Qualcomm - Aktuelle Aktien News und Hintergrundinfos

ISIN: US7475251036

Hier gibt es aktuelle News und Hintergrundinfos zum Kurs sowie Investmentideen zur Qualcomm Aktie.

Die Updates enthalten relevante und konzentrierte Informationen zur Qualcomm Aktie, einer möglichen Prognose bzw. Kursziel für den Aktienkurs, Charts sowie eine Einschätzung für unser Heibel-Ticker Portfolio, die Aktie zu kaufen oder nicht.

In unseren Informationen zu den einzelnen Positionen führen wir immer die jeweilige ISIN bzw. WKN der Aktie auf, geben eine aktuelle Bewertung für zu erwartende Entwicklungen ab und fokussieren uns auf eine faktenbasierte Analyse. Ebenso berichten wir über die zu erwartende Dividende und unsere Erfahrungen mit dem Unternehmen der Aktie.

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Zum Glück hatten wir zuvor schon zu deutlich höheren Kursen Teile dieser spekulativen Position verkauft. Dennoch kam dieses Quartalsergebnis völlig überraschend: Noch vor zwei Wochen war Qualcomm auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas vertreten und zu solchen Anlässen treffen sich Geschäftsführung und Analysten. Es war die ideale Gelegenheit für das Management, den Analysten mitzuteilen, dass der Preisdruck in der Branche gestiegen sei und dass Qualcomm in der Lage sei, seinen Marktanteil zu behaupten, indem man mit den Preisen runter geht.

Die Folge ist, dass die verkauften Stückzahlen sich positiv entwickeln, Umsatz und Gewinn hingegen nicht so gut. Und genau das ist es, was das Managament diese Woche völlig überraschend kund getan hat. Doch diese Erkenntnis kommt nicht von heute auf morgen und so hätte man die Analysten vorwarnen müssen.

Stattdessen haben Analysten in den vergangenen zwei Wochen ihre Schätzungen angehoben. Und bevor man seine Schätzungen anhebt, telefoniert man als Analyst mit dem Unternehmen und spätestens da hätten die Analysten einen Wink bekommen müssen "Warte mal lieber mit der Anhebung bis die Zahlen veröffentlicht sind".

Doch nichts dergleichen wurde getan, Analysten und so auch wir Anleger wurden ins offene Messer laufen gelassen. Ungeachtet der Geschäftsentwicklung hat das Management in meinen Augen damit nunmehr ein gutes Stück an Vertrauen verspielt.

Davon abgesehen ist 3G und so langsam auch 4G ein heißes Thema und als Marktführer wird Qualcomm weiter kräftig im Umsatz zulegen. Aus langfristiger Sicht ist Qualcomm ein solides Unternehmen mit überproportionalen Wachstumsaussichten. Die inzwischen 13% Kurseinbruch sind völlig übertrieben aus fundamentaler Sicht. Doch wir haben es in unserer spekulativen Beobachtungsliste gehabt und dort ist nun seine Zeit bis auf weiteres abgelaufen. Bevor die Aktie wieder deutlich höher steigt, muss Qualcomm wieder mit guten Gewinnmargen an die Öffentlichkeit kommen. So lange wollen wir nicht warten.

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Soeben hat Qualcomm sein Quartalsergebnis veröffentlicht. Mit 0,62 USD Gewinn je Aktie wurden die Erwartungen der Analysten von 0,56 USD je Aktie deutlich übertroffen. Vor einem Jahr hat Qualcomm gerade einmal halb soviel je Aktie verdient.

Der Umsatz hingegen blieb knapp hinter den Erwartungen zurück. Die 2,67 Mrd. USD (erwartet wurden 2,7 Mrd. USD) bedeuten ein Umsatzwachstum von nur 6% gegenüber dem Vorjahr, nicht gerade berühmt für ein Wachstumsunternehmen der Technologiebranche.

Das Unternehmen ist bekannt für konservative Prognosen. Doch die bisher geltende Prognose für den Umsatz im Jahr 2010 von 10,5-11,3 Mrd. USD wurde nunmehr gesenkt auf 10,4-11 Mrd. USD.

Ich muss zugeben, dass ich da mehr erwartet hätte. Unsere Position befindet sich noch gut im Plus, auch wenn nachbörslich in den USA die Aktien um 5% eingebrochen sind. Unser Kursziel von 38 Euro ist nicht erreicht worden, und aufgrund unserer großen Technologielast in der Beobachtungsliste werde ich Qualcomm morgen früh mit einem nur noch kleinen Gewinn aus dem Portfolio nehmen.

Qualcomm stattet weltweit Millionen von Handys mit Chips aus und partizipiert am Wachstum von China und Indien. Ich gehe davon aus, dass die gesenkte Prognose wieder übertroffen werden kann und dass der Kurs mittelfristig ansteigen wird. Doch kurzfristig wird die Aktie unter Druck bleiben.

Und wir haben bessere Aktien in der Beobachtungsliste, wie beispielsweise Intel, Apple, China Unicom, Vivo und Google, die allesamt auf der Welle des mobilen Internets schwimmen. Da konzentrieren wir uns nun konsequent auf die besten und Qualcomm gehört in den nächsten Wochen eben nicht dazu.

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Seit November ist die Aktie um 25% angesprungen. Das Unternehmen profitiert nun vom Weihachtsgeschäft, in dem offensichtlich wurde, wie viele kleine, mit mobilem Internet ausgestattete Geräte nachgefragt werden. Smartphones werden die herkömmlichen Handys in den nächsten Jahren weitgehend ablösen.

Ich erwarte insbesondere bei Intel, aber auch bei einer Reihe von kleineren Unternehmen mit einzelnen, speziellen Komponenten für diesen Markt eine gute Geschäftsentwicklung. Qualcomm wird meiner Ansicht nach weiter ansteigen, doch nach der Krise ist ein KGV von 35 schon recht hoch. Es gibt günstigere Aktien, die im gleichen Fahrwasser profitieren. Diese werde ich in den nächsten Ausgaben für Sie heraussuchen.

Ich würde also von unserer 75%igen Position nun einen kleinen Teil verkaufen und den Rest mit einem Verkaufslimit von 38 Euro versehen.

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Im Rahmen der Veröffentlichung des Quartalsergebnisses hat Qualcomm bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit Samsung für 3G und 4G Chips verlängert wurde. Die Aktie hat diese Meldung positiv aufgenommen, der Kurs ist kräftig angestiegen.

Dennoch war das Quartalsergebnis in meinen Augen nicht besonders gut. Umsatz und Gewinn blieben hinter den Erwartungen zurück. Auch die Prognose für das Jahr 2010, die von dem Unternehmen nun erstmals ausgegeben wurde, blieb hinter den Markterwartungen zurück.

Bereits vor der Veröffentlichung des Quartalsergebnisses hatte ein Analyst von Morgan Stanley den gesamten Chip-Sektor abgewertet. In Folge dessen war unsere Tradinposition Novellus unter den Stopp Loss gerutscht und wir mussten die Position auflösen. Doch die Reaktion auf das Qualcomm-Quartalsergebnis zeigt, dass die Abstufung falsch war und dass der Kurs noch immer viel zu niedrig ist.

Gleichzeitig hat auch Cisco sein Quartalsergebnis vermeldet und konnte die Erwartungen der Analysten übertreffen. Sie kennen meine Meinung zum Cisco CEO John Chambers: Kein anderer CEO hat sein Unternehmen so gut im Griff, kein anderer CEO kennt seine Branche so gut wie er. Und Chambers hat einen rosigen Ausblick gegeben: "Die wirtschaftliche Erholung gewinnt an Schwung!" Die Talsohle sei durchschritten und die Entwicklung im abgelaufenen Quartal habe sämtliche optimistischen Erwartungen erfüllt oder gar übertroffen.

Damit ist die Chip-Branche aus dem gröbsten raus und der Analyst von Morgan Stanley müsste nun seinen Irrtum eingestehen. Wie dem auch sei, wir bleiben bei Qualcomm dabei.

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Mit einem KGV 2010e von 17 ist Qualcomms Wachstum von 15% p.a. in meinen Augen zu niedrig bewertet. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit viel Zeit vor Gericht verbracht, um die eigenen Patentrechte durchzusetzen. Inzwischen gab es eine Reihe von Einigungen und das Unternehmen kann sich auf den 3G-Markt konzentrieren.

Der 3G-Markt wächst gigantisch, auch wenn Nokia, SonyEricsson und Ericsson schlechte Zahlen vermeldet haben. Der Druck auf dem Handy-Markt dürfte sich kaum auf Qualcomm übertragen, der Ausverkauf der Qualcomm Aktien ist daher in meinen Augen nicht gerechtfertigt. Ich bleibe also bei meiner Strategie, zu Kursen um 26 € die Position voll zu machen, ich betrachte das Kursniveau als Schnäppchen.

Beachten Sie bitte dennoch den Stopp Loss bei 24 Euro als Absicherung vor unvorhersehbaren Problemen.

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Die Wettbewerbsbehörde in Japan hat Qualcomm unfaire Vertragsgestaltungen vorgeworfen. Auch in China sind die Hürden für die Einführung des S-CDMA-Standards hoch. Da diese Bedenken derzeit in den Köpfen der Anleger kreisen ist der Kurs von Qualcomm kräftig unter die Räder gekommen.

In meinen Augen sind das kurzfristige Probleme, die das Geschäft nicht in Frage stellen, sondern nur verzögern. Qualcomm ist bekanntlich ein harter Knochen als Verhandlungspartner und dies merken nun auch die Südostasiaten. Mal sehen, wie sich die Auseinandersetzungen auflösen lassen, in der Zwischenzeit würde ich zu Kursen unter 26 Euro ein Abstauberlimit vorsehen und nachkaufen.

Für den schlimmsten Fall: Ein Stopp Loss sehe ich bei 24 Euro vor.

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Qualcomm ist ähnlich bekannt für seine ultra-konservativen Prognosen wie Apple. Es fällt dem Unternehmen nie schwer, seine Prognosen zu erfüllen. Und im Verlauf des Quartals wird dann stets ein Update über die Prognose gegeben, das dann ein wesentlich genaueres Bild des Geschäfts abgibt. So hat Qualcomm erst Mitte Juni die Prognose für das zweite Quartals deutlich angehoben.

Diese angehobene Prognose wurde nun erreicht: Bei 2,75 Mrd. USD Umsatz wurden 44 Cents je Aktie verdient. Vor einem Jahr waren es noch 2,76 Mrd. USD Umsatz und ein Gewinn von 45 Cents je Aktie. Der Markt hat diese Zahlen wie eine Katastrophe aufgenommen, die Aktie wurde um 4% ausverkauft. Oder anders formuliert: Die Kursgewinne der Tage vor dem Quartalsbericht wurden ausradiert, Gewinnmitnahmen sorgten für einen Kursrückgang.

Lassen Sie sich nicht von den negativen Berichten täuschen: Das Quartal war gut, Qualcomm hat trotz Wirtschaftskrise gut verdient und wird mit der bevorstehenden Erschließung des mobilen Internets für die Massen kräftige Umsatz- und Gewinnzuwächse verzeichnen. Der Ausverkauf ist in meinen Augen eine Einstiegsgelegenheit. Wir haben zu 31 Euro die Position eröffnet. Ich würde bei 31 Euro erneut kaufen und die Position etwas vergrößern.

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Auf meine Analyse des Smartphone-Marktes in der vorigen Ausgabe habe ich eine Menge Feedback erhalten, vielen Dank. Meine Einschätzung über die Dominanz des iPhones wurde kritisiert, darüber hinaus wurden eine Reihe andere Anbieter genannt, die ebenfalls ein Smartphone anbieten.

Nun, die größten Wachstumsraten weisen Apple, Palm und Research in Motion auf. Doch diese Woche gab es eine Meldung, die den Markt in Aufruhr bringen könnte: Nokia und Intel haben eine Kooperation zur Entwicklung von Smartphones und ähnlichen Kleingeräten verkündet. Damit hat sich der Weltmarktführer bei Handys mit dem Weltmarktführer bei Chips zusammen getan. Diese Kooperation sollten wir ernst nehmen.

Dabei ist es sekundär, ob das daraus resultierende Smartphone „besser“ oder „schlechter“ ist als das iPhone, denn diese Entscheidung wird mit zunehmender Reife der Produkte Geschmackssache werden. Wichtig ist hingegen, dass wir nunmehr ein günstiges Smartphone von Nokia erwarten dürfen. Damit wird es einen Preiskampf geben, aber das hatte ich ja letzte Woche schon in Aussicht gestellt.

Wichtig ist, dass sich eines ändern wird: Wenn ich heute erzähle, dass ich ein iPhone bestellt habe (und dieses Wochenende bekommen werde), dann werde ich belächelt: „Wofür braucht man das?“, werde ich gefragt und meine Standardantwort lautet „in den vergangenen Jahren habe ich ein Handy nur zum Telefonieren verwendet, doch nun sind die Smartphones reif, um meine Arbeit sinnvoll zu unterstützen“.

Und in zwei Jahren werden Smartphones meiner Einschätzung nach den Großteil der Handys ausmachen. Es wird also einen Preiskampf geben, aber dieser Preiskampf wird in einem Wachstumsmarkt stattfinden. Es gibt dort genug Platz für mehrere Anbieter und während ich glaube, dass Nokia händeringend ein ordentliches Smartphone braucht, um seine Poleposition zu halten, werden Apple, RIM und Palm zwar ihre Preise senken, aber noch lange nicht in einen ruinösen Preiskampf eintreten müssen.

Während Intel aus dem PC-Chip Markt nun in den Mobilfunkmarkt expandiert, ist der Marktführer des Mobilfunkmarktes dabei, in den PC-Markt zu expandieren.


QUALCOMM MARKTFÜHRER BEI CHIPS FÜR SMARTPHONES

Qualcomm habe ich schon häufiger vorgestellt, doch bislang war mir die Aktie meist zu teuer für eine Empfehlung. Doch wenn sich die Smartphone-Anbieter um Marktanteile streiten, wird sich der Anbieter des Mobilfunkchips über eine steigende Nachfrage freuen. Ohne Qualcomm geht heute nichts im Markt der Smartphones.

Das hat sich diese Woche geändert, denn Intel will in diesen Markt hinein – und das nachdem Intel vor zwei Jahren seine Mobilfunkchip-Sparte verkauft hat. Heute sieht Intel, dass künftig ohne Mobilfunk selbst bei Laptops nichts mehr geht.

Das hat nämlich auch Qualcomm bemerkt und entwickelt daher einen Chip, der insbesondere bei den kleinen, billigen Laptops (ich schreibe bewusst nicht günstig!) eingesetzt werden soll. Damit expandiert Qualcomm in den Markt von Intel hinein, während Intel in den Markt von Qualcomm expandiert. Damit kriegt Intel nun erstmalig seit Jahrzehnten ernstzunehmende Konkurrenz. Denn Qualcomm hat seinen angestammten Markt, in dem das Unternehmen 75 Mrd. USD Umsatz generiert und in den vergangenen Jahren 9 Mrd. USD Barmittel anhäufen konnte. Es wird schwer für Intel, in diesen Markt hinein zu kommen.

Intel selbst macht derzeit 91 Mrd. USD Umsatz und hat ebenfalls 9 Mrd. USD Barmittel angehäuft.

Vergleichen Sie das einmal mit den 2 Mrd. USD Umsatz von AMD, dem immer wieder zitierten Wettbewerber von Intel, der jedoch bis über beide Ohren in Schulden steckt. Nein, AMD ist und bleibt ein Alibi-Wettbewerber für Intel, damit die Kartellbehörde zufrieden gestellt ist.

Qualcomm ist nun jedoch ein Wettbewerber mit ähnlicher Schlagkraft, mit einem ebenfalls starken Stammgeschäft, in dem Intel nur wird schwer Fuß fassen können und mit einer Innovationskraft, die Brancheninsidern zufolge besser ist als die des altehrwürdigen Platzhirsches Intel.

Vor diesem Hintergrund sehe ich die Kooperation von Nokia mit Intel als eine Kooperation der Schwächeren. Sowohl Nokia steht mit dem Rücken zur Wand, denn es verliert Marktanteile an die innovativeren Smartphones, als auch Intel steht mit dem Rücken zur Wand, denn es hat zu fürchten, dass Qualcomm das derzeit einzige Wachstumsgeschäft der PC-Branche, die Mini-Laptops erobert.

Während Intel und Nokia diese Woche erst beginnen, hat Qualcomm seinen Chip für Mini-Laptops bereits fertig, es gibt nach Unternehmensangaben derzeit 100 Produkte, in denen der Chip getestet wird. Toshiba hat bereits das erste Produkt auf den Markt gebracht, das diesen Chip enthält.

Wir haben bereits Apple und die Deutsche Telekom in unserem Portfolio. Ich nehme nun noch Qualcomm hinzu, um an diesem neuen Mega-Trend, wie ich ihn letzte Woche bezeichnet habe, zu partizipieren. Aufgrund der turbulenten und ungewissen Marktsituation rate ich nur zu einem sehr disziplinierten Einstieg.

Das Kurstief bei Qualcomm war, anders als im breiten Markt, bereits im November vergangenen Jahres erreicht, seither ist der Kurs um 50% angesprungen. Mit dem Überspringen der 45 USD gibt es nun mittelfristig weiteres charttechnisches Aufwärtspotential bis 50 USD. Ich würde jedoch darauf zählen, dass der Kurs zuvor nochmals unter 45 USD fällt, bevor der Anstieg sich fortsetzt.

Die Wachstumsrate von Qualcomm für die nächsten 5 Jahre wird auf 13% geschätzt, dort sind jedoch die möglichen Erfolge im neuen Markt der Mini-Laptops noch nicht enthalten. Das KGV beträgt aktuell 40, da das Unternehmen kräftig abgeschrieben hat. Auf Basis der Schätzung für das kommende Jahr steht das KGV bei 19. Das ist für die Marktposition sowie die aktuelle Wachstumsgeschwindigkeit angemessen.

Ich erwarte hier also keine plötzliche Kursexplosion, sondern zähle darauf, dass Qualcomm schrittweise Erfolgsmeldungen über seinen Chip für Mini-Laptops vermelden wird, was den Kurs dann beflügeln könnte.

Als Gefahr sehe ich natürlich Meldungen über Erfolge der Intel/Nokia-Kooperation, doch wie schon gesagt, diese Meldungen sollten in meinen Augen kurzfristiger Natur sein, denn es handelt sich um eine Kooperation der Schwächeren.

Qualcomm wird auch an der Frankfurter Börse gehandelt, doch das Handelsvolumen ist nicht besonders hoch, da das Unternehmen hier in Deutschland noch kaum bekannt ist. Bitte verwenden Sie daher limitierte Kaufaufträge.

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TERMIN 25.1.2007:

25.1.: Qualcomm hat sein Quartalsergebnis veröffentlicht. Die Umsätze sind um 16 % angestiegen, der Gewinn nur um 4,5 %. Damit wurden zwar die Erwartungen leicht übertroffen, die Erwartungen waren jedoch in den vergangenen Monaten immer wieder nach unten revidiert worden.

Ich habe mir den Quartalsbericht sorgfältig durchgelesen, auch die anschließende Pressekonferenz habe ich durchgearbeitet. Dabei habe ich mir nun ein neues Bild von Qualcomm geschaffen, ich ändere also meine Meinung.

Die Umsätze wachsen derzeit nur noch mit 16 %, dadurch ergibt sich ein maximales KGV von 32. Gleichzeitig werden die Gewinne durch hohe Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten ausgegeben. Damit läßt sich auf der einen Seite argumentieren, daß nach Beendigung der Rechtsstreits diese Kosten nicht mehr anfallen und der Gewinn überproportional ansteigt. Das ist richtig und dieses Argument hatte ich in den vergangenen Monaten stets im Hinterkopf als möglichen Bonus für die Aktien. Aber beim hören der Pressekonferenz habe ich einen neuen Gedanken, der meines Erachtens schwerer wiegt:

Qualcomm steht nicht mit Wettbewerbern vor Gericht, sondern mit den eigenen, besten Kunden. Die Streitigkeit wird mit Nokia, dem weltweit größten Handy-Hersteller, ausgefochten. Egal, wer im Frühjahr als Sieger aus den Verhandlungen hervorgehen wird, Nokia wird künftig alles tun, um sich von der Abhängigkeit von Qualcomm zu lösen.

Ich bin normalerweise schon skeptisch gegen Unternehmen, die sich mit ihren Wettbewerbern nicht einigen können und vor Gericht ziehen. Wenn ein Unternehmen sich allerdings nicht einmal mehr mit seinen Kunden einigen kann, dann spricht das ganz und gar nicht für die Kommunikationsqualitäten des Management. Über kurz oder lang werden die Wettbewerber Alternativen finden, und dann wird Qualcomm alleine dastehen.

Unsere Position ist mit 6 % im Plus. Den Boden der Kurskorrektur bei Qualcomm habe ich im August vergangenen Jahres richtig erkannt. Für einen nachhaltigen Kursanstieg jedoch müsste sich Qualcomm mit seinen Kunden gütlich einigen - und das ist nicht in Sicht.

Ich verabschiede mich also aus der Spekulation in Qualcomm.

16.1.: Mitte April läuft der Nutzungsvertrag von Nokia für die Mobilfunkdatenübertragungstechnologie von Qualcomm aus. Bei den Verhandlungen für einen Nachfolgevertrag wirft Nokia Qualcomm unfaire Preise vor und möchte diesen Vorwurf vor einer Wettbewerbskommission austragen. In der EU und in Korea sind entsprechende Verfahren bereits am Laufen.

Die Chancen, daß Nokia mit seiner Forderung durchkommt ist allerdings gering, da bereits 135 andere Unternehmen die Preise von Qualcomm akzeptiert haben.

Bis April muß eine Lösung her, egal wie. Ich denke, daß diese Ungewißheit auf der Aktie lastet. Wenn Nokia als Kunde von Qualcomm abspringt, dann würde dies 4-6 Cents vom erwarteten Gewinn des laufenden Jahres abschneiden. Bei einem erwarteten Gewinn von 1,78 USD wären das bis zu 3 %.

Ich halte die Auswirkungen für überschaubar und rechne auch nicht damit, daß Nokia sich durchsetzen wird. Nokia kommt ohne diese Technologie nicht aus. Vielmehr denke ich, daß die Zitterpartie um den Aktienkurs dadurch im Frühjahr endlich beendet sein wird. Halten.

4.1.: Viel schlimmer kann's nimmer: Qualcomm gibt unverhältnismäßig viel Geld für Gerichtsprozesse aus: Gegen Wettbewerber, aber auch gegen die eigenen Kunden! In Korea wird nun gegen Qualcomm in Sachen Kartellrechtsverletzungen ermittelt. Es wurde eine Gewinn- und Umsatzwarnung herausgegeben und das Unternehmen operiert im Handy-Markt, einem Markt, der ohnehin von ruinösem Wettbewerb gezeichnet ist. Und trotz all diesen Rahmenbedingungen steigt die Aktie heute um 3 % an. Ein Boden?

Nun, es scheint mir, als würden Anleger über diese negativen Rahmenbedingungen hinwegsehen, um ein wenig Wachstum ins Depot zu bekommen. Denn Wachstum kam im vergangenen Jahr aus dem Rohstoffsektor, nun sucht man Wachstum wieder im alten Tech-Bereich. Und da ist Qualcomm ein beliebter Kandidat. Halten.

21.12.: Qualcomm hat zwei Akquisitionen vorgenommen: Zum einen wurde Airgo gekauft, ein Unternehmen, daß im Bereich WLAN Access Points sowie WLAN-Chips in Laptops agiert. Zum anderen hat Qualcomm die Bluetoothsparte von RF Micro Devices gekauft.

Mit diesen Schritten macht Qualcomm seinen Führungsanspruch im Bereich der Drahtlostechnologien im Mobilfunkbereich klar. Mobilfunktelefone mit WLAN-Funktionalität werden künftig an Hot-Spots das VoIP-Telephonieren ermöglichen. Mit der Bluetooth-Technologie wird es den Chipentwicklern ermöglicht, Mobilfunkchips zu entwickeln, die bereits Blutooth enthalten. Derzeit ist die Blutooth-Technologie eine Funktion, die in ihrer Anwendung umständlich ist und separat im Handy implementiert werden muß.

Qualcomm ist für mich daher weiterhin einer der Top-Kandidaten für de Jahr 2007. Halten.

13.11.: Dieses Wochenende stand ein ausführlicher Artikel im Forbes Magazine. Darin wurde Paul Jacobs näher beleuchtet. Er ist der Sohn des Gründers Irwin Jacobs und versucht nun mit seinen 44 Jahren in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.

Irwin hatte den CDMA-Standard für die Mobilfunknetze in den USA durchgesetzt, während der Rest der Welt auf GSM-Standard läuft. Die CDMA-Technologie war besser und diente anschließend als Grundlage für die UMTS (G3) - Technologie. Qualcomm kassiert dicke Lizenzgebühren bis zum heutigen Tage.

Der nächste Sprung der Mobilfunktechnologie wird in Richtung TV erwartet. Auch dort gibt es schon wieder zwei konkurrierende Technologien: Die HDT-H-Technologie, die bereits verbreitet ist und die MediaFLOW-Technologie von Qualcomm, die wieder besser sein soll, aber bislang lediglich von Verizon Wireless lizensiert wurde.

Wird es Paul Jacobs gelingen, MediaFLO zum Branchenstandard zu machen, wie es seinem Vater mit CDMA gelungen ist? Die Antwort auf diese Frage wird den Kurs von Qualcomm für die nächsten Jahre beeinflussen. Ich gebe Jacobs gute Chancen, daher bleibt Qualcomm in unserer Empfehlungsliste.

8.11.: Heute wurde die Streitsumme zwischen Nokia und Qualcomm bekannt: Qualcomm möchte jährlich 500 Mio. USD von Nokia für die Nutzung der CDMA-Lizenz haben. Na, das ist ein dicker Fisch. Auch wenn Qualcomm nur einen Teil der Summe durchbekommt, dann wird dies dem Kurs Beine machen.

3.11.: Qualcomm Quartalsgewinn mit 0,42 USD um einen Cent besser als erwartet, Umsatz mit 2 Mrd. USD ebenfalls leicht über den Erwartungen. Der Kurs steigt leicht an.

28.10.06: Kommenden Donnerstag, den 2.11., wird das Quartalsergebnis veröffentlicht. bei 1,98 Mrd. USD Umsatz sollen 0,41 USD je Aktie verdient werden.

20.10.06: Qualcomm ist Kummer gewohnt: Das Hauptgeschäft des Unternehmens
ist das Entwickeln von Technologien für die mobile Kommunikation. Auf der CDMA-Technologie für Audio-Übermittlung beruhen über die Hälfte aller verkauften Handys, Qualcomm kassiert dafür von Motorola, Nokia und SonyEricsson ordentlich Patentgebühren. Zwei Drittel der Einnahmen von Qualcomm sind Lizenzeinnahmen für Patente.

Auch in der neuen Technologie der mobilen Datenübertragung über UMTS hält Qualcomm wichtige Patente. Doch hier wollen die Lizenzpartner nicht mehr zahlen. Von allen Seiten wird Qualcomm bombardiert mit Vorwürfen, zu hohe Lizenzgebühren zu verlangen oder aber andere Patente zu verletzen.

Erst vor wenigen Wochen wurde ein Urteil gegen Qualcomm gefällt, demzufolge Qualcomm ein Patent des Wettbewerbers Broadcom verletze. Es wurde zwar bei drei Patenten auf Unterlassung geklagt, das Gericht jedoch sah nur einen Fall der Patentverletzung und entschied nicht auf Unterlassung, sondern auf eine Geldstrafe.

Dieses Urteil allein betrachtet war nicht so wichtig. Allerdings zieht eine Vielzahl von Unternehmen in die Schlacht gegen Qualcomm. Von Intel und Broadcom über Motorola bis hin zu Nokia, das erst heute eine härtere Gangart gegen Qualcomm ankündigte.

Qualcomm hat also eine Menge Neider. Die erfolgreiche Entwicklungsarbeit wird dem Unternehmen nun madig gemacht. Kein Wunder, dass die Industrie an einem Strang gegen Qualcomm zieht: 5 % des Handy-Preises gehen durchschnittlich an Lizenzgebühren an Qualcomm.

Mit der ganzen Industrie gegen sich fällt es nicht schwer, nachzuvollziehen, wie der Kurs der Qualcomm Aktien in den vergangenen Monaten von 55 US-Dollar unter 35 US-Dollar fallen konnte. Mit unserem Einstieg bei 36 US-Dollar haben wir so ziemlich den Boden erwischt.

Es werden noch einige Monate mit Vorwürfen und eventuell Klagen folgen. Doch Qualcomm hat den Ruf, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern mit aller Härte gegen solche Praktiken vorzugehen. Vor etwas über einem Jahr übergab der Unternehmensgründer Dr. Irwin Mark Jacobs das Ruder an seinen Sohn Dr. Paul Jacobs. Paul kennt die Neider und weiß mit ihnen umzugehen – das hat er von seinem Vater gelernt.

Bei Wachstumsraten von 43 % im Umsatz ist das Bewertungsniveau von 27 im KGV lächerlich günstig. An meinem Kursziel von 45 USD bis Mai 2008 halte ich fest– lassen Sie sich durch die vielen negativen Meldungen nicht verunsichern.

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