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18.06.2021:



H E I B E L - T I C K E R    P L U S

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436

16. Jahrgang - Ausgabe 24 (18.06.2021)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/htp210620.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: Ende der ultralockeren Geldpolitik eingeläutet
02.So tickt die Börse: Geldwertstabilität irrelevant für Geldpolitik
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: US-Sentiment führt zum Ausverkauf, DAX fällt mit
 - @@
04.Ausblick: Schwache Nerven sind an der Börse fehl am Platz
05.Update beobachteter Werte: CureVac, Barrick Gold, Beyond Meat, Freenet, BASF, Nynomic
 - CureVac: Impfstoff verfehlt Wirksamkeitsziel, Zulassung fraglich, ausgestoppt
 - Barrick Gold: Unnötige Panikmache
 - Beyond Meat: Beyond Meat = Tesla - 10 Jahre?
 - Freenet: Heute Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss
 - BASF: Börsengang von Wintershall verschoben, Nachkaufen
 - Nynomic: Bildqualität Testen und optimieren
06.Leserfragen
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Ende der ultralockeren Geldpolitik eingeläutet

Liebe Börsenfreunde,

*** SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: MENSCH & MASCHINE ***

Am vergangenen Dienstag hatten wir Adi Drotleff, CEO von Mensch und Maschine Software SE, zu Besuch bei unserem virtuellen Lunch. Das Gespräch erzeugte in mir eine Spannung: Die ruhige Sprechweise von Herrn Drotleff mag den flüchtigen Zuschauer darüber hinweg getäuscht haben, dass hier ein Familienunternehmer eines "Hidden Champions" über die Stolpersteine und Strategien seines Erfolges plauderte. Prädikat: Extrem gehaltvoll!

Salz & Pfeffer zum Mittag mit Adi Drotleff, CEO von Mensch & Maschine SE

*** ENDE SALZ & PFEFFER ZUM MITTAG: VIDEOKONFERENZ ***

Jay Powell hat diese Woche die Diskussion über eine Diskussion über ein mögliches Ende, wenn auch in ganz ferner Zukunft, der ultralockeren Geldpolitik gestartet. Behutsamer konnte diese Notwendigkeit nicht angegangen werden. Dennoch befinden sich die Aktienmärkte nun in einer ersten Reaktion im Ausverkaufsmodus. Ich erkläre im heutigen Kapitel 02 ausführlich, was von Inflation und Deflation zu halten ist.

Die Stimmung der Anleger ist noch verhältnismäßig gut, vielleicht ist die Diskussion dort noch nicht ganz angekommen. Die Auswertung der vorläufigen Umfrageergebnisse zum Anlegersentiment lesen Sie in Kapitel 03.

Für unser Portfolio hat die Entwicklung natürlich Auswirkungen, doch wirklich ändern müssen wir an unserer Strategie wenig, da dieser Schritt eben nur behutsam und nicht wirklich überraschend kommt. Mehr dazu in Kapitel 04.

Es gab eine ganze Reihe von Ereignissen in der abgelaufenen Woche, die unsere Portfoliotitel betreffen. In insgesamt 6 Updates habe ich die jüngsten Ereignisse in Kapitel 05 kommentiert.

Die heutigen Leserfragen behandeln in Kapitel 06 Churchill Kapitel IV, besser bekannt als Lucid Motors, die inzwischen eine gute Kursperformance zeigten. Ein Kunde kritisiert mich dafür, dass ich die Inflation nicht ernst nehme. Hmm, auch dazu habe ich eine Meinung ;-), und schließlich werde ich nach einem Kursziel für Airbus gefragt.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 07.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: Geldwertstabilität irrelevant für Geldpolitik

Nachdem die Modern Monetary Theory die geldpolitische Aufgabe der Notenbanken in die Hand der Politik transferiert hat, suchen Notenbanken nach neuen Zielen. Die EZB hat das Klima für sich entdeckt. Die Fed kümmert sich um den Arbeitsmarkt. Der Begriff der Geldwertstabilität wird jedoch überall neu definiert.

In einem Punkt haben jedoch Christine Lagarde und Jay Powell Recht: Die derzeit zu beobachtende Inflation ist "transitory", vorübergehend. Corona hat für Turbulenzen in den weltweiten Lieferketten gesorgt, die sich an den verschiedensten Ecken zeigen. Nachdem die Rohstoffpreise in den vergangenen Wochen angesprungen waren, brachen sie in Folge der Aussagen nach dem Fed-Meeting ein (Kupfer -8%).

Gleichzeitig ist jedoch der Baltin Dry Verschiffungsindex diese Woche um 22% angesprungen. Seit Jahresbeginn beträgt der Preisanstieg 140%. Wenn Sie etwas von China nach Deutschland verschiffen möchten, zahlen Sie nicht etwa den exorbitanten Preis, sondern Sie müssen derzeit rund 6 Wochen warten, bis Sie den exorbitanten Preis zahlen dürfen. Es gibt nicht genügend Container, um die Nachfrage zu bedienen.

Freie Märkte werden wieder ein Gleichgewicht herstellen. Mag sein, dass es vorübergehend zu Preisanstiegen kommt. Doch wenn Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht kommen, wird auch die Inflation wieder zurückgehen.

Wenn die Finanzpresse jedoch das Thema Inflation aufgreift, werden schnell Bilder der Hyperinflation aus der Weimarer Inflation 1923 gezeigt, um die Dramatik der Entwicklung zu veranschaulichen. Doch zwischen einer Inflation von 3%, 5% oder gar 8% bis zu einer Hyperinflation ist es ein weiter Weg. Dazu muss einiges zusammen kommen.

Insbesondere eine Komponente wird dabei in der öffentlichen Diskussion völlig vernachlässigt: Die Lohnspirale. Hyperinflation kann sich ja nur dann entwickeln, wenn gleichzeitig das Geld in den Händen der Menschen entsprechend wächst. Wir hatten das nun weltweit einmalig aufgrund der Corona-Pandemie. Doch das hat ja noch lange keine Lohnspirale losgetreten, im Gegenteil: die Arbeitslosigkeit ist noch immer hoch, insbesondere in den Club-Med Ländern Europas.

Und wer mich kennt, der weiß, dass mir das Lohnniveau in Deutschland bereits seit Jahren, seit Jahrzehnten zu niedrig ist - insbesondere bei den immer wieder zitierten Krankenschwestern und Kindergärtnern.

Mit diesen einleitenden Worten schauen wir nun einmal, was wir unlängst von den Notenbanken gehört haben. Christine Lagarde sagte folgendes:

"We expect underlying price pressures to increase somewhat this year owing to temporary supply constraints and the recovery in domestic demand. Nevertheless, the price pressures will likely remain subdued overall, in part reflecting low wage pressures, in the context of still significant economic slack, and the appreciation of the euro exchange rate."

Frei übersetzt: "Wir erwarten Inflationsdruck aufgrund von Angebotsengpässen. Die Inflation wird schwach bleiben, weil auf der anderen Seite niedrige Löhne vor dem Hintergrund der noch immer schwachen Konjunktur ein Gegengewicht bilden. Außerdem wird Inflationsdruck über den Wechselkurs, über einen starken Euro abgebaut."

Und Jay Powell hat den folgenden Satz in sein Statement eingebaut: "...joblessness continues to fall disproportionately on lower-wage workers in the service sector and on African Americans and Hispanics."

"Die Arbeitslosigkeit ist überproportional hoch bei Arbeitern des Niedriglohnsektors, der von Afro-Amerikanern und Latinos dominiert wird."

Sowohl Lagarde, als auch Powell betonen, dass der Arbeitsmarkt noch keinen Inflationsdruck verspürt. Die Äußerungen von Jay Powell zeigen erneut, dass es ihm wichtig ist, dass auch im Bereich der Afro-Amerikaner und Latinos die Arbeitslosigkeit noch immer viel zu hoch sei. An anderer Stelle hatte er bereits angedeutet, dass er mit seiner Geldpolitik auch auf diese Entwicklung Rücksicht nehmen werde.

Also: Wenn Lagarde sagt, die Inflation sei nur vorübergehend, dann hat sie gute Gründe dafür.

Nach den Äußerungen von Jay Powell haben die Aktienmärkte eine Achterbahnfahrt vollzogen. Er hat den Inflationsdruck bestätigt und die Bereitschaft gezeigt, entsprechend zu handeln. Doch vor Ende 2022 ist mit keiner Zinserhöhung zu rechnen. Er hat damit zwar das Ende der mega-laxen Geldpolitik eingeleitet, doch die wird eher langsam auslaufen und mit Sicherheit nicht die Konjunktur abwürgen.

Präsident Wilson hatte 1929 eine restriktive Fiskalpolitik eingeläutet und damit die Weltwirtschaftskrise verschlimmert. Ich kann in den Äußerungen von Jay Powell, von Joe Biden oder anderen Verantwortlichen in den Industrienationen nichts Restriktives finden.

Dennoch gibt es auch schon Berichte, die vor der Gefahr einer weiteren Weltwirtschaftskrise warnen, wenn die Liquiditätsflutung enden sollte.

Es hat den Anschein, die Finanzpresse kenne nur die Hyperinflation 1923 und die Weltwirtschaftskrise 1929. Inflationsraten, die vorübergehend leicht negativ oder auch leicht erhöht sind, werden als sicherer Vorbote des Chaos interpretiert ... was in den vergangenen 90 Jahren jedoch stets falsch war. Mag sein, dass die Entwicklung in die eine oder andere Richtung irgendwann eine Eigendynamik gewinnt, doch noch sind wir sehr weit entfernt davon.

Damit schließe ich das Thema Panik vor dem Zinsmarkt nun erst einmal ab und stelle mich auf eine Zeit mit etwas erhöhter Inflation bei niedrigem Zinsniveau ein. Unser Portfolio werde ich in Kapitel 04 vor diesem Hintergrund entsprechend ausrichten.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Wochengewinner und -verlierer: Die rote Laterne trägt die Woche ThyssenKrupp (-16%), der Stahlkocher, der von dem einbrechenden Rohstoffmarkt erfasst wurde. Auch Klöckner (-14%) und Salzgitter (-9%) gehören zu den größten Verlierern dieser Woche. Der Stahlsektor ist eines der Epizentren des Einbruchs am Rohstoffmarkt. China hat bekannt gegeben, inflationäre Tendenzen im Stahlsektor durch eine Ausweitung des Stahlangebots zu bekämpfen.

Wacker Chemie verlor diese Woche 11%, das Unternehmen ist Vertragspartner von CureVac für den Corona-Impfstoff, dessen Studienergebnisse diese Woche jedoch nicht überzeugten.

Economy hat 9% verloren: Im Streit mit dem Großaktionär Kellerhals zeichnet sich eine Lösung ab, die ist aber teuer.

Zu den Wochengewinnern gehören Coronagewinner wie TeamViewer (+10%), New Work/ Xing (+8%) und die Shop Apotheke (+9%).

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


INDIZES17.6.21Woche ΔΣ '21 Δ
Dow Jones33.431 -2,8%9,7%
DAX15.448 -1,6%12,6%
Nikkei28.964 0,1%5,5%
Shanghai A 3.695 -1,8%3,2%
Euro/US-Dollar1,19-1,9%-3,5%
Euro/Yen130,82-1,4%3,2%
10-Jahres-US-Anleihe1,47%0,010,53
Umlaufrendite Dt-0,28%0,020,28
Feinunze Gold$1.776 -5,5%-5,7%
Fass Brent Öl$73,67 1,1%43,4%
Kupfer$9.187 -7,9%17,2%
Baltic Dry Shipping$3.267 22,4%139,2%
Bitcoin$36.373 -1,0%29,2%



Während EZB-Chefin Christine Lagarde die lockere Geldpolitik fortschreibt, hat Fed-Chef Jay Powell vorsichtig die Möglichkeit eines Endes in ferner Zukunft formuliert. Der DAX (-1,4%) konnte sich entsprechend stabil halten, während der Dow Jones (-2,7%) Federn ließ.

Auch der Wechselkurs wurde von den Aussagen Jay Powells bewegt: die Aussicht auf eine Rückführung der lockeren Geldpolitik stärkt den US-Dollar (+1,7% ggü. dem Euro).

Der Bitcoin setzt seine Bodenbildung fort. Diese Woche gab es eine leichte Erholung, die jedoch zum Wochenschluss schon wieder unter Druck kam. In Deutschland wurde ein Konzept bekannt, in dem die Regierung den Bitcoin wie eine Aktie besteuern möchte, nicht wie eine Währung. Die Haltefrist für einen steuerfreien Verkauf solle 10 Jahre betragen, statt bislang 1 Jahr.

Ich habe den Eindruck, dass der Bitcoin und dessen korrekter Platz in unserer Gesellschaft in den kommenden Jahren ein Thema sein wird. Solche Auseinandersetzungen dauern gerne mal 8-10 Jahre, bis sämtliche Instanzen durch sind.

Tatsächlich überrascht hat mich ein Kommentar von Jens Weidmann, den ich sehr schätze. Er hat den Bitcoin mit den folgenden Worten als überflüssig abgetan: "Mich beeindrucken Bitcoin als Zahlungsmittel nicht. Fragen Sie mal Freunde oder Bekannte, ob sie ihre Einkäufe mit Bitcoin bezahlen! Die Transaktionen sind langwierig und verbrauchen viel Strom. Aufsehen erregen vor allem die starken Kursschwankungen. Genau deshalb ist dieser Krypto-Token nicht zur Wertaufbewahrung geeignet. Was bleibt, sind spekulative Motive."

Weidmann hat richtig erkannt, dass der Bitcoin kein Zahlungsmittel ist. Aber auch als Wertaufbewahrungsmittel sei der Bitcoin ungeeignet, da er zu sehr schwanke. Hmm, das Argument ist nachvollziehbar, wenn man sich die Kursschwankungen innerhalb von Monaten oder weniger Jahre anschaut. Doch in einem so kurzen Zeitraum erfolgt doch auch durch Inflation keine nennenswerte Abwertung der Fiat-Währungen. es geht doch um längere Zeiträume, und da hat sich der Bitcoin immerhin schon eine 10 jährige, solide Performance ausgebaut.

Wie kann er also den Bitcoin für kurzzeitige Kursschwankungen kritisieren, wenn die Wertaufbewahrung doch langfristig angelegt ist?

Ich vermute, dass er es als Notenbanker für seine Pflicht hält, die Nerven der Anleger zu schonen, selbst wenn das über längere Zeit einen schleichenden Wertverlust zur Folge hat.




03. Sentiment: US-Sentiment führt zum Ausverkauf, DAX fällt mit

Ende Juni finden die Aktienmärkte häufig einen Boden. Soll heißen: Die falkenhaften Aussagen von Jay Powell kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem eine kleine Korrektur ohnehin zu erwarten war.

Die Anlegerstimmung ist dennoch leicht auf einen Wert von 2,4 angestiegen. Allerdings gewinnt der Ausverkauf gerade an Dynamik, die vorläufigen Daten könnten sich also im weiteren Verlauf der noch laufenden Umfrage noch ändern. der bislang erfolgte leichte Rücksetzer hat noch keinerlei Auswirkung gezeigt. Mal schauen, ob sich das ändert, wenn der Ausverkauf heute Nachmittag noch stärker wird.

Auch die Selbstzufriedenheit ist zum jetzigen Zeitpunkt mit einem Wert von 2,5 leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen. Kein Wunder, der DAX notiert noch immer nahe seiner Allzeithochs und die Investitionsquote der Anleger war bereits in den Vorwochen verhältnismäßig hoch.

Die Erwartung ist jedoch leicht auf 1,1 zurückgegangen. Mit einer kleinen Korrektur scheinen Anleger also tatsächlich zu rechnen.

Ins Auge fällt jedoch die Investitionsbereitschaft, die von +0,9 auf -0,7 zurückgegangen ist. Damit gibt es derzeit kaum mehr Kaufinteresse für Aktien, vielmehr wollen viele Anleger eher noch ihr Depot auslüften.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist wieder auf -5 gerutscht und zeigt eine zunehmende Absicherungsneigung der Anleger an. Put-Absicherungen, die in dieser Woche offensichtlich gekauft wurden, belasten die Kurse, bilden jedoch dann schon bald eine gute Unterstützung, wenn die Absicherungen aufgelöst werden und dadurch eine neue Nachfrage von Aktien nach sich ziehen.

Ganz anders sieht es in den USA aus, denn das Put/Call-Verhältnis an der CBOE ist wieder auf ein extrem niedriges Niveau gefallen und zeigt eine starke Nachfrage nach Call-Optionen an. In den USA geht man also von einer baldigen Fortsetzung der Rallye aus.

Die Investitionsquote der US-Fondsanleger zeigt ein ähnliches Bild: 99% der verfügbaren Mittel sind investiert, das sind 20%punkte mehr als noch vor einer Woche.

Und auch das Bulle/Bär-Verhältnis zeigt mit einem Wert von 20% einen starken Bullenüberhang an. In den vergangenen Wochen konnten wir an dieser Stelle eine große Gruppe von neutral eingestellten Anlegern verzeichnen. Erste sind nun ins Bärenlager abgewandert, so dass das Verhältnis - wenn auch auf hohem Niveau - ein wenig zurückgegangen ist.

Der technisches Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 41% eine neutrale Verfassung des Marktes an.

Interpretation



Na, nun dauerte es am heutigen Freitag doch nur wenige Stunden, um das mühsam erklommene Niveau über 15.500 Punkten wieder zu unterschreiten. Damit ist die Rallye vorerst beendet. Die Investitionsbereitschaft unter den Anlegern ist gering, entsprechend ist auch nicht mit einer schnellen Gegenbewegung zu rechnen.

Verursacht wurde der Ausverkauf wohl durch die USA: Dort ist die Stimmung zu gut gewesen, zu unbedarft, so dass zumindest in den USA eine Korrektur aus Sicht der Sentimentanalyse wahrscheinlich geworden ist. In der Regel reichen da nicht ein paar Stunden, um das Sentiment wieder umzukehren, sondern dazu sind mehrere Tage notwendig.

Während in den USA bullische Spekulationen nun aufgelöst werden müssen, könnten die fallenden Kurse in Deutschland Anleger dazu bewegen, ihre seit November erzielten Gewinne zu sichern. Daraus folgt, dass der Ausverkauf in den USA heftiger ausfallen sollte als bei uns.

Der Rohstoffsektor hat den Ausverkauf eingeleitet, nun folgen die Aktien. Der Auslöser des Ausverkaufs waren die Bemerkungen des US-Notenbankchefs Jay Powell, der ein Ende der ultralockeren Geldpolitik in Aussicht stellte, sofern die Inflation stärker ausfällt und nachhaltiger ist als bislang erwartet. Haupttreiber von Inflation sind stets Rohstoffpreise und Lohnkosten. Wir haben es derzeit mit Rohstoffpreisen (aufgrund hoher Logistikkosten) zu tun und mit der Korrektur im Rohstoffmarkt ist diese Gefahr bereits wieder zum Teil zurückgeführt.

Ich fürchte also nicht, dass der heute begonnene Ausverkauf an Dynamik zulegt und die Aktienmarktrallye, die wir seit dem Frühjahr 2020 erleben, beendet.

Zwischen steigender Inflation und galoppierender Inflation ist ein großer Unterschied. Die Rohstoffpreise sind bereits seit über zwei Jahren, kurz unterbrochen durch die Corona-Krise, stark angestiegen. Der aktuelle Rücksetzer ist da nur eine kleine Korrektur. Deflation werden wir in diesem Umfeld wohl vorerst nicht zu fürchten haben, eher Inflationszahlen, die deutlich über dem Ziel von 2% liegen. Doch wenn dies so kommt, ist nicht zu befürchten, dass die Notenbanken kräftig auf die Bremse treten. Das Zinsniveau wird auch im Falle einer leichten Inflation niedrig bleiben.

Entsprechend bleiben die Zinsen am Anleihemarkt niedrig, die Umlaufrendite steht wieder bei -0,28%. Im Umkehrschluss ist also der Kurs des Bund Future, aus dem die Umlaufrendite berechnet wird, angestiegen. Nachdem vor wenigen Wochen die 170 unterschritten wurden und der Bruch einer Jahrzehnte alten Unterstützung drohte, machte der Bund-Future kehrt und notiert nun wieder bei 172,68.

Anleger wurden von dieser Entwicklung überrascht, nicht jedoch die Leser unseres Sentiments: vor drei Wochen habe ich darauf hingewiesen, dass die Stimmung am Anleihemarkt extrem negativ ist, gleichzeitig war auch die Erwartung am Boden. Weitere Verkäufe von Anleihen waren vor dem Hintergrund dieser großen Niedergeschlagenheit nicht zu fürchten und so kommt die Gegenbewegung nicht überraschend.

Die Situation heute sieht nicht viel anders aus, wenngleich die Extremwerte nicht mehr zu sehen sind. Doch Extremwerte erfordern stets eine ordentliche Gegenbewegung, um zu einer Normalisierung zu kommen. Die haben wir noch nicht gesehen, daher gehe ich davon aus, dass das niedrige Zinsniveau bis auf weiteres bestehen bleibt.

Interessant ist auch die Situation am Goldmarkt, nachdem diese Woche Gold, wie alle anderen Rohstoffe, kräftig unter die Räder kam: Die Stimmung ist quasi über Nacht auf extreme Niedergeschlagenheit umgeschwungen. Ein Hauch von Panik ist zu erkennen. Auch die positive Erwartungshaltung der vergangenen Wochen hat Kratzer bekommen. Gerade die Zukunftserwartung für Gold war in den vergangenen Wochen zu optimistisch, als dass die Rallye hätte unvermindert fortgesetzt werden können. So betrachtet ist der Rückschlag durchaus gesund.

Stimmung und Zukunftserwartung bezüglich des Bitcoins sind am Boden. Mehrere Erholungsversuche des digitalen Goldes wurden vereitelt, immer wieder wurde eine einsetzende Rallye durch neue Meldungen abgebrochen und die Kurse tauchten wieder ab. Panik haben wir noch nicht gesehen, so dass ich in diesem jungen und unregulierten Markt derzeit noch keinen tragfähigen Boden sehen kann. Ich würde hier sagen: Bereit halten zum Kaufen, aber Geduld bewahren.





04. Ausblick: Schwache Nerven sind an der Börse fehl am Platz

Für die kommenden Tagen brauchen Sie starke Nerven, denn es wird noch ein wenig ungemütlicher. Doch ich habe mich entschieden, unser Portfolio kaum zu verändern (okay, habe soeben Beyond Meat versilbert): die unterschiedlichen Vorlieben wechseln derzeit so schnell, dass wir im Zweifel die falschen Titel aus dem Portfolio werfen und dort dann nicht mehr rechtzeitig rein kommen, bevor die Turbulenzen enden.

Denn wir haben in meinen Augen weiterhin extrem positive Rahmenbedingungen. Das Ende der ultralockeren Geldpolitik war unvermeidbar, hätte schon vor Corona eingeleitet werden müssen. Anders als 2013, als Ben Bernanke eines schönen Tages sagte, jetzt ist es soweit, bereitet Jay Powell die Märkte behutsam darauf vor. Er gehe derzeit nicht davon aus, dass Zinsanhebungen erforderlich würden, doch wenn die Inflation stärker einschlage als derzeit erwartet, dann hebt man den Zins halt an.

Was ist an einer solchen Aussage falsch? Begleitet mit dem Hinweis auf die Ungerechtigkeit am Arbeitsmarkt hinsichtlich der Afro-Amerikaner und Latinos können Anleger nun sicher sein, dass Powell die Zinsen eher ein wenig zu lang auf niedrigem Niveau belässt. Aber irgendwann müssen die Zinsen rauf, doch unter Powell eher zu spät als zu früh.

Natürlich gibt es Anleger, die vom ewigen Minuszins geträumt haben, von der ewigen Rallye, die den Dow Jones binnen weniger Jahre auf 100.000 Punkte führen wird. Diese Anleger sind nun enttäuscht und korrigieren ihre überzogen bullischen Positionen. Diese Korrektur sehen wir in diesen Tagen.

Doch das ist nicht das Ende der Rallye. Es ist lediglich eine vernünftige Anpassung der überzogen bullischen Positionen.

Vor einigen Monaten hatte ich bereits ausgeführt, dass ein Zinsniveau von 2-3% im Leitzins noch immer als Konjunkturstütze betrachtet werden kann. Natürlich wird der Aktienmarkt bei jeder Diskussion um Zinsanhebungen und künftig dann auch bei jedem Zinsschritt kurzzeitig einbrechen. Doch das sind stets nur Positionsanpassungen.

Solange die Zinsschritte im Einklang mit der Gesundung der Konjunktur erfolgen, werden sie weder der Konjunktur, noch dem Aktienmarkt schaden. Erst wenn die Konjunktur zu überhitzen droht, das Zinsniveau deutlich über 4% ansteigt und der Leitzins als Instrument zur Abkühlung eingesetzt wird, dann könnte die Rallye ihrem Ende entgegen gehen.

Anpassungen, wie wir sie in den kommenden Tagen sehen werden, können dennoch schmerzhaft sein. Doch im Anschluss springen die "guten" Aktien schneller wieder an als die schlechten. Und da wir meiner Einschätzung nach unser Portfolio bereits ziemlich gut ausgerichtet haben, ist mir die Gefahr zu groß, den Tiefpunkt einer Korrektur zu verpassen.

Im Marktumfeld, das vor uns liegt, wird es meiner Einschätzung nach mindestens drei Favoritengruppen geben: Etablierte Wachstumsunternehmen mit Wachstumsraten um 20%, junge Wachstumsunternehmen mit deutlich höheren Wachstumsraten und Industrieaktien auf extrem günstigem Bewertungsniveau.

Etablierte Wachstumsunternehmen aus unserem Portfolio sind BB Biotech, Spotify, Medios, Skyworks und Nvidia. Letztlich fallen aber auch Facebook, Google, Amazon, Netflix, Microsoft, Adobe, Apple, Salesforce, Paypal und Square in diese Kategorie.

Junge Wachstumsunternehmen sind Nynomic, Beyond Meat (ist nun weg), CureVac (ist schief gegangen). Hier würde ich auch noch Twilio, Doku, Easy, Crowdstrike und Docusign sehen, alles Favoriten von mir, für die wir keinen Platz im Portfolio finden können.

Industrieaktien mit günstigem Bewertungsniveau vor dem Hintergrund anziehender Wachstumsraten sind TUI, Airbus und BASF.

Also: Die positive Grundtendenz bleibt bestehen. Mal schauen, ob einzelne Positionen Kurse erreichen, die uns zum Nachfassen motivieren :-).



05. Update beobachteter Werte: CureVac, Barrick Gold, Beyond Meat, Freenet, BASF, Nynomic

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de -> Portfolio -> 10 neueste Einträge. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.


CureVac
Impfstoff verfehlt Wirksamkeitsziel, Zulassung fraglich, ausgestoppt

Do, 17. Juni um 13:04 Uhr
Unsere Spekulation in CureVac ist nicht aufgegangen: Die Zulassung des mRNA-Impfstoffs der Tübinger ist in weite Ferne gerückt. Die Wirksamkeit ist gemäß der gestern Abend veröffentlichten Studie mit 47% zu niedrig, um den Wirkstoff CVnCoV zur Zulassung zu bringen. Zwar könne sich die Wirksamkeit noch ändern, da noch weitere Studienergebnisse eingehen. Doch von der Wirksamkeit der Impfstoffe von Moderna und BioNTech (>95%) ist dieser Wirkstoff weit entfernt.

So ist eine Zulassung inzwischen fraglich geworden: BioNTech und Moderna weiten ihre Produktion immer wieder aus und verfeinern ihre Wirkstoffe, um Mutationen ebenfalls zu berücksichtigen. Je länger CureVac benötigt, desto weniger Impfmarkt wird übrig bleiben.

Die Erwartungen an CureVac waren hoch, vielleicht zu hoch: dem Impfstoff wurde eine bessere Wirksamkeit gegen Mutationen nachgesagt bei gleichzeitig besserem Haltbarkeitsprofil. Diese Hoffnung wurde gestern Abend zunichte gemacht.

Vor drei Wochen hatte ich einen Stopp Loss bei 65 Euro ausgegeben. Bei dem damaligen Kurs von 95 Euro war durch den großen Abstand des Stop Loss schon zu erkennen, wie riskant diese Spekulation war. Im Erfolgsfall hätten wir meiner Einschätzung nach einen noch größeren Sprung nach oben sehen können.

Doch nun kam es anders und die Aktie ist über Nacht um 50% eingebrochen. Der Stop Loss hat gezogen, die Position ist mit großem Verlust aus unserem spekulativen Portfolio geflogen.

Großer Verlust: Ein solches Ereignis führt dazu, dass viele Aktionäre ihren Aktienbestand gleichzeitig zum Verkauf stellen, während auf der anderen Seite kaum Käufer vorhanden sind. Angebot und Nachfrage werden in Einklang gebracht und so haben die Verkäufer mit ihren Verkaufsorders die dünne Nachfrage überwältigt.

Drei Kunden haben mir bereits geschrieben, dass ihre bei 65-71 EUR gesetzter Stop Loss zu Verkäufen zum Kurs von 31,00 - 31,60 EUR führten. Das war der Kurs, zu dem die Aktie heute früh eröffnete. Seither hat die Aktie eine Achterbahnfahrt vollzogen, stieg bis auf 50 Euro und notiert aktuell bei 43 Euro.

Vor vielen Jahren habe ich die Nutzung von Stop Loss Orders aus dem Heibel-Ticker verbannt. Seit kurzem nutze ich Stopp Loss Orders explizit nur für unsere Spekulationen, denn dort wollen wir negative Entwicklungen auf gar keinen Fall aussitzen. Die heutige Erfahrung ist erneut abschreckend: wir wurden hier nicht vor größeren Verlusten bewahrt, sondern sind in das Sekundenloch des exorbitanten Verkaufsangebots in Folge der Hiobsbotschaft gefallen.

Als schwacher Trost hilft vielleicht, dass wir daher spekulative Positionen stets sehr klein halten. Außerdem ist in diesem Fall ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Wer weiß, ob Sie zum Auflösen der Position heute die Kurse um 50 EUR genutzt hätten, oder ob Sie jetzt auf das Prinzip Hoffnung setzen würden.

So bitter es auch sein mag: Ich werde mir nun BioNTech wieder genauer anschauen, auch wenn die Aktie von BioNTech aufgrund dieser Meldung heute um 5% angesprungen ist. Tut mir leid, dass wir hier auf das falsche Pferd gesetzt haben.

PS: Hinterher ist man immer schlauer: Was mich ärgert ist, dass ich hier auf einen Betrieb gesetzt habe, der vom Staat gepudert wurde. Tief in mir drin meldet sich eine Stimme: Das konnte doch nichts werden.

PPS: Hinterher ist man immer schlauer: Warum hat Gesundheitsminister Spahn den CureVac Impfstoff bereits vor einer Woche VOLLSTÄNDIG aus der Mengenplanung für 2021 heraus genommen? Wusste er mehr? Hätte uns das misstrauisch machen müssen?


Barrick Gold
Unnötige Panikmache

Fr, 18. Juni um 10:35 Uhr
Die Äußerungen von US-Notenbankpräsident Jay Powell am Mittwoch Abend dieser Woche werden von vielen Marktteilnehmer als "falkenhaft" gewertet. Eine straffe Geldpolitik sei in Sicht, daher kam es am Goldmarkt zu einem Ausverkauf. Denn, wenn die Inflation erfolgreich gebändigt würde, brauche man kein Gold mehr.

Ich habe den Eindruck, dass Meinungsmacher nur noch Extrem-Meinungen vertreten, also Panikmache betreiben. In der Realität jedoch ist Powell im Rahmen einer moderaten Inflation völlig entspannt. Eine moderate Inflationsrate bei gleichzeitig extrem niedrigem Geldmarktzins führt zu einem negativen Realzins. Gold sollte daher meiner Einschätzung nach gefragt bleiben. Ich würde an unseren Goldpositionen (Barrick Gold, Wheaton Precious und Goldbarren) festhalten.

Realzins: Der Unterschied zwischen dem Marktzins und der Inflation wird Realzins genannt. Der Zins, den Sie für bei gleichbleibender Kaufkraft Ihres Vermögens erhalten. Wenn also die Inflation bei 5% steht, die Verzinsung der 10 Jahre laufenden Staatsanleihe jedoch negativ (Deutschland -0,28%, USA +1,51%) ist, dann beträgt die Realverzinsung Ihres Vermögens -0,28% - 5% = -5,28% in Deutschland und 1,51% - 5% = -3,49% in den USA. Wenn der Realzins negativ ist, wird die Kaufkraft Ihres Geldes jährlich um diesen Prozentsatz vermindert.

Es profitieren die Schuldner, die eine nominale Kreditsumme in der Zukunft mit Geld zurückzahlen können, das weniger wert ist. Größter Schuldner ist der Staat. Um sich dagegen zu schützen, kann man einen Teil seines Vermögens in Werte transferieren, die sich von diesem Prozess abkoppeln: Gold beispielsweise.

Charttechnisch ist der Goldmarkt nun völlig überkauft, der Kursrutsch übertrieben. Das würde also für eine neue Kaufgelegenheit sprechen, wenn Sie noch nicht im Goldmarkt investiert sind :-).


Beyond Meat
Beyond Meat = Tesla - 10 Jahre?

Fr, 18. Juni um 11:18 Uhr
Tesla war niemals günstig. Anleger mussten an die Zukunft der Elektromobilität glauben. Kritiker legten regelmäßig Beweise vor, dass die Elektromobilität den Verbrenner nicht ablösen könne. Wenngleich Tesla bis zum heutigen Zeitpunkt die Weltherrschaft noch nicht übernommen hat, gehört Tesla-Gründer Elon Musk zu den reichsten Menschen der Erde und sein Unternehmen Tesla ist mehr wert als so ziemlich alle nennenswerten Automobilhersteller zusammen.

Jetzt könnte die Zeit der Kritiker kommen: VW hat ein gutes E-Konzept mit einem CEO Herbert Diess, der sich der Elektromobilität voll verschrieben hat. Gleichzeitig bilden sich Warteschlagen an den Ladestationen, die Infrastruktur kommt kaum noch nach. Engpässe sind absehbar. Anleger, die mit Tesla 1.000% erzielt haben, werden diese Entwicklung entspannt beobachten.

Beyond Meat erinnert mich immer mehr an Tesla: Gründer und CEO Ethan Brown genießt den Status eines Popstars, zumindest hat er eine große Fangemeinde. Thema ist die Ernährung der Weltbevölkerung auf ökonomische Weise. Landwirtschaft ist einfach effizienter als Tierhaltung, allerdings müssen dabei viele Dinge berücksichtigt werden, um Mangelernährung zu vermeiden. Und hier ist Brown mit seinem Team unterwegs: Er möchte nicht unbedingt einen Veggie-Burger schaffen, der dem Fleisch-Burger Konkurrenz macht, sondern er möchte einen Peggy-Burger erfinden, der genauso nährreich ist und gleichzeitig weniger Ressourcen verbraucht. Und mit diesem Ziel vor Augen sind seine Fans stets bereit, auch einen etwas höheren Preis zu zahlen.

Die Frage ist also nicht, ob der Peggy-Burger irgendwann den Fleisch-Burger ablösen wird. Die relevante Frage ist, ob der Veggie-Burger auf unserer Welt eine sinnvolle Ergänzung darstellen kann.

Über EDEKA, Metro und Walmart bis zu Dunkin Donut, Starbucks und McDonalds hat Beyond Meat ein breites Netzwerk an Vertriebskanälen aufgebaut. Ich sehe weniger die Gefahr der fehlenden Akzeptanz, als vielmehr die Hürden der raschen Produktionsausweitung als limitierenden Faktor. Und in diesem Bereich hat das Management von Beyond Meat bislang stets geliefert.

Ja, die Bewertung ist zu hoch: Ein Kurs/Umsatz-Verhältnis von 20 für ein nicht-digitales Unternehmen ist abenteuerlich. Dennoch möchte ich an Bord bleiben, denn meiner Einschätzung nach trifft Ethan Brown den Nerv der heutigen Zeit genau so, wie ihn Elon Musk mit Tesla vor 10 Jahren traf.


Freenet
Heute Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss

Fr, 18. Juni um 11:58 Uhr
Heute findet die Hauptversammlung der Freenet AG statt, es soll die Dividende in Höhe von 1,65 EUR je Aktie beschlossen werden. Wer heute Abend seine Aktien noch besitzt, erhält die Dividende, muss dafür aber am Montag mit einem Kursabschlag in entsprechender Höhe rechnen.

Ich hatte angekündigt, den zu erwartenden Kursanstieg bis zur Dividendenausschüttung mitnehmen zu wollen, bevor wir die Position aus unserem Portfolio streichen. Immerhin ist die Aktie seit Jahresbeginn um 31% angesprungen, es hat sich also gelohnt.

Schauen wir nun also, ob wir die Aktie tatsächlich verkaufen sollten, oder nicht.

Geschäftlich hat sich wenig verändert: Freenet ist Nischenanbieter von freien Netzkapazitäten und wird von einem eventuellen 5G-Boom kaum profitieren. Auch die TV-Abenteuer liefern zwar solides, aber kein atemberaubendes Wachstum, wie beispielsweise bei Streaming-Anbietern. Ich hatte anlässlich einer Vertragsänderung bei meinem DSL-Provider O2 die Wahl eines kostenfreien Streaming-Angebots von Netflix, Sky Entertainment oder Waipu-TV. Waipu bietet allerdings nur Inhalte, die ich auch ohnehin kostenfrei über meine Satellitenschüssel empfange. Wir haben uns für Netflix entschieden.

Die Bilanz von Freenet ist jedoch viel schöner geworden als in den vergangenen Jahren. Die hohe Verschuldung konnte auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden, eine hohe Dividendenausschüttung für die kommenden Jahre erscheint mir gesichert.

Vor 10 Tagen hatte ich die Gelegenheit, CEO Vilanek im Rahmen einer Investorenkonferenz zu hören. Er kündigte an, dass Freenet eigene Aktien kaufen werde, sollte der Kurs vor Dividende im Bereich 20-22 EUR notieren. Nach der Ausschüttung von 1,65 EUR Dividende korrigiere sich diese Marke entsprechend.

Der eine oder andere mag denken, warum Freenet nicht bereit ist, mehr für die eigenen Aktien zu zahlen :-). Aber tatsächlich bedeutet diese Ankündigung etwas anderes: Der Kurs kann kaum nachhaltig unter diese Marke fallen, denn dort wird Freenet dann massiv eigene Aktien aufkaufen.

Ein Aktienrückkauf sendet aber mehrere Hinweise aus: Freenet ist ein cashflow-starkes Unternehmen, weiß aber wenig mit dem Geld anzufangen. Die Investitionen der vergangenen Jahre (Sunrise-, Ceconomy-Beteiligung) sind in meinen Augen nicht sonderlich glücklich gewesen.

Aber noch eine dritte Information wird durch den angekündigten Aktienrückkauf ausgegeben: Die Anzahl der ausstehenden Aktien wird dadurch reduziert. Der Gewinn, der im Unternehmen erzielt wird, muss künftig dann auf weniger Aktien aufgeteilt werden. Und wenn der Cashflow ausreicht, um die aktuell hohe Dividendenrendite von 7,3% zu sichern und zusätzlich noch was für Aktienrückkäufe zur Verfügung steht, dann gehört die Aktie tatsächlich auf ein höheres Kursniveau.

7% Dividendenrendite im Nullzinsumfeld ist abenteuerlich hoch. Und das Unternehmen, das diese Dividende anbietet, diskutiert nicht etwa, wie diese hohe Dividende finanziert werden kann. Vielmehr diskutiert sie, wie die darüber hinaus vorhandene Liquidität sinnvoll eingesetzt werden kann.

In meinen Augen eröffnet das weitere Kursphantasien. Daher habe ich mich entschlossen, die Dividende einzustreichen und die Position noch ein wenig zu halten. Wir haben derzeit ohnehin nur noch eine halbe Positionsgröße. Damit würde ich noch eine Weile weitersegeln.


BASF
Börsengang von Wintershall verschoben, Nachkaufen

Fr, 18. Juni um 14:40 Uhr
BASF ist heute unter mein Nachkauflimit von 65 Euro gerutscht, ich würde daher unsere bislang halbe Dividendenposition voll machen.

Grund für den Kursrückgang (heute -1,6%) ist in erster Linie der Rückgang der Preise am Rohstoffmarkt seit der Fed-Sitzung. Der Ölpreis hat seine Mitte Mai begonnene Rallye beendet und ist seit Mittwoch von 72,95 USD/Fass WTI auf aktuell 70,25 USD/Fass WTI zurück gefallen, -3,7% in nur 48 Stunden.

Aus Saudi Arabien ist zu hören, dass man die Ölförderung wieder steigern wird, um einen nachhaltigen Ölpreis über 70 USD/Fass WTI zu vermeiden. Diese Marke gilt nämlich als kritisch für einen Großteil der US-Ölindustrie, die das aufwendige und teure Fracking nutzt.

Der Börsengang von Wintershall/DEA, an der BASF seit der Fusion mit DEA 67% hält, war ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant und ist bereits auf die zweite Jahreshälfte 2021 verschoben worden. Nunmehr wurde die erneute Verschiebung bekannt gegeben.

Anleger würden die unliebsame, weil "schmutzige" Tochter lieber heute als morgen abstoßen. Verständlich, denn die Klimabewegung gewinnt immer mehr Dynamik und schreibt Unternehmen immer mehr Pflichten ins Geschäft. Wettbewerber Shell hat schon angekündigt, sämtliches gefördertes Öl zu kompensieren, um CO2-neutral zu werden. Das wird teuer.

Daher ist die Meldung, dass es nun länger dauern wird, bis Wintershall versilbert werden kann, natürlich erst einmal negativ. Auf der anderen Seite ist der Ruf des Öls heute so schlecht, dass die Situation in einigen Monaten, wenn der E-Autoboom die Unzulänglichkeiten unseres Stromnetzes offen legt, durchaus auch eine Besserung des Rufs vorstellbar ist. Warten wir's ab.

In meinen Augen ist der Ausverkauf der vergangenen Tage jedoch übertrieben und ich würde das nunmehr günstige Kursniveau nutzen, um unsere Dividendenposition auf die beabsichtigte Portfoliogröße von 7,5% aufzustocken.


Nynomic
Bildqualität Testen und optimieren

Fr, 18. Juni um 09:21 Uhr
Nynomic bietet optische Messgeräte für Medizin- und Umwelttechnik an. Bilder einer Drohne können beispielsweise Ackerbauern helfen, Dünger gezielter einzusetzen. Bilder von Hühnereiern können frühzeitig das Geschlecht erkennen und vielleicht in der Zukunft das Kükenschreddern vermeiden. Doch die Anwendungsfelder werden immer breiter.

Wichtig für die Bildauswertung ist natürlich die Qualität der Bilder, die wiederum von der Qualität der Kamera abhängt. Diese Woche wurde die Übernahme von Image Engineering bekannt gegeben, eine kleine Firma, die sich mit dem Testen der Bildqualität von Kameras beschäftigt. Kunden sind bspw. Leica und Panasonic, aber auch Kameras für das autonome Fahren müssen eine hohe Bildqualität sicherstellen. Mit 2,9 Mio. EUR Jahresumsatz ist Image Engineering eine verhältnismäßig kleines Übernahmeziel, liefert aber einen sinnvollen Produktbeitrag für Nynomic.

Je länger ich Nynomic verfolge, desto besser gefällt mir Unternehmen und Management :-).



06. Leserfragen


Kursziel für Airbus

Guten Tag Herr Heibel,

Hoffe, es geht Ihnen gut!

Ich schreibe Ihnen, um zu fragen, was Ihr Kursziel bei Airbus ist. Ich habe die Aktie ähnlich früh wie Sie (sogar etwas früher) zu einem günstigen Preis eingekauft, und ich finde, dass sie nun schon ziemlich gut bewertet ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Hanns-André aus Seesen

ANTWORT
Danke der Nachfrage, mir geht es gut: Habe gestern die zweite Impfung bekommen und mag grundsätzlich heiße Temperaturen gern :-).

Zu Airbus: keine Ahnung, ist mir auch egal. Zyklen in der Luftfahrt laufen häufig über viele jähre, manchmal Jahrzehnte. Wir befinden uns in einem soliden Aufschwung, der durch Corona kurz unterbrochen wurde und in dem Airbus gegenüber Boeing meiner Einschätzung nach einen ordentlichen Vorsprung hat. Ich denke, der Flugverkehr wird ordentlich anziehen und zu vielen Produktionsausweitungen bei Airbus führen. Sprich: Ich möchte da noch eine Weile mitfliegen :-).


Inflationsgefahr nicht unterschätzen

Sehr geehrter Herr Heibel,
meiner Ansicht nach gehen Sie in ihrer heutigen Ausgabe ein wenig leichtfertig mit dem Thema Inflation um.
Wollen Sie ihre Leser beruhigen in dem Sie die Preissteigerungen in den USA klein reden und dabei den Deutschen Markt aussen vor lassen.
Im Baustoffbereich erleben wir auf breiter Front Preissteigerungen von bis zu 100% und mehr. Ich erspare mir eine detailierte Aufzählung, Sie müssen sich nur bei den örtlichen Baumärkten über die Preissteigerungen erkundigen.
Nicht ganz so schlimm, doch auch im Bereich von über 10% Preissteigerungen sind bei Obst und Gemüse zu beobachten.
Heute war aus der Presse zu entnehmen daß starke Preissteigerungen im Großhandel zu verzeichnen sind.
Das alles dürfte Ihnen doch nicht entgangen sein.
Wo bleibt da ihre journalistische Sorgfallspflicht, wenn Sie das nicht ansprechen?
Wollen Sie Vertrauen schaffen, obwohl die Titanic schon vom Eisberg gerammt wurde?
Mit freundlichen Grüßen
Helmuth aus Karlsruhe

ANTWORT
Informationen sind seit der Erfindung des Internets überall und jederzeit verfügbar, die brauche ich im Heibel-Ticker nicht noch aufzulisten. Ich liefere meine Einschätzung, die ich auch stets sorgfältig begründe. Meine Ausführungen sind für Privatanleger, die nicht 12 Stunden am Tag traden, sondern einem geregelten Job nachgehen und nur wenig Zeit für die Vermögensanlage haben. Privatanleger müssen nicht jeden Kursausschlag nach oben oder unten für sich optimal ausnutzen, sondern sollten große Trends erkennen.

Und ich erkenne derzeit weder Hyperinflation, noch eine tödliche Deflation. Beides wird jedoch in der Presse immer wieder thematisiert. Daher habe ich mich darauf konzentriert, die Panikmache der Presse zu relativieren.

Ich nehme an, dass wir beide von unterschiedlichen Zeithorizonten ausgehen: Ich betrachte stets einen Zeithorizont von 12-18 Monaten, das hat sich in der Vergangenheit als brauchbar erwiesen :-).


CHURCHILL CAPITAL IV - Lucid inzwischen mit 12% im Plus

Guten Tag, Herr Heibel,

Nun habe ich doch mal eine Frage, als es empfohlen war habe ich Churchill Capital geordert, sie hatten das dann nicht ins Depot genommen da es bei manchen Brockern zu Problemen kam.

Inzwischen bin ich 12% im Plus, was empfehlen Sie?

Vielen Dank, Eva aus Karlsruhe

ANTWORT
Oh, das freut mich, dass Sie die Nerven bewahrt haben und dieses spekulative Investment zu einem Erfolg führen konnten. Kurzfristig wird’s mMn nun turbulent, ich würde Gewinne mitnehmen. Langfristig halte ich noch immer viel von Lucid, dem Unternehmen dieses SPACs. Doch auf welchem Niveau dort ein Einstieg ratsam ist, habe ich aktuell nicht im Blick.




07. Übersicht HT-Portfolio


Spekulation (≈20%) =12,3%WKN17.6.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 8x2,5%!C19
TUITUAG004,71 €-4%26%2,4%B -
NynomicA0MSN139,40 €3%8%3,2%B0
Barrick Gold87045017,79 €-8%8%3,3%A0
Beyond MeatA2N7XQ122,88 €3%12%3,4%A -
CureVacA2P71U54,49 €-33%-65%0,0%A -








Wachstum (≈35%) =40%WKN17.6.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 5x7%!
BB BiotechA0NFN377,30 €-3%14%6,3%B+
SpotifyA2JEGN207,80 €4%-20%5,8%B+
Wheaton Precious MetalsA2DRBP37,70 €-5%13%8,0%A+
Airbus938914112,92 €0%24%5,2%B -
MediosA1MMCC32,45 €-7%-8%6,6%B0
Skyworks Solutions857760143,16 €2%-5%3,3%A +
Nvidia918422642,20 €9%41%4,8%B +








Dividende (≈30%) = 23,9%WKN17.6.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 4x7,5%!
FreenetA0Z2ZZ21,87 €-3%27%3,8%C0
Deutsche Post55520056,28 €-1%39%5,0%B+
Munich Re843002236,70 €2%-3%7,5%B-
BASFBASF1164,65 €-5%0%7,7%B+








Absicherung (≈15%) =19,2%WKN17.6.21Woche ΔΣ '21 ΔAnteil 2x7,5%!
Goldbarren 150 gr100 gr.4.766,00 €-4%-3%6,6%A+
Südzucker-AnleiheA0E6FU85,00%0%10%5,5%B+
BitcoinBitwala30.656,00 €1%-14%7,1%A+





Cashquote

Σ-Portfolio Ergebnis seit 2021

-2%8%4,5%


Heibel-Ticker
GewichtungAnzahl Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis20%12,3%842,5%
WachstumEnkelkinder35%40%577,0%
DividendeUrlaub30%23,9%447,5%
AbsicherungZins & Gold15%19,2%237,5%
Summe
100%95,5%1918100%


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- & Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

https://www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung

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