• 15.11.: Heute im Heibel-Ticker: Konjunktursorgen keimen erneut auf http://bit.ly/32Sah5G #Börse #Aktien
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04.08.2006:
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H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

1. Jahrgang - Ausgabe 31 (04.08.2006)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: BERNANKE IST ANDERS ALS GREENSPAN
02. SO TICKT DIE BÖRSE: NUTZEN SIE DIE SOMMERSCHWANKUNGEN...
03. AUSBLICK: ...UM SICH FÜR DEN HERBST ZU POSITIONIEREN
04. ABB: STROMKRAFTWERKE WELTWEIT MIT SCHWEIZER PRÄZISION
05. LESERFRAGE: NORILS NICKEL, AURORA GOLD,
CALIFORNIA OIL & GAS, DELPHI
06. BEOBACHTETE WERTE
07. CHARTTECHNIK DOW JONES, DAX & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
09. AN-/ABMELDUNG

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01. INFO-KICKER: BERNANKE IST ANDERS ALS GREENSPAN
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Liebe Börsenfreunde,

In der heutigen Ausgabe habe ich Ihnen einen kurzen Rückblick
über die Sonderheiten eines Sommers an der Börse gegeben. Das
Gerate um die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank ist
mehr einem Lotteriespiel vergleichbar, lassen Sie sich dadurch
nicht beunruhigen.

Im Ausblick habe ich Ihnen die Marktsegmente aufgezeigt, in die
Sie in den nächsten Monaten investieren sollten. Ungeachtet der
Zinspolitik habe ich drei Branchen identifiziert, die in den
kommenden Monaten großes Kurspotential haben. Ben Bernanke hat
sich von Alan Greenspan abgesetzt: Bernanke spricht
verständlich während Greenspan zu sagen pflegte: „Wenn Sie
glauben, mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch
ausgedrückt."

Aber Bernanke kompensiert seine klare Sprache mit einem
schnellen Sinneswandel. Wenn er gestern in Aussicht stellte,
dass es eventuell noch eine Zinserhöhung geben könnte, so wird
er schon heute das Gegenteil behaupten. Wie Sie es auch nehmen:
Spekulieren Sie nicht auf eine bestimmte Zinsentscheidung.

Die Schweizer ABB ist in meinen Augen ein Unternehmen, das in
den nächsten Monaten deutlich gewinnen wird. Sowohl mit
Aufträgen zum Ausbau der Infrastruktur der Stromversorgung in
den USA, als auch im Aktienkurs. Lesen Sie meine Analyse im
Kapitel 04.

Die Leserfragen beschäftigen sich heute mit einigen
Einzelwerten. Auch dort sind einige interessante Kandidaten zu
finden. Künftig werde ich meine Beobachtungsliste etwas kürzer
gestalten. Lesen Sie am Ende von Kapitel 03 – Ausblick, wie ich
mir das vorstelle.

Doch nun wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende, heute wird
es nichts mit dem Sprung in den See – es regnet. Ich hoffe auf
schönes Grillwetter für morgen Abend.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief@heibel-ticker.de.

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: NUTZEN SIE DIE SOMMERSCHWANKUNGEN...
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Vor dem nächsten Treffen der amerikanischen Notenbank brodelt
die Gerüchteküche: Wird es zu einer weiteren Zinsanhebung
kommen oder nicht?

Die Inflationsrate der USA befindet sich auf dem höchsten
Niveau seit 11 Jahren. Das allein sollte schon dafür sorgen,
dass die US-Notenbank dagegen mit höheren Zinsen vorgeht. Doch
wie ich Ihnen schon häufig beschrieben habe, stecken in der
Inflationsrate auch die Rohstoffpreise wie das Benzin drin. Und
die Rohstoffpreise sind auf Rekordniveau, weil China, Russland,
Indien und Brasilien auf der Schwelle zu Industrienationen
stehen und kräftig wachsen.

Und hohe Rohstoffpreise auf den Weltmärkten können mit einem
hohen US-Leitzins nicht direkt bekämpft werden. Fed Chef Ben
Bernanke kann die Zinsentscheidung der nächsten Woche also
nicht allein von der Inflationsrate abhängig machen.

Also wird er noch einen Blick auf die Verfassung des
Arbeitsmarktes werfen. Dieser ist schon etwas angespannt, es
werden nicht mehr so viele neue Jobs geschaffen, wie zuvor
erwartet. Und das ist schon ein Zeichen für eine Verlangsamung
der US-Konjunktur. Wenn Bernanke sich diese Zahl zu Gemüte
führt, wird er vor einer Zinserhöhung eher zurückschrecken.

Meiner Einschätzung nach geht Bernanke hauptsächlich nach dem
Consumer Price Index (CPI - Konsumentenpreisindex) vor. Und
dieser ist mit 4 % p.a. auf einem grenzwertigen Niveau. Ich
traue mir also keine Prognose für die Entscheidung der Fed in
der kommenden Woche zu.


Doch an dieser Entscheidung hängt sehr viel: Ein höherer Zins
in den USA würde dem US-Dollar helfen. Ein US-Dollaranstieg ist
schlecht für US-Unternehmen, die viel exportieren. Denn die
Refinanzierungsmöglichkeiten für die Produktionsinvestitionen
im Inland sind teuer, man erhält dann im Ausland jedoch nur
abgewertete Währungen.

In Japan und Europa steigen die Leitzinsen. Der Euro legt daher
seit einigen Wochen gegenüber dem US-Dollar zu, der japanische
Yen hat seine Abwärtsentwicklung gegenüber dem US-Dollar
beendet und sollte meiner Einschätzung nach auch bald zu
steigen beginnen. Mit anderen Worten: der US-Dollar wird
schwächer, sobald das Ende der Zinserhöhungen erreicht wurde.

Mittelfristig ist die Richtung in meinen Augen recht klar. Ich
werde im folgenden Kapitel näher darauf eingehen. An den
Finanzmärkten ist jedoch derzeit Sommer angesagt, die Chefs
sind auf Long Island und an den Schaltzentralen sitzt nur die
zweite Garde. Daher werden Meldungen – wie bereits erwähnt - in
diesen Wochen oftmals zunächst falsch interpretiert.

Für uns haben sich so schon einige gute Einstiegsgelegenheiten
ergeben. Dieser Sommer hat immer wieder Aktien in den Keller
geprügelt, deren Kurs ich im Herbst um 30 %, 50 % oder sogar
noch höher sehe. Lassen Sie sich also nicht von den allgemeinen
Turbulenzen verunsichern, sondern halten Sie an Ihrer
mittelfristigen Strategie fest.


Diese Woche gab es wieder einige Quartalsergebnisse. Ford,
General Motors und Chrysler haben allesamt zweistellige
Umsatzeinbrüche auf dem US-Markt zu verzeichnen. Es profitieren
Toyota und Honda.

Am Mittwoch vermeldeten Procter & Gamble sowie AOL Time Warner
ihre Quartalsergebnisse. Time Warner hat den turn around
geschafft und übertraf knapp die Erwartungen der Analysten.
Auch Procter & Gamble übertraf die Erwartungen um einen Cent
bei einem Umsatzplus von 25 %.

Vergangene Woche hatte ich eine Konsolidierung der erzielten
Kursgewinne in Aussicht gestellt. Und so sollte es auch kommen.
Am Montag und Dienstag sorgten die schlechten Zahlen der
Automobilbranche für rückläufige Kurse. Auch die hohe
Inflationsrate drückte auf die Stimmung und der Dow Jones
sackte nochmals unter 11.000 Punkte.

Am Mittwoch sorgten jedoch die guten Zahlen von Time Warner und
P&G für bessere Laune und entsprechend stiegen die Indizes
wieder an.

Am gestrigen Donnerstag gab Caterpillar, unser liebster
Baumaschinenhersteller, bekannt, eine 1,5 Mrd. US-Dollar
Unternehmensanleihe erfolgreich im Markt platziert zu haben.
Laufzeit 10 Jahre. Für das stark von günstigen
Finanzierungsmöglichkeiten abhängige Geschäft von Caterpillar
war diese Meldung äußerst positiv, der Kurs stieg gestern um 5
% an.

Im Nordosten der USA, auch an der Wallstreet, gab es in den
vergangenen Wochen diverse Stromausfälle. Zuletzt vor drei
Jahren waren weite Teile des Nordostens vom Strom
abgeschnitten, weil eine Leitung beschädigt wurde. Die
Stromversorgung in den USA ist dem Privatsektor überlassen.
Dieser hat die Gewinnmaximierung im Sinn und nicht die
Sicherstellung der Stromversorgung.

Bereits beim letzten mal, vor drei Jahren, kam herbe Kritik an
den Stromversorgern auf. Geschehen ist anschließend jedoch zu
wenig, wie wir heute sehen.

Diesmal regt sich wütende Kritik, die meiner Einschätzung nach
nur durch deutliche politische Eingriffe besänftigt werden
kann. Energieversorger wie ConEdison, denen auch ich in meiner
Zeit in New Jersey einen monatlichen Scheck schickte, vermelden
Rekordgewinne, unterlassen jedoch notwendige Investitionen in
die Zuverlässigkeit der Stromversorgung.

Als ich in den USA lebte, gehörten Stromausfälle im Sommer zur
Tagesordnung. Für uns hier in Deutschland undenkbar, oder? Nun,
dafür war meine dortige Stromrechnung auch nur halb so teuer.
Aber dennoch: Der wirtschaftliche Schaden von den
Stromausfällen im Nordosten der USA ist mit Sicherheit größer,
als die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur.

Und genau hier haben wir einen klassischen Fall, einen der
SELTENEN FÄLLE!, wo die Politik tätig werden muss. Der reine
Profitwahn der Stromversorger berücksichtigt nicht die durch
einen Stromausfall bei anderen Unternehmen verursachten Kosten.
Aber jeder einzelne Unternehmer ist zu klein, um den Ausbau der
Infrastruktur fordern zu können.

Hier muss die Politik eingreifen und Rahmenbedingungen für
Unternehmer schaffen, die einen zuverlässigen Betrieb
ermöglichen. Mit anderen Worten: Stromkonzerne müssen die
Auflage erhalten, Backup-Systeme oder andere Redundanzen und
Kapazitäten zu schaffen. Natürlich kann man die gesamten Kosten
nicht allein den Stromversorgern aufbürden, auch hier muss der
Politiker eine sinnvolle Lösung finden.

Nun gut, warum schreibe ich so ausführlich darüber? Weil ich
nun in den USA - nach China - ein weiteres großes Land sehe,
das schon bald kräftig in die Stromversorgung investieren wird.
Ich habe Ihnen heute ein Unternehmen herausgesucht, das
weltweit führend im Bau von Stromkraftwerken ist: Die Schweizer
ABB. Mehr dazu im Kapitel 04. Aug. 2006

Doch nun zunächst zum Ausblick auf die nächste Woche.

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03. AUSBLICK: ...UM SICH FÜR DEN HERBST ZU POSITIONIEREN
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VERSCHIEDENE ENERGIEQUELLEN SINNVOLL KOMBINIEREN

In den vergangenen Wochen kam ich mir schon manchmal vor, als
würde ich immer falsch liegen. Der Gaspreis fiel, der
Kohlepreis fiel und dennoch blieb der Ölpreis auf hohem Niveau
konstant. Die Solaraktie verharrte auf niedrigem Niveau und
Gas- und Ölexplorer rutschten von einem 52-Wochen-Tief zum
nächsten.

In einem solchen Markt ist es schwer, den Mut zu bewahren, die
Aktie zu halten. Bei Headwaters habe ich letzte Woche das
Handtuch geschmissen und riet zum Verkauf. Genau einen Tag zu
früh, denn kurz danach begann auch der Kohlepreis zu steigen
und das wiederum half dem Kurs von Headwaters.

Mir war bis dato der Zusammenhang zwischen Kohle und Gas nicht
klar: Beides wird zum Heizen verwendet und beides kommt daher
vorwiegend im Winter zum Einsatz. Aufgrund der schweren
Lagerbarkeit von Gas rutschte der Gaspreis in den Keller – und
wenn das Gas so günstig zu haben ist, dann gibt es auch keinen
Grund, teure Kohle zu kaufen. Also fiel der Kohlepreis
ebenfalls.

Nun, da der Gaspreis in den vergangenen drei Wochen um über 50
% angesprungen ist, nämlich von 5 US-Dollar auf 8 US-Dollar,
legt auch der Preis für die Kohle wieder zu. Und eh wir uns
versehen können, sind die Aktien von Headwaters um 7,5 %
angesprungen. Wer also noch Headwaters Aktien hat, der kann nun
noch ein wenig mit dem Verkauf warten.


Bei den anderen Aktien habe ich aber durchgehalten. Ich hoffe,
ich habe auch Ihnen die notwendigen Argumente vermitteln
können, um Sie bei der Stange zu halten.

Gerade bei Grey Wolf, meiner Empfehlung der letzten Woche,
haben wir den optimalen Einstiegszeitpunkt erwischt. Der Kurs
ist in dieser Woche bereits um 5 % angesprungen.

Hier ein Blick auf die anderen Tradingideen, die sich um den
Energiemarkt im allgemeinen, sowie um das Gas im speziellen
drehten:

TRADINGIDEEN


Statoil (STO, 675213, 22,76 Euro) gekauft zu 23 Euro. Die
Aufholjagd geht weiter: Halten.

Nabors (NBR, 662778, 27,08 Euro), über 28 Euro verkaufen (diese
Spekulation nicht verwechseln mit der Nabors-Position in der
Empfehlungsliste).

Chesapeake (CHK, 32,65 USD) gekauft zu 30 US-Dollar, verkauft
am Montag zu 33 US-Dollar. 10 % Gewinn.

Foster Wheeler (FWLT, A0DNLG, 30,63 Euro) gekauft zu
durchschnittlich 32 Euro, verkaufen zu 38 Euro. Foster Wheeler
ist Opfer von Optionsspekulanten. Der Kurs wird derzeit
gnadenlos in den Keller geprügelt, obwohl das KGV bereits bei
16 angelangt ist, bei einem Umsatzwachstum von 12 % p.a.
Halten.


Neben diesen Tradingideen befindet sich noch die Solar-Fabrik
in unserer Beobachtungsliste. Der Kurs der Solar-Fabrik kommt
noch immer nicht aus dem Quark, wir warten noch weiter ab. Nach
unten ist der Kurs gut abgesichert, es fehlt eine Meldung, die
dem Kurs Beine macht.

Warum setze ich nicht verstärkt auf die großen Ölkonzerne? Nun,
deren Gewinne haben das höchste Niveau erreicht, das jemals
irgendwelche Unternehmen erreicht haben. Exxon weiß gar nicht,
wohin mit dem ganzen Bargeld.

Damit ist Exxon sicherlich eine solide Geldanlage. Aber ich
sehe bei diesen Aktien nicht mehr viel Potential. Eine
Gewinnverdopplung von diesem Niveau aus ist fast
ausgeschlossen. Vielmehr gehört Exxon zu den Unternehmen, die
schon immer argwöhnisch beäugt werden. Neider dieses Erfolges
formieren sich. Eher als eine weitere Gewinnverdopplung erwarte
ich bei Exxon und somit auch bei den anderen großen Ölkonzernen
schon bald eine Aktion, vermutlich seitens der Politik
initiiert, die den Gewinnen der Ölkonzerne zusetzen wird.

Dies könnte eine besondere Mineralölsteuer sein. Ich kenne ein
Land, in dem eine solche Steuer bereits existiert. Es könnten
aber auch jederzeit neue Umweltauflagen sein, die in die
Gewinne der Ölkonzerne schneiden.

Also: So gut die Ölkonzerne derzeit auch dastehen, die
Kurschancen sind bei anderen Unternehmen des Energiemarktes
besser.


TECHNOLOGIE

Der Sommer macht schon Spaß. Ehrlich. Ich kann genau
beobachten, wie sich die großen Themen der nächsten Monate
langsam formieren. Neben dem Energiethema (siehe oben) und dem
Infrastrukturthema (siehe nächstes Kapitel) gibt es noch ein
drittes großes Thema: Technologie.

Sie glauben gar nicht, wie viele Menschen sich daran schon die
Finger verbrannt haben. "Lassen Sie mich in Ruhe" höre ich Sie
nun schon ausrufen. Doch halt, lesen Sie noch ein wenig weiter.
Denn irgendwann kommt die Wende – und ich denke, sie kommt in
diesem Herbst. Und dann ist dieser Sommer die ideale
Einstiegszeit für Sie.

Auch im Bereich der Technologie sind meiner Einschätzung nach
schon bald Kursanstiege zu erwarten. Es geht schon los bei
Electronic Arts und Apple, die beide mit guten Zahlen
aufgewartet haben. Noch besser als die vergangenen Zahlen ist
jedoch jeweils der Ausblick gewesen. Apple will einen iPod mit
Mobiltelephon herausbringen. Electronic Arts sieht den Markt
günstig, um Wettbewerber aufzukaufen. Auch Microsoft schickt
sich an, Details zu Vista zu veröffentlichen. Und Yahoo! wird
irgendwann seine neuen Marketingangebote fertig haben und dann
in den Markt drängen.

Texas Instruments (TXN) baut Chips für Handys. Die größten
Kunden von Texas Instruments sind Nokia, SonyEricsson und
Motorola. In der Pressekonferenz nach der Veröffentlichung der
guten Quartalszahlen wurde Richard Templeton, Chef von Texas
Instruments, nach der Auftragslage gefragt. Seine Antwort war
deutlich: Alle drei Großkunden ordern auf Teufel komm raus! Es
wird wohl in diesem Winter wieder eine Handy-Offensive folgen.

Ich empfehle Ihnen nicht, Nokia, Sony, Ericsson oder Motorola
zu kaufen. Die Handy-Anbieter werden sich in einem Preiskampf
unterbieten und sich gegenseitig die Gewinne aufzehren.

Nutznießer dieses Massenkampfes wird unter anderem Qualcomm
sein. Ich habe schon öfter über dieses Unternehmen berichtet.
Die UMTS-Karte, mit der ich mein Laptop mit einer
Geschwindigkeit von 384 kBit/s ins Internet schicke, also schon
fast DSL-Geschwindigkeit, kommt von Qualcomm. Das Unternehmen
hat sich die UMTS-Technologie, häufig auch 3G genannt,
patentieren lassen und ist der größte Anbieter dieser Chips.

Der Umsatz von Qualcomm wächst mit 45 % p.a., dennoch liegt das
KGV nur bei 25. Qualcomm ist eines der Unternehmen, das in den
vergangenen Wochen gnadenlos in den Keller geprügelt wurde: von
53 US-Dollar am 10. Mai auf nunmehr 35,70 US-Dollar.

Und dabei geht der Vertrieb der 3G Handys doch gerade erst los.
Qualcomm war, genau wie Whole Foods Markets und Electronic
Arts, ein Unternehmen, das mit einem hohen KGV bewertet war. In
den vergangenen Wochen wurden Aktien mit hohem KGV ausverkauft,
ohne Rücksicht auf Wachstumsraten oder sonstige
Geschäftsaussichten.

In meinen Augen ist bei Qualcomm nun ein günstiger
Einstiegsmoment gekommen. Auf Sicht von 9 Monaten sollte der
Kurs wieder deutlich über 50 US-Dollar steigen.

Qualcomm
US-Kürzel QCOM
WKN 883121
Börse: Stuttgart
Kurs aktuell 27,25 EUR / 35,75 USD
Kaufen unter 27,50 EUR / 36 USD


IN EIGENER SACHE

Die Beobachtungsliste allein nimmt inzwischen schon 10 Seiten
in Anspruch. Ich werde künftig nur wenige der besprochenen
Werte in die Beobachtungsliste aufnehmen, auch wenn ich
grundsätzlich zu einer Empfehlung komme. In diesem Falle ist
Qualcomm beispielsweise eine attraktive Aktie, neben Yahoo!,
Microsoft, Electronic Arts, Apple und Marvell jedoch nicht mehr
unbedingt notwendig.

In den nächsten Wochen werde ich die einzelnen
Aktienempfehlungen aus ähnlichen Branchen gegeneinander abwägen
und nur noch die besten in der Beobachtungsliste behalten.
Dadurch werde ich bis Ende August nur noch rund 10 Aktien in
der Beobachtung behalten. Diese 10 Werte sollen dann eine
sinnvolle Diversifizierung darstellen.

Ich möchte mich damit von anderen Börsendiensten abheben, die
teilweise bis zu 200 offene Empfehlungen mitschleppen. Kein
Mensch kann so viele Empfehlungen nachvollziehen.

Ich gehe damit das Risiko ein, dass mir der eine oder andere
Highflyer durch die Finger rutscht. Aber insgesamt wird der
Heibel-Ticker dadurch für Sie leichter nachvollziehbar und
damit solider.

Lassen Sie mich wissen, was Sie von der Umstellung halten.
Vielen Dank.


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04. ABB: STROMKRAFTWERKE WELTWEIT MIT SCHWEIZER PRÄZISION
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Sie haben es sicherlich schon mehrfach in der Tagespresse
gehört – und wenn nicht, dann haben Sie es eingangs in der
heutigen Ausgabe des Heibel-Tickers gelesen: In den USA ist die
Stromversorgung alles andere als gut. Stromausfälle gehören zum
Alltag, ich selbst habe dies oft genug erlebt, als ich 1999 im
Sommer mitten in Manhattan wohnte: Immer wieder fiel der Strom
aus. Mal für eine halbe Stunde, mal für 5 Stunden. Hätte ich
damals kein Laptop gehabt, dann hätte ich einige Liefertermine
gegenüber meinen Kunden überziehen müssen.

Bis zum heutigen Tag hat sich die Situation nicht verbessert –
im Gegenteil, nun sind ganze Stadtteile für mehrere Tage /
Wochen ohne Strom. Für die einzige Weltmacht unserer Erde ist
das ein Armutszeugnis.

Und dabei ist es nicht so, dass gezielt die Armenviertel zuerst
vom Netz genommen werden, wie man es in einem korrupten Land
erwarten würde. Nein, auch die Nobelviertel sind von den
Stromausfällen betroffen. Es regt sich heftiger Widerstand
gegen die Stromkonzerne, die mit Rekordgewinnen auf notwendige
Investitionen verzichten.

Ich erwarte, dass sich dies schnell ändern wird. Und Nutznießer
davon werden die Unternehmen sein, die Kraftwerke bauen können.
Allen voran ist hier die Schweizer Asea Brown Boveri zu nennen,
die weltweit eine führende Position in dieser Branche inne hat.

Wettbewerber auf dem amerikanischen Markt sind die Jacob
Engineering Group (JEC) sowie Fluor (FLR). Doch bei einem
Umsatz von 23 Mrd. US-Dollar von ABB können Jacob mit 7 Mrd.
US-Dollar und Fluor mit 13 Mrd. US-Dollar nicht mithalten.

Auch in Sachen Gewinnwachstum ist ABB überlegen: Mit einem
Gewinnsprung von 191 % ist ABB einsam an der Spitze.

Vielleicht kann Halliburton (HAL) noch ein würdiger
Wettbewerber sein, denn mit seinem Unternehmenszweig Kellog,
Brown & Root (KBR) hat das Unternehmen ein starkes Standbein im
Kraftwerkbau. Derzeit wird dieser Zweig ausgegliedert, der
Börsengang liegt der SEC zur Genehmigung vor.

Doch noch sind die Aktien von KBR nicht zu kaufen, Sie müssten
schon die Aktien von Halliburton kaufen, um in KBR zu
investieren. Und auch das wäre eine sinnvolle Alternative.

Für besser jedoch halte ich derzeit die Aktien von ABB.
Vielleicht liegt es daran, dass ich einen persönlichen Bezug zu
ABB habe: 2002 bis 2004 hat Jürgen Dormann den Konzern
umgekrempelt. Jürgen Dormann war 1994 Vorstandschef von
Hoechst. Nach meinem Examen 1995 hatte ich die Möglichkeit, im
Hoechstkonzern als SAP-Berater einzusteigen. Ich fand dies
ausgesprochen interessant und konnte damals aus erster Hand
sehen, wie Jürgen Dormann dem trägen Koloss eine
Schlankheitskur verabreichte.

Es ist kaum zu glauben, was für eingefahrene Strukturen solch
ein jahrzehntelang eingefahrener Konzern aufweist. Der Vorteil
ist natürlich, dass das Geschäft so schnell nicht aus dem Ruder
gerät. Der Wettbewerb hatte damals aber dem Hoechst-Konzern
stark zugesetzt, und es mussten Strukturen geschaffen werden,
die ein flexibleres Reagieren auf Veränderungen ermöglichten.

Die Lösung von Dormann hieß: Aufteilung des Unternehmens in
drei Teile. Es entstanden der Chemiebereich Celanese, den
Pharma-Bereich Aventis und den landwirtschaftliche Bereich
Agrevo.

Natürlich führen Veränderungen immer auch Probleme mit sich.
Das Gejammer war groß, einige Mitarbeiter mussten umgeschult
werden. Kleinere Unternehmenseinheiten wurden mehrfach
verkauft, die Zukunftsangst war groß. Doch alles in allem, wenn
ich die verschiedenen Bereiche betrachte, in denen ich
Mitarbeiter kannte, so hat diese Umstrukturierung für die
meisten Mitarbeiter eine Arbeitsplatzkontinuität gebracht, die
Gehälter sind gestiegen und das Arbeitsumfeld ist interessanter
geworden.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht war die Umstrukturierung ein
Erfolg: Die vielen Besuche bei den Ölscheichs, die große
Aktienpakete an Hoechst besaßen und auf eine bessere Rendite
pochten und die diversen Pferde, die als Geschenke mitgebracht
wurden, zahlten sich endlich aus: Die Scheichs stimmten dem
Plan Dormanns zu und trugen die Umstrukturierung bis zum
Schluss mit. Heute sind Celanese und Aventis wieder gesunde
Marktteilnehmer.


Im Jahr 2002 traten die Schweizer an Dormann heran: ABB war
nahe an der Insolvenz. Diesmal brauchte Dormann nur zwei Jahre,
um den Konzern umzustricken. Es wurden große Unternehmensteile
verkauft, mit den Erträgen wurden die verbleibenden
Geschäftsbereiche saniert.

Neben diesen strategischen Entscheidungen wurden auch all die
Programme zur Effizienzsteigerung durchgeführt, die auch schon
bei Hoechst gut funktionierten. Ende 2004 übergab Dormann das
Ruder an Fred Kindl, der auch heute noch Chef von ABB ist.

Die Restrukturierungsmaßnahmen haben dem Konzern jährliche
Einsparungen von 900 Mio. US-Dollar gebracht. Bei einem Umsatz
von 23 Mrd. US-Dollar ist das ein erheblicher Betrag. Der
Unternehmenswert war von vormals 35 Mrd. US-Dollar auf 13 Mrd.
US-Dollar geschrumpft und ist seither wieder auf 27 Mrd.
angestiegen. Ich traue den 100.000 Mitarbeitern von ABB jedoch
zu, den ursprünglichen Unternehmenswert deutlich zu steigern.

Das aktuelle KGV von 28 spiegelt noch immer die hohen
Restrukturierungskosten wieder, die sich bis in den heutigen
Tag ziehen. Die operative Marge ist derzeit bei 9 %, aufgrund
der Restrukturierungskosten schlägt diese jedoch nur zur Hälfte
auf das Bewertungsniveau durch.

In den nächsten Monaten werden die Restrukturierungskosten
langsam auslaufen, dadurch wird sich die Gewinnmarge nochmals
verdoppeln. Allein dadurch wird das KGV bereits auf 14 fallen.

Gleichzeitig ist das Unternehmen in einem Marktsegment tätig,
das extreme Wachstumsraten aufweist. Allein in China werden im
ganzen Land neue Kraftwerke gebaut: Kohlekraftwerke bis hin zu
Atomkraftwerken. Und nun erwarte ich seitens der USA nochmals
deutliche Schritte in Richtung des Ausbaus der Infrastruktur
der Stromversorgung. ABB wird sich von diesem Kuchen ein gutes
Stück abschneiden können, zumal das Unternehmen nach den
Umstrukturierungen bestens aufgestellt ist, um
wettbewerbsfähige Angebote zu machen.

Die Wachstumserwartungen pendeln bei rund 40 % p.a. für den
Umsatz. Ich halte das für zu hoch, kenne den Analysten nicht,
der diese Zahl in Umlauf gebracht hat. Ich gehe eher von 20 %
p.a. aus. Wenn ich bei einem solchen Umsatzwachstum bei
gleichzeitiger Profitabilitätssteigerung wie oben beschrieben
ein KGV von 30 anlege, dann ergibt sich ein Kurs, der im
kommenden Jahr mindestens 100 % höher liegen sollte, als er
heute ist.

Als Investition in den Ausbau der Infrastruktur der
Stromversorgung nehme ich also ABB in die Beobachtungsliste
auf.

ABB
US-Kürzel ABB
WKN 919730
Börse Frankfurt
Kurs aktuell 9,96 EUR / 12,94 USD
Kaufen unter 10 EUR / 13 USD
Ziel 20 EUR / 26 USD bis Sommer 2007

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05. LESERFRAGE: NORILS NICKEL, AURORA GOLD,
CALIFORNIA OIL & GAS, DELPHI
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FRAGE 1: Norils Nickel


Sehr geehrter Herr Heibel,

da ich bis März die Aktie Norils Nickel besaß, bekam ich durch
die Ausgliederung 28. Stk POLYUS GOLD OJSC. Valor Nr. bei
UBS.ch ist 2397743. Der Werte der Aktie ist 1500 USD.

Da ich nichts im Internet über diese Aktie erfuhr, ist meine
Frage:
„ Wissen Sie etwas über diese Aktie? Soll ich sie behalten
oder verkaufen?"

Besten Dank für Ihr Bemühen.
Gruß Richard


ANTWORT 1:

Norils Nickel hat Polyus Gold im Verlauf des letzten Jahres
ausgegliedert. Hintergrund ist das Vorhaben, die
Goldaktivitäten losgelöst von den anderen Minenprojekten
managen zu können. In meinen Augen ist dies ein sehr
politischer Hintergrund, zumal Putin in der
Unternehmenspräsentation mit einem Goldbarren in der Hand zu
sehen ist und die russische Zentralbank mehrfach angekündigt
hat, ihre Politik verstärkt auf Gold zu stützen (sprich: Mehr
Goldreserven, aber vielleicht auch mehr Einfluss auf die
Goldproduktion...?).

Für mich ist Russland ein politisch undurchsichtiges Land. Ich
verstehe Brasilien und Indien besser als Russland und werde
daher nicht in Russland investieren. Der Skandal um die Yukos-
Auflösung (Ölkonzern) und die Inhaftierung des Chefs sollte uns
nicht-Russen gezeigt haben, dass dort ganz anderen Mächte die
Wirtschaftswelt in der Hand haben, als die Börse. Und in diesen
politischen Unwägbarkeiten liegt auch der Grund dafür, dass die
russischen Aktienunternehmen so niedrig bewertet sind.

Ich kehre Russland den Rücken. Polyus ist der
Unternehmenspräsentation zufolge sehr günstig bewertet. Wenn
die Politik dies zulässt, dann könnte die Aktie kräftig
ansteigen. Aber ich kann die russische Politik nicht
einschätzen und halte mich daher fern von diesen Aktien.


FRAGE 2: Aurora Gold und California Oil & Gas


Sehr geehrter Herr Heibel,

ich habe zwei Werte in meinem Depot, die mir auf Grund
ihrer ungerechtfertigten Konsolidierung Kopfzerbrechen machen.

Ich bitte Sie um eine Kurze Analyse:

Aurora Gold WKN 904846
California & Gas WKN A0JJ6P

Vielen Dank und herzliche Grüße aus Zakynthos
Ihr Frank


ANTWORT 2:

Aurora Gold

Aurora Gold ist eine winzige deutsche Beteiligungsgesellschaft
(Marktkap 26 Mio. EUR) ohne eigene Mine und ohne ein
nennenswertes Geschäft. Der Aktienkurs bezieht sich auf eine
mögliche Beteiligung an einigen kleinen Goldminen in Brasilien,
deren Goldgehalt nach ersten Untersuchungen recht hoch sein
soll. Von diesem Stadium aus müssen noch viele Behördengänge
unternommen werden, ganz zu schweigen von den
Kaufverhandlungen. Erst anschließend kann der Bau der Mine
begonnen werden. Derzeit dauert dieser Prozess 8 bis 10 Jahre.
Bis dahin wird Aurora Gold keinen Cent verdienen.

Das ganze Vertrauen in die Aurora Gold Aktien beruht auf dem
vermeintlich guten Namen des Chefs Klaus Eckhof. Meine
Recherche hat ergeben, dass der gute Name von Eckhof selbst
gemacht ist. Eckhof selbst ist gleichzeitig Vorstand von zwei
weiteren Goldexplorern. Mindestens eine seiner beiden weiteren
Firmen wird derzeit von der BaFIN (Bundesaufsichtsamt für
Finanzen) untersucht.

Aurora Gold wurde jüngst von einigen Börsenbriefen empfohlen.
Sämtliche Börsenbriefe, die diesen Wert empfahlen, stehen bei
mir auf der Liste der unseriösen Kollegen. Einzig Focus Money
hat den Wert auch noch empfohlen, der entsprechende Redakteur
hat daraufhin jedoch seinen Job verloren.

Es gibt 3.000 Gold Explorer weltweit. Davon werden es ca. 3-5
schaffen, in den nächsten 10 Jahren in Produktion zu gehen.
Wenn Sie Informationen darüber haben, dass Aurora Gold 2.995
Wettbewerber hinter sich lassen kann, dann können Sie
investiert bleiben. Ich würde diese Aktien so schnell wie
möglich abstoßen.

California Oil & Gas

Dieses Unternehmen ist ja noch kleiner, als Aurora Gold
(Marktkap. 20 Mio. EUR). Ich mache es kurz: es sind die
gleichen Börsenbriefe, die diesen Wert empfohlen haben. Es
handelt sich diesmal um einen Öl- uns Gas Explorer ohne
bestehendes Geschäft. Auch hier wird wieder der ach so tolle
und erfahrene Vorstand ins Feld geführt, um die Aktie zu
empfehlen. Auch hier hat wieder Focus Money eine ähnliche
Empfehlung abgegeben. Tut mir leid, aber diese Aktie hat genau
den gleichen Risikolevel wie Aurora Gold. Ich würde diese Aktie
nicht mit der Pinzette angreifen.

Tut mir leid, dass ich so schlecht über Ihre beiden Werte
sprechen muss - aber die Wahrheit tut nun einmal manchmal weh.



FRAGE 3: Delphi


Sehr geehrter Herr Heibel,

ich bitte um Ihre Analyse für folgenden Wert aus meinem Depot:

918726 Delphi

Vielen Dank und liebe Grüße aus Graz

Karl Heinz


ANTWORT 3:

Die Delphi-Geschichte ist schon ein umfangreiches Theaterstück,
dessen letzter Akt meiner Ansicht nach bereits geschrieben ist.

Im Juni letzten Jahres wurde Steve Miller zum Vorstand des
angeschlagenen Automobilzulieferers Delphi berufen. Die
Verhandlungen mit der US-Autogewerkschaft UAW (United Auto
Workers) waren festgefahren, Delphi litt unter den hohen
Produktionskosten auf der einen Seite und dem Preisdruck von
Wettbewerbern auf der anderen Seite. General Motors hatte
Delphi erst wenige Jahre zuvor aufgegliedert und ist dadurch
bis heute der mit Abstand größte Kunde von Delphi.

Steve Miller war kein Unbekannter, er hatte bereits bei
Bethlehem Steel, United Airlines, Waste Management sowie bei
Federal Mogul (Autozulieferer) in schwieriger Situation das
Ruder übernommen und jeweils weitreichende Umstrukturierungen
durchgesetzt. Leider begannen seine Umstrukturierungen stets
mit dem Gang in die Insolvenz, so dass jegliche Verpflichtungen
des Unternehmens zur Diskussion standen.

Die Position des CEOs wird bei Delphi nicht ohne das Plazet von
General Motors besetzt werden. Da auch GM Probleme bei der
Verhandlung mit den UAWs hatte, gehe ich davon aus, dass mit
der Berufung Steve Millers im Juni 2005 die Insolvenz von
Delphi beschlossene Sache war.

Die Insolvenz (in den USA auch bekannt als "Chapter 11") ist
ein bequemer Weg für das Unternehmen. Alle eingegangenen
Verpflichtungen können aufgehoben werden, wenn der
Insolvenzrichter davon überzeugt werden kann, dass anders eine
Rettung des Unternehmens nicht möglich ist. So werden zu aller
erst die Arbeitsverhältnisse aufgekündigt und zu wesentlich
niedrigeren Löhnen erneuert. Steve Miller ging mit Delphi
Anfang Oktober zum Insolvenzrichter (am 17. Oktober trat ein
neues Gesetz in Kraft, das die Anmeldung einer Insolvenz
erschwerte). In der Folge wurden 12.000 der 24.000 Delphi-
Angestellten entlassen (ja, die Hälfte!). Der Rest muss nun mit
2/3 des ursprünglichen Gehalts zufrieden sein. Die Arbeitslast
der Entlassenen wird derzeit von Zeitarbeitern ausgeglichen.

Ebenfalls wurden offene Verbindlichkeiten mit Zulieferern
verhandelt. Zur Begleichung der Verbindlichkeiten, wenn auch
nur zur teilweisen Begleichung, werden Unternehmensteile
verkauft. Derzeit steht der Cockpit-Bereich sowie die
Schlosserei zur Disposition.

Am Ende werden einige übriggebliebene Geschäftsteile mit neuen
Krediten versehen, GM wird eine Abnahmegarantie abgeben, damit
die Geschäfte auch ordentlich planen können. Die Kredite werden
mit den verbleibenden Vermögenswerten besichert werden. Der
Kreditzins wird aufgrund der prekären Situation des
Unternehmens so hoch sein, dass auf absehbare Zeit kein
sonderlicher Gewinn für das Unternehmen abfallen kann.

Für Sie als Aktionär bleibt dabei dann also kein sonderlicher
Unternehmenswert übrig. Ihre Aktien, die derzeit als
Pfennigaktien notieren, werden in den nächsten Monaten kein
besonderes Kurspotential haben.

Nutznießer ist General Motors, denn inzwischen konnte der
Widerstand der UAWs gebrochen und wesentlich günstigere
Tarifverträge ausgehandelt werden. GM kann inzwischen GMAC
verkaufen und geht nun strategische Allianzen mit Nissan und
Renault ein. Dies war in der ursprünglichen Situation gar nicht
denkbar.

Tut mir leid, aber in den nächsten Monaten sehe ich keine
sonderliche Besserung für Delphi. Vielleicht schauen Sie sich
einmal das Ergebnis der Restrukturierung durch Insolvenz bei
dem jüngsten Kandidaten Steve Millers an, bei dem
Autozulieferer Federal Mogul: Der Aktienkurs ist im Vorfeld der
Insolvenz von 1999 bis 2002 von 60,00 auf 0,20 US-Dollar
gefallen. Heute notiert die Aktie bei 0,37 US-Dollar.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Ausgabe 28.07.06: Hitzewelle bringt Anlagechancen

Berentzen Gruppe AG Vorzugsaktien
WKN 520163
ISIN DE0005201636
Kurs aktuell 7,05 EUR
Gekauft zu 7 Euro
Ziel 9,50 Euro bis Anfang nächsten Jahres.

Sie hatten in der abgelaufenen Woche ausreichend Gelegenheit,
unter 7 Euro einzusteigen. Bitte entschuldigen Sie den
Tippfehler, denn entgegen der im Text empfohlenen
Einstiegsmarke von 7 Euro stand in der Übersicht versehentlich
eine 6. Unter 7 Euro ist die Aktie in meinen Augen ein Kauf
(und nicht erst unter 6 Euro).


Grey Wolf
US-Kürzel GW
WKN 866164
Handelsplatz München
Kurs aktuell 5,86 EUR / 7,50 USD
Gekauft 5,75 EUR / 7,50 USD
Ziel 11,90 USD bis zum Frühjahr 2007.

Am Montag wurde das Quartalsergebnis bekannt gegeben. Das
Ergebnis ist das beste der Firmengeschichte. Der Gewinn hat
sich auf 25 Cents für das abgelaufene Quartal mehr als
verdoppelt. Die Bohrturmflotte wird mit den Gewinnen weiter
ausgebaut. Bis 2008 sind die Auftragsbücher von Grey Wolf voll.
Gleichzeitig besteht ein Aktienrückkaufprogramm, das den Kurs
nach unten absichert.

Noch ist es nicht zu spät, kaufen Sie zu aktuellen Kursen.

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Ausgabe 15.01.06: Gesundes Wachstumsunternehmen

Yahoo!
US-Kürzel YHOO
WKN 900103
ISIN US9843321061
Börsenplatz Berlin
Kurs aktuell 21 EUR
Gekauft zu 20 EUR

Ich erwarte insbesondere bei Yahoo! schon in wenigen Wochen
durch eine neue Werbeplattform wieder zunehmenden Optimismus
hinsichtlich der Verdienstmöglichkeiten. Also gilt nach wie
vor: Einsteigen unter 20 Euro, Nachkaufen unter 17 Euro.

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Ausgabe 07.07.06: Japans Samurais wieder attraktiv

Kyocera
WKN 860614
Börse Berlin
Kurs aktuell 62,93 Euro
Gekauft zu 58 EUR

Mitsubishi UFJ
WKN A0HF5M
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 10,45 Euro
Kauflimit vom Januar 06: 10 Euro

Honda Motor
WKN 853226
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 25,80 Euro (splittbereinigt)
Kauflimit 23,25 Euro (splittbereinigt)


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Ausgabe 27.01.06: Japan

Matsushita
US-Kürzel MC
WKN 853666
ISIN JP3866800000
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 15,78 EUR / 20,56 USD
Gekauft zu durchschnittlich 16,65 EUR,

Der japanische Elektronikkonzern Matsushita wird mit seinen
Marken wie JVC und Panasonic weiter vom anziehenden
Exportgeschäft profitieren.


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Ausgabe 07.07.06: Günstige Einstiegsgelegenheiten für den
Sommer

Paychex
US-Kürzel PAYX
WKN 868284
ISIN US7043261079
Kurs aktuell 26,05 EUR / 33,62 USD
Gekauft zu 29 EUR / 37 USD
Nachkaufen unter 26,50 EUR / 33,50 USD
Spekulation auf gute Zinsgewinne dank hohem Zinsniveau

Zu 26,50 EUR / 33,50 USD konnten Sie nachkaufen. Kein anderes
Unternehmen wird so stark von dem gestiegenen Zinsniveau
profitieren wie Paychex. Gleichzeitig wächst Paychex mit 29 %
p.a. schneller als der Branchendurchschnitt, obwohl das
Unternehmen bereits zu den größten der Branche gehört.

Amgen
US-Kürzel AMGN
WKN 867900
ISIN US0311621009
Kurs aktuell 54,61 EUR / 70,92 USD
Gekauft zu 52 EUR / 66 USD
Nicht-Zyklische Aktie auf niedrigem Bewertungsniveau

In meinen Augen bietet keine andere Pharma- oder Biotechaktie
diese solide Absicherung gegen steigende Zinsen und eine
schwache Konjunktur wie Amgen. Halten.

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Ausgabe 30.06.06: Steigen Sie frühzeitig in Finanztitel ein

Goldman Sachs
US-Kürzel GS
Kurs aktuell 152,10 USD
Gekauft zu 150 USD
Warten auf das Ende der Zinsanhebungen, dann steht Kursrallye
bevor

Ja, so spielen die großen Investmenthäuser miteinander: Ein
Analyst von Merrill Lynch hat die Gewinnprognosen für Goldman
Sachs deutlich gesenkt. Daraufhin ist der Kurs im Wochenverlauf
eingebrochen, hat sich aber bis zum heutigen Tage wieder erholt
und notiert nun sogar über dem Niveau der Vorwoche. Die
Prognosesenkung kann also nicht ernst gemeint gewesen sein,
oder? Halten.


Mastercard
US-Kürzel MA
Kurs aktuell 49,99 US-Dollar
Gekauft zu 47,50 US-Dollar
Ziel 100 US-Dollar bis Mitte 2007
Expansion in Asien und anhaltende Ertragskraft

Na wer sagt's denn: Mastercard hat am Mittwoch sein
Quartalsergebnis vermeldet. Umsatz und Gewinn haben die
Erwartungen übertroffen. Auch die Prognosen wurden weiter nach
oben geschraubt.

Der Kurs der Mastercard Aktien sprang in Folge des
Quartalsberichts um 9 % an. Halten.

==========

Ausgabe 12.05.06: Finanzbeimischung für unsere Empfehlungsliste

UBS AG
US-Kürzel UBS
WKN UB0BL6
ISIN CH0012032030
Kurs aktuell 42,10 EUR / 54,32 USD
Gekauft zu durchschnittlich 44,75 EUR / 53,87 USD

Finanzbeimischung für unsere Empfehlungsliste, UBS profitiert
von guten Anlageerfolgen und der Schaffung von Finanzprodukten

Am 15. August wird die UBS ihr Quartalsergebnis vermelden.
Bislang haben schon Goldman Sachs, Deutsche Bank, Credit Suisse
und die Citigroup allesamt überraschend positive Ergebnisse
vermeldet, ich erwarte daher auch von der UBS eine positive
Überraschung. Kaufen.

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Ausgabe 02.06.06: Nicht-Zyklische Aktien zur Risikostreuung

Whole Foods Market
US-Kürzel WFMI
WKN 886391
ISIN US9668371068
Kurs aktuell 40,02 EUR / 50,57 USD
Gekauft zu durchschnittlich 49,25 EUR / 61,75 USD

Nicht-zyklischer Bioladen, abhängig von Binnennachfrage,
unabhängig von Wechselkursschwankungen

Hier habe ich den Einfluss des hohen Zinsniveaus auf die Aktien
falsch eingeschätzt. Whole Foods Markets ist einer der wenigen
Supermärkte, der mit großen Wachstumsraten und guten
Gewinnmargen aus dem Gros der Einzelhändler sticht.
Entsprechend hat dieses Unternehmen auch ein hohes KGV: Derzeit
beträgt das KGV 45, der Umsatz wächst mit 25 %. Nach meiner
Wertvorstellung kann ein Unternehmen gerne mit dem zweifachen
Umsatzwachstum bewertet werden, also ein KGV von 25 mal 2 = 50
haben. Zumal das Geschäft brummt und von Käuferzurückhaltung
aufgrund einer drohenden Konjunkturschwäche nichts zu sehen
ist.

Aber Aktionäre sehen das anders: Das Unternehmen hat ein hohes
Bewertungsniveau und es wird eine Konjunkturschwäche
befürchtet. Egal, wie gut Whole Foods Markets sich in diesem
Marktumfeld schlägt, die Aktien werden zunächst einmal
ausverkauft.

Am Montag wurde das Quartalsergebnis von Whole Foods Markets
vermeldet: Es wurde mit 37 Centes je Aktie mehr verdient, als
die erwarteten 34 Cents je Aktie. Aber der Umsatz lag mit 1,34
Mrd. US-Dollar leicht unter der Erwartung von 1,36 Mrd. US-
Dollar. Ich würde dies schon eher als Rundungsfehler
betrachten, aber in dem Marktumfeld, in dem sich der
Einzelhandel derzeit befindet, ist eine auch noch so kleine
Enttäuschung offensichtlich schon eine Katastrophe.

Der Kurs brach über Nacht um 12 % ein. Ich werde ein Auge auf
die Aktien haben und beurteilen, ob sich ein Nachkauf lohnt,
oder ob wir hier eine Fehleinschätzung verbuchen müssen. Das
Unternehmen ist in meinen Augen noch immer gesund, aber die
Börse ist für derartige Aktien offensichtlich derzeit nicht
empfänglich. Halten.

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Ausgabe 12.05.06: Risikostreuung als Nervennahrung für Sie

General Motors
US-Kürzel GM
WKN 850000
ISIN US3704421052
Kurs aktuell 24,28 EUR / 31,20 USD
Gekauft zu 19 EUR / 24 USD
Spekulation auf Wechsel von "katastrophal" auf "nicht mehr ganz
so schlecht"

Konsolidierung der zuvor aufgrund des guten Quartalsergebnisses
gemachten Kursgewinne. Halten.


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Headwaters
US-Kürzel HW
WKN 909698
ISIN US42210P1021
Kurs aktuell 18,18 EUR / 23,40 USD
Gekauft zu durchschnittlich 19,20 EUR / 25,85 USD

Eigner des Prozesses zur Herstellung flüssigen Brennstoffs aus
Kohle

Der Preis für Gas und der Preis für Kohle bewegen sich
weitgehend parallel. Warum auch immer der Gaspreis so niedrig
war, nun steigt er endlich an. Entsprechend steigt auch der
Preis für Kohle an.

Vor diesem Hintergrund bessern sich die Aussichten von
Headwaters. Wir haben die Aktien bereits seit letzter Woche zum
Verkauf gestellt. Wer noch drin ist, der sollte nun noch ein
paar Wochen warten, um zumindest mit einem kleinen Plus
aussteigen zu können.

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Ausgabe 24.02.06: Solarunternehmen

Solar-Fabrik
WKN 661471
ISIN DE0006614712
Kurs aktuell 10,63 EUR
Gekauft zu 13,20 EUR
Ziel 20 EUR bis Herbst 2006

Noch immer können Sie die Solar-Fabrik unter 12 Euro erhalten.
Zur Sicherheit beachten Sie bitte das Stopp Loss bei 9,70 Euro.


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Ausgabe 21.01.06: Ölbohrunternehmen

Nabors Industries
US-Kürzel NBR
WKN 662778
ISIN BMG6359F1032
Börsenplatz München
Kurs aktuell 27,26 EUR
Gekauft zu durchschnittlich 28,25 EUR,

Der Gaspreis ist in nur drei Wochen von 5 US-Dollar auf 8 US-
Dollar angestiegen. Das ist ein Anstieg von über 50 %. Der Kurs
von Nabors ist entsprechend auch ein wenig angesprungen. Wir
haben bereits eine volle Position, daher halten wir die
Position nun. Auf Sicht bis Ende des Jahres sollte der Kurs in
Richtung 50 Euro marschieren.

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Ausgabe 17.04.06: Mobilfunktechnologie & Quartalsergebnisse

Marvell Technology Group
US-Kürzel MRVL
WKN 930131
ISIN BMG5876H1051
Kurs aktuell 14,39 EUR / 18,34 USD
Gekauft zu durchschnittlich 20 EUR / 25 USD
Ziel 56,10 USD bis Ende 2006
Funkchips für Handys, Spielekonsolen, Laptops und
Digitalkameras, einer der wenigen Wachstumsmärkte der
Technologiebranche.

Die Übernahme der Intelsparte Handychips muss erst verdaut
werden, das Unternehmen hat als Ziel genannt, den Bereich in
ein bis zwei Jahren in die Gewinnzone zu führen. Neuigkeiten
zur Untersuchung über die Rückdatierung von Optionen gibt es
nicht. Halten.


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Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

Electronic Arts
US-Kürzel ERTS
WKN 878372
ISIN US2855121099
Kurs aktuell 38,29 EUR / 49,58 USD
Gekauft zu 38,75 EUR / 47,75 USD

Neue Umsätze durch 3. Spielegeneration (Xbox 360, PS2, Wii)
sowie zusätzliche Werbeeinnahmen – jedoch erst ab Jahresende.

Am Dienstag vermeldete Electronic Arts das Quartalsergebnis.
Nach den verschobenen Einführungsterminen von Sonys Playstation
III und Nintendos Wii haben die Analysten ein katastrophales
Ergebnis erwartet. Weit gefehlt, sagt Electronic Arts
Finanzchef Warren Jenson. Sowohl der Umsatz fiel höher aus als
erwartet, als auch der Verlust war nicht so schlimm wie
erwartet. Für das kommende Quartal sei ebenfalls ein besseres
Ergebnis möglich, als in den aktuellen Prognosen
festgeschrieben. Halten.


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Ausgabe 17.03.06: Technologieentwicklungen

Microsoft
US-Kürzel MSFT
WKN 870747
ISIN US5949181045
Kurs 18,98 EUR / 24,21 USD
Gekauft zu 22,50 EUR / 27,75 USD

Xbox 360, Vista und Mobilfunkgeräte sorgen für Wachstum, das
neue Betriebssystem Vista jedoch lässt auf sich warten

Halten.

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Ausgabe 24.03.06: GMAC-Ausgliederung & Werbung in Spielen

General Motors Acceptance 10 Jahre
Laufzeit noch bis 27.9.2010
WKN 908511
ISIN XS0177329603
Nominalzins: 5,75 %
Kurs aktuell 98,50 EUR
Gekauft zu 92 EUR

Hochverzinsliche Euro-Anleihe mit Kurschance. Unsere Rendite um
7,75 % p.a. bis Endfälligkeit, auf aktuellem Kursniveau beträgt
die Rendite noch 6,166 %.

Zum Kaufen ist es zu spät, wir genießen unsere hohe Rendite bis
zur Endfälligkeit. Halten.


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Ausgabe 30.03.06: Süd- und mittelamerikanische Marktführer

Southern Copper
US-Kürzel PCU
WKN A0HG1Y
ISIN US84265V1052
Kurs aktuell 74,36 EUR / 94,18 USD
Gekauft zu 70,51 EUR / 85 USD
Kupferproduzenten aus Peru mit weltweit günstigsten
Produktionskosten, konservative Regierung in Peru gibt
Rechtssicherheit

Hälfte verkauft zu 76 EUR / 96 USD. Den Rest verkaufen wir beim
Erreichen unseres Kursziels von 80 EUR / 100 USD.

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Ausgabe 10.03.06: Rohstoffunternehmen

Freeport McMoRan
US-Kürzel: FCX
WKN: 896476
ISIN: US35671D8570
Kurs aktuell 43,12 EUR / 55,78 USD
Gekauft zu 42 EUR / 50 USD
Langfristanlage

Diese Aktien habe ich vorerst zum Verkauf ausgesetzt. Wer dies
vergangene Woche noch nicht getan hat, der hat diese Woche
nochmals die Chance, mit Gewinn zu verkaufen.

Ich habe einige Managementsünden bei FCX gefunden, die dem Kurs
schon bald zusetzen könnten. Im Rohstoffbereich gibt es bessere
Unternehmen.

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Alte Position: Rohstoffunternehmen

BHP Billiton
US-Kürzel BHP
WKN 2878993
Kurs aktuell 42,34 USD
Gekauft zu 18 USD

Auch BHP Billiton konnten Sie mit Gewinn verkaufen.

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Rio Tinto
US-Kürzel RTP
WKN 852147
ISIN GB0007188757
Kurs aktuell 41,29 EUR / 211,50 USD
Gekauft zu 38,90 Euro
Langfristanlage

Hier konnten Sie die Hälfte der Position entsprechend meiner
Empfehlung zu Kursen von 40 EUR / 204 USD verkaufen. Merken Sie
sich für den Rest einen Verkaufskurs von 43 EUR / 220 USD vor.

Der Gewinn ist im abgelaufenen Quartal um 75 % angestiegen. Die
starke Nachfrage aus China nach Eisenerz und Kupfer hat zu
diesem Gewinnsprung geführt. Der Kurs hat positiv auf diese
Meldung reagiert. Sichern Sie Ihre verbleibende Position mit
einem Stopp Loss bei 40,85 EUR / 208 USD ab.


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Ausgabe 17.02.06: Gold ETF

Gold Spot
ABN Amro endlos Zertifikat
(Vormals US-Kürzel GLD)
WKN 859341
ISIN DE0008593419
Kurs aktuell 50,28 EUR
Gekauft zu 49 EUR

Halten. Beachten Sie die technische Analyse zu Gold im
folgenden Kapitel.

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Ausgabe 03.02.06: Atomenergie

Cameco
US-Kürzel CCJ
WKN 882017
ISIN CA13321L1085
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell 30,75 EUR / 39,50 USD
Gekauft zu durchschnittlich 29 EUR
Stopp Loss bei 26,50 EUR
Trendsurfer, Cameco ist der weltgrößte Uran-Produzent und
profitiert insbesondere von den geplanten Atomkraftwerken in
China

Auch Cameco hat sein Quartalsergebnis vermeldet. Der Umsatz ist
um 45 % angesprungen, der Gewinn gar um 141 %. Dieses positive
Ergebnis wurde von der Börse bislang kaum honoriert, halten.


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Ausgabe 21.01.06: Steve Jobs bei Walt Disney

Apple Computers
US-Kürzel AAPL
WKN 865985
ISIN US0378331005
Börsenplatz Frankfurt
Kurs aktuell: 54,50 EUR / 69,59 USD
Gekauft zu durchschnittlich 52,33 EUR,

Vorgestern war ich mit meiner 13-jährigen Nichte einen iPod
Nano kaufen. Sie hat sich das Geld für diesen Wunsch selbst
zusammengespart. Wenn Sie die Freude in den Augen dieses Kindes
gesehen hätten, dann wüssten Sie, dass die iPod-Erfolgsstory
noch lange nicht zu Ende ist. Ich beobachte kritisch die
folgenden Entwicklungen:

1. Der Umsatzanstieg des 2. Quartals erfolgte aus Vorsicht vor
den neuen Intel-MacIntoshs, deren Auslieferung in diesen Tagen
beginnt. Im dritten Quartal könnte der Umsatz also zurück
gehen.

2. Für das nächste Weihnachtsgeschäft werden neue Produkte um
den iPod erwartet, beispielsweise ein iPod mit Telephon. Dies
wird erneut zu Umsatzphantasie führen.


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07. CHARTTECHNIK DOW JONES, Dax & GOLD, Öl, $, €, Yen, Nikkei
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Die Charts dazu können Sie im Kundenbereich unter
http://heibel-ticker.de/kundenbereich nachschlagen. Sie
benötigen dazu Ihre E-Mail Adresse und Ihr Passwort.


Charttechnik

Für kurzfristige Betrachtungen zur Bestimmung von optimalen
Ein- oder Ausstiegszeitpunkten sowie Marken wird die
Charttechnik zu Rate gezogen. Hier eine kurze Betrachtung
einiger wichtiger Charts:


Dow Jones Industrial 11.242 Punkte

Am 17.7. hatte der Dow Jones erneut seinen Tiefpunkt bei 10.700
Punkten getestet. Anschließend sprang der Index wieder bis
knapp unter seinen Widerstand bei 11.247 Punkten. Dort folgte
in der nun abgelaufenen Woche eine Konsolidierungsphase.

Die Konsolidierung hat Platz bis auf die 200-Tages-
Durchschnittslinie bei 10.959 Punkten. Nun sind die
Voraussetzungen für einen Anstieg über den Widerstand bei
11.247 Punkten gegeben, nächstes Ziel: 11.428 Punkte.

DAX 5.640 Punkte

Der Dax hat eine W-Formation mit steigender Tendenz gebildet.
Die anschließende Konsolidierung hat bei der 200-Tages-
Durchschnittslinie bei 5.582 Punkten halt gemacht. Nun hat der
Dax genug Kraft für einen Anstieg über den Widerstand bei 5.729
Punkten gesammelt.

Gold 654,40 US-Dollar

Der Goldpreis befindet sich seit 2001 in einem langfristigen
Aufwärtstrend. Dieser wurde Anfang dieses Jahres durch eine
Kaufpanik nach oben verlassen und gipfelte beim Höchstpreis für
Gold von 725 US-Dollar am 10. Mai. Anschließend folgte eine
Korrektur, die den Goldpreis gerade einmal auf seine 200-Tages-
Durchschnittslinie bei 543 US-Dollar zurückführte, die
Obergrenze des langfristigen Aufwärtstrends bei 520 US-Dollar
wurde jedoch nicht erreicht.

In der abgelaufenen Woche ist der Goldpreis wieder nach oben
ausgebrochen, das nächste Ziel liegt bei 666 US-Dollar je
Feinunze. Wird dieser Widerstand überwunden, so ist der Weg auf
über 700 US-Dollar frei.

Unterstützt wird der Kurs von seinem Aufwärtstrend, der derzeit
bei 592 US-Dollar verläuft, anschließend von der 200-Tages-
Durchschnittslinie bei 568 US-Dollar je Feinunze.

Crude Oil 77,05 US-Dollar

Sowohl der langfristige Aufwärtstrend, als auch die 200-Tages-
Durchschnittlinie verlaufen aktuell bei 64,20 US-Dollar. Die
Handelsspanne ist mit 64,20 bis 85 sehr groß. Derzeit notiert
der Kurs in der Mitte und hat wieder Kurs auf die 85 US-Dollar
genommen.

Wechselkurs US-Dollar / Euro 1,2793 USD/EUR

Der Euro behält gegenüber dem US-Dollar seine relative Stärke.
Der Anstieg über 1,28 wird derzeit konsolidiert. Anschließend
ist ein weiterer Anstieg bis auf 1,294 möglich. Die Marke bei
1,276 dient nun als Unterstützung.

Wechselkurs Yen / Euro 147,17 YEN/EUR

Wie erwartet vollzog der Euro gegenüber dem Yen eine kleine
Konsolidierung. Doch noch immer notiert der Wechselkurs im
oberen Bereich des Aufwärtstrends. Die untere Unterstützung des
Aufwärtstrends des Euro verläuft bei 144 YEN/EUR, die 200-
Tages-Durchschnittslinie bei 142,31 YEN/EUR.

Nikkei 15.470 Punkte

Trotz der YEN-Schwäche kann sich der Nikkei nicht nachhaltig
über seiner 200-Tages-Durchschnittslinie bei 15.638 Punkten
halten. Ähnlich dem Dax hat der Nikkei eine W-Formation mit
steigender Tendenz beschrieben. Allerdings notiert der Index
noch immer unterhalb seiner 200-Tages-Durchschnittslinie. Ein
Überspringen dieser Marke ist notwendig, um den positiven Trend
zu bestätigen. Andernfalls ist ein Absacken auf die
Unterstützung durch den langfristigen Aufwärtstrend bei 13.600
Punkten möglich.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info@heibel-ticker.de

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08. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.



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