Heibel-Ticker PLUS 26/12 - Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr

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Heibel-Ticker PLUS Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 12 (20.03.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr
2.So tickt die Börse: Notenbanken in der Zwickmühle, KI = Token/Energiekosten
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Extrem negative und extrem lange anhaltende negative Stimmung
 - Interpretation
4.Ausblick: Software als künftiger KI-Profiteur
5.Update beobachteter Werte: DOW Jones 23.000 Call SocGen bis 18.12.26, Dell, Nvidia Call, PVA Tepla
 - DOW Jones 23.000 Call SocGen bis 18.12.26: Stimmung viel zu schlecht, DOW-Call Spekulation kaufen
 - Dell: SuperMicro-Probleme spielen Dell in die Karten
 - Nvidia Call: Nvidia Call Optionsschein kaufen
 - PVA Tepla: Auftragsbestand entwickelt sich überraschend positiv
6.Übersicht HT-Portfolio
7.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
8.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr



Liebe Börsenfreunde,

*** VIDEOCALL AM MONTAG 17 UHR ***

Absturz Okay, es ist wieder so weit: Angst und Panik herrscht an den internationalen Finanzmärkten, insbesondere in Deutschland. Ich denke, es ist mal wieder Zeit für einen Videocall. Schicken Sie mir doch bitte Ihre Themen, ich werde mich dann entsprechend vorbereiten.

Montag, 23.3. um 17:00 Uhr

Ich freue mich auf Sie :-)

*** ENDE VIDEOCALL ***

Angst und Panik herrscht an den Finanzmärkten. Diese Woche haben sowohl die US-, als auch die EU-Notenbank den jeweiligen Leitzins unverändert belassen. In Kapitel 2 schaue ich mir die Hintergründe für diese Entscheidung an.

Außerdem erkläre ich die verschiedenen KI-Generationen vom LLM über Reasoning, Agenten hin zum Lobster. Jeweils springt die Qualität der Antworten weiter an, aber auch die benötigte Rechenleistung.

Schließlich gebe ich noch eine Einschätzung darüber ab, warum der Goldpreis diese Woche kräftig eingebrochen ist und warum der Bitcoin von diesem Ausverkauf nicht betroffen war.

Die Sentiment-Analyse gibt uns heute ein selten klares Kaufsignal, das wir jedoch mit der nötigen Vorsicht betrachten müssen. Die Sentiment-Theorie gibt statistische Hinweise über vergleichbare Situationen in der Vergangenheit. Ereignisse wie der Corona-Crash oder die große Finanzkrise sind zu selten, um in dem Modell verlässlich berücksichtigt zu werden. In Kapitel 3 schauen wir uns näher an, welche Handlungsanleitung wir aus dem Signal ableiten können.

Software-Unternehmen wir SAP und SalesForce wurden in den vergangenen Monaten gnadenlos ausverkauft, weil vermeintlich die KI deren Aufgaben übernehmen kann. In Kapitel 4 zeige ich, warum dies ein Irrtum ist. Außerdem gehe ich kurz auf die aktuelle geopolitische Situation ein, sowie auf den aktuell laufenden Ausverkauf und unsere Portfolio-Positionierung.

Die Nerven einiger Anleger liegen blank, die Leserfragen nehmen derzeit stark zu. Grund genug für mich, am kommenden Montag allen Heibel-Ticker Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, mir Fragen zur Marktsituation zu stellen. Bitte, wie oben geschrieben, vorab per E-Mail an mich.

Wochengewinner sind Dell und PVA Tepla, die jeweils ihre eigenen Katalysatoren hatten und sich vom allgemeinen Abwärtstrend lossagen konnten. Außerdem haben wir diese Woche zwei Optionsscheine vorgestellt, mit denen Sie in der aktuellen Marktsituation spekulieren können. Die vier Updates mit den Details dazu finden Sie in Kapitel 5.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 6.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Notenbanken in der Zwickmühle, KI = Token/Energiekosten



Es gibt eigentlich nur zwei Themen, die an der Börse relevant sind: Der Iran-Krieg und die KI-Revolution. Diese Woche störten neue Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der EU-Notenbank EZB den gleichmütigen Nachrichtenstrom ... doch nur für kurze Zeit.

FOMC Sowohl Jay Powell als auch Christine Lagarde beließen ihren jeweiligen Leitzins unverändert und legten sich über künftige Zinsentscheidungen nicht fest. Powell sprach fast schon wirr über die verschiedenen Möglichkeiten, die dem Iran-Krieg folgen könnten, um sowohl Zinsanhebungen als auch Zinssenkungen nicht auszuschließen. Lagarde sprach sich ebenfalls für ein Abwarten aus, um zunächst einmal die weiteren Entwicklungen und deren Auswirkungen zu beobachten. Doch während bei der Fed vereinzelt noch eine Zinssenkung im laufenden Jahr erwartet wird, gibt es für die EZB eher die Befürchtung einer Zinsanhebung.

Die EZB hat die Preisstabilität des Euros als Aufgabe und die in Europa stark gestiegenen Energiepreise wirken inflationär. Doch Inflation, die durch einen Angebotsschock (das plötzliche Ausbleiben von 20% der globalen Öl-Lieferungen durch den Iran-Krieg) ausgelöst wird, kann durch Zinsanhebungen nicht in den Griff bekommen werden. Im Gegenteil, die Industrie, die bereits unter den hohen Energiepreisen leidet, wird durch höhere Finanzierungskosten zusätzlich belastet. Wir dürfen gespannt sein.

Die Fed hat, im Gegensatz zur EZB mit dem "Single Mandat" ein "dual Mandat", also gleich zwei Ziele: Die Stabilität des US-Dollars sowie auch die Vollbeschäftigung. Müsste die Fed also die Inflation mit höheren Zinsen bekämpfen, so müsste gleichzeitig ein schwacher Arbeitsmarkt eigentlich durch Zinssenkungen unterstützt werden.

Die Notenbanken sind also gefangen "between a rock and a hard place", müssen sich also zwischen Pest und Cholera entscheiden. Zinsanhebungen sind eigentlich notwendig, um die Preise zu stabilisieren, können aber aus konjunktureller Sicht derzeit nicht verantwortet werden.

Wenn dann Donald Trump in dieser Woche auf seine Nato-Partner eindrischt, die ihm nicht helfen wollen, dann scheint das Chaos vorprogrammiert. Analysten stellen sich auf einen längeren Krieg ein, berechnen den Ölpreis unter Berücksichtigung einer langen Sperrung der Straße von Hormus neu und geben Wahrscheinlichkeit für eine Rezession aus.

Während die USA mehr Öl und Gas haben, als sie verarbeiten und speichern können, sieht es in Europa, insbesondere in Deutschland nach der Energiewende, schlechter aus. Und so notiert der DAX im Vergleich zum Jahresbeginn bei -8,5%, während der S&P 500 nur halb so viele Federn ließ.

Die Abhängigkeit von Energieexporten trifft Deutschland gleich doppelt. Denn die KI-Revolution wurde diese Woche auf der GTC-Konferenz von Nvidia als abhängig von der verfügbaren Energie definiert. CEO Jensen Huang erklärte, dass die maßgebliche Kennziffer der Zukunft "Token pro Watt" sei. Die Energie, die für die Ausgabe eines Tokens benötigt wird.

Lassen Sie mich die verschiedenen KI-Generationen kurz veranschaulichen:

1. November 2022: ChatGPT-Moment. Die Welt ist überrascht und begeistert, wie sinnvoll die Antworten von ChatGPT klingen. Large Language Modelle (LLMs) ermitteln über Wahrscheinlichkeiten stets die nächste Silbe, die sie ausgeben. Die Silben werden häufig mit Token verglichen.

2. Im Laufe von 2023: Agenten werden von Claude (Okt. 24), der AWS (Sept. 23) und OpenAI (Jan 25) angeboten. Mit Agenten kann eine KI dazu gebracht werden, eigenständig Aufgaben abzuarbeiten und periodisch zu wiederholen. Große IT-Konzerne in den USA beginnen mit Massenentlassungen.

3. Januar 2025: DeepSeek-Moment: Die Welt ist überrascht und begeistert, wie die Qualität der Antworten gesteigert werden konnte. Mit Hilfe von Reasoning-Modellen werden die Anfragen in verschiedene Teilaufgaben aufgesplittert, getrennt beantwortet und anschließend zu einer Antwort zusammengeführt. Die verschiedenen Silben / Token der einzelnen Antworten auf die Teilaufgaben werden zu einer Antwort zusammengeführt, wobei auch das Zusammenführen wieder eine eigene Rechenleistung ist. Eine Reasoning-Antwort verbraucht 100x so viele Token, um eine Antwort zu liefern, als das ursprüngliche ChatGPT-Modell.

4. Oktober 2025: OpenClaw-Moment: Peter Steinberger strickt hemdsärmelig ein Open Source Betriebssystem für KIs zusammen, mit dem Sie vom heimischen Computer aus die verschiedenen KI-Angebote nutzen und miteinander kombinieren können. Die Anzahl der benötigten Token verhundertfacht sich erneut. OpenClaw Agenten, oder auch Lobster (Hummer), wie sie häufig genannt werden, arbeiten 24/7 an den Aufgaben, die man ihnen gibt, optimieren die Ergebnisse und denken sich teilweise neue, eigene Aufgaben aus.

Fleißarbeit, mit der viele Menschen ihr Geld verdienen, wird künftig nicht mehr benötigt. Seit kurzem kann sich jeder auf einem alten Rechner einen eigenen KI-Agenten installieren und ihn für seine Bedürfnisse "ausbilden". Das sind heute noch digitale Arbeiten: Buchhaltung, Recherche, jegliche wiederkehrende Tätigkeiten. Künftig, wenn Roboter brauchbar sind, werden KI-Roboter auch physische Aufgaben übernehmen.

Doch so weit sind wir noch nicht. Kümmern wir uns zunächst um die digitalen KI-Agenten, um die Lobster. Ihr Autor wird an diesem Wochenende sein 12 Jahre altes MacBook auf Ubuntu umstellen und OpenClaw darauf installieren. Ich werde den Agenten Kai nennen, da ich für den Heibel-Ticker im Kopf immer zwischen den Begriffen KI (Künstliche Intelligenz) und ai (artificial intelligence) hin und her springe.

Kai wird meine Fleißarbeit übernehmen. Dabei finde ich verlockend, dass hohe Anlaufprobleme, die ich erwarte, später überproportional zurückgezahlt werden können. Ich muss also zunächst dafür sorgen, dass Kai alle Finanzzahlen bekommt, die ich für wichtig halte. Dazu werde ich die Quellen klar definieren, um den Spagat zwischen probabilistischer und deterministischer KI zu schaffen: Die probabilistische (Wahrscheinlichkeit) KI sorgt dafür, dass die Antworten intelligent klingen, mit Hilfe der deterministischen Komponente sorge ich dafür, dass die gelieferten Zahlen verlässlich sind.

Wenn dies bei einem Dutzend Unternehmen funktioniert, dann kann ich diese intellektuelle Grundlage in Fleißarbeit umwandeln und mit einem Klick alle 1.400 Unternehmen aus meinem Aktienuniversum einbeziehen.

Warum erzähle ich das so ausführlich? Nun, das hat drei Gründe: Zum einen entziehe ich mir damit meine eigene Geschäftsgrundlage. Denn das kann jeder von Ihnen auch tun. Zum zweiten jedoch bin ich davon überzeugt, dass wir das gemeinsam besser können. Daher kommuniziere ich, was ich tue, und freue mich auf Ihre Anmerkungen, was ich besser machen kann, was ich zusätzlich berücksichtigen sollte, etc.

Zum dritten lässt sich aus dem Verständnis der KI besser ableiten, welche Unternehmen in der Zukunft erfolgreich sein werden. Dies hat sich heute ausgezahlt, als Dell aufgrund von Klagen gegen Mitarbeiter des Wettbewerbers SuperMicro (-27%) um 5% anspringt. Außerdem hat uns das Verständnis der KI davon abgehalten, Nvidia zu verkaufen, wie es viele Spekulanten getan haben.

In Kapitel 4 werde ich erklären, warum Softwarefirmen, die seit Jahresbeginn Opfer Nummer eins der KI-Revolution zu sein scheinen, eine wichtige Rolle spielen werden. Cliffhanger: Deterministische Modelle werden auf diese Software zugreifen und dadurch deren Nutzung nicht obsolet machen, sondern vielmehr nach oben katapultieren.

Abschließend noch die Erklärung, warum ich auf den Token so herumreite: CEO Jensen Huang zeigte auf seiner Keynote zur GTC eine Graphik, in der er Energie ins Verhältnis zu Token setzte. Je mehr Energie eingesetzt wird, desto mehr Token können erzeugt werden. Je mehr Token erzeugt werden können, desto qualitativ hochwertiger ist die KI-generierte Antwort.

Es ist nachvollziehbar, dass eine Frage "Um wie viel Uhr findet heute Abend das HSV-Fußballspiel statt" nicht so viele Token verbrauchen sollte, wie die Frage nach einem Konzept für KI-Rechenzentren auf der Erdumlaufbahn. Also wird es in der Zukunft für unterschiedliche Bedürfnisse unterschiedlich aufwendige KIs geben. Wer komplexe Fragen stellt, möchte vermutlich die High-End KI-Modelle für sich nutzen und muss dafür aber bereit sein, dafür auch mehr zu zahlen.

Dabei wird sich der Tokenpreis nach der eingesetzten Energie richten. Je leistungsfähiger die KI-Chips, desto schneller die Token-Generierung, desto mehr Anfragen können die KI-Rechenzentren bedienen. Aus dieser Logik heraus ist es sinnvoll, den Energieeinsatz je Token zu minimieren, so wie es AMD, Trainium von Amazon und Inferentia von Amazon tun. Doch die Energieoptimierung geht zu Lasten der Geschwindigkeit und so können weniger Token pro Zeiteinheit verkauft werden.

Kosten für KI-Rechenzentren werden gegen mögliche Token-Verkäufe gerechnet. Da Rechenzentren nur eine genau definierte Strommenge (=Energie) verarbeiten können, führt der Einsatz von energieeffizienten KI-Chips zu langsameren Antwortzeiten und damit zu weniger Umsatz pro Monat.

Huang rechnete auf seiner Präsentation vor, dass gerade aus diesem Blickwinkel Nvidia-Chips unangefochten führend seien. Die Energie je Token sei führend. Auch bei der neu vorgestellten CPU, die als Ergänzung der GPUs ins Nvidia-System passt, werden der Energiekosten je Token reduziert.

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX22.380 -4,6%-8,6%
S&P 5006.506 -1,9%-5,0%
Nikkei53.373 -0,8%6,0%
Shanghai A 4.567 -2,2%-1,4%
US-Dollar/EUR1,161,2%-1,7%
Euro/Yen184,040,9%0,2%
10-Jahres-US-Anleihe4,39%0,110,22
Umlaufrendite Dt2,96%0,080,18
Feinunze Gold$4.498 -10,4%4,1%
Fass Brent Öl$112,83 9,4%85,4%
Kupfer$12.147 -5,0%-2,2%
Baltic Dry Shipping$2.057 1,4%9,6%
Bitcoin$69.758 -1,3%-20,5%



Gold Der Goldpreis bricht diese Woche um 8,6% ein. Am Wochenende werden wir sicherlich erfahren, dass es sich um den stärksten Einbruch seit x Jahren, oder auch um den schnellsten Kurseinbruch seit y Jahren handelt. Ich überlasse das Ausrechnen solcher plakativen Aussagen anderen.

Was steckt hinter dem Ausverkauf? Darüber kann nur spekuliert werden. Die für mich plausibelste Erklärung ist die übliche: Wenn Geld benötigt wird, zieht man es zunächst aus den liquidesten und zuletzt erfolgreichsten Positionen ab.

Wir haben vor vielen Jahren erlebt, wie Apple unter Druck geriet, als die Finanzmärkte austrockneten - einfach nur weil Apple zuvor am stärksten angestiegen war und zu den liquidesten Titeln gehört. Seit vergangenem Oktober kommt diese Aufgabe Nvidia zu, das Unternehmen ist voll von Aktionären, die zu Millionären wurden, und wenn diese Geld für andere Dinge benötigen, dann verkaufen sie eben Nvidia, weil dort die größten Summen drin stecken und weil die Aktie am liquidesten ist.

Der Goldpreis verdoppelte sich von Januar 2025 bis Januar 2026 auf 5.500 USD/Oz. In der arabischen Welt hat das Gold eine hohe, kulturelle Bedeutung. Und auch der Öl-Reichtum wurde von vielen Öl-Ländern in Form von Goldbarren in Tresore gelegt.

Nun bleiben diesen Öl-Ländern von heute auf morgen die Öl-Einnahmen aus. Noch gestern lebten sie im Überfluss, sie brauchten nur den Öl-Hahn etwas mehr aufzudrehen, wenn sie mehr Geld benötigten. Doch diese Quelle ist nun plötzlich versiegt und die Öl-Staaten müssen sich anderweitig Geld beschaffen. So ist für mich die Theorie, dass gerade diese Öl-Staaten derzeit als Verkäufer auf dem Goldmarkt agieren, plausibel.

Genau für so eine Situation ist die staatliche Goldreserve gedacht: Damit können solche geopolitischen Verwerfungen kurzfristig ausgeglichen werden. Doch diese Geldquelle ist bei weitem nicht so üppig, wie das flüssige, schwarze Gold. Im Gegenteil, nach wenigen Wochen dürfte die Gold-Quelle versiegen.

BTC Mal wird der Bitcoin als Gold-Äquivalent gehandelt, die Preise müssten eigentlich parallel laufen. Dann wird behauptet, er sei das Gegenstück zum Gold und die Preise müssten sich gegenläufig bewegen. Diese Woche wurde eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass die Korrelation zwischen Gold und Bitcoin gleich Null ist: Beide Preise haben ihre jeweils eigenen Ursachen, sie haben miteinander rein gar nichts zu tun.

Es ist der Beweis dafür, warum ich den Bitcoin seit langem in unserem Portfolio im Bereich der "Absicherung" habe. Immer wieder werde ich dafür kritisiert, denn der Bitcoin sei doch viel zu "volatil", so das Argument. Doch dieses Gegenargument verkennt wichtige wirtschaftliche Zusammenhänge.

Wenn ich eine Absicherungsposition suchen würde, dessen Wert, gerechnet in Euro, nicht schwankt, dann würde ich doch am besten einen Koffer voll mit 100-Euroscheinen im Garten vergraben, oder? Das ist sicher und der Preis schwankt nicht.

Bei der Vermögensabsicherung müssen Sie aber ein wenig weiter denken: Sie wollen sich ja auch gegen einen Verfall des Geldes absichern. Was, wenn ein Brötchen irgendwann mal 100 Euro kostet? Da machen Sie mit einer Lebensversicherung ein langes Gesicht.

Aktien steigen, wenn der Geldwert schwindet. Unternehmen haben ihren Wert, und dieser wird stets in einer aktuellen Währung bemessen. Was jedoch, wenn die Preisfindung für Unternehmen nicht funktioniert, siehe große Finanzkrise 2007 bis 2009? Nun, wenn's hart auf hart kommt, bleibt Ihre Goldmünze von solchen Vorgängen unbeschadet. Der Goldpreis ist gerade in solchen Krisen stabil. Oder, wie wir es diese Woche sehen, fällt zunächst, da die Betroffenen der Krise ihren Goldbestand versilbern müssen, wird aber im Anschluss um so mehr steigen, da sich einmal mehr gezeigt hat, dass Gold in Krisen eine gute Absicherung darstellt. "Im Anschluss" ist dabei nicht eine Frage von Tagen oder Wochen, sondern eher von Monaten.

Und genau aus dieser Sichtweise ist der Bitcoin das digitale Gold. Natürlich haben sich noch nicht so viele Staaten mit Bitcoin eingedeckt, dazu ist der Bitcoin noch zu jung. Daher kann sich der Bitcoin in diesen Tagen vergleichsweise stabil halten. Doch von der Idee her erfüllt der Bitcoin den gleichen Zweck, ist zusätzlich dazu sogar noch örtlich ungebunden.

Jetzt zu lesen, dass Gold und Bitcoin unkorreliert zueinander sind, bestärkt meine Überzeugung also nur, dass auch der Bitcoin zusätzlich zum Gold noch eine sinnvolle Absicherung im Portfolio darstellt.

So, schauen wir uns nun einmal an, wie sich die Stimmung der Anleger in der abgelaufenen Woche entwickelte:




3. Sentiment: Extrem negative und extrem lange anhaltende negative Stimmung



Umfrage Um 4,5% bricht der DAX in dieser Woche ein. Das Minus beim S&P 500 beträgt dagegen nur -1,3%, beim japanischen Nikkei sogar nur -0,8%. Deutschland scheint von den sprunghaft angestiegenen Energiepreisen besonders stark betroffen zu sein.

So notieren auf Wochensicht auch energieintensive Unternehmen wie MTU Aero, Continental, BMW und Mercedes am Ende der DAX-Liste. Ganz oben stehen hingegen die Commerzbank, die Deutsche Bank, Hannover Rück und Siemens Energy.

In den USA trifft es konjunktursensitive Unternehmen aus dem Dow Jones, wie 3M, Walmart und Honeywell besonders hart, während auch dort JP Morgan, Goldman Sachs und Chevron die Wochenliste anführen.

Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren also auch an den Finanzmärkten. Anders als der kurze und gezielte Schlag der USA gegen den Iran im vergangenen Sommer, scheint sich die Situation diesmal der Kontrolle der USA zu entziehen: Die Nuklear-Anlagen des Irans wurden im vergangenen Sommer vollständig zerstört, nur um in den vergangenen Wochen erneut? vollständig zerstört zu werden. Die Schiffe des Irans, mit denen die Straße von Hormus bedroht werden, wurden bereits in den ersten Tagen des Krieges vollständig zerstört, nur um am heutigen Freitag erneut? vollständig zerstört zu werden.

Hmmm... es bleibt bei der alten Weisheit: Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit.

PanicRot So messen wir unter unseren Umfrageteilnehmern in der dritten Woche in Folge Angst und Panik. Das Anlegersentiment ist weiter auf einen extrem negativen Wert von -7,2 gefallen, bereits ab Werten unter -4 sprechen wir von Angst und Panik.

Auch die Verunsicherung ist mit einem Wert von -7,2 auf einem Extrem-Niveau. Ich denke, insbesondere die gefühlte Machtlosigkeit bei der Suche nach Lösungsansätzen drückt auf die Stimmung.

Die Zukunftserwartung ist mit +1,5 zwar noch immer positiv, aber mit fallenden Kursen im DAX fällt auch die Zuversicht. Damit erfüllt auch dieser Indikator die Voraussetzung für die Bildung eines Panik-Bodens: Selbst die Hoffnung wird zum Schluss zerstört.

Die Investitionsbereitschaft ist mit einem Wert von +2,9 fast schon trotzig hoch. Es gibt zwar keinen Grund zum Kaufen, aber gerade das scheint bei unseren Umfrageteilnehmern bereits im Bewusstsein verankert zu sein, dass gerade dies historisch betrachtet häufig die besten Kaufmomente waren.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger springt heute auf +31%, was eine starke Nachfrage nach Long-Spekulationen signalisiert. Mutig, würde ich sagen.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX springt an der Eurex, wo sich die institutionellen Anleger absichern, über 3. Damit zeigt sich, dass sich die institutionellen Anleger stark absichern, Put-Absicherungen werden gekauft, um im Falle eines sich beschleunigenden Ausverkaufs nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Also: Privatanleger sehen im Ausverkauf eine Chance, während die Profis sich gegen Schlimmeres absichern.

An der CBOE steht das Put/Call-Verhältnis für Equities (Aktien) mit 0,78 schon wieder deutlich unter dem Extremwert vom Mittwoch dieser Woche. Am Mittwoch sprang dieses Barometer auf 1,1, was die höchste Absicherungstätigkeit seit einem Jahr, seit dem Liberation Day im April des Vorjahres darstellt.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager geht diese Woche weiter zurück auf einen Wert von nur noch 60% (-7%punkte).

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -21,6%punkten. Es gibt nur noch 30% Bullen, mit 52% haben die Bären die absolute Mehrheit gesichert.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Extremwert von 17% extreme Angst an. Der Short Range Oscillator des S&P 500 bricht diese Woche auf -8 ein, was ebenfalls eine zumindest kurzfristig überverkaufte Marktverfassung signalisiert.

Interpretation



Panic Okay, damit haben wir nun schon zum dritten Mal in Folge Panik an den Märkten. Um ehrlich zu sein, wenn das rot auf den Kurszetteln und das Minus in unserem Portfolio kein Party-Crasher wäre, würde ich mich über die mustergültige Sentiment-Entwicklung freuen: Parallel zum Stimmungseinbruch geht auch die Zuversicht zurück. Und, wie schon oben geschrieben, eine mustergültige Bodenbildung eines Ausverkaufs im Sinne der Sentiment-Theorie benötigt am Ende auch noch ein Einbrechen der Zuversicht. Erst wenn die letzte Hoffnung gestorben ist, kann sich ein Boden bilden, ohne dass es einer positiven Meldung dafür bedarf.

Wenn also parallel zur Angst und Panik auch die Zuversicht verschwunden ist, haben alle, die vielleicht verkaufen wollten, verkauft. Die "schwachen Hände" sind aus dem Markt gespült worden. Ohne neue, dramatisch negative Entwicklungen wird es keine neuen Verkäufer mehr geben.

Und wenn niemand mehr verkauft, dann fallen die Kurse nicht mehr weiter. Im Gegenteil, in einer solchen Verfassung reicht dann schon ein kleiner, zaghafter Kauf, um steigende Notierungen zu erzeugen. Während also der Ausverkauf unter hohem Handelsvolumen erfolgt, bedeutet ein Abebben des Handelsvolumens, dass sich ein Boden bildet.

Die Stimmung ist derzeit so schlecht, wie nur 30 mal in den vergangenen 20 Jahren. Wir haben also vergleichbar viel Angst und Panik durchschnittlich nur an ein oder zwei Wochen im Jahr.

2026-03-DAX-Stimmung
Abbildung 1: Angst und Panik bei DAX-Stimmung führte zu durchschnittlich 8,9% Kursanstieg nach 6 Monaten


In den sechs anschließenden Monaten stieg der DAX um durchschnittlich 8,9% an. Die beiden negativen Ausreißer am unteren Rand der Grafik stammen beide aus dem Jahr 2008, aus der Zeit der großen Finanzkrise. Auch der drittschlechteste Wert stammt noch aus dem Jahr 2008.

Der positive Ausreißer am oberen Bildrand stammt dann aus dem Jahr 2009, zeigt also die Erholung nach der Finanzkrise.

Natürlich kann auch die Sentiment-Analyse keine verbindliche Aussage über die zu erwartende Börsenentwicklung geben. Sie kann jedoch Wahrscheinlichkeiten aufzeigen. Und ich würde die uns vorliegenden Zahlen dahingehend interpretieren, dass es schon eine unkontrollierte Ausweitung des Iran-Krieges bedarf, um die Börsen noch deutlich tiefer zu führen.

Kann ich das ausschließen? Nein. Halte ich das für wahrscheinlich? Nun, ich bin kein Geo-Politiker, aber ich weiß, dass wir andere Probleme haben als die Börse, wenn sich der Iran-Krieg unkontrolliert ausweiten sollte.

Zusätzlich zum extrem negativen Stimmungsbild kann ich noch anführen, dass die negative Stimmung nun bereits ziemlich lang auf Extremniveaus anhält. Unser 5-Wochendurchschnitt zeigt nur 11 vergleichbar negative Werte an in den vergangenen 12 Jahren. Also wenn wir aktuell eine extrem schlechte Stimmung haben und diese bereits vergleichsweise lange anhält, dann können wir aus dieser Kombination nochmals unsere Theorie der Bodenbildung bestärken.

Oel Beim Öl hingegen deuten eine ganze Reihe von Indikatoren auf eine eher moderate Ölpreisentwicklung hin. 22 vergleichbare Stimmungswerte bei der Erwartung zur künftigen Ölpreisentwicklung deuten auf einen Rückgang des Ölpreises in den kommenden 6 Monaten um durchschnittlich 0,4%. Bei der Stimmung führt die Prognose sogar zu einem durchschnittlichen Rückgang von -2,3%, und bei der Stimmungsdifferenz verzeichnen wir eine überaus seltene Konstellation: Nur dreimal war die Differenz zwischen Stimmung und Erwartung zum Ölpreis vergleichbar groß. Der Preis ging im Anschluss um durchschnittlich 16,5% zurück.

Na, das ist doch was :-)



4. Ausblick: Software als künftiger KI-Profiteur



Die Kombination aus probabilistischer (Wahrscheinlichkeit) Antwort durch die KI, die immer gut klingt, aber falsch sein kann, und deterministischer Antwort, die sich an Fakten hält, wird die KI der Zukunft zuverlässig machen. Dabei wird man das Reasoning, das Zerteilen einer Anfrage in mehrere Teilfragen, zunehmend dazu nutzen, um die Teilfragen von unterschiedlichen Kanälen beantworten zu lassen.

Das Reasoning soll lernen, dass es für physikalische Problemstellungen Formeln gibt, die allgemein bewiesen und anerkannt sind. Für Fragen zum eigenen Unternehmen gibt es im Unternehmen einen großen Datenschatz, mit dessen Hilfe viele Fragen verlässlich beantwortet werden können.

Wollen Sie nun, dass die KI in die Prozess-Steuerung schaut und anhand der Rezepturen eigene Bestellungen für Vorprodukte auslöst, oder kann sich die KI dabei auf die in den ERP-Systemen vorhandenen Lieferbeziehungen beziehen? Soll es sich die Rezeptur für das Endprodukt selber herleiten, oder die im ERP-System hinterlegte Rezeptur verwenden?

Es geht darum, Abläufe zu optimieren. Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Und zum Optimieren sind die vorhandenen Prozesse als Startpunkt überaus hilfreich. Warum nicht einfach darauf aufbauen und optimieren? Und warum dann nicht mit Hilfe des Softwareanbieters SalesForce oder SAP? Dort wird man nach kurzer Zeit Erfahrungswerte anderer Kunden nutzen können, um Optimierungen gezielter anzustoßen.

Und wenn die Optimierungsvorschläge dann von der KI als Präsentation vorgestellt werden sollen, warum sollte die KI dann nicht MS-Powerpoint nutzen, zumal dort schon die Unternehmens-CI (Corporate Identity, also graphische Vorgaben für ein einheitliches Auftreten nach außen) hinterlegt sein dürfte? Soll es sich eine eigene Präsentationssoftware schreiben?

Zu glauben, diese Software-Lösungen könnten im Vorbeigehen von der KI selbst erstellt werden, ist falsch. Die KI-Agenten werden nutzen, was wir ihnen zur Verfügung stellen. Und da solche Agenten mit Interaktionen arbeiten, also für die Erstellung einer Präsentation im Zweifel unzählig viele Anläufe vornehmen, könnte die Nutzung von Software eher ansteigen.

Ich kann mich also nur wiederholen: Für den Ausverkauf in SalesForce und Palo Alto fehlt mir nach wie vor jedes Verständnis.

SAP? Hmm, da habe ich diese Woche ein ausführliches Interview mit CEO Christian Klein gehört, in dem er auf die KI-Revolution eingeht. Als es um den Bau von Rechenzentren ging, differenzierte er: Leider würden die KI-Modelle nicht in Deutschland oder Europa trainiert. Daher brauchen wir seiner Ansicht nach in Deutschland gar nicht so viel Rechenleistung wie die Amerikaner. Man müsse aufpassen, für das Inferencing nicht zu viel Rechenleistung aufzubauen, die dann nicht abgerufen werde.

Hmm, das hat mich nachdenklich gemacht, denn einer irrt. In meiner Wahrnehmung sind die KIs so leistungsstark, wie ihnen Rechenleistung zur Verfügung steht. Natürlich müssen die Menschen diese Rechenleistung in Form von Fragen auch anfordern, aber ich sehe da noch mehr als genug ungelöste Aufgaben. Hat er etwa im Blick, dass KI-Modelle der Zukunft vielleicht immer mehr in einer eigenen Infrastruktur, im Zweifel auf dem heimischen Hochleistungsrechner, gefahren werden, und große KI-Rechenzentren daher nur für die Übergangszeit benötigt werden, bis die KI-Modelle klein genug und die KI-PCs leistungsstark für den Betrieb zu Hause sind?

Marktausblick

Während ich schreibe, es ist Freitag, 19:30 Uhr, fällt der DAX nachbörslich immer weiter in den Abgrund. Die US-Märkte halten sich vergleichsweise gut. Inzwischen sieht das für mich so aus, als liquidierten da einige internationale Trader ihre Deutschland-Positionen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich bin gespannt, welche Entwicklungen sich über das Wochenende ergeben werden. Wir haben in unserem Heibel-Ticker Portfolio noch Cash für einen weiteren Kauf, wir sind also inzwischen ziemlich hoch investiert. Es ist eine Typ-Frage, wie Sie sich positionieren. Ich habe für mich festgestellt, dass ich Verluste ganz gut aushalten kann. Besser, als in steigende Kurse hinein zu kaufen.

Denn genau das ist die Alternative: Wer jetzt noch nicht stark investiert ist, dem könnten zum Beginn der kommenden Woche steigende Kurse die Entscheidung erschweren. Ich kenne mich: Sollte der DAX bspw. 1% höher starten, als er diese Woche endete, dann würde ich darauf "hoffen", dass es vor einer Rallye nochmals einen Rücksetzer gibt, der mir den Einstieg zu tieferen Kursen ermöglicht. Und häufig genug habe ich dann der Rallye tatenlos hinterher geblickt.

Auf der anderen Seite sind die Märkte inzwischen bereits so ausgebombt, dass ich den heutigen Ausverkauf wirklich bereits für das Crescendo halte.

Natürlich kann die Welt am Wochenende auch kollabieren und dann eröffnen die Aktienmärkte am Montag nochmals deutlich tiefer, als sie heute enden. Das wäre dann eine neue Dramatik, deren Ursache wir untersuchen müssten. Sollte tatsächlich etwas passiert sein, das auf einen lang anhaltenden Krieg mit einer unkontrollierten Ausweitung hindeutet, dann müssen wir die Zähne zusammenbeißen und unter Verlust einige Positionen verkaufen.

Dann hätten diejenigen recht, die gerne sagen: "Die Börsenkurse deuten im Vorfeld das an, was passieren wird". Ja, auch solche Weisheiten wurden mir häufig genug vorgehalten. Aber glauben Sie mir, es werden dann einzelne Ereignisse als Beweis angeführt, die statistisch nicht relevant sind: Der Corona-Crash, die große Finanzkrise oder das Platzen der Internetblase. 26 Jahre, drei katastrophale Börsenereignisse. Alle anderen Ereignisse waren gute Kaufgelegenheiten...

...und selbst der Corona-Crash war, wenn man es zeitlich betrachtet, im Abstand von wenigen Tagen eine gute Kaufgelegenheit.

Also: Wir sind jetzt ziemlich stark investiert. Schauen wir mal, wie stark unsere Nerven noch belastet werden. Und sollte es über das Wochenende richtungsweisende, negative Ereignisse geben, werde ich am Montag früh eine neue Einordnung geben.



5. Update beobachteter Werte: DOW Jones 23.000 Call SocGen bis 18.12.26, Dell, Nvidia Call, PVA Tepla



Im Wochenverlauf habe ich Updates zu unseren Portfolio-Titeln verfasst. Diese erhalten Sie nachfolgend zusammen aufgeführt.

Die Updates finden Sie generell jeweils nach der Veröffentlichung verfügbar unter Heibel-Ticker -> Portfolio -> 10 neueste Einträge und mit der Express-Funktion erhalten Sie die Updates direkt unterwöchig per E-Mail und SMS.

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DOW Jones 23.000 Call SocGen bis 18.12.26: Stimmung viel zu schlecht, DOW-Call Spekulation kaufen



Fr, 20. März um 11:04 Uhr
Wenn ich mir die Nachrichtenlage anschaue, dann habe ich das Gefühl, wir befinden uns schon lange mitten im Dritten Weltkrieg. Ich möchte hier nicht diskutieren, ob eine solche Einschätzung gerechtfertigt sein könnte, oder nicht. Vielmehr halte ich den Mangel an Lösungsansätzen für auffällig.

Es scheint sich die Interpretation durchzusetzen, dass die USA überrascht davon seien, dass die Straße von Hormuz durch den Iran blockiert wird. Tut mir leid, das glaube ich nicht.

Rezessionsrisiken werden berechnet: Bei einem Ölpreis, der dauerhaft, also länger als zwei Monate, über 125 USD/Fass notiert, würde die USA in eine Rezession laufen, so ein Analyst. Ein anderer nennt die Schwelle von 132 USD/Fass.

Der Ölpreis notiert in Europa bei 111 USD/Fass Brent. In den USA notiert das Fass WTI zeitgleich bei 97 USD/Fass. Die USA sind der größte Öl-Exporteur, zusätzlich produzieren sie mehr Erdgas, als sie verarbeiten oder speichern können. Die Energiepreise werden global bestimmt und spiegeln die Knappheit wider, die derzeit durch die Lieferausfälle aus dem Nahen Osten erzeugt wird. In den USA ist jedoch weder Öl noch Gas knapp.

Von den drei US-Indizes ist der Dow Jones in den vergangenen Tagen am stärksten gefallen: Von 50.000 auf aktuell 46.000 Punkte, -8% in nur vier Wochen. Meine Sentiment-Indikatoren signalisieren inzwischen maximalen Streß im System: Das Bärenlager ist überfüllt, der Markt ist kurzfristig überverkauft, Angst und Panik dominiert bereits seit zwei Wochen und der Volatilitätsindex notiert über 25.

Nein, ich habe keine Lösung für den Iran-Krieg oder für die Straße von Hormuz. Aber ich weiß aus vergleichbar aussichtslos wirkenden Marktphasen, dass in einer solchen Stimmungslage negative Meldungen nur noch kurzfristig für eine Fortsetzung des Ausverkaufs sorgen können. Eigentlich haben alle, die verkaufen wollen oder können, bereits verkauft.

Sollte jedoch eine positive Meldung veröffentlicht werden, dann dürften die Aktienmärkte anspringen.

Ich würde daher in den aktuellen Ausverkauf hinein einen Call auf den Dow Jones kaufen.

Der Westen, und mit ihm die Nato, brechen auseinander. Der Nahost-Konflikt droht die ganze Welt in einen Dritten Weltkrieg zu ziehen. Die großen Nationen der Erde werden von Testosteron gesteuerten Wahnsinnigen gesteuert. Wenn sich an diesem Wochenende keine Lösung für die Straße von Hormus abzeichnet, dann haben wir andere Probleme als unseren Dow Jones Call.

Alle Updates zu DOW Jones 23.000 Call SocGen bis 18.12.26


Dell: SuperMicro-Probleme spielen Dell in die Karten



Fr, 20. März um 15:49 Uhr
Heute springt die Aktie von Dell um 5% an.

Drei Mitarbeiter von SuperMicro wurden angeklagt, über Singapur Nvidia-GPUs nach China geschmuggelt zu haben. Sie hätten dort Server in andere Kartons umgepackt und dann nach China geschickt.

Hintergrund: Sie erinnern sich sicherlich noch an den DeepSeek-Moment vor etwas mehr als einem Jahr, als China plötzlich das "Reasoning" für KIs einführte. Auch in den USA war daran geforscht worden, doch irgendwie haben es die Chinesen geschafft, schneller zu sein. Schnelligkeit ohne KI-Chips von Nvidia? Das war bis dahin unvorstellbar und die Aktie von Nvidia war daraufhin mehrere Monate unter Druck. Chinesische Forscher hätten einen Weg gefunden, so die damalige Erklärung, den Leistungsvorsprung der USA durch effizientere Modelle auszugleichen.

Nvidia war um 17% eingebrochen und ich sah mich damals genötigt, umgehend ein Update zu dem Thema zu schreiben. Darin führte ich bereits die Zweifel an der vermeintlichen Überlegenheit chinesischer Modelle an: "Es wird offen gefragt, ob DeepSeek nicht vielleicht doch auf die in China verbotenen Nvidia-KI-GPUs zugreifen konnte, auf welchem Weg auch immer, da diese ja eigentlich Exportbeschränkungen unterliegen." ...und wenige Wochen später kursierten bereits Gerüchte über Singapur als Verladestützpunkt.

Über SuperMicro berichtete ich bereits im vergangenen Oktober, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernest & Young das Mandat niedergelegt habe. So etwas ist ein Warnsignal, das jeden Anleger davon abhalten sollte, die Aktien von SuperMicro zu kaufen oder auch nur im Depot zu behalten. Die Aktie notiert heute mit -27%, insgesamt bereits 80% unter ihrem Allzeithoch vom Januar vor einem Jahr.

Nicht SuperMicro wurde verklagt, sondern drei Mitarbeiter von SuperMicro. Dennoch steht nun der Vorwurf im Raum, bei SuperMicro könnten chinesische Spione arbeiten. Kein US-Unternehmen wird das Unternehmen künftig mit dem Bau von Rechenzentren beauftragen. Und aus den bestehenden Aufträgen versucht man nun herauszukommen.

Neben SuperMicro gibt es eigentlich nur Dell und HP, die in der Lage sind, solche großen Projekte zu stemmen.

Warum schreibe ich das so ausführlich? Nun, zum einen ist es interessant :-) Zum anderen ist es mir jedoch auch manchmal ein Bedürfnis, darauf hinzuweisen, wenn ich mit meinen Vermutungen richtig lag. Ich bekam damals unzählige Leserbriefe, dass es unverantwortlich sei, die Aktien von Nvidia im Portfolio zu behalten, wo doch deren Alleinstellungsmerkmal dem Augenschein nach hinfällig war. Und natürlich hatten mich auch viele Leser für meine Auswahl von Dell gescholten, da SuperMicro streckenweise besser performt hatte.

Also: Nvidia notierte beim DeepSeek-Moment am 28. Januar 25 bei 123 EUR, steht heute bei 152 EUR, +23%. SuperMicro stand damals bei 28 EUR, heute bei 22 EUR, also -22%. Und Dell stieg seither von 101 EUR auf heute 142 EUR, +41%. Zwischenzeitlich haben alle drei Aktien heftige Bewegungen in alle Richtungen vollzogen. Für Trader also ein Mekka, aber für uns als langfristig orientierte Anleger sicherlich eine nervlich nicht leichte Phase. Um so schöner, wenn richtige Einschätzungen schließlich in gute Performance gewandelt werden kann :-)

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Nvidia Call: Nvidia Call Optionsschein kaufen



Mi, 18. März um 15:13 Uhr
Okay, genug ist genug: Nvidia wird angezweifelt, weil der Kurs nicht steigt. Täglich lese ich Meldungen von Wettbewerbern und Partnern von Nvidia, die allesamt nur eines zeigen: Die KI-Revolution beschleunigt sich. Stichwort: OpenClaw, KI-Agenten, die rund um die Uhr Aufgaben erledigen und sich sogar eigene Aufgaben ausdenken, wenn sie "Freizeit" haben.

Nvidias CEO Jensen Huang präsentierte auf der Keynote der GTC-Konferenz am Montag eine große Zahle an Geschäftspartnern, deren KI-Angebote die Nachfrage nach Rechenleistung exponentiell weiter antreiben werden. Im laufenden Jahr springt der Gewinn (EBITDA) von Nvidia Analystenerwartungen zufolge um 81% an. Trotzdem beträgt das EV/EBIDTA nur 18.

Okay, das Gewinnwachstum verlangsamt sich in den kommenden Jahren ... auf 28% im Jahr 2027 und nur noch 17% im Jahr 2028. Damit notiert Nvidia heute schon auf einem fairen Niveau für 2028, denn EV/EBITDA/EBITDA-Growth liegt dann bei 1, was als fair betrachtet wird.

Ich halte diese Erwartung jedoch für viel zu pessimistisch. Meiner Einschätzung nach führen die Ankündigungen dieser Woche dazu, dass Analysten ihre Erwartungen nach oben anpassen müssen: Huang stellte ein größeres Umsatzwachstum in Aussicht. Außerdem, so seine Erwartung, werde sich dieses Umsatzwachstum nur noch weiter beschleunigen, da immer mehr KI-Modelle immer autonomer (24/7) laufen und dadurch immer mehr Rechenleistung einfordern. Es ist also noch lange kein Ende in Sicht, wann die Nachfrage endlich durch ein ausreichendes Angebot an Rechenleistung befriedigt werden kann. Und so lange das nicht der Fall ist, bleibt die Gewinnmarge von Nvidia hoch und der Umsatz wächst so schnell, wie Land und Stromversorgung für neue Rechenzentren erschlossen werden können.

Doch allein, wenn die aktuell pessimistischen Erwartungen eintreffen, wird der Gewinn bis 2028 auf ein Niveau gestiegen sein, der das EV/EBITDA auf 12 schrumpfen lässt. Wenn wir dann noch immer ein EV/EBITDA/EBITDA-Growth von 1 für sinnvoll halten, dann hätte der Kurs bis dahin ein Kurspotential von 50%.

Von heute 180 USD würde das einem Kursziel von 270 USD entsprechen. Ich denke, es geht aber mehr.

Daher habe ich einen Optionsschein herausgesucht, der bis zum 15.9.2028 läuft und einen Basispreis für Nvidia von 300 USD hat. Ich würde erwarten, dass dieser Kurs bis Ende 2027 erreicht werden sollte, wenn die hier vorgelegten Mindesterwartungen eintreten. In diesem Zeitraum würde sich dann gemäß meinem Optionsscheinrechner der Preis unseres Optionsscheins um 50% nach oben entwickeln.

Je schneller die Aktie von Nvidia steigt, desto überproportiontal größer ist dann der Gewinn. Darauf setze ich. Mit der Mindesterwartung partizipieren wir eins zu eins an der Kursentwicklung der Aktie. Wenn die Aktie beispielsweise die +50% bereits bis Ende des laufenden Jahres erreichen sollte, dann springt unser Optionsschein um 74% nach oben.

Und da die Aktie aus einer langen Phase der Seitwärtsbewegung kommt, würde mich eine baldige Kursrallye nicht überraschen. Die Aktie diente seit Wochen als Quelle für Cash. Viele Anleger haben in den vergangenen Jahren viel Geld mit Nvidia verdient. Nun verkleinern sie ihre Nvidia-Positionen, um in anderen Positionen zu spekulieren. In meinen Augen ist das weniger ein Votum gegen Nvidia als vielmehr ein Votum dafür, dass die KI-Rallye inzwischen viel mehr Unternehmen ergriffen hat.

Dadurch ist die Bewertung von Nvidia zurückgekommen und ich würde dies nun nutzen, um mit einer Call-Spekulation überproportional von einer Wiederaufnahme der Nvidia-Rallye zu profitieren.

Ich habe den folgenden Optionsschein herausgesucht:
Goldman Sachs Bank Europe SE Call 15.09.28 NVIDIA 300 Optionsschein
WKN: GU9NCS ISIN: DE000GU9NCS9
Fällig 15.9.2028
Bezugsverhältnis 1:10
18.3.26: Kaufen um 2,58 EUR
Spekulation auf Neubewertung (höher) nach GTC-Ankündigung neuer CPU-Chip

Alle Updates zu Nvidia Call


PVA Tepla: Auftragsbestand entwickelt sich überraschend positiv



Do, 19. März um 10:21 Uhr
Ich habe mir soeben den Analystencall von PVA Tepla angehört. Das Unternehmen veröffentlichte heute die Jahreszahlen für 2025, die in etwa den vorläufig veröffentlichten Zahlen von Anfang Februar entsprechen. Auch der Ausblick blieb unverändert. Eine positive Überraschung liefert der Auftragsbestand, der stark angestiegen ist, nachdem viele Kunden in Q4 2025 bestellten und zusätzlich noch Fertigungskapazitäten bei PVA Tepla für das Jahr 2027 reservierten.

Die Aktie springt heute um 8% an, eine Wohltat im ansonsten ziemlich schwachen Börsenumfeld.

Zwei inhaltliche Punkte aus dem Analystencall möchte ich hervorheben: Zum einen ist PVA Tepla mit allen drei Anbietern von HBMs in Kontakt, einer nutzt bereits Metrologie-Systeme von PVA Tepla. High Bandwidth Memory (HBM) wird von Micron, Samsung und SK Hynix angeboten und sind wesentliche Bestandteile der KI-Revolution, da Speicherinhalte besonders schnell für KI-Prozesse verfügbar gemacht werden müssen.

Der zweite Punkt ist "Silicon Photonics", ich würde das mit optischen Chips übersetzen. Sie wissen, dass einer der großen Kostenfaktoren von KI-Rechenzentren die Kühlung darstellt. Kupferleitungen, die das Netzwerk in diesen Rechenzentren darstellen, erwärmen sich aufgrund der großen Rechenleistung. Eine Alternative sind optische Netzwerkverbindungen bis hin zu optischen Chips. In diesem Bereich ist die amerikanische Firma Corning bereits unterwegs, die Aktie ist bereits stark angestiegen. PVA Tepla liefert begleitend optische Komponenten, mit denen die Qualitätssicherung solcher Komponenten gewährleistet wird.

Im Februar waren die vorläufigen Zahlen enttäuschend aufgenommen worden, die Aktie brach von 28 auf 20 EUR ein, um sich in den folgenden Wochen wieder auf das ursprüngliche Niveau zu erholen. Heute notiert die Aktie knapp unter 30 EUR, klettert also endlich in Richtung neues 4-Jahreshoch.

Mit einem EV/EBITDA von 13 bei einem erwarteten Gewinnwachstum (EBITDA) von 60% für 2027 halte ich die Aktie auch nach diesem Kursanstieg für günstig bewertet. Wir bleiben also dabei.

Alle Updates zu PVA Tepla



6. Übersicht HT-Portfolio




Spekulation (≈20%) =25,5%WKN20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 8x2,5%!
PVA Tepla74610026,70 €1%17%2,2%A
DELL TechnologiesA2N6WP139,55 €5%30%3,8%C
Home Depot866953277,64 €-6%-5%1,8%A
SalesforceA0B87V167,99 €0%-12%2,7%C
TJX854854134,80 €-1%3%2,9%B
Boeing850471168,04 €-8%-9%2,5%B
Nike86699345,38 €-4%-19%2,3%C
Deutz6305008,72 €-11%-21%2,1%A
Nvidia CallGU9NCS2,35 €-8%-8%2,5%A
Dow Jones CallFD1U0V3,10 €-3%-4%2,7%A






Disruptiv (≈30%) =31,3%WKN20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 5x6%!
MediosA1MMCC13,64 €-3%-6%3,8%C
Nvidia918422150,24 €-5%-5%7,8%A
Palo Alto NetworksA1JZ0Q141,43 €-3%-10%6,3%B
Novo NordiskA3EU6F31,78 €-4%-27%3,7%A
Apple865985214,32 €-2%-7%6,9%A
TeslaA1CX3T318,45 €-7%-17%2,7%B







Dividende (≈30%) = 24,5%WKN20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 5x6%!
CEWE54039095,30 €-3%-8%5,9%B
Allianz840400345,40 €-2%-12%6,3%B
Snap-On853887309,08 €-4%5%3,3%A
Holcim86989869,84 €2%-16%6,0%C
Yamaha8553146,07 €0%2%2,9%A







Absicherung (≈20%) =16,5%WKN20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 3x6,6%!
Goldbarren /Uz9655153.894,57 €-11%6%8,4%C
BitcoinA27Z3060.387,71 €-2%-19%4,6%B
Xtrackers Nasdaq 100A2QJU347,85 €-3%-4%3,5%A



Woche ΔΣ '26 ΔCashquote



-4%-7%2,3%

Heibel-TickerGewichtung# Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis20%25,5%8102,5%
DisruptivEnkelkinder30%31,3%566,0%
DividendeUrlaub30%24,5%556,0%
AbsicherungZins & Gold20%16,5%336,7%
Summe
100%98%2124100%


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Mitglieder vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- + Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Die letzte Spalte wird für eine Einschätzung der Auswirkung aktueller Entwicklungen auf die jeweilige Portfolioposition genutzt. „%“ stuft den Einfluss der Inflation auf das jeweilige Geschäftsmodell ein.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

https://www.heibel-ticker.de




7. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



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