 | Hallo Herr Heibel,
wir hatten vor einigen Wochen auch schon mal kurz über die Aktie TONIES SE miteinander geschrieben ... Sie hatten mir seinerzeit - ungefähr im Zeitraum Dezember - geraten bei dieser Aktie etwas abzuwarten und möglichst günstiger einzusteigen ... inzwischen habe ich 'erst' 300 Stück gekauft, weil ich Kurse unter 10 Euro nutzen wollte, aber die Aktie ist soweit nicht mehr zurückgekommen ...
Aktuell nimmt die Aktie weiter Fahrt auf und man scheint mit der einzigartigen Produktposionierung von Tonies auch gerade in den USA gute Ergebnisse zu erzielen. Ist das nicht auch eine Aktie für unser Portfolio ?
Viele Grüße
Stephan aus Hamburg |  |
| | Antwort: Ja, ich habe mir Tonies seither mehrfach angeschaut. Tatsächlich gefällt mir, was ich so sehe. Aber ich sehe noch nicht genug, um die Aktie für unser Portfolio vorzuschlagen.
Mir gefällt das hohe Wachstum von über 20% p.a. für die kommenden drei Jahre im Umsatz und das überproportionale Gewinnwachstum von 39% im laufenden Jahr & 56% danach. Dafür ist das EV/EBITDA von 20 günstig.
Das Unternehmen ist erst seit Mitte 2021 an der Börse und erlebte erst einmal den nach-IPO typischen Absturz auf 3,48 EUR. Nun notiert die Aktie mit 11,80 wieder auf dem Niveau von kurz nach dem Börsengang. Seither hat sich der Umsatz vervielfacht und aus dem defizitären Geschäft wurde nun ein profitables Geschäft, die Gewinnmarge (EBITDA) liegt bei 8-9%.
Meine KI meint folgendes dazu: Tonies betreibt ein innovatives, bildschirmfreies Audio-Ökosystem für Kinder ab 3 Jahren mit der Toniebox als zentralem Player, auf den handgeformte Figuren (Tonies) mit Hörspielen, Musik und Inhalten von Partnern wie Disney oder Warner gestellt werden. Ein wiederkehrendes Rasierer-Rasierklingen-Modell, das durch Skaleneffekte hohe Margen ermöglicht. Jüngst übertraf das Unternehmen für 2025 seine Prognosen mit 630 Mio. € Umsatz (+31% YoY) und Gewinnmarge (EBITDA) von 8,5%, getrieben von Toniebox 2 und starkem US-Wachstum (30-42%). Künftig wird die internationale Expansion vorangetrieben (USA als Top-Markt mit 44% Umsatzanteil).
Hmm, das klingt eigentlich alles zu gut um wahr zu sein. Ich habe mal ein wenig tiefer gegraben: Bis Ende 2023 war Jan Middelhof, Sohn von Thomas, Finanzchef bei Tonies. Jan ist 40 Jahre alt. In meinen Augen ist das sehr früh, um ein gerade an die Börse gebrachtes Unternehmen zu verlassen. Da kommt mir die dunkle Vergangenheit seines Vaters in den Sinn und ich hätte bei Jan gerne gesehen, dass er sich einem Unternehmen länger verschreibt, als nur zwei Jahre lang nach dem Börsengang. Das ist jetzt kein K.O.-Kriterium für Tonies, aber es ist in meinen Augen auch kein besonderes Zeichen für das aktuelle Management.
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