklungen

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 17,90 EUR / 23,80 USD
Gekauft zu 22,50 EUR / 27,75 USD
Xbox 360, Vista und Mobilfunkgeräte sorgen für Wachstum

==========

Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
US-Kürzel YHOO
WKN 900103
ISIN US9843321061
Börsenplatz Berlin
Kurs aktuell 23,80 EUR
Gekauft zu 27 EUR
Ich sehe bei Yahoo! ein Stopp Loss bei 23 Euro vor.


Ich habe es in der letzten Ausgabe ausführlich beschrieben: Die
PC- und Spieleindustrie ist derzeit verschrien. Sie brauchen
Geduld bis mindestens Ende des Jahres bei diesen Aktien, denn
erst dann werden die neue Spielekonsole von Sony (Playstation
3) und das neue Betriebssystem von Microsoft (Vista) in den
Vertrieb gebracht.

Halten Sie die Aktien also mit einem Zeithorizont bis Ende des
Jahres. Halten Sie sich bereit, im Verlauf dieses Sommers
gegebenenfalls nachzukaufen, wenn einzelne Kurse nochmals
deutlich abgestraft werden sollten.

==========

Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

General Motors Acceptance 10 Jahre
Laufzeit noch bis 27.9.2010
WKN 908511
ISIN XS0177329603
Nominalzins: 5,75 %
Kurs 95,60 EUR
Gekauft zu 92 EUR

Hochverzinsliche Euro-Anleihe mit Kurschance. Unsere Rendite um
7,75 % p.a. bis Endfälligkeit, auf aktuellem Kursniveau beträgt
die Rendite noch 6,94 %. Kurse unter 95 % halte ich weiterhin
für gute Kaufkurse.

Lesen Sie hierzu bitte meine heutigen Ausführungen zur Aktien
von General Motors selbst: Das Unternehmen ist aus dem Gröbsten
heraus, die Aktie könnte eine Aufholjagd vollziehen.

==========

Ausgabe 30.03.06: Süd- und mittelamerikanische Marktführer

Southern Copper
US-Kürzel PCU
WKN A0HG1Y
ISIN US84265V1052
Kurs aktuell 81,26 EUR / 105,60 USD
Gekauft zu 70,51 EUR / 85 USD
Kupferproduzenten aus Peru mit weltweit günstigsten
Produktionskosten

Wie erwartet hat das Überspringen der 100 US-Dollar-Marke nun
nachhaltig geklappt und der Kurs zieht, unterstützt von der
Hausse im Kupfermarkt, weiter an. Zur weiteren Finanzierung hat
Southern Copper am Montag eine Unternehmensanleihe mit einem
Zins von 7,5 %, Laufzeit bis 27.7.2035, über die Bank of New
York lanciert. Die Verschuldungsquote ist gering, aus Sicht der
Bilanz ist dieser Barmittelzufluss positiv zu bewerten. Halten.


==========

Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen & Vogelgrippevirus

Freeport McMoRan
US-Kürzel: FCX
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
Kurs aktuell 52,50 EUR / 68,22 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Sie konnten entsprechend meiner Empfehlung die Konsolidierung
für Nachkäufe unter 63 US-Dollar / 50 Euro nutzen. Nun zieht
der Kurs wieder an. Halten.

==========

Rio Tinto
US-Kürzel RTP
WKN 852147
ISIN GB0007188757
Kurs aktuell 47,47 EUR / 244,98 USD
Gekauft zu 38,90 Euro
Langfristanlage

Auch hier konnten Sie entsprechend meiner Empfehlung zu Kursen
unter 44 Euro nachkaufen. Halten.

==========

Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 11,93 EUR
Gekauft zu 13,20 EUR
Ziel 20 EUR bis Herbst 2006

Noch immer können Sie die Solar Fabrik unter 12 Euro erhalten.
Nachkaufen. Zur Sicherheit beachten Sie bitte das Stopp Loss
bei 9,70 Euro.

Langsam und stetig holen die Aktien der Solar-Fabrik den
Kursverlust auf, der durch die populistische Analyse eines
Investmenthauses verursacht wurde. Weiter halten.


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Akamai Technologies
US-Kürzel AKAM
WKN 928906
ISIN US00971T1016
Kurs 27,10 EUR / 34,84 USD
Gekauft zu 25,80 USD (in Euro sind wir nicht zum Zuge gekommen)

Partizipation am Ausbau der globalen Verfügbarkeit von
Internetdiensten, insbesondere Video-Applikationen bis
September 2006. Teilverkaufen.

Entsprechend meiner Empfehlung konnten Sie erste Gewinne von 40
% am Montag (nach nur 5 Wochen!) realisieren. Den Rest versehen
bitte mit einem Stopp Loss bei 33,25 US-Dollar (10 % enger
Trailing Stopp).

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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold ETF StreetTracks
US-Kürzel GLD
WKN A0DNJ8
ISIN US8633071043
Kurs aktuell 55 EUR / 71,03 USD
Gekauft zu 46,50 EUR

Vorsicht: Mir ist bekannt geworden, dass dieser ETF in
Deutschland noch als „intransparenter Fonds" geführt wird.
Barclays hat diesen ETF konzipiert und in den USA emittiert.
Die Börse Berlin hat diesen Fonds nun auch für deutsche Anleger
verfügbar gemacht. Allerdings hat Barclays der deutschen
Börsenaufsicht noch nicht die erforderlichen Daten zur
Ertragsverwendung über die Zusammensetzung der Ausschüttung
dieses ETFs übermittelt. Daher wird das Papier als
„intransparent" eingestuft und nach deutschem
Investmentsteuergesetz fällt beim Verkauf dieses Papiers 30%
Kapitalertragssteuer an. Barclays hat noch bis Juni Zeit, um
die notwendigen Informationen nachzuliefern. Ich bleibe am Ball
und informiere Sie weiterhin über die Entwicklungen.

Das ist nicht akzeptabel. Ich habe Barclays und die Börse
Berlin kontaktiert und bemühe mich um eine Klärung dieses
Sachverhaltes.

Da der Goldpreis derzeit nur eine Richtung kennt, nämlich
bergauf, brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Halten Sie den ETF
Gold und genießen Sie den „Goldrausch".

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
US-Kürzel CCJ
WKN 882017
ISIN CA13321L1085
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 34,01 EUR / 43,50 USD
Gekauft zu 30 EUR
Stopp Loss bei 26,50 EUR
Trendsurfer

Cameco ist der weltgrößte Uran-Produzent und profitiert
insbesondere von den geplanten Atomkraftwerken in China. Kaufen
bis 34 Euro.

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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
US-Kürzel MC
WKN 853666
ISIN JP3866800000
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 18,58 EUR /23,77 USD
Gekauft zu 18,30 EUR, nachkaufen unter 15 EUR

Matsushita wird mit seinen Marken wie JVC und Panasonic weiter
vom anziehenden Exportgeschäft profitieren. Weiter halten.

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Ausgabe 21.01.06: Goldmine

Goldcorp
US-Kürzel GG
WKN 890493
ISIN CA3809564097
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 30,80 EUR / 39,47 USD
Gekauft zu 21,50 EUR
Stopp Loss bei 21 EUR

Der Goldpreis ist abgehoben. Die Aktien von Goldcorp ziehen
mit. Den Stopp Loss bitte bei 21 Euro belassen.

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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
US-Kürzel NBR
WKN 662778
ISIN BMG6359F1032
Börsenplatz München
Kurs aktuell 29,66 EUR
Gekauft zu durchschnittlich 30 EUR

Der Kurs hält sich stabil, trotz Tiefstpreisen beim US-Gas. Die
USA werfen nun Russland vor, mit seinen Gaslieferungen die
Preisbildung für Öl negativ zu beeinflussen. Damit ist nun
erstmalig die Erkenntnis auf der politischen Ebene angelangt,
dass der Gaspreis und der Ölpreis miteinander gekoppelt sein
könnten (wenn auch nur bedingt aufgrund der schweren
Transportierbarkeit des Gases). Ich erwarte somit nun schon
bald einen anziehenden Gaspreis. Halten mit Stopp Loss bei
25,50 Euro.

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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
US-Kürzel AAPL
WKN 865985
ISIN US0378331005
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell: 52,53 EUR / 68,15 USD
Gekauft zu 62 EUR

Wachstumsunternehmen mit Momentum können gerne einmal das
zweifache Umsatzwachstum im KGV haben, derzeit liegt das KGVe
für 2007 bei 25. Das Wachstum liegt bei 36 % p.a. Bis Mitte
nächsten Jahres halte ich also eine Kursverdopplung für
möglich.

Ich würde daher auf dem aktuellen Niveau nachkaufen.


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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 2878993
ISIN AU000000BHP4
Kurs aktuell 48,57 USD
Gekauft zu 18 USD

Die Hälfte der Position haben Sie mit 100 % Gewinn verkauft,
Ihren Einsatz haben Sie also raus. Den Rest lassen Sie nun
weiterlaufen. Die Stopp Loss Marke belassen Sie bei 29 US-
Dollar und Kurse unter 40 US-Dollar eignen sich für Nachkäufe.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.500 Punkte

Na, es hat nicht sollen sein: Der parabolische Anstieg des Dow
Jones der vergangenen Wochen ist nun beendet. Wiederholt hatte
ich aufgezeigt, dass der Index nach oben nicht mehr viel Luft
hatte. Nun hat der Index kurz unterhalb seines Allzeithochs aus
dem Jahr 2000 kehrt gemacht.

Der Aufwärtstrend, der sich durch den Anstieg seit vergangenem
Oktober gebildet hat, verläuft zwischen 11.198 und 11.536
Punkten. Die 200-Tages-Durchschnittslinie verläuft bei 10.819
Punkten.

Das Handelsvolumen steigt weiterhin deutlich an. Damit kann der
Kursanstieg als basierend auf einer breiten Basis bezeichnet
werden. Das ist positiv, ein plötzliches Ende der Rallye mit
heftigem Kursrutsch ist vorerst nicht zu befürchten.

Bei Kursrückschlägen an die untere Unterstützung unter 11.250
Punkten können Sie weiter zukaufen.

DAX 6.054 Punkte

Der Aufwärtstrend, der im Herbst letzten Jahres bei 4.827
Punkten begann, verläuft in einem steilen Aufwärtskanal mit den
Außengrenzen bei 6.054 und 6.257 Punkten. Die 200-Tages—
Durchschnittslinie verläuft bei 5.385 Punkten.

Das Handlesvolumen im DAX sieht weiterhin gesund aus, ein
kontinuierlicher Anstieg der Umsätze ist zu beobachten. Das
bedeutet, dass ein Unterschreiten der unteren Unterstützung,
wie dies am heutigen Freitag aufgrund der schlechten Vorgaben
aus den USA von gestern der Fall ist, zum Nachkaufen genutzt
werden kann.

Gold 715,50 US-Dollar

Erst vor vier Wochen wurden die 600 US-Dollar je Feinunze Gold
übersprungen, nun ist bereits der nächste Hunderter gefallen:
700 US-Dollar sind bereits seit einigen Tagen komfortabel
überschritten.

Es gibt bis zum Höchstkurs vom September 1980 bei 850 US-Dollar
keine weiteren Widerstände mehr. Auch Unterstützungen fallen
bei dem parabolischen Anstieg sehr schwach aus. Vorerst sollten
Sie mit dem Nachkauf von Gold und Goldwerten etwas warten -
eine Korrektur von 5 % kann von Neueinsteigern genutzt werden,
für Nachkäufe sollten Sie Korrekturen von über 15 % abwarten.

Crude Oil 69,74 US-Dollar

Der Preis für das Fass Öl hat mit seinem Anstieg von 58 auf 74
US-Dollar einen Aufwärtstrend begonnen, dessen Außengrenzen bei
derzeit 65 und 75,50 US-Dollar verlaufen. Weitere
Unterstützungen verlaufen bei 61,77 US-Dollar (200-Tages-
Durchschnitt) und 60,49 US-Dollar (langfristiger
Aufwärtstrend).

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,2822 USD/EUR

Nach dem Ausbruch über 1,23 USD/EUR gewinnt der Euro weiter an
Stärke. Mein Ziel eines Wechselkurses von 1,2757 USD/EUR wurde
bereits übersprungen, ich erwarte schon bald eine Korrektur in
Richtung 1,25 USD/EUR.

Wechselkurs Yen / Euro 141,89 YEN/EUR

Der Aufwärtstrend des Yen hat sich nicht bestätigt, der
Wechselkurs ist wieder unter die Marke von 143 YEN/EUR
gerutscht. Damit muss nun erst einmal wieder abgewartet werden,
ob die alte Handelsspanne zwischen 138 und 143 YEN/EUR wieder
gültig ist. Die 200-Tages-Durchschnittlinie verläuft bei 139,7
YEN/EUR.

Nikkei 16.862 Punkte

Noch immer hält die vor vier Wochen begonnene Konsolidierung im
Nikkei an. Der Aufwärtstrend verläuft in den Grenzen von 16.795
und 18.555 Punkten. Der Nikkei notiert nur knapp über seiner
Unterstützung, ein Unterschreiten würde einen Rückfall auf
15.360 Punkte nach sich ziehen.

Die Handelsumsätze nehmen leicht ab, so dass der Aufwärtstrend
mit Vorsicht zu genießen ist.

Der langfristige Aufwärtstrend des Nikkei wird durch die 200-
Tages-Durchschnittslinie bei aktuell 14.827 Punkten
unterstützt.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
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