Heibel-Ticker 26/4 - Neue Absicherungsposition für unser Heibel-Ticker Portfolio

» zurück zur Übersicht

:



Heibel-Ticker Free Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 04 (23.01.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Portfolioabsicherung: Dieses Papier gehört in jedes Anlegerportfolio
2.So tickt die Börse: Anleger reagieren skeptisch auf Grönland-Lösung
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Reinigende Korrektur ermöglicht bullische Prognose
 - Interpretation
4.Ausblick: Neue Absicherungsposition für unser Heibel-Ticker Portfolio
5.Update beobachteter Werte
 Doch nicht
 Teilverkauf, Cash generieren
 Verkaufen, kleinen Gewinn sichern
 Einkaufsliste: Applovin und Nike
 Short-Attacke, Aktie schon wieder ausgestoppt
 Durchwachsene Q-Zahlen belasten die Aktie
6.Leserfragen
7.Übersicht HT-Portfolio
8.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
9.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Portfolioabsicherung: Dieses Papier gehört in jedes Anlegerportfolio



Liebe Börsenfreunde,

Nach der Grönland-Lösung bleibt der Markt misstrauisch: Zwar holten viele Titel die Trump-bedingten Verluste teilweise auf, doch der DAX liegt auf Wochensicht noch 1,8% hinten. Im Hintergrund bremst die Berichtssaison: Finanzwerte hatten viel vorweggenommen, selbst gute Quartalszahlen führen eher zu Gewinnmitnahmen. Währenddessen treiben Trader den Speicherchip-Hype. In Kapitel 2 lesen Sie, was mir diese Woche auffiel.

Unsere Sentiment-Umfrage liefert diese Woche gleich zwei starke, bullische Signale, die jedoch mit Vorsicht zu genießen sind. In Kapitel 3 zeige ich die aktuelle Gemütslage der Anleger auf und leite daraus Prognosen für die Finanzmärkte ab.

Unser Heibel-Ticker Portfolio hatte seit Dezember eine Absicherungsposition "vakant". Unsere festverzinsliche Anleihe war fällig und ich fand keinen geeigneten Nachfolger. Auf meiner Suche nach einem anderen Papier, das ich als Absicherung für unser Portfolio eignet, bin ich nun fündig geworden. Naja, eigentlich weiß ich schon seit vielen Jahren, dass so eine Komponente in das Depot eines jeden Privatanlegers gehört, ich fand nur noch keine Gelegenheit, ein passendes Papier für uns aufzunehmen. Jetzt ist der Zeitpunkt gut. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 4.

Wie immer gibt es eine Reihe von Updates, sechs an der Zahl, die ich im Wochenverlauf geschrieben habe. Wir haben diese Woche ein paar Verkäufe und auch Käufe vorgenommen, um unser Portfolio an die geänderte Marktsituation anzupassen. In Kapitel 5 sind die Updates dieser Woche abgedruckt.

Zu meiner zurückhaltenden Beantwortung einer Steuerfrage vor einer Woche meldete sich nun ein Heibel-Ticker Mitglied mit einer kurzen und klaren Antwort. Ich habe die Antwort für Sie in Kapitel 6 bei den Leserfragen aufgenommen. Dort diskutiere ich auch darüber, ob die KI Softwareunternehmen wie SAP überflüssig machen wird, ob Stablecoins eine Alternative zum Bitcoin darstellen und welche Zukunftschance ich dem XRP Ripple gebe.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Anleger reagieren skeptisch auf Grönland-Lösung



Grönland bleibt also dänisch, Trump bekommt seinen Golden Dom, die Raketenabwehr, und darf dafür auch Grönland nutzen. Die Rede von Donald Trump in Davos klang sehr versöhnlich. Es regte sich Widerstand gegen seine Eroberungspläne im eigenen Land und sogar in der eigenen Partei.

So holten viele Aktien ihre Kursverluste, die sie zu Beginn der Woche in Folge der Drohungen Trumps erlitten, teilweise wieder auf. Doch der DAX notiert zur Stunde (12:17 Uhr) auf Wochensicht noch immer mit 1,8% im Minus. Die Erholung bleibt sehr zögerlich, zu oft konnte man sich auf die Versprechen Trumps nicht verlassen.

Ich sehe jedoch die zögerliche Entwicklung eher vor einem anderen Hintergrund: In den USA befinden wir uns mitten in der Berichtssaison, die Finanztitel haben größtenteils bereits ihre Q-Zahlen vorgelegt. Doch manchmal ist es völlig egal, wie die Zahlen ausfallen. Aktien von Banken und Finanzdienstleistern sind in den vergangenen Monaten so stark angestiegen, dass selbst die besten Q-Zahlen keinen zusätzlichen Kursschub mehr erzeugen können, und so kommt es zu Gewinnmitnahmen.

Und wenn die Aktien von Banken fallen, dann ist das ein Warnsignal für die Konjunktur, so haben wir das zumindest gelernt. Daher zögern Anleger mit Aktienkäufen. Man wartet lieber erst einmal ab, wie die anstehenden Q-Zahlen in der Industrie, im Technologiesektor und in anderen Bereichen ausfallen. Die Fallhöhe ist zu hoch, als dass man kurz vor so wichtigen Zahlen noch mehr ins Risiko gehen möchte.

Nicht Anleger, sondern Trader treiben die Aktien von den Speicherchip-Anbietern in den Himmel: Seagate, Micron, Western Digital und SanDisk springen auch diese Woche weiter von Hoch zu höherem Hoch. Micron gab den Bau einer neuen Chipfabrik im Staat New York bekannt, 100 Mrd. USD sollen dort investiert werden und 50.000 Jobs schaffen. Die Fertigstellung der Fabrik werde vier Jahre in Anspruch nehmen, so Micron-CEO Sanjay Mehrotra.

Es wird also endlich wieder investiert. Das ist keine Überraschung, die Maschinenbauer der Chipindustrie befinden sich ebenfalls seit vielen Monaten schon auf einem Höhenflug: Lam Research, KLA Tencor und Applied Materials. Auch unsere Infineon und Siltronic legten in den vergangenen Monaten jeweils um über 30% zu.

Wir sind mit einer kleinen, spekulativen Position an diesem Hype beteiligt. Ich muss mir daher nicht vorwerfen, diese Rallye verpasst zu haben. Aber wer noch nicht dabei ist, der sollte jetzt sehr vorsichtig sein. Die Aktien steigen aufgrund der temporären Knappheit, die für exorbitant hohe Preise für DRAM-Speicher sorgt. Die Unternehmen profitieren also nur temporär, trotzdem werden deren Aktien bewertet, als würden diese Wachstumsraten ewig anhalten.

Bei SanDisk geht man beispielsweise von einer Gewinnverdopplung im kommenden Jahr aus. Vor diesem Hintergrund sieht das Bewertungsverhältnis EV/EBITDA von 23 recht moderat aus. Doch schon für das darauffolgende Jahr wird dann ein Gewinnrückgang von 7% erwartet. Wenn Spekulanten diese Kennziffer sehen, werden sie die Aktie ohne Rücksicht auf Verluste verkaufen. Ich kann Ihnen nicht sagen, wann genau das der Fall sein wird, ich weiß aber, dass es irgendwann genau so kommen wird. Das haben wir gerade bei den Speicherchip-Herstellern oft genug gesehen. Also: Seien Sie bitte vorsichtig.

Anders sieht es für mich bei Siemens Energy aus: Die Aktie klettert auch von Hoch zu Hoch. Seit der Korrektur im vergangenen April legte die Aktie 250% zu. Doch die Nachfrage ist real, wir haben nicht genug Energie in unserem Land und wenn hier irgendwann auch mal neue KI-Rechenzentren gebaut werden sollten, bislang macht dies nur die Schwarz-Gruppe, dann wird die Nachfrage nach den komplexen Kraftwerken weiter anziehen. Ich warte schon seit Monaten auf eine Kaufgelegenheit, doch nennenswerte Rückschläge gab es nicht.

Und noch immer ist die Aktie nicht teuer. Das EV/EBITDA steht bei 19, für die kommenden drei Jahre wird ein Gewinnwachstum von 20-30% p.a. erwartet.

Anders als bei den Speicherherstellern, wo eine neue Fabrik das Angebot sprunghaft nach oben katapultieren kann, wird man die Kapazität für den Bau von Kraftwerken nicht so einfach nach oben schrauben können. Die Wartezeiten werden länger, die Preissetzungsmacht von Siemens Energy wird größer werden. Viele sprechen bei den geplanten Investitionen in KI-Rechenzentren von der natürlichen Bremse durch den erforderlichen Ausbau der Energieversorgung.

Könnte auch hier eine neue Technologie für eine sprunghafte Revolution sorgen? Es wird viel über die modularen kleinen Kernkraftwerke gesprochen, die "in Kürze" marktreif seien. Solche Prognosen sind jedoch eher in reißerischen Börsenbriefen zu finden als in den seriösen Research-Berichten aus der Energiebranche. Ich halte diese Lösung für weit entfernt.

Also, selbst Anfang dieser Woche war die Aktie von Siemens Energy kaum im Minus. Ich warte weiter ab.

Schauen wir mal, was die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich gemacht haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes





INDIZES23.1., 15:51 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX24.824 -1,9%1,4%
S&P 5006.901 -0,6%0,8%
Nikkei53.847 -0,2%7,0%
Shanghai A 4.703 -0,6%1,6%
Euro/US-Dollar1,171,3%0,0%
Euro/Yen185,911,4%1,3%
10-Jahres-US-Anleihe4,24%0,020,08
Umlaufrendite Dt2,80%0,070,02
Feinunze Gold$4.952 7,7%14,6%
Fass Brent Öl$65,94 2,8%8,4%
Kupfer$12.756 -0,4%2,7%
Baltic Dry Shipping$1.761 12,4%-6,2%
Bitcoin$88.797 -6,7%1,2%








3. Sentiment: Reinigende Korrektur ermöglicht bullische Prognose



Umfrage Puh, da rutschte den Anlegern am Montag nach der Drohung von Donald Trump das Herz in die Hose. Donald Trump wird zufrieden sein mit der Reaktion: Selbst seine Freunde fürchten, dass er militärisch gegen sie vorgeht. Wie sonst will er verhandeln, wenn man ihm solche Behauptungen nicht abnimmt?

Nun, der DAX brach ein, Europa holte zum Gegenschlag aus. Dann trat ein versöhnlicher Donald Trump in Davos auf und die Wogen glätteten sich. Dennoch konnte der DAX seine Verluste bis zum Ende dieser Woche nicht aufholen. Anleger bleiben verunsichert.

Unser Anlegersentiment sackt diese Woche von 3,3 auf nur noch 1,4 ab. Der letzte Schluck des Cocktails von der Party, die seit Anfang Dezember im Gange ist, landete in der Luftröhre, der Hustenanfall ist noch nicht ausgestanden. Aber eines scheint klar: Die Jahresend-, Weihnachts- und Neujahrsrallye scheint in den Augen der Anleger beendet zu sein.

Die Selbstzufriedenheit, in den vergangenen Wochen am Rande der Selbstüberschätzung notierend, bricht nach diesem Schock auf -0,9 ein. Man ist verunsichert. Hatte Trump wirklich die Absicht, militärisch vorzugehen? Ist es lediglich der politischen Lage geschuldet, dass er es nun nicht mehr tun möchte? Oder war es nur ein Bluff im Rahmen seiner Verhandlungen? Sein Ruf als skrupelloser Dealmaker ist ja weithin bekannt.

Obwohl der DAX diese Woche unterm Strich 1,7% abgegeben hat, bleibt die Zukunftserwartung mit einem Wert von -0,2 eher skeptisch.

Und auch die Investitionsbereitschaft bleibt mit einem Wert von 1,0 eher verhalten.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger, letzte Woche noch extrem bullisch, kehrt auf einen neutralen Wert von -0,5 zurück. Auch hier zeigt sich, dass die Bullen zurückgedrängt wurden. Nach dem heftigen Ausverkauf zum Wochenbeginn scheint das Abwärtsrisiko jedoch überschaubar, denn Absicherungen werden kaum gekauft.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex zeigt mit einem Wert von 1,46 ebenfalls einen moderaten Rückgang der zuvor in großer Überzahl vorhandenen Bullen.

In den USA fällt das Put/Call-Verhältnis (PCR) für Equities an der CBOE auf 0,52, das niedrigste Niveau der vergangenen 12 Monate. Bei vergleichbar niedrigen PCR-Werten war der Löwenanteil der Rallye meist schon gelaufen. Ein niedriger PCR-Wert ist zwar kein Signal für eine Korrektur, aber er zeigt, dass die Rallye nicht mehr jung ist.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager sinkt auf 88%. Damit ist auch hier die extrem bullische Positionierung der Vorwochen auf ein Normalmaß zurückgekommen.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger liegt bei 10%punkten. 43% Bullen stehen 33% Bären gegenüber. Insbesondere das Bullenlager ist in der vergangenen Woche kleiner geworden, die ehemaligen Bullen gingen teils direkt ins Bärenlager, teilweise positionieren sie sich neutral.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt nunmehr mit 53% eine neutrale Verfassung der Märkte an.

Interpretation



Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.

So erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse weiterhin kostenlos


Unser Give & Take-Prinzip: Wenn Sie an der wöchentlichen und nur 2 Minuten dauernden animusX-Umfrage (Do-Sa) teilnehmen, erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse inklusive der Interpretation weiterhin kostenfrei. Die animusX Sentiment-Ergebnisse werden zusätzlich noch mit umfangreichen Charts an alle Teilnehmer verschickt, damit Sie auch eigene Schlussfolgerungen daraus ableiten können.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier:
https://www.animusx.de. Dort können Sie auch ein Probeexemplar einsehen.

So erhalten Sie die Sentiment-Interpretation weiterhin in der Heibel-Ticker Ausgabe


Alternativ können Sie zum kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS wechseln: Damit erhalten Sie nicht nur die prägnante Sentiment-Interpretation in der wöchentlichen Heibel-Ticker-PLUS-Ausgabe, sondern zusätzlich den wöchentlichen exklusiven Börsenausblick. Dazu mehr Details im Kapitel 4.



4. Ausblick: Neue Absicherungsposition für unser Heibel-Ticker Portfolio



Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Investmentideen, Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.

Gerne möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Analystenresearch, volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Börsenmechanismen gewinnbringend nutzen. Ab 12,50 Euro im Monat können Sie sich unverbindlich davon überzeugen. Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link: https://www.heibel-ticker.de/member/new

Zusätzlich zu den kostenfreien, meist vergangenheitsbezogenen Inhalten der Free-Version (Marktrückblick, Sentimentanalyse & Leserfragen) erhalten Sie als Heibel-Ticker PLUS Mitglied:

+ Umfangreiche Markt- und Aktienanalysen und daraus abgeleitete konkrete Investmentideen

+ Updates zu Portfoliotiteln in Wochenausgabe

+ tabellarischer Übersicht des Heibel-Ticker Portfolios

+ Video-Konferenzen mit Stephan Heibel und Gästen

+ Interner Mitglieder-Bereich mit Updates in Echtzeit

+ Zugang zu PLUS Ausgaben im Archiv

+ 8% Treuerabatt nach 1. Jahr für PLUS und EXPRESS

Optional erhalten Sie unterwöchig mit der Express-Option Empfehlungen direkt per SMS & E-Mail, sobald ich diese verfasst habe. (Express)

Den Reaktionen unserer Mitglieder entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Privatanlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Als Privatanleger nutzen sie meine Einschätzungen und Investmentideen zur selbstständigen Portfolio-Optimierung. Schauen Sie sich dazu gerne Erfahrungen und Referenzen unserer Mitglieder an.

Ich trenne die Hintergründe der Aktienmärkte von dem täglichen Medienrummel so messerscharf wie kaum ein anderer. Meine Leser schätzen meine neutrale, vereinfachende und unterhaltsame Art. Davon können Sie sich in diesem Heibel Ticker Free überzeugen.

Wenn Sie meine Schlussfolgerungen und Investmentideen erfahren möchten, dann testen Sie bitte den Heibel-Ticker PLUS unverbindlich ab 12,50 Euro im Monat.

Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link:

https://www.heibel-ticker.de/member/new



5. Update beobachteter Werte



Die Heibel-Ticker PLUS Updates inkl. aktuellen Einschätzungen, konkreten Empfehlungen zu Einstiegspunkten sowie -kursen und Verkaufsempfehlungen zur Gewinnrealisierung bleiben den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.

Gerne möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Analystenresearch, volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Börsenmechanismen gewinnbringend nutzen. Ab 12,50 Euro im Monat können Sie sich unverbindlich davon überzeugen. Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link:

https://www.heibel-ticker.de/member/new



6. Leserfragen





Verlustverrechnungstöpfe


Hallo Herr Heibel,

kurze Anmerkung zur Leserfrage von Roy aus Lützen aus dem letzten Heibel-Ticker.

Es macht schon einen steuerlichen Unterschied, welche Verluste anfallen: In den Verlustverrechungstöpfen "Aktien" und "Allgemein" werden "Einkünfte aus Kapitalvermögen" (§20 EStG) verrechnet.
Gewinne oder Verluste aus Bitcoin bzw. einigen damit verbundenen ETP fallen unter "Sonstige Einkünfte" (§ 23 EStG). Eine Verrechnung von diesen Verlusten über die Veranlagung mit positiven Kapitaleinkünften ist damit ausgeschlossen. Bitcoin-Verluste können somit nur über die Veranlagung mit anderen Krypto- /Gold-/ sonstigen privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb der jeweiligen Fristen verrechnet werden. Die Verrechnung kann auch in den Folgejahren vorgenommen werden, das Finanzamt führt einen entsprechenden Verlustvortrag fort.

Ansonsten vielen Dank für den informativen Newsletter!

Viele Grüße
Wolfgang aus Rittershausen

ANTWORT
Vielen Dank für die verständliche Erläuterung. Ich reiche das gerne weiter.

SAP: Macht KI Softwareunternehmen überflüssig?


Moin Herr Heibel,

ihr Börsenbrief ist immer wieder eine wertvolle Lektüre über Wirtschaft, Finanzen und Aktien insbesondere!!

Eine kurze Frage habe ich an den Ex-SAPler: Die Aktie ist in den letzten Wochen heftig unter die Räder gekommen. Wie ist ihre Einschätzung für die Zukunft? Profitiert SAP von der KI oder wird das eigene Geschäft kannibalisiert? Sollte man eventuell jetzt einsteigen oder warten?

Vielen Dank und sonnige Grüße nach Hamburg!

Bernd aus Stade

ANTWORT
Vielen Dank für das Lob :-)

SAP würde ich in die Software-Ecke stellen, gemeinsam mit Salesforce, ServiceNow und Adobe. In der Finanzwelt geht man derzeit davon aus, dass alles, was aus Bits und Bytes besteht, schon bald durch KI-Agenten übernommen werden kann. Wenn SAP-Software deshalb so teuer ist, weil hunderttausende Entwicklungsstunden in die Softwareerstellung eingingen, so könnte man mit Hilfe von KI vergleichbare Software mit einem Bruchteil des Aufwands erstellen. Wie soll SAP da die hohen Nutzungsgebühren rechtfertigen?

Auf der anderen Seite steht die intelligente Nutzung des SAP-Systems durch KI-Angebote, die SAP anbietet und verkauft. Doch immer mehr Zweifel kommen auf, ob dadurch der zuvor beschriebene Umsatzrückgang aufgefangen werden kann.

Ich persönlich gehe davon aus, dass es genau so kommen wird, aber langsamer. Die KI-Revolution wird schon bald nicht mehr durch begrenzte Rechenkapazitäten gebremst, sondern durch den Menschen, der neue Möglichkeiten nicht annimmt. Das ist vermutlich auch gut so, denn unsere Gesellschaft wird einen Wandel durchlaufen, während uns die KI immer mehr Arbeit abnimmt. Dieser Wandel kann nicht über Nacht erfolgen, das wird Zeit brauchen. Und in dieser Zeit wird man die Software von SAP & Co. noch stark nutzen.

Doch mir kommen immer mehr Zweifel daran auf, ob ein dem Untergang geweihtes Geschäftsmodell (Softwareentwicklung) überhaupt in unserem Heibel-Ticker Portfolio einen Platz haben darf. Daher halte ich mich bei SAP zurück und überlege, Salesforce mit Verlust zu verkaufen.

Zu den Zahlen: Der Umsatz von SAP wächst mit 10% p.a., Tendenz steigend. Der Gewinn legt überproportional mit knapp unter 20% zu. Die Rule-of-40 wird erfüllt (43) und das EV/EBITDA im Verhältnis zum Gewinnwachstum (vergleichbar mit PEG) liegt mit 1,2 auf einem vernünftigen Niveau. Fundamental betrachtet machen Sie nichts falsch mit dem größten deutschen börsennotierten Unternehmen. Aber ich denke, es gibt bessere Aktien :-).


Stablecoin USDC von Circle statt Bitcoin? OpenAI vs. Applovin


Hallo Herr Heibel,
noch ist es möglich, Ihnen und Ihrer Familie ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2026 zu wünschen. Auch ich möchte mich für Ihre interessanten und aufschlussreichen Analysen jedes Jahr neu bedanken.
Bezüglich des ETC Insurance A27Z30 habe ich folgende Frage: Nachdem sowohl dieser als auch Stablecoins im Dezember 2025 ausverkauft wurden und sich seither etwas erholt haben möchte ich gerne von Ihnen wissen, ob der Kauf von Stablecoins eine Alternative zu dem Kauf von weiteren A27Z30 ETCs wäre?
Kann der Absturz der AppLovin- Aktie damit zusammenhängen, dass ChatGPT am Freitag mitgeteilt hatte, in den Werbemarkt einzutreten?
Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Viele Grüße
Ortrun aus Bad Homburg

ANTWORT
Vielen Dank für die netten Wünsche :-)

Wenn Sie einen Stablecoin wie bspw. den USDC von Circle direkt kaufen, dann gilt dort ebenfalls die Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer. Er ist also vergleichbar mit Gold und dem Bitcoin, wenn es um die Spekulationsfrist geht.

Allerdings ist der USDC ja nicht als Langfristanlage gedacht, sondern eher als kurzzeitiger Parkplatz für jemanden, der mit anderen Kryptowährungen traden möchte. Der Weg raus aus der Kryptowelt ist langwierig, umständlich und stets mit Risiken verbunden, denn die Anbieter solcher Transaktionen sind meist kleine Startups und selten etablierte Unternehmen. Daher kann man sich den Weg nach draußen sparen, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt ohnehin wieder in die Kryptowelt einsteigen möchte. In der Zwischenzeit parkt man im USDC. Dieser entwickelt sich 1:1 zum USD.

Also: Als Alternative zum Bitcoin ETC ist das nicht sinnvoll, denn es ist etwas völlig anderes. Ich würde höchstens überlegen, die Aktie von Circle, dem Anbieter des USDC, ins Depot zu holen. Denn je stärker die von mir oben beschriebene Parkplatz-Funktion genutzt wird, desto besser läuft das Geschäft von Circle. Dort fällt dann allerdings wieder die normale Kapitalertragssteuer auf die Gewinne an.

Applovin: OpenAI sucht händeringend nach neuen Geschäftsfeldern und versucht sich in so ziemlich allem, was ihnen über den Weg läuft. Da sind wir noch weit entfernt von einer wirklichen Konkurrenz. Mag sein, dass die Schlagzeile den einen oder anderen Trader in die Flucht geschlagen hat, doch Applovin nutzt ebenfalls KI und hat schon eine ganze reihe von Wettbewerbern ausgestochen. Der Weg für OpenAI, hier eine ernstzunehmende Konkurrenz zu werden, ist weit.


Zukunftschancen des XRP Ripple


Sehr geehrter Heibel,

ich bin schon lange Leserin des Heibel-Ticker und schätze Ihre fundierten Analysen sehr. Nun hätte ich eine Frage an Sie, in der Hoffnung Sie können mir einen Rat erteilen.

Vor ein paar Monaten habe ich mich dazu verleiten lassen 400 XRP Token von Ripple in mein Depot bei Flatex zu holen. Gekauft habe ich diese für 2,93 € pro Stück , inzwiscehn sind sie jedoch immer weiter abgesackt auf 1,78 €. Ich weiß nicht ob es noch Sinn macht, wie z.B. bei Nvidia eine Korrektur auszusitzen, oder ob es besser ist die Token mit Verlust zu verkaufen bevor sie noch weiter nach unten gehen im Wert.

Ich lese zum Teil ganz unterschiedliche Bewertungen zu XRP, von Verkaufen bis Einkaufen ist alles enthalten an Ratschlägen. Ich hoffe Sie haben einen besseren Durchblick als ich welche Aussichten XRP für die Zukunft tatsächlich hat.

Mit freundlichen Grüßen

Monika aus Tecklenburg

ANTWORT
Der Ripple wird bei Geldtransfers über Landesgrenzen hinweg genutzt. Ich habe da eigentlich kein Alleinstellungsmerkmal finden können. Stablecoins können das inzwischen auch umsetzen.

Grundsätzlich beschäftige ich mich aber nicht mit „anderen“ Krypto-Angeboten neben dem Bitcoin, sondern betone stets, dass es für mich nur eine Kryptowährung gibt, und das ist der Bitcoin. Alle anderen Krypto-Angebote sind Geschäftsmodelle, die ich wie Startups einstufe: Kann sein, dass das eine oder andere Startup da erfolgreich ist, die meisten werden jedoch wieder verschwinden, genau wie die Internetbuden, die zur Jahrtausendwende die Internetblase aufpusteten.




7. Übersicht HT-Portfolio



Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.

Gerne möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Analystenresearch, volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Börsenmechanismen gewinnbringend nutzen. Ab 12,50 Euro im Monat können Sie sich unverbindlich davon überzeugen. Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link:

https://www.heibel-ticker.de/member/new



8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



9. Mitgliedschaft verwalten



Über den Heibel-Ticker
Stephan Heibel
Die Heibel-Ticker PLUS Mitgliedschaft

Erfahrungen & Referenzen
Heibel-Ticker Portfolio Performance
Compliance Regeln

Alle Heibel-Ticker PLUS Updates
Blog mit aktuellen Beiträgen

Fragen und Antworten
Kontakt

Datenschutzerklärung
Impressum

Wenn Sie sich von diesem Dienst abmelden möchten, dann folgen Sie bitte diesem Link: Jetzt Abmelden

Sie können sich über diese Seite gerne jederzeit wieder anmelden.

Sollte sich Ihre E-Mail Adresse geändert haben, so stornieren Sie bitte zunächst die alte Adresse und melden sich anschließend mit der neuen E-Mail Adresse wieder an.

Gerne können Sie den Heibel-Ticker Ihren Freunden empfehlen. Sie können den Heibel Ticker Free beliebig weiterleiten. Wenn Sie Inhalte davon auf anderen Internetseiten verwenden möchten, bitten wir um eine korrekte Quellenangabe sowie um eine kurze Information darüber.