Heibel-Ticker 26/9 - Unendlich viele Updates: Nvidia, Allianz, Dell, Salesforce, u.v.m.

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Heibel-Ticker Free Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 09 (27.02.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Unendlich viele Updates: Nvidia, Allianz, Dell, Salesforce, u.v.m.
2.So tickt die Börse: Flucht in sichere Häfen
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Anleger sind vorbereitet für Ausverkauf
 - Interpretation
4.Ausblick: Marktmeinung versus Unternehmensanalyse
5.Update beobachteter Werte
 Solide Zahlen unserer Dividendenaktie
 Dell begeistert durch hohen Auftragseingang, Dividenden- und Aktienrückkauferhöhung, Aktie +21%
 CagriSema in Vergleichsstudie mit Eli Lillys Tirzepatid gescheitert
 Vorläufige Jahreszahlen durchwachsen
 Solide Zahlen reichen für Kurssprung
 Nachkaufen: Solide Zahlen, gigantischer Aktienrückkauf, aber schwacher Auftragsbestand
 Q-Zahlen zeigen, wie günstig die Aktie bewertet ist
 Erneute positive Überraschung und konservativer Ausblick, Stopp-Loss einziehen
 Anleger sind vom großen Risikopuffer bei soliden Zahlen begeistert
6.Leserfragen
7.Übersicht HT-Portfolio
8.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
9.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Unendlich viele Updates: Nvidia, Allianz, Dell, Salesforce, u.v.m.



Liebe Börsenfreunde,

Anleger flüchten in die sicheren Häfen, Risiko-Werte werden weiterhin, wie schon seit Oktober, ausverkauft. In Kapitel 2 zeige ich, was dies bedeutet.

Die Stimmung entwickelt sich vor diesem Hintergrund erstaunlich gut, wobei Anleger sich gleichzeitig vorbereiten, im Falle eines Rücksetzers nachzukaufen. Wie sich diese Sentiment-Verfassung vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe gegen den Iran auswirken kann, interpretiere ich in Kapitel 3.

Der Ausblick auf die kommende Woche kann kaum pauschal abgefasst werden, denn die moderaten Bewegungen der Marktindizes verdecken die teils heftigen Bewegungen von Einzelaktien und einzelnen Sektoren in diesen Tagen. In Kapitel 4 schaue ich, wie wir uns auf die nächsten Wochen vorbereiten können.

Unendlich viele Unternehmen unseres Heibel-Ticker Portfolios haben diese Woche Quartalszahlen veröffentlicht. Da bin ich umgefallen. Okay, wenn ich wieder aufstehe und dabei auch das Unendlich-Zeichen wieder aufrichte, ergibt es eine 8. Also nochmal: 8 Unternehmen aus unserem Heibel-Ticker Portfolio berichteten diese Woche Q-Zahlen. Ich habe alle Quartalsberichte inklusive der Analystencalls analysiert und für Sie bereits im Wochenverlauf als Update verschickt. In dieser Ausgabe finden Sie alle 8 Updates in Kapitel 5.

Diese Woche fragten mich Heibel-Ticker Mitglieder nach meiner Meinung zu Linde und zu AppLovin. Meine Antworten lesen Sie in Kapitel 6.

Wie immer gibt es die tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Flucht in sichere Häfen



An den Finanzmärkten suchen Anleger die sicheren Häfen. Wochengewinner im DAX sind die Deutsche Börse, E.On, RWE, Vonovia, Deutsche Telekom, Hannover Rück und Münchener Rück. Ich denke, defensiver geht's nicht mehr.

Der Goldpreis steigt diese Woche um 4% auf 5.278 USD/Oz und nähert sich damit schon wieder dem Allzeithoch vom Januar bei 5.050 USD/Oz. Auch Silber und Kupfer springen wieder an, ganz zu schweigen vom Ölpreis, der aufgrund der Spannungen im Nahen Osten mit 72,48 USD/Fass WTI auf das höchste Niveau seit 9 Monaten steigt.

Auch Anleihen werden als sicherer Hafen gesucht. Sowohl in den USA, als auch in Deutschland, sinken die Renditen der Staatspapiere. Die 30 Jahre laufenden US-Anleihen entfernen sich mit einer Rendite von aktuell 4,61% von der gefährlichen 5%-Marke. 10 Jahre laufende US-Papiere sinken sogar unter 4%. In Deutschland sinkt die Rendite für Kurzläufer (2 Jahre) bereits unter 2%.

Herrliche Finanzierungsbedingungen für die exorbitant hohen KI-Investitionen, würde man meinen. Doch das sehen Anleger anders. Jede Woche, fast jeden Tag, kommen neue Zweifel an irgendwas auf. Zunächst zweifelte man an der Zukunftsfähigkeit der Softwarebranche, dann der Finanzbranche, dann an der Zunft der Steuerberater, etc.

Nun hat man den Flaschenhals der KI-Revolution fest ins Auge genommen: Energie. Nächste Woche kommen die CEOs der Hyperscaler nach Washington und werden Donald Trump versprechen, die erforderliche Stromversorgung für ihre KI-Rechenzentren eigenständig zu beschaffen, ohne dass dadurch der nationale Strompreis nach oben getrieben wird.

Am stärksten werden, so die Meinung vieler Anleger, die KI-Protagonisten unter dem Flaschenhals der Stromversorger leiden. Somit wurden auch diese Woche die Aktien der KI-Unternehmen ausverkauft: Nvidia -4%, LaM Research -2%, Oracle -3%, Microsoft -2%.

Wenn dann ein Unternehmen wie Dell herausragende Zahlen veröffentlicht, aus denen abzulesen ist, dass sich die KI-Revolution trotz des Flaschenhalses in der Stromversorgung weiter beschleunigt, dann wird die Aktie von Dell um 21% nach oben gejubelt, der Rest der Branche kann davon aber nicht profitieren.

Ich deute dieses Muster weiterhin so, dass wir uns in einer heftigen Korrektur befinden, in der alle KI-Aktien auf ein niedrigeres Bewertungsniveau gezogen werden - aus Angst vor einer Verlangsamung des Wachstums. Wenn nun ein Unternehmen nach dem anderen Zahlen vorlegt, die dieses widerlegen, dann werden diese Zahlen lediglich für dieses Unternehmen akzeptiert ... und auch nur für wenige Tage. Danach setzt sich die Skepsis wieder durch.

Gleichzeitig klettern Industrieaktien kräftig nach oben, auch Pharma und Biotechaktien laufen gut. Rohstoffunternehmen sind ebenfalls derzeit sehr gefragt und selbst der Einzelhandel profitiert in diesen Tagen. Die Indizes spiegeln die teils heftigen Bewegungen in Einzeltiteln oder in ganzen Sektoren nicht wider. Unterm Strich bleibt eine moderate Bewegung und ob das + oder - 0,5% ausmacht, ist dann eher Zufall.

Es wird Kapital aus den High-Flyern des vergangenen Jahres abgezogen und in andere Sektoren gesteckt. Dieser Prozess hat bereits Ende des vergangenen Jahres begonnen und zieht sich nun schon seit vier Monaten dahin. In meinen Augen ist das ein Crash des Technologiesektors, mit dem die Bewertungen in diesem Sektor deutlich zurückgeholt werden.

Tech-Unternehmen, die für gewöhnlich mit ihren Kunden 2- oder 3-Jahresverträge abschließen, sehen nun bei ihren Kunden große Fragezeichen im Gesicht: Wie sieht unsere Welt in zwei Jahren aus? Was wird alles von der KI-Revolution erfasst? Welche Branchen, welche Jobs, welche Geschäftsmodelle wird die KI für sich entdecken? Fast täglich veröffentlicht Anthropic ein neues, branchenspezifisches KI-Modell. Bei so viel Ungewissheit werden derzeit seitens der Kunden Verträge nur für kürzere Laufzeiten, vielleicht ein Jahr, abgeschlossen.

So ist zu erklären, dass die Geschäftszahlen der Unternehmen keine Verlangsamung zeigen, aber die Unternehmensprognosen vorsichtiger werden. Und da an der Börse die Zukunft gehandelt wird, werden die vorsichtigen Prognosen direkt in reduzierte Erwartungen umgewandelt, die Aktien sind nach unseren etablierten Bewertungsmaßstäben dadurch einfach weniger wert.

Somit sehen wir derzeit einen Crash der Technologieaktien, während das frei werdende Kapital in anderen Branchen eingesetzt wird und dadurch einen Crash der Indizes verhindert.

Wie lange dieser Prozess noch anhalten kann und wie er enden könnte, bespreche ich in Kapitel 4. Schauen wir nun zunächst auf die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES28.2., 13:27 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX25.284 0,1%3,2%
S&P 5006.879 -0,4%0,5%
Nikkei58.850 3,6%16,9%
Shanghai A 4.711 1,1%1,7%
Euro/US-Dollar1,180,2%0,6%
Euro/Yen184,360,9%0,4%
10-Jahres-US-Anleihe3,94%-0,15-0,23
Umlaufrendite Dt2,62%-0,04-0,16
Feinunze Gold$5.279 4,1%22,2%
Fass Brent Öl$72,87 1,5%19,8%
Kupfer$13.344 4,2%7,4%
Baltic Dry Shipping$2.140 6,0%14,0%
Bitcoin$63.986 -5,5%-27,1%



Der Bitcoin ist nach wie vor ein Anlageort, in dem sich Spekulanten tummeln. Wenn wir also einen Crash im Technologiesektor sehen, dann fällt auch der Bitcoin. Es gibt keinen "Bewertungsmaßstab" für den Bitcoin, daher sind die Schwankungen in diesem Markt so groß. Und da dieser Markt noch kaum reguliert ist, gibt es dort inzwischen auch heftige Liquidationen: Bitcoin-Verkäufe von Spekulanten, die auf Kredit gezockt haben und nun bis zum Hals im Wasser stehen ... oder sogar schon unter Wasser sind.

Um 28% ist der Bitcoin in den ersten zwei Monaten des Jahres bereits gefallen. Ich habe mir zurecht gelegt, dass der Bitcoin mindestens bis Oktober unter Druck bleiben wird. Der Löwenanteil des Kurseinbruchs dürfte jedoch hinter uns liegen.




3. Sentiment: Anleger sind vorbereitet für Ausverkauf



Umfrage Seit Jahresbeginn zeigen die moderaten Bewegungen der Aktienindizes nicht die starken Kursbewegungen in einzelnen Aktien oder auch Sektoren. So geht der DAX diese Woche fast unverändert mit +0,1% aus dem Rennen, während der S&P 500 0,4% abgibt.

In Deutschland sorgte das Urteil des Obersten US-Gerichtshofs, mit dem viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt wurden, für Genugtuung, auch wenn die Trump-Administration in Windeseile Ersatzzölle verhängt hat. Die Verhandlungsposition der Europäer wurde gestärkt, auch wenn vorerst wieder neue Pauschalzölle verhängt wurden.

Das Anlegersentiment steigt diese Woche auf +1,5 an. Auch die Selbstzufriedenheit klettert moderat auf +0,6.

Doch so ganz wohl fühlen sich unsere Umfrageteilnehmer nicht. Die Zukunftserwartung fällt auf ein neutrales Niveau von nur noch +0,2. Offensichtlich sieht man kaum mehr Gründe für weiter steigende Kurse.

Dennoch bleibt die Investitionsbereitschaft mit +1,6 auf einem moderat positiven Niveau. Man kann das so erklären, dass Anleger vielleicht auf einen Kursrücksetzer spekulieren, um dann zu niedrigeren Kursen einzukaufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -16 eine moderate Absicherungstätigkeit an. Auch hier überwiegt offensichtlich die Erwartung fallender Kurse.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex notiert mit 1,5 im neutralen Bereich. Auch in den USA zeigt das Put/Call-Verhältnis für Equities an der CBOE mit +0,75 eine neutrale Verfassung an.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager fällt diese Woche auf nur noch 75% (-8%punkte zur Vorwoche), das niedrigste Niveau seit April letzten Jahres, als Donald Trump die "Liberation-Zölle" ausrief.

Die Bulle/Bär-Differenz fällt auf -7%punkte, 33% Bullen stehen 40% Bären gegenüber.

Der Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 43% eine nur moderate Angst an.

Interpretation



Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.

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Unser Give & Take-Prinzip: Wenn Sie an der wöchentlichen und nur 2 Minuten dauernden animusX-Umfrage (Do-Sa) teilnehmen, erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse inklusive der Interpretation weiterhin kostenfrei. Die animusX Sentiment-Ergebnisse werden zusätzlich noch mit umfangreichen Charts an alle Teilnehmer verschickt, damit Sie auch eigene Schlussfolgerungen daraus ableiten können.

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4. Ausblick: Marktmeinung versus Unternehmensanalyse



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5. Update beobachteter Werte



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6. Leserfragen





Linde nach einem Jahr zurück auf Höchstkursen


Hallo Herr Heibel,

ich hatte den Absprung aus Linde damals leider verpasst.
Seit dem Tief am 10.12.2025 geht der Kurs nun wieder stramm nach Norden und nähert sich den Allzeithochs aus 2024/2025.
Sie haben sich seitdem 2x konkreter zu Linde geäußert. (s.u.)
Läuft Linde nun wieder in eine Überbewertung hinein und es ist ein guter Zeitpunkt zu verkaufen?
Oder ist Linde angemessen bewertet und man kann ruhig an dem "Geschäft, das wie ein Schweizer Uhrwerk läuft" festhalten?

Vielen Dank und
Mit freundlichen Grüßen

Daniel aus Essen

ANTWORT
Die Gewinnerwartung für Linde ist zum Jahreswechsel kräftig angesprungen. Analysten werden optimistischer, was die Zukunft von Linde betrifft. Für das laufende erste Halbjahr 2026 waren die Konjunkturaussichten verhalten und Analysten senkten vor einem halben Jahr reihenweise ihre Gewinnerwartungen. Die schwache Konjunktur ist nun Realität, doch das Management von Linde zeigt, dass trotzdem das Gewinnniveau und der freie Cashflow gehalten werden können. Das wiederum veranlasste Analysten, ihre Erwartungen wieder etwas nach oben zu korrigieren, die Aktie steigt nun wieder.

Es ist genau diese Verlässlichkeit von Linde, die diese Aktie zu einem Blue-Chip machen, der langfristig im Portfolio bleiben kann. Die Bewertung ist immer hoch, wenn wir mal von der kurzen Ausnahme zum Jahreswechsel absehen. Wir hatten die Aktie vor einem Jahr auf dem heutigen Kursniveau mit kleinem Gewinn verkauft. Damals liefen wir auf den Liberation Day zu und ich strich international aufgestellte Unternehmen im Vorfeld aus unserem Portfolio. Zu Recht, denn erst heute erreicht die Aktie wieder das Kursniveau von damals.

Wirklich viel günstiger ist die Aktie aber dennoch nicht geworden. Das EV/EBITDA steht nun bei 18, der langjährige Durchschnitt liegt bei 17. Wenn Sie eine Aktie suchen, die Sie in den kommenden fünf Jahren nicht anschauen möchten, dann ist Linde geeignet. Doch zwischenzeitlich kann es immer mal wieder zu Schwankungen kommen, da gerade internationale Geschäftsmodelle derzeit immer wieder von externen Einflüssen belastet werden.


AppLovin mit Bilanzierungsunregelmäßigkeiten


Hallo Herr Heibel,

einfach nur ein spontanes Feedback : Ich bin nach Ihrem Hinweis auf die Spekulation eingestiegen und fand die präsentierten Zahlen dann auch wunderbar - dann kam der Ausverkauf der Aktie am Donnerstag vor einer Woche, wobei ich unterwegs war und erst am Abend Ihre Verkaufsempfehlung sah ... bei dem dann erreichten sehr tiefen Kurs habe ich dann nicht mehr verkauft.

In dieser Woche hat die Aktie den Absturz wieder aufgeholt und steht jetzt um 10.40 Uhr bei 376 Euro ! Interessant dabei die Dynamik der letzten Tage ! Es wäre toll, wenn Sie die Bewegungen der Aktie im Wochenendbriefing noch einmal aufnehmen könnten.

Ich denke aktuell darüber nach meine noch gehaltene Position mit einem Limit abzusichern - was meinen Sie ?

Gruß, Stephan aus Hamburg

ANTWORT
Am Freitag wurde die US-Börsenaufsicht SEC gefragt, ob die Untersuchungen zu den Vorwürfen der Bilanzierungsunregelmäßigkeiten gegen AppLovin noch laufen würden, oder ob sie bereits eingestellt seien. Die SEC antwortete, dass die Untersuchungen noch laufen würden und umgehend brach AppLovin erneut auf seine Jahrestiefs ein. Sind das also nun Kaufkurse oder nicht?

Nun ist das Kind also bereits in den Brunnen gefallen, ich würde nun sofort ein Stop Loss setzen und auf eine Erholung warten. Sollte sich die Aktie erholen, würde ich den Stop Loss sukzessive nachziehen. Es gibt eine Börsenregel, die zu den wenigen gehört, die ich gerne befolge: Bilanzierungsunregelmäßigkeiten = Verkaufen. Wir haben keinerlei Einblick in die Bilanz von AppLovin und aus Wirecard-Zeiten wissen wir, dass selbst Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden nicht alles sehen, so dass zuletzt sogar eine Übernahme der Deutschen Bank durch Wirecard diskutiert wurde. Wie können wir Privatanleger uns da eine Meinung zu den Vorwürfen gegen AppLovin zutrauen?

Also: für mich ist AppLovin bis auf weiteres kein Thema mehr. Wenn die Untersuchungen der SEC eingestellt werden sollten, schaue ich mir die Aktie vielleicht wieder an.




7. Übersicht HT-Portfolio



Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.

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8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



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Stephan Heibel
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