Heibel-Ticker 12/11 - Komponentenzulieferer des iPads

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H E I B E L - T I C K E R S T A N D A R D

F I N A N Z I N F O R M A T I O N E N

- Einfach einen Tick besser -
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428

7. Jahrgang - Ausgabe 11 (16.03.2012)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)

I N H A L T

01. INFO-KICKER: KÜNDIGUNGSSCHREIBEN AN GOLDMAN SACHS
02. SO TICKT DIE BÖRSE: KOMPONENTENZULIEFERER DES IPADS
03. AUSBLICK: TRADINGIDEE ZU EINEM KATALOGVERSENDER
04. DEPOTCHECK: LOGITECH, UBS, ABB, EBAY, HEIDELBERGCEMENT
05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: UNITED INTERNET & AAREAL BANK
06. BEOBACHTETE WERTE
07. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
08. AN-/ABMELDUNG

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01.INFO-KICKER: KÜNDIGUNGSSCHREIBEN AN GOLDMAN SACHS
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Liebe Börsenfreunde,

Apples neues iPad ist wieder das Maß der Dinge. Im heutigen
Rückblick habe ich einen Blick auf einige Komponentenzulieferer
geworfen. Broadcom gefällt mir darunter am besten.

Zudem habe ich einen Kommentar zum Kündigungsschreiben eines
Goldman Sachs Angestellten verfasst, dessen Brief in der New
York Times abgedruckt wurde und hohe Wellen schlug.

Im Ausblick stelle ich Ihnen eine Tradingidee vor, die sich
heute Vormittag plötzlich aufgetan hat und im weiteren Verlauf
des heutigen Tages bereits von vielen institutionellen Anlegern
aufgegriffen wurde. Ich weiß nicht, ob wir da noch zum Zuge
kommen. Doch wenn, dann winkt eine ziemlich lukrative Chance.

Der heutige Depotcheck enthält einige interessante Titel und
zeigt insgesamt eine gute Mischung aus Dividendentiteln und
Wachstumstiteln. Mehr dazu im Kapitel 04.

Im Fernsehen wurde ich diese Woche nach United Internet und der
Aareal Bank befragt. Nun, zur Aareal Bank hatte ich kürzlich
eine positive Einschätzung im Rahmen meiner Wunschanalyse
geliefert. United Internet ist ein solides aber schwer
kämpfendes Unternehmen. Ich kenne bessere Aktien.

Wie immer gibt es einige Updates zu unseren offenen Positionen
im Kapitel 06.


Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120316.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr
Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und
Herausgeber des
Heibel-Ticker


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02. SO TICKT DIE BÖRSE: KOMPONENTENZULIEFERER DES IPADS
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Heute geht das neue iPad in den Verkauf. Die ersten Geräte
werden traditionell aufgebrochen und seziert. Ja, Apples
Geheimniskrämerei ist bekannt und wenn Sie wissen möchten,
welche Komponenten das iPad nun tatsächlich enthält, dann
müssen Sie das Ding aufmachen und nachschauen.

Zulieferer, die über ihre Verträge mit Apple sprechen,
verlieren umgehend ihren Vertrag. Das will natürlich niemand
riskieren und so ist es schon ein kleiner Sport geworden, die
ersten Geräte aufzumachen und nachzuschauen.

Doch selbst das gibt noch keine Gewissheit. So verwendet Apple
Berichten zufolge häufig zwei Zulieferer für die gleichen
Komponenten, damit man nicht in eine zu große Abhängigkeit
gerät. Beim Bildschirm beispielsweise hat so neben Samsung auch
LG einen Auftrag von Apple erhalten.

WLAN- und Bluetooth-Chips kommen von Broadcom, einem
Spezialisten für integrierte Chips. Für das iPad hat Broadcom
(BRCM) die Übertragungsgeschwindigkeiten verdoppelt und, ganz
wichtig, den Stromverbrauch halbiert. 13% des Umsatzes von
Broadcom kommt von Apple. Ein „überraschender“ Erfolg des iPads
dürfte auch bei Broadcom positive Spuren in der Bilanz
hinterlassen.

Das KGV 12e von Broadcom beträgt nur 12, dabei wächst der
Umsatz in den nächsten Jahren den Erwartungen der Analysten
zufolge um 15% p.a. Broadcom ist neben Apple selsbt in meinen
Augen eine Aktie, die vom Erfolg des iPads überproportional
profitieren würde.

Zudem hat sich Broadcom über NetLogic den Zugang zur 4G-
Technologie gesichert, ein Bereich, den das Unternehmen zuvor
sträflich vernachlässigt hatte. Hier besteht also die
Möglichkeit, künftig mehr Komponenten für das iPad zu liefern,
die Zusammenarbeit mit Apple also noch auszubauen.

Bislang dominiert Qualcomm (QCOM) den Bereich der
Mobilfunkchips. Führend bei 3G hat Qualcomm auch bei der LTE-
Technologie, also beim 4G, die Nase vorn. Zusätzlich ist
Qualcomm auch mit dem Graphik-Chip Snapdragon bei Smartphones
und Touchpads vertreten, sein Snapdragon konnte die Leistung
seines Vorgängers um das Vierfache übertreffen.

Auch Qualcomm wächst mit 15% p.a., verfügt aber schon über ein
KGV 12e von 17, ist damit also schon ein wenig teurer als
Broadcom. Doch immerhin hat Qualcomm kürzlich eine
Dividendenanhebung bekannt gegeben sowie ein 4 Mrd. USD
Aktienrückkaufprogramm gestartet. Qualcomm ist in dieser Liste
sicherlich der etablierte Wettbewerber, ich habe jedoch die
Aussagen des Managements als häufig wenig verlässlich kennen
gelernt und halte mich daher von dieser Aktie fern.

Skyworks Solutions (SWKS) kümmert sich um den RF Power
Amplifier. Dabei handelt es sich um einen Verstärker von
Funkwellen für Sprach- und Datenübertragungen. Auch TriQuint
(TQNT) und RF Micro (RFMD) bieten diese Technologie an,
Skyworks Solutions ist jedoch profitabler und verfügt über das
breitere Kundenspektrum im Bereich der Smartphones und
Touchpads.

Zudem ist die Verwendung der Verstärker von Skyworks eine
kleine Überraschung, denn im iPhone 4S erhielt ein
Wettbewerber, Avago (AVGO), den Vorzug.

Die Aktie von Skyworks hat sich in den vergangenen Monaten von
14 auf nunmehr 28 USD verdoppelt. Das KGV 12e steht jedoch noch
immer bei 15, was ich bei der erwarteten Wachstumsrate von 15%
für angemessen halte.

20% des Umsatzes von Skyworks Solutions hängen an Apple und so
dürfte ein Verkaufserfolg des iPads ziemlich direkt in einen
Gewinnsprung bei Skyworks transferiert werden.

Cirrus Logic (CRUS) liefert Chips für das Management der
Stromversorgung der Audio-Komponenten, ein Bereich der meines
Wissens ebenfalls von Dialog Semiconductor bearbeitet wird. Ich
habe bei Dialog Semi diesbezüglich nachgefragt, eine Antwort
des Unternehmens steht noch aus.

Cirrus erwirtschaftet 53% seines Umsatzes mit Apple. Diese
starke Konzentration auf nur einen Kunden wird sich im Verlauf
des Jahres weiter erhöhen, man erwartet einen Anstieg auf 80%.
Das ist mir zu viel Abhängigkeit von nur einem Kunden.

Selbiges trifft auch auf Triquint zu, das wir weiter oben
bereits erwähnt hatten. Triquint liefert ebenfalls Verstärker
für Apple-Geräte und erzielt 41% seines Umsatzes mit Apple.
Klar, die Aktie wird abheben, wenn das iPad seine Prognosen
wieder einmal übertrifft. Doch sollte irgendetwas schief
laufen, und das könnte auch eine Entscheidung Apples zugunsten
eines anderen Lieferanten sein, dann ist diese Aktie sofort am
Boden.

Avago hatte ich ebenfalls oben bereits erwähnt. Das Unternehmen
liefert ebenfalls Verstärker an Apple, hat aber noch Samsung
als zweiten Großkunden. Der Mobilfunkbereich ist für 45% des
Umsatzes von Avago verantwortlich, die beiden Großkunden in
diesem Bereich sind Apple und Samsung.

Der Touchscreen des iPad kommt von Texas Instruments (TI), doch
das Unternehmen ist so groß, dass durch das iPad hier kein
nennenswerter Effekt erzielt wird. Immerhin ist es positiv für
Texas Instruments, dass man diesen Auftrag dem Wettbewerber
National Semiconductor wegschnappen konnte.

Samsung wird weiterhin der größte iPad-Zulieferer bleiben. CPU
und Retina-Display kommen aus Korea. Doch auch für Samsung ist
das iPad-Geschäft nur ein Mosaik-Steinchen im Konzern.

Somit bleiben meine beiden Favoriten Broadcom und ... natürlich
Apple selbst.


Diese Woche hat der DAX einen Rekord hingelegt: +4,5%, nachdem
noch vor kurzem die Rallye in Frage gestellt wurde und offen
diskutiert wurde, ob wir die Jahreshochs bereits gesehen
hätten. Pustekuchen, die Diskussion erweist sich schon nach
wenigen Tagen als fehlgeleitet.

Auch der Dow Jones sowie der Nikkei schnitten diese Woche sehr
gut ab. Und wenn ich beobachte, wie sich Wechselkurse,
Rohstoffpreise und Anleiherenditen vor dem Hintergrund der
himmelsstürmenden Aktienkurse entwickeln so muss ich
feststellen: Egal!

Schauen wir einmal, wie sich die einzelnen Indizes diese Woche
entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes

INDIZES 15.03.12 Δ
Dow Jones 13.253 2,7%
DAX 7.144 4,5%
Nikkei 10.130 3,7%
Euro/US-Dollar 1,308 -1,5%
Euro/Yen 109,2565 0,9%
10-Jahre-US-Anleihe 2,28% 0,3
Umlaufrendite Dt 1,57% 0,1
Feinunze Gold USD $1.656,70 -2,6%
Fass Brent Öl USD $123,11 -1,8%
Kupfer in US$/to 8.548 2,5%
Baltic Dry Shipping I 866 6,7%

Es ist egal, ob die Rohstoffpreise ansteigen oder nicht, die
Aktienkurse steigen. Und es ist auch egal, ob die
Anleiherenditen steigen oder nicht, die Aktienkurse steigen in
jedem Fall. Gleiches gilt für die Rohstoffpreise, deren Anstieg
die Aktienrallye ebenfalls nicht stoppen kann.

Insbesondere aus den USA sind in den vergangenen Wochen immer
wieder positive Konjunkturdaten zu hören. Die Arbeitslosigkeit
geht zurück, die Wirtschaft nimmt Fahrt auf. Entsprechend
fassen Anleger Vertrauen in das System USA und transferieren
immer mehr Gelder dorthin, der US-Dollar steigt. Er steigt
gegenüber dem Euro und auch gegenüber dem japanischen Yen.

Diese Woche hat die Fed erneut einen Banken-Stresstest
durchgeführt und die Ergebnisse überraschend früh
veröffentlicht. Von 19 Banken haben 15 den Test bestanden. Zu
den vier, die durchgefallen sind, gehört die Citigroup. Da
jedoch derzeit der Fokus der Anleger auf die Chancen eines
Konjunkturaufschwungs gerichtet ist und nicht auf die risiken
einer Weltwirtschaftskrise hielt sich der Ausverkauf bei der
Citigroup in Grenzen.

Auf der anderen Seite haben jedoch eine reihe von Banken die
guten Ergebnisse genutzt um ihre Unabhängigkeit von der Fed zu
deklarieren. Dies geschah durch die Ankündigung von Dividenden
und Aktienrückkaufprogrammen, Dinge, die den Banken seit der
Finanzkrise 2007 / 2008 untersagt waren. Alle Banken mussten
damals TARP-Hilfen der US-Regierung in Anspruch nehmen, teuer
verzinsen und durften bis auf weiteres keine Dividenden
ausschütten.

Viele Banken sahen diese Maßnahme damals als Demütigung an.
Insbesondere J-P. Morgan, eine Bank, die ohne größere Blessuren
durch die Krise segelte, wehrt sich gegen diese drakonischen
Vorschriften. So war es nun auch J.P. Morgen, die diese Woche
als erstes – und offensichtlich ohne Absprache mit der FED zu
einem verfrühten Termin – die Ausschüttung einer Dividende
bekannt gaben.

Es gehört zum Selbstverständnis des Bankensektors, in jedem
Marktumfeld Geld verdienen zu können – oder, wie man es in den
USA formuliert, Geld zu „machen“. Ein Stolz, der mitunter auch
zu einer Arroganz führte und diese Arroganz wurde in dieser
Woche auf besondere Weise angegriffen: Greg Smith, ein
ehemaliger leitender Angestellter von Goldman Sachs, hat die
Begründung für seine Kündigung an die New York Times geschickt,
die diesen Brief auf der Titelseite abdruckte.

Darin beschwert sich Smith über den moralischen Verfall in
seinem Institut. Früher hatte das Wohl des Kunden im
Vordergrund gestanden, heute gehe es nur noch um den schnellen
Profit währen die Kunden abschätzig als „Muppets“ bezeichnet
würden.

Ohh, welch Überraschung! Ich meine damit den Begriff „Muppets“,
den ich sogar recht originell finde. Den Rest kennen wir schon.
Doch das ist es, was so schmerzt: Unter der Hand weiß heute
jeder, dass die Banken gerne auch mal gegen ihre eigenen Kunden
zocken. Doch so offen wurde das bislang noch nicht formuliert.

Der Brief hat hohe Wellen geschlagen und bezeichnenderweise
gibt es außer einem „das ist nicht wahr“ keine besonders
überzeugende Gegendarstellung aus dem Hause Goldman Sachs.

Wir erinnern uns: Goldman Sachs wurde schon im Rahmen der
Finanzkrise 2007 / 2008 vorgeworfen, toxische
Immobilienderivate geschaffen zu haben, die an ihre eigenen
Kunden verkauft wurden und an deren Verfall im rahmen des
Immobiliencrashs Goldman Sachs dann verdient hatte. CEO
Blankfein wurde in Washington vom Kongress dazu befragt und
erklärte, dass die seine Kunden diese Produkte wollten und über
ausreichend Expertise verfügten, um die Risiken selber
einzuschätzen.

Wir erinnern uns: Goldman Sachs war auch an der kreativen
Bilanzierung Griechenlands beteiligt, mit deren Hilfe sich das
Land in die EU schummelte, um anschließend wesentliche
Positionen in den Ausfallversicherungen auf Griechenland
aufzubauen. Natürlich stets zum Besten des Kunden, wie das
Institut noch immer behauptet. Fragen Sie Griechenland einmal,
wie gut das war.

Banken sitzen am Knotenpunkt wichtiger Informationsflüsse und
genießen traditionell das Vertrauen eines neutralen
Vermittlers. Seit zwanzig Jahren nun tritt die Bank immer
häufiger nicht als Vermittler sondern als Vertragspartner auf,
man nimmt die Gegenposition eines Geschäfts ein. Der Vorteil:
Mehr Liquidität. Jedes Geschäft, egal wie sinnig oder unsinnig,
wird über komplizierte mathematische Modelle berechnet und
ermöglicht. Toll, was? Natürlich hat die Bank meist einen
kleinen aber wesentlichen Informationsvorsprung und dadurch ist
es ihr möglich, die Gegenposition zu einem Preis einzunehmen,
der unterm Strich lukrativ für sie ist.

Ich halte das für unmoralisch, eben weil die Banken über mehr
Informationen verfügen. Es ist noch ein weiter weg, bis diese
Geschäftspraxis unterbunden wird, doch der Brief dieser Woche
war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Schauen wir einmal, wie sich die Stimmung unter Anlegern und
Analysten entwickelt:

Sentimentdaten

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
24.02.- 02.03. (215): 42% / 12%
02.03.- 09.03. (178): 54% / 11%
09.03.- 16.03. (171): 43% / 14%

Kaufempfehlungen der Analysten
Volkswagen VZ, Linde, EADS

Verkaufsempfehlungen der Analysten
Wacker Chemie, RWE, Gamesa Corp.

Privatanleger
09. KW: 70% Bullen (134 Stimmen)
10. KW: 58% Bullen (147 Stimmen)
11. KW: 75% Bullen (132 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Archos S.A., Commerzbank, Alcatel-Lucent

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Q-Cells, Nicox S.A., KLA-Tencor

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenar-beit mit Sharewise
erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel

Analysten haben diese Woche deutlich weniger Kaufempfehlungen
rausgehauen (43% statt zuvor 54%), vielleicht weil ihnen vor
dem Hintergrund der anhaltenden Rallye langsam schwindelig
wird. Gleichzeitig sind die Privatanleger in einen
Freudentaumel verfallen, 75% Optimisten hatten wir schon sehr
lange nicht mehr.

Ist dies ein Zeichen dafür, dass eine Korrektur nun kurz bevor
steht? Immerhin wurden wichtige psychologische Marken
übersprungen: DAX über 7.000, Dow Jones über 13.000 und der
Nasdaq über 4.000. Es scheint, als seien wir wieder in einem
robusten Bullenmarkt und alle Anleger jubeln, doch...

...die wenigsten Privatanleger sind dabei. Und auch
institutionelle Anleger spüren den zunehmenden Druck dieser
Rallye. Während der DAX mit 21% im Plus steht weisen die
meisten Portfolios deutlich weniger Performance aus.

Auch mein Musterdepot bleibt mit „nur“ 14,5% deutlich hinter
dem Ergebnis des DAX zurück. Das ist der Preis für die
Sicherheitskomponenten, die wir nach den bösen Erfahrungen der
vergangenen Jahre ins Portfolio eingebaut haben.

Was wir derzeit sehen ist der zunehmende Druck auf
institutionelle Anleger, doch die Performance nicht zu sehr
hinter dem DAX zurückfallen zu lassen. Und so dürfte die Rallye
nun so langsam in eine Phase eintreten, in der die besten
Aktien noch besser laufen.


Top Analystenziele
Sie wollen wissen, was die Analysten im Ein-zelnen für Aussagen
treffen und wo sie die größten Chancen sehen? Ich habe für Sie
ab sofort jede Woche eine Übersicht der Analysen mit den
höchsten Kurszielen ausgearbeitet. Die Liste zeigt ganz einfach
an, wo das aktuel-le Kursziel des Analysten prozentual am meis-
ten über dem aktuellen Kurs liegt:

Firma Analyse vom Kurs Ziel Upside
DT.FORFAIT 12.03 2,71€ 5,50€ 102,95%
EUROMICRON 13.03 18,19€ 31,50€ 73,17%
ARQUES IND.15.03 3,07€ 5,30€ 72,64%
ADIDAS AG 12.03 46,80€ 80,00€ 70,94%
K&S AG 15.03 39,08€ 57,00€ 45,85%
Norma 14.03 18,76€ 27,00€ 43,92%
VW VORZ 14.03 141,45€ 192,0€ 35,74%
Metro AG 14.03 30,26€ 40,00€ 32,19%

Es handelt sich um Analysen aus dieser Wo-che. Bitte genießen
Sie diese Übersicht mit Vorsicht. Sie wissen ja, dass häufig
auch ein Eigeninteresse des Analysten für eine rosa Brille
sorgen kann, weshalb Analystenein-schätzungen tendenziell
optimistischer ausfal-len als es die Realität anschließend
erlauben würde. Aber die Übersicht gibt einen Eindruck darüber,
wo die Erwartungen mit dem aktuel-len Kurs am weitesten
auseinander liegen. Wer letztlich Recht haben wird, der Analyst
oder die Anleger, die den Kurs machen, ist in jedem Einzelfall
individuell zu beurteilen.

Im nächsten Kapitel stelle ich Ihnen eine Tra-dingidee vor. Sie
alle kennen das Unterneh-men, Sie alle haben den Katalog des
Unter-nehmens bereits in der Hand gehalten. Doch ein
Großanleger hat durch seinen überstürzten Verkauf seiner
Anteile für eine gute Einstiegs-gelegenheit gesorgt, von der
wir kurzfristig pro-fitieren möchten.

Alles weitere dazu im nächsten Kapitel.


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03. AUSBLICK: TRADINGIDEE ZU EINEM KATALOGVERSENDER
==============================================================

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des
Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis
dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
Dienst nicht aufrecht erhalten.

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Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend
vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte
Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsen-
entwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker
PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-
Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme
dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach.
Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement
folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die
unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation
schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den
offenen
Positionen anzeigen lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes
Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller
die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle
über alle offenen Positionen mit der jeweiligen
Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und
mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie
Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Kurz nach dem Versand des Heibel-Ticker PLUS wird Online
eine PDF-Version zur Verfügung gestellt, die zusätzlich
Charts von den besprochenen Aktien und Indizes sowie
Rohstoffen
enthält. Darüber hinaus wird die Liste der offenen Positionen
tabellarisch wesentlich übersichtlicher dargestellt als in der
„nur-Text“-Version möglich.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der
Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt
und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt.
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freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche
Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen
veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den
Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

Falls Ihnen ein Jahr zu lang erscheint, dann können Sie den
Heibel-Ticker PLUS auch zunächst für ein halbes- oder viertel
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04. DEPOTCHECK: LOGITECH, UBS, ABB, EBAY, HEIDELBERGCEMENT
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Nur wer ein diversifiziertes Portfolio hat, wer also in seinem
Depot eine gesunde Risikostreuung verwirklicht hat, wird bei
plötzlichen Korrekturen wie in diesen Tagen dennoch gut
schlafen können. Spekuliert wird hier im Heibel-Ticker nur mit
einem kleinen Teil des Vermögens. Der Rest wird auf solide Füße
gestellt.

Es folgt nun eine Analyse auf Risikostreuung von den 5 größten
Positionen eines Lesers. Dabei werde ich weniger auf die
einzelnen Werte eingehen, als viel stärker auf die Branchen, in
denen sie wirtschaften. Schicken Sie mir Ihre 5 größten
Positionen an Depotcheck/at/heibel-ticker/./de. Bitte
unterschreiben Sie mit Ihrem Vornamen und der Stadt, in der Sie
leben. Diese Information wird dann veröffentlicht.

FRAGE:

Hallo Herr Heibel,

gerne würde ich auch mal meine fünf größten Aktienpositionen
genauer unter die Lupe nehmen lassen:


Logitech Intl., UBS, ABB, Ebay, HeidelbergCement
(LOGN, UBSN, ABBN, EBAY, HEI)

Besten Dank und freundliche Grüße, Roland aus Zollikofen


ANTWORT:

Gerne schaue ich mir Ihre fünf Werte einmal näher an.


LOGITECH

Maus, Tastatur, Kopfhörer und Lautsprecher ... ob man damit
heute noch einen Reibach machen kann, das wage ich zu
bezweifeln. Logitech war sicherlich vor einigen Jahren
innovativ mit besonderen Ein- und Ausgabegeräten, doch in der
Post-PC-Ära fehlt Logitech noch das richtige Produkt. Zudem hat
das Management im vergangenen Jahr die Analysten verprellt,
indem eine verheerende Geschäftsentwicklung in der ersten
Jahreshälfte nicht rechtzeitig kommuniziert wurde. Das kratzt
an der Vertrauenswürdigkeit des Managements, und Analysten
bleiben nunmehr lieber in der Beobachterstellung.

Man wolle nun mit einer Konferenz-Software für Smartphones
wieder neue Märkte erschließen (also investieren) und
gleichzeitig die Profitabilität erhöhen (also weniger Geld
ausgeben), hat das Management auf der letzten
Analystenkonferenz versprochen. Für mich widersprechen sich
diese beiden Aussagen, und ich würde skeptisch bleiben.

Rückläufiges Geschäft, ein KGV von 30 und nichts weiter als
vollmundige Versprechungen eines Managements, das an
Glaubwürdigkeit verloren hat, da würde ich die Finger von
dieser Aktie lassen.


UBS

Betrugsfälle im Investmentbanking, dennoch hohe Profitabilität
im Investmentbanking; ich glaube, bei der UBS wird noch einiges
restrukturiert werden, bevor das Unternehmen wieder einen
nachhaltigen Wachstumspfad beschreiten kann. Aus dieser
Perspektive ist es bei der UBS für mich noch zu früh, um auf
eine Gegenbewegung zum Ausverkauf der vergangenen Monate zu
setzen. Aktuell notiert das Unternehmen auf einem Kurs/Buch-
Verhältnis von 0,9, da gibt es andere Bankaktien, die
wesentlich mehr Aufholpotential haben.


ABB

Der Wettbewerber von Siemens stellt sich in meinen Augen besser
an als unser deutsches Vorzeigeunternehmen. ABB verfügt über
dicke Liquiditätsreserven (2,6 Mrd. Franken Nettoliquidität),
bietet eine Dividendenrendite von 3,6% und steigert seinen
Umsatz um voraussichtlich 8%. Da ist das KGV von 13 angemessen.
Als Dividendentitel mit der Wachstumsphantasie in den
Schwellenländern hat ABB einen Platz in einem gut
diversifizierten Portfolio.


EBAY

Ebay hat sich schon längst weg vom Auktionshaus entwickelt hin
zu einem Wettbewerber von Amazon im Bereich des Online-Handels.
Doch Ebay kann Amazon nicht das Wasser reichen, die
Abwicklungszentren von Amazon sorgen für Lieferzeiten, von
denen Ebay-Kunden nur träumen können. Doch Ebay verfügt über
einen weiteren Jocker: Paypal. Die Online-Zahlungsmethode ist
zum Quasi-Standard für Internet-Zahlungen geworden, und Ebay
testet inzwischen Einsatzmöglichkeiten in der "Offline-Welt".
Ebay als Zahlungsabwicklungsunternehmen hat noch eine Menge
Wachstumspotential vor sich, ich halte das Bewertungsniveau
daher inzwischen wieder für günstig. Das KGV von 15 ist zu
niedrig für das Umsatzwachstum von 17% p.a.


HEIDELBERGCEMENT

Der milde Winter sowie Erträge im CO2-Handel haben geholfen,
die negativen Effekte der hohen Rohstoffpreise zu kompensieren.
HeidelbergCement verfügt über ein stabiles Geschäft und Schritt
für Schritt auch wieder über eine stabile Bilanz. Die hohe
Verschuldung, die durch die Übernahme des britischen
Wettbewerbers kurz vor dem Crash 2007 / 2008 angehäuft wurde,
wird inzwischen kontinuierlich abgetragen, und so gerät das
Unternehmen immer mehr in den Fokus der Anleger.

Eine Dividendenrendite von 1,5% und ein KGV von 13 sind nicht
besonders attraktiv für ein Unternehmen, das mit 5% p.a.
wächst, doch das Unternehmen ist hochprofitabel und verfügt
inzwischen über ausreichend Cashflow, um seine Schulden
abzutragen. So, wie die Schulden abgetragen werden, so wird
auch die Profitabilität steigen, denn die Zinslast verringert
sich. Übermäßig viel Kurspotential sehe ich bei der Aktie
nicht. Wir haben lieber eine Anleihe des Unternehmens im
Portfolio, da dort der Kurs vor dem Hintergrund der Gesundung
der Bilanz überproportional steigt.


KORRELATIONSMATRIX

Kfr. LTEC UBRA ABJ EBA HEI
LTEC 1,00 -0,04 0,10 -0,11 0,08
UBRA -0,04 1,00 0,42 -0,02 0,26
ABJ 0,10 0,42 1,00 0,24 0,48
EBA -0,11 -0,02 0,24 1,00 0,18
HEI 0,08 0,26 0,48 0,18 1,00

Aus Branchensicht sind Sie gut diversifiziert: Finanzen (UBS),
Bauindustrie (HeidelCement), Industrie (ABB) und Tech (Logitec,
Ebay) überschneiden sich nicht, da Logitec und Ebay nichts
miteinander zu tun haben. Auch aus regionaler Sicht sind Sie
gut aufgestellt: Als Schweizer haben Sie zwei Schweizer Titel
(ABB, UBS), zwei US-Titel (Logitec, Ebay) und einen EU-Titel
(HeidelCement). Über ABB haben Sie sogar Zugang zum Wachstum
der Schwellenländer. Und auch aus Sicht von Chance / Risiko
finde ich Ihre Mischung durchaus gelungen. Logitec ist ein
Unternehmen, das mit dem Rücken zur Wand steht und die Chance
auf einen Turnaround hat. UBS ist eine Bank mit (leider sehr
wenig) Aufholpotential. ABB, Ebay und HeidelbergCement verfügen
über ein stabiles Geschäft.

Grundsätzlich also eine gelungene Mischung, die meine Kritik an
den Einzeltiteln relativiert :-)

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05. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: UNITED INTERNET & AAREAL BANK
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TEURES WACHSTUM BEI UNITED INTERNET

Mit Web.de, GMX und 1&1 ist der Markt abgegrast. Weiteres
Wachstum muss sich United Internet teuer erkaufen, bspw. durch
DE-Mail, durch Cloud-Dienste oder auch durch neue Länder wie
Italien. Anlegern gefällt dise Expansion nicht.

Der Betreiber von Web.de, GMX und 1&1 hat heute seine
vorläufigen Zahlen für 2011 vorgelegt. Während das
Umsatzwachstum mit +9,8% über den Erwartungen der Analysten lag
blieb unterm Strich weniger hängen, als erwartet. Das EBIT ist
im Jahr 2011 nur um 1,7% gewachsen und auch für das Jahr 2012
stellt das Management nur ein sehr geringes EBIT-Wachstum in
Aussicht.

United Internet ist ein Wachstumsunternehmen und muss kräftig
investieren, um die erwarteten Wachstumszahlen zu erreichen.
15% Umsatzwachstum möchte man im Jahr 2012 erreichen. Dafür
expandiert man nach Italien, trommelt die Werbetrommel für die
kostenpflichtige „DE-Mail“ und taucht in die scheinbar
unbegrenzten Möglichkeiten der Cloud ein. Erst für 2013 wird
wieder ein nennenswerter Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt:
1,10 Euro sollen es dann sein.

Für 2012 fehlt also der Katalysator für die Aktie. Auch das
Neugeschäft wird den Unternehmensprognosen zufolge auf dem
aktuellen Niveau verbleiben, 900.000 Neuverträge hat man 2011
abgeschlossen und so viele sollen es 2012 auch wieder werden.
Dabei verschiebt sich das Geschäft derzeit vom margenstarken
Anwendungsgeschäft (Portal, Hosting) hin zum margenschwachen
Zugangsgeschäft (Breitband-Internetzugang, mobiles Internet).
Das Umsatzwachstum wird also qualitativ nicht mehr so
hochwertig sein, wie derzeit.

Auf Basis der vorläufigen Zahlen für 2011 ergibt sich ein KGV
von 17. Die Dividendenrendite von 2% bleibt unverändert. Die
Aktie dürfte im laufenden Jahr eher in einer Warteposition
verharren, denn ich würde zunächst abwarten, wie sich die
Investitionen in Italien, ins DE-Mail und in die Cloud-Dienste
auszahlen. Bevor an diesen Fronten mehr Transparenz besteht
würde ich die Aktie nicht kaufen.

Auf der anderen Seite kann ich mir durchaus vorstellen, dass
der Kurs nochmals unter Druck gerät, wenn die Analysten die
Verschiebung des Geschäfts hin zu den margenschwächeren
Angeboten in ihre Modelle einarbeiten. Da ist dann ein KGV von
17 schon recht ambitioniert.

Also: Derzeit bietet United Internet weder eine attraktive
Dividendenrendite, noch steht das Geschäft kurz vor dem Sprung
in neue Ergebnissphären. Ich würde abwarten. Derzeit würde ich
andere Aktien vorziehen.


AAREAL BANK MIT KONSERVATIVEM AUSBLICK FÜR 2012

Ende Februar hatte die Aareal Bank vorläufige Zahlen für 2011
vorgelegt und einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2012
gegeben. Während die Zahlen für 2011 über den Erwartungen der
Analysten lagen, werde es schwer sein, so das Management, auch
2012 erneut so gut abzuschneiden.

Die Aareal Bank wolle ihren Liquiditätspuffer erhöhen. Ein
Wunsch, der nach den Finanzkrisen nur zu verständlich
erscheint. Überschüssiges Kapital steht also nicht mehr voll
dem normalen Tagesgeschäft zur Verfügung, denn zunächst werden
die Sicherheitsbedürfnisse der Bank befriedigt. Doch
gleichzeitig dürfte das der EZB nicht so gut gefallen, denn die
Zurückhaltung bei den Banken bedeutet, dass weniger Kredite
ausgegeben werden. Und das wiederum bremst das
Wirtschaftswachstum.

Nicht nur das, es bremst auch die Möglichkeiten der Aareal
Bank, Gewerbeimmobilien zu finanzieren und somit mehr Geschäft
zu machen. Der Wunsch nach einer stählernen Bilanz
beeinträchtigt die Wirtschaft und das Unternehmenswachstum.

So ist die Liquiditätsspritze (LTRO I & II) eine Notwendigkeit,
um die Banken wieder zu mehr Geschäft zu bewegen. Die günstige
Refinanzierungsmöglichkeit auf drei Jahre wird von den Banken
nicht „benötigt“, aber gern genommen, um eben das Geschäft
auszubauen, nachdem der Liquiditätspuffer ja schon durch andere
Mittel aufgefüllt wurde. Die Unternehmensprognose der Aareal
Bank ist also extrem konservativ. Sie hat sich jedoch eine
Milliarde Euro bei der EZB geliehen, und diese Milliarde dürfte
in der Unternehmensprognose von Ende Februar noch nicht
enthalten sein. Hier erwarte ich eine kleine positive
Überraschung zum Jahresende.

Ist es also nun an der Zeit, Bankaktien zu kaufen? Wir haben
letzte Woche gesehen, was mit den Banken passieren kann, wenn
ein Gerücht die Runde macht: Unfundierte Interpretationen zur
griechischen Umschuldung haben die Börse und insbesondere die
Bankaktien unter Druck gesetzt. Das kann jederzeit wieder
passieren, und besonders die Finanz- und Bankaktien werden
unter solchen Gerüchten leiden. Wer also Aareal Bank Aktien
kaufen möchte, der braucht gute Nerven.

Auf der anderen Seite notiert die Aareal Bank auf etwa ihrem
halben Buchwert. Das Bewertungsniveau ist also viel zu niedrig,
wenn man den klassischen Bewertungsansatz für Banken
heranzieht. Wenn die Euro-Schuldenkrise also tatsächlich einmal
von den Titelseiten verschwindet, könnte die Aareal Bank eine
Neubewertung erfahren, was einen deutlich höheren Kurse zur
Folge hätte.

Von einem normalen Geschäft und damit einem berechenbaren
Wachstum ist die Bank noch weit entfernt. Wer diese Aktien
kauft, der setzt auf eine Gegenbewegung nach den vielen
Finanzkrisen der vergangenen Jahre. Wann diese Gegenbewegung
kommt, kann ich nicht sagen. Anleger werden viel Geduld und
sehr gute Nerven brauchen. In meinen Augen könnte der richtige
Zeitpunkt für eine solche Spekulation bald kommen, ich bleibe
am Ball.

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06. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner
Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie
aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten
Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im
Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
Unter „2012“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn
bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am
Gesamtdepot.

Unter i steht zur Information meine Grundtendenz:
K – bei Gelegenheit Kaufen,
NK - Nachkaufen
H - Halten,
V - bei Gelegenheit Verkaufen,
TV – Teilverkauf, also nicht die ganze Position
VL – Verkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
SL – Stopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses
sollte verkauft werden
TS – Trailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich
nachgezogen wird

Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann
kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „i“ insbesondere für neue Kunden
vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob
ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise
darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich
jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach
kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen
und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten
aufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken
verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der
Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der
entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll,
allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text
bekanntgeben.

Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des
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dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen
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nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte
un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf
setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn
belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für
Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber
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beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum
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Quellen:
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proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind
Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges
vermerkt ist.
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Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance,
TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

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