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19.07.2019:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

14. Jahrgang - Ausgabe 29 (19.07.2019)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



I N H A L T

01.Info-Kicker: Berichtssaison startet schwach
02.So tickt die Börse: SAP Q-Zahlen überraschen unvorbereitete Analysten
 - US-Konsumparty
 - Netflix wird zu teuer
 - Microsoft setzt den Maßstab in der Cloud
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Neutralität dominiert
 -
04.Ausblick: Auftanken im Sommerloch
05.Übersicht HT-Portfolio
06.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
07.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Berichtssaison startet schwach

Liebe Börsenfreunde,

Die Berichtssaison ist nun auch in Deutschland gestartet, doch SAP schockte die Märkte mit schwachen Zahlen. In Kapitel 02 untersuche ich, ob die Zahlen wirklich schlecht waren, oder ob man das hätte erwarten können. Immerhin ist die Aktie im laufenden Jahr schon um 47% angesprungen. Zudem schaue ich noch kurz auf die Q-Zahlen von Netflix, Microsoft und CSX.

Die Stimmung unter den Anlegern würde ich als neutral bezeichnen. Die Stimmungsausschläge der Vorwochen sind egalisiert, Anleger legen sich in diesen Sommerwochen auf die faule Haut. Mehr dazu in Kapitel 03.

Im heutigen Ausblick gehe ich kurz auf den zu erwartenden Strategiewechsel der EZB ein: Mario Draghi nimmt Christine Lagarde unangenehme Entscheidungen ab.

Ich stelle für die kommenden Wochen um auf Sommertelegramm: Über wichtige Entwicklungen werde ich Sie natürlich stets informieren. Doch ausschweifende Analysen und Interpretationen werde ich Ihnen ersparen.

Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/htp190721.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: SAP Q-Zahlen überraschen unvorbereitete Analysten

SAP hat diese Woche die Q-Berichtssaison für die DAX-Unternehmen eröffnet. Wenn wir uns die Reaktion der Aktie anschauen, dann hätte die Berichtssaison nicht schlechter eröffnet werden können: Zwischenzeitlich notierte die Aktie mit 10% im Minus.

Die Kursreaktion relativiert sich jedoch, wenn wir uns vor Augen halten, dass die Aktie in diesem Jahr bereits um 47% angesprungen war. Nach einer so positiven Performance reicht häufig schon ein kleines Haar in der Suppe, um durch Gewinnmitnahmen für einen heftigen Rückschlag zu sorgen. So würde ich die Reaktion auf die SAP-Zahlen einordnen, nachdem ich mir die Details angeschaut habe.

SAP hatte erstmals in seiner Unternehmensgeschichte eine größere Anzahl von Mitarbeitern nach Hause geschickt. Es waren gerade die altgedienten Mitarbeiter, die mit Abfindungen entsorgt wurden, da sie für das neue Cloud-Geschäftsmodell nicht mehr benötigt wurden. Ich war in den 90ern im SAP-Beratungsgeschäft unterwegs und habe die damaligen Anstellungsverträge aus dem Hause SAP stets staunend zur Kenntnis genommen. Damals gab es - genau wie heute - kaum IT-Entwickler und so wurden teils unglaubliche Zugeständnisse in die Verträge geschrieben.

Wenn diese Mitarbeiter nun mit einer Abfindung versehen werden, dann darf es nicht überraschen, dass diese Abfindungen exorbitant hoch ausfallen. Und genau das ist einer der beiden Gründe für die negative Überraschung in den aktuellen Q2-Zahlen von SAP.

Die zweite Überraschung folgt aus der Übernahme von Qualtrics: Den Qualtrics-Mitarbeitern wurden teilweise Aktien von SAP zugesprochen, die aufgrund des exorbitant heftigen Kursanstiegs im ersten Halbjahr 2019 deutlich teurer wurden als ursprünglich kalkuliert.

Beides sind Sondereffekte, die sich nicht wiederholen werden und daher auf die Bewertung von SAP mittel- und langfristig keinen Einfluss haben. Dennoch sorgten die Zahlen kurzfristig für einen Schock unter den Anlegern und Gewinnmitnahmen führten zu dem kurzfristig heftigen Kurseinbruch.

Es gibt allerdings noch einen dritten Grund, der noch nicht ganz abgeschätzt werden kann: Das Umsatzwachstum blieb leicht hinter den Erwartungen zurück, weil Unternehmen im internationalen Umfeld Investitionen aufgrund der ungewissen geopolitischen Situation zurückhalten. Hier staut sich die Nachfrage auf. Natürlich ist der Handelsstreit zwischen den USA und China eine der Ursachen für die Zurückhaltung der Unternehmern bei Investitionsentscheidungen.

Auf der einen Seite können solche Investitionsentscheidungen nicht ewig hinausgezögert werden. Auf der anderen Seite würde eine positive Entwicklung in den Gesprächen zwischen Trump und Xi umgehend zu einem Kursschub bei den betroffenen Aktien wie SAP führen. Es hat für mich den Anschein, dass SAP eine ganze Menge von negativen Dingen in diese Q-Zahlen hinein gepackt hat, von einem "Übergangsjahr" spricht und die Messlatte ein wenig tiefer hängt, um in den kommenden Quartalen dann wieder positiv überraschen zu können...

...ups, die Messlatte wurde aber nicht tiefer gehängt. SAP hält an der Unternehmensprognose fest, das Unternehmen möchte bis 2023 die Gewinnmarge jährlich um 1% verbessern.

Hmm, damit bleibt es spannend: Wird SAP die Messlatte irgendwann noch ein wenig tiefer hängen? Dann würde es einen weiteren Kursrückschlag geben. Oder ist mit diesen Q-Zahlen alles Negative berücksichtigt worden? Dann wäre das aktuelle Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit.

Mit einem KGV von 24 bei 11% Wachstum halte ich die Bewertung für recht ambitioniert und könnte mir vorstellen, dass im weiteren Jahresverlauf erst nochmal Vorsicht angebracht ist. Wer jedoch einen langen Atem hat, für den stellt der aktuelle Rückschlag eine erste Einstiegsgelegenheit dar.

SAP hat als größter Konzern Deutschlands den DAX kräftig nach unten gezogen, dennoch konnte der DAX auf Wochensicht sein Niveau halten. In der Vorwoche hatten BASF und Daimler den DAX belastet, dennoch notiert der DAX weiterhin über 12.300 Punkte und ist somit noch nicht zurück in dem Abwärtstrend. Trotz dreier Hiobsbotschaften kann der DAX sein Niveau halten. In meinen Augen ist das bullisch.

US-KONSUMPARTY

Auch in den USA läuft bereits die Berichtssaison. Dort sorgten die Banken, die traditionell als erstes ihre Zahlen berichten, für Optimismus, dessen Rechtfertigung jedoch fraglich ist: Gute Q-Zahlen der Banken beruhen auf einer ordentlichen Kreditnachfrage der Konsumenten. Konsumenten sind in den USA für den Großteil des BIP verantwortlich. Umgangssprachlich sind die Amis Konsumweltmeister und stützen dadurch die heimische Konjunktur.

Würde US-Notenbankchef Jay Powell seine Zinspolitik nach dem Konsumenten richten, müsste er sich derzeit eher Gedanken über eine ZinsERHÖHUNG machen. Dass dieser Konsum kreditfinanziert ist, fällt in den USA nicht weiter auf: das war schon immer so.

Doch auch die Logistikbranche hat schon Q-Zahlen veröffentlicht. Mit CSX hat eine der großen Eisenbahngesellschaften schockierende Zahlen vorgelegt. Die Aktie von CSX brach um 10% ein und riss die gesamte Transportbranche mit sich. Wenn weniger transportiert wird, dann schwächelt die Konjunktur.

Wenn Jay Powell seine Zinspolitik nach der Transportbranche ausrichtet, die als Vorläufer der Konjunkturentwicklung gilt, dann müsste er sich derzeit Gedanken über eine Zinssenkung machen.

Die nächste Zinsentscheidung steht für die kommende Woche an. Eine Zinssenkung (-0,25%) ist bereits zu 100% eingepreist. Die Hälfte der Volkswirte erwartet sogar eine große Zinssenkung (-0,5%). Es besteht also durchaus Überraschungspotential in beide Richtungen.

NETFLIX WIRD ZU TEUER

Gestern hat Netflix Q-Zahlen veröffentlicht. Umsatz und Gewinn lagen über den Erwartungen, doch das Nutzerwachstum blieb hinter den Erwartungen zurück. Netflix hat den monatlichen Abopreis um 1-2 USD erhöht (je nach Aboart). Ein schwächeres Nutzerwachstum war erwartet worden, doch die Nutzerzahlen sind in einigen Regionen sogar zurückgegangen. Erstmals seit acht Jahren verzeichnet Netflix rückläufige Kundenzahlen. Die Aktie ist um 11% eingebrochen.

In den USA war die Kundenzahl rückläufig. Mit Apple, Disney und AT&T gibt es mächtige Gegner, die sich derzeit auf den Markteintritt im Streaming-Geschäft vorbereiten. Bislang galt Netflix als Marktführer, der den Abopreis beliebig erhöhen kann. Ob man 7 oder 8 USD im Monat zahlt, galt bislang als irrelevant für die Entscheidung, ob man Netflix abonniert. Doch diese Überzeugung wurde durch die gestrigen Zahlen zerstört. Plötzlich ist Netflix ein Produkt geworden, dessen Nachfrage durch den Preis bestimmt wird. Damit müssen viele Analysten ihre Bewertungsmodelle umstellen, Netflix wird seine Geschäftsstrategie überdenken müssen.

Netflix ist daher ab heute kein Wachstumsunternehmen mehr, das durch seine Marktführerschaft über die Preissetzungsmacht verfügt, sondern ein stinknormales Unternehmen, das sich über Preis und Qualität im Wettbewerb behaupten muss. Der Bewertungsaufschlag der Vergangenheit ist damit futsch.

MICROSOFT SETZT DEN MASSSTAB IN DER CLOUD

Microsoft hat gestern Abend Zahlen vorgelegt. Dank des brummenden Cloud-Geschäfts Azure liegen Umsatz- und Gewinnwachstum über den Erwartungen. Immer mehr Unternehmen nutzen die Cloud-Speicherdienste von Azure und buchen nun vermehrt Cloud-Software (bspw. Office) hinzu. Hinter der AWS von Amazon ist die Azure-Cloud von Microsoft die Nummer 2 im Markt.

Microsoft ist mit 1 Billionen USD derzeit das wertvollste Unternehmen der Welt. Die guten Zahlen von Microsoft sorgen für einen versöhnlichen Wochenausklang am Aktienmarkt.

Schauen wir nun einmal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben.

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES18.7.19Woche ΔΣ '19 Δ
Dow Jones27.305 0,1%18,4%
DAX12.260 -0,5%16,1%
Nikkei21.467 -1,0%7,3%
Shanghai A 3.063 -0,2%17,3%
Euro/US-Dollar1,12-0,4%-1,9%
Euro/Yen120,92-0,5%-4,2%
10-Jahres-US-Anleihe2,05%-0,06-0,69
Umlaufrendite Dt-0,37%-0,10-0,47
Feinunze Gold$1.427 0,8%11,4%
Fass Brent Öl$62,52 -6,4%19,7%
Kupfer5.947 1,6%-1,1%
Baltic Dry Shipping2.130 22,4%67,6%
Bitcoin10.569 -7,8%169,5%



Das Zinsniveau sinkt weiter, Zinssenkungsphantasien beim Leitzins drücken auch die langfristigen Zinsen nach unten.

Der Goldpreis steigt weiter an (+1,6%). Ray Dalio, Gründer eines der weltweit größten Hedgefonds, empfiehlt in einer aktuellen Analyse Gold als sinnvolle Diversifikation für jedes Anlegerportfolio.

Nach den schwachen Q-Zahlen aus der Transportindustrie (CSX) ist der Ölpreis rückläufig (-5,7%).

Der Baltic Dry Verschiffungsindex ist kräftig angesprungen (+22%). Mag sein, dass die Lockerung der Sanktionen gegen Huawei für einen Anstieg der Transporttätigkeit Chinas geführt hat. Doch so ganz kann ich mir diesen kräftigen Anstieg noch nicht erklären.

Der Bitcoin fällt wieder (-8%). Hier sind überwiegend Angebot und Nachfrage gepaart mit der technischen Analyse ursächlich für die Bewegungen. Nachdem die Aussicht auf Finanzprodukte mit dem Bitcoin die Nachfrage vorübergehend angekurbelt hat, kommt es nun offensichtlich wieder zu einer Normalisierung bzw. Verschnaufpause.

Schauen wir nun einmal, wie sich die Anlegerstimmung entwickelt hat.




03. Sentiment: Neutralität dominiert

Gewinnwarnungen von BASF und Daimler in der Vorwoche und schwache Q-Zahlen von SAP in dieser Woche konnten den DAX zwar etwas zurückholen, aber nicht erneut in einen Abwärtstrend zurückwerfen. Im Gegenteil, diese Woche konnte sich der DAX relativ stabil halten.

Trotzdem ist das Lager derer, die den DAX derzeit in einem Abwärtsimpuls sehen, um 4% auf 28% angewachsen. Weitere 9% (+5%) gehen derzeit von einer Bodenbildung aus. Mit 40% (-10%) bleiben die meisten Anleger jedoch der Überzeugung, dass wir uns in einer Seitwärtsbwegung befinden. Die Stimmung unter den Anlegern ist somit leicht rückläufig, die Niedergeschlagenheit hält sich aber in Grenzen.

Schlagzeilen hat SAP diese Woche gemacht, dennoch ist der DAX relativ stabil geblieben. Doch die Schlagzeilen haben Anleger verunsichert: Mit 18% geben um 4% mehr Umfrageteilnehmer an, von der Börsenentwicklung dieser Woche überrascht worden zu sein. Kaum erfüllt sehen 33% (-1%) ihre Erwartungen. Mit 42% (+2%) fühlen die meisten Anleger ihre Erwartung zum größten Teil erfüllt und nur noch 7% (-4%) wollen sogar darauf spekuliert haben. Unterm Strich nimmt die Verunsicherung unter Anlegern zu.

Mit 27% (+4%) sind erstmals seit langer Zeit wieder mehr Anleger optimistisch als pessimistisch (-4% auf 26%). Weiterhin 37% erwarten für den DAX in den kommenden drei Monaten eine Seitwärtsbewegung. Der Zukunftspessimismus der Vorwochen ist somit verschwunden.

Dennoch wollen nur 12% (-4%) der Umfrageteilnehmer in den kommenden zwei Wochen Aktien zukaufen, unverändert 16% wollen ihre Positionen verkleinern. Mit 72% (+4%) ziehen sich sehr viele Anleger zurück auf die Seitenlinie und bleiben vorerst unentschlossen über ihre nächsten Aktivitäten.

Privatanleger, die sich über die Euwax absichern, haben ihre Absicherungspositionen stark zurückgefahren. Das Euwax-Sentiment zeigt mit einem Wert von -2,5 eine neutrale Verfassung an.

Das Put/Call-Verhältnis der Eurex zeigt eine leicht bullische Positionierung der Profis an.

Einen Schutz vor fallenden Notierungen, wie in den vergangenen Wochen vorhanden, gibt es seitens der heimischen Anleger nun also nicht mehr.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis ebenfalls auf einem niedrigen Niveau, auch in den USA sind Anleger moderat bullisch positioniert. US-Privatanleger weisen eine Bullenquote von 7,3% aus, ein leicht bullischer Wert.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 47% eine neutrale Verfassung an.

Interpretation



So ziemlich alle Sentimentindikatoren sind auf ein neutrales Niveau zurückgekehrt. Impulse für eine nächste Richtung oder Intensität einer künftigen Bewegung sind seitens der Sentimenttheorie derzeit nicht abzuleiten. Das heißt, dass Anleger nun frei sind, um auf neue Impulse zu reagieren.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich jedoch berichten, dass in den Sommerwochen Reaktionen häufig irrational ausfallen. Die Entscheidungsträger der Investmentgesellschaften befinden sich im Urlaub und die zweite Garde, die im Büro die Stellung hält, ist nicht autorisiert, nennenswerte Richtungswechsel vorzunehmen.

Somit sind zwar insbesondere bei Einzelaktien heftige Reaktionen möglich, da mit wenig Volumen große Wirkung erzielt werden kann. Doch häufig werden solche Kurssprünge in den folgenden Tagen dann wieder egalisiert.

Kurz gesagt: Genießen Sie ihren Urlaub!







04. Ausblick: Auftanken im Sommerloch

Weder BASF und Daimler noch SAP konnten den DAX in die Tiefe reißen. Derweil verdichten sich die Gerüchte, dass EZB Chef Mario Draghi auf seine letzten Tage noch das Inflationsziel von "nahe bei, aber nicht über 2%" überprüfen lasse. Er hält dem durch den Spiegel veröffentlichten Gerücht zufolge die Formulierung für zu sperrig.

Die Formulierung geht auf Ottmar Issing zurück, den ersten Chefvolkswirt der EZB. Eine wissenschaftliche Begründung hat er nie geliefert, sondern stets darauf verwiesen, dass man halt irgendein Ziel brauche.

Diese schwache Begründung macht sich nun Draghi zunutze und versucht offensichtlich, ein Inflationsziel von 2% durchzusetzen. Das sei leichter vermittelbar. Der große Unterschied: Die 2% können dann in der Zukunft auch von oben anvisiert werden.

Galt also bislang eine Inflation von über 2% als Warnsignal, so könnte es in der Zukunft Spielraum bis 3% oder gar 4% geben, da dies ja nur die umgekehrte Spanne von bis zu 0% wäre, die in der Vergangenheit schon öfter gemessen wurde.

Ich gehe davon aus, dass Draghi bei der nächsten Sitzung neue Anleihekäufe verkünden wird und den Übernachtzins für Bankeinlagen geringfügig senkt - er ist schon im Minus.

Kurz gesagt: Draghi macht seinem Spitznamen "Supermario" zum Ende seiner Amtszeit nochmals alle Ehre. Seine Nachfolgerin Christine Lagarde, die als Juristin diesen Strategiewechsel der EZB in die vorhandenen Paragraphen hineindichten soll, muss sich dann nicht einmal selber die Hände schmutzig machen.

Oder anders kurz gesagt: Die Geldflut wird anhalten, die Aktienbörsen werden weiter steigen!

Daher mache ich mir nicht wirklich Sorgen in diesen Wochen, wenn die Aktienmärkte vorübergehend als Reaktion auf einzelne Unternehmenszahlen Schwächen. Es gibt genügend Branchen, die gut performen.

Ich bleibe also dabei, dass wir unsere spekulativen Positionen mit Stopp Loss Orders abgesichert lassen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass sich das Sommerloch in ein paar Wochen nach oben auflösen wird.



05. Übersicht HT-Portfolio

Spekulation (≈10%) =8%WKN18.7.19Woche ΔΣ '19 ΔAnteil 5x2%!
Skyworks Solutions85776072,52 €1%1%1,9%A
TUITUAG008,94 €5%3%2,1%A
AlibabaA117ME155,80 €4%1%2,1%A
SiltronicWAF30066,60 €11%-1%2,0%A







Wachstum (≈30%) =27%WKN18.7.19Woche ΔΣ '19 ΔAnteil 4x7,5%!
BB BiotechA0NFN359,35 €-1%4%7,4%B
Nvidia918422152,14 €2%18%7,4%B
FinTech GroupFTG11122,90 €-1%23%3,7%B
ZuoraA2JHJJ13,75 €-5%-18%8,4%A







Dividende (≈25%) = 26,6%WKN18.7.19Woche ΔΣ '19 ΔAnteil 3x8%!
Innotec54051010,70 €-1%7%6,2%C
FreenetA0Z2ZZ17,78 €-2%5%6,6%C
Bet-at-HomeA0DNAY51,75 €-1%13%6,6%B
Deutsche Post55520029,50 €0%16%7,2%B







Absicherung (≈20%) =21,2%WKN18.7.19Woche ΔΣ '19 ΔAnteil 3x7%!
Goldbarren 100 gr100 gr.4.047,00 €2%14%7,8%A
Südzucker-AnleiheA0E6FU73,80%0%-3%6,5%A
Nokia-AnleiheA0T9L2108,96%0%8%6,8%B





Cashquote
Σ-Portfolio Ergebnis seit 2018

0%-2%17,2%
Ergebnis seit 2019


14,4%


Heibel-Ticker
GewichtungAnzahl Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis10%8%542%
WachstumEnkelkinder30%27%447,5%
DividendeUrlaub25%26,6%348%
AbsicherungZins & Gold20%21,2%336,7%
Summe
85%82,8%1515


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:


ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- & Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel

http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



06. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



07. An-/Ab-/Ummeldung

Ihre eMail Adresse oder Adressdaten ändern Sie bitte mit Ihrer bestehenden eMail Adresse und Ihrem Passwort unter

http://www.heibel-ticker.de

oder senden Sie uns einfach eine entsprechende eMail an:

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