Heibel-Ticker 11/49 - Angst vor Konjunkturflaute durch Sparzwang

» zurück zur Übersicht

:
______________________________________________

H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
______________________________________________

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

6. Jahrgang - Ausgabe 50 (16.12.2011)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: ANGST VOR NEUEM EU-KURS
02. SO TICKT DIE BÖRSE: GELD DRUCKEN ODER TOT SPAREN
03. AUSBLICK: DIVIDENDE IST TRUMPF
04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: HUGO BOSS & DOUGLAS THALIA
05: BEOBACHTETE WERTE
06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
07. AN-/ABMELDUNG

==============================================================
01.INFO-KICKER: ANGST VOR NEUEM EU-KURS
==============================================================

Liebe Börsenfreunde,

vielen Dank für das nette Feedback zu meinem Nikolausgedicht in der Ausgabe
der vergangenen Woche. Die schönste Kundenantwort, natürlich auch in
Reimform, habe ich Ihnen ans Ende dieses Kapitel gestellt.

In der heutigen Ausgabe liegt der Schwerpunkt auf dem Kapitel 03, in dem ich
Ihnen die zu erwartenden Schwierigkeiten auf dem Weg zur Fiskalunion
aufzeige, meine Erwartung für das Börsenjahr 2012 daraus ableite und Ihnen
eine ganze Reihe von soliden Dividendenaktien vorstelle. Auch eine
Erläuterung der Vorgänge auf dem Goldmarkt sowie eine entsprechende
Spekulation sind in Kapitel 03 zu finden.

Auch einen Kommentar zur Griechenlandanleihe, die im nächsten Mai fällig wird
und derzeit bei nur 32% notiert, habe ich ausgearbeitet.

Die Grundlage für meine Erwartungen im nächsten Jahr schaffe ich im Kapitel
02. Angelsachsen vertrauen auf die Druckerpresse; ein undenkbarer Schritt für
die Deutschen. Dieser Konflikt wird uns noch eine Weile begleiten, ich habe
die systemischen und kulturellen Hintergründe dazu in Kapitel 02 ausführlich
aufgezeigt.

Hugo Boss ist bestens aufgestellt und bietet eine dicke Dividende. Das
Unternehmen wird von seinen Finanzinvestoren wieder an die Börse
zurückgeführt und bietet Anlegern eine gute Chance. Douglas, Betreiber der
gleichnamigen Parfümerie sowie des Juweliers Christ und des Buchhandels
Thalia, steht nicht ganz so gut da, da der Buchhandel Probleme bereitet. Eine
ausführliche Besprechung der beiden Titel finden Sie in Kapitel 04.

Bitte verpassen Sie nicht die Aktualisierungen und Updates zu unseren offenen
Positionen in Kapitel 05.


Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts111216.pdf

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker

P.S.

Vielen Dank für die netten Zuschriften zu unserem Nikolausgedicht der
vergangenen Woche. Hier die schönste Kundenantwort:

Sehr geehrte Frau Schilling(ich bin Österreicher), Herr Heibel,
ich war immer Weihnachtsmann(bin es noch, aber gratis, jetzt in Spanien),
ich schau nämlich auch so aus, ohne Bauch,
und glaube auch,
dass die Idee, mit Heibel-Ticker,
übrigens der wird immer schicker,
für mich die totale Hilfe brachte,
wo ich immer dachte,
du gehst mal kurz ins Internet,
ist für alles doch recht nett,
holst Informationen,
die sich für deinen Säckel lohnen.

Kurz und gut, hab ich gemacht,
doch alle hab'n mich ausgelacht.
Jeder wollte tausend Gulden,
zahlte ich, wollt doch nicht schulden.
Hab gelesen und studiert,
und alle Aktien kontrolliert.

Meine Frau die kennt mich gut,
sagte mir, sei auf der Hut.
Alle diese Aktienfritzen,
die nur auf den Ärschen sitzen,
können nur Betrüger sein,
und sacken deine Kohle ein.

Eines Tages, weiß nicht wann,
kam dann eine Meldung ran.
Heibel heißt es, ist der Mann,
der das mit den Aktien kann.
Kurz und gut, ich machte das,
ihn auch an dem Gelde maß,
klar, nach tausend Börsenpleiten,
sollte mich mal einer leiten.

Und siehe da, endlich nach so vielen Jahren,
konnte ich auch mal erfahren,
dass einer denkt und tut und arbeitet und ne Familie versorgt und
wirklich sehr günstig ist und den ich permanent empfehle, zu RECHT!

Alles Gute Ihrer beider Familien, Gruß aus Sevilla und danke für
alles, Sie wissen gar nicht, wie Sie einem blutigen Anfänger geholfen haben.

Schöne Weihnachten und so w..
Christian aus Alcala de Guadaira, Austriaco loco
P.S.: Seit Ende Juli war’s ja sowas von stressig - ich ... sagen... wenn ...
Heib..icker .. nicht wäre... gute Nacht!!

===================================================================
02. SO TICKT DIE BÖRSE: GELD DRUCKEN ODER TOT SPAREN
===================================================================

An alle Verschwörungstheoretiker und Weltuntergangsprofeten: Ihr irrt!

Ob Kreuzer, Taler oder Groschen, diese Währungen wurden 1871 durch die Mark
abgelöst.

Ob Mark, Gulden oder Franc, diese Währungen wurden 2002 durch den Euro
abgelöst.

Ob Euro, Dollar oder Yen, diese Währungen werden 20?? durch eine neue,
globale Währung abgelöst.

Verschwörungstheoretiker sehen in dieser Entwicklung einen teuflischen Plan
einiger weniger Mächtiger, die ganze Welt unter ihre Knute zu bringen. Hier
wird einer natürlichen Entwicklung eine Steuerung unterstellt, deren
Steuermann niemand sieht.

Quatsch! Regionale Unterschiede zeigen sich nicht in der Verrechnungseinheit,
mit der wirtschaftliche Leistungen bemessen werden.

Leider ist man sich über eine Ausgestaltung der Verrechnungseinheit
international noch nicht einig. Es gibt ideologisch unterschiedliche Ansätze,
und es werden immer wieder Fehler gemacht.

Ideologisch unterscheide ich derzeit den europäischen (deutsch-geprägten)
Ansatz und den angelsächsisch (US-amerikanisch geprägten) Ansatz. Ich bin
bereits mehrfach darauf eingegangen: Unsere EZB hat das alleinige Mandat, auf
die Geldwertstabilität zu achten. Die US-Notenbank Fed hat ein doppeltes
Mandat, auf die Geldwertstabilität sowie auf ein gesundes Wirtschaftswachstum
zu achten.

Ich habe in den USA gelebt, bin aber vom dortigen System nicht überzeugt
worden. Vielleicht sind Hyperinflation von 1923 und Weltwirtschaftskrise von
1929-32 sowie das daraus resultierende Dritte Reich zu stark in unserer
Kultur verankert, als dass ich mich mit dem amerikanischen Ansatz anfreunden
könnte.

Die Amerikaner zollen der Erkenntnis Tribut, dass die Politik aufgrund
wahlkampftaktischer Strategien häufig nicht die notwendigen
wirtschaftspolitischen Entscheidungen trifft und gestehen daher einer
unabhängigen Institution, der Fed, die Macht zu, in einem solchen Fall
helfend einzugreifen.

Wir Deutschen sagen hingegen, dass die Politik sich gefälligst am Riemen
reißen soll, und so haben wir immerhin bereits die Schuldenbremse in der
Verfassung verankert während die Amis nicht einmal ihre Defizitgrenze anheben
können.

Das Resultat ist, dass in den USA niemand so wirklich verantwortlich ist für
eine Wirtschaftskrise. Die Politik kann mit dem Finger auf die Fed zeigen und
umgekehrt. Doch bevor es zum eifrigen Fingerzeigen kommt, entscheidet sich
die Fed meist für eine „Lockerung“ der Geldpolitik. Durch diese lockere
Geldpolitik wird das US-System mit Geld geflutet, es werden kurzfristig die
nötigsten Löcher gestopft und es kommt mittel- und langfristig zu höheren
Inflations- und Wachstumsraten.

Ja, auch höheren Wachstumsraten! Denn das Geld, das ins System gepumpt wird,
führt ja dazu, dass Unternehmen günstiger investieren können, was wiederum
die Wirtschaft ankurbelt und das Wachstum fördert. Der Preis für dieses
Wachstum ist die Inflation. Ein Prozess, der in den USA seit über hundert
Jahren etabliert ist.

Wen wundert es da, dass die Amis so unternehmerisch denken. Der Spargroschen
wird kontinuierlich von der Inflation entwertet, wer jedoch eine
Geschäftsidee erfolgreich umsetzt, der kann aufgrund des stets auf Wachstum
ausgerichteten Systems mit einer ordentlichen Rendite rechnen.

Das Wirtschaftssystem wird angekurbelt, Stillstand bedeutet in den USA
schnell Rückschritt.

In Deutschland wird die Geldwertstabilität hoch geschätzt, und eine
Investition in die eigene Geschäftsidee muss sich schon sehr lohnen, denn man
riskiert ja den bislang erworbenen Wohlstand, wenn man seine Ersparnisse
investiert. Gleichzeitig läuft unser System etwas langsamer, so schnell ist
also nicht mit einem Erfolg und einer entsprechenden Entlohnung für die
Investition zu rechnen wie in den USA.

Was war zuerst: die amerikanische Innovationsfreude, an der sich das
Geldsystem ausgerichtet hat oder ist die Innovationsfreude Resultat des
Geldsystems? Ich weiß es nicht. Heute blicken wir auf zwei unterschiedliche
Systeme und erleben einen ideologischen Kampf um die Vorherrschaft.

Während die Angelsachsen fordern, doch endlich die überschuldeten Staaten zu
retten (was letztlich auf das Gelddrucken durch die EZB hinauslaufen würde),
versuchen die Europäer jegliche angelsächsische Komponenten des Systems
auszuradieren (das System wird verbessert um die Geldwertstabilität zu
sichern, die überschuldeten Staaten müssen sich selbst retten).

Wenn ich mir ein Einlenken der Europäer auf die angelsächsische Linie
überlege, halte ich mir stets meine Erlebnisse im Weihnachtsgeschäft 1999 vor
Augen. Ich lebte damals mitten in Manhattan und ging, wie es sich dort
gehört, Christmas-Shopping. War das ein Spaß?

Nein, alles andere als das. Natürlich schoben sich Massen durch die Gänge der
Läden. Um einen Verkäufer zu sprechen, musste man nicht endlos lange warten –
man wartete vergeblich – sondern laut und aggressiv schreien „Ich will dies
oder jenes kaufen, wer nimmt mein Geld?“. Dann konnte es passieren, dass sich
ein Verkäufer Zeit für Sie nahm.

Sollten Sie noch inhaltliche Fragen zu dem Produkt haben, dann erhielten Sie
als Antwort „Ich kann Ihnen 5% Nachlass geben“. Ich habe sodann nochmals auf
meine Frage verwiesen und betont, dass mir der Preis egal ist, wenn das
Produkt die gewünschte Eigenschaft hat. Als Antwort erhielt ich: „Also gut,
ich gebe Ihnen 10%. Was ist jetzt, wollen Sie kaufen oder nicht? Ich habe
nicht so viel Zeit!“

Sprich: In den USA geht es schon lange eher ums Geld während Sie hier in
Deutschland noch mit Verkäufern über die Sache sprechen können (okay, auch
hierzulande ziehen immer mehr amerikanische Sitten ein).

New Yorker hatten zwei, manchmal drei Jobs um sich ihren Lebensunterhalt zu
verdienen. Die Stadt ist wie elektrisiert, das Rad dreht sich dort einfach
ein wenig schneller als bei uns. Und für Stillstand gibt es kein Verständnis.
Man ist es gewohnt, aus Fehlern herauszuwachsen, anstatt Fehler zu
korrigieren.

Ich schreibe Ihnen diese Betrachtungsweise aus dem Grund, da ich erwarte,
dass wir über den ideologischen Unterschied der Geldsyste in den kommenden
Monaten und vielleicht Jahren noch viel diskutieren werden. Groß Britannien
ist US-amerikanisch geprägt und von dem deutsch-geprägten Ansatz für den Euro
meilenweit entfernt.

Merkel und Sarkozy holen nun nach, was 1992 bei der Konzeption des Euros
versäumt wurde: Die Fiskalunion. Es werden alte Fehler aufgearbeitet und
korrigiert, während in dieser Zeit in Kauf genommen wird, dass unser System
zum Stillstand kommen könnte.

Lieber das System in Ordnung bringen, die Geldwertstabilität sichern, als in
amerikanische Verhältnisse zu verfallen, lautet die Marschrichtung, die seit
10 Tagen vorgegeben ist.

Ja, ich bevorzuge den soliden, deutschen Ansatz. Doch auch der
angelsächsische Ansatz hat seine Vorteile, insbesondere für die Club Med
Länder dürfte dieser Ansatz eine Verlockung darstellen, und so erwarte ich
noch viele entsprechende Auseinandersetzungen bis wir in Europa einmal eine
Fiskalunion haben.

So, und nun die Erkenntnisse aus dieser Betrachtung: Die Börse ist diese
Woche abgetaucht, weil die Angelsachsen sehen, dass Europa den in ihren Augen
einzig richtigen Weg, das Gelddrucken, nicht beschreiten wird. Die
langfristig gesunden Auswirkungen für die Kultur der in Europa angestrebten
Fehlerkorrektur werden von den Angelsachsen nicht erkannt.

Derzeit gibt es in Europa eben nur einen rettungsplan für Banken, nicht aber
für verschuldete Staaten, deren Insolvenz die Banken erst in Bedrängnis
bringen würde. Angelsachsen würden die überschuldeten Staaten mit Geld fluten
und hätten damit gleichzeitig das Bankenproblem gelöst. 26 der 27 EU-Länder
haben jedoch beschlossen, die Fehlerkorrekturen den einzelnen Staaten zu
überlassen und werden im Notfall kollabierende Banken auffangen.

An die Verschwörungstheoretiker: Wir erleben hier einen Wettkampf der
Systeme. Die Globalisierung des Geldsystems ist eine natürliche Entwicklung
und eines der beiden Systeme (hoffentlich das bessere) wird sich durchsetzen.
Von Steuerung kann ich da wirklich nichts sehen.

An die Weltuntergangsprofeten: Ja, ich erwarte, dass in den nächsten zwei bis
fünf Jahren beide Systeme dramatische Änderungen benötigen, vielleicht sogar
kollabieren. In Europa wurde dieser Prozess nun mit der Fiskalunion
losgetreten, in den USA dürfte es nach den Präsidentschaftswahlen (Nov. 2012)
losgehen. Ist das ein Weltuntergang? Oder ist es nur einmal mehr der Umstieg
auf eine neue Verrechnungseinheit, vielleicht sogar eine gemeinsame, wie es
in der Geschichte regelmäßig passiert?

Nun, Sie kennen meine Antwort, wir müssen uns nur entsprechend darauf
vorbereiten. Zur Zeit heißt das: langfristig Immobilien, Edelmetalle,
Unternehmensanleihen und Aktien, kurzfristig hohe Cashquote und ein paar
Aktienspekulationen.

Der europäische Weg wird von den Angelsachsen schlecht geredet, man fürchtet
eine Wirtschaftskrise. Entsprechend sind die Aktienbörsen diese Woche wieder
einmal auf Talfahrt gegangen. Schauen Sie selbst:


WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES

INDIZES 15.12.11 DIFF
Dow Jones 11.869 -1,1%
DAX 5.731 -2,4%
Nikkei 8.402 -1,6%
Euro/US-Dollar 1,302 -2,4%
Euro/Yen 101,4725 -2,1%
10-JahreS-US-Anleihe 1,91% -0,1
Umlaufrendite Dt 1,53% -0,2
Feinunze Gold USD $1.589,20 -7,1%
Fass Brent Öl USD $104,05 -3,4%
Kupfer in US$/to 7.329 -4,9%
Baltic Dry Shipping I 1.889 0,4%

Der Goldpreis ist mit einem Minus von 7,1% Wochenverlierer. Wenn Sie nach
einer Einschätzung zum Goldpreis suchen, werden Sie mit charttechnischen
Warnungen überschüttet: „Wichtige Unterstützung gebrochen“, „Mittelfristiger
Wachstumspfad nach unten verlassen“, „Doppeltop vor Absturz“ und vieles mehr
können Sie lesen. Niemand macht sich jedoch Gedanken über die Gründe für den
plötzlichen Kurseinbruch. Ich werde genau das im nächsten Kapitel tun und
daraus meine Erwartung für die weitere Goldpreisentwicklung ableiten.

Trotz der fallenden Kurse hat sich die Stimmung unter Anlegern und Analysten
merklich aufgehellt, wie Sie den Sentimentdaten entnehmen können:


SENTIMENTDATEN

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
25.11.- 02.12. (469): 57% / 9%
02.12.- 09.12. (470): 53% / 10%
09.12.- 16.12. (501): 57% / 9%

Kaufempfehlungen der Analysten
Deutsche Post, EADS, Intel

Verkaufsempfehlungen der Analysten
Carrefour S.A., Metro, RWE

Privatanleger
48. KW: 59% Bullen (150 Stimmen)
49. KW: 58% Bullen (176 Stimmen)
50. KW: 66% Bullen (141 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Commerzbank, LVMH, Société Générale

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Office Depot

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Insbesondere das Bullenlager hat kräftig Zulauf erhalten. Das ist nicht
gerade ein guter Nährboden für eine Jahresendrallye, dazu ist die Zuversicht
zu groß.

Oder zeigt sich hier etwa die Diskrepanz zwischen angelsächsischen Anlegern,
die ihr Geld aus Europa und Deutschland abziehen (daher die fallenden Kurse)
und den deutschen Anlegern und Analysten, die zuversichtlich auf die
Fehlerkorrekturen im System warten?

Mehr dazu im nächsten Kapitel. Dort werde ich auch einen Fahrplan für die
nächsten Monate entwickeln.


=====================================================================
03. AUSBLICK:
======================================================================

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

***************************WERBUNG****************************

Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen
Positionen anzeigen lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
eine PDF-Version zur Verfügung gestellt, die zusätzlich
Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem
Schnupperangebot (6 Wochen zu 16 Euro) an. Es würde mich
freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.

Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und
bestellen Sie unter

http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php

**********************ENDE WERBUNG****************************

=======================================================================
04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: HUGO BOSS & DOUGLAS THALIA
=======================================================================

HUGO BOSS KEHRT AN DIE BÖRSE ZURÜCK

Nein, nicht falsch verstehen, Hugo Boss ist schon seit vielen Jahren an der
Börse. Doch bis vor kurzem lagen 88% der Anteile in der Hand von Red & Black,
einer Investmentgesellschaft des Finanzinvestors Permira. Doch unlängst wurde
die Beteiligung auf 67% reduziert, und weitere Verkäufe sind, nach einer
selbst auferlegten Wartezeit von 6 Monaten, absehbar.

Der Zeitpunkt für den Ausstieg ist gut gewählt denn Hugo Boss steht absolut
gut im Markt. Der Umsatz wächst mit 12%, die Ebit-Marge konnte von 20 auf 25%
gesteigert werden, und so erwartet Hugo Boss für das laufende Jahr einen
Gewinnsprung um bis zu 30%. Erreicht werden die guten Zahlen insbesondere
durch zwei Schwerpunkte: Zum einen investiert Hugo Boss stark in sein
Markenimage. Dadurch lassen sich höhere Verkaufspreise für die Produkte am
Markt erzielen. Zum anderen hat Hugo Boss frühzeitig den asiatischen und
amerikanischen Markt erschlossen und profitiert nun insbesondere durch das
Wachstum in Asien sowie durch die robusten Einzelhandelsumsätze in Amerika.

Das KGV von Hugo Boss steht bei 14, die Dividendenrendite bei 4,5%. Erst im
November wurden die Prognosen nach oben revidiert. Der Schuldenstand ist
niedrig, die hohe Dividende ist durch den freien Cashflow abgesichert. Hugo
Boss ist ein Dividendentitel, dessen Geschäftsentwicklung auch ein höheres
KGV zuließe. Doch im Rahmen der aktuellen Konjunktursorgen ist das wohl kaum
möglich. Nach unten ist die Aktie durch die Dividende abgesichert.

Damit ist Hugo Boss eine Aktie, mit der Sie beruhigt durch die Krise segeln
können. Für das Warten werden Sie durch eine ordentliche Dividendenrendite
belohnt, und wenn die Konjunktur sich aufhellt, dann hat die Aktie auch
wieder Kurspotential. Bleibt zu hoffen, dass der Finanzinvestor Red & Black
durch seinen Ausstieg den Aktienkurs nicht zu sehr belastet.


SCHWACHER BUCHHANDEL BEI DOUGLAS THALIA

Von Rezessionsängsten ist im Einzelhandel in diesem Weihnachtsgeschäft nicht
viel zu sehen. Bereits nach dem ersten Weihnachtswochenende (das letzte im
November) sprach der Einzelhandel von einem hervorragenden Auftakt.

Zur Douglas Holding gehören die Geschäfte Douglas Parfümerie, Christ Juwelier
sowie Thalia Buchhandel. Douglas und Christ laufen super. Probleme bereitet
der Buchhandel Thalia. Obwohl ein Buch des Deutschen liebstes
Weihnachtsgeschenk ist, kein anderes Geschenk liegt in Deutschland unter so
vielen Christbäumen wie ein Buch, kann Thalia nicht ausreichend profitieren.
Immer mehr Kunden kaufen über das Internet, Amazon lässt grüßen.

Nun möchte auch Thalia das Online-Geschäft stärken, und es wird überlegt, mit
Touchscreens im Thalia-Laden den Kunden den Zugang zum Internet zu
ermöglichen. Ein vergeblicher Versuch, denn jeder Zweite hat ohnehin über
sein Smartphone die Möglichkeit, im Laden online zu gehen. Darüber hinaus
sieht es mir eher wie ein verkrampfter Versuch aus, Online und Offline zu
koppeln – ein Vorhaben, an dem schon viele Unternehmen gescheitert sind.

Die Aktie von Douglas Holding ist in diesem Jahr von 42 auf 26,50 Euro
abgestürzt. Das KGV steht damit bei nur noch 12, die Dividendenrendite 2011e
beträgt 4%. Damit ist der Einzelhändler des Premium-Bereichs zu einem
Dividendentitel geworden. Die Bilanz weist kaum Schulden aus, der Cashflow
lässt die Dividende sicher erscheinen. Leider ist das Umsatzwachstum aufgrund
der Probleme im Buchhandel nicht nennenswert.

Douglas ist in meinen Augen nach unten gut abgesichert durch die hohe
Dividendenrendite. Der Aktienkurs dürfte aber kaum großes Potential haben bis
die Probleme bei Thalia gelöst sind.

==========================================================================
05. BEOBACHTETE WERTE
==========================================================================

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter
www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils
aktualisierten Einschätzungen.

==========

Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der
Webseiten verfasst.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am oberen
Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titeln aktuelle Anmerkungen
erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie angekündigt habe ich
jeweils die langfristigen von den spekulativen Positionen getrennt. Bei den
langfristigen Positionen wird stets über eine Korrelationsanalyse die
Risikostreuung berücksichtigt.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“
steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „Pos“ steht die
Positionsgröße hinsichtlich der gestaffelten Käufe und Verkäufe.

Unter i steht zur Information meine Grundtendenz: K-bei Gelegenheit Kaufen,
H-Halten, V-bei Gelegenheit Verkaufen, wobei die „Gelegenheit“ sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben wird. Ich habe diese
Spalte insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren
Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich
beispielsweise darin nicht schon zu 100% investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen
Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen.
Derzeit verwende ich die folgenden Schritte: Langfristige Positionen in drei
Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich
aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich.
Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht
sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.

In der Spalte „Diff.“ können Sie die Entwicklung der Position seit
Jahresbeginn bzw. seit Kauf (sofern in diesem Jahr erfolgt) sehen.


Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

***************************WERBUNG****************************

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis auf sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht
werden. Viele Sonderanalysen stellen wir den Heibel-Ticker PLUS
Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
Jahr bestellen. Oder bestellen Sie einfach das Schnupperabo.

Geben Sie bitte den folgenden Link in Ihren Browser ein und
bestellen Sie unter

http://www.heibel-ticker.de/bestellung.php

***************************WERBUNG****************************

==============================================================

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de

==============================================================
06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
==============================================================

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

==============================================================
07. AN-/ABMELDUNG
==============================================================

Wenn Sie sich von diesem Dienst abmelden möchten, dann
gehen Sie bitte auf die Seite http://heibel-ticker.de und
„stornieren“ Sie Ihre E-Mail Adresse im rechten Bereich
„Newsletter Abo“.

Sie können sich über diese Seite gerne jederzeit wieder anmelden.

E-MAIL ADRESSE ÄNDERN

Sollte sich Ihre E-Mail Adresse geändert haben, so stornieren
Sie bitte zunächst die alte Adresse und melden sich anschließend
mit der neuen E-Mail Adresse wieder an.

Gerne können Sie den Heibel-Ticker Ihren Freunden empfehlen.
Sie können den Heibel-Ticker STANDARD beliebig weiterleiten.
Wenn Sie Inhalte davon auf anderen Internetseiten verwenden
möchten, bitten wir um eine korrekte Quellenangabe sowie um
eine kurze Information darüber.

==============================================================
Heibel-Ticker Ende
==============================================================
(-;______________________________________________;-)