Heibel-Ticker PLUS 25/45 - Dividendentitel bieten Stabilität in turbulenten Zeiten

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Heibel-Ticker PLUS Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

20. Jahrgang - Ausgabe 45 (07.11.2025)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Dividendentitel bieten Stabilität in turbulenten Zeiten
2.So tickt die Börse: Anleger reagieren emotional auf Quartalszahlen
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Angst und Panik in Sicht
 - Interpretation
4.Ausblick: Die weltweit besten Dividendenaktien gemäß unserer 5 Dividendenkriterien
5.Update beobachteter Werte: Nvidia, Puma, Yamaha Corp., Medios, Apple, Novo Nordisk, Bitcoin im Hardware Wallet
 - Nvidia: Huang an Trump: China steht im KI-Wettrennen zum Überholen an
 - Puma: Verkaufen: Erneuter Neuanfang, schlechte Bilanz und schlechte Produkte
 - Yamaha Corp.: Solide Zahlen in schwierigem Marktumfeld, Aktienrückkauf unterstützt Dividendenstärke
 - Medios: Neuer CEO mit Fokus auf operativem Geschäft
 - Apple: Siri wird Google AI nutzen
 - Novo Nordisk: Fertigung am Anschlag, Preise unter Druck, Abnehmmarkt ist Langstreckenlauf
 - Bitcoin im Hardware Wallet: Kampf um die Runde Marke 100.000$
6.Übersicht HT-Portfolio
7.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
8.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Dividendentitel bieten Stabilität in turbulenten Zeiten



Liebe Börsenfreunde,

In der abgelaufenen Woche haben insbesondere einige Highflyer der jüngeren Vergangenheit Quartalszahlen veröffentlicht. Die Kursreaktionen haben mehr mit der aktuellen Gemütsverfassung denn mit den Fundamentaldaten zu tun, wie ich in Kapitel 2 zeige.

Tatsächlich ist das Sentiment inzwischen stark angespannt. In Kapitel 3 zeige ich, wie unsere Umfrageteilnehmer auf den Kurssturz dieser Woche reagieren. Angst und Panik ist bereits in Sicht. Ich analysiere, was dies für die weitere Aktienmarktentwicklung bedeutet.

Unsere fünf Dividendenkriterien, mit denen wir qualifizierte Aktien für unseren Dividendenbereich herausfiltern, habe ich bereits häufig in Videos dargelegt. Nun habe ich eine ausführliche Erläuterung erstellt und als PDF für Sie aufbereitet. Dort befindet sich auch die entsprechende Analysen unserer 5 Dividendentitel aus dem Heibel-Ticker Portfolio. Zudem habe ich auch noch die weiteren 180 Aktien mit allen Kriterien aufgelistet, die sich aus Europa, den USA und Japan ebenfalls qualifizieren. Den Link zum PDF finden Sie in Kapitel 4.

Ein großer Teil der Analysen zum aktuell turbulenten Marktgeschehen finden Sie in meinen Updates in Kapitel 5, die ich im Verlauf der Woche bereits verfasst habe. Darunter befindet sich auch eine Position, die wir aus unserem Portfolio entfernen. Insgesamt handelt es sich um 7 Updates, unter anderem zu Apple, Novo Nordisk, Nvidia und dem Bitcoin. Ich denke, damit haben wir insbesondere die Hype-Themen dieser Woche ausführlich behandelt.

Wie immer finden Sie eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 6.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Anleger reagieren emotional auf Quartalszahlen



Palantir übertraf diese Woche mit seinen Quartalszahlen erneut alle Erwartungen: 63% Umsatzwachstum, ein Wert der Rule of 40 von 112! Dennoch brach die Aktie im Anschluss ein. CEO Alex Karp wirkte im CNBC-Interview ungewohnt emotional. Er wetterte offen gegen Shortseller, die seine und die Aktie von Nvidia ausgeguckt haben, um von fallenden Kursen zu profitieren. Das sind die beiden Aktien, die derzeit das höchste Umsatzwachstum bei gleichzeitig unnatürlich hohen Gewinnmargen haben.

Bei Nvidia wissen wir warum: Die KI-Revolution erzeugt derzeit einen Investitionswettlauf unter Hyperscalern, die sich um die KI-GPUs von Nvidia reißen. Bei Palantir sind die Ziffern untypisch. Kunden von Palantir sind Behörden, die ihre Prozesse mit Hilfe von Palantir optimieren. Dabei wird KI eingesetzt. Der Preis, den Palantir verlangt, ist unverschämt hoch. Dennoch gibt es keinen Kunden, der sich darüber beschwert. Im Gegenteil, es scheinen alle begeistert zu sein von den Einsparungen, die durch die Effizienzsteigerungen erzielt werden.

Unternehmen, die Behörden zu ihren Kunden zählen dürfen, glänzen in der Regel mit hoher Planbarkeit des Geschäfts, nicht jedoch mit hohen Gewinnmargen oder starken Wachstumszahlen.

Im Vorfeld der Q-Zahlen war die Aktie von Palantir von 175 USD auf 205 USD angesprungen. Diesen Kurssprung hat sie nun wieder abgegeben. Das ist in meinen Augen eher eine Resultat der Marktverfassung als eine Reaktion auf die Zahlen. Die zuletzt überschäumenden Erwartungen wurden erfüllt, Spekulanten nehmen ihre Gewinne mit.

Ähnlich sieht es bei AMD aus, dem Wettbewerber von Nvidia. Rekordumsatz, Kooperationen mit Oracle und sogar OpenAI sowie ein boomendes Geschäft mit KI-Rechenzentren zeigen, dass CEO Lisa Su, übrigens Großcousine von Jensen Huang, AMD für die KI-Revolution in eine sehr gute Position gebracht hat. Die Skalierung der Fertigung neuer Chip-Generationen sowie die Energieeffizienz je generiertem Token sind die Kennzahlen, auf die sich auch Lisa Su konzentriert. Hyperscaler danken es mit großen Aufträgen.

Doch genau wie Palantir hatte auch die Aktie von AMD bereits in Vorfreude auf die Zahlen kräftig zugelegt. Und so nutzten auch hier Spekulanten die Q-Zahlen für Gewinnmitnahmen.

Applovin, ein weiterer Highflyer der vergangenen Monate, konnte im Vorfeld der Q-Zahlen nicht zulegen. Anders als Palantir und AMD rutschte Applovin in den drei Tagen vor der Veröffentlichung der Q-Zahlen um 7% ab. Und, oh Überraschung, die Q-Zahlen, die besser ausfielen als erwartet, konnten der Aktie neuen Auftrieb geben. Sie kletterte am Mittwoch um 5% nach oben.

Ich habe den Eindruck, dass Anleger langsam nervös werden. Ungeachtet der fundamentalen Kennzahlen und der jeweiligen Bewertungsniveaus blickt man auf die jüngste Kursentwicklung und schüttelt ungläubig den Kopf. Entweder, weil eine gute Aktie noch nicht an der Rallye teilgenommen hat, oder aber, weil eine Rallye so stark ausfiel, dass man es kaum glaubt.

Es wird emotional auf dem Parkett, und das ist gefährlich, wie wir diese Woche sehen. Die Indizes gaben deutlich ab. Schauen wir mal, wie sich die einzelnen Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben.

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES7.11., 15:08 UhrWoche ΔΣ '25 Δ
DAX23.522 -2,5%18,1%
S&P 5006.720 -2,0%13,8%
Nikkei50.276 -4,1%26,0%
Shanghai A 4.679 0,5%18,9%
Euro/US-Dollar1,160,4%11,1%
Euro/Yen177,43-0,1%9,1%
10-Jahres-US-Anleihe4,10%-0,01-0,40
Umlaufrendite Dt2,59%0,030,28
Feinunze Gold$3.998 0,0%52,9%
Fass Brent Öl$63,81 -1,7%-14,3%
Kupfer$10.683 -1,9%19,9%
Baltic Dry Shipping$2.063 4,9%106,9%
Bitcoin$99.964 -6,3%6,6%








3. Sentiment: Angst und Panik in Sicht



Umfrage Um 2% bricht der DAX diese Woche ein, die US-Märkte stehen dem in nichts nach. In die immer größer werdenden Investitionsankündigungen der Hyperscaler für den Bau neuer KI-Rechenzentren setzt Nvidia-CEO Jensen Huang einen Gegenpol mit seinen Äußerungen über China, das sich anschicken könnte, das KI-Wettrennen gegen die USA zu gewinnen. So korrigieren die Highflyer der vergangenen Wochen, während die "vergessenen" Aktien, insbesondere Dividendentitel, recht stabil blieben.

Die Aufmerksamkeit liegt natürlich auf den Highflyern. So ist zu erklären, dass unser Anlegersentiment diese Woche kräftig einbricht. Der Wert von -3,4 zeigt an, dass wir uns nicht mehr weit von Angst und Panik befinden (ab Werten von -4). Während das langsame Abbröckeln der Kurse in den vergangenen beiden Wochen nur für eine verhaltene Vorsicht unter Anlegern sorgte, die Stimmung war neutral, so führte das beschleunigte Abrutschen diese Woche zu einem kräftigen Stimmungseinbruch.

Dies zeigt sich auch in der großen Verunsicherung, die bei unserer Umfrage einen Extremwert von -4,4 erreicht. Eine vergleichbar starke Verunsicherung gab es seit April diesen Jahres nicht mehr.

Aus Sicht der Sentimenttheorie bedeutend ist das gleichzeitige Abrutschen der Zukunftserwartung. Der Wert von -0,1 kann zwar noch als neutral bezeichnet werden. Doch er liegt um 0,5 Punkte unter dem Wert der Vorwoche. Normalerweise steigt die Zukunftserwartung mit fallenden Kursen an, denn je niedriger das Kursniveau, desto wahrscheinlicher sind künftig steigende Kurse. Wir schauen uns gleich an, was dieses untypische Muster für die künftige Entwicklung bedeuten kann.

Und dann erneut untypisch ist auch die Investitionsbereitschaft, die auf einen Wert von 1,5 ansteigt. Wenn keine steigenden Kurse erwartet werden, was wollen Anleger dann kaufen? Mehr dazu im nächsten Kapitel.

Das Euwax-Sentiment steht bei +24% und zeigt eine hohe Nachfrage nach Long-Spekulationen an. Offensichtlich positionieren sich die Anleger der Euwax für eine baldige Gegenbewegung nach dem aktuellen Ausverkauf. An einen nachhaltigen Bärenmarkt glaubt dort wohl kaum jemand.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex zeigt mit einem Wert von 1,2% ebenfalls eine moderat optimistische Verhaltensweise der institutionellen Anleger, die sich andernfalls über die Eurex absichern würden.

Das Put/Call-Verhältnis an der CBOE zeigt mit einem Wert von nur 0,55 eine vergleichsweise hohe Nachfrage nach Long-Positionen wie Calls.

Die Investitionsquote der US-Fondsanleger fällt diese Woche von 100% in der Vorwoche auf nur noch 90% zurück, was ich als Normalisierung gegenüber dem unnatürlich hohen Wert der Vorwoche werten würde.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -2%. 38% Bullen stehen 36% Bären gegenüber. Ähnlich unserer Zukunftserwartung halten sich auch in den USA Bullen und Bären fast die Waage.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 notiert mit einem Wert von 23% bereits im Bereich der extremen Angst.

Interpretation



Panic Charttechniker sehen für den DAX im Bereich zwischen 23.300 und 23.500 Punkten einen wichtigen Unterstützungsbereich, an dem sich entscheidet, ob die Rallye noch fortgesetzt werden kann oder nicht. Aktuell notieren die Kurse genau in diesem Bereich und entsprechend ist die Anspannung unter Anlegern, wie wir sie an unserer Sentimentumfrage ablesen, nachvollziehbar.

Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Und entsprechend angespannt ist gerade der Sentiment-Indikator, mit dem wir die Verunsicherung messen. Ich würde das dahingehend werten, dass Anleger sich noch nicht für eine Aktion entschieden haben, aber gespannt auf ein Signal warten, das ihnen die nächste Aktion vorgibt.

Die Angst und Panik ist noch nicht groß genug, um als stabiles Sicherungsnetz interpretiert werden zu können. Dem Wert von -3,4 können wir ablesen, dass ein guter Teil der möglichen Ängste bereits ein Ventil im Verkaufen fand. Verkäufe von vermutlich vorzugsweise den Highflyern, wie wir an der schwachen Performance der Nasdaq-Werte ablesen können.

Doch die defensiveren Titel wie bspw. unsere Dividendentitel wurden vom Ausverkauf noch nicht erfasst. Sollte der DAX nun noch unter den oben genannten Unterstützungsbereich fallen, dann gibt es also noch ein wenig weiteres Abwärtspotential.

Doch ich würde weitere Ausverkäufe für überschaubar einstufen, da es nur noch wenige Anleger gibt, die wirklich falsch positioniert wären. Die Long-Spekulationen sind überschaubar, ein Teil der Long-Spekulationen in den Highflyern wurde bereits abgebaut. Und der Umstand, dass trotz deutlich gefallenem Kursniveau die Zukunftserwartung rückläufig ist, würde ich ableiten, dass Anleger eher skeptisch, also vorsichtig positioniert sind.

Sollte sich der DAX in den kommenden Tagen wieder in Richtung 24.000 erholen, dann dürften es einige Anleger bereuen, auf dem aktuell niedrigen Kursniveau nicht zugegriffen zu haben. Es könnte sich dann eine Dynamik entwickeln, die zu einem kräftigeren Kursanstieg weit über 24.000 Punkte führt.

Ich würde also ein Abrutschen unter die von Charttechnikern genannte Bandbreite nicht ausschließen, daraus jedoch keinen neuen Bärenmarkt ableiten. Auf der Oberseite hingegen könnte sich eine positive Dynamik entwickeln.

Den historischen Daten unserer animusX-Umfrage entnehme ich zudem noch eine große Diskrepanz zwischen institutionellen und privaten Anlegern. Während die Profis ihre Cashquote stark hochfuhren, sind Privatanleger derzeit so stark wie selten zuvor investiert. Tatsächlich verfügten Privatanleger nur zweimal in den vergangenen 20 Jahren über eine vergleichbar niedrige Cashquote. In den damals folgenden 6 Monaten stieg der DAX um durchschnittlich 17% an. Hier haben wir also ein ziemlich bullisches Signal, auch wenn dieses Signal auf nur zwei Referenzwerten beruht.



4. Ausblick: Die weltweit besten Dividendenaktien gemäß unserer 5 Dividendenkriterien



Ich habe für Sie unsere Dividendenanalyse ausgearbeitet und in einem Dokument für Sie hoffentlich verständlich aufbereitet. Darin finden Sie die ausführliche Erläuterung unserer fünf Dividendenkriterien, die entsprechende Analyse für unsere fünf Dividendentitel aus dem Heibel-Ticker Portfolio sowie eine Liste aller weiteren Dividendentitel aus Europa, den USA und Japan, die unsere 5 Kriterien erfüllen.

Sie können die PDF-Datei über diesen Link herunterladen.

Da ich eine Mindestgröße für Unternehmen voraussetze, um sie im Heibel-Ticker zu berücksichtigen, konzentrierte ich mich auf die folgenden Indizes:

Deutschland: DAX, MDAX, SDAX,
Österreich: ATX
Schweiz: SMI

Alles anderen europäischen Titel: EuroStoxx50, Euro600

USA: S&P500

Japan: Nikkei225

Aus den 1.000 Titeln qualifizieren sich immerhin 180. Schauen Sie nach, ob Ihre persönlichen Dividendenlieblinge auch dabei sind :-).



5. Update beobachteter Werte: Nvidia, Puma, Yamaha Corp., Medios, Apple, Novo Nordisk, Bitcoin im Hardware Wallet



Im Wochenverlauf habe ich Updates zu unseren Portfolio-Titeln verfasst. Diese erhalten Sie nachfolgend zusammen aufgeführt.

Die Updates finden Sie generell jeweils nach der Veröffentlichung verfügbar unter Heibel-Ticker -> Portfolio -> 10 neueste Einträge und mit der Express-Funktion erhalten Sie die Updates direkt unterwöchig per E-Mail und SMS.

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Nvidia: Huang an Trump: China steht im KI-Wettrennen zum Überholen an



Fr, 07. November um 13:11 Uhr
Der Tonfall wird rauer. Auf einer Veranstaltung sagte Nvidia CEO Jensen Huang, dass "China das KI-Wettrennen gewinnen" werde. Als diese Aussage viral ging, schränkte er ein und spezifizierte, China sei nur noch eine Nanosekunde hinter den USA.

Derzeit exportiert Nvidia Null KI-GPUs nach China. Nicht einmal der speziell für China gedrosselte und inzwischen seit zwei Generationen überholte KI-Chip darf derzeit exportiert werden. Die Kritik von Huang ist bekannt: Derzeit geht es darum, die technologischen Standards für die KI-Revolution zu definieren. Wer die Standards definiert, ist klar im Vorteil, da die gesamte Entwicklerwelt auf diese Standards zugreift.

Daher hält Huang es für wichtiger, China durch den Export von Nvidia-KI-GPUs auf den US-Standard zu bringen als aufgrund der militärischen Nutzbarkeit dieser Chips den Export zu untersagen. Für das Treffen zwischen Trump und Xi in der vergangenen Woche bestand ganz klar die Erwartung, dass eine Lösung für das aktuelle Exportverbot gefunden würde. Es muss ja gar nicht die neueste Chip-Version exportiert werden, denn auch veraltete Versionen sind noch immer so überlegen, dass damit die US-Dominanz im Bereich der KI gesichert würde. Doch leider gab es zu diesem Thema keine Vereinbarung.

Doch das anhaltende vollständige Exportverbot zwingt China dazu, eigene Lösungen zu entwickeln. Und je länger dieses Exportverbot besteht, desto weiter schreiten die chinesischen Lösungen voran. Zu glauben, man könne durch technologische Überlegenheit den Vorsprung gegenüber dem Milliardenvolk halten, hat schon die deutsche Autoindustrie ihre Führungsposition gekostet.

Huang spricht hier über die kommenden 10-20 Jahre, nicht über das kommende Quartal. Wir Anleger sehen die Prognosen für die kommenden Quartale, und da ist die Aktie von Nvidia nach wie vor günstig bewertet, auch ohne irgendwelche Exporte nach China. Hohe zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn führen zu einer günstigen EV/EBITDA/Growth-Rate von aktuell 0,6. Die Rule of 40 wird mit einem Wert von 122 übererfüllt. Ich mache mir also nach wie vor keine Sorgen darüber, dass Nvidia in zwölf Monaten deutlich höher stehen wird als heute.

Doch die langfristigen Aussichten bröckeln langsam ab. Das Umsatzwachstum für die kommenden Jahre ist rückläufig. Die Investitionsfreude der Hyperscaler findet aktuell einen neuen Höhepunkt, es folgen nun Aufträge der "Sovereigns", also von Staaten wie Saudi Arabien, Südkorea und zuletzt Dänemark. Diese Woche gab die Deutsche Telekom den Bau eines neuen Rechenzentrums mit Nvidia-KI-GPUs mit einem Volumen von 1 Mrd. USD bekannt. Die Rechenleistung in Deutschland werde allein durch dieses eine Projekt um 50% erhöht. Ich mache mir noch keine Sorgen um eine anhaltende Auftragsflut in den kommenden Quartalen.

Doch Huang hat seine KI-GPUs zum kritischen Faktor des Systemwettbewerbs erhoben: US-Kapitalismus versus China-Kommunismus. In der KI-Welt von morgen gewinnt nach Huangs Meinung derjenige die Oberhand, der die KI-Entwickler weltweit auf seinen eigenen Standards programmieren lässt. Mit diesem Argument möchte er die Trump-Administration darauf hinweisen, dass der Handelskrieg doch bitte nicht auf seinem Rücken ausgetragen werden solle.

So, wer hat nun die besseren Argumente? Muss Trump die wichtigen KI-Chips als Verhandlungsmasse nutzen, um China in die Knie zu zwingen? Oder verspielt er mit seiner Taktik die zukünftige Dominanz in einer KI-dominierten Welt?

Als Anleger brauchen wir die Antwort darauf nicht wissen. Es reicht leider zu erkennen, dass dieses Thema in den kommenden Monaten an Schärfe gewinnen könnte. Und das wäre nachteilig für Nvidia, denn viele Anleger würden sich dann aus der Aktie zurückziehen, allein um nicht auf dem Schlachtfeld zu stehen.

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Puma: Verkaufen: Erneuter Neuanfang, schlechte Bilanz und schlechte Produkte



Mo, 03. November um 14:34 Uhr
Puma drückt erneut den Reset-Knopf und liefert verheerende Q3-Zahlen. Der Umsatz sank um 10,4% auf 1,96 Mrd.€ und liegt damit um 1% unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Die Gewinnmarge gab wegen hoher Großhandels-Promotionen und Lagerbereinigungen auf 45,2% (-2,7%punkte ggü. Vorjahr) nach. Der Verlust von 62,3 Mio.€ bzw. –0,42€ je Aktie ist deutlich schlechter als erwartet.

Immerhin wächst das Onlinegeschäft trotz dort weniger Rabatten um 5,6%. Der Onlinehandel-Anteil kletterte auf 29,1%. Belastend wirken vor allem die hohe Rückgabequote und der Rückzug aus margenschwachen Kanälen in Nordamerika, während der Lagerbestand mit +17,3% auf 2,12 Mrd.€ anwuchs.

Im Analystencall zeichnete der neue CEO Arthur Hoeld 2025 als Neuanfang und 2026 als Übergang. Erst ab 2027 wird wieder Wachstum mit Fokus auf Fußball, Laufen, Training und ein hochwertigeres Sportstyle-Segment erwartet. Die Kostenbasis soll über ein erweitertes Effizienzprogramm gesenkt werden (zusätzlicher Abbau von rund 900 administrativen Stellen bis Ende 2026), die Komplexität im Sortiment schrumpft. Zoll- und Preisdruck in den USA werden über effizientere Lieferketten, selektive Preisanpassungen und Partnerdeals abgefedert. Die Jahresziele bestätigt das Management, es wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und ein berichteter EBIT-Verlust in Aussicht gestellt.

Ich hatte mit schwachen Zahlen gerechnet. Insbesondere nach meinem Besuch des Flagship Stores in der 5th Avenue in New York war meine Skepsis über den desolaten Zustand des Unternehmens angewachsen, ich schrieb im Update vom 23.10. darüber.

Inzwischen veröffentlichten auch Nike und Adidas Q-Zahlen. Beide Unternehmen befinden sich in schweren Zeiten. Insbesondere Nike kündigte an, den US-Einzelhandel wieder stärker einzubinden, sowie auch wieder über Amazon zu verkaufen. Damit beansprucht Platzhirsch Nike wieder mehr Regalflächen in den USA. Das war genau die offene Flanke, die ich vor zwei Jahren ausgemacht hatte, von der Puma hätte profitieren können. Wie sich nun zeigt, ließ Puma diese Chance ungenutzt und muss sich nun gegen einen wieder erstarkenden Konkurrenten behaupten - das ist nun ungleich schwerer.

Zudem werden sich zwei Einzelhandelspartner, Dicks Sporting Goods und Footlocker, zusammenschließen und gewinnen dadurch an Markt- und Verhandlungsmacht gegenüber den Herstellern. Der Erfolg im Online-Direktvertrieb von Puma ist daher zwar nett anzusehen, kann allerdings die Probleme im Einzelhandeln noch lange nicht kompensieren.

Analysten erwarten nun für die kommenden Jahre eine rückläufige Umsatzentwicklung. Eine Erholung, wie auch immer sie geartet sein könnte, wird meiner Ansicht nach mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ich bislang dachte. Unsere Spekulation ist damit gescheitert, ich werde in den sauren Apfel beißen und die Position verkaufen. Wer Zeit und Geduld mitbringt und auf eine Erholung im Jahr 2026 setzt muss sich überlegen, ob die Marke Puma im Markt bestehen wird oder nicht.

Die Marke Puma ist in den USA angesehen, wie ich mich auf den Straßen der US-Städte überzeugen konnte. Der "Speed-Cat" Schuh, mit dem die Retro-Schiene nun bespielt wird, ist ein voller Erfolg, wie mir der Ladenchef eines Puma-Outlets bestätigte. Ich habe jedoch weder im Outlet, noch im Flagship-Store Puma-Artikel gefunden, die mich begeisterten. Daher würde ich nicht meinen Hund dafür ins Feuer legen, dass Puma aus dieser Krise eigenständig heraus kommen wird. Und das ist letztlich der Grund, warum ich die Position nun auflösen möchte. Damit nehme ich in Kauf, dass im Falle eines erfolgreichen Turnarounds innerhalb der kommenden drei Jahre mehr als eine Verdopplung des Aktienkurses zu erwarten wäre.

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Yamaha Corp.: Solide Zahlen in schwierigem Marktumfeld, Aktienrückkauf unterstützt Dividendenstärke



Di, 04. November um 11:52 Uhr
Yamaha legte heute früh mit den Q2-Zahlen (Juli–September 2025) ein sauberes, wenn auch gebremstes Zahlenwerk vor. Die Aktie springt um 9% an und holt damit die ausgelassene Nikkei-Rallye die vergangenen Woche nach. Der Umsatz sank um 3% auf 112,5 Mrd. Yen (=730 Mio. USD), der Gewinn (EBITDA) fiel auf 8,1 Mrd. Yen (=50 Mio. USD). Die Gewinnmarge rutschte damit von 9,6% im Vorjahr auf 7,2%. Belastend wirkten die zusätzlichen US-Zölle.

Musikinstrumente kamen im Quartal auf 73,9 Mrd. Yen Umsatz (65% Anteil am Konzernumsatz) und 5,6 Mrd. Yen Gewinn (69% Anteil), Audio auf 31% Umsatzanteil und 38% Gewinnanteil. Sonstiges steuerte 3,9 Mrd. Yen Umsatz bei, aber einen operativen Verlust von 0,5 Mrd. Yen.

Inhaltlich bleibt der Mix der Taktgeber. Akustische Klaviere schwächeln wegen China, während digitale Pianos vor dem Weihnachtsgeschäft zulegen. Gitarren, vor allem Akustik, laufen weiter gut, Blas-, Streich- und Percussion-Instrumente stabilisieren sich. Bei Audio drosselt Yamaha bewusst das margenschwächere Consumer-Geschäft. Profi-Audio normalisiert sich nach dem Vorjahres-Boom, besonders in Europa. Mobility-Audio mit Automobilbauern schwächt sich in China ab, wie erwartet. Diese Trends aus dem Umfeld schlagen sich auch im Quartal nieder und erklären den Margendruck trotz robuster Nachfrageinseln.

Für den Ausblick hat das Management die Gesamtjahresprognose auf 458,0 Mrd. Yen Umsatz und 33,0 Mrd. Yen Gewinn leicht angehoben, getragen von besseren Währungseffekten (ich erwähnte den schwachen Yen im aktuellen Heibel-Ticker) und einer Erholung außerhalb Chinas.

Außerdem wurde ein Aktienrückkauf von bis zu 20 Mio. Aktien (maximal 4,4% der ausstehenden Aktien) im Volumen von bis zu 15,0 Mrd. Yen angekündigt. Laufzeit: 5. November 2025 bis 31. März 2026. Der Effekt des beschlossenen Aktienrückkaufs ist im Gewinn je Aktie der Prognose ausdrücklich noch nicht berücksichtigt.

Yamaha befindet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld, reagiert jedoch flexibel darauf. China bremst den Absatz der Klaviere und Europa verdaut den Profi-Audio-Überhang aus dem starken Vorjahr. Gleichzeitig liefern digitale Pianos, Akustik-Gitarren und Schul-/Orchesterinstrumente den nötigen Unterbau. Solange die Zölle drücken und der Produktmix zu Ungunsten der margenstarken Profi-Audio-Geräte dreht, bleibt die Gewinnmarge unter der des Vorjahres.

Der Rückkauf stützt die Aktie, operativ liegen die Treiber für die Aktie von Yamaha in einer Belebung der Klaviernachfrage in China, einem Wiederanziehen des europäischen Installations-/Event-Geschäfts und in etwas Rückenwind von der Währungsseite. Zumindest der letzte Punkt wurde durch die Wahl in Japan schonmal erfüllt, der Yen lässt diese Tage deutlich nach.

Die Bewertung der Aktie ist nach wie vor günstig. Der Aktienrückkauf zeigt die Bilanzstärke. Erst vor drei Monaten wurde die Dividende angehoben. In meinen Augen reagiert Yamaha gut auf die aktuellen Probleme und stellt unter Beweis, dass es ein verlässliches Dividendenunternehmen ist.

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Medios: Neuer CEO mit Fokus auf operativem Geschäft



Di, 04. November um 16:38 Uhr
Nach 10 Jahren als CEO der Medios AG legt Matthias Gärtner zum Jahresende sein Amt nieder. Er kündigte dies vor einigen Monaten bereits an, seither lief die Suche nach einem Nachfolger. Nun wurde Thomas Meier als Nachfolger vorgestellt, er tritt das Amt zum 1. Februar nächsten Jahres an. Das ist zwar ein Monat zu spät, zumindest aus Gärtners Sicht, aber nicht ungewöhnlich. Bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmenschef für die nächsten mindestens fünf Jahre ist es nebensächlich, ob die Übergabe des Zepters überlappend oder mit kleiner Lücke erfolgt. Gärtner bleibt ohnehin dem Unternehmen erhalten, er wechselt in den Aufsichtsrat und wird von dort aus für eine reibungslose Übergabe sorgen.

Thomas Meier kommt von der Schweizer Bachem Holding, ein Auftragsfertiger für die Biotech-Branche mit Schwerpunkten bei chemisch synthetisierten Peptiden und Oligonukleotiden. Brauchen Sie sich nicht merken, interessant finde ich nur, dass GLP-1-Moleküle in diese Kategorie gehören, die bei der Herstellung der Abnehmspritzen und -pillen von Novo Nordisk und Eli Lilly verwendet werden.

Mit dem sich abzeichnenden Erfolg der Abnehmspritze durch die Markteinführung von Ozempic von Novo Nordisk setzte Thomas Meier kurz nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2020 voll auf den Ausbau der Fertigungskapazitäten in diesem Bereich. Der Umsatz wuchs seither auf inzwischen 677 Mio. CHF im aktuellen Jahr, eine Verdopplung innerhalb seiner fünfjährigen Amtszeit.

Die Aktie nahm einen Großteil dieser Entwicklung vorweg und stieg binnen zwei Jahren von 30 auf 170 CHF, um anschließend in einen Abwärtstrend zu verfallen. Mit drei Problemen hatte Meier nach der Kapazitätsausweitung zu kämpfen: Zum einen fuhren Novo und Lilly ihre eigenen Fertigungskapazitäten massiv hoch. Die Phantasie der Übernahme weitaus größerer Teile der Fertigung in diesem Markt verflog. Zum anderen entwickelte sich der Schweizer Franken sehr stark, was die im Ausland erwirtschafteten Erträge auf Frankenbasis schmälerte. Und zum Dritten war es mit der Ankündigung der Kapazitätsausweitung nicht getan: Die Umsetzung dauerte länger, geplante Umsätze wurden in die Zukunft verschoben und gleichzeitig schmolz die Gewinnmarge dahin, weil Novo und Lilly eben eigene Fertigungskapazitäten aufbauten.

Heute notiert die Aktie bei 65 CHF. Damit konnte sich der Wert noch immer mehr als verdoppeln. Als Aktionär können wir also feststellen, dass Thomas Meier eine erfolgreiche Zeit bei Bachem hatte. Er ist ein "Eigengewächs" von Bachem und konnte so auf gute Unternehmenseinblicke aufbauen. Mit Medios findet er nun ein Unternehmen, das bislang stark durch Übernahmen wuchs. Sein Fokus auf das operative Geschäft, immerhin hatte er bei Bachem parallel zu seinem CEO-Posten für zwei Jahre auch die Funktionen des COO, des operativen Chefs, übernommen, könnte Medios nun gut tun. Durch die Übernahme von Ceban ist Medios für eine europäische Expansion gut aufgestellt, nun muss das Fertigungs-Knowhow skaliert werden.

Also: Die Auswahl des Nachfolgers sieht nach den Informationen, die ich einholen konnte, erst einmal ganz sinnvoll aus. Vielleicht ist das ja auch ein Zugeständnis an die Aktionäre, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit Übernahmemeldungen konfrontiert wurden. Meier dürfte seinen Fokus auf das organische Wachstum legen. Der Umstand, dass die Gewinnentwicklung bei Bachem unter seiner Regide nur unterproportional zum Umsatz war, kann zum Teil auf externe Umstände geschoben werden, aber nicht ganz. Hier würde ich künftig mein Augenmerk drauf richten.

Alle Updates zu Medios


Apple: Siri wird Google AI nutzen



Fr, 07. November um 11:06 Uhr
Bloomberg berichtet, dass Apple und Alphabet einen Deal über die Nutzung der von Google entwickelten AI-Modelle für Apples Siri ausarbeiten. Apple soll dem Bericht zufolge dafür jährlich 1 Mrd. USD an Alphabet zahlen.

Der iPhone-Konzern hat sich an dem Wettrüsten von Meta, Alphabet, Microsoft, Amazon, OpenAI und Oracle nicht beteiligt, sondern sucht nach einer schlanken Lösung. Während die Anderen mit Multi-Milliarden Investitionen ihre Rechenleistung vervielfachen, um die KI-Modelle weiterzuentwickeln, sucht sich Apple eines der von anderen entwickelten Modelle und nutzt es gegen eine "geringe Gebühr". Ich hatte ursprünglich nicht ausgeschlossen, dass Alphabet sogar an Apple zahlen würde, denn der Zugriff auf den Kundenstamm von Apple wird das KI-Modell von Google weiter verfeinern.

für die Qualitätsverwöhnten Kunden von Apple ist es am wichtigsten, dass die KI-Lösung am Ende, wer auch immer sie entwickelte, die beste sein wird, die es auf dem Markt gibt. Apple ist nicht dafür bekannt, der Erste zu sein, sondern der Beste. Und das wird auch beim Einbinden von KI erwartet.

Mit diesem Argument würde ich die Angst davor, Apple könnte "zu spät" sein, entkräften. Es bleibt die Frage, ob Apple durch den Verzicht der Entwicklung eines eigenen KI-Modells vielleicht einen Nachteil gegenüber den oben genannten Unternehmen erleidet. Apple spart dafür Multi-Milliarden an Investitionen, die für eine solche Entwicklung erforderlich wären.

Ich vergleiche das mit der Suchmaschine: Auch in diesem Bereich hatte Apple sich auf Dritte verlassen, nämlich auf Google, und erhielt dafür sogar jährlich 40 Mrd. USD. Apple beteiligte sich dafür nicht am lukrativen Werbemarkt, sondern überließ dieses Geschäft Google. Nach wie vor sieht sich Apple in erster Linie als Anbieter von Endgeräten und daher ist es nur konsequent, auch beim Thema KI die Modelle Dritter zu nutzen.

Wie gesagt: In meinen Augen ist es das Wichtigste, dass Apple am Ende die beste KI-Lösung nutzt. Und mit der nun in Aussicht gestellten Kooperation mit Alphabet ist das durchaus möglich.

Übrigens: Ich glaube, OpenAI wurmt es, dass Alphabet den Zuschlag bekommen wird. Die Investitionen in den Ausbau der Rechenleistung werden überwiegend aus Gewinnen finanziert. Nur Oracle gab kürzlich eine Unternehmensanleihe aus, um weitere Investitionen zu finanzieren, doch auch das sieht in der Bilanz noch überschaubar aus. Bei OpenAI hingegen werde ich langsam skeptisch: Zwar hat OpenAI bislang keine Probleme, seine Investitionen zu finanzieren. Doch CEO Sam Altman kündigte in den vergangenen zwei Wochen so viele darüber hinausgehen, neue Projekte an, deren Finanzierung bislang noch nicht gesichert ist, so dass ich bei OpenAI nun ein Auge auf das Investitionsvolumen und dessen Finanzierung haben werde.

Derzeit überbieten sich die einzelnen Teilnehmer quasi mit Investitionsankündigungen. Ziel ist es meiner Ansicht nach, dem Wettbewerb zu signalisieren, dass dieses oder jenes KI-Thema so konsequent angegangen wird, dass jeder Wettbewerber von vornherein abgeschreckt wird. Wir laufen langsam auf eine Situation zu, in der die eine oder andere Investitionszusage vielleicht doch nicht umgesetzt wird. der Begriff der KI-Blase, der schon seit Jahren kursiert, wird natürlich irgendwann aktuell sein.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass die Investitionen noch auf viele Jahre exponentiell ansteigen werden. Doch wie bei jeder Entwicklung wird es auch hier mal Zeitpunkte geben, wo zu viele Investitionsabsichten formuliert wurden, die dann erst einmal auf ein vernünftiges Maß zusammengestrichen werden müssen, um dann wieder in die "richtigen" KI-Entwicklungen zu investieren. Investitionsabsichten und Fertigungskapazitäten müssen parallel anwachsen, und da könnte es eben auch mal Phasen der Konsolidierung geben.

Das sind nun neue Gedanken von mir. Neu ist nicht, dass so etwas passieren wird, denn "irgendwann" passiert das immer. Neu ist, dass ich von nun an ein Auge auf eine mögliche Blasenbildung haben werde.

Alle Updates zu Apple


Novo Nordisk: Fertigung am Anschlag, Preise unter Druck, Abnehmmarkt ist Langstreckenlauf



Fr, 07. November um 12:26 Uhr
Novo Nordisk lieferte im dritten Quartal ein gemischtes Bild: Operativ läuft das Tagesgeschäft weiter robust, doch ein kräftiger Einmalaufwand hat die Gewinnmarge sichtbar geschmälert. Im Zuge der Konzerntransformation wurden im Quartal Kosten von 1,41 Mrd. USD verbucht. Dahinter stehen Abschreibungen und Wertberichtigungen einzelner Anlagen sowie Aufwendungen zur Straffung von Strukturen. Zusätzlich belasten planmäßig höhere Abschreibungen aus der Catalent-Integration und der laufende Kapazitätsausbau die Herstellungskosten.

Die Nachfrage bleibt hoch, aber die Spielregeln im größten Markt USA verschieben sich. In der Diabetes-GLP-1-Klasse lag das Wachstum im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr bei rund 10%. Analysten hatten 2% mehr erwartet. Das ist stabil, aber nicht mehr so stürmisch wie 2023/24. Wöchentlich werden etwa 670.000 Ozempic-Rezepte und 270.000 Wegovy-Rezepte ausgestellt. Gleichzeitig drücken niedrigere realisierte Preise für Wegovy auf den Gewinn, weil der Anteil des Barzahler-Segments deutlich gewachsen ist. Seit Jahresbeginn ist der Cash-Anteil auf rund 10% aller Wegovy-Rezepte gestiegen, getrieben vom Direktvertrieb (NovoCare Pharmacy) und Partnern wie GoodRx und nun sogar auch Costco. Das Unternehmen spricht die Preisarchitektur offen an und rechnet damit, dass Cash-Kanäle und Retail-Kooperationen künftig eine feste Rolle spielen. Für 2026 zeichnen sich zudem Einschränkungen in Teilen des US-krankenkassensystems ab. Heute haben in den USA rund 55 Mio. Menschen mit Adipositas Wegovy-Zugang, davon mehr als 10 Mio. über das US-Krankenkassensystem.

Strategisch kontert Novo Nordisk den Preisdruck mit Verfügbarkeit: Das globale Fertigungsnetz ist seit dem Catalent-Zukauf von 11 auf 14 Standorte gewachsen. Damit ist das Unternehmen bereits gut vorbereitet für neue Indikationen der GLP-1 Medikamente, die ein weiteres Anwachsen der Nachfrage nach sich ziehen. Für das laufende Jahr plant Novo Nordisk Investitionen von über 10 Mrd. USD. Die Projekte befinden sich in Dänemark (6,58 Mrd. USD), USA (4,23 Mrd. USD) und Frankreich (2,51 Mrd. USD). Die komplexe Fertigung wird quer über verschiedene Regionen aufgebaut, damit das künftige Absatzwachstum nicht erneut an der Fabriktür scheitert, wie es 2024 schonmal der Fall war.

Unterm Strich ist Q3 ein Quartal der Weichenstellungen. Der einmalige Restrukturierungsschmerz ist sichtbar, die Nachfrage in Diabetes und Adipositas bleibt intakt, und die USA zwingen zu tieferen Preisen. Der Absatz für die US-Krankenkassen wird künftig nicht mehr teurer sein als die Cash-Preise. Gestern einigte sich die Trump-Administration mit Lilly und Novo auf einen reduzierten Absatzpreis von 245 USD statt der bislang berechneten 1.000 USD. Seit Monaten ist klar, dass der hohe Preis nicht gehalten werden kann. Im Vorfeld der Verhandlungen kursierten Preise von 150 USD pro Monat der Behandlung mit der Abnehmspritze. die nun gefundene Einigung ist nicht ganz so schlimm für Novo. Gleichzeitig führt sie dazu, dass zwischen Novo Wegovy und Lillys Zepbound kein Preiswettbewerb mehr stattfinden wird, da der Preis nun auf niedrigem Niveau festgezurrt ist.

Aktuell ist Zepbound wirksamer bei weniger Nebenwirkungen. Daher steigt die Aktie von Lilly nach der Einigung an, die von Novo fällt. Bei der Entwicklung der Nachfolgemedikamente hatte Novo lange die Nase vorn, doch in den vergangenen Monaten gab es einige Rückschläge bei den Testergebnissen in den verschiedenen klinischen Phasen. der Vorsprung auf Lilly wurde verspielt. Die Folge war der Austausch des Managements - und vor kurzem auch ein kräftiges Stühlerücken im Aufsichtsrat.

Es gibt Heibel-Ticker Mitglieder, die sich einen stärkeren Fokus auf europäische Titel wünschen. Der US-Kapitalismus fördert für Aktionäre immer wieder attraktivere Unternehmen hervor. Bei Novo Nordisk war ich froh, ein europäisches Unternehmen gefunden zu haben, das gegenüber den Amis die Nase vorn hatte ... doch wie wir nun sehen, haben die Amis auch diesen Vorsprung aufgeholt und ziehen nun an den Dänen vorbei.

Der Abnehmmarkt ist in meinen Augen groß genug für zwei oder sogar mehr Anbieter. Natürlich kann der Spitzenreiter stets eine Sonder-Gewinnmarge vereinnahmen. Das gelang Novo Nordisk über einige Jahre mit Ozempic, dem ersten Abnehmprodukt, das aber eigentlich ein Diabetes-Medikament war. Nun sprintet Lilly mit Zepbound vorweg. Der Schaden für uns Anleger ist geschehen, die Aktie ließ kräftig Federn.

Doch soweit ich in die Entwicklung der künftigen Generationen der Abnehmprodukte schauen kann, ist Novo sehr gut aufgestellt. In einigen Bereichen hat es dort wieder die Nase vorn. In einigen Bereichen kommen sich Lilly und Novo gar nicht in die Quere, jedes Unternehmen sucht nun nach weiteren Indikationen für die Verschreibung ihrer Medikamente. Wer nun gerade wo die Nase vorn hat, ist daher in meinen Augen nicht kriegsentscheidend.

Der für mich wichtigste Faktor ist der Ausbaue der Fertigungskapazitäten. Und da legte Novo Nordisk nun mit dem neuen CEO ein Schäufelchen auf die bisherige Planung drauf. die Preis-vereinbarung mit der Trump-Administration schmälert zwar den Gewinn je Verkaufseinheit, gibt dafür jedoch eine langfristige Perspektive und Planungssicherheit (soweit man bei der wankelmütigen Trump-Administration von Planungssicherheit ausgehen darf). Nun wird durch die Optimierung der internen Abläufe auch ein Fokus auf die Effizienz gelegt, was sich durch die hohen Abschreibungen im aktuellen Quartalsergebnis bereits ankündigt.

Tja, was soll ich sagen: Unsere Geduld wird auf eine harte probe gestellt. Doch nach wie vor kann ich nichts finden, was den künftigen Erfolg der Abnehmprodukte grundsätzlich in Frage stellen würde. Daher bleibe ich weiterhin bei Novo Nordisk an Bord.

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Bitcoin im Hardware Wallet: Kampf um die Runde Marke 100.000$



Fr, 07. November um 13:27 Uhr
Ist die Bitcoin-Rallye, die entsprechend dem 4-Jahreszyklus des Bitcoins irgendwann im November enden soll, bereits vorbei? Nach dem "Uptober" (Krypto-Slang für Oktober, in dem Kryptos meistens steigen) könnte nun die Ernüchterung folgen, oder? Damit wäre dieser 4-Jahreszyklus jedoch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Vom Hoc des vorhergehenden 4-Jahreszyklus bei 65.000 USD konnte sich der Preis damit im Hoch gerade mal verdoppeln. Statt 125.000 USD hatten Viele mit einem Hoch nördlich der 150.000 USD gerechnet.

Tja, das sind heftige Schwankungen. Aktuell prallt der Kurs bei 100.000 USD ab. Nach dem Überspringen dieser Hürde im Mai fiel der Preis bereits zweimal ziemlich genau bis auf diese Marke zurück, unterschritt sie aber nicht mehr.

Allein diese Woche ging's um 7% gen Süden. Der Goldpreis ging in den vergangenen zwei Wochen bereits ebenfalls deutlich zurück. Auch die Aktienmärkte, insbesondere hier in Deutschland, sind ebenfalls inzwischen weit entfernt von ihren Höchstkursen. Alle drei Märkte notieren knapp über wichtigen Unterstützungen, wie ich bei Charttechnikern höre.

Mal schauen, was die heutige Sentiment-Analyse ergibt. Irgendwie kann ich das noch nicht einsehen, dass die Rallye bereits enden soll und wir in einen Bärenmarkt einlenken. Dazu gibt es für meinen Geschmack zu viele Aktien, die in den vergangenen Jahren vergessen wurden und daher auf günstigem Niveau notieren. Und auch die Hyperscaler sind in meinen Augen, gemessen an den Wachstumsraten, nicht zu teuer.

Hmm, ich werde mich jetzt an die Sentiment-Analyse setzen und komme dann mit dem Ergebnis auf Sie zu. Tendenziell suche ich nach einer Rechtfertigung, die aktuell niedrigen Kurse zum Nachkaufen zu nutzen.

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6. Übersicht HT-Portfolio




Spekulation (≈20%) =11,4%WKN7.11., 15:08 UhrWoche ΔΣ '25 ΔAnteil 8x2,5%!
PVA Tepla74610023,88 €-6%85%1,9%B
Puma69696015,90 €-10%-46%0,0%B
DELL TechnologiesA2N6WP129,26 €-8%50%3,5%B
Home Depot866953319,79 €-1%-16%2,1%A
SalesforceA0B87V207,32 €-8%-34%1,3%C
Capital One Fincl893413187,92 €-2%17%2,6%A
TJX854854124,57 €3%16%2,7%A






Disruptiv (≈30%) =33,9%WKN7.11., 15:08 UhrWoche ΔΣ '25 ΔAnteil 5x6%!
MediosA1MMCC12,22 €-2%-8%3,3%C
Nvidia918422162,97 €-10%23%8,0%B
Palo Alto NetworksA1JZ0Q183,15 €-3%13%6,8%B
Novo NordiskA3EU6F39,76 €-6%-52%4,4%A
Apple865985233,75 €0%17%7,1%B
TeslaA1CX3T386,37 €-5%78%4,3%A







Dividende (≈30%) = 26,2%WKN7.11., 15:08 UhrWoche ΔΣ '25 ΔAnteil 5x6%!
CEWE54039097,70 €-1%-6%5,7%B
Allianz840400349,90 €-1%18%4,9%B
Snap-On853887295,77 €1%-10%6,0%A
Holcim86989875,23 €-1%44%3,5%B
Yamaha8553145,86 €7%-5%6,1%A







Absicherung (≈20%) =16,2%WKN7.11., 15:08 UhrWoche ΔΣ '25 ΔAnteil 3x6,6%!
Goldbarren /Uz9655153.455,66 €0%38%7,0%C
Symrise %-'12.25SYM77299,89%0%2%2,8%C
BitcoinA27Z3086.447,21 €-7%-4%6,4%B



Woche ΔΣ '25 ΔCashquote



-2%8%12,3%

Heibel-TickerGewichtung# Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis20%11,4%862,5%
DisruptivEnkelkinder30%33,9%566,0%
DividendeUrlaub30%26,2%556,0%
AbsicherungZins & Gold20%16,2%336,7%
Summe
100%88%2120100%


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Mitglieder vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- + Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Die letzte Spalte wird für eine Einschätzung der Auswirkung aktueller Entwicklungen auf die jeweilige Portfolioposition genutzt. „%“ stuft den Einfluss der Inflation auf das jeweilige Geschäftsmodell ein.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

https://www.heibel-ticker.de




7. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



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