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Amazon - Aktuelle Aktien News und Hintergrundinfos

Hier gibt es aktuelle News und Hintergrundinfos zum Kurs sowie Investmentideen zur Amazon Aktie.

Die Updates enthalten relevante und konzentrierte Informationen zur Amazon Aktie, einer möglichen Prognose bzw. Kursziel für den Aktienkurs, Charts sowie eine Einschätzung für unser Heibel-Ticker Portfolio, die Aktie zu kaufen oder nicht.

In unseren Informationen zu den einzelnen Positionen führen wir immer die jeweilige ISIN bzw. WKN der Aktie auf, geben eine aktuelle Bewertung für zu erwartende Entwicklungen ab und fokussieren uns auf eine faktenbasierte Analyse. Ebenso berichten wir über die zu erwartende Dividende und unsere Erfahrungen mit dem Unternehmen der Aktie. Zusätzlich zu Informationen über die Quartalsergebnisse erhalten Sie prägnante Auswertungen der Analysten-Calls.

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Ich mache weiter: Unsere Amazon-Position notiert noch bei +5%, ich möchte nicht zuschauen, wie daraus ein Minus wird. Sollte es nun zum offenen Schlagabtausch in Zoll-Fragen kommen, ist Amazon sicherlich eines der stärker betroffenen Unternehmen, ...

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Leserfrage vom 3. Januar 2026:
Sehr geehrter Herr Heibel,

wie schätzen Sie Temu und Shein ein, als Wettbewerber zu Amazon? In den USA wurden die chinesischen Handelsplattformen quasi aus dem Rennen genommen, aber für den "Rest ...

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Die KI-Blase, die es meiner Ansicht ausschließlich bei Oracle, OpenAI und Softbank gab, platzt gerade. Die anderen KI-Unternehmen werden mit nach unten gezogen, Anleger positionieren sich in Industrieaktien und Dividendentiteln. Ich gehe nicht davon aus, dass wir eine Marktphase vor uns haben, die mit dem Platzen der Internetblase, die von März 2000 bis März 2003 dauerte, zu vergleichen ist. Vielmehr müssen nur einzelne Marktteilnehmer diszipliniert werden.

Gestern verkündete Amazon plötzlich, man werde 10 Mrd. USD in OpenAI investieren und OpenAI werden den von Amazon entwickelten KI-Chip Trainium für 10 Mrd. USD einkaufen. Sofort zirkulierten wieder die Vorwürfe des "Circular Investing", der Zirkelinvestitionen. Amazon hat zu viele Trainium-Chips und gibt nun OpenAI, die händeringend Rechenkapazität aufbauen müssen, 10 Mrd. USD, damit OpenAI die Trainium-Chips kauft. Im Schwabenländle würde man sagen, das hat ein Geschmäckle.

Erinnerungen an die Nvidia-Investition in OpenAI kommen hoch: Mit 100 Mrd. USD möchte sich Nvidia an OpenAI beteiligen. OpenAI werde Nvidia-Chips im Wert von 100 Mrd. USD kaufen. So lautete die Meldung vor zwei Monaten. Anlässlich der gestrigen Vorgänge fragte man bei Nvidia nach. CFO Colette Kress teilte mit, dass die Transaktion bis heute noch nicht vollzogen sei.

Dann ist da noch die Transaktion zwischen Disney und OpenAI: vor einer Woche verkündete Disneys CEO Bob Iger, 1 Mrd. USD in OpenAI zu investieren. Im Gegenzug werde OpenAIs Video-KI Sora die Disney-Charaktere anbieten. Ich habe das nicht ganz verstanden: Warum zahl Disney an OpenAI? Wäre es nicht viel einleuchtender, wenn OpenAI dafür zahlt, die Disney-Charaktere nutzen zu dürfen?

Nun ja, OpenAI sammelt also Kapital ein, um die angekündigten Investitionen stemmen zu können. Gleichzeitig schwenkt der Appetit der Anleger weg von den KI-Modellen für Privatkunden (B2C) und hin zu industriellen Angeboten (B2B). Ich sehe OpenAI sehr skeptisch.

Und gerade OpenAI zwingt Meta zu hohen Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur, damit OpenAI nicht etwa in den Bereich der Social eindringt. Und OpenAI zwingt auch Amazon und Alphabet zu hohen Investitionen, damit OpenAI nicht plötzlich Business-Anwendungen und Cloud-Angebote in Konkurrenz zu den beiden Marktführern in Stellung bringt. Und auch Microsoft, Partner von OpenAI, investiert, um die Abhängigkeit von OpenAI zu mindern.

Der wichtige Unterschied: Im Gegensatz zu OpenAI verfügen die anderen Hyperscaler über ausreichend Cash, um ihre Investitionen zu stemmen. Dennoch brechen deren Aktien derzeit ebenfalls ein, weil Anleger befürchten, dass sie "überinvestieren". Es wird zu viel KI-Infrastruktur aufgebaut, die später vielleicht gar nicht benötigt wird - einfach nur, um OpenAI zu zeigen, dass es keinen Sinn hat, in diesem oder jenen Bereich überhaupt daran zu denken, in den Wettbewerb einzusteigen.

Oracle, der Auftragnehmer von OpenAI, setzte vor einigen Wochen ein versteinertes Lächeln auf: Natürlich wird man all das bauen, was OpenAI in Auftrag gegeben hat. Und falls OpenAI zwischenzeitlich auf der Strecke bleiben sollte, dann wird es genügend andere geben, die sich über diese Rechenleistung freuen.

Das mag sein. Aber die Finanzierung bei Oracle wird stark angezweifelt. Die Oracle-CDSs, also die Ausfallversicherungen für Oracle-Unternehmensanleihen, schießen seit Wochen in die Höhe. Ich denke, dass kann nicht gut ausgehen.

Oder anders ausgedrückt: Wir haben hier ein stichfestes Ereignis in der Zukunft, das den Boden dieser Korrektur beschreiben wird: Wenn Oracle und/oder OpenAI die Investitionspläne zusammenstreichen, wenn die Hyperscaler ihre Investitionsabsichten auf ein vernünftiges Maß stutzen, dann werden gerade die Aktien der Hyperscaler wieder in die Höhe schießen. Die Hyperscaler haben das Geld. Die Aktien fallen derzeit, weil man fürchtet, dass sie sich übernehmen. Anzeichen der Vernunft werden Anleger sofort wieder zu diesen Aktien ziehen, denn die Bewertungen sind wirklich günstig.

Gestern Abend veröffentliche Micron Quartalszahlen, die über den Erwartungen lagen. Der Ausblick wurde angehoben, die Börse jubelt. Heute erleben wir eine Erholungsrallye. Ich habe dieses Update mit "die falsche Erholungsrallye" betitelt. Falsch, weil die Zahlen von Micron zeigen, dass die Nachfrage nach deren Speicherlösungen noch immer viel zu hoch ist. Micron und seine Wettbewerber haben von Anfang an den Wahnsinn nicht mitgemacht, die Fertigungskapazitäten massiv auszubauen. Das hätte einen ruinösen Wettbewerb zwischen den wenigen Anbietern von Speichern ausgelöst. Vielmehr hat man diszipliniert das Angebot beliefert und Wartelisten angelegt.

Die Preise für Speicher springen in die Höhe, weil die Nachfrage in den Himmel gewachsen war. Ich weiß nicht, ob das bereits das richtige Signal ist, dass den Boden der Korrektur beschreibt. Na, hoffen dürfen wir. Vielleicht folgen ja noch vor Weihnachten weitere Meldungen, die in meine oben aufgezeigte Entwicklung passen (Investitionskürzungen). Aber die guten Q-Zahlen von Micron allein dürften nur für ein kurzes Strohfeuer ausreichen.

Zeithorizont? Na, ich habe den Eindruck, dass OpenAIs Allerwertester bereits auf Grundeis gegangen ist. Das von mir oben beschriebene Szenario, das einen Boden dieser Korrektur auslösen dürfte, kann nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das heißt: Tage oder maximal wenige Wochen ... hoffentlich.

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Nachdem Google mit seinen eigenentwickelten KI-TPUs Furore machte, zog Amazon diese Woche in Las Vegas nach. Ein einer zweistündigen Keynote, die ich mir gerade angeschaut habe, stellte Matt Garman, Chef der Cloudsparte AWS, seinen neuen KI-Chip Trainium3 vor.

Trainium3 ist die kostengünstige Antwort Amazons auf die Nvidia KI-GPUs, um für AWS-Kunden Trainings- und Inferenzkosten zu senken. Garman räumte ein, dass der Name "Trainium" irreführend sei, da dieser KI-Chip nicht nur KI-Modelle trainieren, sondern auch für das Inferencing (Betrieb der KI-Modelle) genutzt werden kann. Parallel dazu positioniert sich Amazon mit „AWS Factories“ als Komplettanbieter: Schlüsselfertige Serverschränke, in denen Trainium-Beschleuniger und Nvidia-GPUs gemeinsam laufen, wahlweise in der AWS-Cloud oder direkt im Rechenzentrum des Kunden. Damit schlägt AWS zwei Fliegen mit einer Klappe: Kosten- und Versorgungssicherheit über eigene Chips einerseits, Zugang zum vollen Nvidia-Ökosystem andererseits.

In den vergangenen Quartalen hatten Anleger Sorge, AWS könne beim Wachstum gegenüber Microsofts Azure und Googles Cloud ins Hintertreffen geraten. Wir haben die Aktie aufgrund dieser in meinen Augen nicht gerechtfertigten Zweifel ins Portfolio geholt. Inzwischen beschleunigte sich das AWS-Umsatzwachstum wieder auf 20%. Zudem investiert Amazon voll in den Ausbau der Rechenleistung und stellt eine Verdoppelung bis 2027 in Aussicht. Das Problem sei, so Matt Garman, nicht die Nachfrage, sondern das Angebot.

Analysten schätzen, dass die geplante Kapazität bis 2027 theoretisch bis zu 150 Mrd. USD zusätzlichen jährlichen AWS-Umsatz ermöglichen könnte, falls die KI-Nachfrage anhält. Trainium3 ist bei diesem Wachstum nicht der Star der Show, der Nvidia Konkurrenz machen soll, sondern ein Hilfsmittel, mit dem Amazon das Nadelöhr – verfügbare und bezahlbare Rechenleistung – aufweitet.

Der Wettbewerb im KI-Infrastrukturmarkt verschärft sich. Auch Microsoft drückt mit den hauseigenen Maia-Chips aufs Tempo, kämpft aber mit Verzögerungen, während Google seine TPU-Plattform für die Gemini-Modelle hochfährt. Strategisch betrachtet gefällt mir Amazon am besten. Google kämpft mit OpenAI um das B2C-Geschäft, während Microsoft im B2B-Geschäft die starke Abhängigkeit von OpenAI und Nvidia noch nicht ausreichend umschiffen kann. Amazon ist mit der AWS stark im B2B-Geschäft, was viel lukrativer ist als das B2C-Geschäft.

Darüber hinaus begeistern mich die neuen Angebote: In der AWS, so das Versprechen, kann man nicht nur auf Basis der von Amazon zur Verfügung gestellten KI-Modelle eine eigene Unternehmens-KI laufen lassen, die unternehmensspezifische Daten berücksichtigt, sonder man kann sogar KI-Modelle mit den unternehmenseigenen Daten trainieren. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, der auf der Erkenntnis beruht, dass es künftig unendlich viele individuelle KI-Modelle geben wird.

Die Suche nach der allumfassenden KI wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin muss man dafür Sorgen, dass KI-Modelle auf unternehmensspezifische Anforderungen Rücksicht nehmen. Das tut man heute, in dem man einem fertigen KI-Modell Unternehmensdaten zum Verfeinern zur Verfügung stellt. Doch das Lernen auf Basis eines fertigen KI-Modells ist schwergängiger, als wenn man diese Daten schon frühzeitig beim trainieren des Modells hinzugibt. Kinder lernen eine neue Sprache wesentlich schneller als fertig ausgebildete Erwachsene ;-)

Dies ist ein weiterer KI-Bereich, der von Vielen noch nicht ausreichend wertgeschätzt wird. In den Köpfen vieler Anleger geht es derzeit nur um das Wettrennen der ChatGPTs und Gemini um die beste Interaktion mit Konsumenten. Privat ist ein Preis von 20€ pro Monat vermutlich auch eine Schwelle, die lange Bestand haben wird. Doch Unternehmen werden für individuelle KI-Modelle deutlich andere Beträge locker machen.

Das EV/EBITDA von aktuell 15 ist in meinen Augen viel zu günstig für 12% Umsatzwachstum und ein erwartetes überproportionales Gewinnwachstum von +20% p.a. in den kommenden drei Jahren. Der hohe freie Cashflow von Amazon ermöglicht auch weiterhin hohe Investitionen in die KI-Infrastruktur. Vielleicht führt ja diese Präsentation einigen Anlegern die gute Position Amazons vor Augen. Bislang läuft die Aktie nach wie vor seitwärts.

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Die Aktie von Amazon notiert heute wieder auf dem Niveau, das sie vor einem Jahr bereits erklommen hatte. Seither sprang der Gewinn jedoch um 38% an, das EV/EBITDA sackte auf nunmehr 14. Ich habe den Börsengang von Amazon vor der Jahrtausendwende bereits eng verfolgt und gelernt, dass es dieses Unternehmen nur sehr selten auf einem günstigem Bewertungsniveau gibt. Natürlich gibt es Gründe für die günstige Bewertung, doch Skeptiker wurden bislang stets von der kreativen Dynamik dieses Konzerns überrascht.

Aktuell lautet die Kritik der Skeptiker, Amazon habe nicht genug in Nvidia-GPUs investiert, sondern sich mit der Eigenentwicklung von KI-GPUs verrannt. Während die Cloud der Wettbewerber, wie Azure von Microsoft oder Google Drive von Alphabet, Wachstumsraten von über 30% verzeichnet, hinkt die AWS von Amazon mit einem Wachstum von unter 20% hinterher.

Vor wenigen Wochen veröffentliche Amazon Q-Zahlen, aus denen klar abzulesen war, dass diese Skepsis unberechtigt ist. Das Wachstum in der AWS zieht wieder an. Tatsächlich fokussierte sich Amazon zu lange auf die Eigenentwicklung, doch inzwischen wird der Rückstand durch das Hochfahren der Investitionen aktiv adressiert. Im laufenden Jahr wurden 100 Mrd. USD in die KI investiert, ein Großteil davon fließt inzwischen zu Nvidia, mit deren KI-GPUs die DGX Cloud von Nvidia auf der AWS betrieben wird.

Anthropic, das neben OpenAI letzte unabhängige KI-Unternehmen, steht zur engen Partnerschaft mit Amazon. Mit eigenentwickelten Chips macht sich Amazon langfristig unabhängig von Nvidia. Die KI-GPU Inferentia könnte schon bald im vergleichsweise anspruchslosen Inferencing, also dem Beantworten von Fragen auf Basis einen bestehenden Ki-Modells, eingesetzt werden. Die KI-GPU Trainium, mit der neue KI-Modelle trainiert werden sollen, wird wohl noch lange nicht zu den Leistungsdaten der Nvidia-Chips aufschließen können. Doch auch dafür gibt es heute schon Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der kleineren KI-Modelle, die speziell für überschaubare Anwendungen trainiert werden.

Einmal mehr schockiert Amazon seine Anleger durch gigantische Investitionssummen. Einmal mehr fürchten Skeptiker das Ende der Amazon-Erfolgsserie. Doch wer Nvidia-CEO Jensen Huang vorgestern im Analystencall gehört hat, dem wurde einmal mehr bewußt gemacht, das wir noch auf absehbare Zeit die verfügbare Rechenleistung den attraktivsten Anwendungen zuweisen werden. Der Bedarf an KI-Modellentwicklungen übersteigt das Angebot der Rechenleistung noch immer um ein Vielfaches. Besser noch: Der Bedarf wächst mit der Verfügbarkeit der Rechenleistung weiterhin überproportional, da immer neue Bereiche erobert werden: Sprachmodelle, Bildverarbeitung, Videos, Industrie-Modelle unter Verwendung der Physik, selbstlernende und sich selbst optimierende Modelle, ...

Also, um es kurz zu machen: Amazon auf einem EV/EBITDA von 14 ist ein Schnäppchen. Mag sein, dass der laufende Ausverkauf noch tiefere Kurse erzeugt. Immerhin haben wir einen sich selbst verstärkenden Ausverkauf, da viele spekulative Positionen der vergangenen Monate auf Kredit finanziert waren und nun um so schneller aufgelöst werden müssen, je tiefer die Kurse fallen. Doch ich habe gelernt, in den Ausverkauf hinein zu kaufen. Man weiß nie, wann der Ausverkauf endet.

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Aus dem Heibel-Ticker #18/2025 Kapitel 2:

Unter den Tech-Giganten sticht Amazon als Allrounder im E-Commerce hervor. Amazons Quartalsumsatz kletterte um 9% auf 155,7 Mrd. USD. Der Online-Handel wuchs solide, und die Cloud-Sparte AWS legte sogar um 17% zu. Besonders beeindruckend war der Gewinnsprung – der Nettogewinn schoss von 10,4 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf 17,1 Mrd. US-Dollar hoch, ein Plus von rund 64%. Diese enorme Steigerung resultierte aus der strikten Kostendisziplin, die Amazon immer genau dann an den Tag legt, wenn die See rauer wird. Anleger sind eigentlich immer unzufrieden mit der niedrigen Gewinnmarge bei Amazon, weil der Konzern "zu viel investiert". Doch periodisch, alle 3-4 Jahre, zeigt Amazon dann überraschend, wie profitabel das Geschäft sein kann, wenn man die Investitionen auf das nötigste beschränkt. Für das zweite Quartal rechnet das Management mit einer Umsatzzunahme von nur 5–9%, was auf eine mögliche Konjunkturabkühlung hindeutet. Vorstandschef Andy Jassy verwies in der Telefonkonferenz auf Unsicherheiten bei den Verbraucherausgaben, unter anderem wegen der US-Zollpolitik. Amazon und seine Händler reagierten darauf, indem sie Lagerbestände vorgezogener Importe aufbauten, um Kunden weiterhin günstige Preise bieten zu können. Das hat kurzfristig geholfen. Dank seiner Größe und Effizienz dürfte Amazon mit der Situation besser zurechtkommen als kleinere Händler. Die Kernfrage wird sein, wie sich mögliche zollbedingte Preissteigerungen auf die Kauflaune auswirken.

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Amazon präsentierte für das dritten Quartal 2024 starke Zahlen, die in vielen Bereichen über den Erwartungen lagen. Der Umsatz stieg um 11% auf 158,88 Milliarden Dollar, womit die Erwartungen von 157,2 Milliarden Dollar übertroffen wurden. Auch der Gewinn pro Aktie übertraf mit 1,43 Dollar die Schätzungen deutlich. Das operative Ergebnis wuchs um 56% auf 17,41 Milliarden Dollar. Besonders bemerkenswert war die Entwicklung in Amazons Cloud-Sparte AWS und dem Werbegeschäft, die beide weiterhin hohe Margen und starke Einnahmen verzeichnen konnten.

AWS (Amazon Web Services) spielte erneut eine Schlüsselrolle für Amazons Erfolg. Während die Umsätze mit einem konstanten Wachstum von 19% den Erwartungen entsprachen, stieg die operative Marge in diesem Segment auf beeindruckende 38%. AWS ist nicht nur ein stabiler Umsatzträger, sondern auch das Zentrum von Amazons KI-Initiativen, die mittlerweile eine Milliardensparte bilden und dreimal schneller wachsen als die AWS selbst in ihrer Anfangszeit. CEO Andy Jassy betonte, dass die Nachfrage nach Cloud-Diensten so hoch sei, dass Amazon noch mehr Kapazitäten nutzen könnte, um die Nachfrage vollständig zu decken (= Nachfrage nach Nvidia-GPUs).

Auch das Kerngeschäft im E-Commerce zeigte sich stark. Amazon verzeichnete ein Umsatzwachstum in den Bereichen Online-Shops, Abonnementdienste und Werbedienste mit einem Anstieg um 7%, 11% und 19%. Die Betriebsmarge in Nordamerika stieg auf fast 6%, was auf Maßnahmen zur Kostensenkung zurückzuführen ist. Amazon setzt verstärkt auf lokale Lager für eine schnellere und günstigere Same-Day-Lieferung und investiert in Automatisierungstechnologien, um den gesamten Logistikprozess weiter zu optimieren.

International läuft das Geschäft ebenfalls erfolgreich und zeigt in allen Quartalen dieses Jahres positive Margen. Insbesondere etablierte Märkte wie Großbritannien und Deutschland tragen zu dieser Stabilität bei. Verbesserungen in der Logistik und ein effizienterer Betrieb in den Verteilzentren trugen ebenfalls zur Profitabilität bei, unterstützt durch steigende Werbeeinnahmen. Amazons Werbegeschäft ist inzwischen ein wachstumsstarker und margenstarker Bereich.

Für die Zukunft plant Amazon hohe Investitionen, vor allem in die KI-Dienste und seine Infrastruktur. Die Kapitalkosten beliefen sich im dritten Quartal auf 21,4 Milliarden Dollar, und das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr Ausgaben in Höhe von 75 Milliarden Dollar. Damit setzt Amazon auf den Ausbau von KI-Kapazitäten und die Verbesserung der Fulfillment- und Transportinfrastruktur, um zukünftige Wachstumschancen zu maximieren. Die Prognose für das vierte Quartal sieht einen Umsatz von bis zu 188,5 Milliarden Dollar und ein operatives Ergebnis von bis zu 20 Milliarden Dollar vor, womit Amazon optimistisch in die wichtige Weihnachtssaison startet.

Amazon investiert massiv in sein Satellitenprojekt „Project Kuiper”, das ab 2025 weltweiten Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet bieten soll. Die Investitionen belasten jedoch ebenfalls aktuell das operative Ergebnis. Das Unternehmen betont jedoch die langfristigen Chancen des Projekts. Ich sehe das auch als chancenreich, Elon Musk mit Starlink ist das Vorbild dieses Projekts.

Das Kuiper-Projekt ist auf dem Weg, Amazon in die Liga von Marktführern wie Starlink zu bringen. Nach dem erfolgreichen Start der ersten Prototypen im Oktober 2023 ist geplant, den Satellitennetzwerkaufbau ab 2025 voranzutreiben, um ein kommerzielles Angebot zu starten. Amazon hat von der US-Aufsichtsbehörde FCC die Erlaubnis erhalten, 3.236 Satelliten zu betreiben und muss bis 2026 die Hälfte davon im Einsatz haben. Analysten erwarten für Kuiper bis zu 5 Mrd. USD Verluste bis 2025.

Satelliteninternet hat hohe Eintrittsbarrieren und bietet zugleich große Chancen: Starlink, das Satellitenprojekt von Elon Musks SpaceX, generiert geschätzt 6,6 Mrd. USD Umsatz mit einer EBITDA-Marge von etwa 50%. Amazon könnte eine ähnliche Profitabilität erreichen, wenn Kuiper auf das Marktniveau von Starlink kommt. Potenziell könnte Kuiper, ähnlich wie AWS, zu einer Kernsäule von Amazons Geschäftsmodell werden.

Analysten sehen erhebliche Synergien für Kuiper innerhalb des Amazon-Ökosystems, zum Beispiel durch Verknüpfungen mit AWS oder Bundles mit Prime. Schon eine geringe Kundenpenetration könnte hohe Einnahmen generieren: Würden nur 1% der Prime-Mitglieder Kuiper abonnieren, könnte das 750 Mio. USD Umsatz pro Jahr bedeuten. Langfristig bleibt Kuiper ein riskantes, aber potenziell äußerst lukratives Investment, das Amazons Technologieimperium weiter ausbauen könnte.

Meine Einschätzung: Amazon investiert derzeit jeden verfügbaren Dollar in den Ausbau der KI-Infrastruktur, in Kuiper, in den Ausbau der Logistik-Infrastruktur und drückt damit die Gewinnmarge. Das EV/EBITDA 2025e von 15 sieht hoch aus, wenn Sie sich das erwartete Gewinnwachstum von nur 3% vor Augen führen. Doch genau dafür ist Amazon bekannt: Das Unternehmen ist immer wieder hohe Wetten auf künftige Entwicklungen eingegangen, um dann später die Lorbeeren zu ernten. Durchschnittlich lag das EV/EBITDA in den vergangenen 10 Jahren bei 21. Ich halte das aktuelle Kursniveau auch nach dem heutigen Kurssprung um 7% für günstig.

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