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23.04.2021:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

16. Jahrgang - Ausgabe 16 (23.04.2021)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts210425.pdf



I N H A L T

01.Info-Kicker: Steuerdiskussion führt zu kurzem Ausverkauf
02.So tickt die Börse: Quantumscape: Erschütterung in Batteriestrategie von Volkswagen
 - Kapitalertragssteuer in den USA
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Stimmungsabkühlung noch nicht ausreichend
 -
04.Ausblick: Gesunde & verantwortungsbewusste Ernährung günstig zu haben
05.Update beobachteter Werte
 Expansion in Automobilbranche
 Bitcoin bricht ein wegen Falschmeldung, Kaufen
 Ausblick 2021 veröffentlicht
06.
07.Wunschanalyse
08.Teil IV: Hardware Wallet für Ihre Kryptowährung
 - : So bewahren Sie Bitcoin auf, ohne auf Dienste Dritter angewiesen zu sein
09.Übersicht HT-Portfolio
10.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Steuerdiskussion führt zu kurzem Ausverkauf

Liebe Börsenfreunde,

*** SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: VIDEOKONFERENZ ***

Am kommenden Dienstag um 12 Uhr haben Wais und ich Roman Reher alias den Blocktrainer zu Gast. Sein YouTube Kanal gehört mit über 50.000 Follower zu den erfolgreichsten Bitcoin-Kanälen Deutschlands. Roman kümmert sich stark um das grundsätzliche Verständnis des Bitcoins: Warum wird der Bitcoin sicherer, je mehr Nutzer teilnehmen? Wieso ist der Bitcoin klimafreundlich und nicht -schädlich? Und was bedeutet es, wenn Unternehmen wie Microstrategy und Paypal den Bitcoin in die Bilanz aufnehmen? Welche Entwicklungen gibt es in der Großfinanz, um den Bitcoin zu adaptieren?

Der Blocktrainer ist die zweite wichtige Quelle, die mich in den vergangenen Wochen auf meiner Reise zum Bitcoin vorwärts gebracht hat. Die Möglichkeit, einem der führenden Bitcoin-Experten Fragen zu stellen, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Thema: Salz & Pfeffer zum Mittag mit Roman Reher alias Blocktrainer
Uhrzeit: Dienstag, den 27. April 2021 12:00 bis 13:00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten
Salz & Pfeffer zum Mittag mit Roman Reher alias Blocktrainer

*** ENDE SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: VIDEOKONFERENZ ***

Volkswagen baut die Zukunft seiner Batterietechnologie auf die Entwicklung der Solid State Batterie von Quantumscape, ein Unternehmen, das diese Woche durch eine negative Studie eines Leerverkäufers um 30% einbrach: Alles nur Schall und Rauch? Ich schaue in Kapitel 02, was da passiert ist.

Außerdem bespreche ich die in meinen Augen übertriebene Angst vor Steuererhöhungen, die am gestrigen Donnerstag zu einem Ausverkauf an den US-Börsen geführt hat: US-Präsident Joe Biden überlegt, die Kapitalertragssteuer auf Gewinne anzuheben. In meinen Augen wird das kaum in der beabsichtigten Form geschehen und wenn, dann sind die Auswirkungen für Unternehmen vernachlässigbar.

Die Euphorie der Vorwoche ist entsprechend dem DAX zurück gekommen, dennoch bleiben Anleger skeptisch. Meine Interpretation des aktuellen Anlegersentiments lesen Sie in Kapitel 03.

Nach SPACs, Brennstoffzellen, Corona-Gewinnern, Wiedereröffnung-Gewinnern, Tesla-Konkurrenten, ... fehlt nun nur noch eine Branche, die noch nicht gehypt wurde. Um welche Branche es sich handelt, warum diese Branche in diesem Sommer gut laufen könnte und welche Aktie aus diesem Bereich ich in unser Heibel-Ticker Portfolio holen würde, lesen Sie in Kapitel 04.

Wichtige Updates zu unseren Portfoliowerten sowie eine weitere Kaufidee lesen Sie in den Updates in Kapitel 05.

Eine kleine Auswahl an Antworten auf Leserfragen finden Sie in Kapitel 06. Ich habe einleitend begründet, warum ich künftig nicht mehr alle individuellen und marktbezogenen Leserfragen beantworten kann - administrative Fragen werden natürlich weiterhin umgehend bearbeitet. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

In Teil IV unserer Bitcoin-reise stelle ich Ihnen heute ein Hardware Wallet vor. Das war ursprünglich für Teil V geplant, ich halte es aber andersrum für besser. Das ursprünglich für Teil IV geplante Software Wallet folgt später, dann als Teil V. In Kapitel 07 lesen Sie, welche Eigenschaften ein Hardware Wallet mMn haben sollte.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 08.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker




02. So tickt die Börse: Quantumscape: Erschütterung in Batteriestrategie von Volkswagen

Vorab: Am vergangenen Mittwoch hatten wir unser Salz & Pfeffer zum Mittag Gespräch mit Tobias Berens, dem Bitcoin-Trader. Wir haben darüber gesprochen, was den Bitcoin so einmalig macht und wie das Vertrauen in die Blockchain den Wert definiert, den die Menschen dem Bitcoin geben. Ich denke es wurde Vieles erklärt, was das Verständnis der Kryptowelt fördert. schauen Sie sich die Aufzeichnung gerne nochmal an:

Salz & Pfeffer zum Mittag mit Tobias Berens, Bitcoin-Trader


Vor einer Woche veröffentlichte Skorpion Capital eine Studie über Quantumscape, in der das Unternehmen als "pump and dump" Vehikel des Silicon Valley bezeichnet wurde. Die technologischen Versprechen des Unternehmens seien nichts als bunte Präsentationen, mit denen der Aktienkurs nach oben gepuscht werden solle, um den Investoren aus dem Silicon Valley den Verkauf der Aktien zu einem höheren Preis zu ermöglichen.

Die Aktie von Quantumscape brach um 30% ein. Auch die Aktie von Volkswagen sackte um 8% ab. Seit neun Jahren arbeitet Volkswagen mit Quantumscape zusammen an einer neuen Batterietechnologie. Die Wachstumspläne in den Markt der Elektroautos stehen und fallen mit der Fähigkeit Volkswagens, ausreichend Batterien zu vertretbaren Kosten zu produzieren, sonst wird es schwer, Tesla einzuholen.

Quantumscape entwickelt eine Solid State Batterie, also eine Festkörperbatterie, bei der es keine Flüssigkeiten mehr gibt. Diese Batterie brennt nicht, kann binnen 15 Minuten 80% der Ladekapazität aufnehmen und soll die doppelte Energiedichte ermöglichen, also das Autogewicht reduzieren und gleichzeitig größere Reichweite ermöglichen. Eine eierlegende Wollmilchsau also. Doch es kommt noch besser: Die Batterie soll deutlich günstiger sein als herkömmliche Batterien.

Nichts als heiße Luft, behauptet nun der Leerverkäufer Kir Kahlon von Skorpion Capital. Auf 188 Seiten legt er seine Einwände dar:

Quantumscape: A Pump and Dump SPAC Scam By Silicon Valley Celebrities

Die Vorwürfe sind eindeutig: Quantumscape bleibe den Beweis, dass die entwickelte Technologie wirklich funktioniere, schuldig. Als Beweis werden Zitate ehemaliger Mitarbeiter von Quantumscape sowie Volkswagen aufgelistet, die Namen der ehemaligen Mitarbeiter bleiben jedoch geheim. Zudem führt er Aussagen einer Reihe von Wissenschaftlern an, deren Namen er jedoch ebenfalls geheim hält.

Damit hat Quantumscape keine Möglichkeit, die Vorwürfe inhaltlich zu entkräften, denn inhaltlich gibt es keinen Ansprechpartner. Wenn ich als Leerverkäufer einen Kurs in den Keller drücken wollte, würde ich so vorgehen wie Skorpion Capital.

Außerdem ist es nicht ungewöhnlich für ein Produkt, das vor 2024 nicht verkauft werden soll, dass es heute noch keinen Prototypen mit den angestrebten Eigenschaften gibt. Drei Jahre sind eine lange Zeit. Hier wird in Rekordtempo eine völlig neue Batterietechnologie entwickelt.

Sind die Vorwürfe damit widerlegt? Hmm, das nun wieder auch nicht. Wir erinnern uns an Wirecard, die sich auch immer wieder Vorwürfen gegenüber sah, die nicht bewiesen werden konnten. Anonyme Informanten wurden immer wieder zitiert. Und es ist nachvollziehbar, dass Wissenschaftler nicht öffentlich gegen die "Celebrities", die Berühmtheiten aus dem Silicon Valley, vorgehen möchten. Es ist also nicht auszuschließen, dass doch mehr hinter den Vorwürfen steckt.

Immerhin steht Volkswagen in Sachen Batterietechnologie mit dem Rücken zur Wand: Der Konzern muss Erfolge in der Entwicklung neuer Batterietechnologien vorweisen, sonst würde sichtbar, dass man die Zukunft verschlafen hat.

Ich muss also zugeben, der Leerverkäufer Scorpion Capital hat sich einen guten Fall ausgesucht. Darüber hinaus ist Quantumscape erst im vergangenen Jahr im Rahmen eines Zusammenschlusses mit einem SPAC an die Börse gegangen. SPACs waren in den vergangenen Monaten die heiße Story an der Wallstreet, jedes Unternehmen aus dem Bereich der Brennstoffzellen/ Wasserstoffantriebe ist über SPACs an die Börse gegangen. Zu viele! Nun folgt die Katerstimmung, viele SPACs befinden sich derzeit ohnehin auf dem Weg gen Süden. Da ist es doppelt leicht, auf Quantumscape einzuschlagen.

Die weitere Vorgehensweise kennen wir ebenfalls inzwischen: Durch einen medienwirksamen Artikel, in unserem Fall die Studie von Skorpion Capital, wird auf einen möglichen Missstand aufmerksam gemacht. Nun wird jeder, der etwas weiß, was das Misstrauen begründen könnte, Skorpion Capital kontaktieren und seine Informationen - ggfls. gegen Geld - anbieten.

Je nachdem, ob da was dran ist, werden wir dann in zwei oder drei Monaten weitere Informationen zu diesem Vorwurf lesen. Und je nachdem, welche Informationen eingegangen sind, wird die Aktie dann nochmals weiter fallen, oder aber das Ganze verläuft im Sande.

Das Perverse daran: Selbst wenn die Sache im Sande verläuft, wird sich Skorpion Capital zufrieden auf die Schulter klopfen. Zum einen konnten Sie in den vergangenen Tagen ihre Leerpositionen mit Gewinn eindecken. Zum anderen können sie sagen, dass sie es für erforderlich hielten, die Aussagen von Quantumscape eingehend zu prüfen. Und das geht eben am besten mit der hier beschriebenen Vorgehensweise.

Wenn also in den nächsten zwei bis drei Monaten keine neuen "Beweise" veröffentlicht werden, dann können wir davon ausgehen, dass Quantumscape tatsächlich etwas Revolutionäres entwickelt :-).

Wenn ich mir die Liste der Investoren, angeführt von Volkswagen, anschaue, die in Quantumscape investiert haben, dann strahlt das schon mehr Vertrauen aus als damals bei Wirecard. Stanford Uni, Berkeley Uni, Ciena, Bain Capital, ... und dann die Menschen, die im Aufsichtsrat sitzen: Bspw. eine Branchenexpertin von Panasonic, dem größten Batterieproduzenten der Welt, ... dann habe ich schon den Eindruck, dass die Geschichte seriös ist.


KAPITALERTRAGSSTEUER IN DEN USA

Gestern meldeten mehrere US-Zeitschriften, dass US-Präsident Joe Biden die Erhöhung der Kapitalertragssteuer plane. Derzeit liegt sie bei 20% (in Deutschland bei 25% zzgl. Soli). US-Bürger mit einem Jahreseinkommen von über einer Millionen US-Dollar sollen künftig 39,6% Kapitalertragssteuer auf Kapitalgewinne zahlen. Während die Kapitalertragssteuer, in der Regel also Dividenden, Zinsen und alle anderen Kapitalerträge besteuert, möchte Biden lediglich Gewinne aus Kapitalanlagen besteuern.

Zinsen und Dividenden blieben damit beim alten Steuersatz von 20%.

Damit werden langfristige Anlagen attraktiver: Periodische Ausschüttungen wie Zinsen und Dividenden bleiben beim niedrigen Steuersatz von 20%. Lediglich die Differenz aus Kauf und Verkauf von Beteiligungen, also Aktien, würde so hoch besteuert.

Doch das wiederum hemmt nach Meinung der republikanischen Opposition in den USA die Investitionstätigkeit der Reichen. Wachstum wird in den USA dadurch erzielt, dass Reiche ihr Kapital in risikobehaftete Unternehmensbeteiligungen stecken und somit neuen Geschäftsideen das Kapital für Wachstum zur Verfügung stellen. Diese Investitionsfreude würde mit einer höheren Kapitalertragssteuer auf Gewinne getrübt werden. Daher ist es mehr als fraglich, ob Biden mit diesem Vorschlag Mehrheiten sowohl im Senat als auch im Kongress bekommen wird. Im Senat hat Biden mit seinen Demokraten noch die Mehrheit, im Kongress jedoch nicht.

In die Unruhe hinein, die durch die Steuerdiskussion an den Finanzmärkten losgetreten wurde, machte plötzlich die Behauptung die Runde, US-Finanzministerin Janet Wellen würde für Kryptowährungen eine Kapitalertragssteuer von 80% vorschlagen. Ich habe im Rahmen eines Updates heute früh gezeigt, warum diese Behauptung Unsinn ist. Dennoch ist der Bitcoin erst einmal kräftig eingebrochen, aktuell notiert er 23% unter seinem Höchstkurs, der erst vor einer Woche erzielt wurde.

Das Thema Steuern ist extrem emotionsbeladen. Als Anleger sollten wir uns jedoch davon nicht ablenken lassen. Was hilft es, wenn man seine Anlagestrategie auf das Vermeiden von Steuern auslegt, dadurch jedoch attraktive Verkaufspreise verpasst, das Kapital zu lange an ein schlechtes Investment bindet oder eine Aktie so lange hält, bis der Buchgewinn wieder abgegeben wurde? Nein, das stört. Schauen Sie sich lieber die positiven Dinge an, die mit Ihren Steuern finanziert werden. Und wenn ihre Politikverdrossenheit Oberhand gewinnt und Sie dieses System nicht mit Ihren Steuern finanzieren wollen, dann glauben Sie mir: In Deutschland haben wir ein am wenigsten schlechtes Steuersystem. In meinen zwei Jahren in den USA sowie auch in den zwei Jahren, die ich in Portugal gelebt habe, musste ich erkennen, dass es anderswo noch schlechter läuft. Also: Freuen Sie sich über die vielen Dinge, die in unserem Land aufgrund der Steuerzahler funktionieren.

So sehen es übrigens auch Unternehmen: Höhere Steuersätze ändern kaum die Investitionstätigkeit von Unternehmen. Es kommt zu einer kurzen Anpassungsphase, wenn tatsächlich eine Steuererhöhung kommen sollte, danach ist alles wieder wie gehabt. Daher halte ich den Ausverkauf an den Aktienmärkten für eine Kaufgelegenheit.

Schauen wir nun einmal, wie sich die wichtigsten Indizes in der vergangenen Woche entwickelt haben.

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES22.4.21Woche ΔΣ '21 Δ
Dow Jones34.030 -0,3%11,6%
DAX15.280 -1,2%11,4%
Nikkei29.021 -2,2%5,7%
Shanghai A 3.641 1,4%1,7%
Euro/US-Dollar1,210,8%-1,8%
Euro/Yen130,340,0%2,8%
10-Jahres-US-Anleihe1,56%-0,020,63
Umlaufrendite Dt-0,33%-0,010,23
Feinunze Gold$1.777 -0,1%-5,7%
Fass Brent Öl$65,88 -1,4%28,2%
Kupfer$9.439 3,9%20,4%
Baltic Dry Shipping$2.750 18,4%101,3%
Bitcoin$49.918 -18,9%77,3%








03. Sentiment: Stimmungsabkühlung noch nicht ausreichend

Der DAX hat in der abgelaufenen Woche 1,5% abgegeben. Wochenverlierer sind LPKF Laser (-9%) nach schwachen Q-Zahlen und Bilfinger (-10%) aufgrund eines negativen Analystenkommentars. Wochengewinner ist Jungheinrich (+10%) nach einer Prognoseanhebung durch das Unternehmen.

Wenn wir uns die Branchen anschauen, gehört der Immobiliensektor zu den Verlierern (-2,4%), gefolgt vom Chemiesektor (-1,4%) und der Automobilbranche (-1,3%). Mit +1,3% liegen Unternehmen, die ich dem Marketingbereich zuordne, an der Spitze, gefolgt von Logistikunternehmen (+0,3%) und Versorgern (+0,3%). Tut mir leid, da kann ich kein System erkennen. Vielmehr hat es für mich den Anschein, als haben Anleger Bewertungsniveaus und Zukunftsaussichten einzelner Unternehmen zum Anlass für Käufe und Verkäufe genommen. Trends gab es kaum.

Und das ist anstrengend. Für Anleger ist es leichter, einen Trend zu erkennen und auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen, als die Detailarbeit der Unternehmensbewertung durchzuführen. Nachdem wir vor einer Woche Euphorie gemessen hatten, gepaart mit großem Pessimismus hinsichtlich der künftigen Entwicklung an den Aktienmärkten, war eine Abkühlung zu erwarten. Zumindest haben wir dies vor einer Woche im Rahmen unserer Sentimentanalyse entsprechend angekündigt.

Die Feierlaune hat sich nun deutlich abgekühlt, das Anlegersentiment ist von 4,4 in der Vorwoche auf nur noch 1,5 zurück gegangen. Vor dem Hintergrund des rückläufigen Aktienmarktes ist das nicht verwunderlich.

Aber auch die Selbstzufriedenheit ist von 3,3 auf 1,6 zurück gegangen. Zwar wurden, wie wir vor einer Woche dem hohen Pessimismus entnommen haben, Kursverluste erwartet, doch jetzt, nachdem sie nun tatsächlich erfolgt sind, sind unsere Umfrageteilnehmer weniger zufrieden mit sich.

Der Pessimismus hält an: in der dritten Woche in Folge beträgt der Pessimismus -0,6. Der Kursrutsch im DAX war offensichtlich zu klein, um die pessimistischen Erwartungen der Bären zu erfüllen.

und so ist trotz des Kursrutsches die Investitionsbereitschaft der Anleger weiter gefallen, nach -0,6 in der Vorwoche auf nunmehr -1,2. Das ist der tiefste Stand seit dem Juni des Vorjahres.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist stark angesprungen: Noch Anfang April stand der Indikator bei -17, aktuell hat er sich auf -3 erholt. Weitere Absicherungen gegen fallende Kurse werden von Anlegern also kaum noch eingegangen.

In den USA bleibt das Put/Call-Verhältnis der CBOE auf extrem niedrigem Niveau, US-Anleger sind weiterhin bullisch positioniert und spekulieren mit Call-Optionen weiter auf eine Fortsetzung der Rallye. So auch US-Fondsanleger, die ihre Investitionsquote auf dem hohen Niveau von 96% beibehielten.

Das Bulle/Bär-Verhältnis zeigt einen Bullenüberhang von 32%. In den vergangenen drei Wochen gab es kontinuierlich über 50% Bullen und unter 25% Bären. Das sind Extremwerte, die zur Vorsicht mahnen.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 58% weiterhin eine neutrale Verfassung an.

Interpretation



Unser 5-Wochendurchschnitt des Anlegersentiments hat vor zwei Wochen einen extrem hohen Wert erreicht und befindet sich seither auf dem Rückzug. Eine solche Konstellation hatten wir in den vergangenen sechs Jahren genau elf Mal. Und zehn Mal davon folgte anschließend ein etwas deutlicherer Rücksetzer. Lediglich im Januar 2017 blieb ein Rücksetzer aus, damals hatte Donald Trump die Unternehmenssteuerreform durchgesetzt.

Sie kennen das Haar in der Suppe der Sentimentanalyse: Angst und Panik lassen sich gut messen und zum terminieren eines Korrekturtiefs verwenden. Euphorie hingegen kann länger anhalten und immer wieder neue Nahrung erhalten. Ich habe daher den 5-Wochendurchschnitt eingeführt, der hilft, kurzfristige Euphorie von überschwänglichen Feiern zu unterscheiden. Vergangene Woche war schließlich auch der 5-Wochendurchschnitt ausgeschlagen und ich interpretierte die Stimmung dahingehend, dass eine Korrektur bevorsteht.

Nach nunmehr -1,5% im DAX kann jedoch noch nicht von einer Korrektur gesprochen werden, das ist zu wenig. Meist geht es um 7-10% nach unten, bevor man Anleger, die auf dicken Buchgewinnen sitzen, zum Nachdenken bewegt. Entsprechend reicht mir der Rücksetzer dieser Woche noch nicht, um Entwarnung zu geben.

Im Gegenteil, der nach wie vor hohe Zukunftspessimismus hindert die Rallye an einer Fortsetzung. Ohne einen erneut bullischen Trigger dürfte es schwer werden für den DAX, auf Basis dieser Sentimentverfassung seine Rallye wieder aufzunehmen. Ich fürchte, es wird zunehmend schwerer für den DAX, das aktuelle Niveau zu halten. Vor einer Fortsetzung der Novemberrallye wäre es hilfreich, wenn der DAX auf ein Niveau zurückgeführt wird, auf dem die derzeitigen Pessimisten wieder zugreifen.










04. Ausblick: Gesunde & verantwortungsbewusste Ernährung günstig zu haben

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und bestellen Sie unter

https://www.heibel-ticker.de/customer/new



05. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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06. Chapter





07. Wunschanalyse

Inzwischen erhalte ich zu viele Leserfragen, als dass ich alle inhaltlich beantworten könnte. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich ab sofort wie folgt vorgehe:

1. Fragen zu administrativen Themen (Abo, E-Mail-Zustellung, …) werden natürlich stets binnen kurzer Zeit beantwortet.

2. Fragen zu Aktien aus unserem Portfolio werden inhaltlich in das nächste Update zum entsprechenden Portfoliotitel eingearbeitet, sofern für die Allgemeinheit von Interesse.

3. Wöchentlich drei Fragen zu allgemeinen Börsenthemen sowie zu Einzeltiteln werde ich im Heibel-Ticker beantworten.

Mit dieser Vorgehensweise hoffe ich, wieder mehr Zeit für die Recherche von Themen zu haben, die ich für wichtig halte. Leider war es in der Vergangenheit teilweise so, dass ich mehr Zeit in die Recherche für individuelle Fragen gesteckt habe. Das ist jedoch den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS gegenüber unfair, denn es darf erwartet werden, dass ich meine Energie dahingehend einsetze, für alle Abonnenten relevante Themen auszuarbeiten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis :-).
3 Aktien für Kinder auf 10-Jahressicht

Hallo Herr Heibel,

ich suche noch 3 Aktien für das Depot meiner Tochter (11).
Was würden Sie auf Sicht von 10 Jahren kaufen?

Mfg Daniel aus Bad Salzungen

ANTWORT
Wenn Sie mit Ihrer Tochter in den kommenden Jahren ab und zu mal über die Aktien sprechen wollen, würde ich Disney, Paypal und Nvidia nehmen.

Mag sein, dass Ihre Tochter aus der Märchenphase schon heraus wächst, aber Disneyland oder Eurodisney werden Sie auch in 10 Jahren noch begeistern.

Ich bin gespannt, wann meine Kinder (ähnliches Alter) mich bitten werden, ihnen ihr Taschengeld auf Paypal zu überweisen, weil das weniger kompliziert ist.

Okay, Nvidia ist nun nicht gerade eine Mädchenaktie, aber wenn sie irgendwann eine Ader für Graphiken entwickeln sollte, wird sie die Graphikkarten von Nvidia schätzen.

Alle drei Unternehmen sind in meinen Augen mega-innovativ, werden also auf lange Sicht immer neue Produkte hervorbringen, mit denen Standards neu gesetzt werden.


Kauf von Goldbarren und -münzen

den Betrag habe ich soeben überwiesen - vielen Dank für Ihre umfangreichen und hilfreichen Recherchen und Bemühungen!!

Ich habe noch eine wahrscheinlich etwas blöde Frage: Wie und wo kann ich am besten/günstigsten GOLD kaufen!? Sie haben ja auch 'Goldbarren' im Portfolio und bis jetzt habe ich keinerlei Erfahrungen damit, auch mit der 'Aufbewahrung'.

Kauft man das GOLD wirklich? Sorry wegen meiner Unwissenheit!

Vielen Dank und schöne Grüße aus Berlin - Knut

ANTWORT
Bislang habe ich gute Erfahrung mit proaurum gemacht. Zuletzt war ich auch mit Heubach Edelmetalle zufrieden, die sind günstiger:

https://www.proaurum.de

https://www.heubach-edelmetalle.de

Beim Kauf von Münzen und Barren ist die Spanne zwischen An- und Verkauf relevant, um die Kosten abschätzen zu können. Je nach Betrag eignen sich meiner Meinung nach Münzen (Bspw. Krügerrand) von 1 Unze = 1.500 EUR, oder aber 100 gr. Barren zu ca. 4.900 EUR.

In Corona-Zeiten müssen Sie wohl die Transportkosten tragen. Ihnen wird dann das Paket nach Hause geliefert und nur an Sie persönlich gegen Unterschrift übergeben. Das Paket hat als Absender etwas völlig Unverfängliches, so dass Ihre Nachbarn nicht erkennen, was drin ist.

Je nach Ihren persönlichen Präferenzen können Sie das Gold dann im eigenen Tresor wegschließen, ein Bankschließfach mieten oder aber im Garten ein tiefes Loch graben.


Bitcoin vs. Gold

Hallo Herr Heibel,

in Ihrem Ticker Nr. 11 kommen Sie zur Einschätzung, dass die langfristigen Zinsen vermutlich nicht steigen werden, weil die Notenbanken, bei uns die EZB, das verhindern wollen und es zu verhindern wissen – es geht um die „Beinlänge“.

In Ihrer Argumentation zum Goldpreis – in der Gegenreaktion steigend, dann eher fallend – gehen Sie aber von steigenden Zinsen am langen Zinsende aus. Ich will nicht fragen, was stimmt. Denn das weiß niemand. Sondern ich frage, welche Entwicklung halten Sie für die wahrscheinlichere. Die sollte dann auch die Wertentwicklung bei Gold bestimmen.

Eine 2. Frage hab ich noch: Gold vs. BitCoins. Ist das eine Modefrage? Sind das unterschiedliche Clientele mit unterschiedlichen Befindlichkeiten? Die Bitcoin Fans finden Gold trutschig? Aber die Bitcoin Menge ist gedeckelt, wenn ich das richtig verstanden habe, eine konkave Kurve. Gold zu schürfen wird zwar auch immer teurer, aber eine Oberfrenze ist erstmal nicht in Sicht. Wird sich der Bitcoin unter dieser Voraussetzung halten? Der Preis müsste ja exponentiell ansteigen. Eine Situation wie bei wertvollen Briefmarken, alten Meistern, alten Weinen / Champagnern … Dann sind wir aber in Liebhabermärkten.

Mit freundlichen Grüßen
Edgar aus Erbendorf

ANTWORT
Vielen Dank für Ihre guten Fragen. Die Entwicklung des Goldes in den vergangenen Monaten kann ich kaum erklären: Ich hätte eine viel bessere Performance des Goldes erwartet, aber vermutlich waren andere Anlageorte gerade attraktiver. Jetzt scheint Gold einen Boden gefunden zu haben, es geht aufwärts :-).

Ja, die begrenzte Menge, die derzeit Grund für den Erfolg des Bitcoins gegenüber allem Vermehrbaren ist, könnte irgendwann zum Problem werden. Das kennen wir aus den Zeiten der goldgedeckten Währungen auch schon in abgemilderter Form: Es fehlt die „Entwertung“ des Geldes, die Vermögende dazu bewegt, ihr Kapital zu investieren. Das wird spannend.


Steuern auf Anlagen von vor 2009 / 2010

Sehr geehrter Herr Heibel!

Ich bin seit Jahren eifriger Abonnent Ihres Börsenbriefes und erfreue mich an Ihren profunden Analysen und zutreffenden Einschätzungen. Ich habe einige Werte Ihres Musterdepots auch aufgenommen.

Meine unübliche Situation besteht darin, dass ich fünf Aktien seit 2009 und 2010 in meinem Depot habe, die ich nur deshalb nicht verändern will, weil ich hier noch von der alten Regel des Österreichischen Steuersystems begünstigt bin in dem ich bei einem Verkauf den Gewinn, gegenüber von Neuanschaffungen nicht mit der nunmehr zu zahlenden KEST von 27,5% belastet werde.

Da diese fünf Aktien (Novo Nordisk, Andritz, Fuchs Petrolub, Nestle und Becton Dickinsoin) in meinem Depot 2/3 des Volumens ausmachen, hindert es mich doch daran Anpassungen vorzunehmen und so kommt es, dass ich im Pharmabereich überdimensional engagiert bin ( 40%). Da ich mit diesen Aktien seit damals immerhin 169 % Gewinn verbuchen kann, fällt es mir schwer, mich davon zu trennen.

Würden Sie eine der Aktien trotzdem verkleinern oder gar total verkaufen?

Für Ihre Beurteilung danke ich Ihnen im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

Herbert aus Baden

ANTWORT
Für das Thema Steuern gilt: Seien Sie froh, wenn Sie Gewinne haben, auf die Sie Steuern zahlen müssen, und achten Sie darauf, dass die Buchgewinne nicht zu realen Verlusten werden, denn dann ist das Thema Steuern egal. Es mag schwer fallen, doch für Ihre Anlageentscheidungen hilft es, wenn Sie sich darüber freuen, Steuern zu zahlen. Denn das bedeutet, dass Sie gut angelegt haben.

Wir haben hier in Deutschland für Anlagen, die vor 2009 eingegangen wurden, noch Steuerfreiheit und ich weiß, wie schwer man sich von diesen alten Positionen trennt. Doch Klumpenrisiken im Portfolio sind gefährlicher als eventuelle Steuern auf Gewinne.




08. Teil IV: Hardware Wallet für Ihre Kryptowährung



So bewahren Sie Bitcoin auf, ohne auf Dienste Dritter angewiesen zu sein

Fr, 23. April um 18:00 Uhr
Auf unserer reise zum Bitcoin habe ich nun die Kapitel IV und V vertauscht: Heute stelle ich Ihnen zunächst ein Hardware Wallet vor, bevor ich mich dann später um ein Software Wallet kümmere.

Mit einem Hardware Wallet sichern Sie Ihre Bitcoins gegen den Zugriff durch Dritte. Ich finde hier schon den Vergleich zum Gold angebracht: Natürlich kommt niemand an Ihr Xetra-Gold ran, das in Ihrem Depot liegt. Dort ist es sicher. Zumindest solange unser Finanzsystem funktioniert.

Doch es gibt Anleger, die Ihr Gold lieber zu Hause in einen Tresor legen, oder aber ins Schließfach einer Bank. die Gründe dafür sind schon ziemlich heftig, wir sprechen hier über Revolution, Enteignung, Krieg, usw. Also hoffentlich kommen wir niemals in die Situation, auf einen Tresor für die Vermögenssicherung angewiesen zu sein.

Doch um zu zeigen, wie sehr der Bitcoin in seiner Nutzung dem Gold ähnelt, möchte ich unsere Reise dennoch auch an diesen Punkt führen.

Ich habe mich umgeschaut und umgehört und letztlich gibt es drei Hardware Wallet, die im Markt verfügbar sind: Trezor, Ledger und BitBox02.

Es handelt sich jeweils um einen USB-Stick mit einer entsprechenden Software, auf dem Sie ihren privaten Zugangsschlüssel, bestehend aus 24 Worten, speichern können. Sie haben das ja schon einmal bei Bitwala gemacht. Doch theoretisch ist es möglich, das jemand der die 24 Worte kennt, Zugriff auf Ihre bei Bitwala verwahrten Bitcoins erhält.

Wenn Sie Ihre Bitcoin vollständig aus dem Internet herausholen möchten, dann brauchen Sie einen USB-Stick, auf dem Sie sie speichern. Wenn wir schon mal so sicherheitsfanatisch sind, dann würde ich auch keine Abstriche bei der Funktionalität machen.

So ist eine Anforderung an ein Hardware Wallet, dass die verwendete Software Open Source sein muss. Andernfalls könnte der Anbieter in der Software ein Hintertürchen einbauen, von dem Sie nichts wissen. Das möchten wir nicht. Mit dieser kleinen Anforderung fällt der Stick von Ledger bereits aus dem Rennen.

Außerdem wünsche ich mir, dass die Kommunikation des USB-Sticks über einen anderen Chip erfolgt, als über den Chip, auf dem meine Schlüsselworte gespeichert sind. Wenn ich mich also ans Internet anschließe, dann soll auch der spontane Zugriff auf den Bereich, wo die Schlüssel verwaltet werden, nicht nur logisch abgetrennt sein. Das wiederum ist bei Trezor nicht der Fall.

Damit sind die beiden weltweit am stärksten verbreiteten Hardware Wallet aus dem Rennen, es bleibt die BitBox02.

Bei der BitBox02 gibt es eine "Nur-Bitcoin"-Version. Auf den anderen Wallet lassen sich weitere Kryptowährungen wie Ethereum., Ripple, etc. speichern. Aber je mehr Funktionalität die Software anbietet, desto größer ist die Gefahr einer nicht entdeckten Softwarelücke. Je schlanker und zielgerichteter, desto besser.

Wer also das Thema Sicherheit bis zu diesem Extrem treiben möchte, der ist mit der BitBox02 gut beraten. Sie bietet später auch die Möglichkeit, eine node anzuschließen. die node sind kleine Computer, die die gesamte Blockchain des Bitcoins speichern können. Ich habe mir das für Teil VI unserer Bitcoin-Reise vorgenommen.

Also: Mein Favorit ist die BitBox02 von der Schweizer Firma Shiftcrypto:
BitBox02

Abschließend möchte ich Ihnen unbedingt die Salz & Pfeffer zum Mittag Videokonferenz am kommenden Dienstag um 12 Uhr mit dem Blocktrainer ans Herz legen: Roman Reher alias Blocktrainer ist bundesweit mit über 50.000 Follower einer der erfolgreichsten Bitcoin-YouTuber. Er widmet sich immer wieder dem fundamentalen Verständnis des Bitcoins, der Bedeutung für die Gesellschaft, der Zukunftsfähigkeit und der Gefahren. Ich garantiere Ihnen, dass er dafür sorgen wird, dass Ihnen das eine oder andere Lichtlein aufgeht :-)



09. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
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Stephan Heibel
www.heibel-ticker.de


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10. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



11. An-/Ab-/Ummeldung

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