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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D
F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N
- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
7. Jahrgang - Ausgabe 02 (13.01.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. INFO-KICKER: ABSTUFUNG DURCH S&P NUR KURZFRISTIG VON BEDEUTUNG
02. SO TICKT DIE BÖRSE: BANKEN UND TECH-AKTIEN IM AUFWIND
03. AUSBLICK: HEDGEFONDS GEGEN GRIECHENLAND
04. SMA SOLAR MIT SCHLECHTEN ZAHLEN
05. CARL ZEISS MEDITEC WACHSTUMSDELLE IN SICHT
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG
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01.INFO-KICKER: ABSTUFUNG DURCH S&P NUR KURZFRISTIG VON BEDEUTUNG
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Liebe Börsenfreunde,
ich wollte Ihnen nicht den Heibel-Ticker an einem Freitag den 13.
präsentieren, daher erhalten Sie erst heute die aktuelle Ausgabe :-) Nein, im
Ernst, ich war gestern leider verhindert und musste mich daher am heutigen
Samstag dransetzen. Entsprechend sind die Kurse in dieser Ausgabe, nicht wie
sonst vom Donnerstagabend, sondern diesmal vom Freitagabend.
So macht der Jahresauftakt Spaß: Die Kursgewinne der ersten Woche konnten in
dieser Woche gehalten, teilweise noch ausgebaut werden. Die Entwicklungen
hinsichtlich der Schuldenkrise sind äußerst konstruktiv, doch erste Wolken
ziehen bereits am Horizont auf. Die jüngsten Entwicklungen habe ich Ihnen in
Kapitel 02 aufgezeigt. Banken refinanzieren sich erfolgreich, und der
Schuldzins für Italien ist von 5,9% auf 2,7% gefallen. Es ist eine
dramatische Verbesserung der Situation, die sich in den hohen Aktienkursen
wiederspiegelt.
In Kapitel 03 habe ich Ihnen meine Einschätzung zum Schuldenschnitt in
Griechenland dargelegt. Hatten wir noch in der vorigen Woche eine Spekulation
auf einen guten Ausgang der Verhandlungen aufgezeigt, so hat sich inzwischen
das Blatt gewendet: Hedgefonds drohen die Nutznießer der „Freiwilligkeit“ zu
werden, und ich muss nun fürchten, dass dies von der Politik unter keinen
Umständen zugelassen wird. Ich würde daher Griechenland-Anleihen verkaufen.
Zwei Hiobsbotschaften trafen gestern auf die Börse: SMA Solar konnte von
einer erfreulichen Jahresendrallye im Solarmarkt nicht profitieren. Ich habe
daher eine aktuelle Einschätzung zur Situation bei SMA Solar in Kapitel 04
verfasst. Und für den Medizintechnikanbieter Carl Zeiss Meditec stehen
schwerer Zeiten an: High-End Geräte sind in der derzeitigen Marktsituation
nicht gefragt. Die Details dazu finden Sie in Kapitel 05.
Wie immer gibt es einige wichtige Updates zu unseren beobachteten Titeln in
Kapitel 06. Am Ende des Kapitel 03 habe ich Ihnen zudem aufgezeigt, welche
Aktivitäten ich in der kommenden Woche auf dem Schirm habe.
Nimmt man die Entwicklungen dieser Woche zusammen, so überrascht es, dass
einzelne Unternehmensmeldungen nicht mehr ganze Branchen mit sich nach oben
oder unten ziehen, sondern sich die Spreu vom Weizen trennt. Kaum kehrt etwas
Ruhe in der Schuldenkrise ein, so werden Unternehmensmeldungen wieder auf
Unternehmen bezogen und nicht gleich in Brancheneuphorie oder –panik
umgewandelt.
Das könnte sich natürlich schon Anfang der Woche wieder ändern, denn S&P hat
gestern Abend neun Euroländer in der Bewertung abgestuft. Auch Frankreich und
Österreich sind dabei, und das sollte für Katerstimmung am Montag sorgen.
Ich denke jedoch, dass sich der europäische Anleihenmarkt von den
Ratingagenturen emanzipiert hat, die Märkte werden meiner Einschätzung nach
nur wenige Tage auf diese Meldung reagieren und sodann ungeachtet der Meinung
der Ratingagentur wieder das ursprüngliche Zinsniveau für die jeweiligen
Staaten erreichen.
Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120113.pdf
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,
take share, Ihr
Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker
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02. SO TICKT DIE BÖRSE: BANKEN UND TECH-AKTIEN IM AUFWIND
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Stück für Stück setzt sich die Erkenntnis durch, dass Europa seinen Euro und
seine verschuldeten Länder wird retten können. Nachdem die EZB Banken mit
„unbegrenzter“ Liquidität auf drei Jahre zu einem Prozent ausgestattet hat,
liefen die Auktionen der jüngsten Staatsanleihen in Italien und Spanien
erfreulich gut. In Italien ist der Zins von 5,9% auf 2,7% zurück- gegangen!
Auch das Bild bei den jeweils größten Banken dieser beiden Länder hellt sich
auf: Unicredit hat die notwendige Kapitalerhöhung geschafft, wenngleich die
Papiere mit einem Rabatt von 50% an den Mann gebracht werden mussten.
Kritiker zeigen auf den Rabatt von 50%, der erforderlich war, um das
notwendige Kapital einzusammeln. Optimisten wie Ihr Autor deuten darauf hin,
dass Unicredit seine Probleme lösen konnte – egal zu welchem Preis. Und der
Rabatt von 50% zeigt, dass die Bankaktien noch immer viel zu hoch bewertet
sind und sonst nichts.
In Spanien profitiert Santander von seiner überaus klugen Diversifikation der
Vorjahre. Santander ist in der Lage, das erforderliche Eigenkapital durch
Unternehmensteilverkäufe aufzubringen. Es werden Gesellschaften in Südamerika
und anderen Ländern, in denen Santander investiert hatte, verkauft.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Bankaktien gehören nicht in Ihr Depot!
Doch für die politische und wirtschaftliche Entwicklung in Europa ist es gut,
wenn die Banken sich aus eigener Kraft refinanzieren können. Ähnliches hört
man auch von der Commerzbank, wo sich die Allianz stärker engagieren möchte.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben Finanzaktien in dieser Woche
besonders stark zulegen können. Die zweite Gruppe, die diese Woche kräftige
Kursgewinne verzeichnen konnte, ist die Technologiebranche.
Es scheint sich endlich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die
Technologiebranche anders als noch vor zehn Jahren nicht am Tropf der PC-
Industrie hängt. Fehlende Neuheiten aus dem Hause Microsoft und schwache PC-
Verkaufszahlen wurden von Anlegern nicht negativ für die Technologiebranche
aufgefasst. Vielmehr lässt man betroffene Unternehmen links liegen und freut
sich über diejenigen Unternehmen, die in der Cloud, am Smartphone-Markt und
in den Datenzentren unterwegs sind.
Nach den heftigen Kursgewinnen in der ersten Jahreswoche konnten sich die
Indizes in dieser Woche auf dem hohen Niveau halten. Es fand eine Rotation
statt, weg von defensiven und hin zu zyklischen Aktien. Schauen wir einmal,
wie die einzelnen Indizes auf diese Entwicklungen reagiert haben:
WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES
INDIZES 13.01.12 DIFF
Dow Jones 12.422 0,0%
DAX 6.143 0,5%
Nikkei 8.500 0,1%
Euro/US-Dollar 1,268 -1,5%
Euro/Yen 97,581 -1,3%
10-Jahres-US-Anleihe 1,85% -0,2
Umlaufrendite Dt 1,45% -0,1
Feinunze Gold USD $1.638,45 1,3%
Fass Brent Öl USD $111,01 -2,3%
Kupfer in US$/to 8.013 6,4%
Baltic Dry Shipping I 1.105 -28,8%
Die heftigsten Bewegungen zeigen meine Konjunkturindikatoren: Kupfer und die
Schiffsraten des Baltic Dry. Doch die Bewegung ist gegenläufig: Der
Kupferpreis ist angesprungen während die Schiffsraten einbrachen. Sehen wir
hier einen ersten Indikator meiner Erwartung, dass China auf Teufel komm raus
produzieren wird, um die Beschäftigten bei Laune zu halten, egal wie sich die
Weltwirtschaft entwickelt?
Der Euro befindet sich weiter auf Talfahrt. EZB Präsident Draghi spricht zwar
wie ein Falke (stabilitätsorientiert), seine Handlungen deuten aber in eine
andere Richtung: Umgehend nach Amtsantritt senkte der den Leitzins, berief
eine Taube (der Belgier Praet) zum Chefvolkswirt (Taube heißt in diesem
Umfeld, dass eine gesunde Konjunktur wichtiger gesehen wird als die
Stabilität des Euros – im Zweifel werden die Zinsen gesenkt, Inflation
zugelassen um die Konjunktur zu stützen, wie es in den USA Tradition ist) und
schenkte den Banken unbegrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten zu günstigen
Konditionen (1% für 3 Jahre!). Kein Wunder also, dass der Euro weiter abgibt.
Für die Stimmung unter Anlegern und Analysten ist das hingegen gut.
Ausreichend Liquidität am Markt wird für steigende Aktienkurse sorgen. Doch
nach den heftigen Kursanstiegen zum Jahresbeginn werden Anleger und Analysten
langsam vorsichtiger.
SENTIMENTDATEN
Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):
Kaufen / Verkaufen
23.12.- 30.12. ( 80): 47% / 21%
30.12.- 05.01. (231): 54% / 8%
05.01.- 13.01. (588): 57% / 9%
Kaufempfehlungen der Analysten
Lufthansa, Linde, Pfizer
Verkaufsempfehlungen der Analysten
IVG Immoblien, Credit Suisse, Unicredit
Privatanleger
52. KW: 75% Bullen (136 Stimmen)
01. KW: 68% Bullen (122 Stimmen)
02. KW: 61% Bullen (136 Stimmen)
Kaufempfehlungen der Privatanleger
Alcatel-Lucent, Electricité de France, 2G Energy
Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Belvedere S.A., Euro Disney
Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel
Freitagabend nach Börsenschluss wurde von der Ratingagentur S&P
bekanntgegeben, dass 9 Euro-Länder in der Bonität herabgestuft werden. Auch
Frankreich verliert sein Tripple-A Rating. Gerade wo etwas Ruhe in die
Schuldenkrise eingekehrt ist, kommt nun diese Hiobsbotschaft. Ich denke, dass
diese Meldung zum Wochenbeginn für Kursverluste sorgen wird.
Mehr dazu im nächsten Kapitel.
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03. AUSBLICK: HEDGEFONDS GEGEN GRIECHENLAND
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
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entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
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unsere offenen Positionen betreffen
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Positionen anzeigen lassen.
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04. SMA SOLAR MIT SCHLECHTEN ZAHLEN
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Die Solarbranche hat es weiß Gott schwer. Beschleunigte Förderkürzungen
schneiden in die Gewinne, Investitionen in Solarparks ebben ab. Solon und
Solar Millennium haben im Dezember Insolvenz angemeldet.
SMA Solar veröffentlichte gestern vorläufige Jahreszahlen, die den gesenkten
Unternehmensprognosen entsprachen. Dennoch fiel der Kurs von SMA Solar um
10,5% in Folge dieser Meldung. Schuld daran war eine Meldung vom Montag
dieser Woche: Die Bundesnetzagentur berichtete, dass allein im Dezember 3 GW
Solarkapazität ans Netz gingen. Das sind 42% der Jahreskapazität von 7,2 GW.
Ein solcher Schub wäre sicherlich geeignet, die zuvor gesenkten Prognosen von
SMA Solar doch noch zu überbieten, doch das blieb aus.
Der Umsatz von SMA Solar fiel im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 1,9
auf 1,7 Mrd. Euro. Der Gewinn halbierte sich auf 240 Mio. Euro. Es sei das
zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte, wird in der Pressemeldung
herausgestellt. Und man spricht von einem gehaltenen Weltmarktanteil von 35%.
35%? Diese Zahl machte mich stutzig, wurde doch noch im September von einem
Weltmarktanteil von 40% gesprochen. Warum also wurde dieser Anteil
„gehalten“, wenn er nun nur noch bei 35% liegt? Hier ist die Sprache des
Unternehmens sicherlich unglücklich gewählt, so dass Missverständnisse
aufkommen.
Und Missverständnisse verzeihen Anleger nicht. Das Geschäft mit den
Wechselrichtern ist nicht gekennzeichnet von hohen Markteintrittsbarrieren.
Im Gegenteil, es ist keine Hexerei und Konkurrenz strömt auf den Markt. Dabei
werden nicht nur Marktanteile abgejagt, sondern auch die Gewinnmarge kaputt
gemacht. Eine Situation, in der man sicherlich nicht Anteilseigner von SAM
Solar sein möchte.
Ein KGV 12e von 11 ist für einen rückläufigen Umsatz in meinen Augen zu hoch.
Auch die Dividendenrendite von 2,9% ist noch nicht hoch genug, um den Kurs zu
stützen. Erst ab 3,5% werden defensive Anleger auf solche Titel aufmerksam.
Der hohe Cashflow ist in meinen Augen geeignet, um die Dividende von 1,40
Euro je Aktie aufrecht zu halten. Der Kurs müsste bei 40 Euro stehen, damit
diese Ausschüttung einer Rendite von 3,5% entspricht. Von aktuell 48,09 Euro
ist das noch ein ganzes Stück entfernt.
Wenn wachstumsorientierte Anleger sich aus einer Aktie verabschieden, dauert
es meist einige Monate, bis eine andere Anlegergruppe die Aktie für sich
entdeckt. Ich erwarte, dass dividendenorientierte Anleger erst bei Kursen um
40 Euro zugreifen werden und würde die Aktie daher vorerst meiden.
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05. CARL ZEISS MEDITEC WACHSTUMSDELLE IN SICHT
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Medizintechnik ist ein Wachstumsmarkt, sollte man meinen bei der Überalterung
unserer Gesellschaft. Doch es gibt auch gegenläufige Entwicklungen, so dass
wir die Medizintechnik nicht über einen Kamm scheren können. Insbesondere bei
Arztpraxen wird derzeit gespart was das Zeug hält. Gleichzeitig wird es für
viele niedergelassene Ärzte immer schwerer, sich mit Kassenpatienten über
Wasser zu halten. Für besondere Investitionen in neue Geräte braucht man
einen großen Anteil von privat versicherten Patienten.
Doch Privatversicherte werden Mangelware. Ihnen haftet der Ruf an, sich nicht
am Gemeinwohl zu beteiligen und noch dazu „nur wegen des Geldes“ weniger Zeit
im Wartezimmer verbringen zu müssen. Zudem haben die vergangenen Jahre
gezeigt, dass die Beitragsentwicklung bei Privatversicherungen eher den
Lottoziehungen entspringen, als einer verlässlichen, langfristigen
Kalkulation.
Und die traditionell privat versicherten Gruppen wie insbesondere die Beamten
sterben langsam weg. Schon lange ist die Zahl der Beamten in Deutschland
stark rückläufig, es werden stattdessen öffentliche Angestellte eingesetzt,
die eben nicht automatisch privatversichert sind.
Carl Zeiss Meditec bietet beispielsweise Medizintechnik, an, mit der
Augenärzte Augen-OPs vornehmen können. So eine Maschine kosten nicht selten
eine halbe Millionen Euro, und jeder Augenarzt weiß, dass er die Kosten
allein über Kassenpatienten nicht hereinspielen kann.
Zudem ist in Deutschland seit Fielmann auch das Tragen einer Brille wieder
hipp. Ihr jugendlich aussehender Autor beispielsweise wünscht sich seit
vielen Jahren eine Brille, damit er endlich mal erwachsen aussieht. Doch der
Besuch beim Augenarzt vor wenigen Wochen hat diese Hoffnung (und Befürchtung
zugleich!) erst einmal wieder zunichte gemacht: Meine Augen sind noch optimal
in Schuss, ich behalte mein jugendliches Aussehen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen in Deutschland überlegt es sich ein
Augenarzt zweimal, ob er die Investition in eine Carl Zeiss Maschine wagt
oder nicht lieber kleinere Brötchen backt.
In Frankreich ist die Entwicklung eine ganz ähnliche. Und in England ist die
wirtschaftliche Entwicklung dank der Finanzturbulenzen so ungewiss, dass
Ärzte sich ebenfalls zurück halten.
Einzig in den USA zeigen sich erste Blüten eines Wirtschaftswachstums. Doch
dort stehen im November Präsidentschaftswahlen an, und wenn Obama erneut
gewählt wird, dann kann sich der Gesundheitssektor auf weiterhin harte Zeiten
einstellen. Obama versucht mit aller Gewalt, die Gesundheitskosten für den
kleinen Mann erschwinglich zu machen – ein Anliegen, das bei einem
republikanischen Präsidenten Romney beispielsweise eher in den Hintergrund
treten würde. Er würde eher eine Verbesserung des Gesundheitsangebots
anstreben, indem er die Investitionsmöglichkeiten für die Branche verbessert,
auch wenn das am Ende zu höheren Behandlungskosten führt.
Ich glaube, Obama wird eine zweite Präsidentschaftszeit erhalten. Und das
glauben auch viele Augenärzte in den USA, denn auch dort hält man sich
derzeit mit Investitionen in Carl Zeiss Maschinen zurück.
Wachstum bei Medizintechnik für Augen-OPs findet derzeit einzig in den
Schwellenländern statt. Doch dort dominieren Billiganbieter und eben nicht
gerade Carl Zeiss mit seinen Hochpräzisions-High-End-Maschinen. Die
Gewinnmargen in den Schwellenländern sind gering, die dortige Bevölkerung
kann sich die hochpreisigen Maschinen von Carl Zeiss Meditec noch nicht
leisten.
Diese Woche fand in den USA eine Medizin-Tagung ausgerichtet von J.P. Morgen
statt, bei der alles was Rang und Namen hat aus der Branche dabei war. Carl
Zeiss hat auf dieser Tagung seine Prognose für 2012 gesenkt. Noch im Vorfeld
der Konferenz legten sich Analysten für Carl Zeiss Meditec auf Wachstum für
2012 fest, doch diese Erwartung wurde nun vom Unternehmen als falsch
entlarvt.
Von der Konferenz in den USA bis zum Verkäufer der deutschen Aktien in
Deutschland ist ein weiter Weg. Die Aktie ist bislang nur um 1,4% gefallen,
und ich erwarte, dass sie in den nächsten Tagen, wenn die Analysten ihre
Schätzungen der gesenkten Unternehmensprognose anpassen, weiter fallen wird.
Das Unternehmen ist gesund und gut geführt. Es handelt sich meiner
Einschätzung nach tatsächlich nur um eine Wachstumsdelle, nicht um den
Verlust der Marktposition. Carl Zeiss ist Technologieführer und muss sich den
Marktgegebenheiten anpassen: High-End wird nicht zu jedem Zeitpunkt
nachgefragt und ein Schwenk zu erschwinglicheren Geräten würde dem
Unternehmen den Markt der Schwellenländer eröffnen. Ein solcher Schwenk nimmt
einige Quartale in Anspruch, ist aber durchaus eine gute Chance für Carl
Zeiss Meditec.
Doch diesen Schwenk würde ich abwarten, bevor ich als Anleger in die Aktien
von Carl Zeiss investiere.
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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter
www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils
aktualisierten Einschätzungen.
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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der
Webseiten verfasst.
Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am oberen
Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titeln aktuelle Anmerkungen
erstellt wurden.
Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie angekündigt habe ich
jeweils die langfristigen von den spekulativen Positionen getrennt. Bei den
langfristigen Positionen wird stets über eine Korrelationsanalyse die
Risikostreuung berücksichtigt.
Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“
steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „Pos“ steht die
Positionsgröße hinsichtlich der gestaffelten Käufe und Verkäufe.
Unter i steht zur Information meine Grundtendenz: K-bei Gelegenheit Kaufen,
H-Halten, V-bei Gelegenheit Verkaufen, wobei die „Gelegenheit“ sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben wird. Ich habe diese
Spalte insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren
Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich
beispielsweise darin nicht schon zu 100% investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen
Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen.
Derzeit verwende ich die folgenden Schritte: Langfristige Positionen in drei
Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich
aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich.
Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht
sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.
In der Spalte „Diff.“ können Sie die Entwicklung der Position seit
Jahresbeginn bzw. seit Kauf (sofern in diesem Jahr erfolgt) sehen.
Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.
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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des
Heibel-Tickers Stephan Heibel.
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem
Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten,
dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.
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Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share
Stephan Heibel
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07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen
nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche
Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung
der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung
wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine
Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln.
Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit
entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen
werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über
die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer
Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen
Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt
auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse
beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von
proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte
der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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08. AN-/ABMELDUNG
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