H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
7. Jahrgang - Ausgabe 03 (20.01.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
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I N H A L T
01. INFO-KICKER: VERMÖGENSABSICHERUNG
02. SO TICKT DIE BÖRSE: COMMERZBANK BEGEISTERT DURCH ZUVERSICHT
03. AUSBLICK: GOOGLE, IBM, INTEL & MICROSOFT
04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: AIXTRON & PRAKTIKER
05. BEOBACHTETE WERTE
06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
07. AN-/ABMELDUNG
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01.INFO-KICKER: VERMÖGENSABSICHERUNG
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Liebe Börsenfreunde,
die Kurse sind kräftig gestiegen und viele Anleger haben die Verluste des
jüngsten Ausverkaufs noch gut vor Augen. Der Wunsch nach
„Absicherungsgeschäften“ wird laut. Wie kann man die Kursgewinne absichern,
wie schützt man sich am besten gegen Verluste, falls der nächste Ausverkauf
kommt.
Es ist nicht leicht an der Börse Geld zu verdienen, und ich habe kein
Patentrezept für Sie parat. Vielleicht hilft es Ihnen, Ihren eigenen Weg zu
finden, wenn Sie meine Konversation mit einem Kunden zu diesem Thema lesen.
Sie können den E-Mail Verkehr unter folgendem Link lesen:
http://www.heibel-unplugged.de/1919,absicherungsstrategien-der-
vermogensanlage/
In der heutigen Ausgabe habe ich die mutigen Worte des Commerzbank CEOs
Blessing analysiert. Mein Fazit: Es könnte funktionieren. Mehr dazu in
Kapitel 02.
In der nächsten Woche trifft eine ganze Reihe von Quartalsberichten auf die
Börse. Ich habe aus den gestern Abend veröffentlichten Quartalszahlen von
Google, IBM, Microsoft und Intel ein paar Prognosen für die nächste Woche
abgeleitet. Wenn Sie sich die Details der einzelnen Quartalsergebnisse
anschauen, werden die Stärken und Schwächen sichtbar, und wir können daraus
ableiten, wie insbesondere die in unserem Portfolio befindlichen Wettbewerber
wohl berichten werden. Mehr dazu finden Sie im Ausblick in Kapitel 03.
Im Fernsehen wurde ich diese Woche zu den Aktien von Praktiker und Aixtron
interviewt. Praktiker profitiert meines Erachtens von der sich aufhellenden
Lage an den Finanzmärkten, ein überzeugendes Zukunftskonzept fehlt mir jedoch
noch immer. Aixtron könnte den Boden gefunden haben, und Sie wissen, was das
für Aixtron bedeutet: Die Aktie bewegt sich extrem heftig in beide
Richtungen. Mehr dazu in Kapitel 04.
Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120120.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
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02. SO TICKT DIE BÖRSE: COMMERZBANK BEGEISTERT DURCH ZUVERSICHT
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Was für eine Krise haben wir eigentlich? Eine Bankenkrise? Eine
Schuldenkrise? Klar ist, dass die Staatsschulden der Club Med Länder keine
Abnehmer finden, wenn die Banken klamm sind. Und klar ist auch, dass die
Banken klamm sind, solange Staatsanleihen der Club Med Länder vom
Zahlungsausfall bedroht sind.
Ich hatte die Rettung dieser verzwickten Situation in der Heibel-Ticker
Ausgabe vom 23.12.11 mit „Ouroboros“ überschrieben: Die Staaten lassen eine
Rekapitalisierung der Banken zu, die wiederum die Staatsanleihen kaufen, was
wiederum das Ausfallrisiko senkt und somit die Solvenz nicht nur der Staaten
sondern auch der Banken stützt. Ein sich selbst ernährendes System wie die
griechische Schlange, die sich selbst auffrisst und dadurch stets Nahrung
hat.
Die Euroländer haben die Rekapitalisierung dadurch ermöglicht, dass die EZB-
Spitze nunmehr keinen deutschen Hardliner mehr enthält, sondern durch Tauben
der europäischen Weichwährungsländer besetzt ist. Der Leitzins wurde bereits
gesenkt ,und den Banken wurden gigantische Rekapitalisierungsfazilitäten zur
Verfügung gestellt (ja, ich spreche schon wieder von den unbegrenzten
Krediten zu 1% auf drei Jahre).
So konnten sich schon die größten Banken der größten Problemländer
rekapitalisieren: Unicredit aus Italien und Santander aus Spanien. Es fehlen
aber noch eine ganze Reihe großer Banken, inklusive der Société Générale und
der BNP Paribas aus Frankreich sowie auch der Commerzbank und der Deutschen
Bank aus Deutschland.
Die Aktien der Commerzbank sind gestern um 14,7% angesprungen. Grund war die
Ankündigung des CEOs Blessing, dass die Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro, die
von der jungen europäischen Bankenaufsicht EBA kürzlich ausgerechnet wurde,
ohne staatliche Hilfen aufgebracht werden könne.
Blessing kennt den Markt und er weiß, wie der Markt funktioniert. Zuversicht
ist eine der wichtigsten Zutaten, um auf dem Finanzmarkt erfolgreich zu sein.
Wenn die Zuversicht glaubhaft vermittelt wird, dann werden sich auch
Investoren finden, die der Commerzbank die fehlenden 5,3 Mrd. Euro geben
wollen. Doch Blessing hat es recht geschickt formuliert. Seine Zuversicht
begründet er auf Gewinnen aus risikoreichen Geschäften, die er in den
kommenden Wochen auflösen werde und deren Gewinne eben in die
Eigenkapitalrücklagen fließen würden.
Mit anderen Worten: Wir brauchen kaum weitere Investoren, vielmehr sollten
Investoren dankbar sein, wenn sie an einer Kapitalerhöhung dieser lukrativen
Bank teilhaben dürfen ...
Den Staat wolle er (Blessing) nie wieder um Geld bitten. Die Ratingagenturen,
die der Commerzbank gerade schlechtere Noten angedroht haben, würden in
Europa viel zu wichtig genommen. Und die Risiken aus Staatsanleihen von Club
Med Ländern seien nur aus einem Grund so schwer kalkulierbar: Weil sich die
Politik nicht zu einem eindeutigen Kurs durchringen könne.
Angriff ist die beste Verteidigung, würde ich zur Strategie Blessings sagen.
Ja, meiner Ansicht nach ist es gut möglich, dass er mit dieser Strategie
Erfolg hat. Erfolg sieht so aus, dass letztlich eine unglaublich große Zahl
von Investoren an einer Kapitalerhöhung teilnehmen, die den Aktienkurs erneut
verwässert und an dessen Ende man sich fragt, wo denn all die Gewinne der
spekulativen Geschäfte bleiben, die aufgelöst werden sollten. Doch egal, wenn
das Geld erst einmal in der Kasse ist, ist die Commerzbank ausreichend
kapitalisiert und kann der Zukunft gelassen entgegen sehen.
Misserfolg wäre diesem Szenario zufolge natürlich der Bettelgang zum Staat,
wenn das erforderliche Geld eben doch nicht aufgebracht werden kann.
Wenn ich mir die jüngsten Auktionen von Staatsanleihen in Spanien und Italien
anschaue, dann muss ich sagen, dass Blessing den richtigen Zeitpunkt für
seine Flucht nach vorn gewählt hat: Es scheint, als sei der Risikoappetit der
Kapitalmärkte zum Jahreswechsel kräftig angestiegen, und ich gebe seinem Plan
gute Chancen auf Erfolg.
Es waren letztlich die vollmundigen Äußerungen Blessings, die gestern für
eine weltweite Aktienrallye gesorgt haben. Was ich Ihnen am 23.12. als
Ouroboros beschrieben habe, fällt nun auch den internationalen Anlegern wie
Schuppen von den Augen: Ouroboros funktioniert.
Die Aktien der Unicredit, die ja bekanntermaßen zu „desaströsen“ Konditionen
neue Aktien ausgeben musste, um das erforderliche Kapital einzusammeln,
kennen seit der Transaktion nur noch eine Richtung: Gen Norden. Wenn Sie mit
der Commerzbank spekulieren wollen, würde ich empfehlen, auf die
Aktienplatzierung zu warten. Und dann auch bitte nur sehr kurzfristig
spekulieren, denn Banken sind im Visier der Politik und können daher meines
Erachtens ihr eigenes Schicksal nur sehr eingeschränkt bestimmen.
Schauen wir einmal, wie die einzelnen Indizes auf diese Entwicklungen
reagiert haben:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
INDIZES 19.01.12 DIFF
Dow Jones 12.625 1,6%
DAX 6.416 4,4%
Nikkei 8.766 3,1%
Euro/US-Dollar 1,293 2,0%
Euro/Yen 99,876 2,4%
10-Jahres-US-Anleihe 1,97% 0,1
Umlaufrendite Dt 1,47% 0,0
Feinunze Gold USD $1.651,75 0,8%
Fass Brent Öl USD $111,13 0,1%
Kupfer in US$/to 8.324 3,9%
Baltic Dry Shipping I 893 -19,2%
In den vergangenen Wochen kam eine ganze Reihe von Schiffen zur Auslieferung.
Das Angebot an Transportkapazität hat sich in den vergangenen Monaten
kontinuierlich erhöht und drückt somit den Preis. Der Baltic Dry Shipping
Index ist in Folge der Schiffs-Schwemme eingebrochen.
Ich habe keine Meldungen darüber gefunden, dass die Nachfrage nach
Transportkapazitäten zurückgegangen sein. Vielmehr ist der Preissturz auf
Überkapazitäten auf Seiten der Reedereien zurückzuführen. Die Bedeutung für
die Weltwirtschaft ist also in diesem Fall nicht besonders groß.
Ein besserer Indikator für die Verfassung der Weltwirtschaft ist ohnehin das
Kupfer. Und der Kupferpreis steigt seit einigen Wochen kontinuierlich an, so
auch diese Woche.
Würden wir hier das Ende der Schuldenkrise sehen, dann müssten die Renditen
für US-Anleihen sowie die deutsche Umlaufrendite ansteigen. Der Anstieg am
Aktienmarkt könnte nämlich darauf zurückzuführen sein, dass Investoren wieder
mehr Risikoappetit haben und eben Aktien den Anleihen vorziehen.
Doch die Renditen verharren auf niedrigem Rekordniveau während gleichzeitig
die Aktienmärkte steigen. Es liegt also die Vermutung nah, dass die
Liquiditätsschwemme das Katastrophenszenario einer Weltwirtschaftskrise
verringert hat. Aktien erholen sich von ihren depressiven Kursniveaus. Doch
gleichzeitig ist der Bedarf von Anlegern nach einem sicheren Hafen ungebremst
groß, denn nicht nur die US-Anleihen und deutschen Bundesobligationen
notieren weiterhin auf Rekordhoch, sondern auch der Goldpreis legt seit
Jahresbeginn wieder kräftig zu.
Entsprechend haben wir die Rallye genutzt um Gewinne bei konjunktursensiblen
Werten zu sichern und unser Engagement in Dividendentiteln auszubauen.
Schauen wir und nun noch die Stimmung unter Anlegern und Analysten an:
SENTIMENTDATEN
Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):
Kaufen / Verkaufen
30.12.- 05.01. (231): 54% / 8%
05.01.- 13.01. (588): 57% / 9%
13.01.- 20.01. (561): 51% / 11%
Kaufempfehlungen der Analysten
SAP, Daimler, Gerry Weber Intl.
Verkaufsempfehlungen der Analysten
SMA Solar, HeidelbergDruckmaschinen, KPN
Privatanleger
01. KW: 68% Bullen (122 Stimmen)
02. KW: 61% Bullen (136 Stimmen)
03. KW: 64% Bullen (137 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Commerzbank, Accor S.A., Renault
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Groupon, Praktiker, Lafarge
Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel
Analysten sind deutlich pessimistischer geworden (51% zu 11%), was angesichts
der stark gestiegenen Kurse nicht verwundert: Kursziele wurden erreicht und
entsprechend wurden die meisten Abstufungen mit Kurszielerreichung begründet,
nicht mit sich verschlechternden Geschäftsaussichten. Es handelt sich meiner
Einschätzung nach also überwiegend um Analysten, die ihre Modelle noch nicht
an die verbesserten Rahmenbedingungen angepasst haben.
Gleichzeitig steigt der Optimismus bei Privatanlegern wieder an (64%), was
kurzfristig auf eine Überhitzung deuten könnte.
Wir befinden uns mitten in der Berichtssaison. In der nächsten Woche steht
die Großzahl von Quartalsberichten an. Sind die Erwartungen nach den
turbulenten Monaten in der zweiten Jahreshälfte 2011 nunmehr niedrig genug,
um positive Überraschungen zu ermöglichen oder sind die positiven
Überraschungen durch die Kursrallye seit Jahresbeginn schon wieder
eingepreist?
Mehr dazu im nächsten Kapitel.
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03. AUSBLICK: GOOGLE, IBM, INTEL & MICROSOFT
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
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- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen
- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen
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Positionen anzeigen lassen.
- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.
Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.
Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
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Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.
Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
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freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.
Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
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04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: AIXTRON & PRAKTIKER
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AIXTRON IM ABWÄRTSSOG DER CREE QUARTALSZAHLEN
Die Aktien von Aixtron fallen heute um 3% nachdem gestern Abend Cree in den
USA schlechte Quartalszahlen vermeldet hat. In meinen Augen ist das
Schlimmste überstanden, und erste Besserungsanzeichen sind erkennbar.
Gestern Abend hat der amerikanische LED-Konzern Cree Quartalszahlen
bekanntgegeben. Der Umsatz blieb hinter den niedrigen Erwartungen zurück.
Auch der Gewinn konnte die gesteckten Ziele nicht erreichen. Schlimmer noch,
im rückläufigen Umsatz sind schon heftige Preisnachlässe enthalten, die
Gewinnmarge ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Wer nun glaubt, dass es
sich um ein negatives Ausreißerquartal handelte, der wird enttäuscht, denn
auch die Prognose für das laufende Quartal wurde vom Unternehmen reduziert.
Die Aktien von Cree fielen gestern in Folge der Quartalszahlen nachbörslich
um 5%. Aixtron notiert heute früh mit 3% im Minus. Für Aixtron bleibt der
Hoffnungsschimmer, dass die schlechten Zahlen bei Cree aufgrund
unternehmensinterner Besonderheiten nur für Cree gelten und eben nicht für
Aixtron. So hatte Cree im vergangenen Jahr den LED-Lösungsanbieter Ruud
Lightening gekauft, der mit wesentlich geringeren Margen arbeitete. Darin
könnte ein branchenunabhängiger Grund für die schlechte Gewinnmarge bei Cree
liegen.
Neben der Solarbranche wurde auch die LED-Branche im Jahr 2011 kräftig
ausverkauft. Energiesparen war in den Vorjahren so attraktiv, dass sich
extreme Überkapazitäten gebildet haben. Das hat im Jahr 2011 zu einer
Marktbereinigung geführt, der Aktienkurs von Cree verlor 65%, der von Aixtron
bis zu 75%.
So gilt nun das Augenmerk der Lagerbestandsentwicklung der Unternehmen. Wenn
die Überkapazitäten und hohen Lagerbestände abgebaut sind, dann können die
Preise wieder anziehen und Gewinne erwirtschaftet werden. Bei dem extrem
frühzyklischen Geschäftsmodell von Aixtron ist es wichtig, bereits erste
Anzeichen einer Besserung zu erkennen.
Und diese sind bei Cree zu sehen: Der Lagerbestand fiel um 16 Mio. USD und
führt somit dazu, dass für den Abverkauf des gesamten Lagerbestands von Cree
nur noch 85 statt zuvor 107 Tage benötigt werden. Auch die Forderungslaufzeit
ist von 55 auf 46 Tage gefallen, Kunden haben also wieder eine etwas bessere
Zahlungsmoral.
Zugegeben, es handelt sich hierbei um sehr frühe und kleine Anzeichen einer
Besserung. Aber wie gesagt, bei Aixtron muss man solche frühen Indikatoren
beachten, um die meist heftigen Kursbewegungen frühzeitig für sich zu nutzen.
Entsprechend hoch ist das Risiko. Vielleicht sind diese ersten Anzeichen bei
Cree nur auf buchhalterische Änderungen zurückzuführen. Doch es lohnt sich,
hier ein Auge auf die weitere Entwicklung zu haben.
PRAKTIKER PROFITIERT VON VERBESSERTEN KONJUNKTURAUSSICHTEN
Ein Ende des Umsatzschwunds hat der Konzern zum Jahresbeginn freudig
vermeldet. Doch beim Blick ins Detail wird sichtbar, dass diese Kehrtwende
ihren Preis hat. Sanierer Thomas Fox, der im Herbst letzten Jahres das Ruder
übernommen hatte, sorgte für einen Ausverkauf der Ladenhüter. Nicht mehr „20%
auf alles – außer auf Tiernahrung“ war der Slogan, sondern deutliche Rabatte
ohne Werbeslogan.
Die Folge war tatsächlich eine stabile Umsatzentwicklung im November und
Dezember letzten Jahres. Nach schwachen Umsätzen im Oktober konnte insgesamt
im vierten Quartal das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden – erstmals
nach zwei Jahren Umsatzschwund. Doch zu welchem Preis?
Nun, der Gewinn, bzw. Verlust, wurde in den vorläufigen Zahlen nicht
bekanntgegeben. Aber im Konzern rumort es: 15% der Belegschaft von 10.800
Mitarbeitern sollen nach Hause geschickt werden. Mit der verbleibenden
Belegschaft sollen Sanierungsverträge abgeschlossen werden, die Belegschaft
soll so an der Restrukturierung des Unternehmens beteiligt werden. Das
Filialnetz wird überprüft, und unrentable Baumärkte werden gegebenenfalls
geschlossen.
Ich hatte im November die Aktie von Praktiker zuletzt besprochen. Damals
stand die Aktie ebenfalls knapp unter 2 Euro. Ich hatte eine fehlende
Neuausrichtung bemängelt und warnte vor dem Finanzierungsbedarf des
Unternehmens, denn ein Strategiewechsel muss finanziert werden, wenn das
Unternehmen Verluste erwirtschaftet.
Auch heute fehlt noch eine klare neue Strategie, eine Neuausrichtung, mit der
sich der Praktiker seinen Platz unter den Baumärkten sichern möchte.
Allerdings sind die Rahmenbedingungen heute deutlich besser geworden: Seit
Mario Draghi die Märkte mit Liquidität flutet und Angela Merkel die
Fiskalunion als europäisches Ziel ausgerufen hat, ist die Möglichkeit der
Kreditaufnahme für Unternehmen wie Praktiker deutlich besser geworden.
Während also im November eine neue Strategie schwer zu finanzieren gewesen
wäre, so ist heute diese Hürde deutlich geringer. Allein, es fehlt die neue
Strategie. Sanierer Thomas Fox hat sich in einem ersten Schritt auf die
bereinigenden Maßnahmen beschränkt: Personalabbau, Gehaltskürzungen,
Lagerbestandsreduzierung, Schließung unrentabler Filialen, ... doch das
allein reicht nicht, um den Praktiker wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Für einen Spekulanten ist der Praktiker derzeit also eine attraktive
Turnaround-Chance. Doch für einen langfristig orientierten Investor ist es
noch zu früh für ein Investment.
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05. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter
www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils
aktualisierten Einschätzungen.
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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der
Webseiten verfasst.
Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am oberen
Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titeln aktuelle Anmerkungen
erstellt wurden.
Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie angekündigt habe ich
jeweils die langfristigen von den spekulativen Positionen getrennt. Bei den
langfristigen Positionen wird stets über eine Korrelationsanalyse die
Risikostreuung berücksichtigt.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“
steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „Pos“ steht die
Positionsgröße hinsichtlich der gestaffelten Käufe und Verkäufe.
Unter i steht zur Information meine Grundtendenz: K-bei Gelegenheit Kaufen,
H-Halten, V-bei Gelegenheit Verkaufen, wobei die „Gelegenheit“ sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben wird. Ich habe diese
Spalte insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren
Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich
beispielsweise darin nicht schon zu 100% investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen
Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen.
Derzeit verwende ich die folgenden Schritte: Langfristige Positionen in drei
Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich
aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich.
Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht
sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.
In der Spalte „Diff.“ können Sie die Entwicklung der Position seit
Jahresbeginn bzw. seit Kauf (sofern in diesem Jahr erfolgt) sehen.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.
Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
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Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht
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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share
Stephan Heibel
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06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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07. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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