Heibel-Ticker 11/51 - Weihnachtsstimmung an der Börse

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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

6. Jahrgang - Ausgabe 51 (23.12.2011)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: FROHE WEIHNACHTEN
02. SO TICKT DIE BÖRSE: OUROBOROS
03. AUSBLICK: ORACLE UND DAS ENDE DER TECHNOLOGIE
04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: SÜSS MICRO TEC & CONTINENTAL
05: BEOBACHTETE WERTE
06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
07. AN-/ABMELDUNG

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01.INFO-KICKER: FROHE WEIHNACHTEN
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Liebe Börsenfreunde,

Weihnachtsstimmung kommt an der Börse auf, wenn ich mir die Kursverläufe
dieser Woche anschaue. Die EZB hat den Banken und überschuldeten EU-Staaten
ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Kredite zu 1% mit drei Jahren Laufzeit in
unbegrenzter Höhe! Ein Schritt, mit dem sich Staaten und Banken gegenseitig
heilen können – Ouroboros! Mehr dazu in Kapitel 02.

In Kapitel 03 habe ich für Sie die Hiobsbotschaft aus dem Hause Oracle
analysiert: CEO Mark Hurd hat so ziemlich alle Technologiebranchen
verteufelt, die es gibt. Tatsächlich werde ich in den kommenden Monaten
vorsichtiger mit Technologieaktien umgehen. Doch nicht alles ist schlecht,
was Oracle nicht auf die Reihe kriegt. Mehr dazu im Ausblick.

Süss Micro Tec liefert Maschinen, mit denen hochleistungsfähige 3D-Chips
produziert werden können: Platzsparend und somit ideal für Smartphones. Doch
die Auftragseingänge sind eingebrochen, wie das Unternehmen vermeldete, und
so auch die Aktie. Was dahinter steckt lesen Sie in Kapitel 04.

Dort habe ich auch die bullische Analyse zum Automobilzulieferer Continental
unter die Lupe genommen. Continental ist nach mehreren Krisen nun schlank und
flexibel, doch wie sieht es mit dem Marktumfeld aus?

Wie immer gibt es wichtige Updates zu unseren beobachteten Titeln in Kapitel
05.

Für Ihre Treue und konstruktive Kritik im Jahr 2011 möchten wir uns ganz
herzlich bei Ihnen bedanken. Im Neuen Jahr werden Sie einige Neuerungen beim
Heibel-Ticker erleben, an denen wir in diesem Jahr gearbeitet haben: Mobiles
Internet, Social Media sowie schnellere und bessere Datenverwertung werden
auch beim Heibel-Ticker Einzug halten. Seien Sie gespannt, ich bin es auch 

Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts111223.pdf

Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnachten und eine schöne Zeit im Kreise Ihrer
Lieben. Lassen Sie sich die Weihnachtszeit nicht von unqualifizierten
Kurssprüngen an der Börse verderben, die Kurssprünge werden Anfang Januar in
der Regel wieder neutralisiert.

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker


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02. SO TICKT DIE BÖRSE: OUROBOROS
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Kennen Sie die Schlange aus dem Alten Ägypten, die sich selbst verzehrt? Es
wird eine Schlange symbolisiert, die im Kreis liegt und an ihrem eigenen
Schwanz knabbert. So geht ihr niemals die Nahrung aus, denn sie hat ja immer
genug zu essen um nachzuwachsen.

Ich hätte den Decknamen „Operation Ouroboros“ für die Liquiditätsspritze
gewählt, die von der EZB diese Woche in den Markt gegeben wurde. Banken
konnten sich zu einem Prozent in unbegrenztem Ausmaß einen Kredit bei der EZB
holen, der auf drei Jahre läuft.

Die Banken haben davon reichlich Gebrauch gemacht, 483 Mrd. Euro wurden
abgerufen. Ein Prozent auf drei Jahre, das gab es noch nie und bietet den
Banken eine Planungssicherheit wie selten zuvor.

Was tun die Banken mit diesem Geld? Nun, am besten festverzinslich anlegen
auf drei Jahre und möglichst zu einem höheren Zins. Wenn das dann auch noch
durch Staatsanleihen gewährleistet werden kann, dann kann man den Zinsgewinn
anschließend sogar noch als Kernkapitalquote zurechnen.

Und das Beste daran: Die Staatsanleihen von Spanien und Italien wurden diese
Woche nachgefragt wie lange nicht mehr, der Zins sank. Wer will denn da noch
von Refinanzierungsproblemen sprechen, die einzelne EU-Länder in den Ruin
treiben könnten? Hier wird doch sogar bewiesen, dass ausreichend Nachfrage
nach den Papieren vorhanden ist, und dieser Umstand ist schon ausreichend, um
die Solvenz der Staaten zu verbessern.

Die EZB hat also einen Trick angewendet, mit dem sich unser System selbst
heilt: Gib den Banken unbegrenzt Kredit, sie kaufen damit die gestressten
Staatsanleihen und dürfen mit dem Zinsgewinn ihre Kernkapitalquote
aufbessern. Wer soll das bezahlen?

Na, die Inflation, die dadurch mittelbar in der Zukunft angeheizt wird. Wir
inflationieren uns also aus der Schuldenkrise heraus, auch wenn EZB Chef
Mario Draghi keine Gelegenheit auslässt um das Gegenteil zu behaupten.

Staat und Banken heilen sich selbst - gegenseitig. Es kommt mir vor wie die
Sage der Schlange Ouroboros. In der Natur habe ich diese Schlange übrigens
noch nie gesehen.

Könnte es funktionieren? Na klar! Unser Finanzsystem hat schon lange seine
natürliche Funktionsweise aufgegeben.

Auch an den Aktienmärkten ist die Folge dieser Aktion zu spüren: Haben
Finanzinstitutionen in den vergangenen Wochen noch alles versilbert, was
nicht niet- und nagelfest war, so eröffnet Ouroboros eine
Verdienstperspektive, die das gnadenlose Verkaufen von Vermögenswerten
weniger dringend erscheinen lässt. Der Druck auf die Aktienkurse ließ
unmittelbar nach.

So erleben wir derzeit keine Rallye, aber die wenigen Käufer, die derzeit an
der Börse aktiv sind, reichen schon aus, um die Kurse langsam nach oben zu
bewegen. Schauen Sie selbst:


WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES

INDIZES 22.12.11 DIFF
Dow Jones 12.170 2,5%
DAX 5.852 2,1%
Nikkei 8.395 -0,1%
Euro/US-Dollar 1,305 0,3%
Euro/Yen 102,0419 0,6%
10-Jahres-US-Anleihe 1,95% 0,0
Umlaufrendite Dt 1,60% 0,1
Feinunze Gold USD $1.605,60 1,0%
Fass Brent Öl USD $107,80 3,6%
Kupfer in US$/to 7.552 3,0%
Baltic Dry Shipping I 1.856 -1,7%


DAX und Dow Jones haben fast unbemerkt um 2% zugelegt. Der Euro hat sich
stabilisiert, und Renditen von Staatsanleihen notieren wieder auf historisch
niedrigem Niveau.

Anlegern gefällt die Aktion der EZB, das Lager der Optimisten hat auf hohem
Niveau nochmals Zulauf erhalten. Lediglich die Analysten werden vorsichtig,
hier wurden in den vergangenen Tagen einige Bewertungen vor dem Jahresende
schnell noch der Realität angepasst. Dieses Spielchen kennen wir schon aus
den letzten Jahren, es wird auch zwischen den Jahren fortgesetzt.



SENTIMENTDATEN

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
02.12.- 09.12. (470): 53% / 10%
09.12.- 16.12. (501): 57% / 9%
16.12.- 23.12. (358): 53% / 12%

Kaufempfehlungen der Analysten
Dt. Telekom, Oracle, EADS

Verkaufsempfehlungen der Analysten
KPN NV, RWE, SGL Carbon

Privatanleger
49. KW: 58% Bullen (176 Stimmen)
50. KW: 66% Bullen (141 Stimmen)
51. KW: 67% Bullen (156 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Billabong Intl., Douglas

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Apple, Solar Millennium, Renault

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel


Auch an den Finanzmärkten gönnt man sich eine Auszeit zwischen den Jahren,
und Sie werden in der kommenden Woche einen sehr dünnen Börsenhandel
beobachten können. Das führt meist dazu, dass schon kleine Ereignisse bei den
Aktienkursen zu hohen Kurssprüngen führen und die Aufregung unter den wenigen
am Markt aktiven Akteuren sehr groß ist.

Meist werden solche Kursausschläge dann in den ersten Januartagen wieder
neutralisiert, lassen Sie sich also nicht ins Bockshorn jagen: Zwischen den
Jahren können Sie sich ruhig entspannen.

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03. AUSBLICK: ORACLE UND DAS ENDE DER TECHNOLOGIE
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen
Positionen anzeigen lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
eine PDF-Version zur Verfügung gestellt, die zusätzlich
Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem
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freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
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04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: SÜSS MICRO TEC & CONTINENTAL
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DÄMPFER FÜR SÜSS MICRO TEC

Smartphones und Touchpads müssen auf kleinstem Raum die größtmögliche
Rechnerleistung ermöglichen. Effizienzsteigerungen auf herkömmlichen Chips
können sich dadurch noch vervielfachen lassen, wenn man in die Höhe geht,
also dreidimensional konstruiert. Süss Micro Tec ist eines der wenigen
Unternehmen weltweit, die Maschinen und Prozesse anbieten können, um solche
dreidimensionalen Chips herzustellen.

Süss Micro ist dabei Technologieführer und verfügt teilweise über einen
Marktanteil von 80%. Kunden von Süss Micro sind Unternehmen wie Samsung,
Texas Instruments, Toshiba oder auch Sony.

Mitte dieser Woche hat Süss Micro Tec bekanntgegeben, dass der
Auftragseingang im laufenden Quartal voraussichtlich nur halb so groß sein
werde wie vor einem Jahr. Die Aktie befindet sich im freien Fall, von 7 auf
5,50 € verlor das Papier bislang 21%. Damit steht das KGV 12e bei nur noch 6,
das Unternehmen verfügt über 42 Mio. Euro Nettoliquidität, Tendenz steigend.
Das entspricht bereits einem Drittel der Marktkapitalisierung, das hier in
bar herumliegt. Für das Jahr 2012 wird nun eine Stagnation bei der
Umsatzentwicklung befürchtet. Eine Dividende gibt es nicht, kein Wunder also,
dass die Aktie keinen Boden findet.

Wenn ich dies sehe, fällt mir ein anderer Maschinenbauer ein, dessen Aktie
ebenfalls keinen Boden findet: Aixtron ist in diesem Jahr von 30 € auf
nunmehr 9 € eingebrochen. Aixtron baut Maschinen für die Produktion von LEDs,
einer Zukunftstechnologie, die insbesondere noch auf den Massenmarkt wartet.
Nachdem China ein Projekt zur Einführung von LEDs in der Straßenbeleuchtung
gestoppt hatte, gab es keinen Boden mehr für Aixtron.

Der Unterschied zu Süss Micro? Nun, bei Aixtron tritt der Staat als
maßgeblicher Nachfrager auf. Bei Süss sind es letztlich private Konsumenten,
die leistungsfähigere Smartphones und Touchpads fordern. Während also die
Endnutzer bei Aixtron auf absehbare Zeit Zurückhaltung üben werden, andere
Staaten werden derzeit sicherlich keine teuren LED-
Straßenbeleuchtungsprojekte anstoßen, dürfte der Endnutzer bei Süss Micro Tec
schon bald wieder den nächsten Impuls für neue Investitionen in
leistungsfähigere Chips geben.

Derzeit herrscht große Unsicherheit am Markt: Studien zeigen, dass eine
Smartphone-Schwemme über den Markt rollt und dass viele Smartphones nicht
nachgefragt werden. Es entwickelt sich so langsam ein Preiskampf im unteren
Preissegment der Smartphones, sofern es überhaupt ein „billiges Smartphone“
geben kann. Und an der High-End Seite herrscht unangefochten Apples iPhone.

Wir befinden uns in einem gnadenlosen Markt. Aktien ohne Dividendenrendite
werden gnadenlos ausverkauft. Wenn dann ein Unternehmen wie Süss Micro Tec
auch noch mit schlechten Meldungen an die Öffentlichkeit geht, gibt es kein
Halten mehr. Dies wird so lange anhalten, bis sich die Auftragseingänge
wieder besser entwickeln. Wann wird das sein? Nun, ich denke spätestens im
nächsten Frühjahr wird wieder investiert werden, weil man den Unterschied
zwischen staatlich initiierter Nachfrage und privat initiierter Nachfrage
erkennen wird. Es gibt genügend Private, die nach wie vor gerne das
leistungsstärkste Smartphone haben möchten.

Wer jedoch heute schon investieren möchte in Süss Micro Tec, der braucht
Nerven aus Stahl, denn ohne Dividende gibt es keinen Boden für die Aktie.
Wenn die Konjunktur anspringt, dann ist ein KGV von 15 sehr schnell wieder in
Reichweite. Süss ist also so etwas wie ein Optionsschein auf den
Privatkonsumenten. Es lohnt sich, die Aktie im Auge zu behalten.


CONTINENTAL – BRANCHENPRIMUS ODER KONJUNKTURRISIKO

Ein Analyst von Barclays hat diese Woche in einer Studie den
Automobilzulieferer Continental als Branchenprimus herausgestellt. Mit seinen
Reifen und den elektronischen Autokomponenten (bspw. Elektronik für
spritsparendes Fahren) hat Continental zwei Kernbereiche besetzt und
profitiert vom aktuellen Aufschwung in der Automobilbranche.

Durch die Krise 2008 gepaart mit den Übernahmequerelen um Schäffler wurde bei
Continental restrukturiert was das Zeug hielt. So ist das Unternehmen heute
schlanker organisiert als seine Wettbewerber und kann überaus flexibel auf
schwankende Marktverhältnisse reagieren. Das Umsatzwachstum von 15% ist
deutlich besser als das Marktwachstum (6%). Und der Gewinn (EBIT) wächst
überproportional mit 33%.

Besondere Freude macht die Entwicklung des Cashflows, die nunmehr nach der
Klärung der Eigentumsverhältnisse mit Schäffler auch bald wieder eine
Dividendenzahlung ermöglichen wird. Ja, Sie haben richtig gehört: Eine
Dividende, das A und O in diesen turbulenten Zeiten!

Ein großer Kostenfaktor für Continental ist der Kautschukpreis. Dieser ist in
den vergangenen Monaten im Rahmen der Rohstoffmarktkorrektur stark
zurückgekommen. Doch es dauert 3-4 Monate, bis sich der niedrigere
Einsatzpreis des Kautschuks auf die Gewinnsituation bei Continental auswirkt,
das Beste steht uns also noch bevor.

Sorge macht Anlegern einzig noch die hohe Verschuldung Continentals. 20% des
Umsatzes sind nicht viel, doch die absolute Höhe von 6,8 Mrd. Euro reicht
aus, um bei der angespannten Finanzmarktlage die Refinanzierung kritisch zu
beobachten.

Mit einem KGV 12e von 6,5 ist Continental ein Schnäppchen. Die Aussicht auf
eine Dividende ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch noch
ist die erwartete Dividendenrendite mit 0,5% für 2011 sehr niedrig, also
nicht ausreichend für ein Sicherheitsnetz in einem eventuellen Ausverkauf.

Konjunktursorgen lassen Anleger derzeit alle Aktien verkaufen, die keine hohe
Dividendenrendite ausweisen. Continental gehört dazu. Aktuell steht die Aktie
bei 50 €. In guten Zeiten würde ich der Aktie ein Preisschild von 80 €
anhängen, doch derzeit überwiegen die Konjunktursorgen. Als Anleger braucht
man einen sehr langen Atem, wenn man heute in Continental investieren möchte.
Doch einmal abgesehen von kurzfristigen Rückschlägen im Rahmen von
Marktturbulenzen dürfte sich ein Investment mittel- und langfristig
auszahlen.

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05. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter
www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils
aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der
Webseiten verfasst.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am oberen
Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titeln aktuelle Anmerkungen
erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie angekündigt habe ich
jeweils die langfristigen von den spekulativen Positionen getrennt. Bei den
langfristigen Positionen wird stets über eine Korrelationsanalyse die
Risikostreuung berücksichtigt.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“
steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „Pos“ steht die
Positionsgröße hinsichtlich der gestaffelten Käufe und Verkäufe.

Unter i steht zur Information meine Grundtendenz: K-bei Gelegenheit Kaufen,
H-Halten, V-bei Gelegenheit Verkaufen, wobei die „Gelegenheit“ sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben wird. Ich habe diese
Spalte insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren
Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich
beispielsweise darin nicht schon zu 100% investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen
Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen.
Derzeit verwende ich die folgenden Schritte: Langfristige Positionen in drei
Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich
aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich.
Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht
sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.

In der Spalte „Diff.“ können Sie die Entwicklung der Position seit
Jahresbeginn bzw. seit Kauf (sofern in diesem Jahr erfolgt) sehen.


Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
http://heibel-ticker.de


mailto:info/at/heibel-ticker/./de

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06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

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07. AN-/ABMELDUNG
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Heibel-Ticker Ende
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