Heibel-Ticker PLUS Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
20. Jahrgang - Ausgabe 42 (17.10.2025)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Kreditsorgen führen zu Ausverkauf |
| 2. | So tickt die Börse: China-Konflikt eskaliert kontrolliert, IPOs außer Kontrolle |
| - IPO Circle | |
| - IPO Ottobock | |
| - Spekulationsblase | |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Ausverkauf erzeugt noch keine Panik |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Die 5 besten Wachstumsunternehmen der Welt |
| - Aktuelles Marktgeschehen | |
| 5. | Update beobachteter Werte: Salesforce, Medios, Capital One Financial |
| - Salesforce: Benioff verkündet Wachstumsbeschleunigung auf Dreamforce | |
| - Medios: Wiederaufnahme in SDAX | |
| - Capital One Financial: Kreditsorgen drücken Aktienmärkte | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Kreditsorgen führen zu Ausverkauf
Liebe Börsenfreunde,
In Kapitel 2 schaue ich mir die jüngsten Schritte des Handelsstreits zwischen den USA und China näher an: Auch ein Chip-Hersteller aus den Niederlanden ist nun involviert. Die Verstaatlichung eines chinesischen Unternehmens in Holland ist kein isoliertes Ereignis, sondern Ausdruck einer sich zuspitzenden technologischen Entkopplung, die mittlerweile auch Exportkontrollen auf Seltene Erden, Strafzölle und neue Machtspiele zwischen Washington, Peking und Den Haag umfasst. Aus Wirtschaftspolitik ist längst Geopolitik geworden.
Der Ausverkauf am heutigen Freitag sorgt an den Märkten zwar für Verunsicherung, doch Panik ist noch keine in Sicht. Die Stimmung kühlt ab, ohne dass Anleger den Optimismus völlig verlieren. In Kapitel 3 lesen Sie, warum unsere Sentimentdaten eher auf eine gesunde Zwischenkorrektur deuten.
Nach monatelangem Feinschliff meines neuen Bloomberg-Screenings habe ich die spannendsten Wachstumswerte der Welt herausgefiltert: Unternehmen, die hohes Wachstum mit vertretbarer Bewertung verbinden. Überraschender Sieger ist AppLovin, das mit seiner KI-gestützten Werbeplattform den mobilen Markt revolutioniert. Dahinter folgen eine Reihe von KI-Unternehmen sowie auch ein Finanzunternehmen. Alle Details dazu sowie die Kriterien, die ich anlegte, lesen Sie in Kapitel 4.
Das Kapitel 5 beinhaltet drei Updates zu Medios, die wieder in den SDAX aufgestiegen sind, und Salesforce, das wieder in die Sphären eines Wachstumsunternehmens aufgestiegen ist :-) Außerdem schaue ich auf den heutigen Ausverkauf in Capital One, die von der Zions Bank mit in den Abgrund gerissen wurde.
Die beiden heutigen Leserfragen drehen sich zum einen um den US-Dollar Wechselkurs und meine Erwartung zu dessen künftiger Entwicklung. Ich habe ein paar Aspekte aufgezeigt. Zum anderen werde ich gefragt, warum denn große Finanzhäuser wie Vanguard große Positionen in den Meme-Aktien eingehen. Die Antwort lesen Sie in Kapitel 6.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: China-Konflikt eskaliert kontrolliert, IPOs außer Kontrolle
Ein Heibel-Ticker Mitglied machte mich auf die Verstaatlichung der chinesischen Nexperia in den Niederlanden aufmerksam. Ich habe ein wenig recherchiert und stieß auf die Hintergründe der aktuellen Eskalation zwischen China, den USA, die Hintergründe für die Ausfuhrkontrollen auf Seltene Erden und Chip-Maschinen.
Ich kann nur meinen Lieblingsspruch der Wirtschaftswoche wiederholen: Nichts ist spannender als die Wirtschaft.
ASML ist einer der weltweit größten Maschinenbauer in der Halbleiterbranche. Die Produktion der High-End KI-GPUs läuft zu einem großen Teil auf den optischen Lithographie-Systemen von ASML. Seit einigen Jahren unterliegen diese Maschinen strikten Exportbeschränkungen, die USA haben darauf gedrängt, dass China nicht beliefert wird.ASML ist der Dreh- und Angelpunkt der europäischen Chip-Industrie. In den Niederlanden ist, wenn wir die niederländische NXP hinzu ziehen, das Know-how der europäischen Chip-Industrie konzentriert. Der Chip-Produzent NXP gliederte 2017 seinen im Konzern befindlichen Maschinenbauer Nexperia aus. Nach kurzer Zeit hielt Wingtech aus China die Mehrheit an Nexperia, 2020 wurde Nexperia dann 100%ige Tochter der chinesischen Wingtech.
Die chinesische Wingtech beteiligte sich 2021 an dem britischen Chip-Maschinenbauer Newport-Wafer-Fab aus Wales, doch 2022 wurde diese Beteiligung von der britischen Regierung "aus Sicherheitsgründen" rückabgewickelt. Das war schon ein erster Fingerzeig, dass auch Chip-Unternehmen aus dem Bereich der Massenchips, also nicht nur High-End, politisch mit Argusaugen beobachtet wurden.2023 wurde bekannt, dass Nexperia-Chips in russischem Militärgerät gefunden wurden. Daraus folgerte man, dass die gegen Russland bestehenden Sanktionen von Nexperia über China umgangen wurden.
Im Dezember 2024 landete die chinesische Wingtech schließlich auf einer Sanktionsliste des US-Handelsministeriums, das kritische Unternehmen für die Beziehungen zu China listete. Man ging zunächst davon aus, dass aus dieser Liste direkte Folgen nur für die chinesische Wingtech zu erwarten seien. Doch am 29. September, also vor zwei Wochen, wurden die aus dieser Liste folgenden Beschränkungen auch auf Tochtergesellschaften mit mehr als 50% Anteil ausgeweitet. Somit fallen nun auch die Produkte der 100%igen Tochter Nexperia unter die Handelsbeschränkungen.
Einen Tag später, also am 30. September, beschlossen die Niederlande die Verstaatlichung von Nexperia mit der Begründung, die Versorgungssicherheit von Gütern zu schützen. Kleinchips mit hohem Volumen seien systemrelevant. Der chinesische CEO von Nexperia wurde abgesetzt, das Unternehmen wurde unter "vorübergehende" staatliche Kontrolle gesetzt. Dieser Schritt wurde aber erst am 12. Oktober öffentlich gemacht.
Die Verstaatlichung von Nexperia ist sicherlich nicht der Grund für die Gegenmaßnahmen Chinas, aber bestimmt symptomatisch für die aktuelle Verfassung der Beziehungen zwischen China und den USA. Die Ausweitung der obigen Regel führt dazu, dass auch Beteiligungen von Huawei und SMIC erfasst werden können. Zudem werden strengere Anforderungen an die Offenlegung der häufig sehr komplexen Beteiligungsstrukturen der chinesischen Unternehmen gestellt. Die Entkopplung der chinesischen Wirtschaft vom Westen nimmt immer mehr Form an.
Am 9. Oktober reagierte, und ich behaupte mal, es ist eine Reaktion, China mit der Einführung von erweiterten Ausfuhrbeschränkungen für Seltene Erden. Am 10. Oktober reagierte wiederum US-Präsident Donald Trump mit der Androhung von 100% Strafzoll auf alles aus China.
Seither befinden wir uns wieder in der Rhetorik der Trumpschen Administration, die Anleger schon so häufig in die Irre geführt hat. Finanzsekretär Scott Bessent gibt vollmundig bekannt, dass man China nun härter anfassen werde, ungeachtet eventueller Aktienmarktturbulenzen. Trump selbst spricht davon, dass Präsident Xi einen Fehler gemacht habe und nun nach einem Ausweg suche.Die Aktien von Minenunternehmen, die Seltene Erden außerhalb China beschaffen wollen, schießen in die Höhe. Dabei sind die Seltenen Erden Chinas Trumpf, den Anleger schon seit Monaten erwarten. Hier eine Übersicht über die Kursgewinne seit Jahresbeginn:
MP Materials: +731%
USA Rare Earth: 184%
Critical Metals: 121%
NioCorp Developments: 570%
United States Antimony Corp: 590%
Die Begründungen Chinas und der USA für die jeweiligen Schritte sind übrigens identisch: Die Seltenen Erden bzw. die Chips würden für militärische Anwendungen verwendet. Beide haben recht und so ist die "Eskalation" eigentlich nichts weiter als die Fortsetzung der Entkopplung zweiter Nationen, die sich nicht mehr über den Weg trauen.Nach seinem Erfolg in Israel scheint er nun Rückenwind zu verspüren, auch andere Krisenherde mit gesteigerter Härte anzugehen, wie wir an seinem Vorgehen gegen China sehen. Auch gegen Russland zieht er die Daumenschrauben an. Während die US-Wirtschaft sehr robust dasteht, droht Putin das Geld auszugehen. Am Donnerstag Nachmittag telefonierte Trump schließlich auch mit Putin.
Die für mich wichtige Frage ist: Wer sitzt am längeren Hebel? Nach dem Erfolg in Israel hat Donald Trump Rückenwind. Lassen wir uns überraschen, wie lange der Rückenwind anhält und welche Erfolge er in dieser Zeit verzeichnen wird.
IPO Circle
Anfang Juni ging Circle, der Krypto-Anbieter eines Stablecoins auf den US-Dollar, an die US-Börse. Der Ausgabepreis betrug 31 USD, ich berichtete seither mehrfach über das Unternehmen. Es handelte sich um einen Scheibchen-IPO. So nenne ich einen IPO, der nur mit sehr wenigen der insgesamt ausstehenden Aktien durchgeführt wird. Zudem landete der Löwenanteil der IPO-Einnahmen bei Altaktionären und nicht in der Unternehmenskasse, wie es durch die Ausgabe eigener Aktien eigentlich praktiziert wird.
Das Thema war beliebt, Circle verspricht einen vergleichsweise sicheren Einstieg in die Kryptowelt. Die Nachfrage überstieg die wenigen ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches. Vom IPO-Preis von 31 USD stieg die Aktie binnen zwei Wochen auf 298,99 USD. Ich warnte vor dem Einstieg in diese Aktie, da der Aktienpreis bei diesem IPO-Verfahren nicht den Wert des Unternehmens widerspiegelt, sondern lediglich das Resultat des knappen Angebots ist. Seither fiel die Aktie auf zwischenzeitlich 110 USD zurück, aktuell notiert sie bei 134 USD.
Ist damit der Boden durchschritten? Nein, nach nunmehr vier Monaten an der Börse lüften sich eine Reihe von Verkaufssperren. Aktuell sind noch immer nicht einmal 10% der ausstehenden Aktien im freien Handel. Den Rest halten Großaktionäre, die frühzeitig, lange vor dem Börsengang, investierten. Für diese Aktionäre gibt es Sperrfristen, die im Rahmen des Börsengangs vereinbart werden. In dieser Zeit dürfen sie ihre Aktien nicht verkaufen. Diese Sperrfristen sind häufig 3, 6 oder 12 Monate, damit es in der ersten Zeit nach dem Börsengang kein Überangebot gibt.
Der Kursanstieg von 31 auf 198,99 USD war also das Resultat des knappen Angebots. Nun befinden wir uns in der Phase, in der sich das Angebot ausweitet. Häufig läuft der größte Teil der Sperrfristen nach 6 Monaten aus.
Für das laufende Jahr gehen Analysten von einem Umsatz von 2,6 Mrd. USD aus, der Gewinn (EBITDA) soll bei rund 1 Mrd. USD liegen. Der Enterprise Value liegt aktuell bei 30 Mrd. USD. Damit haben wir ein EV/EBITDA von 30. Für das erwartete Umsatz- und Gewinnwachstum von rund 30% ist das gar nicht so teuer.
Mag also sein, dass der Kurs sich auf dem aktuellen Niveau halten kann. Aber wenn noch 90% der Aktien in den Händen von frühen Investoren liegen, dürfte jeder Kursanstieg mit frischen Aktien beantwortet werden, die in den Handel gegeben werden. Ich würde also weiterhin abwarten, bis zumindest 30% aller Aktien in den freien Börsenhandel gegeben wurden.
IPO Ottobock
Ganz anders lief es bei Ottobock, dem weltgrößten Anbieter von Prothesen, der vergangene Woche in Deutschland an die Börse ging. Das Unternehmen wurde von den durchführenden Banken auf einen Wert von 5 Mrd. EUR gesetzt, der Emissionspreis lag bei 66 Euro. Für 500 Mio. EUR Umsatz bei einer Wachstumsrate von 7% ist das ein stolzer Preis. Das EV/EBITDA liegt bei 120.
Mit der ersten Euphorie über den seit langer Zeit mal wieder ersten Börsengang sprang die Aktie auf 72 Euro, um seither kontinuierlich gen Süden zu schlittern. Aktuell steht sie bei 65 Euro, und damit unter dem IPO-Preis. Alle Anleger, die diese Aktie zum Börsengang gezeichnet haben, liegen nun also im Minus.
Der Erlös des Börsengangs fließt auch bei Ottobock hauptsächlich an die Eigentümerfamilie, die damit eigene Schulden abbauen möchte, die sie im Zuge des Erwerbs von Ottobock-Aktien vor einem Jahr aufnahm. 15,65% der Aktien befinden sich nun, nach dem Börsengang, im Streubesitz.
Wenn man ein Unternehmen an die Börse bringt, ist es für eine langfristig stabile Beziehung zwischen Unternehmen und Eigentümern (Aktionären) wichtig, dass die Aktionäre zufrieden sind. Mit einem IPO-Preis, der so hoch angesetzt wurde, dass erst einmal alle Aktionäre ins Minus rutschen, wird dieses Ziel nicht erreicht. Sobald die Aktie irgendwann mal wieder in Richtung 66 Euro klettern sollte, werden sich diese enttäuschten Aktionäre von ihren Aktien trennen.
Ganz abgesehen davon, dass mit einem solchen negativen Beispiel der Markt für weitere Börsengänge nicht gerade rosig aussieht. Wer Ottobock gezeichnet hat, der hat gelernt, dass mit dem IPO-Preis die Bewertung erst einmal ausgereizt ist. Beim nächsten IPO wird man sich zurückhalten, wenn die gleichen Halunken, Tschuldigung, Emissionsbanken am Werk sind.
Spekulationsblase
Meine Auflistung der Aktien, die ich in einer Spekulationsblase sehe, hatte vor einer Woche das Interesse einiger Heibel-Ticker Mitglieder geweckt. Hier daher eine fortgeführte Liste inklusive der Kursgewinne seit Jahresbeginn:Quantumcomputer: Rigettii Computing: 188%, D-Wave Quantum: 293%
Krypto: IREN: 509%, Cipher Mining: 266%, CleanSpark: 109%, Eightco Holdings: 349%, BitMine Immersion: 573%, Brera Holdings: 106%
Alternative Energien: Brennstoffzelle: Plug Power: 60%, Bloom Energy: 291%, EOS Energy: 184%, SES AI: 38%
Nuclearenergie: OKLO: 593%, Nuscale Power: 119%, Energy Fuels: 297%
Weltraum: Planet Labs: 264%
... und da habe ich noch gar nicht erzählt, welche KI-News diese Woche verkündet wurden: Oracle bekam vor einer Woche einen Milliardenauftrag von OpenAI. Diese Woche bestellt Oracle 50.000 KI-GPUs bei AMD. ASML, das erwähnte ich oben, veröffentlichte Q-Zahlen, die über den Erwartungen lagen ... und das, ohne seine High-End Komponenten nach China verkaufen zu dürfen. Taiwan Semiconductor hob den Ausblick für das laufende Jahr 2025 von 30% auf 35% Umsatzwachstum an. Rene Haas, CEO von ARM Holding, trat auf CNBC mit Meta Glases im Fernsehen auf. Darin seien ARM-Chips enthalten, die eigenständig KI-Modelle nutzen können (Inferencing), ohne Daten über das Internet auszutauschen.
Ich bleibe also bei meiner Einschätzung, dass sich die KI-Revolution noch immer in einem frühen Stadium befindet. In Kapitel 4 zeige ich Ihnen, welche Unternehmen derzeit die besten Wachstumswerte ausweisen. Schauen wir nun erst einmal auf die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes:
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 17.10., 14:41 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ |
| DAX | 23.923 | -1,3% | 20,2% |
| S&P 500 | 6.629 | 1,2% | 12,2% |
| Nikkei | 47.582 | -1,1% | 19,3% |
| Shanghai A | 4.514 | -2,2% | 14,7% |
| Euro/US-Dollar | 1,17 | 0,4% | 12,1% |
| Euro/Yen | 175,63 | -0,1% | 8,0% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,00% | -0,03 | -0,51 |
| Umlaufrendite Dt | 2,46% | -0,12 | 0,15 |
| Feinunze Gold | $4.307 | 7,2% | 64,7% |
| Fass Brent Öl | $61,09 | -2,6% | -18,0% |
| Kupfer | $10.647 | 1,2% | 19,5% |
| Baltic Dry Shipping | $2.046 | 5,7% | 105,2% |
| Bitcoin | $105.665 | -4,3% | 12,7% |
3. Sentiment: Ausverkauf erzeugt noch keine Panik
Plötzlich sind sie da, die Sorgen vor einer Rezession, die viele Konsumenten belasten könnte, zu Kreditausfällen führt und somit zeigen könnte, das der US-Notenbankpräsident zu spät ist mit seinen Zinssenkungen. Zuvor hochgejubelte Meme-Aktien werden in einem Umfeld wirtschaftlicher Unsicherheit ebenfalls vorsichtshalber abgestoßen und so erleben wir am heutigen Freitag einen ordentlichen Ausverkauf.Anleger reagieren geschockt: Unser Anlegersentiment rutscht von Euphorie in der Vorwoche auf -2,2, was eine ordentliche Missstimmung signalisiert.
Plötzlich macht sich Verunsicherung breit, unsere Selbstzufriedenheit sinkt von +2,7 in der Vorwoche auf nunmehr nur noch -2,8.
Die Zukunftserwartung verbleibt fast unbeeindruckt vom aktuellen Ausverkauf bei +1,0. Offensichtlich sind Anleger zwar überrascht vom Ausverkauft, messen ihm aber keine tiefere Bedeutung zu. An der positiven Grunderwartung ändert sich also nichts.
Und so bleibt auch die Investitionsbereitschaft mit einem Wert von 1,5 nahezu unverändert zur Vorwoche.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert mit einem Wert von +10 im neutralen Bereich. Der Wert stammt jedoch vom gestrigen Donnerstag und beinhaltet noch nicht den Ausverkauf vom heutigen Freitag.
Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex ist mit einem Wert von 1,3 nach wie vor niedrig. Institutionelle Anleger sind tendenziell eher optimistisch positioniert. Auch hier sieht man den heutigen Ausverkauf also eher als Kaufgelegenheit.
Ganz ähnlich sieht es an der CBOE aus, wo das Put/Call-Verhältnis für Equities mit einem Wert von 0,55 sehr niedrig ist: Long-Spekulationen überwiegen, auch die US-Anleger sind optimistisch positioniert.
Die Investitionsquote der US-Fondsmanager bleibt unverändert zur Vorwoche bei einem Wert von 85%. Aber auch diese wöchentliche Erhebung stammt vom gestrigen Donnerstag, berücksichtigt also noch nicht den heutigen Ausverkauf.
Die Bulle/Bär-Differenz sinkt auf -12%punkte. 46% Bären stehen nur noch 34% Bullen gegenüber.
Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 23% extreme Angst an. Dieser Echtzeitindikator spiegelt die heutige Verfassung wider.
Interpretation
Erst ab Werten von -4 sprechen wir von Extremwerten, von Angst und Panik, die in der Vergangenheit häufig eine gute Basis für den Boden einer Korrektur war. So weit sind wir aktuell also noch nicht.Unsere Sentiment-Indikatoren geben noch keine eindeutigen Signale für einen Boden. Es ist also noch zu früh, um auf eine schnelle Erholung zu wetten.
Andererseits haben die Sentimentauswertungen der vergangenen Wochen gezeigt, dass wir derzeit keine allzu große Angst vor einem nachhaltigen Ausverkauf haben müssen. Eine Korrektur, wie wir sie aktuell sehen, war jederzeit möglich und kann sich gegebenenfalls auch über mehrere Tage ziehen. Doch das Ende der Rallye dürfte damit aller Voraussicht nach noch nicht eingeläutet werden.
Die Zukunftserwartung bezüglich der Goldpreisentwicklung rutscht diese Woche ab, gleichzeitig bleibt die Stimmung unter Goldanlegern sehr gut. Die Differenz dieser beiden Indikatoren mit unterschiedlichem Zeithorizont ist extrem groß und untermauert die gute Verfassung der Goldpreisrallye: Der Goldpreis steigt an einer Wand der Angst immer weiter empor.Rallyes enden in der Regel erst dann, wenn die letzten Skeptiker konvertiert bekehrt wurden. Und derzeit gibt es noch viele Skeptiker, wie die schwache Zukunftserwartung am Goldmarkt zeigt.
4. Ausblick: Die 5 besten Wachstumsunternehmen der Welt
So, da habe ich sehr lange dran gesessen: Für unseren Bereich der disruptiven Aktien suche ich nach Unternehmen, die hohe Wachstumsraten ausweisen und dennoch nicht zu hoch bewertet sind. Seit langem schon errechne ich mir händisch verschiedene Kennziffern, doch jetzt habe ich diese Kennziffern endlich bei Bloomberg in ein Screening umsetzen können. Die Herausforderung ist stets, vergleichbare Zahlen zu erhalten.
Die meisten Unternehmen haben ein Geschäftsjahr, das dem Kalenderjahr entspricht. Doch einige haben Geschäftsjahre, die irgendwann im Jahr enden. Manchmal sieht man hohe Wachstumsraten bei US-Unternehmen nicht, wenn man sie in Euro auswertet, da die Wechselkursentwicklung einen Teil des Wachstums wieder ausradiert. Diverse Kennziffern existieren nicht, sondern müssen erst errechnet werden, um dann für ein Screening verwendet werden zu können. Naja, ich will Sie nicht mit meinen schlaflosen Nächten nerven, denn jetzt habe ich's gelöst :-).
Und der Gewinner heißt ... Trommelwirbel ... na, das verrate ich erst am Schluss.
Das Screening habe ich so weit verfeinert, bis nur noch wenige Unternehmen alle Kriterien erfüllten. Und von den vier zuletzt übrig gebliebenen Unternehmen finde ich nur drei interessant. Schauen wir uns das Ganze mal im Detail an.
Der vierte Titel heißt Texas Pacific Land. Es handelt sich um eine Nachfolgegesellschaft der gleichnamigen Eisenbahngesellschaft, die deren Liegenschaften verwaltet. Dabei tritt das Unternehmen als Dienstleister auf, der Sicherheiten für Kredite verwaltet und Lizenzzahlungen von Bohrunternehmen, die auf den Grundstücken tätig sind, an das Land Texas durchleitet. Das hört sich für mich eher nach einer Verwaltung als nach einem Unternehmen an. Und wenn vorübergehend mal mehr zu verwalten ist, dann steigen Umsatz und Gewinn ... , aber ein Geschäftsmodell, das expandieren kann, ist das nicht.
Am drittbesten gefällt mir Fair Isaac Corp. Sie erstellt den "Fico-Score" für US-Bürger und kann somit als Schufa der USA gesehen werden. Mit einem Umsatzwachstum von 16-20% p.a. im laufenden und in den kommenden zwei Jahren befindet sich das Unternehmen in einem nachhaltigen Wachstumstrend. Konsumentenkredite sind in den USA populär. Überall werden Ratenzahlungen angeboten, die natürlich nicht ohne Fico-Score vergeben werden.
Es gibt auch Wettbewerber, die eigene Kreditwürdigkeitseinstufungen vornehmen, doch Fair Isaac ist seit 100 Jahren etabliert und verfügt über den größten Datenschatz. So gibt es auch keinen Druck auf die Gewinnmarge, im Gegenteil, der Gewinn wächst überproportional zum Umsatz.
Mich interessiert stets das Bewertungsniveau einer Aktie: Selbst die besten Unternehmen können zu hoch bewertet sein. Die bekannte Kennziffer PEG-Ratio (Price/Earnings / Growth - KGV / Gewinnwachstum) ist mir jedoch zu ungenau, ich bevorzuge das entsprechende Verhältnis von Enterprise Value (also Kurs ohne Schulden, somit der Wert des "Geschäftsmodells") zum Gewinn (EBITDA, also vor Investitionen, Steuern und Zinsen) zum Wachstum des Gewinns (EBITDA). Aktien mit einem Wert unter 1 gelten als unterbewertet und sind bei Wachstumsunternehmen selten anzutreffen. Ich bin bereit, Werte bis 2 zu akzeptieren.
Fair Isaac liegt bei dieser Kennziffer ziemlich genau bei 1, sowohl im laufenden Jahr als auch jeweils in den beiden Folgejahre.
Der heiße Scheiß an der Wallstreet ist die Rule of 40, von der ich Ihnen schon vielfach berichtete: Bei Unternehmen mit starkem Wachstum schaut man auf das Umsatzwachstum und addiert die Gewinnmarge (EBITDA) hinzu. Das Ergebnis muss größer als 40 sein. Dabei ist es dann egal, ob das Unternehmen hohe Verluste schreibt, wenn dafür das Umsatzwachstum so groß ist, dass in Summe eben ein Ergebnis über 40 resultiert.
Fair Isaac liegt für das laufende und die beiden Folgejahre bei Werten zwischen 70 und 80, erfüllt die Regel also locker.
Und jetzt kommt noch ein Kicker: Ich habe noch ARG abgefragt: Accelerated Revenue Growth - beschleunigtes Umsatzwachstum. Das Umsatzwachstum des kommenden Jahres muss also größer sein als das des laufenden Jahres. Und auch dieses Kriterium ist bei Fair Isaac erfüllt.
Ehrlich gesagt, ich war beim Konzipieren diese Screenings davon ausgegangen, dass ich einige Kriterien absenken muss, damit es überhaupt Unternehmen gibt, die sich qualifizieren. Die Aktie von Fair Isaac stand zum Jahreswechsel bereits bei 2.400 USD und kam seither auf 1.6027 USD um knapp 33% zurück. Das EV/EBITDA liegt bei 38 und ist für ein solches Wachstumsunternehmen in meinen Augen vertretbar. Ich nehme Fair Isaac daher auf unsere Auswechselbank auf.
Vielleicht haben Sie schon von Applovin gehört. Die Aktie hatte sich zwischenzeitlich im Vergleich zum Vorjahr bereits verzehnfacht, kommt aber im Rahmen der aktuellen Abkühlung im spekulativen Bereich der Börse, wo die Luft aus einigen Blasen gelassen wird, mit zurück. Nach einem Allzeithoch bei 745 USD vor zwei Wochen brach die Aktie nun auf 596 USD ein, - 20%.
AppLovin ist ein faszinierendes Beispiel für ein Unternehmen, das den mobilen Werbemarkt mit Hilfe von angewendeter KI von hinten aufgerollt hat. Sein Geschäftsmodell ist deshalb so besonders, weil AppLovin nicht bloß Werbung zwischen Werbetreibendem und App-Inhaber vermittelt, sondern gleichzeitig den Algorithmus, die Plattform und sogar die Inhalte kontrolliert, auf denen die Werbung läuft. Also quasi das Google AdWords der Apps.
Ausgangspunkt von Applovin ist der Gaming-Bereich, wo Nutzerverhalten extrem granular messbar ist: Spielzeit, Klickmuster, Abbruchpunkte, Zahlungsbereitschaft. Diese Daten füttern die KI-Werbedatenbank AXON von AppLovin und ermöglichen eine präzise, profitgetriebene Zuordnung von Werbung, die weit über klassische Targeting-Modelle hinausgeht.
Außerdem erkannte AppLovin früh, dass man im mobilen Ökosystem nur dann wirklich Kontrolle hat, wenn man selbst Publisher ist. Deshalb besitzt das Unternehmen eine Reihe erfolgreicher Mobile-Game-Studios, darunter Machine Zone („Game of War”) und Lion Studios, über die es seine eigene Werbetechnologie in großem Maßstab testen und optimieren kann. Das verschafft AppLovin ein internes „Labor”, das keiner anderen Ad-Tech-Firma zur Verfügung steht. Die Spiele dienen quasi als Experimentierfeld und Datenquelle, die KI-Modelle laufend verbessern.
Die Plattformökonomie funktioniert hier ähnlich wie bei Google: Je mehr Entwickler teilnehmen, desto besser wird das Targeting, desto attraktiver wird die Plattform für Werbekunden, desto mehr Reichweite erhalten wiederum die Entwickler. Der Netzwerkeffekt ist also nicht nur linear, sondern selbst verstärkend durch die KI-Optimierung.
Das Umsatzwachstum liegt mit 20% im laufenden und 37% im kommenden Jahr im Bereich, der Spaß macht. Das Gewinnwachstum jedoch liegt im laufenden Jahr bei 84%, nächstes Jahr noch immer bei 43%. Nach dem jüngsten Kurssturz ist das Bewertungsniveau mit einem EV/EBITDA/EBITDA-Growth (fällt jemandem eine passende Abkürzung ein?) von 0,6 günstig. Die Rule of 40 kommt auf Werte zwischen 96 und 117. Und ja, wir verzeichnen ARG, eine Umsatzwachstumsbeschleunigung im kommenden Jahr.
Das EV/EBITDA (auch hier wäre ich für eine passende Abkürzung dankbar) liegt bei 47, doch bereits auf Basis der Schätzungen für 2027 liegt es bei nur noch 26. Die Aktie ist also nicht teuer und wenn ich es mir so recht überlege, sieht sie in meinen Augen aktuell sogar attraktiver aus als die Aktie, die ich Ihnen ursprünglich als meinen Favoriten vorstellen wollte. Na, schauen wir uns meinen ehemaligen Favoriten zunächst mal an, bevor wir die Lorbeerkränze verteilen:
Broadcom ist der Grund, warum ich mich diese Woche so intensiv in das Screening reingehängt habe. Denn im Heibel-Ticker der vergangenen Woche versprach ich Ihnen, die KI-Branche auf Blasenbildungen hin zu untersuchen. Ich wollte herausfinden, ob Nvidia, AMD und Broadcom schon auf Bewertungen notieren, die man als KI-Blase bezeichnen muss, oder nicht.
Nvidia erfüllt übrigens "fast" alle Kriterien: Das Umsatzwachstum liegt über 15%, das Gewinnwachstum ebenfalls. Die EV/EBITDA / EBITDA-Growth Rate liegt zwischen 0,6 und 1, zeigt also tatsächlich, dass Nvidia noch immer unterbewertet ist. Und bei der Rule of 40 erzielt Nvidia Werte von 86 bis 121! Lediglich das ARG-Kriterium wird gerissen: Das Umsatzwachstum ist mit 35% im kommenden Jahr niedriger als die 58%, die dieses Jahr erzielt werden.
Advanced Micro Devices, wie AMD ausgesprochen heißt, erfüllt ebenso wie Nvidia fast alle Kriterien. Sogar das ARG-Kriterium für in zwei Jahren wird erfüllt, lediglich im kommenden Jahr liegt das Umsatzwachstum mit 26% knapp unter den 28% des laufenden Jahres.
So, kommen wir nun zu Broadcom. Während Nvidia und AMD KI-GPUs anbieten, mit denen KI-Modelle trainiert werden können, eignen sich die KI-GPUs von Broadcom vorwiegend für den Einsatz beim Inferencing, also bei der Nutzung von zuvor trainierten KI-Modellen wie bspw. Large Language Models (LLMs). Die LLMs werden immer besser, die Leistungssprünge neuer Versionen werden immer kleiner. Man geht davon aus, dass zumindest in diesem Bereich LLMs irgendwann zum Allgemeingut werden. Meta stellt seine LLMs ohnehin als Open Source zur Verfügung.
Während mit Nvidia und AMD neue Möglichkeiten entwickelt werden, kommen die maßgeschneiderten KI-GPUs von Broadcom erst im Anschluss zum Einsatz, wenn die entwickelten KI-Modelle den Kunden zugänglich gemacht werden. Mit Wachstumsraten von 23% im laufenden und 36% im kommenden Jahr bei überproportionalem Gewinnwachstum von 79% im laufenden und 35% im kommenden Jahr kann sich Broadcom durchaus als Wachstumsunternehmen bezeichnen.
Doch auch bei Broadcom würde ich noch nicht von einer Überbewertung sprechen, denn das EV/EBITDA / EBITDA-Growth liegt zwischen 0,5 und 1. Die Rule of 40 kommt auf Werte von 90 bis 103 und sogar das ARG-Kriterium ist erfüllt, das Umsatzwachstum beschleunigt sich.
Zwischen AMD und Nvidia neigt sich das Pendel langsam zu AMD: Zwar etwas später gestartet, doch nun befindet sich CEO Lisa Su in einer Aufholjagd. Für 2027 stellt AMD deutlich höhere Wachstumsraten in Aussicht als Nvidia. Sofern diese Prognosen eintreffen, ist AMD dann in zwei Jahren deutlich günstiger bewertet. Doch Nvidia baut nicht nur die KI-GPUs, sondern liefert das gesamte Netzwerk gleich dazu, inklusive Software. Da ist AMD lange noch nicht soweit. Und Nvidia konnte in den vergangenen Jahren Quartal für Quartal die Erwartungen deutlich übertreffen und hob die Prognosen immer wieder an. Wir wissen also nicht, ob das heute erwartete Wachstum von Nvidia im Jahr 2027 bis dahin nicht deutlich höher liegen wird.
Broadcom ist in meinen Augen derzeit der stille Nutznießer, könnte aber zwischen den Fronten von AMD und Nvidia zerrieben werden - also vielleicht nicht mehr so stark gefragt sein, wenn die beiden gegeneinander in den Preiskampf ziehen sollten.
So betrachtet fühle ich mich mit unserer Nvidia-Position nach wie vor sehr wohl. Als neuen Favoriten wähle ich daher tatsächlich AppLovin: Bei nächster Gelegenheit werden wir die Aktie in unser Portfolio holen.
Aktuelles Marktgeschehen
Am Donnerstag Abend bricht der Markt plötzlich ein, nachdem eine regionale US-Bank hohe Abschreibungen auf notleidende Kredite vornahm (Details dazu lesen Sie in meinem Update zu Capital One).
Mag sein, dass der Abverkauf der in den Orbit gerubbelten Meme-Aktien einige Tage in Anspruch nimmt und die KI-Aktien, sowie vermutlich auch Applovin, in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch nach wie vor gehe ich davon aus, dass selbst ein heftiger Ausverkauf der Meme-Aktien nicht zu einer Trendwende am Aktienmarkt führen wird. Die Rallye dürfte anschließend fortgesetzt werden und für unsere Aktien erwarte ich bis zum Jahresende deutlich höhere Kurse.
Ich habe ja geschrieben, dass ich den Eindruck habe, das Donald Trump am längeren Hebel sitzt beim Handelsstreit mit China. Ein weiteres Indiz dafür lese ich gerade auf CNBC: "China wirft den USA vor, absichtlich Panik zu den Seltenen Erden zu erzeugen, und ist offen für Gespräche". Ich würde das als Zeichen der Schwäche Chinas sehen.
Ich schaue dem aktuellen Ausverkauf also interessiert zu und suche nach Schnäppchen, die wir einsammeln können.
5. Update beobachteter Werte: Salesforce, Medios, Capital One Financial
Im Wochenverlauf habe ich Updates zu unseren Portfolio-Titeln verfasst. Diese erhalten Sie nachfolgend zusammen aufgeführt.
Die Updates finden Sie generell jeweils nach der Veröffentlichung verfügbar unter Heibel-Ticker -> Portfolio -> 10 neueste Einträge und mit der Express-Funktion erhalten Sie die Updates direkt unterwöchig per E-Mail und SMS.
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Salesforce: Benioff verkündet Wachstumsbeschleunigung auf Dreamforce
Do, 16. Oktober um 17:32 Uhr
Wir haben lange auf diese Messe gewartet: Die Salesforce Messe Namens Dreamforce, bei der sich die ERP-Softwarebranche in San Francisco trifft. CEO Benioff verspricht seit Monaten einschlägige Erfolge seines KI-Angebots namens Agentforce, doch Anleger meiden die Aktie.
Wenn die KI wirklich so gut ist, dann benötigt ein Unternehmen, das KI einsetzt, künftig weniger Mitarbeiter. Und Salesforce berechnet seine Lizenzgebühren traditionell nach der Anzahl der Mitarbeiter, die beim Kunden Zugang zur Software von Salesforce haben.
Das ist jedoch ein alter Hut, wie ich Ihnen bereits Anfang September schrieb: Inzwischen wurde bereits von einer Bezahlung "per seat" auf "per use" umgestellt. Es werden die Token, die für das Generieren einer KI-Antwort benötigt werden, abgerechnet. Doch Anleger bleiben skeptisch, ob die Umstellung reibungslos, also insbesondere ohne zwischenzeitliche Umsatzverluste, gelingt.
Zudem wird in Frage gestellt, ob Agentforce denn wirklich benötigt wird. Wenn die KI wirklich so intelligent ist, dann kann doch jeder Kunde seine eigenen KI-Agenten entwickeln und die Lizenzgebühren an Salesforce sparen, oder?
In seiner Rede zur Eröffnung der Dreamforce räumt Benioff mit dieser Erwartung auf. Natürlich haben viele Kunden nach einem ersten Kontakt mit einer KI erst einmal Träume, was sie künftig alles selber tun können. Doch bei der Umsetzung zeigt sich schnell, dass dies nicht so einfach ist. vor einem Jahr waren die Kunden also noch nicht so weit, um den Wert von Agentforce zu schätzen. Das sei inzwischen anders, so Benioff. Die Auftragsbücher würden sich derzeit schnell füllen, er hob die Wachstumsprognose bis 2030 an.
Salesforce kehrt damit wieder zu einem zweistelligen Umsatzwachstum zurück (über 10% p.a.). Damit kommt die Aktie wieder auf den Schirm vieler Wachstums-Investoren. Diese achten auf verschiedene Kriterien, die Salesforce alle erfüllt: Zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum, ein Verhältnis von Bewertung zu Wachstum (PEG-Ratio, oder bei uns konkret EV/EBITDA / EBITDA-Wachstum) kleiner als 2 und die Rule of 40 wird von Salesforce ebenfalls erfüllt: Die Freie Cashflow-Rendite plus Gewinnwachstum liegen bei 50.
Richtig gute Laune bekommen Wachstums-Investoren, wenn sie dann noch sehen, dass sich das Umsatzwachstum bei Salesforce im kommenden Jahr im Vergleich zum laufenden Jahr noch beschleunigen soll: Accelerated Revenue Growth (ARG, Beschleunigtes Umsatzwachstum).
Also schauen wir mal, ob die Aktie nach dem heutigen Kurssprung von +4% endlich wieder Fahrt aufnehmen kann.
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Medios: Wiederaufnahme in SDAX
Do, 16. Oktober um 17:06 Uhr
Die Aktien von Ceconomy fallen aus dem SDAX, weil der Streubesitz unter 10% sank. Medios nimmt seit heute den Platz von Ceconomy im SDAX ein. Die Aktie von Medios reagiert bereits im Vorfeld dieser Meldung mit einem leichten Kursplus und gibt diesen Kursgewinn nun wieder ab. Schade.
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Capital One Financial: Kreditsorgen drücken Aktienmärkte
Fr, 17. Oktober um 10:02 Uhr
Gestern Abend veröffentlichte eine US-Regionalbank namens Zions, dass 50 Mio. USD an ausstehenden notleidenden Krediten abgeschrieben werden. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist ohnehin schon nervös: Die Meme-Aktien werden derzeit ausverkauft, der US-Shutdown bei den Behörden zieht sich nun schon in die dritte Woche und die hohen Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur erzeugen Schwindelgefühle bei vielen Anlegern.
Natürlich schwebt der Vorwurf der Trump-Administration an US-Notenbankchef Jay Powell, er habe den Zins zu lange zu hoch gehalten, über dem Markt. Wenn nun Banken beginnen, Kredite abzuschreiben, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass die Trump-Administration recht hat und das hohe Zinsniveau zu viele US-Bürger belastet.
Unsere Capital One vergibt Konsumentenkredite an weniger finanzstarke US-Bürger und gerät daher direkt unter Druck, wenn solche Informationen kursieren. Die Zions Bank brach gestern Abend um 12% ein, Capital One um 6%.
Wir wissen, dass Capital One bei der Kreditvergabe an finanzschwächere Menschen wesentlich schärfere Prüfungen vornimmt, als dies noch vor 5 Jahren der Fall war. Daher entwickelte sich die Ausfallquote in der jüngeren Vergangenheit positiv. Natürlich wird auch Capitol One von Kreditausfällen nicht verschont bleiben, aber ich halte die Intensität des Ausverkaufs für übertrieben. Daher würde ich abwarten, bis Capital One am kommenden Dienstag Quartalszahlen veröffentlicht, aus denen wir dann die für Capital One zutreffende Ausfallquote ablesen können. Bis dahin müssen wir abwarten und hoffen, dass der Ausverkauf nicht noch an Dynamik gewinnt.
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6. Leserfragen
US-Dollar Wechselkurs könnte robuste US-Konjunktur spiegeln
Sehr geehrter Herr Heibel ,
es ist mal wieder soweit, daß ich neben dem üblichen Lob, Zusammenhänge vortrefflich erklären zu können, auch mal wieder ein paar Anmerkungen machen möchte.
Nun jeder, der schon einen Urnenplatz auf dem Friedhof gekauft hat verkauft in weiser Voraussicht seines Todes gleich alle Aktien, die in einer eventuellen Blase enden könnten...
;)))
Mir ging es eher darum, und so schätze ich werden es viele sehen, die diese Vorsorge treffen, dass die Last der Entscheidungen der Hinterbliebenen im Zeitpunkt der größten Trauer gemildert werden soll.
So ist es auch alte chinesische Tradition sich bereits zu Lebzeiten mit dem Tod zu beschäftigen, wenngleich ich selbst nicht Chinese bin.
Ihre Gedanken bei der Konstruktion des Vergleiches habe ich sehr wohl verstanden, und insofern fühle ich mich auch nicht auf den Schlips getreten, den ich nun seit 2 Jahrzehnten auch schon nicht mehr trage.
:))
Eine Entschuldigung Ihrerseits ist deshalb auch in keinster Weise erforderlich.
Dennoch wollte ich mal auf meinen Aspekt zum Thema hinweisen.
Nun zu viel wichtigeren Inhalten Ihres Heibel-Tickers dieser Woche:
Sie beschreiben eine Pause in der Abwertung des US-Dollars, die aus Sicht steigender Staatsverschuldung zu erwarten ist. Möglicherweise auch durch weitere Zinssenkungen, die wir im Euro-Raum aus Inflationsgründen nicht mitmachen können.
Andererseits beschreiben Sie die Auswirkungen des KI-Booms auf die Gewinnentwicklung der daran beteiligten US-Unternehen und die Wirtschaft in USA im Allgemeinen, bei gleichzeitiger Abstinenz der Investoren in Europa, flankiert von hohen Energiepreisen...
Ist in dieser Konstellation nicht zu erwarten, dass weitere Gelder in Form von Investitionen als auch Finanzanlagen sich eher in Richtung USA bewegen und der Dollar trotz Staatsverschuldung garnicht mehr schwächer werden muss ???
Auf Ihre reflektierte Antwort zu Ihren eigenen Ausführungen bin ich gespannt.
Zum Ende einer Woche Ihren Heibel-Ticker zu lesen ist immer wieder spannend und fordert das Mitdenken.
In diesem Sinne weiterhin viel Erfolg und ein langes Leben
Werner aus Dreieich
ANTWORT
Vielen Dank für Ihren Hinweis: Der Vergleich war vielleicht nicht optimal, ich werde mir beim nächsten Mal etwas anderes ausdenken :-).
Bezüglich des US-Dollar Wechselkurses gibt es derzeit sehr viele gegenläufige Entwicklungen, so dass es mir schwer fällt, eine Richtungsentscheidung zu treffen. Das Zinsniveau in den USA ist noch deutlich höher als in Europa, spricht also für einen festen US-Dollar - aber in den USA werden für das laufende Jahr noch zwei Zinssenkungen erwartet, in Europa wird keine Zinsänderung erwartet. Die USA wird dadurch verhältnismäßig unattraktiver gegenüber dem Euro-Währungsgebiet. Die Euro-Stärke könnte also anhalten.
Sie beobachten richtig, dass die USA durch den Einsatz von KI künftig Produktivitätssprünge machen könnte (mMn dürfte). Aber echte Produktivitätssprünge und daraus resultierende Gewinnsteigerungen benötigen Zeit. Heute sehen wir zunächst große Investitionen. Es sind gerade mal die Chip-Hersteller, die heute schon kräftige Umsatz- und Gewinnsprünge verzeichnen. Selbst bei den Erbauern der KI-Rechenzentren wird es noch ein oder zwei Jahre dauern, bis daraus wirkliche Umsatz- und Gewinnsprünge abzuleiten sind. Und die Protagonisten der KI-Anwendungen, ServiceNow, Salesforce, SAP und Adobe bspw. werden eine Umbruchphase durchstehen müssen, bevor sich KI-Nutzen in der Bilanz zeigen.
Bis dann irgendwann Industrie, Pharma, Logistik, etc. davon profitieren, dauert es meiner Einschätzung nach noch ein paar Jahre.
Nun habe ich mir noch die Sentiment-Verfassung bezüglich des Wechselkurses angeschaut. Tatsächlich verzeichneten wir in den vergangenen Wochen ein Stimmungshoch über mehrere Wochen, wie wir es in den vergangenen 22 Jahren nur sehr selten sahen. Und tatsächlich folgte innerhalb eines Jahres danach regelmäßig ein deutlicher Rückgang des Wechselkurses … , doch eben teilweise erst nach einem Jahr. Zwischenzeitlich konnte der Wechselkurs noch deutlich steigen.
Wir haben also aktuell erste Anzeichen für eine Überhitzung hinsichtlich des US-Dollar Wechselkurses, doch noch kein Verkaufssignal. Für ein Verkaufssignal könnte der Wechselkurs noch einen weiteren Spike nach oben vollziehen und die Stimmung ein weiteres Mal auf Rekordhöhen hieven. Meist gab es beim Wechselkurs ein Doppeltop, bevor eine Trendumkehr zu verzeichnen war.
Hmm, wir sind derzeit stark in US-Aktien investiert - aber nicht wegen eines vermeintlich schwachen Wechselkurses, sondern wegen der besseren wirtschaftlichen Aussichten in den USA gegenüber Europa. Die Wechselkursentwicklung war für uns ein Gegenwind, doch wir konnten US-Aktien in unser Heibel-Ticker Portfolio holen, die überproportional zulegten und somit trotz gegenläufigem Wechselkurs eine ordentliche Performance ermöglichten. Sollte nun der Wechselkurs drehen, würde dies unseren US-Aktienwerten helfen, den US-Unternehmen jedoch nicht, da deren Exporte teurer würden.
Kurz gesagt: Aktuell spekuliere ich nicht auf eine bestimmte Wechselkursrichtung. Dazu müsste das Missverhältnis noch deutlicher werden. Mag sein, dass dies in ein paar Monaten anders aussieht - derzeit jedoch halte ich mich diesbezüglich zurück.
Vanguard und Blackrock Großaktionäre bei Quantum Computing
Sehr geehrter Herr Heibel,
zu den Meme-Aktien noch eine Anmerkung:
Es wundert mich, dass bei einigen die Vanguard Group Inc. und
Blackrock Inc. stark als holder vertreten sind ????
z.B.
Quantum Computing 34,11 % 23,92 5
D-Wave Quantum 8,04 % 6,88 %
Plug Power Inc. 8,82 % 7,23 %
Freundliche Grüße, Andreas aus Mondsee, Österreich
ANTWORT
BlackRock und Vanguard sind in diesen Fällen nicht spekulative Großinvestoren, sondern strukturelle Indexhalter. Vanguard und BlackRock verwalten gigantische Summen – gemeinsam rund 20 Billionen US-Dollar – und ein Großteil davon steckt in passiven Indexfonds (ETFs). Diese Fonds bilden einfach einen Index oder eine andere thematische Auswahl von Aktien nach. Teilweise gibt es gar nicht so viel Auswahl an Aktien von großen Unternehmen, um ein Thema zu bedienen: Bspw. Quantum. Da wird dann ein Hype-Thema beworben und die Fonds-Anbieter müssen die eingesammelten Anlegergelder dann auf die entsprechenden Themenaktien verteilen.
Das heißt also nicht, dass deren Fondsmanager bewusst auf diese spekulativen Werte setzen. Vielmehr ist die große Beteiligung vielleicht einfach nur ein Zeichen des Vertriebs-Erfolges.
7. Übersicht HT-Portfolio
| Spekulation (≈20%) =13,8% | WKN | 17.10., 14:41 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ | Anteil 8x2,5% | ! |
| PVA Tepla | 746100 | 28,52 € | 5% | 120% | 2,2% | B |
| Puma | 696960 | 21,39 € | -1% | -36% | 2,2% | B |
| DELL Technologies | A2N6WP | 129,58 € | 0% | 51% | 3,5% | B |
| Home Depot | 866953 | 331,75 € | 2% | -12% | 2,1% | A |
| Salesforce | A0B87V | 210,67 € | 1% | -33% | 1,4% | C |
| Capital One Fincl | 893413 | 173,97 € | 0% | 8% | 2,4% | A |
| TJX | 854854 | 122,08 € | 1% | 14% | 2,6% | A |
| Disruptiv (≈30%) =33,1% | WKN | 17.10., 14:41 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ | Anteil 5x6% | ! |
| Medios | A1MMCC | 12,92 € | -3% | -2% | 3,5% | C |
| Nvidia | 918422 | 155,70 € | -1% | 18% | 7,6% | B |
| Palo Alto Networks | A1JZ0Q | 176,00 € | -2% | -1% | 6,5% | B |
| Novo Nordisk | A3EU6F | 45,91 € | -9% | -45% | 5,1% | A |
| Apple | 865985 | 211,91 € | 0% | -2% | 6,4% | B |
| Tesla | A1CX3T | 367,17 € | 3% | 69% | 4,1% | A |
| Dividende (≈30%) = 25,9% | WKN | 17.10., 14:41 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ | Anteil 5x6% | ! |
| CEWE | 540390 | 103,20 € | 1% | 0% | 6,0% | B |
| Allianz | 840400 | 351,70 € | -4% | 19% | 4,9% | B |
| Snap-On | 853887 | 294,74 € | 5% | -10% | 6,0% | A |
| Holcim | 869898 | 71,89 € | 2% | 37% | 3,3% | B |
| Yamaha | 855314 | 5,55 € | -3% | -10% | 5,7% | A |
| Absicherung (≈20%) =16,8% | WKN | 17.10., 14:41 Uhr | Woche Δ | Σ '25 Δ | Anteil 3x6,6% | ! |
| Goldbarren /Uz | 965515 | 3.690,90 € | 7% | 47% | 7,4% | C |
| Symrise %-'12.25 | SYM772 | 99,86% | 0% | 1% | 2,8% | C |
| Bitcoin | A27Z30 | 90.670,01 € | -6% | 1% | 6,7% | B |
| Woche Δ | Σ '25 Δ | Cashquote | ||||
| -1% | 9% | 10,4% |
| Heibel-Ticker | Gewichtung | # Positionen | angestrebte Positionsgröße | |||
| Portfolio | Ziel | Soll | Ist | Soll | Ist | |
| Spekulation | Ereignis | 20% | 13,8% | 8 | 7 | 2,5% |
| Disruptiv | Enkelkinder | 30% | 33,1% | 5 | 6 | 6,0% |
| Dividende | Urlaub | 30% | 25,9% | 5 | 5 | 6,0% |
| Absicherung | Zins & Gold | 20% | 16,8% | 3 | 3 | 6,7% |
| Summe | 100% | 90% | 21 | 21 | 100% | |
Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.
Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
| A | – | Top-Aktie mit günstigem Kurs, |
| B | – | Kursrücksetzer zum Kaufen nutzen |
| C | – | Kurssprünge zum Verkaufen nutzen, |
| D | – | bei Gelegenheit Verkaufen, |
| E | – | Sofort Verkaufen |
Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.
Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Mitglieder vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.
Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- + Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.
Die letzte Spalte wird für eine Einschätzung der Auswirkung aktueller Entwicklungen auf die jeweilige Portfolioposition genutzt. „%“ stuft den Einfluss der Inflation auf das jeweilige Geschäftsmodell ein.
Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.
Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
https://www.heibel-ticker.de
8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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