Heibel-Ticker Free Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
21. Jahrgang - Ausgabe 07 (13.02.2026)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Wenn KI Krypto nutzt |
| 2. | So tickt die Börse: Moderate Indexbewegung vertuscht heftige Kurssprünge von Einzelaktien |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Extreme Absicherung zieht Sicherheitsnetz ein |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Ursachen des Kryptowinters und was ihn dort herausholen kann: KI-Agenten |
| 5. | Update beobachteter Werte |
| Kaufen, aller guten Dinge sind drei | |
| Verkaufen, Stimmung schlechter als gute Zahlen | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Wenn KI Krypto nutzt
Liebe Börsenfreunde,
Schwerpunkt der heutigen Ausgabe liegt in einem Zukunftsbild, das Ihr Autor zum Thema KI und Bitcoin malt. In Kapitel 4 zeige ich, wie sich diese beiden Bereiche gegenseitig verstärken können und welche offenen Fragen unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren zu beantworten hat.
Kapitel 2 geht kurz auf die Börsenentwicklung der abgelaufenen Woche ein: Einzeltitel zeigten teils starke Kurssprünge während die Indizes eher seitwärts liefen. Die Rotation der vergangenen Wochen setzt sich fort, ohne dass es zum Crash kommt.
Das Anlegersentiment zeigt sich zum Ende der Woche wieder vergleichsweise neutral. Doch zum Beginn dieser Woche sah das anders aus. In Kapitel 3 leite ich daraus ab, was Sie an den Aktienmärkten in den kommenden Tagen erwarten dürfte.
Zwei Updates gab es diese Woche in Kapitel 5: Eine Kaufempfehlung. Nachdem dann die Q-Zahlen wie erwartet gut ausfielen und die Unternehmensprognose angehoben wurde, fiel die Aktie wider Erwarten. Komisch. Die Spekulation war nicht aufgegangen, wir verkaufen also frühzeitig wieder mit überschaubar kleinem Verlust, bevor die Aktie im weiteren Wochenverlauf deutlicher gen Süden driftete.
Die beiden Leserfragen in Kapitel 6 behandeln drei Themen: den deutschen Spielzeughersteller Tonies, der sich zur Erfolgsgeschichte entwickelt, sowie den chinesischen Autobauer XPeng. Zudem gehe ich auf die Crash-Angst eines Mitglieds ein.
Natürlich gibt es wie jede Woche eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: Moderate Indexbewegung vertuscht heftige Kurssprünge von Einzelaktien
Wann wurde zuletzt die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde gemessen? Ich habe das Gefühl, sie dreht sich immer schneller. Diese Woche wurden neue KI-Modelle veröffentlicht, die weitere Sektoren unter Druck setzen: Anthropic veröffentlichte eine verbesserte Claude-Version, die inzwischen sehr verlässlich Programmieraufgaben übernehmen kann. Google veröffentlichte ein neues Gemini Deep Seek Modell, das noch bessere Ergebnisse für die Wissenschaft erarbeiten kann.
Diese KI-Modelle tun aktuell vor allem eins: Sie verunsichern die Menschen, und somit auch die Anleger. Immer neuer Sektoren werden plötzlich ausverkauft, weil man befürchtet, dass die KI dort zu heftigen Disruptionen führen wird. Nach Softwareunternehmen in den Vorwochen waren diese Woche Banken und Versicherungen dran.
Erstaunlich ist die unterschiedliche Performance von DAX (+0,8%) und S&P 500 (-1,0%). Insbesondere Industrieunternehmen zogen den DAX nach oben, da man sich hierzulande einige Erleichterungen für die Wirtschaft auf der europäischen Ebene verspricht. Zudem kommen aus den USA Signale, dass die Zölle auf einzelne Rohstoffe gesenkt werden könnten, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Das würde sich positiv für deutsche Exportunternehmen auswirken.Aus den USA kamen positive Konjunktursignale, die jedoch auf den zweiten Blick ziemlich vergoren aussehen. Die Arbeitsmarktdaten für Januar waren doppelt so gut wie erwartet, die Arbeitslosenquote ging auf 4,3% zurück. Doch die positive Überraschung ging einher mit einer Korrektur der Arbeitsmarktdaten der vergangenen 12 Monate. Veröffentlicht werden stets vorläufige Daten, die eher eine Schätzung darstellen. Die endgültigen Daten werden dann erst später erhoben und führen zu den nun vermeldeten Korrekturen. Die Korrekturen sind jedoch so heftig, dass man inzwischen an der Aussagekraft der vorläufigen Daten zweifelt. Die vermeldete positive Überraschung wäre keine gewesen, hätte man die vorhergehenden Daten ordentlich erhoben.
Und dann fiel auch die Inflationsrate in den USA diese Woche niedriger aus als erwartet (2,4% statt erwarteter 2,5%). Doch auch hier wird Wasser in den Wein geschüttet: Der Rückgang sei durch den Basiseffekt bedingt. Das heißt: Vor einem Jahr war der Anstieg der Inflation so groß, dass es eigentlich kaum verwundert, dass die Inflation nicht mehr auf dem damals extrem hohen Niveau verharrt.
Doch am lautesten spielte die Musik diese Woche in Japan. Der Nikkei stieg nach dem historischen Wahlsieg der Regierungsparte von Premierministerin Takaichi um 5% an. Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg gewinnt eine Partei eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Japan. Die konservative Parteichefin steht für mehr Investitionen und Wirtschaftsreformen.
Die Stimmung ist derzeit wirklich nicht leicht einzuschätzen. Selten habe ich so starke Kursausschläge bei Einzelaktien gesehen, bei gleichzeitig relativ ruhiger Indexbewegung. Schauen wir mal, wie sich unser Anlegersentiment entwickelte.
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 13.2., 19:04 Uhr | Woche Δ | Σ '26 Δ |
| DAX | 24.915 | 0,8% | 1,7% |
| S&P 500 | 6.876 | -0,6% | 0,4% |
| Nikkei | 56.942 | 5,0% | 13,1% |
| Shanghai A | 4.660 | 0,4% | 0,7% |
| Euro/US-Dollar | 1,19 | 0,5% | 1,1% |
| Euro/Yen | 181,43 | -2,3% | -1,2% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,06% | -0,14 | -0,11 |
| Umlaufrendite Dt | 2,70% | -0,02 | -0,08 |
| Feinunze Gold | $5.020 | 1,4% | 16,2% |
| Fass Brent Öl | $67,95 | 0,2% | 11,7% |
| Kupfer | $12.876 | -0,2% | 3,6% |
| Baltic Dry Shipping | $2.095 | 8,2% | 11,6% |
| Bitcoin | $68.931 | -2,2% | -21,5% |
3. Sentiment: Extreme Absicherung zieht Sicherheitsnetz ein
Die heftigen Kurssprünge einzelner Aktien schlagen sich in der moderaten Bewegung der Aktienindizes kaum nieder. Entsprechend widersprüchlich zeigt sich unser Anlegersentiment in dieser Woche.Die Anlegerstimmung erholt sich von der starken Niedergeschlagenheit der Vorwoche auf einen moderaten Wert von nur noch -0,6. Der Anleger mit einem breit gestreuten Portfolio sieht die Stabilisierung im Portfolio.
Dennoch stellt sich ein Gefühl der starken Verunsicherung ein, die Selbstgefälligkeit verbleibt stark negativ bei -3,1. Der Anleger sieht die heftigen Kurssprünge der Einzelpositionen und ist überrascht, teilweise fühlt er sich machtlos. Immerhin gibt es eine Reihe von Unternehmen, die gute Quartalszahlen veröffentlichten, den Ausblick anhoben und trotzdem einen fallenden Aktienkurs zu beklagen haben. Cisco ist so ein Beispiel.
Die Zukunftserwartung steht auf einem moderat positiven Wert von +0.7 zurück (Vorwoche +2,4). Und so fällt auch die Investitionsbereitschaft von 2,2 auf nur noch 0.9.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notierte zum Wochenbeginn auf einem Rekordtief bei -55, erholte sich im weiteren Wochenverlauf aber wieder in den neutralen Bereich. Da wurden zum Wochenbeginn Absicherungspositionen stark nachgefragt, die Crash-Angst ging um.
Auch das Put/Call-Verhältnis (PCR) an der Eurex für den DAX sprang zum Wochenbeginn auf ein Rekordniveau bei 3,7. Es handelt sich dabei um das höchste PCR seit dem vergangenen Sommer. Dabei stieg der DAX zum Wochenbeginn moderat an.
Das PCR an der CBOE zeigt ebenfalls einen starken Anstieg zum Wochenbeginn an, aber nicht vergleichbar mit dem in Deutschland. In den USA hat man die Entwicklungen offensichtlich etwas nüchterner beobachtet.
Zum Vergleich: Auch in den beiden Volatilitätsindizes für DAX und S&P 500 zeigt sich der sprunghafte Anstieg nach Put-Absicherungen an Eurex sowie an der Stuttgarter Börse (Euwax) nicht, VIX und VDAX blieben unter dem Wert von 20. Von Panik ist hier also nichts zu sehen.
US-Fondsmanager reduzierten ihre Investitionsquote weiter auf 81% (Vorwoche 85%).
Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger fällt auf Null zurück. 38% Bullen stehen 38% Bären gegenüber. Das Lager der Neutralen ist mit 23% klein. Die Polarisierung steigt also: Anleger sind überzeugt, die Richtung der nächsten Bewegung zu kennen ... nur glaubt die Hälfte an einen Crash, die andere Hälfte glaubt an eine Wiederaufnahme der Rallye. Spannend.
Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 40% moderate Angst an.
Interpretation
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4. Ausblick: Ursachen des Kryptowinters und was ihn dort herausholen kann: KI-Agenten
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5. Update beobachteter Werte
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6. Leserfragen
Tonies
Hallo Herr Heibel,
wir hatten vor einigen Wochen auch schon mal kurz über die Aktie TONIES SE miteinander geschrieben ... Sie hatten mir seinerzeit - ungefähr im Zeitraum Dezember - geraten bei dieser Aktie etwas abzuwarten und möglichst günstiger einzusteigen ... inzwischen habe ich 'erst' 300 Stück gekauft, weil ich Kurse unter 10 Euro nutzen wollte, aber die Aktie ist soweit nicht mehr zurückgekommen ...
Aktuell nimmt die Aktie weiter Fahrt auf und man scheint mit der einzigartigen Produktposionierung von Tonies auch gerade in den USA gute Ergebnisse zu erzielen. Ist das nicht auch eine Aktie für unser Portfolio ?
Viele Grüße
Stephan aus Hamburg
ANTWORT
Ja, ich habe mir Tonies seither mehrfach angeschaut. Tatsächlich gefällt mir, was ich so sehe. Aber ich sehe noch nicht genug, um die Aktie für unser Portfolio vorzuschlagen.
Mir gefällt das hohe Wachstum von über 20% p.a. für die kommenden drei Jahre im Umsatz und das überproportionale Gewinnwachstum von 39% im laufenden Jahr & 56% danach. Dafür ist das EV/EBITDA von 20 günstig.
Das Unternehmen ist erst seit Mitte 2021 an der Börse und erlebte erst einmal den nach-IPO typischen Absturz auf 3,48 EUR. Nun notiert die Aktie mit 11,80 wieder auf dem Niveau von kurz nach dem Börsengang. Seither hat sich der Umsatz vervielfacht und aus dem defizitären Geschäft wurde nun ein profitables Geschäft, die Gewinnmarge (EBITDA) liegt bei 8-9%.
Meine KI meint folgendes dazu: Tonies betreibt ein innovatives, bildschirmfreies Audio-Ökosystem für Kinder ab 3 Jahren mit der Toniebox als zentralem Player, auf den handgeformte Figuren (Tonies) mit Hörspielen, Musik und Inhalten von Partnern wie Disney oder Warner gestellt werden. Ein wiederkehrendes Rasierer-Rasierklingen-Modell, das durch Skaleneffekte hohe Margen ermöglicht. Jüngst übertraf das Unternehmen für 2025 seine Prognosen mit 630 Mio. € Umsatz (+31% YoY) und Gewinnmarge (EBITDA) von 8,5%, getrieben von Toniebox 2 und starkem US-Wachstum (30-42%). Künftig wird die internationale Expansion vorangetrieben (USA als Top-Markt mit 44% Umsatzanteil).
Hmm, das klingt eigentlich alles zu gut um wahr zu sein. Ich habe mal ein wenig tiefer gegraben: Bis Ende 2023 war Jan Middelhof, Sohn von Thomas, Finanzchef bei Tonies. Jan ist 40 Jahre alt. In meinen Augen ist das sehr früh, um ein gerade an die Börse gebrachtes Unternehmen zu verlassen. Da kommt mir die dunkle Vergangenheit seines Vaters in den Sinn und ich hätte bei Jan gerne gesehen, dass er sich einem Unternehmen länger verschreibt, als nur zwei Jahre lang nach dem Börsengang. Das ist jetzt kein K.O.-Kriterium für Tonies, aber es ist in meinen Augen auch kein besonderes Zeichen für das aktuelle Management.
XPeng und Crashgefahr
HALLO HERR HEIBEL
ERLAUBEN SIE MIR BITTE ZWEI ANFRAGEN !
1 ) IST XPENG EINE RENTABLE INVESTITION ?
2 ) ES WIRD SPEKULIERT, DAS DIE AMERIKANER EINEN CRASH VERURSACHEN UM IHRE SCHULDEN ZU LIQUIDIEREN . SOLLTEN WIR UNSERE POSITIONEN VERKAUFEN UND CASH GENERIEREN ?
SONNIGE GRÜßE MICHA AUS FREIBURG
ANTWORT
XPeng ist ein chinesischer Autobauer, der eine Partnerschaft mit Volkswagen eingegangen ist. VW ist mit einem Anteil von 6% größter Eigentümer am Unternehmen. Mit den EV-Modellen P7, X9, G9 und G6 war der Erfolg in der Vergangenheit stark durchwachsen. Das Unternehmen muss sich auf dem chinesischen Markt behaupten und dort ist der Wettbewerb sowie auch der Preisdruck, groß. Die Absatzzahlen schwanken stark. In den vergangenen 8 Jahren wurde jedes Jahr mit Verlust abgeschlossen, 2026 soll erstmals ein kleiner Gewinn erwirtschaftet werden. Für mich ist das eine überaus spekulative Situation.
Die Bewertung auf Basis der Analystenerwartungen für 2027 ergibt ein EV/EBITDA von 20. Ab 2028 wird ein Gewinnwachstum (EBITDA) von 10% p.a. erwartet. Damit wäre der Kurs auf dem aktuellen Niveau fair. Also kurz gesagt: Ich denke, es gibt bessere Aktien :-)
Zu 2.: Das hört sich an wie eine Verschwörungstheorie. Und davon halte ich nicht viel. In meinen Augen durchlaufen wir derzeit bereits einen Crash, der sich von Sektor zu Sektor zieht. Es ist denkbar, dass am Ende dieser Sektor-Rotation auch nochmal der Gesamtmarkt ausverkauft wird. Aber wie bereits mehrfach erläutert: Ich fürchte keinen mit der Internetblase 2000 vergleichbaren Crash (2000 bis 2003), da die Protagonisten der KI (Hyperscaler) Investitionen aus Gewinn und Cashflow stemmen und nur einen sehr kleinen Teil finanzieren. Das war bei der Internetblase ganz anders, damals wurden Kredite für Augenpaare vergeben, selbst wenn es noch keinen Umsatz gab … geschweige denn Gewinn.
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8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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Stephan Heibel
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