•   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien   29.11.: #Devon günstig zu haben, Ölpreisrückgang aufgrund Null-Covid-Politik Chinas könnte enden, sobald die Politik aufgeweicht wird. Das ist nun absehbar. bit.ly/RtX2jz #Börse #Aktien

Heibel-Ticker 22/40 - OPEC+ geht auf offene Konfrontation

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07.10.2022:



H E I B E L - T I C K E R    S T A N D A R D

B Ö R S E N B R I E F

- Einfach einen Tick besser -



DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

17. Jahrgang - Ausgabe 40 (07.10.2022)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: https://www.heibel-ticker.de/downloads/hts221009.pdf



Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: Starke Erholungsbewegung nach extremer Niedergeschlagenheit in der Vorwoche
02.So tickt die Börse: OPEC+ geht auf offene Konfrontation
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Entfällt diese Woche
 -
04.Ausblick: Ausweitung Einkaufsliste: Wachstumsaktien Österreich & Schweiz
05.Update beobachteter Werte
 Verkaufen: Die falsche Rallye
 Spannende Ausgangssituation
 17% binnen einer Woche - Teilgewinn mitnehmen
 Wettbewerber melden gute Zahlen
06.Leserfragen
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung



01. Info-Kicker: Starke Erholungsbewegung nach extremer Niedergeschlagenheit in der Vorwoche



Liebe Börsenfreunde,

Im heutigen Kapitel 02 habe ich die Bedeutung der Fördermengenkürzung durch die OPEC+ diskutiert. Wenngleich die kurzfristige Wirkung überschaubar bleiben sollte, so deutet sie doch auf die Gräben zwischen Drittländern und dem "Westen".

Das Kapitel 03 (Sentiment) entfällt heute, werde ich nächste Woche nachliefern.

Im Kapitel 04 habe ich unsere Einkaufsliste für den nächsten Ausverkauf erweitert. Wir haben nun eine ganze Reihe von Wachstumstiteln aus den USA, Deutschland, Österreich und der Schweiz, die alle mit Raten von über 15% im Umsatz und Gewinn wachsen und noch keine zu hohe Bewertung erzielt haben. Ich denke, damit sind wir bestens für einen eventuell weiteren Rücksetzer vorbereitet.

Eine ganze Reihe von Ereignissen dieser Woche habe ich bereits in den unterwöchigen Updates zu unseren offenen Portfoliopositionen besprochen, die Sie in Kapitel 05 nachlesen können.

Die Leserfragen in Kapitel 06 drehen sich diese Woche um kurz laufende Anleihen als Bargeldersatz, um einen DAX-Put zur Absicherung sowie um einzelne Aktien: Enel, E.On, Nike, Skyworks Solutions, TeamViewer, Twitter, Nvidia und Nynomic.

Vorschau: Steigende Zinsen, Krieg, Energiekrise, Lieferkettenprobleme, ... ich brauche Ihnen nicht zu erklären, dass sich die Welt in einem großen Wandel befindet. So haben auch wir unser Heibel-Ticker Portfolio in den vergangenen Monaten umgebaut und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Doch ich denke, die Änderungen sind so weitreichend, dass es nicht mit ein paar Portfolioanpassungen getan ist.

Wir haben daher eine umfangreiche Analyse der Rohstoffmärkte erstellt, die ich Ihnen mit der kommenden Ausgabe nächsten Freitag zusenden werde. Rohstoffe haben sich zu kritischen Faktoren unserer Wirtschaft entwickelt. Wir haben untersucht, welche Rohstoffe sich für Investoren eignen. Verpassen Sie also die nächste Ausgabe des Heibel-Tickers nicht :-).

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




02. So tickt die Börse: OPEC+ geht auf offene Konfrontation



Die OPEC+ hat die Reduktion der täglichen Ölfördermenge von 2 Mio. Fässern pro Tag beschlossen. Das sind etwa 2% der weltweit täglich geförderten Ölmenge, die OPEC+ sind insgesamt für ein Drittel der weltweiten Förderungen verantwortlich.

Schon im Vorfeld der Entscheidung sprang der Ölpreis an. Eine Reduktion des Angebots zielt natürlich auf höhere Preise ab.

Nun haben wir in der Vorwoche eine so pessimistische Verfassung an den Finanzmärkten gemessen, dass eine heftige Gegenreaktion zu erwarten war. Witzigerweise befeuerte der steigende Ölpreis die Gegenbewegung noch. Denn insbesondere bei fest hinterlegten Handelsalgorithmen gilt ein steigender Ölpreis als Indikator für eine gesunde Konjunktur. Und da die Algorithmen nicht berücksichtigten, dass der Preisanstieg durch eine Angebotsreduktion erzeugt wurde und nicht etwa durch eine gesunkene Rezessionsgefahr, sprangen die Aktienmärkte über nunmehr drei Tage heftig an.

Es wird noch witziger: Die Reduktion um 2 Mio. Fässer am Tag ist gar nicht so drastisch, wie es die absoluten Zahlen zunächst vermuten lassen: Durch die geopolitischen Spannungen fördern einige der OPEC+-Länder ohnehin nicht mehr so viel Öl, wie ihnen die Quoten zugestehen. Insbesondere in Russland ist die Förderung deutlich zurück gegangen. Die nun offiziell verabschiedete Reduktion um 2 Mio. Fässer am Tag spiegelt somit zum Teil lediglich die Realität der vergangenen Monate wider.

Dennoch ist US-Präsident Joe Biden Berichten zufolge wütend und überlegt nun, OPEC-Mitglied Venezuela um eine Fördererhöhung zu bitten. Sie sollten wissen, dass sich die USA und Venezuela spinnefeind sind. Doch mehr als den "Failed State" Venezuela fürchtet Biden den Widerstand der heimischen Klima-Aktivisten, die jede neue Pipeline im eigenen Land kritisieren würden.

Es ist ja nicht so, dass die USA nicht ihre Fördermenge ausweiten könnten. Es ist jedoch so, dass die Ölunternehmen das nicht möchten. Wir haben einen Öl- und Gas-Förderer in unserem Heibel-Ticker Portfolio, der keine Gelegenheit auslässt, zu betonen, dass man nicht in den Ausbau der Förderung investiere, sondern alle Gewinne ausschütten werde, da die Tage der fossilen Brennstoffe gezählt seien.

Einmal mehr wird uns anschaulich vor Augen geführt, dass die westliche Politik viele ihrer Klimaversprechen auf dem Rücken von Drittländern (häufig Schwellenländer) umsetzen, um dann in Festvorträgen die Systeme der Drittländer zu verurteilen. Das gilt übrigens auch für die Energiepolitik Deutschlands. Die Drittländer tolerieren diese Doppelzüngigkeit offensichtlich nicht mehr.

So wird der Westen nun gezwungen, die eigenen Versprechen selber umzusetzen: Durch hohe Investitionen in neue Technologien, durch Gesetze und Verbote und schließlich auch durch Verzicht. Natürlich ist man bemüht, den Verzicht so gering wie möglich zu halten, sonst drohen Unruhen. Wir dürfen gespannt sein.

Was wir diese Woche gesehen haben, war also nicht viel mehr als eine Gegenbewegung nach den heftigen Ausverkäufen der vergangenen Wochen. Eine Gegenbewegung beginnt in der Regel mit Shorteindeckungen. Das sind Spekulanten, die mit Leerverkäufen auf fallende Kurse gesetzt haben. Sie decken ihre Leerpositionen ein, indem sie Aktien zurückkaufen, was eine Gegenbewegung auslösen kann.

Nun kann man sagen, dass diese Deckungskäufe noch kein Urteil darüber sind, ob die meisten Aktien nun günstig genug für ein langfristig ausgerichtetes Depot sind. Richtig. Aber langfristig ausgerichtete Anleger kümmern sich wenig um das Treffen eines Korrekturtiefs, sie sind ohnehin nicht diejenigen, die einen Wendepunkt definieren. Es sind meiner Erfahrung nach (und die reicht immerhin bis 1988 zurück) immer Shorteindeckungen, die einen ersten Boden erzeugen.

Erst in den kommenden Wochen werden wir dann beurteilen können, ob es sich um einen tragfähigen Boden handelt, oder nicht. Dazu werden wir uns die Q-Zahlen anschauen, die ab nächster Woche veröffentlicht werden. Die US-Banken beginnen, dann folgen die Tech-Unternehmen und Einzelhändler. Gleichzeitig müssen wir die Konjunkturdaten beobachten, um die nächsten Schritte der Notenbanken abzuschätzen.

Schauen wir uns nun einmal die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes an. Hinweis: Die heutige Ausgabe wurde bereits Donnerstag Abend/ Freitag früh fertig gestellt, daher ist nicht der Wochenschlusskurs in der Tabelle, sondern der Schlusskurs vom Donnerstag Abend.

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES5.10.22Woche ΔΣ '22 Δ
Dow Jones30.177 3,6%-17,0%
DAX12.476 3,0%-21,5%
Nikkei27.311 5,3%-5,1%
Shanghai A 3.170 0,0%-16,9%
Euro/US-Dollar0,980,2%-13,6%
Euro/Yen142,060,4%8,6%
10-Jahres-US-Anleihe3,81%0,072,30
Umlaufrendite Dt1,93%-0,082,21
Feinunze Gold$1.711 2,8%-6,2%
Fass Brent Öl$94,09 7,0%19,4%
Kupfer$7.874 4,1%-18,7%
Baltic Dry Shipping$1.996 10,5%-10,0%
Bitcoin$20.056 1,8%-57,3%








03. Sentiment: Entfällt diese Woche



Entfällt diese Woche

Interpretation














04. Ausblick: Ausweitung Einkaufsliste: Wachstumsaktien Österreich & Schweiz



Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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05. Update beobachteter Werte



Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo zu 20 € für 6 Wochen.

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06. Leserfragen



Vielen Dank für Ihre zahlreichen Fragen! Allerdings erhalte ich zu viele Leserfragen, als dass ich alle individuell beantworten könnte. Wenn ich eine Frage beantworte, dann möchte ich das fundiert und hilfreich machen.

Ich bitte daher um Ihr Verständnis, wenn ich wie folgt vorgehe. Sie profitieren davon wie die anderen 25.000 Heibel-Ticker Leser:

1. Fragen zu administrativen Themen (Abo, E-Mail-Zustellung, interner PLUS-Bereich …) werden natürlich stets binnen kurzer Zeit beantwortet.

2. Fragen zu Aktien aus unserem Portfolio werden inhaltlich in das nächste Update zum entsprechenden Portfoliotitel eingearbeitet, sofern für die Allgemeinheit von Interesse.

3. Die wichtigsten Fragen zu allgemeinen Börsenthemen sowie zu Einzeltiteln werde ich im Heibel-Ticker beantworten.

Mit dieser Vorgehensweise hoffe ich, wieder mehr Zeit für die Recherche von Themen zu haben, die ich für wichtig halte und überzeugt bin, dass dies vielen Lesern meines Börsenbriefs Mehrwert bietet.

Leider war es in der Vergangenheit teilweise so, dass ich mehr Zeit in die Recherche für individuelle Fragen gesteckt habe und Zeit für die Analyse von Aktien und das Ausarbeiten von neuen Empfehlungen fehlt. Das ist jedoch den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS gegenüber unfair, denn es darf erwartet werden, dass ich meine Energie dahingehend einsetze, für alle Abonnenten relevante Themen auszuarbeiten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis :-)

DAX Put zur Absicherung


ich teile Ihre Einschätzung, dass für einen nachhaltigen Charakter die aktuelle Rallye zu früh und zu heftig ausfällt.
Dennoch fällt es mir ausgesprochen schwer, für mehr cash nur marginal erholte Positionen mit hohen Verlusten zu verkaufen.

Stattdessen klingt es für mich sinnvoll, für einen sehr kurzfristigen Zeitraum einen PUT ins Portfolio holen. Die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen erlauben aus meiner Sicht ein Abweichen von unserem Grundsatz!

Was meinen Sie?

Liebe Grüße

Dirk aus Köln

ANTWORT
Hmm, ja, das ist eine Überlegung wert. Ich habe mir beispielsweise einen Put auf den DAX angeschaut, der bis Mitte Juni 2023 läuft und einen Basispreis von 12.000 hat. Der würde derzeit rund 8,15 Euro kosten und sollte auf 10 Euro steigen, sofern der DAX in den kommenden vier Wochen sein Tief bei 11.600 nochmals aufsucht. Ich habe auf der Webseite heibel-ticker.de unter Grundlagen ein aktuelles Beispiel zugefügt: Excel-Berechnung für DAX-Put


Ich werde mich an der Spekulation nicht beteiligen, weil ich die kommenden 10 Tage viel unterwegs bin. Grundsätzlich lässt unsere Vorgehensweise der schrittweisen Verkäufe und Käufe auch mehr Spielraum für Fehler, da wir nicht das Hoch oder Tief treffen müssen, sondern einfach nur relativ zur Marktbewegung agieren.


E.On & Enel


Hallo Herr Heibel,

ich habe Aktien von EON und Enel deren aktueller Kurs unter meinem Einstandspreis liegen. Was ist ihre Meinung dazu: weiter halten und auf Anstieg hoffen oder mit Verlust verkaufen?

Danke für ihre Einschätzung, viele Grüße, Andreas aus Dinslaken

ANTWORT
Enel ist ein italienischer Stromanbieter, der unter der aktuellen Unterversorgung leidet. Die Aktie hat sich bereits vor dem Ukraine-Krieg fast halbiert, weil das Unternehmen hoch verschuldet ist: Jahresumsatz 88 Mrd. Euro, Schuldenstand 61 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Sie setzen hier darauf, dass die Politik es schon richten wird. Hmm, ich finde das sehr riskant.

Die Dividendenausschüttung von Enel schwankt stark und obwohl das Unternehmen schon hoch verschuldet ist, wird weiterhin fast der gesamte Gewinn ausgeschüttet, die Ausschüttungsquote liegt bei 93-99%.

E.On ist der deutsche Netzbetreiber. Man sollte meinen, dass ein Netzbetreiber vergleichsweise unabhängig ist von der tatsächlichen Stromversorgung, denn er stellt ja nur die Infrastruktur zur Verfügung. Dennoch ist auch die Aktie von E.On seit Februar um 33% eingebrochen.

Die Dividendenrendite von aktuell 5-6% ist attraktiv, doch die Historie ist nicht gerade zuverlässig: Mehrfach gab es in den vergangenen 10 Jahren Dividendenkürzungen. Analysten gehen von rückläufigen Gewinnen in den kommenden Jahren aus. Damit erfüllt E.On nicht die Kriterien unserer Dividendenbringer.

Weder Geschäftsmodell noch Bilanz oder Dividendenentwicklung überzeugen mich bei beiden Unternehmen. Daher würde ich Rallyes nutzen, um die Positionen zumindest sukzessive zu verkleinern.


kurz laufende Anleihe als Bargeldersatz


Ich vermisse in diesen Marktsituationen bspw. auch mal eine kurzlaufende US Staatsanleihe um etwas Risiko aus dem Depot zu nehmen. Man muß auch mal die Füße stillhalten können. Ich habe mich vom harten Trading vor Jahren etwas verabschiedet. Viel Mühe und Zeit aber nicht viel besser als der Durchschnitt. Habe seit ca. 7 Jahren Dividendenstarke Werte mit tw. Sonderstellung ( Norvo N., Mc D.,Nestle, Proct. u. G., RWE, Linde ). Fahre damit recht ruhig. Werde in einer Aufschwungphase etwas davon reduzieren und in Wachstum investieren. Man mag viele richtige Ideen und Gedanken haben. Am Ende des Tages zählt nur die Performance.
Mit freundlichen Grüßen, Jens aus Rochlitz

ANTWORT
Was halten Sie von einer Bundesanleihe mit Restlaufzeit von einem Jahr und 1,5% Rendite?

Bundesrep.Deutschland Bundesobl.Ser.178 v.2018(23)
Euro-Anleihe
WKN: 114178 ISIN: DE0001141786

Kurs aktuell 98,394%
Rendite p.a. 1,508%

Wir haben aber bereits eine Unternehmensanleihe mit variablem Zins in unserem Portfolio, das reicht mir. Die Verzinsung ist dort wesentlich attraktiver :-).

Als Bargeldersatz kann die oben genannte Anleihe aber sicherlich dienen.

Eine US-Anleihe würde ich nicht als Bargeldersatz nehmen, weil wir dort Wechselkursschwankungen berücksichtigen müssen, die den Zins sehr schnell aufzehren können.

RÜCKMELDUNG:
Sehr geehrter Herr Heibel, danke für Ihre schnelle und dennoch fundierte Erläuterung, aber auch für freundliche Emphatie.

Mit besten Grüßen, Jens aus Rochlitz

Nike, Skyworks, TeamViewer, Twitter, Nvidia, Nynomic


Sehr geehrter Herr Heibel,

leider habe ich in meinem Depot noch die von Ihnen längst zum Verkauf vorgeschlagenen Titel
Nike, Skyworks, Team -Viewer, Twitter, Nvidia, Nynomic mit z.T. erheblichen 2 stelligen Verlusten.
Es ist anzunehmen, dass auch andere Leser Ihres Börsenbriefes den einen oder anderen dieser Titel
noch mitschleppen und ebenfalls nicht wissen, wie damit zu verfahren ist.
Ich bitte Sie deshalb, bei Gelegenheit z.B. im Heibel-Ticker darauf einzugehen - halten, verkaufen, verkleinern ?

Mit einem Dankeschön im Voraus
und freundlichen Grüßen


Johann aus Rosenheim

ANTWORT
Verkaufen ist schwerer als Kaufen. Das kennt jeder Anleger. Ich kann gerne versuchen, zu den genannten Titeln eine kurze Meinung abzugeben.

Nike
Nach Corona wurde mit einem Ansturm gerechnet, die Lager wurden gefüllt. Der Ansturm blieb aus, Inflation trieb die Preise und hohe Energiepreise drücken die Kauflaune. Die Lager sind voll mit Schuhen, die bald schon außer Mode sind. Ich fürchte, Nike wird ein wenig länger unter diesen Problemen leiden. Ich würde Nike in den Einzelhändler tauschen, den wir für die schwere konjunkturelle Phase ins Depot geholt haben.

Skyworks
Zu viel China-Verstrickung, China wird immer unangenehmer im Umgang und gleichzeitig wird die Wirtschaft dort schwächer. Wir haben in unserem Wachstumsportfolio einen Chip-Anbieter, dessen Produkte kaum für Konsumentenprodukte verwendet werden, sondern überwiegend von Cloud-Anbietern und Infrastrukturanbietern. Das B2B-Geschäft ist wesentlich resistenter.

TeamViewer
Noch immer notiert die Aktie auf einem Kurs/Umsatz-Verhältnis von 3, das KGV steht immerhin bei 13 und ist für die Wachstumsgeschwindigkeit (EBITDA) von 13% angemessen. Der teure Sponsoring-Vertrag mit Manchester United wird nach Auslaufen im Jahr 2026 beendet. Ronaldo sitzt auf der Bank. Irgendwie war dem Management der Corona-Erfolg wohl zu Kopf gestiegen, doch nun ist die Aktie in meinen Augen auf einem vernünftigen Niveau angekommen.

Twitter
Gestern wurde bekannt, dass Elon Musk das Unternehmen für den ursprünglich vereinbarten Preis übernehmen wird. Damit ist der Kurs nun auf dem Niveau des Übernahmepreises, Sie können verkaufen :-).

Nvidia
Ja, die Aktie würde ich langfristig im Portfolio behalten, wenngleich mir derzeit eine andere Chipaktie besser gefällt und kurzfristig, vielleicht sogar bis ins Jahr 2023, die Aktie wohl unter Druck bleiben dürfte. Für Nvidia brauchen Sie einen langen Atem, aber das sollte sich lohnen.

Nynomic
Unternehmen gefällt mir weiterhin sehr gut, wenngleich das Wachstum nur moderat ist. Die Bilanz ist sauber, das Unternehmen hat seine Produkte sortiert und der Gewinn wächst überproportional. Das KGV 23e von 12 ist in meinen Augen zu günstig. Aber auch hier gilt: In schweren Zeiten haben es kleine Unternehmen an der Aktienbörse besonders schwer, weil schon mit wenig Handelsvolumen große Kursschwankungen erzeugt werden. Also: stählern Sie Ihre Nerven.

Ich hoffe, das hilft ein wenig :-).




07. Übersicht HT-Portfolio



Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 



Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

www.heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de



08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen



09. An-/Ab-/Ummeldung



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