•   12.8.: #Barrick Gold leidet unter Kostendruck, kann den Gewinn dennoch um 17% steigern. Kupferpreis rückläufig w/Rezessionsangst, Goldpreis niedrig w/niedrigem Zinsniveau. Guter Hedge für aktuelle Turbulenzen bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   12.8.: #Barrick Gold leidet unter Kostendruck, kann den Gewinn dennoch um 17% steigern. Kupferpreis rückläufig w/Rezessionsangst, Goldpreis niedrig w/niedrigem Zinsniveau. Guter Hedge für aktuelle Turbulenzen bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   12.8.: #Barrick Gold leidet unter Kostendruck, kann den Gewinn dennoch um 17% steigern. Kupferpreis rückläufig w/Rezessionsangst, Goldpreis niedrig w/niedrigem Zinsniveau. Guter Hedge für aktuelle Turbulenzen bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   12.8.: #Barrick Gold leidet unter Kostendruck, kann den Gewinn dennoch um 17% steigern. Kupferpreis rückläufig w/Rezessionsangst, Goldpreis niedrig w/niedrigem Zinsniveau. Guter Hedge für aktuelle Turbulenzen bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien

Heibel-Ticker 22/20 - Weltuntergang oder Übertreibung nach unten

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20.05.2022:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

17. Jahrgang - Ausgabe 20 (20.05.2022)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts220522.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: Krieg, Inflation, Lieferkettenproblem, Lockdown in China, Rezessionsangst, ...
02.So tickt die Börse: Walmart, Target und Cisco schockieren Anleger
 - Post-Corona
 - Pre-Corona
 - Inflationsbekämpfung verursacht Rezession
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Weltuntergang oder Übertreibung nach unten
 -
04.Ausblick: Wer von Microsoft, Apple, Alphabet, Amazon und Meta ist schon günstig genug?
05.Update beobachteter Werte
 Verkaufen, zu starke Industrieabhängigkeit
 Verkaufen, neu fokussieren
 US-Rechtsstreit gelöst
06.Übersicht HT-Portfolio
07.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
08.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Krieg, Inflation, Lieferkettenproblem, Lockdown in China, Rezessionsangst, ...



Liebe Börsenfreunde,

Die Liste der Probleme wird immer länger: Krieg, Inflation, Lieferkettenproblem, Lockdown in China, Rezessionsangst, ... Kein Wunder, dass die Aktienmärkte weiterhin unter Druck sind. In der abgelaufenen Woche haben einige Quartalszahlen das Bild noch verschlechtert: Cisco, Target und Walmart, zudem Richemont schockten Anleger mit ihren Zahlen. Mehr dazu in Kapitel 02.

Die Stimmung ist extrem schlecht, und das schon extrem lange. Auch hier wird die Liste immer länger und es stellt sich die Frage: wird die Welt untergehen? Alles deutet daraufhin, doch in den vergangenen paar Tausend Jahren fanden sich immer wieder überraschende Lösungen. Meine Sentimentanalyse lesen Sie in Kapitel 03.

Amazon, Microsoft, Apple, Alphabet (Google) und Meta (Facebook) sind die Tech-Giganten mit Milliarden-, ja sogar Billionenbewertung. Doch in den vergangenen Monaten haben die Aktien 25-50% von ihrem Wert abgegeben. Ein Kapitel 04 untersuche ich, welche dieser Aktien jetzt erfolgsvorsprechend sind, und welche Sie lieber noch eine Weile lang nicht anfassen. Mehr dazu in Kapitel 04.

Wie immer gibt es wichtige Updates in Kapitel 05. Wir haben kleine Änderungen in unserem Portfolio vorgenommen. Mit aktuell 14% Cash und vielen guten Titeln fühlen wir uns für beide Szenarien gerüstet: sowohl für einen weiteren Ausverkauf als auch für eine ordentliche Erholung.

Die tabellarische Übersicht über unser Portfolio finden Sie in Kapitel 06.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: Walmart, Target und Cisco schockieren Anleger



In den USA haben Dow Jones, S&P 500 sowie Nasdaq ihre Tiefs von Anfang März, als die weltweiten Aktienmärkte aufgrund des Kriegsausbruchs in den Keller rauschten, deutlich unterschritten. Der DQAX hingegen hat sein damaliges Tief noch nicht wieder besucht. Es hat den Anschein, als sei die Erkenntnis über die "Zeitenwende" bei uns schneller realisiert worden als in den USA.

Doch ein weiteres Ereignis sorgte diese Woche dafür, dass die US-Aktienmärkte auf Tauchstation gingen. Am Mittwoch gab es unter den 500 Aktien des S&P 500 nur sieben, die mit grünem Vorzeichen aus dem Rennen gingen. Der Ausverkauf findet also auf ganzer Breite statt. Das dafür verantwortliche Ereignis ist noch gar nicht eingetreten, es ist die drohende Rezession.

Seit Ende März befinden sich die drei wirtschaftlich wichtigsten Regionen Chinas, Peking, Shanghai und Shenzen, im Lockdown. In den Q1-Zahlen sind die Auswirkungen der restriktiven chinesischen Coronapolitik noch kaum enthalten.

Dennoch hat Walmart diese Woche überraschend schwache Q1-Zahlen veröffentlicht. Der Umsatz ist um 2% angestiegen, der Gewinn ist überraschend um 24% eingebrochen. Schlimmer noch ist der Ausblick. Mitte Februar wurde für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 3% in Aussicht gestellt, und ein Gewinnwachstum "im mittleren einstelligen Bereich". Das Umsatzwachstum wurde auf 4% angehoben, doch der Gewinn wird nunmehr mit -1% prognostiziert. Binnen weniger Wochen wurde aus einem Gewinnwachstum ein Gewinnrückgang, obwohl mehr Umsatz gemacht wird.

Walmart verkauft also mehr, doch erwirtschaftet damit weniger Gewinn. Wir befinden uns in einem inflationären Umfeld und alle anderen Q-Zahlen, die wir in den vergangenen Monaten gesehen haben, zeigten mehr Umsatz bei gleichzeitig überproportional viel mehr Gewinn. Die Inflation ermöglicht es dem Verkäufer, den Preis anzuheben und mehr Gewinn zu erwirtschaften. Warum ist das bei Walmart nicht der Fall?

abwaertskurs Nun, eine erste Interpretation führte zur Vermutung, dass Walmart einfach die falschen Artikel auf Lager hat. Der Ramsch aus dem Lager muss nun verschleudert werden. Dem CEO Brian Cornell wird nun vorgeworfen, sein Unternehmen falsch auf die Inflation vorbereitet zu haben. Die Aktie von Walmart ist in den vergangenen Tagen um 20% eingebrochen.

Nur einen Tag später berichtete ein weiterer Einzelhändler: Target. Ähnlich wie Walmart schockiert auch Target seine Anleger. Die Läger sind viel zu voll, die Ware kann nur mit hohen Preisabschlägen an den Mann gebracht werden. Die Aktie von Target brach ebenfalls ein, das Minus beträgt sogar 30%.

Was steckt dahinter? Warum werden zwei so unterschiedliche Einzelhändler wie Walmart und Target mit der Inflation nicht fertig? Warum bleiben sie auf ihren Waren sitzen und warum bemerken wir das erst heute, sieben Wochen nach dem Ende des Berichtszeitraumes (Q1 = Jan-Mär)? Seither ist der Inflationsdruck ja noch größer geworden.

Post-Corona



Target verkauft Inneneinrichtungsgegenstände, Gartenmöbel und Grills, aber Sonnenmilch und Koffer waren Verkaufsschlager in Q1. Sonnenmilch und Koffer statt Einrichtungsgegenstände. Nach zwei Jahren on und off im Lockdown-Modus haben die Menschen ihr Heim hübsch gemacht. Jetzt wollen sie raus! Die Airlines berichten von sprunghaft angestiegenen Buchungszahlen. AirBnB freut sich über ein stark anziehendes Geschäft. Doch die Dinge, mit denen in den vergangenen zwei Jahren Geld verdient wurde, hängen den Menschen zum Halse raus. Koffer werden gepackt, Sonnenmilch nicht vergessen, und ab in den Urlaub.

Apropos ab in den Urlaub: TUI hat am Dienstag eine Kapitalerhöhung durchgeführt, um stille Einlagen des Staates zurückzuzahlen. Zum Kurs von 2,62 EUR wurden Aktien im Volumen von 425 Mio. EUR ausgegeben. Es handelt sich um eine verwässernde Maßnahme, die jedoch niemanden überraschen dürfte. Vielleicht überrascht es, dass der Emissionskurs so niedrig ist. Die Aktie ist auf 2,43 EUR gefallen.

Doch zurück zum oben besprochenen US-Einzelhandel: Ich habe den Eindruck, dass US-Anleger schockiert sind darüber, dass die vermeintlich defensiven Unternehmen Target und Walmart, mit denen man gut durch eine Rezession segeln könnte, Probleme haben. Aufgrund der zweijährigen Sondersituation (Corona) scheinen diese beiden Aktien für die nun befürchtete Rezession nicht so gut geeignet.

Ist die USA da ein Einzelfall? Nun, heute früh kamen Zahlen von der Schweizer Richemont, Wettbewerber des Luxusartikelanbieters LVMH. Cartier gehört zu Richemont, wie auch IWC, Chloé und Montblanc. Schlagzeile: Umsatz erholt sich von Corona-Zeit, aber Gewinn bricht ein. Soll das etwa heißen, dass die Superreichen Luxuskonsumenten aufs Geld schauen? In der Presseerklärung wird behauptet, Lieferengpässe und der Ukrainekrieg seien die Ursachen für den Gewinneinbruch. Doch diese Erklärung passt nicht zum Umsatz, der über den Erwartungen und Gewinn, der unter diesen liegt.

Pre-Corona



Krieg, Inflation, Post-Corona, ... mit diesen Entwicklungen haben Anleger bereits genug Probleme. Doch als wäre das nicht genug, veröffentlichte Cisco am Mittwoch Abend Q-Zahlen die auch den letzten Optimismus im Keim erstickten. Cisco fehlen Chips, um die Kundennachfrage zu bedienen. Das Auftragsbuch ist doppelt so dick wie vor einem Jahr. Kunden laufen Cisco die Bude ein. Doch Cisco kann nicht liefern: Es fehlen Chips, um Router, Switches und andere Netzwerkkomponenten zu bauen. Chips aus China.

Der Grund für die fehlenden Chips ist nach wie vor in den Lieferkettenproblemen zu sehen. Doch Cisco-Chef Chuck Robbins gab eine detaillierte Erklärung ab, wo genau der Hase im Pfeffer liegt: Der Lockdown in China habe die belasteten Lieferketten nun vollständig zum Erliegen gebracht. Und das Besondere an den Cisco-Zahlen: Das Geschäftsjahr von Cisco entspricht nicht dem Kalenderjahr, die Quartale sind ebenfalls verschoben. Das berichtete Quartal umfasst die Monate Februar bis April. Cisco ist also das erste Unternehmen, dass Zahlen über den April veröffentlicht. Und diese Zahlen zeigen, dass China sich mitten im Lockdown befindet, der wirtschaftliche Probleme mit sich bringt, wie wir sie aus unserem Lockdown im Jahr 2020 kennen. China ist also erst am Anfang der Corona-Verwerfungen.

Wenn der oben diskutierte Einzelhandel in den USA also "Post-Corona" Probleme hat, dann hat der Technologiesektor offensichtlich "Pre-Corona" Probleme.

Inflationsbekämpfung verursacht Rezession



Krieg, Inflation, Post-Corona, Pre-Corona, ... in dieser bereits stark angespannten Situation muss die US-Notenbank das Zinsniveau straffen, um die Inflation einzufangen. Zwei Schritte von jeweils +0,5% bis zum Sommer reichen vielen Anlegern nicht mehr aus. Rufe nach 0,75%-Schritten werden laut, inzwischen gibt es sogar Forderungen nach +1% - und zwar nicht bei der nächsten Notenbanksitzung, sondern sofort.

Damit sollen die Kunden von Cisco & Co. getroffen werden. Es gibt nicht genug Ware und Unternehmen suchen nach Wegen, die hohe Nachfrage zu bedienen. Der Preis spielt dabei bislang nur eine untergeordnete Rolle. Preiserhöhungen lassen sich leicht umsetzen. Gehälter steigen an, es wird die Lohn/Preis-Spirale in Gang gesetzt, die so gefährlich ist.

Es hat den Anschein, dass die Fed zwischen Pest und Cholera entscheiden muss: Entweder sie fängt die Inflation ein, bremst durch große Zinsschritte die Nachfrage und steuert die US-Wirtschaft in eine Rezession, oder aber sie bleibt zaghaft in ihrer Zinspolitik und toleriert hohe Inflationsraten, um die Wirtschaft nicht abzuwürgen.

panik Es ist also leicht nachzuvollziehen, warum viele Anleger bei diesen aktuellen Rahmenbedingungen, Krieg, Inflation, Post- & Pre-Corona und Rezession, in Panik geraten. Doch Panik ist keine Strategie. Ich bin seit 34 Jahren an der Börse aktiv und dies ist nicht die erste vermeintlich aussichtslose Situation.

Wer sich von der Panik anstecken lässt, verzichtet auf die guten Börsenjahre der kommenden Jahrzehnte. Denn glauben Sie nicht, Sie kommen so leicht wieder in den Aktienmarkt rein, wenn Sie einmal draußen sind.

"Kopf in den Sand" ist auch keine Strategie. Ich kann es verstehen, wenn Sie das Rote Meer auf Ihrem Bildschirm einfach ausschalten und sich ein Bierchen holen wollen. Für einen Abend mag das okay sein, doch wir müssen am Ball bleiben.

Die Strategie, die sich über die Jahre bewährt hat, ist die des kontinuierlichen Nachjustieren. Immer neue Aktien erscheinen vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen als unbrauchbar für diese Marktphase. Und andere Aktien, die man jahrelang nicht beachtet hat, entwickeln sich plötzlich zu Highflyern. In den schweren Aktienmärkten richtet man sein Portfolio neu aus, damit man von der anschließenden Erholung profitieren kann. Denn einige Branchen und Geschäftsmodelle sind nachhaltig kaputt, deren Aktien werden sich kaum erholen. Andere wiederum wurden in Sippenhaft genommen und sind aktuell günstig.

Also: Auch ich würde den Rechner derzeit am liebsten in die Ecke feuern und mich mit anderen Dingen beschäftigen. Doch gerade jetzt müssen wir am Ball bleiben.

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES19.5.22Woche ΔΣ '22 Δ
Dow Jones31.002 -3,8%-14,7%
DAX13.967 -0,4%-12,1%
Nikkei26.739 1,2%-7,1%
Shanghai A 3.297 2,0%-13,6%
Euro/US-Dollar1,061,4%-6,9%
Euro/Yen135,020,3%3,2%
10-Jahres-US-Anleihe2,81%-0,111,30
Umlaufrendite Dt0,87%0,131,15
Feinunze Gold$1.845 1,9%1,1%
Fass Brent Öl$112,31 1,1%42,5%
Kupfer$9.465 3,6%-2,3%
Baltic Dry Shipping$3.289 5,5%48,4%
Bitcoin$29.355 -3,6%-37,5%








03. Sentiment: Weltuntergang oder Übertreibung nach unten



Stellen Sie sich vor, wir haben eine Rallye ... und keiner geht hin.

stimmungsumfrage In der vorigen Woche war der DAX um 2,6% angesprungen, dennoch ist die Stimmung unter den Anlegern auf einem extrem negativen Niveau verblieben. In dieser Woche konnte der DAX zur Stunde (14 Uhr) um weitere 0,9% zulegen. Doch die Stimmung hellt sich noch immer nicht auf. Im Gegenteil, sie wird schlechter.

Das Anlegersentiment ist diese Woche auf -5,0 gerutscht (Vorwoche -4,8). Ab Werten von -4 sprechen wir von extremer Niedergeschlagenheit unter Anlegern.

Die extrem große Verunsicherung der Vorwochen ist immerhin ein wenig zurückgegangen. Mit einem Wert von -4,9 notiert aber auch diese noch immer im extrem negativen Bereich.

Die Zukunftserwartung verharrt auf einem neutralen Niveau von +0,1. Und auch die Investitionsbereitschaft zeigt mit einem Wert von 2,2 eine verhältnismäßig neutrale Bereitschaft auf.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von nur noch -2,5% weiterhin eine Absicherungsneigung, wenngleich die Absicherungen auf dem derzeitig niedrigen Kursniveau wohl weniger wichtig genommen werden. Die größten Absicherungskäufe (Put-Käufe und ähnliche Produkte, mit denen man sich gegen fallende Kurse absichert) fanden Anfang April statt, nachdem sich der DAX vom Ausverkauf in Folge des Kriegsausbruchs bis unter 13.000 auf 14.800 Punkte erholt hatte.

Seither geht die Absicherungsneigung zurück, wenngleich die bestehenden Absicherungen netto noch nicht kleiner werden.

Auch bei den institutionellen Anlegern, die sich über die Eurex absichern, geht die Absicherungsneigung zurück. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 1,5 zurückgegangen.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis der CBOE mit einem Wert von 1,1 auf einem hohen Niveau, ist in den vergangenen Tagen aber auch bereits leicht rückläufig.

Eine Überraschung haben die US-Fondsanleger parat: Schon vor einer Woche war die Investitionsquote mit 24% extrem niedrig. Diese Woche ist die Investitionsquote auf nur noch 19,5% gefallen. Nur fünfmal war die Investitionsquote seit der großen Finanzkrise 2007 bis 2009 unter 20%: Coronacrash 2020, Eurokrise 2015, Griechenlandkrise 2011.

Die Stimmung unter den privaten US-Anlegern zeigt mit einem Wert von -24 % zwar eine extrem starke Bärendominanz an. Doch die Dominanz war in den vier Vorwochen noch größer. Jeder zweite Privatanleger ist pessimistisch gestimmt, nur jeder vierte optimistisch.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 12% nun in der zweiten Woche in Folge extreme Angst an. Auch der Short Range Oscillator des S&P 500 notiert weiterhin deutlich unter -4% und weist auch kurzfristig auf einen überverkauften Markt hin.

Interpretation



stimmung_negativ Hinsichtlich der weiteren Entwicklung an den Aktienmarkt sind Anleger neutral gestimmt. Man könnte auch sagen, sie haben keine Meinung. Vor dem Hintergrund der noch immer großen Verunsicherung passt meines Erachtens die zweite Formulierung derzeit besser: keine Meinung.

Anleger sind also verunsichert und wissen nicht, wie es weitergeht. Da helfen nicht einmal zwei positive Börsenwochen in Folge, um bei Anlegern gute Gefühle aufkommen zu lassen. Im Gegenteil, die Stimmung ist weiterhin extrem schlecht, trotz positiver Börsenentwicklung. Man glaubt also nicht, dass diese positive Börsenentwicklung nachhaltig sein könnte.

Das mag am heftigen Kursrutsch liegen, den wir diese Woche in den USA beobachten mussten. Der Dow Jones ist um 3% eingebrochen, die Nasdaq um 4%. Im Dow Jones wurde die achte Börsenwoche mit negativem Vorzeichen in Folge gemessen. Das gab es zuletzt 1923. Das ist 99 Jahre her, falls Sie glauben, ich hätte mich vertippt. In den USA macht sich Ohnmacht breit: Inflationsbekämpfung, ohne eine Rezession zu riskieren, ist nicht mehr möglich.

Vor einer Woche habe ich eine Liste der Superlative begonnen:

- Längste Phase negativer Stimmung in unserer Umfrage seit 8 Jahren
- Niedrigste Bullenquote in US-Stimmungsumfrage seit 40 Jahren
- Extrem niedrige Investitionsquote der US-Fondsanleger


Wir können die Liste nun fortführen:

- 8 Wochen Kursverlust in Folge gab es beim Dow Jones zuletzt 1923
- Gemäß der Umfrage der Bank of America ist die Cashquote auch international bei Fondsmanagern so niedrig wie seit dem Coronacrash nicht mehr.
- Die Investitionsbereitschaft am Anleihemarkt ist quasi nicht vorhanden: Seit 6 Monaten pendelt diese gemäß unserer Umfrage um die 10%-Linie der Extremwerte.
- Die Nachrichtenwahrnehmung am Anleihemarkt ist so negativ, dass ich unsere Graphik neu justieren muss. Die Ergebnisse befinden sich aktuell außerhalb des Anzeigespektrums, das die vergangenen 15 Jahre ausgereicht hatte.
...

Also entweder die Welt geht nun wirklich unter, oder aber viele Anleger werden schon bald auf dem falschen Fuß erwischt. Für den Fall, dass die Welt wirklich untergeht: Da interessiert es mich dann wenig, ob ich mit einer zu zurückhaltenden Investitionsstrategie falsch gelegen haben sollte. Sollte die Welt jedoch nicht untergehen, wie es in den vergangenen vielen tausend Jahren immer wieder der Fall war, dann möchte ich nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden.










04. Ausblick: Wer von Microsoft, Apple, Alphabet, Amazon und Meta ist schon günstig genug?



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05. Update beobachteter Werte



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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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06. Übersicht HT-Portfolio



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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

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07. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



08. An-/Ab-/Ummeldung



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