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Dell - Aktuelle Aktien News und Hintergrundinfos

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Hier gibt es aktuelle News und Hintergrundinfos zum Kurs sowie Investmentideen zur Dell Aktie.

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In unseren Informationen zu den einzelnen Positionen führen wir immer die jeweilige ISIN bzw. WKN der Aktie auf, geben eine aktuelle Bewertung für zu erwartende Entwicklungen ab und fokussieren uns auf eine faktenbasierte Analyse. Ebenso berichten wir über die zu erwartende Dividende und unsere Erfahrungen mit dem Unternehmen der Aktie. Zusätzlich zu Informationen über die Quartalsergebnisse erhalten Sie prägnante Auswertungen der Analysten-Calls.

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Dell überraschte mit einer Kombination aus Zahlen, die in dieser Marktphase sämtliche Bedenken vom Tisch fegten. Die großen KI-Infrastrukturprojekte laufen reibungslos, CEO Michael Dell gab einen ungewöhnlich selbstbewussten Ausblick und schnürte ...

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Dell hat mit den Q3-Zahlen eindrucksvoll bewiesen, dass die Transformation vom reinen PC-Hersteller zum essenziellen Infrastruktur-Ausstatter für das KI-Zeitalter in vollem Gange ist. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 11 % auf 27,0 Mrd. USD und liegt damit einen Hauch hinter den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 17 % auf 2,59 USD und liegt damit um 5% über den Erwartungen. Insbesondere die überproportionale Entwicklung der Profitabilität begeistert Analysten, die Aktie klettert heute um 4% nach oben.

Das Herzstück dieser Entwicklung ist die Infrastructure Solutions Group (ISG), deren Umsatz um 24 % auf 14,1 Mrd. USD anstieg, getrieben von einer explosiven Nachfrage nach KI-Servern. Allein im abgelaufenen Quartal verzeichnete Dell hier Auftragseingänge in Rekordhöhe von 12,3 Mrd. USD, was den Auftragsbestand auf beeindruckende 18,4 Mrd. USD anschwellen ließ. Besonders erfreulich für Investoren ist die Tatsache, dass sich die operative Marge in diesem Segment sequenziell auf 12,4 % verbesserte, was die Sorgen zerstreut, Dell würde Marktanteile im KI-Bereich durch ruinöse Preiskämpfe erkaufen.

Der kritische Blick auf die Kostenseite (bzw. Beschaffung) offenbart jedoch Herausforderungen für die kommenden 12 bis 18 Monate, die das Management im Analystencall offen adressierte. Dell sieht sich mit einem beispiellosen Anstieg der Inputkosten konfrontiert, insbesondere bei Speicherchips (DRAM und SSDs, ich berichtete am 18.11. darüber und elektromechanischen Komponenten, da die Nachfrage das Angebot derzeit weit übersteigt. Dies wird kurzfristig Druck auf die Gewinnmargen ausüben, doch Dell verfügt über einen direkten Vertriebskanal, der es ermöglicht, diese Kostensteigerungen schneller als die Konkurrenz an die Kunden weiterzugeben. Für das Geschäftsjahr 2026 (endet bei Dell schon am 31.1.2026) hebt Dell die Unternehmensprognose an und stellt einen Umsatz von 111,7 Mrd. USD (+17 %) und einen Gewinn je Aktie von 9,92 USD (+22 %) in Aussicht, was die Zuversicht unterstreicht, dass die operative Effizienz und der bessere Produktmix die steigenden Materialkosten kompensieren können.

Neben dem KI-Hype darf das klassische PC-Geschäft (Client Solutions Group) nicht vernachlässigt werden, das mit einem Umsatz von 12,5 Mrd. USD (+3 %) erste Anzeichen einer Erholung zeigt. Zwar schwächelt das Consumer-Segment weiterhin (-7 %), doch der für die Margen wichtigere kommerzielle Bereich legte um 5 % zu. Der Haupttreiber für die nächsten Quartale bleibt hier der anstehende, wenn auch bisher schleppende, Zyklus zur Erneuerung der PCs und Laptops im Zuge der Windows 11-Migration (Support für Win 10 lief im Oktober aus, es gibt also keine Sicherheitsupdates mehr, was insbesondere für Unternehmen kritisch ist) sowie die Einführung von KI-fähigen PCs. Da ein Großteil der verwendeten PCs und Laptops veraltet ist, baut sich hier ein natürlicher Nachfragestau auf, der im kommenden Jahr für stabilen Rückenwind sorgen dürfte, auch wenn die allgemeine Marktstimmung im PC-Sektor noch als verhalten optimistisch einzustufen ist.

Fundamental betrachtet ist Dell nach wie vor äußerst attraktiv bewertet. Mit einem geschätzten EV/EBITDA von 10 auf Basis der angehobenen Gewinnprognose und einer soliden Cashflow-Generierung bietet die Aktie ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Allein im Q3 flossen 1,6 Mrd. USD über Rückkäufe und Dividenden an Aktionäre zurück, was einer Quartalsrendite von 1,8% entspricht. Dell hält erfolgreich die Balance zwischen aggressivem Wachstum im KI-Server-Markt (erwartete Auslieferungen von 25 Mrd. USD im FY26) und der Margensicherung im klassischen Hardware-Geschäft.

Eins noch: Diese Woche revolutionierte Googles neue KI-Version von Gemini die KI-Welt, da Gemini ohne Nvidia-Chips entwickelt wurde. Es gibt also nun eine Konkurrenz zu Nvidia-GPUs, so die oberflächliche Wahrnehmung. Meine Sicht ist anders: Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein vielfaches und nun gibt es Alternativen, die die überschießende Nachfrage befriedigen können. Doch weder für Nvidia, noch für Dell, die überwiegend KI-Rechenzentren mit Nvidia-GPUs ausstatten, wird dies in absehbarer Zeit zu einem Preisdruck führen.

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Es ist gerade mal drei Tage her, dass ich Ihnen davon berichtete, dass die gestiegenen Speicherpreise in die Gewinnmarge von Dell schneiden könnten, da sehen wir einen heftigen Ausverkauf der Speicherhersteller: Western Digital -9%, Micron -11% und Sandisc -20%! Anleger strafen die Speicherhersteller für ihre übertriebene Konzentration auf die HBMs (High-Bandwidth-Memory, Breitbandspeicher) ab. die Preissteigerungen bei herkömmlichen Speichern, die Dell und andere PC-Bauer in Laptops und "normale" Server einbauen, belastet den Absatz.

Ich denke, die Speicherhersteller dürften die Message verstehen. Die pessimistische Prognose der nachhaltig zweistellig steigenden Preise für Speicher, von Quartal zu Quartal wohlgemerkt, könnte sich als zu pessimistisch herausstellen, wenn die Speicherhersteller nun gegensteuern. Und wenn dies geschieht, wurde Dell zu Unrecht so stark abgestraft.

Solche Gedanken finden im Chaos des Ausverkaufs nicht den Weg in die Wahrnehmung der in Panik befindlichen Spekulanten. Ich hingegen werte diesen Vorgang als Bestätigung meines Optimismus'.

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Gestern stufte Morgan Stanley die Bewertung vieler Computeranbieter auf "Verkaufen". Dell wurde zuvor mit "Kaufen" bewertet, erlitt also gleich eine doppelte Abstufung. Neben Dell traf es auch Hewlett Packard Enterprise, Asustek, Lenovo, Pegatron und Giga-Byte Technology. als Grund werden steigende Speicherpreise angegeben.

Micron Technologies und Sandisk sind die beiden weltweit führenden Anbieter von Computerspeichern. Seit einigen Jahren investieren diese beiden jeden freien Cent in den Ausbau der Fertigung von HBMs, von High Bandwidth Memorys, als Breitbandspeicher, die von den KI-Rechenzentren aufgrund der massiv parallelen Rechenleistung benötigt werden. Investitionen in herkömmliche Speicher wie NAND oder DRAM wurden bewußt klein gehalten, weil man den Schweinezyklus in dieser Branche inzwischen häufig genug durchlebt und durchlitten hat.

In den vergangenen sechs Monaten seien die Preise für die herkömmlichen Speicher um 50% bis 300% angesprungen und auch für das kommende Jahr 2026 erwarten die Analysten von Morgan Stanley von Quartal zu Quartal zweistellige Preissteigerungen. Schon heute machen Speicher 10-20% der Computerkosten aus, bei Backup-Lösungen mit überwiegend Speicherbedarf können es bis zu 70% sein. Preissteigerungen bei diesen Speichern fressen also empfindlich in die Gewinnmarge von Dell und Co.

Ich stimme der Analyse nicht zu, denn der Analyst stellt Dell anderen PC-Anbietern gleich. Dabei konnte Dell in den vergangenen Jahren ein nennenswertes KI-Geschäft aufbauen, ganz im Gegensatz zu den genannten Wettbewerbern. 28% des Konzernumsatzes kamen 2024 bereits von Servern und Netzwerklösungen. Speicherlösungen hingegen, die von der Preiserhöhung am stärksten betroffen sein werden, machen nur 17% des Konzernumsatzes aus. Endgeräte wie Laptops und PCs sind aktuell noch bei 50%, Tendenz fallend. Für das laufende Geschäftsjahr werden Server und Netzwerk auf 36% Konzernanteil springen.

Noch deutlicher wird die Fehleinschätzung des Analysten, wenn wir auf die Gewinnanteile blicken: Server und Netzwerk liegen bei 89%, Endgeräte bei 47%. Ja, das kann über 100% sein, da im vergangenen Geschäftsjahr noch eine Wertberichtigung vorgenommen wurde (-37%). Für das laufende Jahr wird ein Verhältnis von 2/3 Server & Netzwerk, 1/3 Endgeräte beim Gewinn erwartet.

Sei's drum, die Abstufung kommt just zu einem Zeitpunkt, an dem die KI-Revolution ohnehin in Frage gestellt wird. Ich möchte daher die Ereignisse der vergangenen Tage nochmals etwas spezifizieren, ich hatte am vergangenen Freitag in der Kürze die Vorstände von Oracle und OpenAI in einen Topf geworfen.

Oracle kündigte den massiven Ausbau der KI-Rechenzentren an, massiver als irgendein Hyperscaler. CEO Safra Catz war auf CNBC im Interview zu sehen und stellte sich voll hinter die Entscheidung. Der Bedarf sei da und ließe sich leicht finanzieren. Die Ausgabe einer Unternehmensanleihe wurde jedoch nicht gut vom Markt aufgenommen. Kurz danach kündigte Catz an, ihr Amt niederzulegen. Auf dem Gesicht einiger Anleger waren zumindest ein paar Fragezeichen zu sehen: Wie kann die erfolgreiche Führungsperson den Konzern in einem so wichtigen Moment verlassen? Immerhin ist sie seit fast 20 Jahren im Vorstand von Oracle.

Die Investitionen seien durch Aufträge von OpenAI gut untermauert, hörte man in diese Phase der Fragezeichen hinein. Doch die Aktie hatte ihre Rallye bereits beendet und pendelte langsam gen Süden. Vom Hoch bei 350 USD nach Ankündigung der KI-Investitionen Mitte September ging's in Richtung 300 und im November, als die Zweifel an der KI-Revolution größer wurden, sackte die Aktie sogar auf 250 USD ab.

Dann kam in der vergangenen Woche OpenAI DFO Sarah Friar zu CNBC und forderte von der US-Regierung einen "Backstop" für die zugesagten KI-Investitionen. Inhaltlich bedeutet dies, dass sie von der US-Regierung verlangt, die Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu übernehmen, sollte OpenAI die Finanzierung nicht stemmen können. Der Kommentar ging in Richtung nationaler Bedeutung der KI-Revolution und entstammt der Überzeugung, dass die USA im Wettbewerb mit China seien und das beste KI-Unternehmen, das nach Ansicht von Friar natürlich OpenAI ist, darf durch so nebensächliche Restriktionen wie Geld nicht gebremst werden.

Ja, Sie hören eine gewisse Arroganz in dieser Forderung. Das haben auch andere Anleger gehört und so zweifelt man nun an der Solvenz von OpenAI. Da OpenAI nicht börsennotiert ist, werden alle ausverkauft, die irgendwie mit OpenAI in Verbindung gebracht werden können. Oracle wurde sodann bis auf 210 USD ausverkauft, -40% seit der Ankündigung der KI-Projekte.

Heute kann der neue CEO von Oracle, Jeff Henley, ins Fernsehen und versucht zu beruhigen: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung wachse ungebremst und so mache er sich keine Sorgen über das KI-Investitionsprojekt. wenn nicht OpenAI, dann würde ein anderes Unternehmen die KI-Rechenleistung nachfragen.

Hmm, das ist tatsächlich kritisch: Nachdem die Finanzierung der Oracle-Projekte durch OpenAI in Frage gestellt wurde, wird nun auch noch die Nachfrage von OpenAI in Frage gestellt. Wenn andere KI-Unternehmen einspringen, dann sicherlich nur zu günstigeren Konditionen. Es ist also nachvollziehbar, dass Anleger die Branche nun skeptisch sehen.

Die Geschichte von CoreWeave und Core Scientific brauche ich nicht zu wiederholen: Selbst wenn die Nachfrage groß bleibt, führt der Bau der KI-Rechenzentren zu ganz eigenen Flaschenhälsen, die diese Entwicklung ebenfalls bremsen, und die erhofften Gewinne weiter in die Zukunft verschieben könnten.

So wird nun befürchtet, dass auch andere Anbieter von KI-Rechenzentren, wie unsere Dell, kleinere Brötchen backen müssen. Es wird befürchtet, dass Dell noch länger vom Gewinn des Altgeschäftes abhängig sein wird, bevor KI-Rechenzentren nennenswert zum Gewinnwachstum beitragen können. Und in diese Situation kommt nun die Kritik an den Speicherpreisen, die das Altgeschäft belasten. So verliert die Aktie von Dell binnen eines Monats 20% an Wert.

Soweit die Situationsanalyse. Was kommt als nächstes?

Dell kommt gerade aus einer anstrengenden Phase mit hohen Investitionen und knappem Cashflow. Daher ist die Aktie nach wie vor so günstig bewertet: Anleger trauen dem Turnaround noch immer nicht. Das EV/EBITDA steht bei 8. Verständlich, da der Gewinn (EBITDA) 2024 nur um 2% wuchs. Doch das Umsatzwachstum betrug bereits 8%, Tendenz leicht steigend. Und die Gewinnmarge entwickelt sich nach den Anfangsinvestitionen nun wieder erfreulich von 10,5% im Jahr 2024 auf erwartete 11,1% in den kommenden Jahren. So wird erwartet, dass sich das EBITDA auf einem Wachstum von 10% p.a. einpendelt.

Ich würde den fairen Wert der Aktie vor diesem Hintergrund gut um 50% höher ansetzen. Doch wie stark werden teure Speicher nun dieses Wachstum belasten? Nun, die Gewinnentwicklung für diesen Bereich wurde ohnehin von Analysten bereits rückläufig eingeschätzt. Im abgelaufenen Jahr ging der Gewinn bereits um 1 Mrd. zurück, für das laufende Jahr wird ein weiterer Rückgang um 200 Mio. USD erwartet. Was, wenn dieser Teil nochmals um 1 Mrd. USD schrumpft? Was, wenn Dell also nochmals 800 Mio. USD weniger Gewinn in diesem Bereich macht als bislang erwartet?

Nun, wir hätten ein weiteres Jahr mit einem Gewinnwachstum von nur 2% statt der erhofften 10%. Die Erholung in der Gewinnentwicklung würde um ein weiteres Jahr verschoben. Die Bewertung mit einem EV/EBITDA von 8 wäre erneut nachvollziehbar.

Hmm, also all diese Probleme können wir nicht einfach vom Tisch wischen. Das angestammte Geschäft, mit dessen Gewinnen Zukunftsinvestitionen in KI-Rechenzentren finanziert werden, leidet unter inflationären Preisen der Komponenten. Und das Zukunftsgeschäft kommt aufgrund von Flaschenhälsen und Investitionslücken vielleicht doch nicht ganz so schnell, wie erwartet.

Meine Analyse zeigt, dass Dell nicht so stark leiden wird, wie Wettbewerber. Sowohl bei den KI-Rechenzentren, als auch im PC-Geschäft ist Dell solider unterwegs als der Wettbewerb. Trotzdem wird die Aktie in Sippenhaft genommen und kräftig ausverkauft. So etwas kann sich auch länger hinziehen. Ich würde daher einen Stopp Loss einziehen, damit wir mit Dell nicht nochmals durch das lange Tal der Tränen gehen müssen.

Aktuell notiert die Aktie über 105 EUR. Im April war sie schon mal unter 60 EUR. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um 23% zu. Ich würde beim Unterschreiten der 100 EUR Marke die Reißleine ziehen. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass nach diesem Ausverkauf schon bald eine kräftige Gegenbewegung zu erwarten ist. Doch nach dieser Analyse kann ich nicht ausschließen, dass die Aktie noch weiter ausverkauft wird.

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Gestern Abend veröffentlichte Dell Q3-Zahlen, die ohne große Überraschungen ausfielen. Die Überraschung lieferte Gründer und CEO Michael Dell im anschließenden Analystencall: Das Wachstumsziel (Umsatz) von Dell hob er von bislang 3-4% auf 7-9% an. Damit löst sich Dell vom Image des drögen Anbieters von Rechenzentren und springt in die KI-Revolution hinein - genau wie von mir erwartet.

Denn das Wachstum findet im Bereich der KI-Rechenzentren statt. Finanziert wird das Wachstum über die Ausgabe einer Anleihe mit einem Volumen von 4,5 Mrd. USD.

Um Kritikern vorzubeugen, kündigte Michael Dell außerdem an, die Dividende jährlich um 10% zu steigern. Dell ist ein Wachstums- und kein Dividendenunternehmen. Doch mit 1,5% Dividendenrendite muss sich das Unternehmen nicht verstecken. Die Ankündigung der kontinuierlichen Anhebung sorgt für Vertrauen unter Anlegern, dass das Wachstum nicht zu Lasten des freien Cashflows erfolgt, sondern dass weiterhin eine nennenswerte Dividende sichergestellt wird.

Letztlich klingt das alles gar nicht so viel anders wie bei Oracle: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung übersteigt das Angebot auf Sicht vieler Jahre, so weit man in die Zukunft blicken kann, und entsprechend werden KI-Rechenzentren aus dem Boden gestampft, so schnell es KI-Chips und Energieversorgung zulassen.

+14% legt die Aktie von Dell bislang zu. Das EV/EBITDA steht bei 11 und somit schon deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 7. Doch ein höheres Bewertungsniveau ist gerechtfertigt und seit heute auch amtlich, da Dell die langfristigen Wachstumsaussichten anhob: 7-9%.

Das Gewinnwachstum wird überproportional ausfallen, da die ersten KI-Rechenzentren mit dünner Marge gebaut wurden. Zum einen war die Technologie neu, was immer wieder zu ungeplanten Mehrkosten führte, wenn Probleme auftraten. Zum anderen waren die Hyperscaler Kunden der ersten KI-Rechenzentren, und die konnten aufgrund großer Aufträge gute Preise aushandelten. Nun folgt die Phase der Skalierung, bei der auch andere Unternehmen zu den Kunden gehören. Die Marge wird steigen.

Für das laufende Jahr wird ein Gewinnsprung von 49% erwartet, für 2026 dann nochmals 18%. So betrachtet ist Dell nach wie vor günstig bewertet, wir bleiben dabei.

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Dell lieferte zum Q2 starke Schlagzeilen und eine holprige Botschaft zugleich: Rekordumsatz von 29,8 Mrd. USD, Rekord-Umsatz und Rekord-KI-Auslieferungen, aber die Profitabilität hinkte und die KI-Bestellungen konnten das hohe Niveau des Vorquartals (12,1 Mrd. USD) nicht halten (5,6 Mrd. USD). CEO Michael Dell vermeldete in seinem Statement 5,6 Mrd. USD KI-Orders, 8,2 Mrd. USD KI-Auslieferungen und einen KI-Auftragsbestand von 11,7 Mrd. USD. Der Geschäftsbereich Servers & Networking sprang um 69% auf 12,9 Mrd. USD, der Konzernumsatz stieg auf 29,8 Mrd. USD und liegt damit um 2,5% über den Erwartungen.

Gleichzeitig senkte der KI-Mix die Gewinnmarge (Brutto) auf 18,7% (zuvor über 20%) und drückte die operative Gewinnmarge auf 8,8%. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,32 USD 1% über den Erwartungen. CFO Yvonne McGill bekräftigte die Unternehmensprognose für das laufende Geschäftsjahr (endet am 31.1.2026) und erhöhte die KI-Server-Auslieferungs-Zielmarke auf 20 Mrd. USD.

In der Telco drehten sich die kritischen Fragen vor allem um die Diskrepanz Orders vs. Shipments, die Margen und die Schwäche im Geschäft mit herkömmlichen Servern und Speicherlösungen (Cloud). Auf die Kernfrage, warum KI-Orders von 12,1 auf 5,6 Mrd. USD fielen, antwortete COO Jeff Clarke sinngemäß: Man habe im Quartal sehr viele „frühe Blackwell-Deals“ ausgeliefert, die im Vorquartal aggressiv bepreist wurden, gleichzeitig Material per Express beschafft und die Lieferkette geopolitikbedingt umgebaut, was einmalige Kostentreiber enthielt. also überstiegen die Auslieferungen die Neuaufträge, daher sank der Auftragsbestand, während die Pipeline an möglichen Neuaufträgen weiter wuchs (Unternehmen und Sovereign wachsen zweistellig). Für die zweite Jahreshälfte erwartet Dell bessere KI-Margen durch Value Engineering, Skaleneffekte und mehr Unternehmens-Mix, wo sich zusätzlich Netzwerk, Storage und Services andocken lassen.

Zum Verständnis: Kunden wie die Hyperscaler oder auch CoreWeave, der die Speerspitze beim schnellen Ausbau der KI-Rechenzentren, bringen viel eigenes Know-how mit und sind daher harte Verhandlungspartner, die sich nur die notwendigen Dienste und Waren zum besten Preis kaufen. Unternehmen und Staaten, deren Kerngeschäft nicht der Betrieb von KI-Rechenzentren ist, werden viel mehr Dienste von Dell in Anspruch nehmen und daher höhere Margen zu zahlen bereit sein. Dies erwartet Dell in der zweiten Jahreshälfte.

Zur Marge bohrten Analysten mehrfach nach. COO Clarke verwies auf anhaltende Schwäche in Nordamerika, rückläufige US-Staatsnachfrage und zögerliche Großkunden im Speicher-Geschäft. Alles drücke Mix und Marge. CFO McGill führte aus, dass der KI-Mix "gross-dollar-akretiv, aber rate-dilutiv“ sei, der starke Anteil der KI-Server im Quartal war also der Hauptgrund für die niedrigere Gewinnmarge.

Ich habe bereits im Update zu den Nvidia-Zahlen geschrieben, dass sich der Bau von KI-Rechenzentren als das neue Nadelöhr entpuppt. Inzwischen sind die KI-GPUs von Nvidia verfügbar, doch bis daraus ein KI-Rechenzentrum gebaut wurde, das auch über ausreichend Stromquellen verfügt, müssen noch viele Probleme beseitigt werden. Dies tat Dell im abgelaufenen Quartal ohne Rücksicht auf zusätzliche Kosten, um sich möglichst viele Marktanteile zu sichern. Das dadurch erworbene Know-how wird Dell künftig helfen, die Gewinnmarge zu verbessern.

Die Aktie von Dell gab diese Woche um 6% nach. Trotz der Schwierigkeiten beim Anlaufen des Geschäfts mit der neuen KI-GPU Generation von Nvidia erwarten Analysten für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinnsprung von 48% und im kommenden Jahr weitere 15%. Das EB/EBITDA von 9 ist für dieses Wachstum viel zu niedrig. Die Dell-Zahlen fielen in eine Marktstimmung, in der Anleger nach Gründen für Gewinnmitnahmen bei den High-Flyern suchten. Ich gehe davon aus, dass sich das bald wieder ändern wird. Dell ist günstig bewertet, das wird Anlegern auffallen, die nun im Herbst nach Aktien für das kommende Jahr Ausschau halten.

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Bisher traf der Sparkurs der US-Regierung vor allem Beratungsfirmen, jetzt geraten auch Technologieunternehmen wie Dell ins Visier. Die General Services Administration (GSA), zuständig für den Einkauf im öffentlichen Dienst, hat vergangene Woche zehn IT-Anbieter kontaktiert, darunter Schwergewichte wie Dell. Leistungen sollen offengelegt und Einsparpotenziale aufgezeigt werden. Am gestrigen Montag verloren die Aktien von Dell 3%.

Auch bei US-Behörden gibt es Reformstau. Ich würde vermuten, dass die durch "Einsparungen" von überschüssigen IT-Ausgaben frei werdenden Mittel schneller in aufgestaute IT-Projekte fließen, als die Budgets der entsprechenden Behörden gekürzt werden können.

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Die Zahlen zum Geschäftsjahr Q1/26 zeigen eindrucksvoll, wohin die Reise geht: KI wird zum Wachstumsmotor, während klassische Bereiche wie der Privatkundenmarkt bei PCs weiter schwächeln. Dell meldet einen Quartalsumsatz von 23,4 Mrd. USD (+5 % ggü. Vorjahr, 1% über Wartungen), das operative Ergebnis legte um 21 % zu. Der Gewinn je Aktie (GAAP) stieg um 17% auf 1,37 USD und lag damit um 15% über den Erwartungen. Dell hat mit KI-Servern einen neuen Wachstumstreiber etabliert, der bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres mit 12,1 Mrd. USD mehr Bestellungen einbrachte als im gesamten Vorjahr. Das führt zu einem rekordverdächtigen Auftragsbestand von 14,4 Mrd. USD. Insgesamt peilt Dell über 15 Mrd. USD Umsatz mit KI-Servern in diesem Jahr an.

Dell baut seine sogenannte „AI Factory“ konsequent aus. Die Palette reicht von hochmodernen, luft- und flüssigkeitsgekühlten Rechenzentrumsservern mit NVIDIA-Blackwell-GPUs bis hin zu AI-PCs für Unternehmen. Dell ist damit nicht nur Hardwarelieferant, sondern zunehmend Plattformanbieter für die komplette KI-Infrastruktur, vom Desktop über das Rechenzentrum, bis zum Datenmanagement.

Im PC-Segment stiegen die Umsätze insgesamt um 5 %, getragen von einem kräftigen +9 % bei den kommerziellen PCs. Vor allem der US-Markt zog an, auch EMEA und APJ verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. AI-PCs scheinen hier erste Impulse für eine Windows-11-getriebene Refresh-Welle zu geben. Doch das Privatkundensegment bleibt tief in der Krise: -19 % Umsatzrückgang und anhaltend aggressive Preiskämpfe drücken auf die Margen.

Dell kaufte im Quartal 22,1 Mio. eigene Aktien zum Durchschnittspreis von 90 USD zurück. Zusammen mit der Dividende flossen 2,4 Mrd. USD an die Anteilseigner zurück. Seit Beginn des Rückkaufprogramms Anfang 2023 wurden bereits 13,2 Mrd. USD ausgeschüttet. Das Management glaubt an den nachhaltigen Erfolg der KI-Strategie und signalisiert dies klar mit Kapitalrückflüssen an die Aktionäre.

Im Analystencall kamen durchaus kritische Nachfragen: Wird KI das klassische Servergeschäft kannibalisieren? Noch nicht, aber eine gewisse Sättigung wird sichtbar. Wie profitabel sind KI-Server wirklich? Dell antwortet ausweichend, betont aber das Wachstum bei operativen Gewinnen in absoluten Zahlen, selbst wenn die Margenquote leicht verwässert wird. Wie sieht es mit Speicher- und Service-Angeboten bei KI-Projekten aus? Hier gesteht Dell Nachholbedarf ein, sieht aber enormes Potenzial, vor allem bei Unternehmenskunden.

In den letzten Wochen des Quartals schwächte sich das Geschäft in Nordamerika in klassischen Segmenten, wie traditionellen Servern und Speichern, spürbar ab, was Dell auf „makroökonomische Vorsicht“ zurückführt. Der Zollstreit hinterlässt also auch bei Dell Spuren.

Für das Gesamtjahr erwartet Dell 103 Mrd. USD Umsatz (+8 %) und ein Gewinn je Aktie von 9,40 USD (non-GAAP). Gleichzeitig bleibt das Unternehmen vorsichtig optimistisch, was das wirtschaftliche Umfeld betrifft, und rechnet mit weiterem Investitionsaufschub bei klassischen IT-Ausgaben.

Dell positioniert sich zunehmend als Rückgrat der KI-Transformation in Unternehmen. Mit hoher Lieferfähigkeit, umfassendem Partnernetzwerk (NVIDIA, Google, Cohere) und technischem Know-how bei der Systemintegration verschafft man sich einen Vorsprung. Die Aktie bleibt nach den starken Rückkäufen, der soliden Cashflow-Generierung und dem klaren Fokus auf KI-Infrastruktur in meinen Augen weiterhin deutlich unterbewertet: Das EV/EBITDA liegt bei 8, während der Gewinn vom laufenden Geschäftsjahr um 45% anspringen soll, im darauf folgenden Geschäftsjahr um 13%.

Ähnlich wie bei Salesforce steht bei Anlegern die Angst vor einer Kannibalisierung im Vordergrund. Die Chancen im KI-Geschäft werden von Anlegern als Ungewiß betrachtet und so bleibt die Bewertung günstig. Dabei heben Analysten die Gewinnerwartung für Dell kontinuierlich an, zeigen sich also eins ums andere überrascht, wie gut das KI-Geschäft läuft. Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem man die KI-Chancen mit einer höheren Gewissheit versieht. Dann dürfte die Aktie einen weiteren Sprung machen.

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Am Wochenende gab Donald Trump bekannt, dass Smartphones, PCs und Chips aus China von den reziproken Zöllen ausgenommen werden. Das heißt, es bleiben die 20% Strafzoll, die Donald Trump als Vergeltung für den Fentanyl-Import erhoben hat. Die 125%, die sich in der vergangenen Woche hochgeschaukelt haben, werden nun jedoch nicht mehr auf Smartphones (=Apple), PCs (=Dell) und Chips (=Nvidia) erhoben.

Die drei Aktien wären heute allesamt um jeweils 10% angesprungen ... wenn Trump nicht kurz danach wieder alles relativierte: Man arbeite an speziellen Zöllen für die "gesamte Lieferkette der elektronischen Zubehörteile". Diese speziellen Zölle, die er aufgrund von nationalen Sicherheitsbedenken erheben möchte, werden noch innerhalb von vier Wochen kommen, so Trump. Aus dem großen Kurssprung bei unseren Aktien wurde somit heute ein kleiner Kurssprung: Nvidia +1%, Apple +3% und Dell +8% (Montag, 17:00 Uhr).

Insbesondere Dell wird heute nach oben gejubelt. Bei Apple und Nvidia sind zu viele Skeptiker an Bord, die das Ende der Welt für gekommen sehen.

Grundsätzlich sind diese drei Positionen unseres Portfolios abhängig von den unvorhersehbaren Aktionen Donald Trumps. Apple hat verkündet, 500 Mrd. USD in den Ausbau der heimischen Herstellung zu investieren. Am Wochenende zog Nvidia ebenfalls mit einem Programm in Höhe von 500 Mrd. USD nach. Doch irgendwie scheint Donald Trump solche Meldungen für selbstverständlich zu halten. Nichts ist gut genug für ihn, er wünscht sich offensichtlich einfach noch mehr Investitionen innerhalb der USA.

Ich weiß nicht, wann der Zeitpunkt gekommen sein könnte, an dem Donald Trump mit dem Ergebnis des von ihm angerichteten Chaos' zufrieden ist. Das kann innerhalb der nächsten Stunden sein, das kann aber auch noch Monate dauern. Mit Dell, Nvidia und Apple haben wir drei Aktien im Heibel-Ticker Portfolio, die von diesen Entwicklungen abhängig sind. Bislang hatte ich ein kurzes, schmerzhaftes Chaos erwartet, doch nun bin ich mir immer weniger sicher, ob es sich nicht in einen lang anhaltenden Schmerz verwandelt könnte. Daher werde ich unser Engagement in diesem Bereich wieder etwas zurückfahren.

Wir haben vor 10 Tagen unsere spekulative Position in Dell verdoppelt. Heute steht der Kurs um 7% höher als zu unserem Nachkauf. Ich würde daher nun diesen Teil der Spekulation auflösen, also die halbe Position verkaufen.

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Dell rüstet sich mit Servern und Speicherprodukten für den KI-Boom – trotz Margendruck bleiben die Kurschancen spannend.

Seit Oktober hat sich das Volumen der KI-Aufträge von 4,5 auf 9 Milliarden US-Dollar verdoppelt. Damit rückt zwar die Marge bei Dell stärker in den Fokus, doch unterm Strich stimmt der höhere Absatz zuversichtlich. Die Marge bei KI-Rechenzentren ist geringer als im angestammten Server-Geschäft von Dell, sowie auch im PC-Geschäft. Dell wächst also kräftig im KI-Umsatz, doch die restlichen Umsätze entwickeln sich schwach. Das heißt, es wird ein margenstarkes Geschäft durch ein margenschwächeres substituiert.

Ich hatte den Vorgang erklärt: Erste Pilotkunden und insbesondere die Hyperscaler verhandeln günstige Preise. Wenn die KI-Rechenzentren von Dell dann auch an Mittelständler verkauft werden, dann dürften die Margen wieder ansteigen. Dies zeigt sich auch schon in der Erwartung: Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung um 46% erwartet, anschließend nochmals um 13%. Das EV/EBITDA von nur 6 ist vor diesem Hintergrund nach wie vor viel zu günstig.

Positiv stechen außerdem die Ausschüttungen ins Auge: Nach einer Dividendenanhebung auf aktuell 2,1% hat Dell sein Aktienrückkaufprogramm um weitere 10 Milliarden US-Dollar aufgestockt und nutzt Kursrücksetzer gern für den Rückkauf.

Heute veröffentlichte Morgan Stanley eine Studie, in der Dell als einer der großen Leidtragenden von den Trump-Zöllen genannt wird. Dieser Bericht ist der Grund für den heftigen Ausverkauf. Ich würde diese Panik nutzen und unsere spekulative Position in Dell verdoppeln.

Trump-Zölle: Trump ist nicht nur verrückt, er ist wirklich verrückt. Die Zölle sind nicht nur heftig, sie sind wirklich heftig. Auch wenn er das lange ankündigte und alle es offiziell auch erwarteten, so sind heute doch alle überrascht, wie heftig seine Zölle sind. Ich gehe davon aus, dass es ein paar Tage dauern wird, bis dieser Schock an den Aktienmärkten verdaut ist. Daher gibt es heute nur einen ersten vorsichtigen Kauf. Vielleicht morgen nochmals. Die Bewertungen der Aktien werden auf ein Niveau zurückgeführt, das der neuen Situation mit Strafzöllen und gegebenenfalls Vergeltungszöllen entspricht. Im Verlauf der nächsten Woche dürfte meiner Ansicht nach dann eine Gegenbewegung starten, doch das hängt natürlich auch von den Reaktionen der Handelspartner auf die Zölle ab.

Grundsätzlich: Verhandlungen zwischen Trump und dem Rest der Welt werden nicht über Nacht erfolgreich abgeschlossen, sondern sich vermutlich über einige Wochen hinziehen. Wochen, in denen weiterhin Ungewissheit an den Aktienmärkten herrscht. Doch das ist nebensächlich. Die wichtige Frage ist, haben wir nun die heftigsten Strafzölle bereits gesehen? Oder wird Trump bei schlecht verlaufenden Verhandlungen nochmals nachlegen? Ich denke, wir haben heute das schlimmste gesehen.

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Unsere KI-Aktien Dell und Nvidia sowie Salesforce haben es derzeit nicht leicht. Seit DeppSeek setzte sich bei Anlegern die Meinung fest, dass für KI gar nicht soviel Rechenleistung benötigt werde. Obwohl seither von allen Seiten Belege präsentiert werden, dass dem nicht so ist, im Gegenteil, werden Aktien, die mit KI-Rechenleistung in Zusammenhang gebracht werden, ausverkauft.

DeepSeek brachte das "Reasoning" in die KI-Welt ein, das Reflektieren. Bevor eine ad hoc gefundene Antwort ausgegeben wird, überprüfen Reasoning-Modelle die Antwort auf Richtigkeit, Relevanz und mehr. Eine Antwort benötigt daher 20-mal mehr Token, die erforderliche Rechenleistung wird dadurch verhundertfacht! Wenn Sie die qualitativen Unterschiede von ad-hoc Antworten (Chat-GPT 4.o) und Reasoning-Modellen (Chat-GPT o1) miteinander vergleichen, werden Sie die Notwendigkeit der Reasoning-Modelle schnell erkennen.

Doch einmal in Gang gesetzt, gewinnt ein Ausverkauf häufig an Dynamik. Nachdem Nvidia zuvor von gefühlt allen Anlegern der Welt nach oben gejubelt wurde, haben sich nun gefühlt alle Short-Seller der Welt gegen Nvidia verbündet. Mit Erfolg, da die überzeugten Nvidia-Anleger bereits investiert sind und dem Treiben der Short-Seller hilflos zusehen müssen. So wird Nvidia inzwischen mit einem EV/EBITDA von 20 gehandelt, bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 56%. Dell steht bei einem EV/EBITDA von 7,5 bei erwarteten 46% Gewinnwachstum und Salesforce bei einem EV/EBITDA von 16 bei erwarteten 55% Gewinnwachstum.

Die KI-GPUs von Nvidia sind dabei im Fokus der Anleger: Am letzten Tag seiner Amtszeit erließ Joe Biden eine Liste von "Freunden", die von Nvidia KI-GPUs kaufen dürfen. Es befinden sich nur 13 Länder auf der Liste, Israel und Island beispielsweise gehören nicht dazu. Das ist eine heftige Einschränkung für Nvidia, die eigentlich mit dem Weltmarkt rechnen. Ich hatte erwartet, dass Donald Trump diesen Erlass schleunigst wieder einkassiert, doch bis heute ist dies nicht geschehen.

Nvidia darf also nur minderwertige KI-GPUs nach China verkaufen. China hat nun reagiert. Diese Woche gab das Land bekannt, dass ein bereits im vergangenen Jahr verfügter Erlass nun konsequent umgesetzt wird: Chinesische Firmen sollen heimische KI-GPUs kaufen und Nvidia-Chips meiden. Eine weitere Eskalation im Handelsstreit.

Es mag fraglich sein, ob China mit diesem Erlass wirklich einen Effekt erzielt, sich ins eigene Knie schießt oder aber nur der Realität Rechnung trägt: Hochleistungschips von Nvidia kommen ohnehin nicht ins Land. Ob man nun auch auf die "minderwertigen" Chips von Nvidia verzichten und durch heimische Chips ersetzen kann, ist fraglich. Vielleicht stranguliert dieser Erlass letztlich nur die chinesische KI-Entwicklung. Aber sei's drum: Der gesamte KI-Sektor wurde in Folge dieser Meldung einmal mehr ausverkauft.

Heute geht Coreweave an die Börse. Coreweave wurde vor fünf Jahren von drei Rohstoff-Tradern gegründet, um Hochleistungsrechenzentren auf Basis der Nvidia-Chips unter Verwendung der Nvidia-Programmiersprache CUDA zu bauen. Während die Hyperscaler nur einen Teil ihrer Rechenzentren mit Nvidia-Chips ausstatten, setzt Coreweave zu 100% auf Nvidia. Dadurch wurde Coreweave zum Partner von Nvidia. Die ersten Rechenzentren mit der neuen Blackwell-Generation wurden von Coreweave gebaut.

Dabei optimiert Coreweave die rechenhungrige KI mit Maschinen, die den Gigawatt-Verbrauch je GPU-Leistung optimiert haben. CoreWeave ist eine Art maßgeschneiderte KI-Cloud, die genau das liefert, was klassische Rechenzentren momentan nicht schnell genug bereitstellen können. Noch vor einer Woche wurde der Unternehmenswert auf 22 Mrd. USD geschätzt, heute erfolgt der Börsengang zu einem Kurs, der um 20% niedriger liegt. Außerdem werden heute zunächst deutlich weniger Aktien in den Handel gegeben, als vor drei Tagen noch angekündigt. Der Börsengang ist schon jetzt ein Reinfall.

Ich beschreibe im heutigen Heibel-Ticker ausführlich, wie der Handelsstreit mit Hilfe der Strafzölle ablaufen könnte. Am Ende werden Vereinbarungen stehen, davon bin ich überzeugt. Bis dahin scheinen KI-Aktien unter Druck zu bleiben. Jedes auch noch so abwegige Argument wird mit einem erneuten Ausverkauf begrüßt. Am zugrunde liegenden Bedarf für Rechenleistung ändert das jedoch nichts.

Wer also noch nicht ausreichend in die KI-Revolution investiert hat, der bekommt in diesen Tagen eine erneute Gelegenheit dazu. Meine Reihenfolge wäre: Zuerst das Original, Nvidia, dann Ermöglichen, Dell, und als drittes den Nutzer, Salesforce.

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Gestern Abend veröffentlichte Hewlett Packard Enterprise (HPE) Q-Zahlen, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Die Kommentare der Analysten machen schlechtes Management und Probleme bei der Geschäftsführung für die Entwicklung verantwortlich. Die Aktie bricht heute um 20% ein.

HPE, Super Micro und Dell sind die drei großen Spieler beim Bau von KI-Rechenzentren. Und ganz offensichtlich wird HPE gerade von Super Micro und Dell verfrühstückt. Die beiden nehmen HPE die Butter vom Brot. Oder anders ausgedrückt: Der Misserfolg von HPE beruht auf dem Erfolg von Super Micro und Dell.

Trotzdem werden alle drei Aktien heute ausverkauft, Dell verlor diese Woche insgesamt 14%. Ich würde unsere Position daher heute aufstocken, also ein paar Dell-Aktien nachkaufen, um wieder auf einen Portfolioanteil von 2,5% zu kommen (aktuell 2%).

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Dell Technologies übertraf mit seinen Zahlen für das Q4'25 die Erwartungen vieler Analysten, zeigte aber auch Herausforderungen auf. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 23,9 Mrd. USD und liegt 3% unter den Erwartungen. Das Betriebsergebnis legte mit 2,2 Mrd. USD satte 40% zu und liegt damit 7% über den Erwartungen. Besonders stark entwickelte sich der Bereich Infrastructure Solutions Group (ISG) mit einem Umsatzwachstum von 22% auf 11,4 Mrd. USD. Innerhalb von ISG stieg der Umsatz mit Servern und Netzwerklösungen um 37%, was vor allem auf die hohe Nachfrage nach KI-optimierten Serverlösungen zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand für KI-Server liegt mittlerweile bei 9 Milliarden US-Dollar, getrieben durch Großkunden wie xAI, das KI-Projekt von Elon Musk.

Weniger dynamisch zeigte sich die Client Solutions Group (CSG), die mit 11,9 Mrd. USD nur um 1% gegenüber dem Vorjahr wuchs. Während das Geschäft mit Unternehmenskunden um 5% zulegte, verzeichnete der Consumer-Bereich ein Minus von 12%. Die Marge in diesem Segment litt unter einem verstärkten Wettbewerbsdruck, was sich auch im starken Rückgang des Betriebsergebnisses bemerkbar machte.

Trotz hoher eigener Investitionen in KI-Infrastruktur bleibt Dell profitabel. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) kletterte im Quartal um 18% auf 2,68 US-Dollar. Zugleich kündigte Dell eine Dividendenerhöhung um 18% an und erweiterte sein Aktienrückkaufprogramm um 10 Mrd. USD. Das sind schlappe 13% aller ausstehenden Aktien!

Im Analystencall wurden vor allem kritische Fragen zur Margenentwicklung im KI-Geschäft gestellt, zur Wettbewerbsfähigkeit sowie zu den erwarteten Auswirkungen neuer US-Zölle im Fokus. CFO Yvonne McGill räumte ein, dass die Margen im KI-Servergeschäft niedriger als im klassischen Geschäft sind, betonte aber gleichzeitig, dass die Profitabilität durch zusätzliche Service- und Speicherlösungen sowie Effizienzsteigerungen stabilisiert werde. COO Jeff Clarke unterstrich Dells differenzierte Positionierung im KI-Markt, insbesondere durch maßgeschneiderte Lösungen für Großkunden, gute Service-Leistungen und eine starke globale Lieferkette.

Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich Dell optimistisch. Der Umsatz soll um 8% wachsen und mindestens 103 Mrd. USD erreichen, während der Gewinn je Aktie um 14% auf 9,30 US-Dollar steigen soll. Dabei plant Dell allein mit KI-Servern Umsätze von mindestens 15 Mrd. USD zu erzielen. Trotz eines rückläufigen Konsumsegments bleibt Dell zuversichtlich, insbesondere angesichts des bevorstehenden PC-Refresh-Zyklus, der durch das Ende von Windows 10 sowie die Verbreitung von KI-PCs zusätzlichen Schwung erhalten dürfte.

Zahlen und Ausblick sind solide, aber nicht herausragend. Derzeit kursieren Befürchtungen, dass die Hyperscaler ihre Investitionsabsichten nicht umsetzen könnten, weil zu viele Rechenzentren gebaut würden. Seit DeepSeek vor 4 Wochen solche Zweifel erzeugte, haben alle Hyperscaler ihre Investitionspläne noch nach oben geschraubt. Allein xAI bestellt bei Dell KI-Server mit Nvidia-Chips im Wert von 5 Mrd. USD.

Bleibt die Befürchtung der rückläufigen Marge. Diese Befürchtung wurde heute nicht entkräftet. Ich würde mich hier jedoch auf die Ausführungen von Nvidia CEO Jensen Huang verlassen, der die aufwendigen Auslieferungen der neuen Blackwell-Architektur als Stolperstein bezeichnete, der jedoch inzwischen beseitigt sei. Daraus würde ich ableiten, dass auch Dell künftig weniger Sonderaufwendungen beim Einrichten von Rechenzentren leisten muss und somit wieder effizienter arbeiten kann. Unabhängig davon ist eine EBITDA-Marge von 11% nicht schlecht für einen Hardware-Anbieter.

Bereits gestern gingen die KI-Aktien gemeinsam mit vielen anderen Branchen auf Tauchstation, da Trump seine Zoll-Träume nochmals konkretisierte. das macht den Aktienmarkt volatil, wie erwartet. Mittelfristig wird das Wachstum dadurch jedoch kaum beeinträchtigt. Ich werde heute schauen, wie die US-Börsen eröffnen und mich dann entscheiden, ob es schon an der Zeit für erste Nachkäufe ist.

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Der PC-Markt kommt nicht so schnell ins Laufen, wie von Analysten erwartet. Die KI-Revolution findet bislang lediglich in den Rechenzentren statt, aber noch nicht bei den PCs, die in Unternehmen oder zu Hause eingesetzt werden.

Warum das so ist, dafür gibt es viele Erklärungsansätze: Der schwache Konjunkturausblick oder aber auch das fehlende Verständnis dafür, welche Prozesse bei der KI-Nutzung auf dem eigenen PC laufen, und welche in der Cloud. Erfahrungsgemäß ist es jedoch so, dass ein Erneuerungszyklus niemals aufgehoben wird, sondern höchstens verschoben.

Meine Spekulation in Dell beruht aber gar nicht auf den PCs, sondern ausschließlich auf den Rechenzentren, die mit Dell-Servern ausgestattet werden. Hier verzeichnet Dell exorbitantes Wachstum. Auf Basis der Schätzung für das Kalenderjahr 2025 wird ein Gewinnsprung um 19% zu einem KGV 2025e von nur noch 5,7 führen. Das EV/EBITDA 2025e steht bei nur 8.

Dieses Bewertungsniveau beinhaltet die Erwartung, dass der Hardwaremarkt traditionell nur hauchdünne Gewinnmargen (4-6% Nettomarge) und wenig Wachstum zulässt. Doch gerade der Markt der KI-Server ermöglicht es Dell, die Marge auf über 6% anzuheben. Das Umsatzwachstum wird bei 8-9% gesehen.

Vielleicht sind diese positiven Entwicklungen nur vorübergehend, ich weiß es nicht. Ich denke, dass dieses Wachstum noch einige Jahre anhalten kann. Wenn nicht, so notiert die Aktie auf ihrem historischen Bewertungsniveau. Doch wenn sich herausstellt, dass diese Wachstumszahlen vielleicht auch noch ins Jahr 2026 beibehalten werden können, dann dürfte die Aktie noch deutliches Kurspotential haben.

Seit diesem Frühjahr konsolidiert Dell. Die Euphorie über das Geschäft mit den KI-Servern hievte die Aktie vorübergehend auf 180 USD, aktuell notiert die Aktie bei nur noch 111 EUR. Ich denke, die Euphorie ist nun ausgeklungen.

Unsere Position nimmt aktuell 2,1% Portfolioanteil ein. Ich würde unsere Position auf 2,5% Portfolioanteil aufstocken.

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Dell veröffentlichte Dienstag Abend durchwachsene Q-Zahlen, die Aktie brach am Mittwoch um 12% ein. Die starke Nachfrage nach KI-Servern für Rechenzentren konnte die Schwäche im PC-Markt nicht ausreichend kompensieren. Der Umsatz stieg um 9% auf 24,4 Mrd. USD und blieb um 1% hinter den Analystenerwartungen zurück. Der Gewinn sprang um 14% auf 2,15 USD/Aktie und liegt um 5% über den Erwartungen.

Für mich sind die Verkäufer von Dell-Aktien Zocker, die nicht unsere Hintergrundinformationen haben. Wir kauften Dell, weil das Unternehmen im Geschäft mit KI-Servern die Gewinnmarge steigern kann, nachdem der Markteintritt mit dünnen Margen für die Hype-Scaler als Investition betrachtet wurde. Und wir sehen an den aktuellen Zahlen, dass der Gewinn nun stark überproportional anwächst, unsere Investmentthese ist also intakt. Doch schauen wir uns die weiteren Meldungen mal im Detail an.

HP Inc. veröffentliche am gleichen Tag Q-Zahlen, die ein ähnliches Bild vom Markt zeichnen. Der PC-Markt kommt weiterhin nicht auf die Beine. Nachdem die Branche zu Beginn der Pandemie einen unerwarteten Boom erlebte, bleiben die Erwartungen an eine nachhaltige Erholung bislang unerfüllt. Dell meldete für sein PC-Segment einen Umsatzrückgang von 1% auf 12,1 Mrd. USD, während HP in seiner entsprechenden Sparte einen moderaten Anstieg von 2% auf 9,59 Mrd. USD verzeichnete. Beide Ergebnisse lagen jedoch unter den Analystenerwartungen. Dell-Finanzchefin Yvonne McGill verwies auf einen verschobenen “PC-Erneuerungs-Zyklus”, während HP-CEO Enrique Lores erklärte, dass die Einführung der neuesten Windows-Version von Microsoft bisher keinen spürbaren Nachfrageanstieg ausgelöst habe.

Damit wurden zwei wesentliche Punkte angesprochen: Der Erneuerungszyklus soll nach Meinung vieler Analysten durch die KI-Revolution getrieben werden. Insbesondere die individuellen, auf den jeweiligen Nutzer zugeschnittenen Antworten, werden zu einem großen Teil im Rechner des Anwenders generiert. Das "Inferencing", also das Ableiten der Antworten auf Basis der zuvor über Monate trainierten KI-Modelle, nimmt immer mehr Rechenkapazität auf dem Rechner des Nutzers in Anspruch. Je leistungsfähiger die PCs, desto individuell passender die Antwort.

Die KI-Revolution findet bislang jedoch überwiegend in den Rechenzentren statt. Auch Unternehmen investieren zunächst in die KI-Modelle. Neue Rechner für die Mitarbeiter werden nur zögerlich bestellt. KI-Modelle werden offensichtlich als Investition in die Zukunft betrachtet, die Ausstattung der Mitarbeiter mit leistungsfähigeren Rechnern wird dem Tagesgeschäft zugeordnet. Und im Tagesgeschäft wird derzeit gespart, weil man einer ungewissen Konjunkturentwicklung gegenüber steht.

Ein zweiter Treiber der Nachfrage nach neuen PCs sollte das Auslaufen des Supports für Windows 10 sein. Auch Ihr Autor betreibt einen inzwischen 14 Jahre altes MacBook mit einer Windows 10 Lizenz, um Bloomberg zu nutzen. Das funktioniert wunderbar. Doch die Mitteilung, dass der Support für Windows 10 demnächst ausläuft, löste bei mir nur ein Schulterzucken aus. Es ist Luxus, dass ich einen Zweitrechner betreibe, eigentlich kann mein aktuelles MacBook Pro alles, was ich benötige, inklusive einer aktuellen Windows-Simulation, damit auch hier Bloomberg läuft. Zudem läuft nur der Support für Windows 10 aus, trotzdem wird es weiter funktionieren. Lediglich die Sicherheitslücken werden künftig nicht mehr geschlossen. Da ich keine Daten auf dem alten Zweitrechner habe, interessiert mich auch das nicht und ich werde den Rechner nutzen, solange es geht.

Ich gehe davon aus, dass die KI zu einem Erneuerungs-Zyklus führen wird ... doch offensichtlich langsamer als erwartet.

Auch Analysten zeigen sich skeptisch: IDC-Daten bestätigen einen Rückgang der PC-Auslieferungen im dritten Quartal 2024. Laut Gartner fehlen Käufern klare Anwendungsfälle und ein erkennbarer Mehrwert, um in neue Geräte zu investieren.

Während der PC-Markt also weiter schwächelt, glänzt Dell im Bereich der KI-optimierten Server. Das Infrastruktursegment des Unternehmens, das Server und Netzwerklösungen umfasst, erzielte ein Umsatzplus von beeindruckenden 34% auf 11,4 Milliarden USD. Dabei entfielen allein 2,9 Milliarden USD auf den Verkauf von KI-optimierten Servern – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorquartal, jedoch immer noch ein starkes Ergebnis. Jeff Clarke, Chief Operating Officer von Dell, zeigte sich optimistisch: „KI bietet uns eine robuste Wachstumschance, ohne Anzeichen von Abschwächung.“

Dell prognostiziert für das laufende Quartal einen Umsatz von 24,5 Milliarden USD, was unter den Erwartungen der Analysten liegt. Der PC-Markt bleibt eine Baustelle, da viele Unternehmen ihre Investitionen auf 2025 verschieben. Gleichzeitig bleibt der KI-Markt eine wichtige Wachstumschance. Dell erweitert seine Produktpalette kontinuierlich, etwa mit Flüssigkeitskühlungssystemen und Rack-Lösungen für Serverschränke, die besonders hohe GPU-Dichten ermöglichen.

Für HP sieht es weniger rosig aus. Die Unternehmensprognose für das laufende Q4 liegt deutlich unter den Analystenschätzungen. Analyst Woo Jin Ho von Bloomberg Intelligence warnt vor schwachen PC-Verkäufen im traditionell starken Dezember-Quartal.

Die Aktie von Dell brach deutlich stärker ein als die von HP Inc. Dennoch ist der Ausblick von Dell deutlich rosiger als der von HP Inc. Ich sehe darin eine Bestätigung meiner Sichtweise und werte den heftigen Ausverkauf als Reaktion auf den vorangegangenen Kursanstieg. Seit Anfang August war Dell zwischenzeitlich um 68% angestiegen, HP Inc. "nur" um 25%. HP Inc. ist stärker abhängig vom PC-Geschäft und läuft auf Probleme zu, während Dell mit dem überproportionalen Wachstum der KI-Server das Wachstum ausweiten wird. Mit 9% Umsatzwachstum und einem überproportionalen Gewinnwachstum (auch im kommenden Jahr zweistellig) ist die Bewertung mit einem EV/EBITDA von nur 10 in meinen Augen zu günstig.

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Die Aktien von Dell springen heute um 8% an, weil die Probleme von Wettbewerber SuperMicro größer werden: Heute hat Ernest & Young (EY) das Mandat der Bilanzprüfung niedergelegt, da es zu viele Themen im Bereich der Unternehmensführung, Transparenz, internen Kontrollen und des Finanzberichtswesens gebe. Die Aktie von SuperMicro bricht heute um 30% ein.

Es gibt derzeit drei große Anbieter, die den Bau von KI-Rechenzentren bewerkstelligen: SuperMicro als aufstrebender Spezialist, sowie HP und Dell. Wenn nun EY von Bord geht, wird sich die Führungsspitze bei SuperMicro vermutlich nicht mehr lange halten können. Das Unternehmen ist bereits seit einigen Wochen unter Verdacht der Bilanzierungsunregelmäßigkeiten und verschiebt die Veröffentlichung aktueller Zahlen eins ums andere.

In einer solchen Situation leidet das Hauptgeschäft, der Bau von KI-Rechenzentren. Nutznießer sind die Wettbewerber, daher springt die Aktie von Dell heute um 8% an. Damit notiert die Aktie nun wieder auf dem Niveau von vor den Zeitpunkt im Juli, als SuperMicro und Dell Gerüchten zufolge im Preiswettbewerb zueinander stünden und die Gewinnmarge davon belastet würde. Meine Recherche ergab, dass es für beide genug KI-Rechenzentren zu bauen gibt. Ein Preiswettbewerb ist derzeit gar nicht nötig. Daher klettert die Aktie seither kontinuierlich auch wieder nach oben. Wenn nun jedoch der vermeintlich ach so gefährliche Wettbewerber Probleme hat, dann werden selbst diejenigen nun ihre Sorgen ad acta legen, die das Gerücht noch immer glaubten.

Wie auch immer, diese Episode sollte nun ausgestanden sein.

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Dell wird am 23.9. in den S&P 500 aufgenommen. Die Aktie springt daher heute um aktuell 6% an. Eine Indexaufnahme ist stets ein Zeichen für eine gute Geschäftsentwicklung. Der Kursrutsch der vergangenen Wochen steht damit der guten Geschäftsentwicklung entgegen. Hoffen wir mal, dass der Kurs nun folgt und weiter in Richtung seiner alten Hochs läuft.

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Gestern Abend veröffentlichte Dell Q-Zahlen, die positiv überraschten. Anleger schauten insbesondere auf die Entwicklung der Gewinnmarge, denn diese war trotz ordentlicher Umsatzentwicklung in den Vorquartalen deutlich unter Druck geraten. Man fürchtete, Dell müsse unter Preis verkaufen, um im Wettbewerb zu bestehen.

Diese Sorge wurde mit den gestrigen Zahlen zerstreut, die Gewinnmarge stieg um 3%punkte auf 11% an und liegt somit nun im Zielkorridor von Gründer und CEO Michael Dell, der 11-14% anstrebt. Insbesondere der Verkauf von KI-Servern trug zu den guten Zahlen bei: +82% Umsatz bei KI-Servern führten zu einem Konzernumsatz von 25 Mrd. USD (+9%). Der Gewinn je Aktie sprang um 9% auf 1,89 USD und liegt um 10% über den Erwartungen.

Für das laufende Quartal wird ein Umsatzwachstum von 10% anvisiert. In dieser Prognose ist für den KI-Serverbereich, der im abgelaufenen Quartal um 82% wuchs, nur ein Wachstum von 30% einkalkuliert. Einen Grund für diese zurückhaltende Prognose gab CFO Yvonne McGill nicht. Im Gegenteil, sie sprach von anhaltend starker Nachfrage und nachlassendem Wettbewerbsdruck. Ich würde die Prognose daher als konservativ bezeichnen.

Im anschließenden Analysten-Call wurde McGill gleich vom ersten Analysten gefragt, wie Dell den überraschenden Sprung in der Gewinnmarge schaffte, während Wettbewerber doch von schwindenden Margen belastet würden.

Damit Sie die Frage verstehen: Wettbewerber Super Micro, dessen Aktie dieses Jahr eine Berg- und Talfahrt vollzog, musste diese Woche die Veröffentlichung der Q-Zahlen verschieben, ein Grund wurde nicht genannt. doch man geht davon aus, dass die Zahlen so viel schlechter als erwartet sind, dass man nun zunächst strategische Überlegungen anstellt. Oder, mit anderen Worten: Super Micro eroberte den Ki-Servermarkt zwar im Sturm, erwirtschaftete dabei jedoch Verluste. Warum kann Dell also die Marge ausweiten?

McGill erklärte dies insbesondere mit den umfangreichen Dienstleistungen, die Dell im Rahmen des Baus von Rechenzentren anbietet, vom Strippenziehen bis zur Konfiguration vieler Server in einem Schritt. Außerdem habe man im abgelaufenen Quartal auf die hohen Preise der zugekauften Komponenten reagiert, indem man bspw. eigene Festplatten stärker in die verkauften Konfigurationen eingebaut habe. Sie werden sich an meine Ausführungen zum Einzelhandel von vor einer Woche erinnern: Eigenmarken zu günstigen Preisen retten viele Einzelhändler in der aktuellen Marktphase, in der Konsumenten preissensibler sind als noch vor einem Jahr. Bei Dell gibt es analog dazu eigene Festplatten.

Die positive Entwicklung der Gewinnmarge werde anhalten, so CFO McGill als Antwort auf eine weitere Analystenfrage. Der Auftragsbestand bleibt hoch (ca. 5 Quartale Backlog), und man könne konsequent die Aufträge kostengünstig abarbeiten. Kein Wunder: Die sprunghaft angestiegene Nachfrage nach KI-Rechenzentren erforderte es in der ersten Phase, in der zudem viele Komponenten aufgrund von Lieferengpässen überteuert waren, teure Komponenten zuzukaufen. Außerdem stammen die ersten Aufträge, wie damals von mir aufgezeigt, von Großkunden, die günstigere Preise bekommen, da sie eine größere Verhandlungsmacht besitzen. Nun werden KI-Server nicht mehr nur von den Hyperscalern gebaut, sondern auch von normalen Unternehmenskunden. Und da lassen sich aus Sicht von Dell bessere Preise durchsetzen.

Die Aktie von Dell war vor dem Hintergrund der Turbulenzen bei Super Micro ebenfalls nach unten gedrückt worden. Gestern sprang sie nachbörslich vorübergehend um 7% an, aktuell liegt das Plus bei 3%. Ich denke, die Quartalszahlen haben Anleger davon überzeugt, dass Dell nicht umsonst bevorzugter Partner von Nvidia-CEO Jensen Huang ist.

Übrigens sprangen gestern auch die Aktien von Eaton und Dover an, zwei Industrieunternehmen, die für den Bau von Rechenzentren verantwortlich sind. Während Dell die Innereien (Server, Kabel, ...) beisteuert, werden Gebäude und Klimaanlage von Eaton und Dover gebaut. In meinen Augen zeigen diese Zahlen, dass die KI-revolution weiterläuft. Wenn Nvidia und vielleicht noch andere Mega-Tech Aktien verkauft werden, dann nur, weil das sinkende Zinsniveau eine andere Portfoliostruktur erfordert: Zinsunabhängige Mega-Techs sind bei niedrigen Zinsen nicht mehr alternativlos.

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Nachdem die Unternehmen, die am Aufbau der weltweiten KI-Infrastruktur (Rechenzentren) beteiligt sind, aus Zweifel über die Profitabilität der KI-Technologie Anfang August besonders heftig ausverkauft wurden (-24%), sorgte eine Hochstufung durch JP Morgen für eine besonders starke Erholung bei Dell (+30%). JP Morgan nimmt Dell auf seine "Fokus-Liste", was wie ein Ritterschlag ist.

Bei Dell sitzt immer noch der Gründer Michael Dell als CEO und Chairman am Steuer. Wer darauf wettete, dass Michael Dell sich bei der KI-Revolution irrt, wettet gegen den falschen, denn Michael Dell hat in den vergangenen Jahren immer wieder ein gutes Näschen bewiesen. Nicht umsonst ist Dell der weltweit drittgrößte PC-Hersteller.

Unsere Spekulation ist leider noch im Minus, doch ich bin guter Dinge, dass die Aktie weiter ansteigen wird: Die Bewertung von Dell basiert noch auf der schwachen Umsatzentwicklung der vergangenen zwei Jahre, doch schon im laufenden Jahr wird mit einem Umsatzplus von 9% gerechnet. Das EV/EBITDA von 9 ist vor diesem Hintergrund in meinen Augen zu günstig. Wir bleiben also dabei.

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Ihr Autor ist zurück am heimischen Schreibtisch. Ich werde heute zu einer Reihe von unseren Portfoliotiteln konkret Updates schreiben, damit wir über die Ereignisse zu Einzeltiteln ein Gesamtbild des Marktes erhalten.

Dell brach diese Woche am stärksten ein (-20%) und zeigt, anders als die anderen Aktien, keine Anzeichen, eine Gegenbewegung zu starten. Die Aktie ist nicht nur Opfer der Auflösung der japanischen Carry-Trades, sondern lieferte auch eine negative Unternehmensmeldung und litt unter einer negativen Meldung eines Wettbewerbers. Im Einzelnen:

Dell verkündete am Montag dieser Woche, also am Tag des Crashs, dass man im Rahmen einer Restrukturierungskosten einige tausend Stellen im Management und Vertrieb streiche. Es handelt sich um eine weitere Runde der Stellenstreichungen, seit Februar 2023 schrumpfte die Mitarbeiterzahl von Dell von 130.000 auf 120.000. Neu ist, dass diesmal insbesondere Vertrieb und Management betroffen sind.

Das Unternehmen wolle die Hierarchien schlanker gestalten und dadurch schneller am Markt reagieren und einzelnen Managern mehr Handlungsspielraum gewähren. Jeder Vorgesetzte habe nun mindestens 15 Mitarbeiter, für die er verantwortlich sei.

Normalerweise werden Stellenstreichungen an der Börse mit steigenden Kursen beantwortet, denn weniger Mitarbeiter bedeutet weniger Kosten in der Logik der Anleger. Dass Mitarbeiter nicht nur den Gewinn schmälern, sondern insbesondere auch den Umsatz erst erzeugen, scheint an der Börse nebensächlich zu sein ;-) Doch diesmal wurde diese Meldung negativ aufgenommen.

Mitarbeiter von Dell berichten in Foren, dass man die wiederholten Entlassungswellen leid sei, dass man sich nach anderen Jobs umsehe und dass die Stimmung sehr schlecht sei. Aber auch das kenne ich zur Genüge von vergleichbaren Situationen anderer Unternehmen. Für einen Ausverkauf ist das nicht genug.

In meinen Augen dürfte diese Entlassungswelle nicht einmal überraschen, denn vor acht Wochen berichtete ich darüber, dass Dell seinen Umsatz mit wenigen Großaufträgen anstelle vieler Kleinaufträge erwirtschaftet. Großaufträge tragen geringere Gewinnmargen, dass Großkunden eine bessere Verhandlungsposition haben. Und bei geringen Gewinnmargen muss man eben irgendwo sparen, vorzugsweise beim Personal.

Ich denke also, dass die Meldung über Stellenstreichungen in einem anderen Marktumfeld vielleicht gar nicht zu einem Ausverkauf geführt hätte. Und vielleicht wäre die Aktie dann im weiteren Wochenverlauf kräftig zurückgekommen, wenn nicht ...

...wenn nicht Wettbewerber Supermicro (KI-Server mit Wasserkühlung) mit der Veröffentlichung seiner Q-Zahlen enttäuscht hätte. Supermicro hat seinen Umsatz verdoppelt und wird den Umsatz im laufenden Jahr erneut verdoppeln. Doch der Gewinn hinkt hinterher, die Gewinnmarge ist vergleichsweise gering. Das Unternehmen muss kräftig investieren, um die sprunghaft angestiegene Nachfrage nach KI-Servern bedienen zu können.

Nun geht die Angst um, dass Dell und Supermicro im Wettlauf um Marktanteile am lukrativen Zukunftsmarkt der KI-Rechenzentren kurzfristig, vielleicht sogar mittelfristig, ihre Gewinnmarge opfern müssen. Auch Dell wächst im Bereich der KI-Rechenzentren mit dreistelligen Wachstumsraten, doch auch bei Dell ist die Gewinnmarge in diesem Bereich mit 4-6% deutlich geringer als die konzernübliche Gewinnmarge von 11-14%.

Im laufenden Jahr möchte Dell 1,5 Mrd. USD mit KI-Servern umsetzen, im kommenden Jahr sollen es Analystenschätzungen zufolge schon 7,7 Mrd. USD sein, immerhin schon 8% des Konzernumsatzes.

So wird für 2025 ein Umsatzwachstum von 9% erwartet, was deutlich über den bislang avisierten 3-4% liegt. Der Gewinn soll Analystenerwartungen - oder sollte ich lieber sagen "Analystenhoffnungen" - zufolge um 31% anspringen. Doch genau diese 31% sind nun in Frage gestellt, nachdem Supermicro eine so schwache Marge auswies. Und für das laufende Jahr wir das Gewinnwachstum auf nur 3,5% geschätzt, was eben ein Resultat der hohen Investitionen ist, die auch Dell, genau wie Supermicro, in den Aufbau der erforderlichen Ressourcen für den Umsatzsprung stecken muss.

Und dann kam da noch eine weitere Hiobsbotschaft zwischen den Zeilen der Supermicro Q-Zahlen durch: Supermicro rechne für das zweite Halbjahr des laufenden Jahres nur mit einem sehr geringen Umsatzanteil der neuen Nvidia Blackwell Chips. Deren Produktion sollte nach Plan eigentlich schon gestartet sein, die Auslieferung sollte nach Aussagen von Nvidia eigentlich spätestens im Oktober anlaufen. Doch es gibt Gerüchte, dass Qualitätsprobleme zu einer Verschiebung um drei Monate führen. Wenn nun Supermicro mit nur einem geringen Umsatzanteil der Blackwell-Chips im laufenden Jahr rechnet, ist dies eine Bestätigung dieses Gerüchtes.

Neue Chips tragen am Anfang eine hohe Gewinnmarge, deren Preis reduziert sich dann sukzessive über die Zeit. Sollte sich dieses Gerücht als wahr herausstellen, so ist dies eine weitere Belastung für die Gewinnmargen von Supermicro und Dell.

Was machen wir nun aus dieser Nachrichtenlage? Nun, für mich bleibt ein Umsatzwachstum von 9%, das nicht in Frage gestellt wird. Auch wenn der Blackwell-Chip etwas später als geplant auf den Markt kommt, hat dies jedoch offensichtlich keine Auswirkung auf die Umsatzentwicklung, lediglich auf die Gewinnentwicklung. Dies bestätigt meine Einschätzung, dass alle KI-Chips, die verfügbar sind, gekauft werden.

Mit 9% Umsatzwachstum und im kommenden Jahr einem Gewinnsprung von 31%, oder vielleicht etwas weniger als 31%, bleibt die Aktie günstig bewertet: Das EV/EBITDA steht bei 7,7, was ziemlich genau dem langfristigen Durchschnitt entspricht. Die Bewertung ist also wieder so günstig, als gebe es die KI-Revolution nicht.

Während Supermicro ausschließlich KI-Server anbietet, hat Dell ein deutlich breiteres Angebotsspektrum. Daher ist die Aktie von Supermicro im Vorfeld stärker angesprungen, korrigiert nun aber auch stärker: Sie ist volatiler. Mir reicht der Wachstumsschub, den Dell durch die KI-Server erfährt.

Fazit: Mir gefällt nicht, dass Supermicro und Dell offensichtlich in einem Preiswettbewerb zueinander stehen. Das Wachstum reicht für beide, doch offensichtlich wird das Wachstum nur zu niedrigen Preisen erreicht. Dell reagiert und streicht Stellen. Das spricht insgesamt dafür, dass Dell aus dieser Situation gestärkt hervorgehen wird. Doch wie lange die Aktie nun unter Druck bleibt, kann ich schwer abschätzen. Grundsätzlich ist die Bewertung günstig, so dass ich abwarten würde.

Stephan Heibels Investmentideen werden im Heibel-Ticker Portfolio umgesetzt und können dort transparent nachverfolgt werden.

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Na läuft doch :-) Nicht nur der souveräne Auftaktsieg unserer Nationalmannschaft, sondern auch unsere Spekulation in Dell. Die Aktie war nach Q-Zahlen ausverkauft worden, weil die Gewinnmarge kleiner war als erwartet. Dell erläuterte in der Analystenkonferenz, dass man derzeit an Großkunden verkaufe, die eben eine starke Preisverhandlungsmacht besitzen. Wenn die KI-Anbieter der zweiten Reihe kommen und kleinere Einheiten bestellen, werden die Gewinnmargen steigen.

Heute wies Analyst Wamsi Mohan von der Bank of America darauf hin, dass KI-Kunden der zweiten Reihe vermutlich sogar mit Staaten um KI-Rechner kämpfen müssen, was den Preis, und somit auch die Marge, nach oben treiben dürften. Die Nachfrage nach KI-Servern von Dell werde noch lange Zeit über dem Angebot bleiben, so Mohan.

Die Aktie springt um 15% an. Bis zum Allzeithoch, das Mitte Mai kurz vor Veröffentlichung der Q-Zahlen erreicht wurde, sind es noch weitere 15%. Ich denke, die könnte Dell in den kommenden Wochen ebenfalls noch schaffen.

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Ich habe mir die Situation bei Salesforce und Dell nochmals im Detail angeschaut. Wie schon in der Ausgabe am vergangenen Freitag beschrieben, waren die Q-Zahlen der Unternehmen nicht schlecht, aber leider nicht gut genug, um die zuvor in den Himmel gestiegenen Erwartungen zu übertreffen. Der Ausverkauf der Aktien um 20% war eher eine Folge der gestiegenen Erwartungen und nicht etwa von schlechten Zahlen.

Bei Salesforce zeigt sich jedoch, dass tatsächlich erst einmal kleinere Brötchen gebacken werden. Salesforce verkauft ERP-Software, Unternehmenssoftware, die nach Mitarbeiter abgerechnet wird.

Die US-Notenbank Fed versucht mit aller Gewalt, die Konjunktur zu bremsen. Dazu muss die Arbeitslosenquote ein wenig nach oben gehen, denn, nur wenn die USA von der Vollbeschäftigung (alles unter 4% Arbeitslosigkeit) herunter kommt, kann die Nachfrage im Einzelhandel, auf dem Immobilienmarkt und in anderen Branchen gebremst werden. Bislang ist das noch nicht der Fall, aber die Fed wird die Zinsen lange genug hoch halten, um dieses Ziel zu erreichen.

Unternehmen stellen sich darauf ein. Oder besser gesagt, so langsam kommt der Druck bei Unternehmen an. Es gibt erste Anzeichen für eine Verlangsamung des Wachstums in den USA, der Einkaufsmanagerindex erreichte zuletzt den niedrigsten Stand seit Corona. Sechs Wochen in Folge ging er zurück, seit Ende 2022 notiert er durchgängig – mit einer Ausnahme – unter 50%, was für eine folgende Kontraktion in der Wirtschaft spricht.

Auch am Arbeitsmarkt sind erste Schwächeanzeichen erkennbar und Unternehmen kaufen daher bei Salesforce nicht mehr großzügig Lizenzen für ihre Mitarbeiter ein, sondern halten sich eher zurück. Zunächst möchte man mal sehen, wie viele Mitarbeiter nach der anstehenden Konjunkturschwäche noch im Unternehmen einen Salesforce-Zugang benötigen.

Es handelt sich also um eine schwache Nachfrage im Bereich der Unternehmenssoftware, die aufgrund einer derzeit ungewissen Personalpolitik folgt. Ich fürchte, das könnte noch eine Weile andauern. Daher ist Salesforce zwar, wie ich am Freitag analysierte, die günstigste Aktie unter den dreien (Dell und SAP hatte ich noch betrachtet). Aber vielleicht ist Salesforce zurecht die günstigste Aktie.

SAP ist in einem ähnlichen Umfeld unterwegs wie Salesforce. Dell hingegen, die eigentlich teuerste Aktie unter diesen dreien, bietet KI-Investitionen an. In der Telefonkonferenz mit den Analysten, die der Veröffentlichung der Q-Zahlen folgte, wurde erläutert, dass die Nachfrage seitens großer Kunden exorbitant groß ist.

Ich hatte am Freitag analysiert, dass zwar der Umsatz über den Erwartungen lag, der Gewinn jedoch nicht. Anleger fürchteten, dass Dell Margendruck hat und dass der Wettbewerb im Bereich der KI-Rechenzentren zunimmt.

Doch nach dem Lesen der Mitschrift der obigen Telefonkonferenz weiß ich nun, dass Dell derzeit Verträge mit Großkunden macht. Großkunden, die gleich ganze KI-Rechenzentren von Dell bestellen, verhandeln gute Preise. Die Marge in diesem Geschäft ist daher eher klein.

Grundsätzlich hält Dell an der Margenerwartung aus dem KI-Geschäft fest. Wenn nicht mehr ganze KI-Rechenzentren, sondern kleinere Einheiten oder vielleicht nur KI-Server bestellt werden, wird die Marge wieder steigen. Doch im ersten Schritt kommen die Großkunden, die eben bessere Preise aushandeln.

Damit gibt es also keinen Margendruck aufgrund von Wettbewerb, sondern Margendruck aufgrund von Großkunden. Dieser Margendruck dürfte schwinden, wenn die Nachfrage von kleineren Kunden kommt.

Dell zumindest geht fest davon aus, dass die Marge schon im laufenden Jahr ansteigen wird. Die Gewinnprognose des Unternehmens wurde leicht angehoben. Damit notiert die Aktie nun auf einem EV/EBITDA für das laufende Jahr von nur noch 10 während der Gewinn im laufenden Jahr um 30% anspringen soll, und im Jahr danach nochmals um 20%.

Ich möchte daher den Ausverkauf der vergangenen Woche für eine Spekulation auf Dell nutzen: Die Aktie von Dell dürfte einen Großteil des Ausverkaufs in den kommenden Monaten wieder gut machen.

Bitte warten Sie auf die Öffnung der US-Börse um 15:30 mit Ihrer Order oder nutzen Sie limitierte Orders, damit wir den Kurs von Dell hier in Deutschland nicht unnötig in die Höhe treiben.

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TERMIN 3.3.2007

3.3.:
Dell hat gestern ein grottenschlechtes Quartalsergebnis vermeldet: Der Gewinn ist um 33 % eingebrochen, der Umsatz ist um 4 % auf 14,4 Mrd. USD gefallen. Notebooks, Laptops und PCs haben die Umsatzziele nicht erreicht. Darüber hinaus streitet Dell mit den Behörden über einige Bilanzierungsmethoden, kämpft gegen die Unzufriedenheit seiner Kunden mit dem Kundendienst und wird von Aktionären wegen missleitender Informationspolitik verklagt. Und, als sei das noch nicht genug, der Wettbewerb insbesondere durch Hewlett Packard und durch Apple ist härter denn je. Kurz: Schlimmer kann's nimmer.

Den Grund dafür, daß die Aktie aufgrund dieses Quartalsergebnisses nicht eingebrochen ist, sehe ich in der Rückkehr Michael Dells. Es war bereits bekannt, daß die Situation schlecht ist. Nun muß der das Ruder herumreißen. Er hat auf der Pressekonferenz gesagt, daß dies wohl einige Quartale dauern wird. Wer den Ernst der Lage kannte wird durch diese Meldung nicht weiter überrascht worden sein.

Am Dienstag ist die Aktie Dell gemeinsam mit dem Gesamtmarkt unter Druck gewesen. Am Freitag konnte sich die Aktie von dem allgemeinen Abwärtstrend lösen und legte leicht zu. Sie haben die Möglichkeit, nochmals unter unserem Kaufkurs einzusteigen. Nutzen Sie die Gelegenheit, falls Sie nicht schon Dell-Aktien haben.

23.2.:
Die ersten Ergebnisse des Dell Idea Storm Blogs: 6.000 Kunden wünschen sich Dell-PCs mit Linus statt Microsofts Windows. 4.000 wünschen sich SUNs Open Office statt Microsofts Office. 3.000 wünschen sich einfach weniger unnötige Programme auf dem Rechner und 2.000 wollen Mozilla Firefox statt Microsofts Internet Explorer. Ihr Autor schließt sich diesen Wünschen an!

Es wäre ein gewagter Schritt, aber Dell hat bereits gute Kontakte zu Red Hat, einem Linux-Anbieter und könnte eine Version für Privatkunden in Zusammenarbeit mit Red Hat entwickeln. Die Tatsache, daß sich Dell ernsthaft mit diesen Kundenwünschen beschäftigt ist zwar zunächst nur populistisch, denn langfristig werden harte Zahlen für solche Entscheidungen benötigt. Doch Aktienkurse reagieren kurzfristig auf populistische Themen, so daß ich mir einen baldigen Kursanstieg vorstellen kann.

22.2.:
Es geht weiter: Michael Dell ist voll bei der Sache. Vorgestern holte er Ron Garriques, den ehemaligen Handy-Chef von Motorola, ins Boot. Natürlich gibt es nun Gerüchte, daß Dell ähnlich wie Apple nun auch ein iPhone entwickeln könnte. In Wirklichkeit war Garriques lange Zeit für AT&T, Philips und schließlich Motorola im Ausland und er wird für Dell die internationalen Kundenbeziehungen verantworten.

Der Vorwurf an Dell, 1 Mrd. US-Dollar Bestechungsgelder von Intel bekommen zu haben, damit keine Chips von AMD gekauft werden, hat die noch junge Beziehung zu AMD nicht belastet. Seit letztem Jahr erst gibt es Dell-PCs mit AMD-Chips und die Zusammenarbeit funktioniert gut. Ich gehe davon aus, daß der Vorwurf des unfairen Wettbewerbs schnell aus dem Weg geräumt wird.

Für künftige Entwicklungen und Verbesserungen baut Michael Dell auf seine Kunden. Unter http://www.dellideastorm.com/ können Kunden ihre Ideen veröffentlichen und untereinander diskutieren. Die Ideen, die am meisten Zuspruch bekommen, werden dann gegebenenfalls von Dell aufgegriffen.

...das sollte ich mit dem Heibel-Ticker ebenfalls tun, oder? Für Sie eine Möglichkeit schaffen, Verbesserungsvorschläge zu diskutieren.

Noch ist der Kurs von Dell nur knapp über unserem ersten Empfehlungskurs. Noch können Sie kaufen bzw. nachkaufen.

16.2.:
Michael Dell hat Michael Cannon als Präsident der Globalen Geschäfte ins Unternehmen geholt. Cannon kommt von Solectron, ein Unternehmen, daß eine schlanke Beschaffungskette als Dienstleister für Technologiefirmen anbietet. "Schlank" heißt in diesem Fall, daß Einkauf und Produktion möglichst nah am Kunden verwirklicht werden. Produktionsstätten in der ganzen Welt, insbesondere in den Schwellenländern Indien, Brasilien und auch in Polen hat Dell bereits.

Cannon sitzt im Aufsichtsrat von Adobe (Graphik-Software) und Seagate (Festplatten). Er hatte Projekte bei IBM, Boeing und Maxtor (Festplatten). Seine Kontakte gelten als Excellent, bis gestern war er CEO bei Solectron. Aber Solectron läuft nicht richtig. Die Idee des Outsourcings der Beschaffungskette, Solectron bietet hier hauptsächlich die softwaretechnische Unterstützung an, kommt nicht so richtig an.

Nun soll er seine Erfahrungen bei Dell umsetzen. Doch was genau ist derzeit das Problem von Dell: Das Überholmanöver von Hewlett-Packard, das Dell auf Rang zwei der PC-Hersteller verwiesen hat, oder die Qualitätsprobleme, die in den vergangenen Monaten viel Geld verschlangen und den Ruf schädigten?

Meiner Ansicht nach sollte zunächst einmal an der schlechten Qualität der Dell-PCs gefeilt werden, denn genau hier was Dell früher führend: gute Qualität zu vertretbarem Preis. Doch mit dem CEO von Solectron scheint Michael Dell einen anderen Weg gehen zu wollen: Senkung der Produktionskosten, egal zu welcher Qualität.

Der Umstand, das Cannon von heute auf morgen bei Solectron gegangen ist, obwohl dort ein mehrjähriges Umstrukturierungsprojekt unter seiner Federführung am laufen ist, spricht nicht gerade für ihn. Und ob gerade er der richtige Mann für Dell ist bezweifle ich. Ich werde ihn kritisch beobachten.

15.2.:
Inzwischen sind erste Details zu der angestrebten neuen Ausrichtung Michael Dells aus einem internen Rundschreiben bekannt geworden. Michael Dell beklagt zu große Bürokratie und Redundanzen im Unternehmen. Er stellt einige "harte Quartale" in Aussicht (z.B. kein Weihnachtsgeld, ...), möchte Dell jedoch in dieser Zeit wieder zum Technologieführer bei EDV-Lösungen (PCs, Server & Speicherlösungen) für kleine und mittelständische Betriebe machen.

14.2.:
In den vergangenen zwei Monaten haben insgesamt fünf Vorstandsmitglieder das Unternehmen verlassen. Das sieht mir nach einem kräftigen Umbruch aus, den Michael Dell da angestoßen hat.

2.2.07: MICHAEL DELL ZURÜCK im CHEFSESSEL

Ihrem Autor verschlägt der Blick in die Bilanz von Dell geradezu die Sprache. Nun, so muß ich also Schreiben: Es ist kaum zu glauben, wie Rollins das Unternehmen heruntergewirtschaftet hat. Ich kann mich noch an die
Gewinnmarge von Dell in den 90er Jahren erinnern: Die betrug damals nahezu 30 %. Heute steht sie bei 6,85 %. Das Umsatzwachstum war bis Mitte 2004 bei nahezu 20 % p.a., heute ist das Umsatzwachstum bei 3,4 % angelangt. Michael Dell hatte stets in etwa einen Jahresumsatz in Bar herumliegen, um handlungsfähig zu bleiben – heute stehen dem Jahresumsatz von 58 Mrd. USD lediglich Barreserven von 8 Mrd. USD gegenüber.

Die Börse hat reagiert: Inzwischen steht das KGV nicht mehr über 30, sondern nur noch bei 18. Und das bei der schlechten Gewinnmarge. Da gibt es einiges herauszuholen für Michael Dell.

Aber er wird das nicht über Nacht schaffen. Ich nehme an, als Ingenieur wird er sich zunächst um die Qualität der Dell-Rechner kümmern. Und hier müssen eben neue Konzepte her. Dell muß neue Rechner schnell und kundengerecht auf den Markt
bringen und gleichzeitig die neuesten Komponenten auf ihre Tauglichkeit im Dell-Umfeld überprüfen. Da ist eine enge Kooperation mit den Entwicklern der einzelnen Komponenten, der Festplatten, der Arbeitsspeicher, der Graphikkarten, der Funkchips, der Audiokarten, usw. notwendig. Genau dort lag die Stärke Michael Dells, der die Sprache der Entwickler sprach.

Bis solche Kooperationen wiederbelebt sein werden, Resultate bringen, in die Produktpalette Dells eingearbeitet und auslieferungsbereit sind, werden einige Monate vergehen. Ich denke, ein Jahr ist da schnell verstrichen.

Bis dann anschließend die neue Qualität beim Kunden ankommt und geschätzt wird, bis es sich also herumspricht, daß Dell wieder gute Rechner baut, werden nochmals einige Monate vergehen. Und bis dann die Umsatzzahlen ansteigen, ... nun gut, es wird an dieser Stelle klar, daß wir nicht von einer kurzfristigen
Spekulation sprechen.

Hewlett Packard operiert mit einer Marge von 7,4 % und steigert dem Umsatz derzeit um rund 8 % p.a. Ich halte das Geschäftsmodell von HP nicht für optimal, HP hat hauptsächlich vom Niedergang Dells profitiert. Derzeit ist HP wesentlich
besser auf das Vista-Geschäft vorbereitet, so daß die Bilanzzahlen von HP in den nächsten Monaten deutlich besser werden sollten.

Für Dell sprechen in meinen Augen gleich drei Gründe: Erstens der Weggang von Rollins. Zweitens die Neubesetzung durch Michael Dell, denn einen besseren Mann für diesen Posten gibt es nicht. Und drittens ist das Bewertungsniveau von Dell
inzwischen so niedrig, daß der Kurs trotz der wiederholten Hiobsbotschaften bereits im Herbst vergangenen Jahres einen Boden gebildet hat.

Ich traue es Michael Dell zu, auf Sicht von zwei Jahren das Unternehmen wieder auf die Überholspur zu setzen. Dann würde ich ein Umsatzwachstum von 8 % erwarten und eine Gewinnmarge von mindestens 15 %. Das Unternehmen würde ich dann mit einem KGV von 16 bewerten. Aufgrund der angestiegenen Gewinnmarge
würde sich der Gewinn überproportional erhöhen, es würde ein EBITDA-Gewinn von knapp 10 Mrd. USD statt der bisherigen 4,4 Mrd. USD erwirtschaftet werden. Mit einem KGV von 16 versehen, ergibt das einen potentiellen Unternehmenswert von 160 Mrd. USD, also knapp dem dreifachen des heutigen Wertes. Ein Wertzuwachs für das Unternehmen in Höhe von 100 Mrd. USD, wie eingangs erwähnt.

Allein der Name Michael Dells ist es mir wert, eine kleine Position in Dell Aktien aufzubauen. Er wird seine Zeit brauchen, es werden zunächst sicherlich noch einige unpopuläre Dinge ans Tageslicht gebracht werden und der Kurs könnte
nochmals abtauchen. Sollte dies geschehen, so werden wir nochmals nachkaufen.

Also: Kurse unter 24 USD sind für mich Kaufkurse. Kurse unter 21 USD würde ich zum Nachkaufen nutzen.

Stephan Heibels Investmentideen werden im Heibel-Ticker Portfolio umgesetzt und können dort transparent nachverfolgt werden.

Die Heibel-Ticker PLUS Mitglieder nutzen die Investmentideen in der Regel zur Orientierung für ihre eigenen Investmententscheidungen. Deren Performance ist in der Regel noch besser als die durchschnittlichen 11% pro Jahr vom Heibel-Ticker Portfolio.

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