Heibel-Ticker Free Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
21. Jahrgang - Ausgabe 02 (09.01.2026)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Venezuela-Coup symptomatisch für Machtpolitik - nun auch des Westens |
| 2. | So tickt die Börse: Internationales Recht versus Machtpolitik |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Partylaune in Deutschland wird von gesunder Skepsis begleitet |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Tech-Aktien dienen als Finanzquelle für die Old-Economy |
| 5. | Update beobachteter Werte |
| Teilverkauf, Position auf 3% Portfolioanteil stutzen | |
| Teilverkauf nach 25% in drei Wochen | |
| Großauftrag, Dividendenverbot und Mega-Verteidigungsbudget | |
| Mietpreisdeckel versus Kaufverbot | |
| CES erstmals ohne Ankündigung neuer Nvidia-GPUs | |
| Kursverdreifachung möglich | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Venezuela-Coup symptomatisch für Machtpolitik - nun auch des Westens
Liebe Börsenfreunde,
Das heutige Kapitel 2 könnte für manchen zu politisch sein: Ich habe die machtpolitischen Entscheidungen von Donald Trump dem Rechtssystem gegenübergestellt. Ob Venezuela-Coup, Verbot der Hauskäufe für US-Immobilienkonzerne, Verbot der Dividendenausschüttungen für Rüstungskonzerne oder Anspruch auf Grönland, Donald Trump ist Machtpolitiker. Doch ich würde diese Entscheidungen nicht pauschal verteufeln, nur weil sie von Donald Trump getroffen wurden - auch John F. Kennedy traf vergleichbare Entscheidungen.
Die Bedeutung dieser Aktionen für den Aktienmarkt, sei es die Ölversorgung durch Venezuela, sinkende Immobilienpreise in den USA oder steigende US-Rüstungsinvestitionen, habe ich in einer Reihe von Updates zu unseren Heibel-Ticker Portfoliotiteln kommentiert, deren Aktien von diesen Aktionen direkt betroffen sind. Die Updates lesen Sie in Kapitel 5.
Unsere Sentimentanalyse bringt die Partylaune unter deutschen Anlegern zutage. Doch sie wird begleitet von großer Skepsis, was ein guter Nährboden dafür ist, dass die Party länger laufen kann, als von vielen erwartet. Die Sentimentanalyse in Kapitel 3 zeigt auf, warum das so ist.
Der heutige Ausblick in Kapitel 4 bleibt kurz und zeigt auf, welche Aktiengruppen in den ersten Tagen des neuen Jahres verkauft wurden, um mit den Erlösen andere Positionen aufzustocken. Ein neuer Trend? Nein, eine alljährliche Praxis, die vorübergeht.
Die heutigen Leserfragen drehen sich um eine Vielzahl von Aktien: Aurubis, Barrick Mining und Nextpower werden von mir eingestuft. Aber es gibt auch Fragen zur Beurteilung der Qualität von CEOs, vorzugsweise mit Kennziffern, oder aber auch zur Absicherung unseres Portfolios durch Seltene Erden. Ein Kunde zeigt uns einen guten Geldmarkt-ETF, in dem Sie kostengünstig Ihr Bargeld für eine annehmbare Verzinsung parken können.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: Internationales Recht versus Machtpolitik
Meine Tochter (15) wollte mir nicht glauben: Was, zwei Jahre würde es dauern, wenn man einem Mieter fristlos kündigt, weil er seine Miete nicht zahlt, bis man ihn aus der Wohnung kriegt? Das kann sie sich nicht vorstellen. Ihr Autor hat zwar keine eigenen Mietwohnungen, aber er ist verantwortlich für die Zimmervermietung eines gemeinnützigen Vereins in Berlin. In den sieben Jahren, in denen ich dieses Amt bekleide, kam ich ohne juristische Schritte aus, ich suchte stets erfolgreich die Lösung in persönlichen Gesprächen. Doch jemanden zwei Jahre mietfrei wohnen zu lassen und am Ende gegebenenfalls noch Rechtskosten zu tragen, das würde die finanzielle Basis des gemeinnützigen Vereins in Frage stellen.
Dabei gibt es natürlich gute Gründe dafür, dass man nicht jeden Mieter einfach so vor die Tür setzen kann. Nur auf der Basis solcher Regeln lebt unsere Gesellschaft friedlich miteinander auf engem Raum. Hier in Deutschland gibt es ein gewisses Verständnis für den Sinn solcher Regeln, so dass der Umgang miteinander bereits ohne irgendwelche Drohungen auf einen fairen Interessenausgleich ausgelegt ist. Wer in Deutschland lebt, der hält sich an die Regeln.
Es gibt aber auch eine kleine Anzahl von Menschen, die nicht den fairen Interessenausgleich anstreben, sondern das geltende Recht maximal zu ihren Gunsten strapazieren. Für solche Menschen fordern die Rechten härtere Durchgriffsrechte für die Geschädigten. Die Linken hingegen fordern immer neue Ausnahmeregeln für die eventuellen Härtefälle, die bislang noch nicht berücksichtigt wurden.
Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir seit vielen Jahrzehnten sowohl national als auch international, überwiegend eine regelbasierte Ordnung aufgebaut haben. Internationales Recht wird in Den Haag gesprochen, auch die UNO versucht Grundsätze, auf die man sich mal geeinigt hat, international durchzusetzen. Länder, die internationalen Handel betreiben möchten, müssen diese internationalen Regeln akzeptieren.
Doch es gibt auch international eine zunehmende Zahl von Staaten, die sich nicht daran halten ... und inzwischen untereinander regen Handel betreiben. Dort gilt, salopp gesagt, das Recht des Stärkeren. China kann Patente verletzen, wie es will, wir brauchen jedoch deren Seltene Erden und können deswegen nicht wirklich etwas gegen die Patentverletzungen tun. Russland verletzt die 1994 zugesicherte Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine durch die Annexion der Krim 2014 und den anschließenden Angriff im Jahr 2022.
Der venezolanische Präsident Maduro ließ die nach internationalem Recht zugesprochenen Entschädigungszahlungen für die US-Ölkonzerne (Chevron, Exxon und ConocoPhillips), die in den 1990ern die Ölförderinfrastruktur aufbauten und anschließend von Chavez enteignet wurden. Die USA bemühten internationale Institutionen, um eine Entschädigung für den Vertragsbruch zu erhalten, doch Venezuela hielt sich einfach nicht an das internationale Recht. Stattdessen wurde es unter Maduro zum Verschiffungsort kolumbianischer Drogen gemacht.
Nach internationaler, europäischer und deutscher Lesart verlor Maduro seine Wiederwahl 2024 und hält sich seither unrechtmäßig und mit Militärgewalt an der Macht. Menschen verschwinden, das Volk verarmt und China und Russland suchen den Schulterschluss mit Maduro.
Donald Trump machte nun kurzen Prozess: Er ließ Maduro und seine Frau mit der "größten Militäraktion seit dem Zweiten Weltkrieg" entführen. Sie müssen sich nun vor einem New Yorker Gericht einem (?Schau?-)Prozess stellen. In den deutschen Medien ist der Aufschrei groß, Trump habe sich nicht an internationales Recht gehalten.
In dem oben genannten gemeinnützigen Studentenwohnheim saß ich Mitte Dezember noch mit einem Bewohner am Abend zusammen (er zahlt brav :-). Er kommt aus Venezuela. Seine Eltern haben ihn nach Deutschland und seine Schwester nach Spanien geschickt. In Caracas sei die Zukunft zu ungewiss. Die Eltern wollten nicht, dass ihre Kinder in einem solchen Umfeld aufwachsen. Bei allem, was ich so lese, kann ich keinen Grund dafür finden, dass man Maduro länger hätte gewähren lassen sollen ... außer den Paragraphen, die sich "internationales Recht" nennen.
Bin ich also gleich ein Anarchist, wenn ich in diesem speziellen Fall eine Position einnehme, die dem internationalen Recht widerspricht? Wie sollte man mit solchen Extremfällen verfahren? Ist vielleicht die typisch deutsche Einstellung, dass alles in Paragraphen gegossen werden kann, realitätsfern? Immerhin gibt es kein Land auf der Welt, das auch nur annähernd so viele Paragraphen hat wie wir. Gibt es also Grenzbereiche, für die Paragraphen nicht mehr wirklich hilfreich sind?
Diese Einstellung vertritt zumindest Donald Trump. Auf die Frage, warum er den Einsatz in Venezuela nicht zuvor vom Parlament hat genehmigen lassen, wie es die Verfassung vorschreibt, antwortete er, dass das Parlament dazu neige, Geheimnisse durchsickern zu lassen, und das hätte der Aktion geschadet.
Damit schafft er einen Präzedenzfall, mit dem er sich über das heimische Recht hinwegsetzt - vom internationalen Recht ganz zu schweigen. Er tut dies gegenüber jemanden, der dieses Recht seit vielen Jahren ebenfalls nicht akzeptiert. Und so folgt in den sich anschließenden Tagen eine Flut an Dekreten und Erlässen, mit denen er offensichtliche Missstände verbessern möchte.
Gestern verkündete er, er wolle Immobilienkonzernen künftig verbieten, Privatwohnungen und Privathäuser zu kaufen. Immobilienkonzerne würden die Preise nach oben treiben und das Eigenheim für junge Familien somit unerschwinglich machen. Heute früh legte er nach und wies seine Finanzbehörde an, Immobilienkredite (MBSs) im Wert von bis zu 200 Mrd. USD zu kaufen, um eine Nachfrage zu schaffen, die zu steigenden MBS-Preisen und dadurch sinkenden Hypothekenzinsen führt.
Wir sind also wieder beim Thema: Heiligt der Zweck die Mittel? Der Zweck ist nobel, die Mittel sind ... naja sagen wir, sie wurden in den vergangenen Jahrzehnten, in denen wir uns mit einer regelbasierten Gesellschaft versuchten, nicht mehr angewendet. Davor jedoch regelmäßig. In Berlin versucht man es mit einem Mietpreisdeckel, der private Eigentümer genauso hart trifft wie die Immobilienkonzerne. Ich finde den US-Ansatz besser.
Gestern früh verbot er Rüstungskonzernen, Dividenden auszuschütten und Aktienrückkäufe durchzuführen. Anschließend kündigte er die Anhebung des Verteidigungsbudgets von 1 auf 1,5 Bio. USD an. Rüstungskonzerne sollen diesen Geldsegen nicht an die Aktionäre ausschütten, sondern investieren. Auch hier muss ich sagen, dass seine Sichtweise eine Logik hat, die Sinn macht. Aber wann hat sich zuletzt ein Präsident in die Dividendenpolitik der freien Wirtschaft eingemischt? Ach so, das war John F. Kennedy, als er die Stahlindustrie von allen Staatsaufträgen ausnahm, weil diese entgegen ihrer Zusage die Dividenden erhöhten. Ist also nicht neu, aber lange nicht mehr gemacht worden.
Bei uns spricht man da lieber vom Abschöpfen der Überrendite, die sich der Staat gerne einverleibt hätte. Da ist der Ansatz von Trump doch besser, oder?
Sie hören sicherlich zwischen den Zeilen, dass ich durchaus ein gewisses Verständnis für die Vorgehensweise von Donald Trump habe, da ich seine Ziele für sinnvoll halte. Mit großer Sorge sehe ich seit vielen Jahrzehnten, dass sich viele Handelspartner von uns nicht an internationales Recht halten. Wir springen dann im Dreieck, um schließlich dennoch weiter Handel zu betreiben, weil wir am kürzeren Hebel sitzen. Unser Vertrauen auf den Rechtsstaat hat uns in Deutschland ein tolles gesellschaftliches Miteinander beschert. Vielleicht, hoffentlich, kriegen wir das irgendwann auch international mal hin.
Doch heute ist es noch nicht soweit und, ob man es gut findet oder nicht, mit dem Amtsantritt von Donald Trump gilt heute auch in der westlichen Welt wieder das Recht des Stärkeren. Eigentlich galt das immer, andere US-Präsidenten haben das nur nicht so unverblümt vorgetragen.
Und so betrachtet ist Trump doch wieder recht gut einzuschätzen: Er sagt was er denkt. Er möchte das venezolanische Öl, um sowohl die US-Wirtschaft als auch die venezolanische Wirtschaft zu stützen. Dazu wird er sich so lange in die venezolanische Politik einmischen, wie es nötig ist. Er möchte die Immobilien für junge Familien erschwinglich machen und wird daher so lange nach Wegen suchen, dies zu erreichen, bis er es schafft: Sei es durch Verbote für Immobilienkonzerne, sei es durch Kaufaufträge seitens der Finanzbehörde, um die Hypothekenzinsen zu senken. Er möchte, dass Zölle eine große Einnahmequelle für die USA darstellen. Sollte der oberste Gerichtshof ihm den derzeitigen Weg versperren, wird er andere Wege finden. Er ist an der Macht und kümmert sich weniger um Regeln als vielmehr um seine Ziele.
Ach so, ich wurde nach Möglichkeiten gefragt, an den Entwicklungen in Venezuela zu partizipieren: Ölkonzerne oder entsprechende Dienstleister. Eigentlich ist nur Chevron noch in Venezuela tätig, alle anderen Firmen haben das Land verlassen. Da es diverse Sanktionen gegen Venezuela gab, die Trump übrigens gestern aufhob, ist die dortige Infrastruktur der Ölindustrie nicht mehr brauchbar. Schätzungen zufolge braucht das Land, das mehr Ölreserven hat als Saudi-Arabien, rund 10 Jahre, um wieder eine Rolle auf den Weltmärkten zu spielen.
Das dort befindliche Öl ist Schweröl und lässt sich extrem schwer raffinieren. Am Golf von Mexiko, Entschuldigung, Golf von Amerika, haben US-Unternehmen einige Raffinerien gebaut, die genau für dieses Schweröl ausgelegt sind. Doch dessen Förderung ist extrem schwer, man muss es mit Benzin verdünnen, um es überhaupt zu fördern. Heute setzen sich die drei Konzerne Chevron, Exxon und ConocoPhillips im Weißen Haus zusammen, um einen Plan zu erstellen. Es würde mich nicht wundern, wenn die bislang ausgegebenen 10 Jahre viel zu pessimistisch sind.
Dennoch sind hohe Investitionen erforderlich und es wird seine Zeit dauern, bis für die Ölkonzerne Erträge fließen. Wenn dann die globale tägliche Ölfördermenge weiter ansteigt, wird auch der Ölpreis weiter fallen. Seit Donald Trumps Amtsantritt und seinem Ruf "drill Baby drill" fällt der Ölpreis kontinuierlich. Trump möchte nicht einen hohen Ölpreis, mit dem Ölkonzerne viel Gewinn machen, sondern er möchte niedrige Energiekosten im eigenen Land, und somit einen niedrigen Ölpreis. Dies erreicht er, indem er die Ölförderung antreibt und nun sogar Venezuela wieder in den internationalen Ölmarkt zurückführt.
Es gibt Halliburton und Schlumberger, zwei Unternehmen, die als Dienstleister in der Ölindustrie unterwegs sind. Aber auch sie werden keine Sondergewinne einfahren: Sie haben nur begrenzte Kapazitäten und können diese langfristig nur langsam ausbauen. Dazu braucht es verlässliche Verträge, etwas, das man aus der vergangenen Erfahrung mit Venezuela gerade dort mit großer Skepsis betrachten wird. Und bei alledem ist zu erwarten, dass der sinkende Ölpreis auch die Margen der Auftraggeber wie Chevron, Exxon und ConocoPhillips so weit in den Keller drückt, dass für Schlumberger und Halliburton nicht sonderlich viel übrig bleiben wird.
Die Kurssprünge, die diese fünf Aktien nach dem Venezuela-Coup machten, wurden in den Folgetagen größtenteils wieder abgegeben.
Trump möchte die Rohstoffe aus Grönland und er möchte dessen strategisch wichtige Lage für sein Land nutzen. Ob er nun Grönland kauft oder erobert, oder aber ob er einfach nur einen "Deal" mit Dänemark aushandelt, weiß ich nicht. Lassen wir uns überraschen.
Unterm Strich bleibt jedoch ein ordentlicher Wachstumsanstieg in den USA. Schon im Q3 wuchs das US-BSP um 4,3%. Für das Q4 wird eine kleinere Zahl erwartet, weil der Regierung-Shutdown im Oktober Spuren hinterlässt. Doch für das Jahr 2026 wird ein weiterer Anstieg des Wachstums erwartet. Wenn ich vor einigen Wochen gesagt habe, ich erwarte für Deutschland auch irgendwann einen Wechsel hin zu einer Realpolitik und weg von der regelbasierten Moralpolitik, dann fühle ich mich in den jüngsten Entwicklungen bestätigt. Das würde unseren Unternehmen und dem Aktienmarkt zugute kommen. Was ich moralisch von einem solchen Wandel halte? Das steht hier nicht zur Diskussion, am Finanzmarkt schaut man sich nur nach Wahrscheinlichkeiten um. Und eine Anpassung an die "Realpolitik" (= Machtpolitik) im Rest der Welt wird langsam fällig.
Grundsätzlich habe ich in diesen Wochen das Gefühl, sehr nah am Weltgeschehen zu sein. Nachdem ich im Dezember noch mit dem venezolanischen Studenten gesprochen habe, musste ich feststellen, dass das Konto des oben genannten gemeinnützigen Vereins, das ich für den Verein führe, bei der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer liegt. Zum Glück kein Schließfach, nur die Konten. Wir sind also nicht betroffen. Sie haben es bestimmt gelesen: Dort wurde aus der Tiefgarage ein Tunnel in den Sparkassen-Keller gebohrt und die Schließfächer aufgebrochen und ausgeraubt. Ein Freund von mir, dessen Schließfach mit Familienschmuck leider auch geleert wurde, zeigte sich mir gegenüber überrascht, wie viele Vermögensgegenstände in einem der vermeintlich ärmsten Stadtteile Deutschlands befanden.
Auch mit dem Berliner Stromausfall kam ich in Berührung, denn meine Mutter und meine Schwester waren betroffen. Es sei eine komische Atmosphäre gewesen, zwischen Kriegsstimmung, wenn alles dunkel ist, und einem erfreulichen Miteinander, bei dem die Nachbarschaften eng zusammenrückten und sich gegenseitig halfen.
Was hat das alles mit der Börse zu tun, werden Sie mich nun fragen. Nun, ich habe das Gefühl, dass wir hier in Deutschland so langsam vor Augen geführt bekommen, dass der Staat nicht alles regeln kann, sondern dass man doch mehr Eigenverantwortung und Nachbarschaftshilfe benötigt, um die Gesellschaft beisammenzuhalten. Und nicht einmal die Goldbarren im Schließfach, die man für seine Altersrente beiseite legte, sind wirklich sicher.
Dennoch ist Gold der sichere Hafen und steigt seit dem Jahreswechsel bereits um weitere 5% an. Unser Portfolio legte einen Traumstart hin und notiert aktuell bereits mit 3,3% im Plus. Letztlich würden mir drei solcher Wochen im Jahr reichen, um eine vertretbare Jahresperformance zu erzielen. Kann mir jemand von Ihnen verlässlich sagen, welche drei Wochen ich 2026 dazu auswählen soll? Ich könnte dann 53 Wochen Urlaub machen ;-).
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 9.1., 19:58 Uhr | Woche Δ | Σ '26 Δ |
| DAX | 25.262 | 3,1% | 3,1% |
| S&P 500 | 6.974 | 1,9% | 1,9% |
| Nikkei | 51.940 | 3,2% | 3,2% |
| Shanghai A | 4.759 | 2,8% | 2,8% |
| Euro/US-Dollar | 1,16 | -0,9% | -0,9% |
| Euro/Yen | 183,72 | 0,1% | 0,1% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,17% | 0,00 | 0,00 |
| Umlaufrendite Dt | 2,76% | -0,02 | -0,02 |
| Feinunze Gold | $4.497 | 4,1% | 4,1% |
| Fass Brent Öl | $63,56 | 4,5% | 4,5% |
| Kupfer | $12.721 | 2,4% | 2,4% |
| Baltic Dry Shipping | $1.718 | -8,5% | -8,5% |
| Bitcoin | $90.779 | 3,4% | 3,4% |
3. Sentiment: Partylaune in Deutschland wird von gesunder Skepsis begleitet
Der DAX legt seit Jahresbeginn bereits um 3% zu und erklimmt in den ersten sechs Handelstagen fast täglich neue Allzeithochs. Am Mittwoch wurde erstmals die 25.000 Marke übersprungen. Da haben wir eine Weihnachts-, Jahresend- und Neujahrsrallye aus einem Stück gegossen.Unser Sentiment-Indikator springt mit einem Wert von 4,4 entsprechend auch auf ein extremes Niveau. Wir nennen das Partylaune, oder Euphorie. Doch Sie wissen ja, Partys können länger gehen als man es für möglich hält.
Die Selbstzufriedenheit erreicht mit einem Wert von 3,8 noch nicht ganz Extremwerte (ab 4,0). Dennoch strotzen Anleger zum Jahresbeginn nur so vor Selbstzufriedenheit.
Gleichzeitig zieht Skepsis ein: Das kann ja so nicht endlos weitergehen, ist sich jeder Anleger bewusst. Und so erwartet man für die Zukunft wieder fallende Kurse, die Zukunftserwartung ist auf -0,4 gesackt.
Trotzdem wollen viele Anleger bei nächster Gelegenheit noch einsteigen. Die Investitionsbereitschaft zeigt mit einem Wert von 1,9 an, dass durchaus noch Kaufinteresse besteht, sollten die Kurse tatsächlich nochmals ein wenig konsolidieren.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger pendelt im negativen Bereich um -25% und zeigt damit eine gestiegene Absicherungsneigung an.
Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex steigt diese Woche auf 2,11 leicht an und zeigt ebenfalls eine leicht gestiegene Absicherungstätigkeit der institutionellen Anleger an.
An der CBOE steht der Equity PCR bei 0,55 und damit auf extrem niedrigem Niveau. In den USA herrscht offensichtlich großer Optimismus.
Dies zeigt auch die Investitionsquote der US-Fondsmanager, die mit 98% am oberen Rand der normalen Investitionsquote liegt.
Die Bulle/Bär-Differenz liegt bei 12%punkten. 42% Bullen stehen 30% Bären gegenüber. das würde ich als leicht bullischen Überhang bezeichnen.
Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 50 steht bei 501% im neutralen Bereich.
Interpretation
Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.
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4. Ausblick: Tech-Aktien dienen als Finanzquelle für die Old-Economy
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6. Leserfragen
Nextpower und Qualität von CEOs
Guten Tag Herr Heibel,
ein frohes neues gesundes Jahr!!
Bin mit dem letzten Börsenbrief noch nicht ganz durch, aber man (also Sie) in diesem sollten sich nicht zu viele Vorwürfe bezüglich Novo und Nextpower (Nexttracker) machen. Irren ist menschlich und man daraus lernen und ausserdem denke ich gehört wohl an der Börse einfach dazu.
Ich habe bezüglich Nextpower und der allgemeinen Bewertung eine Frage.
Ich bin damals bei Nextpower nocht komplett ausgestiegen, hatte nur 50% verkauft. Könnte sich für mich daher ein Nachkauf Ihrer Meinung nach lohnen? Die Geschäftsperspektiven schein ja immernoch gut zu sein...
Hinsichlich CEOs im allgemeinen einfach aus reinem Interesse (Bin Ingenieur und kein BWLer oder VWLer, daher die Frage). Geht die Person des CEOs in eine allgemeine Bewertung für eine Aktie ein? Gibt es diesbezüglich eine mathematische Formel/Ansatz mit der man z.B. CEOs untereinander vergleichen könnte? Sowas könnte man ggf. auch auf sen Vorstand erweitern?
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Haaris aus Schlieren, Schweiz
ANTWORT
@Nextracker
Nextracker (inzwischen umbenannt in Nextpower) wird mit einem EV/EBITDA von 15 bewertet und wächst mit durchschnittlich 13% p.a. im Umsatz und im Gewinn. Ich würde sagen, das ist gesund und die Aktie könnte noch ein bisschen weiter steigen. Im Herbst schockte CEO Dan Shugar die Anleger mit einem sehr konservativen Ausblick bis ins Jahr 2030, die Aktie fiel von ihrem Allzeithoch bei 112 USD zurück auf inzwischen 89 USD. Das war ein Reset der Erwartungen, die zuvor in den Himmel gestiegen waren. Nextpower übertraf in allen acht Quartalen der vergagnenen zwei Jahre mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn.
Also: Nicht das Geschäft war verantwortlich für die Konsolidierung. Entsprechend würde ich erwarten, dass nach dem Reset der Erwartungen nun wieder der Grundstein für künftiges Aktienwachstum gelegt ist.
@CEO
Nein, meines Wissens gibt es noch keine „Kennziffer“ für die Qualität von CEOs. Das wäre auch zu kurz gesprungen, denn ein CEO kann für die eine Aufgabe geeignet, und für die andere ungeeignet sein. Befindet sich ein Unternehmen in einer Phase, in der es durch Zukäufe oder Unternehmensteil-Verkäufe strategisch neu ausgerichtet werden soll, ist ein finanzaffiger CEO sicherlich die erste Wahl. Muss die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben werden, ist ein fachkundiger CEO (Ingenieur, Mediziner, …) besser geeignet. Um also die „Qualität“ eines CEOs zu beurteilen gibt es keine standardisierte Kennziffer, vielmehr muss man sich stets ein Bild über die dringendsten Aufgaben eines Unternehmens machen, bevor man den CEO auf die gefragten Qualitäten abklopft.
Geld parken auf Amundi Smart Overnight Return ETF
Guten Tag Herr Heibel,
zunächst vielen Dank für Ihre ebenso informativen wie unterhaltsamen Börsenbriefe.
Ich suche nach einer sicheren! Möglichkeit, meine Bargeldreserven so „zu parken“, dass ich einerseits jederzeit darüber verfügen kann und andererseits einen Zins möglichst nicht unterhalb der Inflation erhalte.
Ich ziehe dafür einen Euro Short Term Rate in Betracht. Z.B. den Amundi LU1190417599.
Wie schätzen Sie die Risiken dieser Anlageklasse ein? Kann ich meinen Notgroschen dort getrost einzahlen?
Und wenn ja, gibt es bessere Alternativen als den oben erwähnten Amundi?
Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühen!
Freundliche Grüße
Andre aus Dinslaken
ANTWORT
Ja, Ihr Papier gefällt mir für diesen Zweck: Der ETF wird passiv verwaltet und trägt mit 0,1% Gebühren wenig Kosten mit sich, läuft endlos und erzielte im vergangenen Jahr mit 2,6% Rendite etwas mehr als die Inflationsrate. Der ETF-Betreiber berechnet keinen Ausgabe- oder Rücknahmeaufschlag, Sie müssen sich aber bitte bei Ihrer Bank/ Ihrem Broker erkundigen, welche Kosten für Transaktionen in diesem Papier dort erhoben werden.
Sie erhalten mit diesem ETF ein Recht gegenüber Amundi auf einen dem ETF-Ziel entsprechenden Gegenwert. Das heißt, Sie besitzen keine Papiere, die gegebenenfalls in diesem ETF gehalten werden, vielmehr bildet Amundi die Zinslandschaft auch mit Hilfe von Swaps ab. Wenn Amundi also Zahlungsprobleme bekommt, könnte Ihr Geld verloren gehen. Da Sie dieses Papier aber nicht als Absicherung gegen Turbulenzen nutzen wollen, sondern zeitnah reagieren wollen, können Sie es gerne nutzen. Sollte sich die Marktsituation zuspitzen, würde ich das Geld allerdings abziehen.
Aurubis, Barrick Mining, Seltene Erden als Absicherung
Sehr geehrter Herr Heibel,
Zuerst wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und ganz viel Gesundheit für das kommende Jahr!! Ich bin schon sehr lange bei Ihnen Kunde, das glaube ich sagt alles.
Die Frage, welchen Sie sich in ihrem letzten Rundschreiben bezüglich Gold stellen würde ich mit Kupfer oder Seltene Erden beantworten. Sie haben selber beschrieben wie Barrick Gold zu Barrick Mining umfirmiert hat Und unter anderem nun auch Kupfer in größerem Stil fördert und verkauft. Bei Kupfer wird in den nächsten zehn Jahren nur die Hälfte von dem gefördert, was die Produktion benötigt. Kreislaufwirtschaft ist sicher auch ein Thema, wird das Defizit aber nicht saldieren können.
Die Seltene Erden waren so oft in den Medien. Unsere Abhängigkeit muss hier nicht beschrieben werden. Ich war neulich in Berlin und habe mich mit einen Herrn getroffen, der mit Herrn Wadepuhl in China war. Deren Thema sind Seltene Erden. Ich könnte noch mehrere Beispiele aus meinem Kundenbereich zitieren, aber im wesentlichen Läuft es alles auf meine Frage hinaus, befinden wir uns am Anfang einer Rohstoffhausse?
Bei Kupfer habe ich selber noch kein passendes Investitions Vehikel gefunden, vielleicht können Sie mir dabei behilflich sein? Gleiches gilt für das Thema der Seltene Erden.
Viele Grüße aus Mallorca/München, Uwe
ANTWORT
Danke für die guten Wünsche, ebenso :-)
Als erstes fällt mir da unsere Hamburger Kupferhütte Aurubis ein. Weltweit führend und mit Prozess-Know-how ausgestattet, das in vergleichbarer Skalierung weltweit seinesgleichen sucht. Daher wird derzeit in den USA eine Recycling-Anlage gebaut, die neue Standards bei ökologischen Anforderungen setzt. Doch für unsere Ansprüche ist das nicht die richtige Aktie, denn Aurubis ist ein "Kupfer-Verarbeiter“ und kein Minenbetreiber. Das zu verarbeitende Kupfer wird zuvor eingekauft, als Schrott oder von Kupferminen, um dann gegen einen Verarbeitungspreisaufschlag weiterverkauft zu werden. Meinen Recherchen zufolge gibt es weltweit keinen Mangel an Kupferverarbeitern, sondern nur an Kupfer. Die Kupferförderung bleibt niedrig und die vorhandenen Verarbeitungskapazitäten müssen sich um das verfügbare Kupfer streiten. Das heißt, die Verarbeitungspreise sind sogar oftmals rückläufig, um die vorhandenen Produktionskapazitäten überhaupt auszulasten.
Barrick Mining, eine ehemalige Spekulation von uns, hat sich allein im Jahr 2025 verdreifacht. Ja, hier wirkt sich der Preisanstieg von Gold und Kupfer voll aus: Umsatzanstieg um 24% und ein überproportionaler Gewinnsprung (EBITDA) von 70%. Im laufenden Jahr 2026 soll sich diese Entwicklung sogar noch leicht beschleunigen. Das EV/EBITDA von 8 ist optisch sehr niedrig. Doch Rohstoffunternehmen werden anders bewertet, bei ihnen schaut man auf die Entwicklung der Fördermengen, und die wachsen nur mit 3-5% p.a. Außerdem schaut man auf die Förderkosten je Einheit (Gold oder Kupfer). Damit werden preisbedingte Erfolge nicht als nachhaltiges Wachstum eingeordnet. Barrick Gold, wie auch Freeport McMoRan oder Antofagasta, eignen sich daher hervorragend für eine Spekulation, sind aber in meinen Augen keine Absicherung.
Seltene Erden sind ein politisches Thema, daher möchte ich auch dort nicht investieren. Stellen Sie sich vor, China schnappt sich als Reaktion auf Trumps Venezuela-Coup nun Taiwan. Xi und Trump treten vor die Kameras und betonen ihre gute Freundschaft und umgehend beliefert China die Welt mit mehr „Seltenen“ Erden, als nachgefragt wird. Die Seltenen Erden sind nämlich nicht „selten“, sondern lediglich schwer abzubauen. Sie haben natürlich Recht, als geopolitische Absicherung hätten Seltene Erden durchaus argumentativ ihren Platz im Bereich der Absicherung. Doch wir müssten dazu in chinesische Unternehmen investieren, die jedoch im Falle zunehmender politischer Spannungen dann für uns Westler nicht unbedingt leicht im Zugriff sind.
Also: Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass die Rohstoffhausse weitergeht, und entsprechend werden wir auch einen passenden Titel für unser spekulatives Portfolio heraussuchen. Doch als Absicherung eignen sich diese Themen meiner Ansicht nach nicht so gut.
7. Übersicht HT-Portfolio
Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.
Gerne möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Analystenresearch, volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Börsenmechanismen gewinnbringend nutzen. Ab 12,50 Euro im Monat können Sie sich unverbindlich davon überzeugen. Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link:
https://www.heibel-ticker.de/member/new
8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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