•   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien

Heibel-Ticker Plus 07/29 - Korrektur auf hohem Niveau ist ungefaehrlich

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20.07.2007:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

2. Jahrgang - Ausgabe 29 (20.07.2007)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: KORREKTUR AUF HOHEM NIVEAU UNGEFÄHRLICH
02. SO TICKT DIE BÖRSE: INTEL, YAHOO! & GOOGLE BELASTEN BÖRSE
03. AUSBLICK: RICHTIG POSITIONIERT: FINANZEN ODER TECH
04. DEPOT-CHECK: WIE GUT IST IHRE RISIKOSTREUUNG?
PORTUGAL TELECOM, DUBAI PORTS, LLOYDS TSB, YARA, JOHNSON &
JOHNSON
05. LESERFRAGE: TOTAL, ARKEMA
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

Nur für Heibel-Ticker PLUS Kunden: Hier können Sie die PDF-
Datei mit allen beobachteten Werten herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-alle-0729-1831.pdf

Hier ist die PDF-Datei mit allen aktualisierten Werten zum
Herunterladen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp-neue-0729-1831.pdf

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01. INFO-KICKER: KORREKTUR AUF HOHEM NIVEAU UNGEFÄHRLICH
==============================================================

Liebe Börsenfreunde,

uhh, das sieht übel aus. Und während die US-Börsen in der
abgelaufenen Woche kräftig zulegen konnten, brach der DAX um
1,7 % ein. Im heutigen Rückblick erkläre ich Ihnen, wie es zu
dieser Diskrepanz kommen konnte und warum dies auch künftig
noch weiter so laufen wird.

Im Ausblick habe ich Ihnen drei wesentliche Sektoren
aufgezeigt: Technologie / Internet, Finanzen / Immobilien sowie
Rohstoffe / Minenbetreiber. Im Zusammenhang mit der
ereignisreichsten Quartalsberichtswoche dieses Jahres können
die Branchen vollkommen unterschiedlich bewertet werden. Und
auch innerhalb der Branchen gibt es bei den Unternehmen einige,
die erfolgreicher sind, als andere. Welchen Sektor Sie
reduzieren sollten und welchen ausbauen, lesen Sie im Kapitel
03.

Der heutige Depotcheck beschäftigt sich unter anderem auch mit
der Portugal Telecom, einem Unternehmen, das ich aus meiner
Zeit in Portugal sehr gut kenne. Die Depotstruktur gefällt mir,
doch der eine oder andere Einzelwert sollte meiner Ansicht nach
ausgetauscht werden.

Ein Leser fragte mich nach seinen Belegschaftsaktien von der
französischen Total und deren Ausgliederung Arkema. Obwohl ich
beide Titel gut finde, halte ich eine Position mit einem Anteil
von über 20 % in einem Portfolio für zu gefährlich.

Das Wochenende steht bevor: Lassen Sie sich durch die heutigen
Verluste nicht ins Bockshorn jagen: Die Korrektur findet auf
hohem Niveau statt und vom Ende der Welt sind wir weit
entfernt. Nutzen Sie die nächste Woche für geschickte Käufe in
der richtigen Branche. Ach so, und nutzen Sie das Wochenende
zum Auftanken Ihrer Sonnenenergie.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.: Lassen Sie mich Ihre Meinung, Kritik oder
Verbesserungsvorschläge wissen (selbst Lob ist willkommen ;-)
und schreiben Sie mir an leserbrief/at/heibel-ticker/./de.

==============================================================
02. SO TICKT DIE BÖRSE: INTEL, YAHOO! & GOOGLE BELASTEN BÖRSE
==============================================================

Von dieser Woche gibt es nur vier Stück im Jahr: Die
Optionsverfallswoche fiel zusammen mit der Woche mit den
meisten Quartalsergebnissen. Es war zu beobachten, dass die
Quartalsergebnisse ausschließlich Einfluss auf die jeweiligen
Unternehmen hatten, nicht aber auf die Branche oder gar den
Gesamtmarkt. Der Gesamtmarkt zeigt das typische Verhalten von
Optionsverfallswochen: Ein Tag heftig im Minus (diesmal
Mittwoch) gefolgt von einem Tag heftig im Plus (diesmal
Donnerstag).

Am Dienstag Abend haben Intel und Yahoo! vermeintlich schlechte
Quartalsergebnisse vermeldet. Intel hat die Ergebniserwartungen
nicht erfüllt. Die Umsätze sind stärker angestiegen, als
erwartet, allerdings zu Lasten der Margen. Nach einigen
Quartalen mit schwachen Wachstumsraten im Chipsektor ist dies
in meinen Augen eine gute Meldung, zumal Intels CEO Paul
Otellini noch von einem starken Monat Juli sprach. Der Juli ist
nie stark, so dass mich diese Aussage optimistisch stimmt.

Yahoo! Hat gerade Jerry Yang zurück geholt, um die Probleme
anzugehen. Wenige Wochen nach seiner Rückkehr auf den
Chefsessel kann man keine Wunder erwarten. Er braucht Zeit.

Also waren diese beiden vermeintlich schlechten
Quartalsergebnisse in meinen Augen keine besondere
Überraschung. Wenn Sie sich die Wochenperformance der Indizes
anschauen, dann werden Sie sehen, dass die Börsen auch nicht
unbedingt auf Tauchstation gegangen sind.

Hier die wichtigsten Indikatoren im Wochenüberblick:

INDIZES
19.7.07
Dow Jones 14.000 1,0%
NASDAQ 2.720 0,7%
S&P 500 1.553 0,3%
DAX 7.978 -1,7%
Nikkei 18.158 -0,4%
Euro/US-Dollar 1,3787 0,2%
Euro/Yen 168,54 0,0%
10-Jahre-US-Anlei 5,03% -0,1
Umlaufrendite Dt 4,61% 0,0
Feinunze Gold USD $676,00 1,4%
Fass Crude Öl USD $76,07 4,4%


Die Führungsrolle, die man meist der US-Börse zuspricht, hatte
in dieser Woche der DAX an sich gerissen: Nachdem Ende letzter
Woche ein Allzeithoch erzielt wurde, gab es zunächst einmal in
dieser Woche Gewinnmitnahmen. Da haben die Medien doch ganze
Arbeit geleistet und viele Privatanleger aus den Aktien
getrieben.

So brach der DAX bereits am Dienstag ein und konnte sich im
weiteren Wochenverlauf kaum erholen. Nicht einmal das
lupenreine Quartalsergebnis von SAP konnte den deutschen
Leithammel von der Lähmung befreien: SAP schüttelte die
schlechte Stimmung der Oracle – Spionageaffäre ab und
vermeldete zweistellige Wachstumsraten von sämtlichen Märkten.
Sogar Marktanteile wurden hinzu gewonnen: Der Anteil von SAP
stieg von 25,1 auf 26 %.

Die Aktien von SAP quittierten dieses gute Ergebnis mit einem
Kurssprung von 7 %. Seit über einem Jahr notiert die Aktie von
SAP zwischen 35 und 40 Euro. Bei einem Umsatzwachstum von 12 %
beträgt das KGV inzwischen 24. Damit ist SAP zwar nicht gerade
unterbewertet, aber von einer Überbewertung kann mit Sicherheit
auch keine Rede sein. Wenn dem Gewinn von Marktanteilen auch
bald eine verbesserte Gewinnmarge folgt, dann sollte der Kurs
meiner Einschätzung nach aus seiner Handelsspanne ausbrechen.
Das nächste Ziel wären dann neue Höchstkurse bei 47 Euro.


FESTER EURO GRUND FÜR SCHWACHEN DAX

Warum aber konnte der Dow Jones so locker über den schwachen
Börsentag hinweg gehen und ein Wochenplus von 1 % erreichen,
während der DAX mit einem Wochenminus von 1,7 % schloss? Nun,
diese Woche wurde Anlegern bewusst, wie schlecht es tatsächlich
um den US-Dollar bestellt ist – oder wie gut um den Euro.

Der Wechselkurs von 1,38 USD/EUR war kein kurzer Ausrutscher,
sondern seit nunmehr 10 Tagen verharrt der Wechselkurs auf
diesem Niveau. Somit stellen sich internationale Anleger und
Unternehmen nun auf einen nachhaltig schwachen US-Dollar bzw.
starken Euro ein. Und das ist in erster Linie teuer für
europäische Unternehmen.

In den Quartalsergebnissen der deutschen Unternehmen hören Sie
immer wieder, dass der starke Euro keine große
Ergebnisbelastung darstellte, da man gut dagegen abgesichert
war. Aber schon diese Absicherung kostet Geld und da der
Wechselkurs nun nach dem Überschreiten der 1,36 USD/EUR
Schwelle ein neues Niveau erreicht hat, müssen Unternehmen neue
Absicherungsstrategien aushecken. Und deren Umsetzung kostet
Geld. Das Geld gibt man heute aus, damit man dann in einem Jahr
sagen kann, dass man gut abgesichert war. Aber heute fehlt
dieses Geld in der Bilanz.

Wenn also durch die ausgeklügelten Absicherungsstrategien
etwaige Überraschungen inzwischen umgangen werden können, so
nimmt doch der kalkulierbare Preis dieser Strategien zu.

Zumal in Europa eine weitere Zinserhöhung erwartet wird und
seitens der US-Notenbank kein Signal kommt, dass eine Stärkung
des US-Dollars wünschenswert wäre. Vielmehr erwarte ich als
nächsten Zinsschritt in den USA eine Zinssenkung, wenn auch
erst im nächsten Jahr.

Das Szenario fester Euro / schwacher US-Dollar wird uns also
noch eine Weile begleiten.


STEIGENDE ROHSTOFFPREISE

Vor dem Hintergrund des schwachen US-Dollars steigen die
Rohstoffpreise kräftig an. Der Ölpreis ist inzwischen nicht
mehr weit von seinem Höchstpreis bei 78 USD vom vergangenen
Frühjahr entfernt. Heute steht er bei 76,28 USD je Fass Crude
Oil.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass erst ein neuer
Rekordpreis die Sorgenfalten auf die Stirn der amerikanischen
Aktienanleger treiben wird. In Deutschland sind wir aufgrund
unserer Abhängigkeit vom importierten Öl etwas sensibler.

Unternehmen der Energiebranche verdienen derweil sehr gut. Wir
haben ein paar solcher Unternehmen in unserer Beobachtungsliste
und sind dadurch gut gegen einen eventuellen Ölpreisschock
abgesichert.

Aber nicht nur das schwarze Gold steigt, auch das gelb
glänzende Edelmetall steigt wieder. Von 640 USD/Feinunze Gold
ist der Preis seit Ende Juni auf nunmehr 679 USD angestiegen.
Wir haben einige Goldwerte in unserer Beobachtungsliste. Damit
sind wir gut positioniert.


ANLEIHEN BERUHIGT

Bleibt der Blick auf den Anleihemarkt. Nach dem Ausverkauf im
Mai / Juni erholen sich die Anleihekurse nun wieder etwas. Die
Umlaufrendite stabilisiert sich bei 4,6 %.


GOOGLE

Am heutigen Freitag drückt das Ergebnis von Google auf die
Stimmung an den Märkten. Google ist ein Unternehmen, das
bereits traditionell die Erwartungen seiner Anleger übertrifft.
Gestern Abend hingegen vermeldete das Unternehmen ein Ergebnis,
das die Erwartungen gerade so erfüllte. Statt 3,59 USD Gewinn
je Aktie verdiente Google im 2.Quartal nur 3,56 USD je Aktie.

Die Umsätze steigen „nur" um 57 %. Im Vorquartal betrug das
Umsatzwachstum 62 %. Auch das lag im Bereich der Erwartungen.
Für ein Unternehmen mit einem KGV von 47 geht es aber in erster
Linie darum, wachsende Wachstumsraten zu haben, nicht
schrumpfende. Dabei ist es den Spekulanten egal, wie groß die
Wachstumsraten letztlich sind: Hauptsache sie wachsen an.

Nun, diesem Kriterium entspricht Google nun nicht mehr und
einige Spekulanten werden sich am heutigen Tage von ihren
Google - Aktien verabschieden. Die Vorbörse zeigt bereits einen
Kursverlust von 7 %.

Mehr zu Google im nächsten Kapitel. Für den heutigen Tag wird
diese Enttäuschung jedoch eine Belastung darstellen und der Dow
Jones sowie Nasdaq schicken sich an, im Minus zu eröffnen.


FINANZSEKTOR

Eine interessante Entwicklung gibt es derzeit im Finanzsektor:
Schauen Sie sich einmal die Quartalsberichte von J.P. Morgan
und Merrill Lynch an. Auch Washinton Mutual hat diese Woche ein
exzellentes Ergebnis vorgelegt. Und heute früh ist auch die
Citigroup mit einem herausragenden Ergebnis an die Presse
gegangen.

Aber das hilft nichts: Aus Angst vor der Immobilienkrise werden
all diese Aktien derzeit in den Keller geprügelt. Der
Finanzsektor ist der einzige US-Sektor, dessen Index in diesem
Jahr noch im Minus notiert.

Der Finanzsektor ist jedoch das Rückrat einer Wirtschaft. Wie
kann es sein, dass die US-Konjunktur brummt, während die
Finanzdienstleister vor die Hunde gehen? Nun, ich habe mir im
nächsten Kapitel Gedanken zu dieser Fragestellung gemacht.
Darin werden Sie erfahren, wie schlimm es wirklich ist und wie
Sie sich am besten verhalten sollten.

==============================================================
03. AUSBLICK: RICHTIG POSITIONIERT: FINANZEN ODER TECH
==============================================================

Am Mittwoch gab es ein Gerücht, dass Lehman Brothers eine
Pressemitteilung vorbereite, in der die Verlustschätzungen im
Bereich der zweitklassigen Hypothekendarlehen nach oben
korrigiert würden. Völlig unbegründet und binnen anderthalb
Stunden wurde dieses Gerücht dementiert. Jedoch die Aktie war
bereits um 4 % eingebrochen, Goldman Sachs, J.P. Morgan und
Merrill Lynch brachen ebenfalls ein. Eine Erholungsrallye blieb
aus, da man dem Dementi nicht wirklich glauben wollte.

Doch die Zahlen sind bekannt: 5-6 % aller Hypothekenkredite
werden notleiden. 10-12 % der zweitklassigen Hypothekenkredite
werden notleidend. Nachdem die Sicherheiten versilbert wurden,
bleiben die Banken auf einem Verlust von 0,3 bis 0,4 % sitzen.

Für die einzelnen Banken schwebt da ein Damoklesschwert von
einem zweistelligen Millionenbetrag über ihnen. Doch dafür ist
vorgesorgt, wie ich bereits oftmals aufzeigte.

Doch jede schlechte Meldung über den Immobiliensektor zwingt
die Finanzaktien wieder in die Knie. Und mit ihm wird auch der
gesamte Finanzsektor ausverkauft.

Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass der Immobilienmarkt
nicht mehr das Zeug hat, die gesamte Börse mit sich nach unten
zu reißen. Aber diese Berichtssaison hat mir gezeigt, dass die
Gruppenhaft wesentlich größer ausgeprägt ist, als ich dachte:
Jeder Finanztitel wird derzeit in den Keller geprügelt.

Egal, ob eine Immobiliengesellschaft wie Toll Brothers oder
Lennar schlechte Zahlen liefert, egal ob weniger Heimbauer zu
Home Depot einkaufen gehen, und egal, ob ein reiner
Hypothekenfinanzierer schlechte Zahlen vorlegt: Der
Finanzsektor wird jeweils mit ausverkauft.

Wir haben Goldman Sachs, Annaly Capital Management und Fannie
Mae in unserer Beobachtungsliste. Ich fürchte, diese drei
Aktien werden in den nächsten Wochen nicht richtig abheben
können. Aktien nehmen Entwicklungen um 6-9 Monate vorweg, aber
der Boden der Immobilienkrise wird erst für Ende 2008 erwartet.
Wenn wir von da aus 9 Monate zurück rechnen, dann kommen wir
auf das nächste Frühjahr. Bis zum Jahresende werden die
Finanzaktien daher meiner Ansicht nach nicht sonderlich
ansteigen können.

Nichts desto trotz halte ich an den drei genannten Titeln fest:
Das Bewertungsniveau ist niedrig, auf Sicht von 12 bis 18
Monaten, der typische Zeithorizont für meine Empfehlungen,
sollten diese Aktien deutlich ansteigen.

Ich könnte mir vorstellen, dass in den nächsten Monaten noch
eine Immobiliengesellschaft pleite geht, vielleicht werden auch
noch ein oder zwei kleine Hypothekenfinanzierer aufgrund von
falschen Risikokalkulationen aus den Jahren 2005 und 2006 in
die Insolvenz schliddern. All dies wird jeweils wieder zu einem
Ausverkauf der Finanzaktien führen.

Aber es wird nicht zu einem breiten Ausverkauf der Börsen
führen. Der Kursanstieg, wenn die Gefahr weiterer Pleiten
einmal vorüber ist, wird enorm sein. Stellen Sie sich vor,
Bernancke kündigt demnächst an, wieder auf eine Gelegenheit zu
warten, um den Leitzins zu senken. Mit einem Schlag wären die
Finanztitel um mindestens 7 % höher.

Zudem notiert Goldman Sachs schon über 40 % im Plus. Da können
Sie ruhig ein paar Gewinne realisieren und mit einer kleinen
Position abwarten. Bei Fannie Mae und Annaly verschönt eine
ordentliche Dividende die Wartezeit.

FAZIT: Ich erwarte noch ein paar turbulente und gegebenenfalls
schmerzhafte Wochen für den Immobiliensektor und dadurch auch
für unsere Finanzaktien. Mittelfristig möchte ich diese Titel
nicht in meinem Portfolio missen, wer jedoch schwache Nerven
hat, der sollte sich dieses Risiko zweimal überlegen. Ich
behalte kleine Positionen von den Titeln in der
Empfehlungsliste.


TECHNOLOGIE WIRD DAS THEMA DES HERBSTES SEIN

INTEL

Intels Quartalsergebnis habe ich bereits kommentiert: Starker
Umsatzanstieg, aufgrund des Kampfes um Marktanteile schrumpften
jedoch die Gewinne. Dennoch hat der eine oder andere
befürchtet, dass Intel sich nur dadurch behaupten konnte, das
es dem Konkurrenten AMD zu Dumpingpreisen Geschäft abgenommen
hat. Pessimisten fürchteten einen schwachen Chipmarkt.

AMD

Doch auch diese Befürchtung ist nun vom Tisch: AMD hat gestern
sein Quartalsergebnis veröffentlicht. Auch AMD hat die Margen
kräftig senken müssen – soweit, dass es Verluste
erwirtschaftete. Doch von Verlust von Umsätzen ist keine Spur
zu sehen: Die Umsätze sind um 13,5 % angestiegen. Da kann nun
wirklich keine Rede von Problemen im Chipsektor sein.

SANDISK

Zumal auch SanDisk (SNDK), Hersteller von Speicherkarten, einen
Umsatzanstieg von 15 % vermeldete. Der Preis dafür ist zwar
auch bei SanDisk eine schwindende Gewinnmarge, die Gewinne
fielen um 71 %. Aber die Auftragsbücher sind voll und es ist
nicht absehbar, wann dieser Nachfrageschub endet. Der Ausblick
war durchweg bullisch.

BROADCOM

Auch Broadcom (BRCM) muss sich seine Marktanteile teuer
erkaufen: Die Gewinne fielen um 68 %, der Umsatz konnte gerade
einmal gehalten werden. Broadcom ist auf der elitären Liste der
Zulieferer des iPhones von Apple. Der Chip zwischen dem neuen
Multi-Touchscreen und der Gerätesoftware wird von Broadcom
geliefert.

Da diese Technologie so ziemlich der Knüller ist und von jedem
Handy-Hersteller, der was auf sich hält, angeboten werden muss,
erwarte ich für Broadcom wieder wesentlich bessere Zeiten in
den kommenden Quartalen. Das KGV von 60 wird schon im kommenden
Jahr auf 23 fallen, da das Unternehmen dieses Jahr am Rande der
Profitabilität agierte. Ich kann mir gut vorstellen, dass
Broadcom wieder auf ein KGV 08e von 35 ansteigen wird. Dieser
Anstieg könnte schon in diesem Herbst vonstatten gehen.

BALDA

Na, und wenn wir schon beim iPhone sind, dann schauen wir auch
einmal auf die Aktien des Multi-Touchscreen Anbieters Balda
(WKN 521510). Seit Einführung des iPhones sind die Aktien von
12 auf nunmehr 9,58 Euro gefallen. Unter 10 Euro sind auch
diese Aktien für mich ein Kauf.


HEUSCHRECKE BLACKSTONE

Ich habe in den vergangenen Wochen bereits häufiger zu
Blackstone Stellung genommen, ohne mir ein endgültiges Urteil
zu bilden. Je mehr ich dieses Unternehmen beobachte, desto mehr
komme ich zu dem Schluss, dass der IPO tatsächlich den
vorläufigen Zenit der Gesellschaft darstellte.

Weitere IPOs von Private Equity Unternehmen stehen an. Der
Börsengang der Blackstone Tochter Orbitz Worldwide, ein
Reiseveranstalter, brachte nicht den angestrebten IPO-Preis von
16-18 USD, sondern nur 15 USD ein.

Das Zinsniveau ist inzwischen deutlich höher als zu der
Blütezeit des Private Equity vor ein bis drei Jahren. Ich würde
daher Blackstone Aktien, wenn Sie welche haben, verkaufen. Ein
Leerverkauf ist vor dem Hintergrund der schwachen Verfassung
des Finanzsektors sogar angebracht.

CATERPILLAR

Hmmm, und was bei Caterpillar geschehen ist, verstehe ich
nicht. Gestern Abend hat Caterpillar einen Gewinneinbruch von
21 % vermeldet. Die Schwäche auf dem Heimatmarkt USA konnte
durch die internationale Stärke nicht aufgewogen werden.
Caterpillar ist heute 9 % im Minus. Das ist wirklich schlecht.
Wirklich.

Somit ist ein Bulle, der vor den Karren der Infrastruktur und
Industriemaschinen gespannt war, erlegt worden.

GOOGLE

Und dann noch Google, der Bulle, der den Tech- und
Internetsektor gezogen hat. Da wird es nicht lange dauern, bis
die Bewertungen von Apple und Research in Motion in Frage
gestellt werden.

Zu Google selbst: Ich erwarte eine Gegenbewegung. Anschließend
werde ich mir überlegen, die Google-Gewinne einzustreichen.
Auch wir haben mit wachsenden Wachstumsraten gerechnet und wenn
diese Phase dem Ende entgegen geht, dann fällt der Kurs heftig
– egal, wie günstig das Bewertungsniveau sein mag.


WOCHENAUSBLICK

Es ist nicht außergewöhnlich, dass in einer guten
Berichtssaison einige Unternehmen enttäuschen. Doch die guten
Meldungen von den Finanzhäusern werden ignoriert und der Dow
Jones auf 14.000, der DAX bei 8.000 sind Niveaus, bei denen
Anleger nunmehr Sicherheit suchen: Sicherheit im Anleihemarkt.

In der kommenden Woche wird es meiner Einschätzung nach noch
weitere Verluste geben. Verkleinern Sie Ihre Positionen im
Finanzsektor und nutzen Sie die Schwäche, um Ihre Positionen im
Technologiesektor auszubauen. Denn im Herbst wird der
Technologiesektor als erstes anziehen, die Finanzen brauchen
noch einige Zeit – wie oben beschrieben.

Und behalten Sie Ihre Rohstoffpositionen, denn die werden
relativ stabil durch diese unruhige See manövrieren.

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04. DEPOT-CHECK: WIE GUT IST IHRE RISIKOSTREUUNG?
PORTUGAL TELECOM, DUBAI PORTS, LLOYDS TSB, YARA, JOHNSON &
JOHNSON
===============================================================

Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die
einzelnen Werte eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in
denen sie wirtschaften. Schicken Sie mir Ihre 5 größten
Positionen an Depotcheck/at/heibel-ticker/./de. Bitte
unterschreiben Sie mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie
leben. Diese Information wird dann veröffentlicht.

==========

FRAGE:

Hallo Herr Heibel,

hier einmal meine fünf Positionen zur Analyse der Leserdepots.
Falls mal Platz besteht zur Kommentierung würde ich mich
freuen.

Portugal Telecom
Dubai Ports
LLoyds TSB
Yara
Johson & Johnson

Ansonsten: Weiter So!

Viele Grüße, Diedrich aus Haltern


ANTWORT:

PORTUGAL TELECOM

Aus meiner Zeit in Lissabon weiß ich, dass in Portugal nichts
ohne Portugal Telecom läuft. Über weitläufige Beteiligungen ist
das Unternehmen auch bei maßgeblichen Internet- und
Mobilfunkgesellschaften involviert. Darüber hinaus laufen in
Portugal sogar die meisten Internetunternehmen, zugegeben noch
in einem früheren Entwicklungsstadium als in Deutschland, unter
dem Mantel von Portugal Telecom.

Ich hatte damals die Idee, ebay.pt zu starten - aber es gab
keine Möglichkeit, ohne die Unterstützung von Portugal Telekom
die notwendige Infrastruktur aufzubauen. Und Portugal Telecom
hatte bereits leilao.pt die Unterstützung zugesagt. Leilao.pt
kam nicht an, die Seite liegt heute brach.

Der Zug für ebay.pt ist also noch nicht abgefahren. Wenn also
von Ihnen jemand Lust hat: Drei Jahre Marketing und
anschließend an ebay verkaufen, ist ein erprobtes Konzept für
kleine Nischenmärkte.

Aber zurück zu Portugal Telecom (PT): Das Unternehmen
erwirtschaftet 5 Mrd. Euro Umsatz und wird mit dem doppelten
Umsatz bewertet (Marktwert: 10 Mrd. Euro). Ein Großteil der
Gewinne wird durch die hohe Zinslast durch die langfristigen
Schulden von 5 Mrd. aufgezehrt. Das KGV beträgt somit 21 und
ist für meinen Geschmack bereits mit einem Aufschlag für die
Monopolstellung versehen.

Mangels Innovation wachsen die Umsätze nicht an. Das
Unternehmen scheint mir in einer ähnlichen Zwickmühle zu sein,
wie unsere Deutsche Telekom. So wird auch ein Großteil der
Gewinne ausgeschüttet, die Dividendenrendite beträgt 5,5 %. Das
ist sogar besser, als eine Anleihe.

Ein Trumpf im Ärmel von PT ist das Joint Venture mit der
spanischen Telefonica auf dem brasilianischen Mobilfunkmarkt.
Mit Vivo stellt das Joint Venture den größten Mobilfunkanbieter
Brasiliens dar, 29 Mio. Kunden werden von Vivo bedient. Derzeit
möchte Telefonica PT aus dem Joint Venture ausbezahlen. Ganz
Brasilien spricht jedoch portugiesisch, Portugal wird als
Mutterland gesehen. Ich glaube kaum, dass PT sich davon trennen
wird, zumal Telefonica vermutlich seine 10 %ige Beteiligung an
PT abstoßen wird, falls es an die Vivo-Anteile kommt.

Die Phantasie für PT lebt von Brasilien, leider wird der
portugiesische Markt vernachlässigt. Aus dem Heimatmarkt
schöpft PT aber weder die finanzielle Stärke, noch das
technologische Knowhow, um in Brasilien die Federführung zu
übernehmen. Der Kurs von PT könnte daher im Kielwasser der
Telefonica noch ein wenig nach oben gespült werden,
mittelfristig sollte diese Rallye jedoch abebben.


DUBAI PORTS

Meines Wissens ist das Unternehmen voll in staatlicher Hand,
lediglich Unternehmensanleihen sind für Privatanleger
verfügbar.


LLOYDS TSB

Na, hier haben Sie einen soliden Dividendentitel ausgewählt.
Das fünftgrößte britische Bankhaus engagiert sich vorwiegend im
Bereich der Hypothekenfinanzierung sowie der
Lebensversicherungen. Ins Auge ist mir eine Tochtergesellschaft
gefallen, die den Namen "Scottish Widows" trägt - schottische
Witwen. Naja, da weiß man, dass die Bank vermögende Kundinnen
hat :-)

Aufgrund des fehlenden Investmentgeschäfts entwickelt sich das
Geschäft von Lloyds TSB sehr gemächlich. Attraktiv ist die hohe
Dividendenrendite von 6,2 %. Damit zeigt das Unternehmen, dass
es die Gewinne eher ausschüttet, als irgendwelche fragwürdigen
Investments zu tätigen. Das KGV ist damit nur bei 11.


YARA

Die Norweger bieten Chemikalien und Dünger für die
Agrarindustrie an. Insbesondere in den Wachstumsregionen
Brasilien, China und Indien ist Yara gut vertreten. In Indien
wurde dieses Jahr ein Joint Venture mit dem größten
Agrarunternehmen Krishak Bharati eingegangen. Der Trend zu mehr
Soja-, Getreide und Weizenproduktion in den vergangenen Monaten
hat dem Unternehmen volle Auftragsbücher und niedrige
Lagerbestände beschert. Mit anderen Worten: Die Gewinne heben
ab.

Mit einem KGV von 12 ist das Unternehmen in meinen Augen
günstig bewertet. Denn die Umsätze wachsen derzeit mit 5 %, die
Gewinne jedoch aufgrund der gestiegenen Preise gleich um 30 %.

Die Agrarindustrie reagiert sehr schnell auf Engpässe. Schon im
nächsten Jahr kann die Produktionsmenge ganz anders aussehen.
Doch Yara wächst in den kommenden Jahren schon allein aufgrund
der wachsenden Weltbevölkerung und deren Nachfrage nach
Nahrungsmitteln sowie aufgrund des Trends hin zur Nutzung von
Soja & Co. als Energiequelle. Nach einer grundlegenden
Umstrukturierung in den vergangenen Jahren ist Yara nun gut
positioniert, um am Wachstum der Schwellenländer zu
partizipieren.


JOHNSON & JOHNSON

Nein, dieses Unternehmen wollen Sie nicht in Ihrem Portfolio
haben: Der Pharmagigant hat keine wirklichen Innovationen mehr.
Johnson & Johnson lebt von seiner guten Marktstellung und kauft
immer wieder erfolgreiche, neue Produkte in das eigene
Portfolio hinein. Der Zukauf ist jedoch teuer, innerhalb des
Patentschutzes lassen sich diese Kosten kaum wieder
hereinholen. Und anschließend ist der Generikamarkt inzwischen
schnell und gut geworden.

Hinzu kommt, dass die Demokraten wieder mächtiger geworden
sind. Die Demokraten sind tendenziell dafür zu haben, den
Patentschutz zu vermindern, um wichtige Medikamente schneller
den finanziell schwächer gestellten Menschen zugänglich zu
machen. Für die Gewinne von Johnson & Johnson ist das nicht
gut.

Das KGV von 18 halte ich für zu hoch. Wenngleich das
Unternehmen mit 8 % p.a. wachsen möchte, so lassen doch die
Gewinne zu wünschen übrig. Grund: Die teuren Einkaufskosten
neuer Medikamentpatente. Trotz der fehlenden Innovation und
Investitionen schüttet das Unternehmen nur eine Dividende von
2,5 % aus.


FAZIT:

Die Konjunktur brummt und Pharmawerte gelten eher als
konjunkturunabhängig, steigen also, wenn die Konjunktur
Probleme bekommt. Einen konjunkturunabhängigen Wert im Depot
halte ich für gut, aber es sollte ein Wert sein, der eine
ordentliche Dividendenrendite hat oder sehr innovativ ist.
Genentech fällt mir da ein.

Die Branchenstreuung in Ihrem Depot finde ich sehr gut:
Kommunikation (Portugal Telecom), Logistik (Dubai Ports),
Finanzen (Lloyds), Agrar / Energie (Yara) und Pharma (J&J) sind
Branchen, die sehr wenig miteinander zu tun haben.

Auch aus Sicht der Risikoneigung haben Sie ein gutes Maß
gefunden: Dividendenstarke Titel (Portugal Telecom, Lloyds)
werden mit Wachstumstiteln (Yara) gemischt.

Aus Sicht der Risikostreuung sieht Ihr Portfolio also sehr gut
aus. Johnson & Johnson gefällt mir persönlich nicht, Portugal
Telecom würde ich nicht mehr allzu lange halten. Aber auch für
Sie gilt ansonsten: Weiter so :-)

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05. LESERFRAGE: TOTAL, ARKEMA
==============================================================

Ihre Fragen schicken Sie bitte an leserfragen/at/heibel-
ticker/./de. Ich werde künftig nur noch eine Leserfrage
veröffentlichen. Den Rest beantworte ich direkt. Bitte fragen
Sie mich nur zu Unternehmen mit einem Marktwert von mindestens
100 Mio. Euro bzw. USD.

=================

FRAGE:

Sehr geehrter Herr Heibel,

Ihre Analysen finde ich überzeugend und werde das Schnupperabo
deshalb auch verlängern. Ich würde gern Ihre Meinung zu zwei
Aktien hören. Es handelt sich um 850727 Total und A0JLZ0
Arkema. Beide habe ich als Mitarbeiteraktien und bei den Total-
Aktien ist teilweise die Sperrfrist schon vorbei. Die Aktien
laufen gut, ich würde aber trotzdem gern einen Teil verkaufen
und in andere Werte in meinem Privatdepot anlegen. Auf die
derzeitige Verwaltung der Aktien habe ich ja keinen Einfluss
und kann nicht mit Stop Loss arbeiten. Halten Sie den Verkauf
momentan für sinnvoll, oder soll ich lieber "die Gewinne laufen
lassen"?

Freundliche Grüße, Thomas aus Deuben


ANTWORT:

Vielen Dank für Ihr Lob. Es stellt einen wesentlichen Teil
meiner Entlohnung dar :-)

TOTAL S.A.

Das Unternehmen ist mit einem KGV von 25 bewertet, schon im
kommenden Jahr soll das KGV 08e auf 11 sinken. Das ist extrem
günstig für eine Branche, die in einem Bullenmarktmodus ist.
Der steigende Ölpreis wird die Gewinne weiter antreiben.

Die Bilanz sieht durchwachsen aus: 32 Mrd. USD Schulden stehen
19 Mrd. USD Barreserven gegenüber. Das ist vertretbar, da die
Schuldenquote nur bei 0.54 liegt. Der Umsatz wächst mit 7 %
p.a. an, das ist für die Branche in Ordnung. Ich würde Total
mittelfristig (12 Monate) halten.


ARKEMA

...wurde am 18. Mai 2006 von Total ausgegliedert. Chemieriese,
der mit einem KGV von 17 ordentlich bewertet ist. Auch die
Chemie ist in meinen Augen in den nächsten Monaten gefragt,
also sehe ich auch keinen Grund, diese Aktien zu verkaufen.

Hier haben Sie bereits fast eine Kursverdopplung eingefahren.

FAZIT

Ich sehe bei beiden Aktien noch Potential für weitere
Kurssteigerungen. Aber Ihr Verhalten sollte nicht nur davon
abhängen, sondern auch von der Struktur Ihres Restportfolios:
Wenn Sie außer diesen beiden Aktien nichts anderes besitzen,
dann sollten Sie schleunigst etwas besser diversifizieren. Als
Faustregel gilt: Keine einzelne Position sollte über 20 % Ihres
Depots ausmachen. Wenn Sie also ausschließlich in diesen
beiden, bislang erfolgreichen, Aktien investiert sind, dann
sollten Sie ruhig einen Teil der Gewinne nun realisieren und
anderswo anlegen.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst. Selten sind diese
Anmerkungen nur tagesaktuell, es reicht in der Regel, wenn Sie
einmal die Woche dort hinein schauen.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am
oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titel aktuelle
Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie
angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den
spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen
Positionen werde ich in den kommenden Wochen jeweils eine
Risikostreuung berücksichtigen.

Weiter habe ich in Empfehlungen unterschieden zwischen denen,
die vorwiegend über die deutschen Börsen zu haben sind, und
jenen, die Sie in Ihr US-Depot kaufen sollten.

Insgesamt gibt es nun also vier Kategorien: Deutsches Depot
lang- und kurzfristig sowie US-Depot lang- und kurzfristig.

Unter „Änd" steht die Gesamtveränderung seit Empfehlung. Unter
„Woche" steht die Änderung zur Vorwoche. Unter „Empf." steht
die Empfehlung, ob diese Position zu
H - Halten,
K - Kaufen,
V – Verkaufen,
TV - Teilverkaufen ist oder mit einem
SL - Stop Loss oder
VL - Verkaufslimit versehen werden sollte.

Firma Kürzel Kauf am 19.7.07 Änd.Woche Empf.
DEUTSCHES DEPOT
LANGFRISTIG
UBS UB0BL6 12.5.06 43,05 € -4% -2% V
NYSE Euronext A0MLCE 16.7.07 57,82 € -4% -4% K
Apple Comp. 865985 21.1.06 101,75 € 94% 5% TV
Anglo American 922169 29.12.06 43,38 € 16% 1% H
DB Japan ETF DBX1MJ 27.2.07 37,51 € -7% 0% NK
Goldbarren 100 gr. 13.10.06 1.558,00 € 1% 1% K
Goldmünze 20 Mk Wil 13.10.06 108,00 € -10% 1% K
GMAC 2010 5,75%908511 24.3.06 97,00 € 5% 0% VL

SPEKULATIV
ABB 919730 4.8.06 17,70 € 77% 1% H
Nabors Ind. 662778 21.1.06 22,91 € -19% -1% H
Gold Zert. ABN 859341 2.6.06 48,98 € 2% 1% H
Berentzen AG 520163 28.7.06 5,26 € -19% -2% H
Matsushita 853666 27.2.07 13,96 € -9% 0% NK
Yamana 357818 2.7.07 9,25 € 11% 8% H

US-DEPOT
LANGFRISTIG
Goldman Sachs GS 23.6.06 $211,69 41% -4% TV
Google GOOG 20.10.06 $548,59 28% 1% TV
Sears Holding SHLD 13.10.06 $153,87 -10% -1% H
BHP Billiton BHP 26.1.07 $67,54 69% -2% H
Japan ETF EWJ 27.2.07 $14,67 -2% 0% K
Gold&Silberfond CEF 13.10.06 $9,62 18% 3% H

SPEKULATIV
Gold ETF GLD 13.10.06 $67,01 15% 1% H
Silber ETF SLV 13.10.06 $131,69 15% 1% H
Fannie Mae FNM 10.11.06 $65,09 8% -2% TV
DRD Gold DROOY 3.11.06 $0,80 -38% 11% H
Transocean RIG 19.1.07 $109,34 46% -1% H
Annaly Cptl. Mg NLY 23.3.07 $14,05 -6% -1% TV
Lundin Mining LMC 12.5.07 $14,45 18% -2% H
Monster MNST 8.6.07 $41,46 -8% -1% NK
Yahoo! YHOO 25.6.07 $26,03 -5% -3% H
Level 3 Com. LVLT 18.7.07 $5,92 -1% -3% K

V: UBS verkaufen
SL: Apple Position wieder etwas verkleinern
SL: Anglo American Stopp Loss von 15 % bei 38,96 EUR
VL: GMAC Anleihe bei 100 % zur Absicherung der Gewinne
SL: ABB Stop Loss von 10 % auf setzen 15,77 EUR
TV: Ich prüfe noch einen Teilverkauf in die zu erwartende
Gegenbewegung hinein.
SL: BHP Stopp Loss von 15 % auf 54,30 USD
SL: Transocean Stopp Loss von 20 % auf 91,20 USD
TV: Goldman Sachs, Fannie Mae, Annaly Capt. Mgmt: Positionen
verkleinern

Quellen: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen
von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
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Stephan Heibel
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07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
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