Heibel-Ticker Free Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
21. Jahrgang - Ausgabe 06 (06.02.2026)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Turbulenzen in Einzeltiteln zeigen sich kaum in den Indizes |
| 2. | So tickt die Börse: Punktuelle Ausverkäufe einzelner Branchen erfassen (?noch?) nicht den breiten Gesamtmarkt |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Heftige Marktschwankungen kommen nur bedingt bei Anlegern an |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Künstliche Intelligenz: Flaschenhälse, Anpassungsprobleme und Neu-Gewichtung |
| 5. | Update beobachteter Werte |
| Nasdaq 100 versus S&P 500 & versus Währungsabsicherung | |
| General Dynamics Atlas Konkurrenz zu Teslas Optimus | |
| Katastrophaler Ausblick | |
| Weiterhin verzögerte Auftragsabarbeitung | |
| Quatsch regiert: KI frisst Software | |
| Erste Käufe möglich, näher am Boden als am Top | |
| Teilverkauf | |
| Kaufen, Spekulation auf erfolgreiche Neupositionierung | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Turbulenzen in Einzeltiteln zeigen sich kaum in den Indizes
Liebe Börsenfreunde,
In Kapitel 2 beschreibe ich, warum die jüngsten Kursstürze zwar spektakulär wirken, aber (noch) keine flächendeckende Baisse im Gesamtmarkt bedeuten. Die KI-Euphorie lief zuerst an der Börse heiß, von ChatGPT als Fantasie-Zündfunke über Gemini als Reality-Check bis hin zu Anthropic als Auslöser für ganz konkrete Angst vor Automatisierung in „White-Collar”-Berufen. Während die ersten Zukunftswetten auf fliegende Autos, modulare Kernkraft und Quantencomputer brutal abverkauft wurden, wanderte das Kapital in vermeintlich reale Engpassgüter wie Edelmetalle. So strömt das Kapital durch verschiedene Marktsegmente, um immer wieder verscheucht zu werden. Gehebelte Wetten werden in einer Zwangswelle liquidiert. Parallel trifft die nächste Verkaufswelle jene Branchen, die plötzlich direkt von KI ersetzt wirken: Software, Buchhaltung, Recht/Recherche bis hinein in Bitcoin & Kryptoaktien.
Das Anlegersentiment zeigt sich verunsichert: Zwar ist man beruhigt darüber, dass die Indizes relativ ruhig laufen, doch Anleger sehen die erratischen Bewegungen einzelner Aktien. In Kapitel 3 analysiere ich, wie sich diese Anlegerstimmung auf die künftige Börsenentwicklung auswirken könnte.
Kapitel 4 ordnet die Lage ein: Entscheidend ist die Zeitachse. Eine Aktie ist nicht „gut” oder „schlecht”, sie ist je nach Kurs und Erwartungshorizont fair oder überzogen. Genau hier holt die KI-Euphorie die Realität ein. Kurzfristig bremsen Flaschenhälse wie Stromversorgung, Speicherchips und Finanzierung, doch alle Stolpersteine werden schnell aus dem Weg geräumt. Der eigentliche Engpass ist der Mensch: Zwischen technischer Möglichkeit und verlässlicher Industrieanwendung liegt Post-Training, Integration und Zeit, wie einst beim Internet. In dieser Zeit zeigt sich, welche Unternehmen zu den wirklichen Gewinnern dieser Entwicklungen gehören. Wir haben heute eine neue Aktie in unser Heibel-Ticker Portfolio geholt.
Die turbulenten Bewegungen in Einzelaktien kommentierte ich im Verlauf der Woche mit einer Reihe von Updates (8 Stück) in Kapitel 5. Darin gehe ich weiter auf die derzeitige Börsenverfassung ein und kommentiere unter anderem die Kursbewegungen von Tesla, Salesforce, Novo Nordisk, Yamaha und dem Bitcoin. Wir tätigten einige Verkäufe und Käufe und ich stelle Ihnen eine neue Aktie vor.
Die beiden heutigen Leserfragen drehen sich um Pfizer und Lithium: Ist Pfizer eine gute Dividendenaktie? Und warum investieren wir nicht direkt in Lithium? Meine Antworten lesen Sie in Kapitel 6.
Natürlich gibt es wie jede Woche eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: Punktuelle Ausverkäufe einzelner Branchen erfassen (?noch?) nicht den breiten Gesamtmarkt
Erst ChatGPT zum eingewöhnen der Privatanwender, dann Gemini für die Tech-Freaks und nun Anthropic für die White Dollar (Hemdträger): die KI-Revolution findet zuerst an den Aktienmärkten statt. Dort werden die Veränderungen frühzeitig mit Zahlen belegt und entsprechende Aktien fahren Achterbahn.
Mit der Einführung von ChatGPT ging die Phantasie der Menschen auf die Reise: Was wird die KI alles ermöglichen? Insbesondere die Komplexität bei der Forschung dürfte von der KI beherrscht werden und zu einer beschleunigten Entwicklung neuer Technologien führen: Fliegende Autos, Modulare Kernkraftwerke, leistungsstarke Quantumcomputer und all das auf der Basis sicherer Verschlüsselungsalgorithmen aus der Kryptowelt - die Möglichkeiten schienen unbegrenzt und je weiter eine neue Idee in die Zukunft reichte, desto begeisterter sprangen Investoren auf.
Mit der Einführung von Gemini 3 durch Google im vergangenen November wurde plötzlich eines sichtbar: ChatGPT klingt zwar clever, halluziniert jedoch viel zu viel. Für eine KI, die verwertbare Ergebnisse für die Industrie erzeugen soll, ist noch viel Handarbeit erforderlich. Nicht umsonst arbeiten bei bei Google einige Tausend Mitarbeiter an der Verfeinerung (Post-Training) von Gemini, damit die KI in möglichst vielen Bereichen weg von der "wahrscheinlichsten" Antwort auf eine nach wissenschaftlichen Modellen sicher "determinierte" Antwort umgelenkt wird.
Die Spekulation in den oben genannten Zukunftstechnologien erwiesen sich als verfrüht. Die Highflyer wurden ausverkauft, teilweise gaben sie über 80% ab.
Parallel zur Hausse in fernen Zukunftsideen erlebten wir eine Hausse am Rohstoffmarkt. Die Logik dahinter ist einfach: Wenn die KI in der Zukunft alles besser kann als wir, wo hat sie dann ihre Grenzen? Na klar, natürlich dort, wo reale Dinge im Spiel sind. Es können nicht mehr Rohstoffe abgebaut werden, als mit den verfügbaren Maschinen in den vorhandenen Minen abgebaut werden können. Da gibt es keine geheime Formel, mit der Rohstoffe plötzlich vervielfältigt werden können. So stiegen Kupfer und insbesondere Edelmetalle immer weiter an.
Die Logik dahinter war so einfach und bestechend, dass immer mehr Anleger sogar aufsprangen und viele ihre Spekulationen sogar hebelten. Zusätzlich befeuert wurde die Edelmetallhausse noch von der Verschuldungsorgie, in die viele westliche Länder verfallen sind - auch und insbesondere die USA. Zuletzt kündigte Donald Trump sogar an, die Verteidigungsausgaben, die in den USA ohnehin schon so hoch sind, wie in allen folgenden Ländern zusammengerechnet, nochmals um 50% erhöhen werde. Da gab es kein Halten mehr für Gold und Silber.
Unterstützt wurde diese Rallye noch von der Erwartung, dass Trump einen ihm gefälligen Nachfolger für Fed-Chef Jay Powell nominieren würde. Ende Januar nominierte Trump dann überraschend Kevin Warsh. Er war 2008 bereits Notenbankmitglied und hat das damals viel zu lange hoch gehaltene Zinsniveau mit zu verantworten, dass die große Finanzkrise maßgeblich verschlimmerte. Er gilt also als Falke, als jemand, der eher höhere Zinsen befürwortet als eine lockere Geldpolitik.
... so wird er zumindest von Marktbeobachtern eingestuft. Wir werden sehen, ob sie Recht behalten. Ich habe ein wenig recherchiert und konnte feststellen, dass er von seiner damaligen falkenhaften Haltung inzwischen deutlich abgerückt ist. So sagte er beispielsweise vor einem halben Jahr in einem Interview, dass die KI seiner Ansicht nach alles viel günstiger machen werde und dass er einen Produktivitätsboom erwarte, der zu Kostensenkungen, und damit zu einer niedrigen Inflation führen werde. Warsh distanzierte sich ganz klar von der unter einigen Volkswirten vorherrschenden Meinung (nein, nicht bei mir), dass Wirtschaftswachstum steigende Inflationsraten nach sich ziehen würde.
Das ist die Einschätzung, die ich bei vielen Politikern ohne Wirtschaftskenntnisse immer wieder sehe. Bei diesen Menschen fehlt die Vorstellungskraft, dass Effizienzsteigerungen zu steigendem Wohlstand für alle führen können. Effizienzsteigerungen sind in unseren volkswirtschaftlichen Modellen schwer abzubilden, daher steigen dort offensichtlich viele aus. Doch wenn die KI tatsächlich Effizienzsteigerungen nach sich zieht, kann die Geldmenge steigen, ohne dass wir anziehende Inflationsraten sehen. Warsh kritisierte damals Jay Powell, der diesen absehbaren Effekt in seine Modelle nicht einrechne.
Wachstumsraten von 5% und mehr könnten dank der KI-Revolution erreicht werden und so viele Produkte schaffen, dass sich das Preisniveau dennoch stabil halte. Wenn man nicht ausreichend Liquidität zur Verfügung stelle, so können man sogar trotz hoher Wachstumsraten in eine deflationäre Phase rutschen, was kontraproduktiv für das weitere Wachstum wäre.
Durch diese Brille betrachtet kann ich nun sogar die Kritik Donald Trumps an Jay Powell verstehen :-).
Auch wenn Kevin Warsh gut ausgebildet ist für den Job und mit einer schlüssigen Theorie antritt, haben viele Marktbeobachter Angst, er könne von Donald Trump instrumentalisiert werden. Sonst hätte Trump ihn nicht nominiert, so die verkürzte Argumentation. Dagegen steht, dass Warsh als Falke gesehen wird, der er jedoch gar nicht mehr ist, wie ich recherchierte, und so weiter und so fort: Wir haben also einen durchaus interessanten Kandidaten, an dem sich Finanzmarktteilnehmer, Medien und Donald Trump abarbeiten können.
Dabei ist gut zu wissen, dass Warsh mit der Enkelin des Kosmetik-Magnaten Estee Lauder verheiratet ist. Finanziell ist er also unabhängig und dürfte auch darüber hinaus einiges mobilisieren können, um seine Unabhängigkeit zu wahren, selbst wenn er nach seiner Ernennung plötzlich bei Trump in Ungnade fallen sollte.
Letztlich ist es wohl diese Unabhängigkeit, gepaart mit seiner balkenhaften Vergangenheit, die Ende Januar an den Finanzmärkten zur Befürchtung führte, er könne eine straffe Geldpolitik durchsetzen, die den US-Dollar wieder steigen lässt und somit die Edelmetalle unter Druck setzt. Dies war eine Überraschung, mit der Edelmetallspekulanten, insbesondere diejenigen, die zuletzt gehebelt spekulierten, zwang, ihre Positionen zu liquidieren. Silber verlor binnen 24 Stunden zwischenzeitlich 38%! Der größte Tageseinbruch seit den 1970er-Jahren.
Dabei ist doch der Bedarf insbesondere an Silber für die vielen Rechner der KI-Rechenzentren, die mit dreistelligen Milliardensummen aus dem Boden gestampft werden, schier unersättlich, so klang noch wenige Stunden zuvor die Überzeugung an den Terminmärkten. Tja, hier sehen wir, wie sich die Finanzmärkte von der realen Welt abkoppeln können. Ich überlasse es vorerst Ihnen zu entscheiden, ob die vorhergehende Hausse die Abkopplung war, oder der Crash.
Mit der Nutzung von Gemini wurde zunehmend sichtbar, wie gut die KI komplexe, logische Probleme angehen kann. Die Vermutung gibt es schon seit Monaten und entsprechend hatten es Aktien von Softwarefirmen, die viele Informatiker beschäftigen, schwer. Anfang dieser Woche kippte die Stimmung vollends, als sich die Erfolgsberichte mehrten, wie gut die Gemini-KI "coden" (programmieren) kann. Aktien der Softwarefirmen rauschten in den Keller.
Ebenfalls am vergangenen Wochenende veröffentlichte Anthropic aktualisierte Versionen für Perplexity und dazugehörige KI-Produkte. Nun ging es Schlag auf Schlag: Zunächst brachen die Aktien von Anbietern von Buchhaltungssoftware und Steuererklärungen (Intuit) ein. Es folgte die Erkenntnis, dass Anthropics KI wesentlich besser Aktienbewertungen berechnen kann, als die meisten Analysten. Die Aktien von Thomson Reuters brachen ein.
Die Arbeitsmarktdaten unterstützten diese Befürchtungen, denn nicht nur Amazon entlässt wieder viele Mitarbeiter, sondern auch Rechtsanwaltskanzleien und Unternehmen mit großem administrativem Wasserkopf. Research-Unternehmen Gartner brach diese Woche um 25% ein.
Heute Nacht erwischte es schließlich auch den Bitcoin, der schon seit Wochen langsam gen Süden zottelt. Binnen weniger Stunden ging's um 13% in den Keller, die Aktien von Coinbase folgten mit -20%. Es gibt Berichte von Goldverkäufern (häufig Goldminen), dass Gold gegen Bitcoins gekauft werde. Offensichtlich stellen einige Anleger die Solidität des Bitcoins nach dem aktuellen Kurseinbruch in Frage, während man sich nun eher auf die seit Jahrtausenden bewährte Solidität des Goldes verlassen möchte. Ich sehe das natürlich ein wenig anders und werde das auch in Kapitel 4 darlegen.
Dort gebe ich Ihnen auch meine Antwort auf die Frage, ob sich die Finanzmärkte von den realen Märkten abgekoppelt haben, indem ich eine revolutionäre neue Komponente einführe: Die Zeitachse :-) Ist es Ihnen aufgefallen, dass die meisten Anleger wissen wollen welche Aktie gut "ist"? Fast niemals wird die Zeit in die Entscheidung einbezogen: Geht es um die nächsten Stunden oder Tage? Um Monate oder um viele Jahre? Je nachdem fällt die Antwort nämlich völlig unterschiedlich aus.
Was mich jedoch am meisten beschäftigt ist die Frage, ob wir es hier mit dem Anfang vom Ende zu tun haben, oder ob wir bereits die exzessive Spekulation an den Finanzmärkten ausspülen konnten. Auch dieser Frage gehe ich in Kapitel 4 nach.
Schauen wir nun zunächst mal auf die Wochenbewegungen der wichtigsten Indizes:
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 6.2., 21:17 Uhr | Woche Δ | Σ '26 Δ |
| DAX | 24.721 | 0,7% | 0,9% |
| S&P 500 | 6.916 | -0,3% | 1,0% |
| Nikkei | 54.254 | 1,7% | 7,8% |
| Shanghai A | 4.644 | -1,3% | 0,3% |
| Euro/US-Dollar | 1,18 | -0,3% | 0,6% |
| Euro/Yen | 185,71 | 1,2% | 1,2% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,20% | -0,03 | 0,04 |
| Umlaufrendite Dt | 2,72% | -0,02 | -0,06 |
| Feinunze Gold | $4.953 | 1,2% | 14,7% |
| Fass Brent Öl | $67,84 | -2,1% | 11,5% |
| Kupfer | $12.903 | -1,9% | 3,9% |
| Baltic Dry Shipping | $1.936 | -9,9% | 3,1% |
| Bitcoin | $70.452 | -15,5% | -19,7% |
3. Sentiment: Heftige Marktschwankungen kommen nur bedingt bei Anlegern an
Die Brutalität der abgelaufenen Woche ist in der Wochenperformance des DAX von +0,6% nicht ablesbar. Dabei gaben Zalando und Scout24 12% ab, weil Google das Einkaufserlebnis von der Verkaufsplattform hin zu einem standardisierten KI-Einkäufer entwickeln möchte. Auf der anderen Seite im DAX legte die Deutsche Telekom um 8% und Henkel um 7% zu. Weder die monatliche Telefonrechnung ändert sich in absehbarer Zeit durch die KI, noch kann die KI Haare waschen, abspülen und das Waschmittel für die Kleidung ersetzen.Im S&P 500 fallen die Unterschiede noch größer aus: Zahlungsabwickler Paypal verliert nach schwachen Q-Zahlen beispielsweise 25% während Schokoladenhersteller Hershey um 20% anspringt.
In diesen Tagen schlafen diejenigen Anleger besser, die in Index-Zertifikate investiert haben und nicht der Gefahr ausgesetzt sind, bei einer Aktie auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Das Minus im S&P 500 beträgt "nur" 0,8% und ist deutlich nervenschonender als die heftigen Kursbewegungen vieler Einzeltitel.
Doch wir sehen an der Indexperformance, dass es sich um eine Rotation handelt, nicht um einen breiten Ausverkauf. Anleger liquidieren unbeliebte Aktien und stecken das Geld umgehend wieder in ihre neuen Lieblinge. Schauen wir mal, wie sich diese Entwicklung auf die Anlegerstimmung niedergeschlagen hat.
Unser Anlegersentiment rutscht diese Woche auf -3,4 und flirtet damit bereits mit Extremwerten (ab -4), bei deren Erreichen wir von Angst und Panik sprechen. Noch ist es jedoch nicht soweit, vermutlich der moderaten Indexentwicklung geschuldet.
Immerhin zieht starke Verunsicherung ein, wie der Wert von -5,1 anzeigt. Ich würde sagen, viele Anleger hören von den heftigen Kursausschlägen einzelner Aktien, sehen diese aber nicht in ihren Indexzertifikaten. Wer keinen Heibel-Ticker liest, könnte tatsächlich Probleme haben, die Hintergründe zu verstehen ;-).
Die Zukunftserwartung steigt auf +2,3, was eine klare Dominanz der Bullen anzeigt. Zuletzt hatten wir einen so großen Bullenüberhang im September vergangenen Jahres.
Auch die Investitionsbereitschaft steigt an, der Wert erreicht 2,1, was ich als moderat positiven Wert bezeichnen würde.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger rutscht diese Woche auf -15 ab und zeigt die Kapitulation vieler Anleger, die noch kurz zuvor auf steigende Kurse spekuliert haben.
Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex fällt auf 1,55. Es hat den Anschein, dass institutionelle Anleger den Ausverkauf erwarteten und nun ihre Absicherungspositionen auflösen.
Das Put/Call-Verhältnis an der CBOE zeigt mit einem Wert von 0,64 ein ähnliches Bild. Auch in den USA lösen Anleger ihre zuvor gebildeten Absicherungspositionen auf.
Die Investitionsquote der US-Fondsmanager sinkt auf 85%, das niedrigste Niveau des noch jungen Jahres.
Die Bulle/Bär-Differenz geht auf 11%punkte zurück. Die Polarisierung sinkt, 40% Bullen stehen 29% Bären gegenüber. Aus beiden Lagern wanderten diese Woche Anleger ins neutrale Lager ab, das von 25% auf 31% zulegte.
Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 44% nur moderate Angst an, der Zeiger steht an der Schwelle zur Neutralität.
Interpretation
Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.
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Unser Give & Take-Prinzip: Wenn Sie an der wöchentlichen und nur 2 Minuten dauernden animusX-Umfrage (Do-Sa) teilnehmen, erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse inklusive der Interpretation weiterhin kostenfrei. Die animusX Sentiment-Ergebnisse werden zusätzlich noch mit umfangreichen Charts an alle Teilnehmer verschickt, damit Sie auch eigene Schlussfolgerungen daraus ableiten können.
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4. Ausblick: Künstliche Intelligenz: Flaschenhälse, Anpassungsprobleme und Neu-Gewichtung
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5. Update beobachteter Werte
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6. Leserfragen
Lithium als Investment
Hallo Herr Heibel,
Viele Jahre bin ich aufmerksamer Leser Ihres Tickers und hab unter anderem eine von vor 5 Jahren rausgekramt, wo schon mal das Thema Uran diskutiert wurde.
Nun habe ich eine Frage zu Lithium. Lithium ist in meinen Augen wie auch Uran eine Rohstoff für und mit Zukunft. Fällt Ihnen ein Titel ein, der die steigende Lithium Nachfrage gut abbildet? Eine Miene oder etwas, was direkt an der steigenden Nachfrage nach Lithium partizipieren kann?
Herzlichen Dank und Viele Grüße,
Axel aus Hamburg
ANTWORT
Ich halte mich weitgehend aus diesen Spekulationen heraus. Unsere Erde hat reichlich Ressourcen und vorübergehende Engpässe werden durch Investitionen und Preisanpassungen immer wieder ausgeglichen. Ein wirklich stabiler, langfristiger Wachstumstrend ist in Märkten, die dem Schweinezyklus folgen, meiner Erfahrung nach nicht zu finden.
Lithium oder Lithiummine? Der Lithiumpreis unterliegt kurzfristig Angebot und Nachfrage und langfristig den Förderkosten. Das kann man recht gut ausrechnen. Minenbetreiber können völlig unabhängig von der Preisentwicklung ihres Rohstoffs erfolgreich sein oder Pech haben. Minen unterliegen Umweltrisiken (Naturkatastrophen), politischen Risiken (instabile Regierung), können durch Streiks lahmgelegt und können durch inkompetentes Management in den Ruin getrieben werden.
Das sind für mich keine attraktiven Investments sondern höchstens kurzfristige Spekulationen. Derzeit haben wir genügend spekulative Positionen im Portfolio und der „Lithium-Hype“ verfolgt mich schon seit fünf Jahren … kann also nicht so neu sein.
Pfizer als Dividendenaktie
Hallo Herr Heibel,
vielen Dank für Ihre wöchentlichen Updates, die immer wieder gute Ideengeber sind!
Ich habe mir gerade Pfizer als Dividendenaktie ins Portfolio geholt (6-7%) - gibt es einen guten Grund, warum Sie diese Aktie nicht als Dividenden-Kandidat betrachten?
Mit freundlichen Grüßen,
Jens aus Heidelberg
ANTWORT
Ja, Pfizer erfüllt alle 5 Dividendenkriterien. Die Dividendenrendite von 6,7% ist überaus attraktiv.
Ich habe unser Dividendenportfolio auf 5 Positionen beschränkt und für die USA Snap-On gewählt. Es gibt eine ganze Reihe von US-Aktien, die alle 5 Dividendenkriterien erfüllen. Ich versuche, eine breite Streuung von Branchen und Regionen im Heibel-Ticker Portfolio umzusetzen. Da gibt es sicherlich viele Aktien, die gut sind, aber dann aus Diversifizierungsgründen nicht den Weg ins Portfolio finden. Grundsätzlich gefällt mir Pfizer :-).
7. Übersicht HT-Portfolio
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8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
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Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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Stephan Heibel
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