Heibel-Ticker Free Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
21. Jahrgang - Ausgabe 08 (20.02.2026)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Spekulieren auf Kevin Warsh, drohender Militärschlag im Iran und US-Zölle sind rechtswidrig |
| 2. | So tickt die Börse: EZB öffnet sich Zentralbanken weltweit |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Starke Positionierung der Anleger erhöht Rückschlagsgefahr |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Spekulieren auf Kevin Warsh mit lang laufender Unternehmensanleihe |
| 5. | Update beobachteter Werte |
| Gute Q-Zahlen schützen nicht vor Ausverkauf, schwache Gewinnprognose belastet | |
| Boeing holt auf, Cashflow ermöglicht Schuldenabbau | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Spekulieren auf Kevin Warsh, drohender Militärschlag im Iran und US-Zölle sind rechtswidrig
Liebe Börsenfreunde,
Die heutige Ausgabe ist Kapitel-4-lastig ;-). Im Kapitel 4 habe ich zunächst die interessante Idee eines Heibel-Ticker Mitglieds verfolgt, lang laufende Anleihen von US-Unternehmen ins Portfolio zu holen, die von einer lockeren Zinspolitik des nominierten US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh profitieren würden. Es ist nicht so einfach, wir müssen die unterschiedliche Zinsentwicklung für kurz- und langlaufende Anleihen betrachten, sowie die Auswirkung auf den Wechselkurs berücksichtigen.
Systematisch gehe ich die einzelnen Themen durch und rechne aus, was sich lohnt, und was nicht. Ich habe mir viel Mühe gegeben, damit diese Gedankenschritte für jeden von Ihnen nachvollziehbar sind.
Dann haben wir noch den drohenden Militärschlag der USA in Kooperation mit Israel gegen den Iran. Ebenfalls in Kapitel 4 habe ich mutmaßliche Reaktionen unserer im Heibel-Ticker Portfolio befindlichen Aktien ausgearbeitet.
Und kaum war ich damit fertig, da erklärt das Oberste US-Gericht viele US-Zölle für rechtswidrig. Die Aktienmärkte, insbesondere Einzelhändler starteten heute Nachmittag eine Rallye. Die Auswirkung dieser Entscheidung auf unsere einzelnen Portfoliotitel habe ich ebenfalls analysiert.
Ein langes Kapitel 4 also. Ich hoffe, meine Gedanken sind für Sie gut verständlich ausgearbeitet.
Kapitel 2 behandelt die Entscheidung der EZB, Euro auch den Zentralbanken der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Zudem gibt es Gerüchte, EZB-Chefin Christine Lagarde könne ihr Amt vorzeitig zur Verfügung stellen. Ich erkläre, warum.
Zu meiner Bitcoin-Analyse der Vorwoche gab es im Netz Verständnisfragen. Am Ende von Kapitel 2 erkläre ich, wie KI-Agenten in der Kryptowelt Zahlungen austauschen können, und warum das in unserer Bankenwelt nicht funktioniert.
Die Sentimentanalyse in Kapitel 3 zeigt, dass unsere Umfrageteilnehmer stark auf steigende Kurse setzen. Die Rückschlagsgefahr ist daher groß. Doch zunächst wurde eine Rallye losgetreten. Ich analysiere, wie sich diese Sentimentverfassung in den kommenden zwei Wochen auflösen könnte.
Natürlich gibt es eine Reihe von Updates zu unseren Heibel-Ticker Portfoliotiteln in Kapitel 5. Im Wochenverlauf habe ich die Q-Zahlen von Palo Alto kommentiert und zu den Neubestellungen bei Boeing Stellung bezogen.
Die heutige Leserfrage beschäftigt sich mit der Qualität der Programmierleistung von Claude. Ist KI schon in der Lage, eigenständig zu programmieren? Und was bedeutet das für Geschäftsmodelle, die auf starke Programmierleistungen bauen? Meine Antwort dazu lesen Sie in Kapitel 6.
Natürlich gibt es wie immer eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: EZB öffnet sich Zentralbanken weltweit
DAX +1,3%, S&P 500 +0,4%. Europa ist weiterhin gefragt bei Anlegern. Diese Woche steuerte EZB-Chefin Christine Lagarde ihren Teil zu dieser Aufbruchstimmung bei. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz gab sie bekannt, dass künftig sämtliche Zentralbanken weltweit mit Euro versorgt werden. Dies gilt bis zu einem Höchstbetrag von 50 Mrd. Euro. Länder, die sanktioniert sind, sind natürlich ausgeschlossen.
Bislang gab es dieses Angebot nur für einige ausgewählte Zentralbanken Osteuropas. Der Rest der Welt wurde von den USA mit US-Dollar versorgt. Mit dieser Öffnung positioniert sich Europa also finanzpolitisch als Alternative zu den USA. Die verlässliche Verfügbarkeit des Euros für Länder wie Südafrika oder Vietnam positioniert im zweiten Schritt Europa für deren Wirtschaft als verlässlichen Partner. Derzeit dominiert der US-Dollar mit global über 50% an Währungsreserven das internationale Geschehen, gefolgt vom Euro mit 20%.
Dieser Schritt zeigt, welch wichtige Funktion die EZB für Europa hat. Umso wichtiger ist es, dass dieser wichtigen Institution eine verlässliche Person vorsteht. In Frankreich wird im April 2027 neu gewählt. Lagardes Amtszeit geht bis zum Oktober 2027. Mit dem "Rechtsruck" in Europa ist es nicht unwahrscheinlich, dass Macron seine Mehrheit in Frankreich verliert und der Rassemblement National den nächsten Präsidenten stellen wird. Dieser wird bei der Neubesetzung der EZB-Spitze mitsprechen.
2019 gab es einen (schmutzigen) Deal zwischen Deutschland und Frankreich: Lagarde bekam die EZB und Ursula von der Leyen wurde Präsidentin der EU. Es gibt bis heute viel Kritik an diesem Deal, da die Spitzen nicht gewählt, sondern durch Klüngel in die Ämter gehoben wurden. Das Volk war und ist bei diesen Entscheidungen nicht vorgesehen, auch wenn der Wahlkampf in der EU damals mit konkreten Personen geführt wurde.
Nun kommen Gerüchte auf, Lagarde könnte vorzeitig abtreten, um Merz und Macron zu ermöglichen, einen Nachfolger für die EZB zu nominieren, BEVOR in Frankreich neue Machtverhältnisse, gegebenenfalls anti-europäische Machtverhältnisse herrschen.
Hmm, das Timing der Ausweitung der globalen Euro-Versorgung ist beachtenswert. Die USA als ehemals verlässlicher Partner werfen immer mehr Fragen auf. Da ist es nur hilfreich, sich auch finanztechnisch von den USA zu lösen. Ein Wermutstropfen für all jene, wie auch mich, dass die Geldpolitik der EZB eben doch nicht völlig unpolitisch erfolgen kann.
Was ist sonst noch diese Woche passiert? Nun, die KI erobert ein Feld nach dem anderen, heute das Gebiet der Kollaborationssoftware: Atlassian gab diese Woche 9% ab. Amazon ist nun das Unternehmen mit weltweit dem höchsten Umsatz, damit wird Walmart abgelöst. Die Deutsche Bank und die Commerzbank führen die Liste der Wochengewinner mit +5% und +7% resp. an. In Europa stürmt ASML an die Spitze, da die vielen KI-Chips auf ASML-Maschinen gefertigt werden müssen und die Fertigungskapazität ausgeweitet werden muss. Am Ende des Eurostoxx 50 stehen Luxusmarken wie Hermes, Ferrari und EssilorLuxottica vor dem Hintergrund der drohenden Auseinandersetzung im Iran. Mehr dazu in Kapitel 4.
Heute entschied das Oberste Gericht in den USA, dass Trumps Erlass IEEPA rechtswidrig ist. Mit diesem Erlass verfügte Trump Zölle, ohne den Kongress einzubinden. Insbesondere Einzelhändler ziehen heute die Aktienmärkte nach oben, da sie künftig weniger Zölle zahlen müssen. Vielleicht werden die in den vergangenen Monaten gezahlten Zölle sogar rückabgewickelt.
Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes vor diesem Hintergrund im Wochenvergleich entwickelten:
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 20.2., 20:14 Uhr | Woche Δ | Σ '26 Δ |
| DAX | 25.261 | 1,4% | 3,1% |
| S&P 500 | 6.910 | 0,5% | 0,9% |
| Nikkei | 56.826 | -0,2% | 12,9% |
| Shanghai A | 4.660 | 0,0% | 0,7% |
| Euro/US-Dollar | 1,18 | -0,8% | 0,3% |
| Euro/Yen | 182,66 | 0,7% | -0,5% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,09% | 0,03 | -0,08 |
| Umlaufrendite Dt | 2,66% | -0,04 | -0,12 |
| Feinunze Gold | $5.070 | 1,0% | 17,4% |
| Fass Brent Öl | $71,76 | 5,6% | 17,9% |
| Kupfer | $12.809 | -0,5% | 3,1% |
| Baltic Dry Shipping | $2.019 | -3,6% | 7,6% |
| Bitcoin | $67.724 | -1,8% | -22,9% |
In Finanzforen wird diskutiert, warum KI-Agenten denn nicht einfach Euro und US-Dollar für Zahlungen nutzen. Das hätte noch den Vorteil, Preisschwankungen zu vermeiden. In dieser Überlegung stecken gleich zwei Missverständnisse.
Zum einen können KI-Agenten kein Bankkonto eröffnen. Banken können nur Konten für Menschen eröffnen. Die Menschen müssen sich ausreichend legitimieren. Was also, wenn ein Mensch seinem KI-Agenten Zugriff auf sein Bankkonto gewährt? Nun, Transaktionen im Bankensystem sind ungleich träger. Das 24/7 der Kryptowelt gibt es dort nicht. Zudem kann das Zahlungsnetzwerk der Banken (bspw. Swift) politisch beeinflusst werden (Sanktionen). Das funktioniert bei Zahlungen, die vollständig zwischen den beiden betroffenen Entitäten (KI-Agenten) abgewickelt werden können, nicht so. Ist die Transaktion nach wenigen Sekunden abgeschlossen, dann ist die Zahlung verlässlich geflossen.
Das Problem der Preisschwankungen der Kryptowährungen kann man ebenfalls leicht umgehen, indem man Zahlungen in Stablecoins vornimmt, wie bspw. dem USDC oder EURC von Circle, oder dem USDT (Tether). Diese Krypto-Stablecoins sind in ihrem Wert 1 zu 1 an die zugrunde liegende Währung gekoppelt.
Ich bleibe also bei meiner in Kapitel 4 des Heibel-Tickers der Vorwoche formulierten Erwartung, dass der nächste Krypto-Hype, der sich dann sicherlich auch erneut auf den Bitcoin ausweiten wird, durch KI-Agenten ausgelöst wird.
3. Sentiment: Starke Positionierung der Anleger erhöht Rückschlagsgefahr
Es gab in der abgelaufenen Woche keine konkreten Ereignisse, die Anlass zu Optimismus an den europäischen Finanzmärkten auslösen würden. Doch irgendwie war die besser als erwartet abgelaufene Münchener Sicherheitskonferenz dann doch Balsam für die geschundene europäische Seele. Und mit einem neuen Selbstbewusstsein positioniert sich die EZB im globalen Finanzsystem als Stabilitätsanker neben der US-Notenbank. Dies reichte bereits aus, um DAX und Eurostoxx nach oben zu treiben.Unsere Umfrageteilnehmer warfen die zuvor über Wochen negative Grundstimmung ab, unser Sentimentindex steigt von -0,5 auf +0,7.
Auch die starke Verunsicherung der Vorwoche (-2,8) konnte abgeschüttelt werden. Die Selbstgefälligkeit steigt diese Woche auf ein neutrales Niveau von -0,1.
Parallel zum steigenden DAX steigt auch die Zukunftserwartung für weiter steigende Kurse auf einen Wert von +1,3 an (Vorwoche 0,9). Das deutet darauf hin, dass Anleger deutlich verbesserte Rahmenbedingungen wahrnehmen. Ich habe eingangs erläutert, was das sein könnte, bin jedoch überrascht von der Intensität.
Die Investitionsbereitschaft bleibt mit 1,6 auf einem moderat hohen Niveau.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger schwingt diese Woche auf ein neutrales Niveau bei nur noch -7 zurück. Dabei wurde die Woche mit einem bullischen Impuls gestartet, der Optimismus wurde jedoch vor dem Hintergrund der drohenden Iran-Auseinandersetzung schnell wieder aufgelöst.
Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex notiert bei 1,11 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Institutionelle Anleger sind also tendenziell eher long positioniert. Auch hier ist ein moderater Optimismus zu sehen.
Für den S&P 500 zeigt das Put/Call-Verhältnis an der CBOE mit einem Wert von 0,7 eher eine neutrale Verfassung an.
Die Investitionsquote der US-Fondsmanager bleibt mit 83% auf einem neutralen, eher niedrigen Niveau.
Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -2%punkten. 35% Bullen stehen 37% Bären gegenüber. In den USA befinden sich die Bären seit vier Wochen auf dem Rückzug.
Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 40 moderate Angst an.
Interpretation
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4. Ausblick: Spekulieren auf Kevin Warsh mit lang laufender Unternehmensanleihe
Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Investmentideen, Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.
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5. Update beobachteter Werte
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6. Leserfragen
Grenzen von Claude
Hallo Herr Heibel,
ich habe Probleme mit Ihrer Aussage:
"Anthropic veröffentlichte eine verbesserte Claude-Version, die inzwischen sehr verlässlich Programmieraufgaben übernehmen kann."
Es ist nur dann richtig, wenn es wirklich genau so gemeint ist, wie es dort steht ;-) (Ich frage mich aber, ob es die Mehrheit Ihrer Leser so versteht....)
Ja, es gibt PROGRAMMIER-aufgaben, die Claude gut lösen kann.
Aber:
Claude macht auch Fehler. Damit kann ich "sehr verlässlich" nicht zustimmen. Claude scheitert regelmäßig (!) bei der ENTWICKLUNG von nur mittelgroßer Software.
Letztlich ist es so wie bei KI-Chats: Ich habe noch keine Chatausgabe einer der großen KIs gesehen, die grammatikalisch falsch war. Analogon zu Software: Die generierten Programme sind syntaktisch korrekt (zumindest bei gängigen Programmiersprachen). Genau wie bei "normalen" Chats gilt aber: Es sind INHALTLICHE Fehler drin und die KIs generieren gerne mehr Ausgabe (= Sourcecode) als eigentlich gefordert. Mehrausgabe bei Chats können sie ignorieren, den zusätzlichen Code haben Sie aber in der Software mit unabsehbaren Konsequenzen.
All das erfordert eine penible (!) Kontrolle und Korrektur der Ergebnisse (= des Source Codes). Das ist aber ein echtes Problem, wenn man dies in KI-generierten Code tun muss, denn die KI (zumindest Claude) abstrahiert nicht.
Nach 8 Wochen intensiven Testens von Claude (Opus4.5 und 4.6) bin ich zunehmend enttäuscht.
Ich nutze Claude immer mehr nur noch als Ideenlieferant bzw. für monkey work.
Trotzdem hilfreich !! Aber bei weitem keine Replacement für Softwareentwickler.
ich möchte noch etwas zu Claude Opus 4.6 schreiben: Anthropic selbst sagt zu diesem Modell: Wir wissen nicht, ob es die auferlegten Regeln einhalten wird. (Ob die KI "aligned" ist).
Das liegt u.a. daran, dass bei dieser AI das Posttraining (bisher u.a. menschliches Feedback) und die Evaluierungsinfrastruktur (zur Feststellung des Alignments) von der AI selbst gemacht bzw. intensiv unterstützt wurde. Das alles geschah aus Zeitdruck. Quelle für diese Aussagen ist Anthropic selbst. Hier steht auch, dass Opus4.6 meistens merkt, wenn es gestestet wird (auf Alignment). Erinnert mich an die Abgastest-Schumeleien von Volkswagen!
Wenn man mehr Auto-Analogie möchte könnte man sagen: Hier hast Du unser neues Automodell. Wir können nicht sagen, ob Steuerung und Bremsen funktionieren, aber Du kannst gerne eine Probefahrt machen.
Es geht wirklich nicht nur um Sicherheit. Man hat in der Praxis großen Aufwand damit, Claude auf Linie zu bringen. Gilt aber auch für Opus4.5.
Mit freundlichen Grüßen
Oliver aus Dormagen
ANTWORT
Herzlichen Dank für den gehaltvollen Einblick in die Praxis. Da gibt es noch viel zu tun, das ist mir bewusst und daher habe ich die Formulierung gewählt, dass „Aufgaben“ übernommen werden können. Mir ist bewusst, dass das Ergebnis nicht ungetestet verwendet werden kann - ich nehme dann, das ist ähnlich der Chat-KI, die ich auch für Ideen nutze, nicht aber zum Analysieren, vielleicht noch für Formulierungsvorschläge.
Doch für die Aktienbewertungen spielt der aktuelle Stand der Entwicklung nur eine untergeordnete Rolle: Die Probleme wird man in den Griff bekommen, egal ob in einem oder in fünf Jahren. Die Aktien werden aber heute schon so bewertet, als würde die KI funktionieren. Wie lange genau es dauert, bis bestimmte Aufgaben „verlässlich“ übernommen und von der KI selbst überprüft werden können, kann niemand sagen. Aber es ist eher eine Frage von wenigen Jahren. Und wer möchte eine Aktie danach bewerten, was das Unternehmen noch in der „Übergangszeit“ erwirtschaften kann, wenn das Geschäftsmodell ein Auslaufmodell ist?
Also: was genau kann die KI auch in 10 Jahren nicht übernehmen? Da geht es um die individuellen Unternehmensdaten, die nicht in allgemeine KI-Modelle gespeist werden dürfen. Da geht es um moralisch und teilweise aus dem Bauchgefühl heraus gesetzte Schwerpunkte, die nicht von der KI gesetzt werden sollen. Da geht es um Kreativität und um Eigenantrieb. Wir müssen bei unseren Unternehmen schauen, was übrig bleibt.
7. Übersicht HT-Portfolio
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
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Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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Stephan Heibel
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