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19.03.2021:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

16. Jahrgang - Ausgabe 11 (19.03.2021)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts210321.pdf



I N H A L T

01.Info-Kicker: Rotation vertuscht exorbitante Kursbewegungen in beide Richtungen
02.So tickt die Börse: Privatanleger vs. Profis vs. Fundamentalanleger
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Anleger partizipieren nicht an Allzeithochs im DAX
 -
04.Ausblick: Änderung unserer Portfolio-Struktur, Kaufempfehlung
05.Update beobachteter Werte
 Aktie ist über Verkaufslimit gesprungen, Teilverkauf
 4% Dividende beschlossen
06.Zertifikate im Kryptomarkt
 - : Suche nach günstigem, endlos laufenden und 100% gesicherten Papier
 - Zertifikate
 - 21Shares AG OE Z19(unl)Sygnum Win MOON ETP
 - Bitwise 10 Crypto Index Fund Registered Shares o.N.
 - ETC Issuance GmbH O.END ETN 20(unl.) Bitcoin
 - Lang & Schwarz AG O.End 17(17/unl.) WF02100000
 - Lang & Schwarz AG O.End 18(18/unl.) WF000BTC00
 - VanEck Vectors Bitcoin ETN - A USD ACC
 - Vontobel Financial Products OE Part.Z17(18/unl.) Bitcoin
 - XBT Provider AB O.E. 15(unl.) Bitcoin – 2x
 - Übersicht Zertifikate
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Rotation vertuscht exorbitante Kursbewegungen in beide Richtungen

Liebe Börsenfreunde,

*** SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: VIDEOKONFERENZ ***

Wais Samadzada (CIO Covesto) und ich haben am vergangenen Dienstag mit Carsten Mumm, Chefvolkswirt von Donner & Reuschel geplaudert. Wir haben analysiert, warum die Liquiditätsflutung im Rahmen der Finanzkrise 2008/2009 nicht zu Inflation führte, und was diese Mal anders ist. Außerdem haben wir den Bitcoin als neue Währung besprochen.

Sie können sich die Aufzeichnung gerne auf meinem YouTube-Kanal anschauen. Hier der direkte Link:

Salz & Pfeffer zum Mittag: Stephan Heibel & Wais Samadzada sprechen mit Carsten Mumm

*** ENDE SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: VIDEOKONFERENZ ***

Am vergangenen Freitag habe ich in der Heibel-Ticker Ausgabe ausgiebig über den Bitcoin geschrieben: Mehrere Überschriften und Auflistungen bereits in der Einleitung bis hin zur Betreffzeile mit diesem Begriff haben dazu geführt, dass Web.de und GMX.de die Ausgabe als Werbung eingestuft haben. Die Ausgabe wurde bei vielen Abonnenten dieser E-Mail Provider nicht zugestellt, ich musste eine kurze Info darüber mit entsprechendem Link nachreichen.

Hoffentlich können wir solche Probleme mit der heutigen Ausgabe vermeiden. Dies nur zur Erklärung, warum Sie den Begriff heute nicht in den Überschriften finden und ich ihn nur selten verwende.

Das heutige Kapitel 06 geht dennoch wie angekündigt intensiv auf die Zertifikatewelt im Umfeld der Kryptowährungen ein. Es gibt Zertifikate, die entsprechende Aktien enthalten, die einen Korb von Kryptowährungen enthalten oder die nur den Bitcoin enthalten. Für mich ist jeweils wichtig, wie die Zertifikate hinterlegt sind. Nur ein Zertifikat ist zu 100% mit dem Basiswert hinterlegt und hat daher meinen Freigabestempel erhalten :-).

Wenngleich der DAX diese Woche nur um 0,8% gestiegen ist, so täuscht die Wochenperformance darüber hinweg, dass zwischenzeitlich mehrfach neue Allzeithochs geschrieben wurden. Dabei gab es heftige Rotationen der verschiedenen Aktien. In Kapitel 02 habe ich für Sie aufgezeigt, welche teils gegenläufigen Strömungen auf dem Börsenparkett derzeit zu sehen sind.

Die Stimmung der Anleger ist gar nicht euphorisch, obwohl neue Allzeithochs in Serie geschrieben wurden. In Kapitel 03 zeige ich auf, warum das so ist und was das für die kommenden Wochen bedeutet.

Im heutigen Ausblick in Kapitel 04 passe ich unser Heibel-Ticker Portfolio an die neue Welt der Finanzmärkte an: Privatanleger haben wieder mehr Einfluss und jubeln unterschiedlichste Aktien in die Höhe. Ich habe ein wenig Platz im Portfolio für solche Spekulationen geschaffen, damit wir bei diesen heißen Stories dabei sein können. Das ist natürlich nur eine Zockerei, die nicht jedermanns Sache ist. Aber die derzeitige Marktsituation ist meiner Ansicht nach eine Aufforderung, auch solche Zockereien mit der nötigen Vorsicht zu spielen.

Wie immer gibt es die Updates zu unseren Portfoliotiteln in Kapitel 05 sowie eine tabellarische Übersicht in Kapitel 06.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Privatanleger vs. Profis vs. Fundamentalanleger

Nichts für schwache Nerven. Während der DAX von Rekord zu Rekord stürmt, werden Technologietitel ausverkauft.

Zoom Video hat diese Woche 9% verloren, Tesla -9%, Pinduoduo -15%, Peloton -12% stehen symbolisch für die Corona-Gewinner, die nun ausverkauft werden.

Aber auch die Technik-Giganten Amazon, Apple, Alphabet, Microsoft und Facebook haben zwischenzeitlich über 5% abgegeben.

In Deutschland hält sich der Ausverkauf in Grenzen, weil wir keine Tech-Unternehmen haben. Ja, TeamViewer notiert heute bei -14%, doch dafür gibt es einen hausgemachten Grund: Das Unternehmen sponsert Manchester United und muss für die teure Werbung seine Gewinnmarge nach unten korrigieren.

So scheint das Börsengewitter an Deutschland vorbei zu ziehen, obwohl gerade hierzulande die Tagesmeldungen alles andere als erfreulich sind. Der schleppende Impfstart mutiert zur Impfschlappe durch Vertrauensverlust auf allen Ebenen. CTS Eventim (-7%) und TUI (-8%) leiden am stärksten darunter, wenn der Termin einer möglichen Herdenimmunität weiter nach hinten verschoben wird.

Stattdessen freut man sich in Deutschland über die Auferstehung der Automobilbranche: Volkswagen (+15%) will in Europa gleich 6 Giga-Fabriken für Batterien bauen. Daimler (+4%) und BMW (+6%) holen in Sachen Elektromobilität ebenfalls langsam auf. Auch Varta, Hersteller von Knopfbatterien für Kopfhörer und Ohrstöpsel, sprang um 15% an, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hat, auch in die Produktion von Autobatterien einzusteigen.

Eckert & Ziegler (+13%), Experte für medizinische Strahlentechnologie hat überraschend bekannt gegeben, dass das Ergebnis für 2020 um 20% höher liegt als erwartet. Sartorius (+11%) hat die Prognose angehoben. Laborbedarf wird wohl beim langsamen Impffortschritt länger benötigt als bislang angenommen.

Highflyer zum Jahresstart waren Encavis (-10%) und SMA Solar (-9%). Beide hoch bewerteten Versorger mussten diese Woche ohne unternehmenseigene Ereignisse kräftig Federn lassen. Insbesondere für Encavis gilt, dass die Rückflüsse der aktuellen Investitionen erst über die nächsten Jahre erfolgen werden. Bei steigenden Zinsen werden künftige Einnahmen weniger wert.

Bleiben ThyssenKrupp (-8%) und Salzgitter (-13%), die diese Woche Zahlen vorgelegt haben. Beide Aktien gehören zu den absoluten Gewinnern der Impfstoffrallye, die Mitte November startete. Ich verbuche die aktuellen Kursverluste als Gewinnmitnahmen.

Nichts für schwache Nerven, denn es gibt eine ganze Reihe von Entwicklungen, die teils gegenläufig, teils sich gegenseitig verstärkend derzeit mit den Anlegern Karussell fahren.

Da ist beispielsweise die Zinsentscheidung aus den USA. Die US-Notenbank hat diese Woche getagt und Fed-Chef Jay Powell hat im Anschluss die Entscheidung bekannt gegeben. Wie nicht anders zu erwarten hat er in epischer Breite darüber gesprochen, dass eine Straffung der Geldpolitik überhaupt nicht absehbar ist, mindestens nicht bis Ende 2023.

Um es kurz zu machen: US-Notenbank, EZB, Bank of England und die Bank of Japan fluten die Märkte mit billigem Geld. Wer nach der großen Finanzkrise auf eine Inflation setzte, wurde eines besseren belehrt. Könnte es auch dieses Mal so kommen?

In unserem "Salz & Pfeffer zum Mittag" haben Wais und ich im Gespräch mit Carsten Mumm, Chefvolkswirt von Donner & Reuschel, ausgelotet, wie es dieses Mal laufen könnte. Carsten Mumm deutete darauf hin, dass nach der großen Finanzkrise sämtliche Liquidität der Notenbanken von den schwarzen Löchern in den Bankbilanzen aufgesogen wurde und somit nicht in Umlauf kam. Dadurch gab es gar keine inflationären Tendenzen, obwohl die Bilanz der Notenbanken aufgebläht wurden.

Dieses Mal sind viele Notenbanken bereits weitgehend am Limit ihrer Möglichkeiten - auch wenn sie anderes behaupten. Die Staaten sind diesmal die wirklichen Akteure, indem sie gigantische Konjunkturprogramme über die Ausgabe von Anleihen finanzieren. Die Anleihen landen am Ende wieder in der Notenbankbilanz. Die Ausgaben versickern dieses Mal jedoch nicht in den schwarzen Löchern von Banken, sondern werden direkt in die Wirtschaft gegeben: Infrastrukturprojekte bis hin zu Helikoptergeld, das direkt auf das Konto der US-Bürger gebucht wird.

Die Gefahren für einen Inflationsdruck stehen dieses Mal also höher als vor 10 Jahren.

Im Anschluss an unser Gespräch habe ich noch ein wenig über die Modern Monetär Theory (MMT) nachgelesen: Ein Lieblingskind der Politik, denn mit ihr werden politische Ziele finanzierbar, die aus Sicht der traditionellen Volkswirtschaft nicht realisierbar wären. Das Kalkül ist recht einfach: Die Politik definiert, was wünschenswert ist und setzt ihre Ziele um, ohne Rücksichtnahme auf Finanzierbarkeit, Schuldenbremse oder 3% Neuverschuldungsgrenze. Dank der Corona-Pandemie können alle diesbezüglichen Vorschriften missachtet werden.

Nun warten Carsten Mumm, ich und mit uns so ziemlich alle anderen Volkswirte in Deutschland auf die Inflation, die kommen muss. Doch die Politik als Abbild der Gesellschaft ist mächtiger als die Wissenschaft. Sie kann durch das Erheben von Steuern gezielt Liquidität aus dem Markt ziehen, um inflationäre Tendenzen in bestimmten Marktsektoren frühzeitig zu verhindern.

Die MMT sieht explizit vor, dass die gewünschten politischen Ziele umgesetzt werden, weil der Markt nach Überzeugung der MMT-Vertreter stets zu unerwünschten Verzerrungen führt. Für die Bekämpfung der Inflation ist danach nicht mehr die Notenbank verantwortlich, sondern die Politik über das Erheben von gezielten Steuern.

Mein früherer Professor Bofinger aus Würzburg war über Jahre einer der wenigen Verfechter dieses Ansatzes und als einer der fünf Wirtschaftsweisen in Berlin gern gesehen.

Spannend, denn hier werden seit vielen Jahren fast alle Volkswirte in Deutschland vorgeführt. Ja, lange kann das nicht gut gehen, ist die einhellige Meinung meiner Zunft. Doch was genau ist "lange"? 10 Jahre sind um. Können es auch 20 Jahre sein? Oder 30? Dann sprechen wir schon von einer völlig neuen Generation und Welt. Wenn wir erst einmal 30 Jahre glücklich in diesem gelenkten System gelebt haben, waren dann 30 Jahre lang Kritik gerechtfertigt?

Nicht lamentieren, habe ich mir frühzeitig geschworen. Lieber handeln. Unter anderem auch aus diesem Grund arbeite ich für Sie das Thema Kryptowährungen intensiv auf.

Doch kommen wir zum Markt zurück: 23% des täglichen Handelsvolumens in Aktien in den USA stammte im Jahr 2020 von Privatanlegern. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahr 2019 und in allen Jahren zuvor. Mit einem Schlag ist der Privatanleger wieder präsent auf dem Parkett.

Nächste Woche gehen in den USA die Corona-Schecks raus: Jeder US-Amerikaner mit einem Einkommen von weniger als 75.000 USD bekommt einen Scheck über 1.400 USD zugeschickt, einfach so: Helikoptergeld. 40% dieses Geldes soll Umfragen zufolge in den Aktienmarkt fließen. Paypal, Visa, Mastercard und Square stehen auf der Wunschliste der US-Kleinanleger ganz oben, aber auch der Bitcoin selbst. Zudem gibt es eine Reihe von kleineren Titeln, die bereits im Vorfeld heiß gelaufen sind: Global Payments, Wex und Fleetcor Technologies. Lasst die Spiele beginnen!

Den Privatanlegern stehen die institutionellen Anleger entgegen. Die Profis sind hochintelligent, was im Allgemeinen deswegen so betont wird, weil man diese Intelligenz den Privatanlegern abspricht. Ein Fehler, wie ich im Heibel-Ticker immer wieder belegt habe. Aber sei's drum, Profis schauen sich die Entwicklung am Zinsmarkt an.

Die Rendite für die 10 Jahre laufende US-Staatsanleihe ist inzwischen auf 1,73% gestiegen. Noch zum Jahreswechsel stand die Rendite bei 0,92%. Vor Corona pendelte die Rendite zwischen 1,50 und 1,90 und schickte sich an, in Richtung 2% zu laufen. Doch Corona hat die Rendite auf zwischenzeitlich 0,5% gedrückt. Mit zunehmender Normalisierung in den USA, fortgeschrittenem Impffortschritt und der Öffnung der Disneyparks ist auch das Zinsniveau wieder auf das Vor-Coronaniveau zurückgekehrt und schickt sich nun an, in Richtung 2% zu laufen.

Jay Powell hat in seiner Rede mit Detailwissen geglänzt: Er ging Rohstoff für Rohstoff durch und erklärte, warum der jeweilige Preisanstieg entweder auf den Basiseffekt oder auf andere besondere Umstände zurückzuführen und daher nicht nachhaltig sei. Ein Ende der lockeren Geldpolitik werde erst dann eingeläutet, wenn Inflation vorhanden sei.

Damit hat die Fed einen weiteren Wechsel in ihrer Politik vollzogen: Zwischen Maßnahmen der Notenbanken und deren Wirkung liegen meist 6-9 Monate Zeitverzögerung. Daher reagiert die Notenbank bereits dann, wenn entsprechende Änderungen absehbar sind. Wenn also die Prognosen einen Anstieg der Inflationsrate über 2% erkennen, wird die Notenbank aktiv. So zumindest war es in den vergangenen Jahrzehnten.

Jay Powell betonte diese Woche jedoch mehrfach, dass die Notenbank erst dann überhaupt Überlegungen für Maßnahmen anstellen werde, wenn gesichert sei, dass die Inflation nachhaltig über 2% gestiegen sei. Es reiche also nicht aus, wenn die Inflation vorübergehend mal aufgrund der oben genannten Sondereffekte über 2% notiere, sondern die Inflation müsse nachhaltig über 2% bleiben, um überhaupt einen Denkprozess bei den Notenbankmitgliedern anzustoßen.

Und darüber hinaus sei es nicht mehr das Ziel, die Inflation nahe unter 2% zu halten, sondern nach der langen Zeit niedriger Inflation könne man sich nun auch eine lange Zeit mit einer Inflationsrate über 2% vorstellen.

In meiner Zeit in den USA habe ich die unterschiedlichen Parkverbotsschilder kennengelernt. Meist kostete mich das Kennenlernen solcher Schilder ein wenig Geld :-(. Ich musste lachen, als ich am Flughafen New Jersey Halteverbotsschilder für 3 Minuten maximale Haltedauer sah. Das war aber nichts gegen die Schilder, die auf der Straße vor dem UN-Hauptgebäude stehen: "Don't even think about stopping here" no kidding: "Denk nicht einmal daran, hier zu halten". Jay Powell muss dieses Schild im Kopf gehabt haben, als er seine Pressekonferenz abhielt: "Denkt nicht einmal daran, dass wir irgendwann die Liquiditätsflutung zurückführen könnten".

Eine solche Aussage vor dem Hintergrund einer Erhöhung der Konjunkturprognose, Aktienmärkten auf Allzeithochs und einem Nachholeffekt, der meiner Einschätzung nach viele überraschen wird, ist sportlich.

Stattdessen hob er die Arbeitslosigkeit hervor: Wichtiger als das Inflationsziel sei der Arbeitsmarkt. Und dort gebe es noch immer große Ungleichheit zwischen ethnischen Gruppen.

Eine solche Aussage von einem Notenbankchef ist mutig. Anders als in Europa fühlt sich die US-Notenbank zwei Zielen verpflichtet: Geldwertstabilität und Vollbeschäftigung. Die EZB kennt ausschließlich die Geldwertstabilität, damit sie nicht in Gewissenskonflikte kommt. Nun hat Powell eine klare Periodisierung vorgenommen. Fortan wird sich die Erwartung über künftige geopolitische Entscheidungen der US-Notenbank aus den Arbeitsmarktdaten ableiten.

Einmal mehr passt die MMT hier wunderbar hinein: Was soll sich die Notenbank um die Geldwertstabilität kümmern, wenn die Politik das doch durch gezielte Steuern viel besser kann.

Die oben erwähnten "intelligenten" Profis lesen daraus jedoch nur eines ab: Die Inflation wird nicht mehr beachtet, die Geldflutung setzt sich fort, daher muss irgendwann eine hohe Inflationsrate folgen. Daher fliehen Profis aus den Anleihen, Anleihekurse sinken und führen somit zu steigenden Zinsen. Bei der 10 Jahre laufenden US-Staatsanleihe ist der Zins allein in dieser Woche um 0,11%punkte auf 1,72% angestiegen.

So, nun sind wir wieder bei den Wachstums- und Technologieaktien, die sodann eben ausverkauft werden, weil deren zukünftige Erträge weniger wert werden. Ich habe das in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt.

Bleiben die konjunktursensiblen Aktien und die Aktien mit großem Nachholbedarf in einer Zeit nach Corona. Diese sind im Rahmen der Impfstoffrallye seit Mitte November kräftig angesprungen. Weiter oben habe ich Salzgitter und ThyssenKrupp genannt, deren Kurse mit Bekanntgabe der erwartet guten Zahlen eingebrochen sind, Gewinnmitnahmen. Insbesondere die langfristig und fundamental orientierten Anleger finden diese Aktien interessant und wollen sich für den Konjunkturaufschwung positionieren.

Wir haben also drei Gruppen von Anlegern auf dem Parkett: Corona-Hilfe Empfänger, nennen wir Sie ruhig die Masse, die sich über WallStreetBets koordiniert. Profis, die Angst vor steigenden Zinsen haben. Und Fundamentalanleger, die genau jetzt die Positionen für die kommenden Jahre eingehen möchten.

Nach einem Jahrzehnt, in dem ausschließlich Technologieaktien angestiegen sind und heute vollständig die Liste der größten 10 Unternehmen bevölkern, haben die Zinsüberlegungen, die die Profis derzeit anstellen, große Auswirkungen auf das Marktgeschehen. Neue Allzeithochs werden durch die anderen beiden Gruppen erzielt: Privatanleger, die ihre Lieblinge in die Höhe jubeln und Fundamentalanleger, die sich langfristig positionieren. Immer wieder kommt es natürlich zu Gewinnmitnahmen auch in diesen Gruppen. Doch der Löwenanteil auf dem Börsenparkett spielt sich derzeit in den Technologieaktien ab.

Irre, dass DAX und Dow Jones ein Allzeithoch nach dem anderen erklimmen, während Profis ihre Tech-Aktien aus den Portfolios werfen.

Bevor ich ableite, wie sich die Aktienmärkte in den kommenden Wochen entwickeln könnten, schauen wir uns mal die Wochenbewegung der wichtigsten Indizes an:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES18.3.21Woche ΔΣ '21 Δ
Dow Jones32.739 0,1%7,4%
DAX14.621 0,8%6,6%
Nikkei29.792 0,2%8,6%
Shanghai A 3.569 -1,4%-0,3%
Euro/US-Dollar1,19-0,4%-3,1%
Euro/Yen129,62-0,6%2,3%
10-Jahres-US-Anleihe1,72%0,100,79
Umlaufrendite Dt-0,36%0,010,20
Feinunze Gold$1.743 1,1%-7,5%
Fass Brent Öl$64,38 -7,0%25,3%
Kupfer$9.001 0,7%14,8%
Baltic Dry Shipping$2.215 12,4%62,2%
Bitcoin$58.879 2,7%109,1%



In Deutschland (+0,01%punkte) wurde die Zinsrallye der USA (+0,11%punkte) kaum nachvollzogen. Das mag mehrere Ursachen haben. Auf der einen Seite profitieren insbesondere die DAX-Unternehmen als Exportweltmeister vom globalen Konjunkturoptimismus. Auf der anderen Seite führt das Impfchaos in Deutschland zu gedämpften Erwartungen für die Erholung der Binnenkonjunktur, was sich europaweit in einem anhaltend niedrigen Zinsniveau ausdrückt.

So ist auch die anhaltende Stabilisierung des US-Dollars gegenüber dem Euro nicht verwunderlich (+0,6%), denn steigende Zinsen in den USA sind attraktiv für internationales Kapital, das dann lieber in US-Dollar geparkt wird.

Am Ölmarkt gab es keine Meldung, die gestern für den Ölpreiseinbruch von 7% binnen weniger Minuten verantwortlich war. Natürlich wurde die Notenbanksitzung dafür verantwortlich gemacht und man bezieht sich auf den steigenden US-Dollar. Doch so stark waren die Reaktionen nicht, dass der Ölpreis um zwischenzeitlich sogar 10% einbrechen würde. Da muss noch was anderes passiert sein, was wir noch nicht wissen. Vielleicht haben die Saudis einfach ihren Ölhahn wieder aufgedreht?

Schauen wir mal, wie sich die aktuellen Entwicklungen auf die Stimmung der Anleger ausgewirkt haben.




03. Sentiment: Anleger partizipieren nicht an Allzeithochs im DAX

Jeden Tag ein neues Allzeithoch im DAX. Erst zum Wochenschluss kommt es zu einer kleinen Konsolidierung. Da dürfte das Anlegersentiment in Deutschland diese Woche doch geradezu überschäumen vor Freude, oder?

Nun, mit einem Wert von 4,2 messen wir zwar Euphorie, doch im Vergleich zur Vorwoche (4,8) ist die Anlegerstimmung schon wieder auf dem Rückweg. Das mag auch daran liegen, dass die Rallye von immer weniger Titeln getragen wird, die dafür jedoch um so größere Kursgewinne verzeichnen. Nur 11 Titel im DAX verzeichnen diese Woche ein Plus, während 19 Titel mit einem Minus aus dem Ring gehen. Im MDAX sieht es ähnlich aus, 22 Titel verzeichnen ein Plus, während 38 Titel Federn ließen. Und im SDAX ist das Verhältnis 29:41.

Kein Wunder also, dass ein Teil der Anleger sich zwar über die vielen Allzeithochs freut, aber das Ganze irgendwie im eigenen Depot nicht sieht.

Technisch betrachtet ist es kein gutes Zeichen, wenn eine Rallye von immer weniger Titeln getragen wird. Es fehlt die "Marktbreite", sagt man. Oder kurz gesagt, die Rallye ist nicht mehr sonderlich gesund.

So ist auch die Selbstzufriedenheit mit einem Wert von 1,5 eher als neutral einzustufen. Selbstzufrieden zurücklehnen tut sich derzeit niemand.

Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung weiter abgerutscht. Pessimisten dominieren mit einem Wert von -0,6. 15% unserer Umfrageteilnehmer sehen in der aktuellen Entwicklung im DAX eine Topbildung.

Da ist es wenig überraschend, dass die Investitionsbereitschaft auf -0,3 gesunken ist, dem niedrigsten Stand seit August 2020. Eigentlich gibt es immer irgendetwas, das es sich zu kaufen lohnt. Eine negative Investitionsbereitschaft haben wir nur sehr selten verzeichnet.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist auf einen Wert von -11,5 eingebrochen. Vor dem Hintergrund der Rekordstände kaufen Privatanleger überwiegend Absicherungsprodukte, mit denen sie ihre erzielten Buchgewinne absichern und sich vor fallenden Kursen schützen wollen.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist leicht angestiegen, notiert aber noch immer auf einem extrem niedrigen Niveau. Noch immer zocken US-Anleger also gehebelt auf steigende Kurse.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager ist nach dem Ausverkauf auf 48% in der Vorwoche nun wieder auf 78% angesprungen.

US-Privatanleger haben eine Bullenquote von 25% und sind damit ebenfalls überwiegend optimistisch gestimmt. Im Vergleich zur Vorwoche ist das Bullenlager leicht kleiner geworden, während das Bärenlager unverändert ist.

Der technische Angst & Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 61% eine neutrale Verfassung an.

Interpretation



Auf der einen Seite sehen viele Anleger die Allzeithochs in den Indizes und sichern sich ab. Auf der anderen Seite fehlen bei vielen Anlegern die Glücksgefühle, die zu einer gefährlichen Euphorie bei Allzeithochs führen, denn nur wenige Aktien haben die Indizes auf die Rekordstände geführt.

Damit ist die Basis für eine Fortsetzung der Rallye gelegt. Am heutigen Freitag haben wir eine kleine Konsolidierung der Wochengewinne gesehen, was vor einem Wochenende nicht weiter ungewöhnlich ist. Technisch betrachtet könnte die Rallye am Montag fortgesetzt werden.

Die Frage ist jedoch: Haben sich die Anleger in den richtigen Aktien abgesichert? Wir beobachten eine Rotation, deren vorläufiger Höhepunkt vor zwei Wochen dazu führte, dass der DAX sein bisheriges Allzeithoch übersprang, während Technologieaktien korrigierten. Um diesen Rotationsprozess zu beenden, fehlt noch eine weitere Eskalationsstufe im Ausverkauf der Technologietitel. Hier müssen wir insbesondere in die USA schauen, da wir hier in Deutschland kaum Technologietitel haben (10% Marktanteil in den 160 Titeln der DAX-Familie).

In einer solchen Situation ist es schwierig, die Bewegung eines Indexes zu kommentieren, der verschiedene Aktien beinhaltet: Ja, der DAX dürfte als Export-Index überwiegend Titel enthalten, die vom Konjunkturoptimismus weiter nach oben getrieben werden. Ein heftiger Ausverkauf im Bereich der Technologietitel, und sei es auch nur in den USA, kann jedoch jederzeit den gesamten Markt mit nach unten reißen.

Da Anleger starke Absicherungen eingegangen sind, würde ich davon ausgehen, dass eventuelle Rücksetzer nur kurz und moderat ausfallen.










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06. Zertifikate im Kryptomarkt



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Fr, 19. März um 18:43 Uhr
Im Teil I unserer Bitcoin-Reise habe ich Ihnen dargelegt, warum der Bitcoin meiner Ansicht nach keine Modeerscheinung ist, sondern seinen Platz in der Finanzwelt hat. Ich habe auch erklärt, warum der Bitcoin kein Zahlungsmittel, sondern ein Wertaufbewahrungsmittel ist.

Wir haben uns dann einige Aktien angeschaut, deren Kurs stark mit dem Bitcoin-Kurs korreliert.

Heute schauen wir uns Zertifikate an, die für die Bitcoinwelt ausgegeben wurden.

Doch zuvor möchte ich Ihnen noch einen Vergleich aufzeigen, der vielleicht beim Verständnis hilft. Dazu möchte ich kurz in die Geldpolitik eintauchen. Keine Angst, ich halte es einfach.

Geld wird im Allgemeinen von Staaten ausgegeben. Letztlich ist es die Gemeinschaft, also das Volk, das sich auf eine Währung einigt, mit der man Güter und Leistungen verrechnen kann. In Deutschland war das bis 2002 die D-Mark, in Frankreich der Franc und in Italien die Lira.

Das Volk koordiniert sich über die Volksvertreter. Wenn sich das Volk also auf eine Währung einigt, dann wird diese Entscheidung von den Volksvertretern, den Politikern umgesetzt. Diese haben eine Institution geschaffen, die für die Steuerung des Geldes verantwortlich ist: Die Notenbank.

Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen ein politischer Einfluss auf die Notenbank zu schlechten Ergebnissen führte, daher wurde in Deutschland eine von der Politik unabhängige Notenbank geschaffen.

Frankreich und Italien hatten das nicht und beneideten uns um diese Institution. So wurde die EZB nach dem Vorbild der unabhängigen Bundesbank konzipiert.

Nun ist es fraglich, ob diese Unabhängigkeit der EZB noch gegeben ist. Wenn die einzelnen Mitgliedsländer ungezügelt Staatsanleihen zur Finanzierung politischer Ziele ausgeben, die von der EZB über den Umweg der Geschäftsbanken aufgekauft werden. Als Notmaßnahme zur Krisenbewältigung mag das vor 12 Jahren vorübergehend gerechtfertigt gewesen sein, doch nach nunmehr 12 Jahren sieht es für mich nicht mehr so aus, als könne die EZB unabhängig die Geldwertstabilität sicherstellen. Mit der Diskussion über Klimaziele verlässt die EZB nun endgültig ihre angestammte Aufgabe der Sicherung der Geldwertstabilität als einziges Ziel.

In der öffentlichen Diskussion wird die EZB als einzige Institution bezeichnet, die Krisen bewältigen könne. Wenn man sich mit der Modern Monetary Theory (MMT) beschäftigt, kommt man schnell zu der Vermutung, dass die EZB schon lange nicht mehr handlungsfähig ist, geschweige denn die Geldwertstabilität sicherstellen kann. Im Gegenteil, die Politik sitzt am Steuer.

Politische Ziele werden durch die Ausgabe von Staatsanleihen finanziert. Die Bildung eines Marktpreises für diese politische Aufgabe wird durch die EZB verhindert.

Wir haben also genau das, was wir vermeiden wollten. Das kann über viele Jahre gut gehen. Dennoch ist der Systemfehler nicht zu übersehen und so gehe ich davon aus, dass der Euro früher oder später grundlegend überarbeitet werden muss.

Die MMT sieht die Steuerung der Geldwertstabilität (eigentlich die Aufgabe der EZB) über die gezielte Besteuerung durch die Politik vor. Die Politik kann also politische Ziele finanzieren und anschließend ungewollte inflationäre Folgen durch die Steuerpolitik verhindern.

Nun würden wir in die gesellschaftspolitische Diskussion der Gerechtigkeit kommen: Welches System ist gerecht? Darf man eine Geldwertstabilität den demokratisch gebildeten politischen Schwerpunkten unterordnen? Wie lange geht das gut?

Die Antwort auf diese Fragen muss erst noch gefunden werden. Doch es gibt viele Menschen, die darauf nicht warten wollen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist dieser Weg ein Irrweg. Wäre es nicht schön, wenn es eine Währung gäbe, die dem Zugriff der Politik entzogen ist?

So betrachtet ist der Bitcoin eine Währung, die vom Volk ausgegeben wird. Besser noch, hier handelt nicht das Volk eines Staates, sondern die gesamte Menschheit. Während der Euro durch die EZB ausgegeben wird, der US-Dollar durch die Federal Reserve, der Yen durch die Bank of Japan, das britische Pfund durch die Bank of England und der Yuan durch die Peoples Bank of China, wird der Bitcoin durch die gesamte Menschheit ausgegeben. Jeder, der das technische Verständnis dafür mitbringt, darf Teil der Notenbank werden.

Der Weg des Geldes von der Notenbank bis zu uns Endverbrauchern, Sparern und bis zum Bezahlen von Rechnungen ist noch weit. Es gibt unzählige Unternehmen, die dort mitmischen wollen: Paypal, Bison, ... wir werden uns diese Unternehmen und deren Leistungen noch näher anschauen.

Soweit der kleine Exkurs. Vielleicht hilft diese Betrachtungsweise, die gegensätzlichen Interessen verschiedener Marktteilnehmer zu verstehen. Letztlich ist es gut nachvollziehbar, dass jeder Politiker gegen den Bitcoin Sturm läuft, weil der Politik dadurch Handlungsspielraum genommen wird. Wir dürfen also gespannt sein, welche Tricks sich die Politik einfallen lassen wird.

Diese Woche wurde bekannt, dass Indien den Bitcoin verbieten wird: der Besitz und auch die Abwicklung von Transaktionen werden unter Strafe gestellt. Das Gesetz werde insbesondere auf Unternehmen abzielen, die den Handel und Besitz unterstützen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, haben die Inder 6 Monate Zeit, sich von ihren Beständen zu trennen.

Die Bitcoin-Gemeinde belächelt solche Vorstöße. Längst ist man nicht mehr auf lokale Anbieter angewiesen und insbesondere Kriminelle, die den Bitcoin für ihre Zwecke nutzen, sind in der Lage, ihre Aktivitäten über anonymisierte Kanäle abzuwickeln.

So hat der Kurs des Bitcoins in Folge dieser Meldung nur für ein paar Stunden einen Dämpfer bekommen.

ZERTIFIKATE

So, nun aber zu den Zertifikaten. Wir müssen unterscheiden zwischen Zertifikaten, die Aktien enthalten, deren Kurs an der Bitcoin-Welt hängt und Zertifikaten, deren Kurs direkt von Bitcoinkurs abhängt.


21SHARES AG OE Z19(UNL)SYGNUM WIN MOON ETP

Offizielle Name:
Sygnum Platform Winners Index ETP (MOON)
ISIN: CH0508793459 WKN: A270EB

Korb nativer Kryptowährungen, 100% hinterlegt.

Emittent des Papieres ist die 21Shares AG aus der Schweiz. Ich habe zuvor noch nie von denen gehört. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Investitionen in Kryptowährungen so einfach zu machen wie das Investieren in Aktien.

Der Zusatz „Moon” (Mond) weckt die Assoziation zum Schlachtruf der WallStreetBets-Massen, die immer wieder Kurse in die Höhe – oder eben zum Mond – jubeln.

Ein ETP ist ein Electronic Traded Product (elektronisxch gehandeltes Produkt). Es handelt sich also um eine Inhaberschuldverschreibung, die von 21Shares ausgegeben wird und das Versprechen enthält, den jeweiligen Gegenwert der enthaltenen Werte in US-Dollar auszubezahlen.

Im Moon enthalten sind die geläufigsten „nativen” Kryptowährungen. Als native bezeichnet man Kryptowährungen, die auf einem eigenen Netzwerk aufbauen, also einen ganz eigenen Wert haben. Im Unterschied dazu sind die „non-native” Kryptowährungen an einen anderen Wert gekoppelt, beispielsweise an den US-Dollar.

Aktuell macht der Bitcoin 61% des Portfoliovolumens aus, der Ether 19%, Cardano 6%, Binance Coin 5%, EOS 4%, NEO 2%, Polkadot 1% und Tezos 1%. Die Zusammensetzung wird quartalsweise angepasst, Kriterien wie Marktkapitalisierung, Handelsvolumen und Akzeptanz durch Entwickler gehen in die jeweilige Gewichtung ein.

Es stehen Papiere im Wert von aktuell rund 35 Mio. USD aus. Die enthaltenen Werte sind zu 100% hinterlegt.

Das Papier wurde im Dezember 2019 emittiert und hat kein Laufzeitende. Beim Kauf sowie Verkauf werden je 0,53% an Gebühren fällig. Zudem gibt es eine Managementgebühr von 2,5% p.a..


BITWISE 10 CRYPTO INDEX FUND REGISTERED SHARES O.N.

Offizieller Name:
Bitwise 10 Crypto Index Fund
WKN: A2QMLZ ISIN: US0917491013

Korb von Kryptowährungen, nicht hinterlegt

Emittent ist das US-Unternehmen Bitwise, das sich auf die Abbildung von Kryptowährungen spezialisiert hat.

Es handelt sich um einen Index-Fonds. Der Index für Kryptowährungen wird monatlich überarbeitet und enthält 10 Kryptowährungen. Der Bitcoin macht mit 79% den Löwenanteil aus, es folgen Etherum 15% und dann eine Reihe weiterer Kryptowährungen mit weniger als 1% Gewicht: Litecoin, Chainlink, Bitcoi Cash, Stellar Lumens, Unisqap, Aave, Cosmos, EOS.

Im Bitwise-Fonds müssen die Bestandteile des Indexes nicht enthalten sein. Die Performance des Indexes kann auch durch Finanzinstrumente (Optionen, ...) nachgebildet werden. Entsprechend ist eine Rücknahme des Fondsanteils durch den Emittenten und eine entsprechende Vergütung des Gegenwertes nicht vorgesehen, der Anleger muss den Fonds über die Börse verkaufen. Auch bei diesem Fonds fällt eine Managementgebühr von 2,5% p.a. an.

Kurz gesagt: Zockerpapier. Das zeigt auch die Kursentwicklung seit Ausgabe des Papiers: Während der Bitcoin beispielsweise seither um 150% angesprungen ist, hat sich der Wert dieses Papiers überhaupt nicht bewegt.

Vorsicht vor diesem Papier!

ETC ISSUANCE GMBH O.END ETN 20(UNL.) BITCOIN

Offizieller Name:
BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto
WKN: A27Z30 ISIN: DE000A27Z304

Emittent ist die ETC Issuance GmbH mit Sitz in London. Ein ETC ist ein elektronisch gehandelter Rohstoff (Electronic Taded Commodity), in unserem Fall ist der Rohstoff eine Kryptowährung. Der zugrunde liegende Rohstoff wird zu 100% hinterlegt. In unserem Fall ist es der Bitcoin.

Anleger können jederzeit die Auszahlung ihres Anteils verlangen. Dies kann dann in das Wallet des Anlegers gebucht werden, verursacht jedoch Transaktionskosten. Alternativ kann auch die Auszahlung in US-Dollar verlangt werden.

Das Papier wird in US-Dollar notiert und entspricht einem Tausendstel des Bitcoin-Kurses. Über Xetra wird jedoch der Kurs in Euro angezeigt.

Die Management-Gebühr gibt es bei diesem Produkt nicht, stattdessen wird der Wert über die Zeit um jährlich 2% reduziert.

Dieses Papier ist in meinen Augen sehr anlegerfreundlich konzipiert. Hasenfuß hier ist der Emittent, auf den sich der Anleger verlassen muss. Dier ETC Group, Mutter der ETC Issuance GmbH, kenne ich schon seit vielen Jahren. In normalen Zeiten kann man sich auf deren Dienste verlassen. Zu Zeiten wie zur Finanzkrise 2008/2009 kann es jedoch vorkommen, dass der geregelte Handel vorübergehend nicht sichergestellt werden kann: Sie mussten damals einige Wochen warten, wenn Sie Ihren Gold-ETC verkaufen wollten.


LANG & SCHWARZ AG O.END 17(17/UNL.) WF02100000

Offizieller Name:
Endlos-Zertifikate bezogen auf den Wikifolio-Index Bitcoin Invest (02100000)
WKN: LS9KZ5 ISIN: DE000LS9KZ51

Wikifolio mit Aktien von Kryptounternehmen, gemanagt von Florian Reeh, der sich den Untertitel „Kulturverarmer” gibt.

Lang & Schwarz hat mit der Plattform Wikifolio jedem Anleger die Möglichkeit gegeben, sein Können unter Beweis zu stellen und zum Fondsmanager zu werden. Jeder Anleger kann sich dort registrieren, einen Fonds eröffnen und Titel in diesen Fonds kaufen bzw. verkaufen, alles als virtuelles Depot, denn Geld muss nicht hinterlegt werden.

Wenn sich viele Anleger für einen bestimmten Wikifolio-Fonds interessieren, eröffnet Wikifolio anderen Anlegern die Möglichkeit, einen entsprechenden Fonds zu kaufen. Wikifolio kauft also über Lang & Schwarz die enthaltenen Papiere und wickelt alle rechtlichen Dinge ab und vergibt eine WKN, die dann von jedem Anleger gekauft werden kann. Der Wikifolio-Initiator entscheidet weiterhin, welche Papiere gekauft und verkauft werden.

Florian Reh betreibt insgesamt 18 unterschiedliche Wikifolios: Cannabis Invest, 3D Druck Invest, sogar einen OS Crypto Cannabis 3D Invest.

Im oben genannten Wikifolio befinden sich Aktien von MicroStrategy (46%), Galaxy Digital Holdings (37%) und dann viele kleine Positionen (unter 5%): Hut 8 Mining, Coyager Digital, Cypherpunk, Bitcoin Group. Riot Blockchain, ...

Der Fonds erhebt eine Gebühr von 0,95% p.a. und zusätzlich eine Performance-Gebühr von 5%. Derzeit liegen rund 240.000 Euro in diesem Wikifolio. Soweit ich weiß, muss Lang & Schwarz nicht die im Wikifolio enthaltenen Papiere kaufen, sondern kann mit Finanzinstrumenten die Performance abbilden. Entsprechend haben Sie als Anleger auch kein Recht auf die Auslieferung der enthaltenen Papiere, sondern können lediglich die Erstattung des aktuellen Börsenwertes einfordern.

Das Wikifolio ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren um 400% angewachsen. Wenn ich die Performance des Bitcoins dagegen halte, der in diesem Zeitraum um über 1.000% angesprungen ist, verblasst dieser Erfolg allerdings.

Da wir ja in der vergangenen Wochen bereits festgestellt haben, dass Microstrategy derzeit kein besonders attraktives Investment ist, würde ich mich also auch von diesem Wikifolio fernhalten.

LANG & SCHWARZ AG O.END 18(18/UNL.) WF000BTC00

Offizieller Name:
Endlos-Zertifikate bezogen auf den Wikifolio-Index BITCOIN Performance (000BTC00)

Wikifolio von Arkadiusz Gorski, das zwei Indexzertifikate auf den Bitcoin hält

Die beiden enthaltenen schwedischen Zertifikate von XBT Provider AB besprechen wir weiter unten. Wer dieses Wikifolio kauft, bezahlt zusätzlich zu den Gebühren, die beim enthaltenen Zertifikat auch für dieses Wikifolio anfallen, noch 0,95% Jahresgebühr plus 10% Performancegebühr.

Keine Ahnung, wieso in diesem Wikifolio über 2 Mio. Euro investiert sind, wo doch die beiden enthaltenen Zertifikate direkt viel günstiger bezogen werden können.

VANECK VECTORS BITCOIN ETN - A USD ACC

Offizieller Name:
VanEck Vectors Bitcoin ETN (VBTC)

Emittent ist die VanEck ETP AG aus Liechtenstein, Tochter der US-Firma VanEck. ETN steht für Electronic Trades Note, die den Kursverlauf des Basiswertes 1:1 abbildet, dafür allerdings Finanzinstrumente (Bitcoin-Derivate) zu Hilfe nehmen kann.

Abgebildet wird in diesem ETN also der Kursverlauf des Bitcoins. Der ETN wurde erst Ende November vergangenen Jahres emittiert und hat eine befristete Laufzeit bis Ende 2029. Die Laufzeit kann dann durch VanEck bis Ende 2068 verlängert werden.

Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 1%, zusätzlich werden beim Kauf und Verkauf je 0,2% fällig.

Das ist recht günstig im Vergleich zu den anderen Zertifikaten, die wir bislang besprochen haben. Allerdings ist der Firmensitz in Liechtenstein, was in meiner persönlichen Wahrnehmung ein Nachteil ist, obwohl das Unternehmen betont, dass dieses Produkt nach deutschem Recht ausgegeben wurde und unter die BaFin–Aufsicht fällt.

Eine Rückgabe gegen Bitcoin ist nicht vorgesehen, es ist lediglich die Rückgabe in 50.000er Stückelung möglich, die dann mit dem aktuellen Börsenwert vergütet wird. Also mit weniger als 50.000 x aktuell 28 EUR = 1,4 Mio. EUR brauchen Sie bei denen erst gar nicht vorsprechen.

In der kurzen Zeit seit Markteinführung (3 Monate) läuft der Kurs weitgehend parallel zum Bitcoin-Preis.

VONTOBEL FINANCIAL PRODUCTS OE PART.Z17(18/UNL.) BITCOIN

Offizieller Name:
Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin
WKN: VL3TBC ISIN: DE000VL3TBC7

Emittent ist die Frankfurter Tochter der Schweizer Vontobel Bank. Ein Partizipationspapier bildet die Preisentwicklung des Basiswertes, in unserem Fall des Bitcoins, über Derivate ab. Hier werden also keine Bitcoins gehalten. Sie haben nicht die Möglichkeit, die Lieferung von Bitcoins zu verlangen, sondern werden lediglich mit dem Gegenwert in USD ausbezahlt.

Der Kurs des Bitcoins wird im Verhältnis 1:10 abgebildet. Eine jährliche Managementgebühr von 1,5% wird erhoben. Mir wurde berichtet, dass der Handel in diesem Papier bisweilen nicht reibungslos funktionierte.

XBT PROVIDER AB O.E. 15(UNL.) BITCOIN – 2X



Offizieller Name:
Bitcoin Tracker Euro
&
Bitcoin Tracker One

Emittent ist die schwedische XBT Provider AB, es gilt schwedisches Recht für diese Papiere. Die beiden Zertifikate unterscheiden sich lediglich in dem Verhältnis, in dem der Bitcoin-Kurs abgebildet wird: Der „... Euro” wird zu einem Zwanzigstel gehandelt, der „... One” zu einem Zweihundertstel.

Es wird der Bitcoin-Kurs unter anderem auch mit Hilfe von Derivaten abgebildet. Eine Auslieferung an den Kunden ist nicht vorgesehen, die Zahlungsverpflichtung des Emittenten wird über CoinShares Ltd. mit Sitz auf der Kanalinsel Jersey (100.000 Einwohner, Offshore-Paradies) garantiert.

Mir wurde berichtet, das diese Papiere bei einigen Banken nicht ins Depot gelegt werden können.

ÜBERSICHT ZERTIFIKATE

Zertifikate, die Aktienkorb aus der Kryptowelt enthalten:
Endlos-Zertifikate bezogen auf den Wikifolio-Index Bitcoin Invest (02100000)

Zockerpapier, ich würde dann jedoch lieber selber aussuchen, in welchen Krypto-Papieren ich zocke.


Zertifikate, die Krypto-Währungskorb enthalten:
Sygnum Platform Winners Index ETP (MOON)
Bitwise 10 Crypto Index Fund

Zockerpapiere auf den Kryptomarkt, nicht mit den entsprechenden Werten hinterlegt.


Zertifikate auf Bitcoin Kursentwicklung
Endlos-Zertifikate bezogen auf den Wikifolio-Index BITCOIN Performance (000BTC00)
VanEck Vectors Bitcoin ETN (VBTC)
Open End Partizipationszertifikat auf Bitcoin
Bitcoin Tracker Euro
Bitcoin Tracker One

ETNs, Tracker etc. sind, genau wie obige Zockerpapiere nichts weiter als Inhaberschuldverschreibungen der jeweiligen Emittenten. Daher sind sie nur zum Zocken geeignet, nicht jedoch zur Absicherung der eigenen Vermögensstrategie.

Zertifikate mit 100% Bitcoin hinterlegt
BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto

Die Möglichkeit der Auslieferung des Basiswertes zum ETC ist ein Meilenstein in der Zertifikatewelt: Damit wird dieses Papier meinen Informationen nach genau wie das Xetra-Gold Papier, das ich seit Jahrzehnten empfehle, nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.

Mag sein, dass das VanEck Papier eine günstigere Kostenstruktur aufweist. In meinen Augen sollte das aber für unsere Anwendungen vernachlässigbar sein: Entweder Sie zocken auf den Bitcoin-Kurs, dann spielen jährliche Gebühren eine untergeordnete Rolle. Oder aber Sie streben eine Absicherung für Ihr Vermögen an. Dann ist in meinen Augen die Möglichkeit der Auslieferung das wichtigste Kriterium. Wenn dann auch noch nach einem Jahr steuerfrei Gewinne realisiert werden können, ist das ein zusätzlicher Bonus.

Damit würde ich alle besprochenen Papiere mit Ausnahme des BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto in die Tonne stecken.

Es bleibt aber auch bei diesem Papier ein kleines Restrisiko: Ihr Anteil am BTCetc gehört auch im Falle einer Insolvenz des Emittenten Ihnen. Doch es kann Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis ihr Anteil an Sie ausbezahlt oder aber die Bitcoins in Ihr Wallet übertragen werden, wenn es zum Fall der Fälle kommen sollte.

Sei’s drum: Nach meiner Analyse diverser Aktien und Zertifikate ist dieses Papier das bislang mit Abstand beste!



07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



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