Heibel-Ticker PLUS 26/10 - Unser diversifiziertes Portfolio federt Ausverkaufswelle gut ab

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Heibel-Ticker PLUS Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 10 (06.03.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Iran-Konflikt führt zu kurzem Ausverkauf
2.So tickt die Börse: Ausverkauf startete in Südkorea, endete schnell
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Mal wieder Panik
 - Interpretation
 - Fazit
4.Ausblick: Unser diversifiziertes Portfolio federt Ausverkaufswelle gut ab
5.Update beobachteter Werte: Capital One Financial, Holcim, Allianz
 - Capital One Financial: Verkauft: Stopp Loss bei 162€ wurde gezogen
 - Holcim: Nachkaufen, Position voll machen
 - Allianz: Nachkaufen, Position wieder auffüllen
6.Leserfragen
7.Übersicht HT-Portfolio
8.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
9.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Iran-Konflikt führt zu kurzem Ausverkauf



Liebe Börsenfreunde,

Ihr Autor war diese Woche in Rom, daher fällt die heutige Ausgabe etwas kürzer aus. in Kapitel 2 beschreibe ich kurz die unterschiedlichen Bereiche, die vom Ausverkauf dieser Woche erfasst wurden.

Wie vor einer Woche aus der Sentimentumfrage abgeleitet, dauerte der Ausverkauf dieser Woche nur sehr kurz. Entsprechend ist die Stimmung nun im Keller, aber der Zukunftsoptimismus ist stark angesprungen. Was dies für die kommenden Tage bedeutet, analysiere ich für Sie in Kapitel 3.

Unser Heibel-Ticker Portfolio segelte nahezu unbeschadet durch diese turbulente Woche, da wir eine ganze Reihe der wenigen Titel im Portfolio halten, die diese Woche gegen den allgemeinen Trend profitieren konnten. In Kapitel 4 zeige ich, welche Titel das sind. Außerdem untersuche ich, wie wir uns in den kommenden ein bis zwei Wochen am besten verhalten sollten.

Gleich zum Beginn der Woche fand der Ausverkauf statt. Einer unserer Titel wurde ausgestoppt, zwei andere haben wir nachgekauft. Die Details dazu lesen Sie in Kapitel 5.

Leserfragen habe ich zu Samsung beantwortet: Der südkoreanische Konzern war schon vor dem Ausverkauf dieser Woche attraktiv. Auch Gerresheimer habe ich mir mal wieder angeschaut. Zudem fragt mich ein Mitglied nach Silber-ETCs. Alle Antworten dazu lesen Sie in Kapitel 6.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Portfolio in Kapitel 7.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Ausverkauf startete in Südkorea, endete schnell



Beiersdorf -21%, Merck, Bayer und Brenntag -13%, BMW, VW und Continental -11% bis -13% und die Deutsche Bank und die Commerzbank -11%: der DAX bricht diese Woche um 6,7% ein, stärker als seine US-Kollegen. Der Grund liegt in der starken Energieabhängigkeit Deutschlands. Hohe Energiepreise belasten die deutsche Konjunktur, globale Spannungen belasten den ehemaligen Exportweltmeister ohnehin überproportional.

Mit grünem Vorzeichen konnte lediglich die Deutsche Börse die Woche beenden, die natürlich von der gestiegenen Handelsaktivität profitiert, sowie SAP. Der Softwarekonzern war seit Jahresbeginn überproportional ausverkauft worden, weil Trader die Idee spielten, KI könne Software ersetzen. Ich habe mehrfach widersprochen und nun sehen wir, dass gerade Softwaretitel wie SAP, Salesforce, ServiceNow, Adobe, etc. wieder gesucht sind. Deren Bewertungsniveaus sind inzwischen einfach zu niedrig, um sie zu ignorieren.

Im S&P 500 sind anderen Unternehmen betroffen: Norwegian Cruises und Carnival Corp., sowie Southwest Airways verloren je rund 18%, da Menschen in Krisenzeiten ungern in den Urlaub fahren, schon gar nicht auf Kreuzfahrtschiffen, die durch den Nahen Osten schippern.

Aber auch die ehemaligen Highflyer SanDisk, Corning, Ciena und On Semi gaben 14% bis 17% ab, weil Anleger in Krisenzeiten risikoarme Titel suchen.

Auf der Gewinnerseite steht Intuit (+17%), der Anbieter von Steuersoftware. Genau wie die oben genannten Softwareunternehmen war auch Intuit ausverkauft worden, weil Anleger der KI bessere Steuerkenntnisse zusprechen als dem Traditionsunternehmen. Auch AppLovin (+15%) und Workday (+11%) sind auf der Gewinnerliste zu finden.

Besonders stark wurde diese Woche der südkoranische Aktienmarkt ausverkauft. Der dortige Aktienindex Kospi verlor allein am Dienstag 12%. Korea bezieht 70% des Ölbedarfs aus dem Nahen Osten, alles wird durch die Straße von Hormus transportiert. Doch der Ausverkauf ist auch deshalb so heftig, weil der Kospi zuvor in einer heißen Spekulationsphase besonders stark nach oben gejubelt wurde.

Aus Südkorea wurden viele Margin-Calls berichtet, die am Dienstag zu dem heftigen Ausverkauf beitrugen. Als sich dies an den anderen Finanzmärkten herumsprach, wurden viele andere Märkte in Mitleidenschaft gezogen.

Schauen wir mal, wie sich diese Ausverkaufswoche auf die wichtigsten Indizes ausgewirkt hat.

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES6.3., 22:00 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX23.591 -6,7%-3,7%
S&P 5006.738 -2,0%-1,6%
Nikkei55.621 -5,5%10,5%
Shanghai A 4.660 -1,1%0,7%
Euro/US-Dollar1,16-1,7%-1,2%
Euro/Yen183,24-0,6%-0,2%
10-Jahres-US-Anleihe4,14%0,20-0,02
Umlaufrendite Dt2,79%0,170,01
Feinunze Gold$5.153 -2,4%19,3%
Fass Brent Öl$92,43 26,8%51,9%
Kupfer$12.902 -3,3%3,9%
Baltic Dry Shipping$2.138 -0,1%13,9%
Bitcoin$68.101 6,4%-22,4%



Der Ölpreis springt diese Woche um nahezu 30% an. Auch der Bitcoin kann diese Woche zulegen. schauen wir mal, wie sich die angespannte Situation auf die Stimmung der Anleger auswirkt.




3. Sentiment: Mal wieder Panik



Umfrage Mag sein, dass der Ölpreis aufgrund des Iran-Konflikts weltweit anspringt. Brent Öl in Europa springt diese Woche um knapp 30% auf 94 USD/Fass, das amerikanische Trude Oil springt ebenfalls um 30% auf 92 USD/Fass. Doch der Gaspreis ist viel stärker vom lokalen Angebot und Nachfrage bestimmt, und hier zeigt sich der Unterschied zwischen den USA und Europa. In den USA steigt der Gaspreis diese Woche moderat um 7%, in Europa hingegen schießt der Preis um 60% nach hoben.

Aus Angst vor den belasteten Auswirkungen auf die Konjunktur wird das Kapital aus Europa abgezogen und fehlt an den Aktienmärkten. So fällt der DAX diese Woche um 6,7%. In den USA ist man da deutlich entspannter, der S&P 500 gibt diese Woche nur 2% ab.

In der Folge fällt der Euro gegenüber dem US-Dollar um 1,8% auf ein Jahrestief bei 1,16 USD/EUR.

Insbesondere am Dienstag dieser Woche war zeitweise Panik an den Aktienmärkten zu sehen. Liquidationen führten zu einem sich beschleunigenden Ausverkauf, der VDAX stieg in Richtung 25. Im weiteren Wochenverlauf erreichte er noch 28, was in der Vergangenheit häufig schon einen Extremwert darstellte, dem dann eine Erholung an den Aktienmärkten folgte. Schauen wir mal, wie sich das Sentiment diese Woche darstellt.

Unser Anlegersentiment fällt diese Woche auf den Extremwert von -5,3. Wir müssen also von Angst und Panik sprechen, wenn wir die Stimmung unter Anlegern beschreiben.

Auch die Selbstzufriedenheit unserer Umfrageteilnehmer rauschte in den Keller. Der Wert von -6,6 zeigt maximale Verunsicherung an.

Wie zum Trotz steigt die Zukunftserwartung auf ein bullisches Niveau von +2,8. An ein Fortsetzen des Ausverkaufs glauben also die wenigsten Anleger. Im Gegenteil, man betrachtet den Kurseinbruch als grundlosen Rückschlag.

Und diesen wollen viele Anleger zum Kaufen nutzen. Die Investitionsbereitschaft steigt diese Woche auf +3,6, der höchste Wert seit zweieinhalb Jahren.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger steigt diese Woche auf 34 und signalisiert ebenfalls die bullische Einstellung der Anleger. Es werden überwiegend Long-Spekulationen eingegangen, also Spekulationen auf steigende Kurse.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex steigt diese Woche auf 1,9 und zeigt, dass institutionelle Anleger, anders als die obigen Privatanleger, aktuell eher Put-Absicherungen kaufen. Zwar werden hier noch keine Extremwerte erreicht, aber dieser Indikator notiert am oberen Bereich der Bandbreite, die als "normal" bezeichnet werden kann.

In den USA sieht es ganz ähnlich aus, das Put/Call-Verhältnis für Equities an der CBOE steigt diese Woche auf 0,79.

US-Fondsmanager steigern ihre Investitionsquote diese Woche leicht von 75% auf 79%.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger liegt bei mageren -2,5%punkten. 33% Bullen stehen 35,5% Bären gegenüber. 31% befinden sich im Lager der Neutralen. Ich würde diesen Stimmungsindikator der US-Privatanleger derzeit als ziemlich neutral bezeichnen.

Bleibt der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500, der mit einem Wert von 28% derzeit moderate Angst anzeigt.

Interpretation



Panic Mit "mal wieder Panik" habe ich die aktuelle Stimmung überschrieben. Ich habe nun unsere Umfragehistorie der vergangenen 20 Jahren auf signifikante Vergleichsmuster durchforstet ... ohne Ergebnis.

Panik ist eigentlich ein guter Indikator dafür, dass Anleger Ihre Nerven verlieren und alle Aktien auf den Markt schmeißen. Wenn diese Verkaufsorgie dann abebbt, wenn es keine Verkäufer mehr gibt, dann beginnen die Kurse zu steigen, obwohl so eine rechte Nachfrage noch gar nicht zu sehen ist. Häufig genug gibt es in einer solchen Situation keinen Grund für steigende Kurse, sie steigen einfach nur deshalb, weil es keine Verkäufer mehr gibt.

Doch einen solchen Boden verzeichnen wir derzeit leider noch nicht. Sie erinnern sich sicherlich, dass ich vor einer Woche noch schrieb, dass Anleger gut auf einen etwaigen Ausverkauf aufgrund einer negativen Entwicklung vorbereitet sind, und dass ein solcher Ausverkauf sicherlich von kurzer Dauer sein werde.

Genau das ist passiert. Anleger trugen den Ausverkauf vom Dienstag mit Fassung und bereiteten sich auf die im Anschluss erwartete Rallye vor. Doch diese Rallye blieb hinter den Erwartungen zurück. Vielmehr ist der Begriff "Rallye" vermutlich bereits eine Übertreibung. Die Börsenwoche endete mit negativem Zungenschlag, der DAX drehte am Freitag im Tagesverlauf immer weiter gen Süden und erholte sich zum Börsenschluss nur moderat.

Da klingt der große Optimismus, den wir in unserer Umfrage messen, eher wie Trotz und nicht wie Überzeugung.

Wir müssen aus dieser fragilen Sentimentverfassung nicht unbedingt fallende Kurse ableiten. Aber wir können ableiten, dass nun die Mehrzahl der Anleger auf steigende Kurse setzt und somit eine Rallye, so sie denn starten sollte, irgendwann durch Gewinnmitnahmen beenden würden.

Auf der anderen Seite sind Anleger kaum noch auf fallende Kurse vorbereitet. Sollte es eine weitere negative Schlagzeile geben, beispielsweise ein Scheitern der USA, die Straße von Hormus in absehbarer Zeit wieder befahrbar zu machen, dann könnte eine zweite Welle des Ausverkaufs deutlich stärker ausfallen als die erste.

Oel Tatsächlich ist die Stimmung bezüglich der weiteren Ölpreisentwicklung gerade unter institutionellen Anlegern extrem gut. In der Vergangenheit waren vergleichbar positive Werte meist ein Warnsignal. Nur viermal in den vergangenen 20 Jahren gab es vergleichbar hohe Stimmungswerte, in allen vier Fällen notierte der Ölpreis sechs Monate später tiefer. Durchschnittlich gab der Ölpreis 11,5% ab, nachdem wir vergleichbar positive Stimmungswerte gemessen haben.


Fazit



Da einer der Hauptgründe für die schwache Aktienmarktentwicklung der hohe Ölpreis ist, können wir darauf hoffen, dass die aktuelle Marktschwäche nicht ewig dauern wird. Sechs Monate sind eine lange Zeit, da kann es kurzfristig natürlich nochmals heftige Ausverkäufe geben, Doch mittelfristig spricht die Historie unserer Daten dafür, dass es Lösungen geben wird, die die Aktienmärkte wieder stabilisieren.



4. Ausblick: Unser diversifiziertes Portfolio federt Ausverkaufswelle gut ab



Während der DAX diese Woche 6,7% abgab, der Nikkei 5,5% und der S&P 500 2%, konnte sich unser Heibel-Ticker Portfolio mit -0,7% vergleichsweise gut halten. Grund dafür war eine Gegenbewegung unter den Titeln, die uns zuvor Kopfzerbrechen bereiteten.

So stieg Palo Alto diese Woche um 12% an, nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche gute Zahlen veröffentlichte, und diese Woche gute Zahlen von Wettbewerber Crowdstrike folgten.

Der Bitcoin stieg diese Woche um 9% an. Die Berichte mehren sich, dass der aktuelle Bärenmarkt im Bitcoin, der im vergangenen Oktober startete, schon wieder enden könnte. Hmm, ich traue dem noch nicht so recht. Sie erinnern sich, ich habe mich auf einen Bitcoin-Bärenmarkt bis Oktober des laufenden Jahres eingestellt. Aber was soll's, es gibt Schlimmeres als wenn ich mich hier irre ;-)

Auch die niedergeprügelten Softwareunternehmen konnten sich diese Woche erholen. SAP gehört zu den drei DAX-Unternehmen, die diese Woche mit grünem Vorzeichen beenden konnten. Unsere Salesforce gewann 5%.

Und auch die in die Bedeutungslosigkeit ausverkaufte Novo Nordisk konnte diese Woche gegen den Trend um 4% zulegen.

Auf der Verliererseite sind Deutz (-15%), die ihren zuvor erzielten Buchgewinn nun wieder abgab. Die Allianz (-9%) haben wir nachgekauft, da Versicherungen in solchen Zeiten gerne verkauft werden, sich anschließend aber schnell wieder erholen. Darauf setze ich auch diesmal.

Holcim (-8%) und Nike (-6%) leiden unter einer globalen Konjunkturschwäche. Auch Holcim haben wir nachgekauft, da derzeit zu einem großen Teil staatliche Infrastrukturprojekte laufen, und die sind konjunkturunabhängig, wenn nicht sogar antizyklisch. Bei Nike würde ich die nächste Erholung nutzen, um die spekulative Position zu verkaufen. Ich fürchte, mit den nun mehr gestiegenen Transportkosten dürfte die Erholung im Nike-Konzern noch ein wenig länger auf sich warten lassen. Wir können zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen.

Yamaha verlor parallel zum Nikkei 6%. Der Großteil des Öls, das durch die Straße von Hormus verschifft wird, geht nach Asien, insbesondere China. Damit ist die asiatische Region ebenfalls stark betroffen von dem Iran-Konflikt.

Heute habe ich gelesen, dass Donald Trump schon über sein nächstes Ziel spricht: Kuba. Das vermittelt den Eindruck, dass im Iran alles nach Plan verlaufe und seine Zeitangabe von 3-4 Wochen bislang noch eingehalten werden kann. Wenn das stimmt, dann dürfte eben auch die Straße von Hormus bald wieder befahrbar sein und ein unkontrolliertes Ausweiten des Konflikts auf den gesamten Nahen Osten ausbleiben. Na, hoffen wir mal, dass er in diesem Punkt recht behält.

Auf der anderen Seite lief ich heute an der US-Botschaft in Rom vorbei. Ja, Ihr Autor ist in der Ewigen Stadt und wohnte am Mittwoch sogar der Audienz des Papstes bei. Die US-Botschaft ist stark bewacht, zusätzlich ist der Gehweg um das Gebäude abgesperrt, man kann sich also nicht einmal dem Zaun nähern. Es wird ein Bild vermittelt, das die USA im Krieg darstellt. Weltweit sind US-Botschaften bestens gesichert, denn sie wären ein Ziel für iranische "Schläfer", die den Tod ihres Staatsoberhauptes rächen wollen. Es ist eine Szenerie, die uns in den 1980er Jahren gegen den Strich ging. Wir Europäer forderten die USA auf, sich nicht mehr überall auf der Welt einzumischen.

Über Jahrzehnte zogen sich die USA langsam zurück. Über den Erfolg oder Misserfolg dieser Strategie kann man sicher streiten. Unstrittig ist jedoch, dass sich die USA nun wieder einmischen, wenn eigene Interessen betroffen sind.

Die Finanzmärkte hassen Ungewissheit und lieben Gewissheit - wie auch immer diese aussehen mag. Donald Trump ist inzwischen ziemlich gut berechenbar geworden. Venezuela, der Iran und vielleicht als nächstes Kuba sind gut kommunizierte Ziele, auf die sich der Finanzmarkt frühzeitig einstellen kann.

Wenn wir also in der Sentiment-Analyse von einer fragilen Verfassung sprechen, weil Anleger klar auf steigende Kurse setzen, so könnte diese klare Positionierung auch daraus resultieren, dass man Donald Trump zutraut, seine diesbezüglichen Ankündigungen auch umzusetzen. Und solange der Konflikt also nicht eskaliert und in absehbarer Zeit wieder Öltanker durch die Straße von Hormus fahren, könnten die Aktienmärkte, insbesondere DAX und Nikkei, in den kommenden Tagen ihr Tief finden. Nach dem ersten Ausverkauf vom Dienstag dieser Woche würde es nun noch einige Tage dauern, bis alle Depots auf die neue Situation angepasst wurden. Dann könnten sich die Märkte sukzessive - ohne fulminante Rallye erholen.


Denn das zweite große Thema bleib die KI-Revolution. Auch hier überschlagen sich die Meldungen: Nvidia stellt die Produktion der H20-GPUs für China ein, weil der Absatz zu ungewiß ist. Taiwan Semi wurde angewiesen, mehr von den KI-GPUs der aktuellen Generation Vera Rubin zu fertigen, weil dort die Nachfrage real sei. In meinen Augen ist das die Entscheidung, mit der die KI-Entwicklung in China und den USA voneinander getrennt laufen wird. Es wird also keine globale KI geben, sondern die US-KI und die China-KI.

Natürlich ist die US-KI besser, aber die China-KI wird für viele Anwendungen und Länder ausreichen. In den USA stellte sich übrigens diese Woche heraus, dass alle vollmundigen Versprechen, die KI nach moralischen Kriterien zu entwickeln, nun über Bord geworfen wurden.

Das US-Verteidigungsministerium hat alle Regierungsbehörden angewiesen, keine KI von Anthropic zu verwenden, da Anthropic sich weigerte, die KI-Modelle für das Pentagon modifizierter zu machen. Man folge eigenen, internen, moralischen Richtlinien. Sie sollten wissen, dass sich Anthropic aus ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet hat, denen genau diese moralischen Gesichtspunkte bei OpenAI zu wenig Berücksichtigung fand. Sie wollten mit Anthropic eine moralisch überlegene KI schaffen.

Ach so, das Pentagon vergab die Aufträge, die zuvor an Anthropic gingen, nunmehr OpenAI.

Wir haben in den vergangenen Jahren beobachten können, wie die Erstellung von KI-Modellen viel Geld erforderte. Anthropic, OpenAI, Google, X.ai und Meta suchten jeder nach Wegen, möglichst viel Geld in die Entwicklung von Ki-Modellen zu stecken.

Wenn nun Anthropic dem Vernehmen nach einen Auftrag im Volumen von 200 Mio. USD nur deswegen verliert, weil man sich den Knebelverträgen des Pentagons nicht unterwerfen möchte, dann ist absehbar, dass Anthropic im Wettrennen um Investitionskapital bald langsamer wird. Und wer langsamer wird, der versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Also: Entweder wird die Moral über Bord geworfen, oder sie wird bedeutungslos. Pest oder Cholera.

Anthropic war übrigens die KI, die der USA half, den aktuellen Aufenthaltsort von Ajatollah Ali Chamenei im Iran, sowie von Nicolás Maduro in Venezuela zu bestimmen. Wir konnten also schon sehen, wie mit Hilfe von KI Militäroperationen in einer bislang nicht gekannten Präzision durchgeführt werden.

Der KI-Wettlauf ließ übrigens in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen nach. OpenAI hat seine Investitionssumme, die bis 2030 fließen soll, von 1,3 Billionen USD auf "nur noch" 600 Mrd. USD zusammengestrichen. Man komme nicht schnell genug an die KI-GPUs und die dafür erforderliche Infrastruktur (Strom!).

Wir sehen also, was viele Skeptiker erwarteten: Die exorbitanten Investitionsvolumina werden langsam zusammengestrichen. Der Grund ist jedoch nicht etwa eine überschätzt Nachfrage, sondern Flaschenhälse beim Angebot. Doch eines zeigt sich immer wieder: Egal, wie viele KI-GPUs Nvidia produzieren kann, sie werden alle umgehend verkauft. Daher ist die Entscheidung, nun die Produktionskapazitäten der H200-China-Chips ebenfalls für Vera Rubin Chips zu nutzen, eine positive Entscheidung für Nvidia, denn Nvidia verkauft in die ganze Welt (außer China), und dort gibt es noch genügend Nachfrage ohne Flaschenhälse.

Im Heibel-Ticker Portfolio schlummert noch eine Barreserve von 7,5%, nachdem wir diese Woche schon ein paar Käufe getätigt haben (siehe Updates). Sollte es in den kommenden Tagen weiter gen Süden gehen, werden wir nochmals einkaufen. Bislang blieb der Konflikt auf den Iran beschränkt und alle anderen Länder der Region bleiben besonnen. Andere Großmächte haben sich bislang ebenfalls sehr zurückhaltend verhalten: Russland lehnte ein Hilfsgesuch höflich ab, man sei selber beschäftigt. China schickte lediglich ein Kondolenzschreiben an den Iran zum Ableben des Ajatollahs.

Soweit meine kurze Einschätzung zu den aktuellen Entwicklungen. Rom haben meine Frau und ich zuletzt vor 17 Jahren besucht. Ich würde sagen, die Stadt hat sich um 180° gedreht: Keine lauten Mofas mehr, keine Kellner, die Touristen über den Tisch ziehen, sondern eine leise, saubere und entspannte Stadt mit schick gekleideten Menschen, die inzwischen auch fast alle englisch sprechen. Wir sind positiv überrascht.



5. Update beobachteter Werte: Capital One Financial, Holcim, Allianz



Im Wochenverlauf habe ich Updates zu unseren Portfolio-Titeln verfasst. Diese erhalten Sie nachfolgend zusammen aufgeführt.

Die Updates finden Sie generell jeweils nach der Veröffentlichung verfügbar unter Heibel-Ticker -> Portfolio -> 10 neueste Einträge und mit der Express-Funktion erhalten Sie die Updates direkt unterwöchig per E-Mail und SMS.

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Capital One Financial: Verkauft: Stopp Loss bei 162€ wurde gezogen



Di, 03. März um 11:13 Uhr
Heute notiert die Aktie von Capital One unter 162€, unser Stopp Loss hat gezogen und wir haben die spekulative Position plusminus Null aus dem Portfolio verkauft. Ich behalte die Aktie im Auge und würde sie, sollte sie noch um weitere 10% fallen, wieder zurückholen.

Alle Updates zu Capital One Financial


Holcim: Nachkaufen, Position voll machen



Di, 03. März um 11:21 Uhr
Holcim veröffentlichte erst Ende vergangener Woche solide Q-Zahlen. Nun bricht die Aktie ein, heute -7%, weil Anleger sich aus vermeintlichen Risikoaktien zurückziehen. Als Zementmischer hängt Holcim stark an den Energiekosten, und die dürften steigen, wenns ich der Iran-Konflikt länger hinzieht.

Donald Trump ließ gestern verlauten, er rechne mit einer Dauer von etwa 4 Wochen für den Iran-Konflikt. Das ist mal eine Aussage, mit der wir rechnen können: 4 Wochen ist deutlich länger als der kurze Schlag im vergangenen Jahr, der nur wenige Tage beanspruchte. Doch es ist das klare Bekenntnis, die identifizierten Ziele zu bombardieren und danach aufzuhören. Ich denke, die heutige Panik-Reaktion wird schon sehr bald in opportunistische Käufe gedreht.

Holcim haben wir nach der Ausgliederung von Amrize nicht auf eine volle Positionsgröße gebracht, weil die Aktie zu schnell anstieg. Heute haben wir die Chance, unsere Position günstig voll zu mache. Ich würde diese Gelegenheit nutzen.

Alle Updates zu Holcim


Allianz: Nachkaufen, Position wieder auffüllen



Di, 03. März um 11:46 Uhr
Auch die Allianz notiert heute mit 7% im Minus. Finanztitel sind bei drohender Wirtschaftsschwäche und steigenden Zinsen immer die ersten, die ausverkauft werden, obwohl sich gerade die Versicherungen sehr gut auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen können. Unsere Position in der Allianz macht derzeit nur 5,1% des Portfolios aus, beabsichtigt ist für diesen Dividendentitel ein Anteil von 6%. Ich würde die Position heute entsprechend aufstocken. Die Dividendenrendite beträgt 5,2%, das ist exorbitant attraktiv!

Alle Updates zu Allianz



6. Leserfragen





Erneuter Kurseinbruch bei Gerresheimer


Hallo Herr Heibel.

Sie hatten verschiedentlich Gerresheimer thematisiert.

Die angekündigte vertiefte BAFin Prüfung und der darob nochmals beschleunigt rasante Niedergang des Aktienkurses lassen mich nach Ihrer Einschätzung fragen.

Verkauf vor der Insolvenz?

Freundlich grüßt


Peter aus Düsseldorf

ANTWORT
Ich hatte im Oktober ausführlich über Gerresheimer berichtet, siehe https://www.heibel-ticker.de/heibel_tickers/2349?refID=1&referrerUrl=%2Fheibel_tickers%3Futf8%3D%25E2%259C%2593%26month%3D%26year%3D%26keyword%3DGerresheimer

Damals untersuchte ich die langfristige Profitabilität des Geschäfts und setzte sie in Bezug zur BaFin-Untersuchung: Wer in die Aktie investieren möchte, muss dies auf Sicht von 2-3 Jahren tun und zwischenzeitliche Rückschläge aushalten können, war mein Fazit.

Nun hat die BaFin weitere Bilanzierungsfragen aufgeworfen und umgehend wurde die Aktie nochmals ausverkauft. Die Aktie notiert nun auf einem EV/EBITDA von nur noch 7, aber aufgrund der offenen Fragen bezüglich der Bilanzierungspraktiken ist natürlich diese Kennziffer mit einem Fragezeichen zu versehen. Wir können uns aber die Verschuldung anschauen: In den kommenden Jahren werden einige Schuldverschreibungen zur Refinanzierung fällig. Durch die Übernahme der Bormioli Pharma im vergangenen Jahr wurde die Verschuldung von 1 Mrd. auf 2,2 Mrd. EUR angehoben. Bei 2,7 Mrd. EUR Jahresumsatz ist das inzwischen recht viel.

Droht also eine Insolvenz? Ich würde das nicht erwarten, da das Geschäft nach wie vor läuft und die Gewinnmarge eigentlich ausreicht, um Refinanzierungen zu stemmen. Doch die Untersuchungen der BaFin sollten nun möglichst schnell abgeschlossen werden, denn sonst wird es schwer für Geresheimer, fällige Schuldverschreibungen zu refinanzieren, da die Bilanzen noch nicht verlässlich sind. Im laufenden Jahr werden 150 Mio. EUR zur Refinanzierung fällig, nächstes Jahr dann 200 Mio. EUR.

Ich habe aber keine Ahnung, was die BaFin noch bei ihren Untersuchungen entdeckt und kann daher eine Insolvenz nicht ausschließen. Sie müssen bitte selber entscheiden, wieviel Risiko Sie zu tragen bereit sind.


Kursrallye bei Samsung wegen Speicherknappheit


Sehr geehrter Herr Heibel
Ich bin schon länger Abonnent ihres Tickers, jetzt hätte ich mal eine Frage. Was hat es mit der Samsung Aktie die im Jahr ca. 250% und im letzten Monat um ca. 47% gestiegen ist auf sich? Ich hatte sie vor 6 Wochen mal gekauft und es gibt kein Halten mehr. Können Sie mir dazu etwas sagen und wie schätzen Sie die Aktie weiterhin ein.
Vielen lieben
Ulrich aus Bad Grund

ANTWORT
Samsung profitiert von der Knappheit bei Speichern, genau wie Micron, SanDisk, Western Digital, Seagate und SK Hynix. Für 2026 wird ein Umsatzsprung von +47% erwartet, der Gewinn soll sogar um 243% anspringen. Daher hat sich die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten bereits mehr als vervierfacht. Wichtig dabei ist es zu unterscheiden, dass der Umsatz- und Gewinnsprung nicht durch mehr Ware erzeugt wird, sondern durch stark steigende Preise und bessere Margen im Speicherchipgeschäft. Die Nachfrage nach Speicher (DRAM, NAND und vor allem High-Bandwidth-Memory für KI-Beschleuniger) wird von den großen KI-Rechenzentren nach oben gezogen, während das Angebot kurzfristig nicht beliebig ausgedehnt werden kann. Das stärkt die Preissetzungsmacht und ist in der Halbleiterwelt der Hebel, der Gewinne explodieren lässt.

Dass die Handy-Sparte 2026 eher Gegenwind bekommt (höhere Speicherpreise verteuern Geräte, der Markt könnte sogar schrumpfen), passt ins Bild. Samsung ist dann nicht wegen Smartphones so positiv, sondern trotz Smartphones, weil die KI-Rechenzentren für den Speicherbereich den Takt vorgeben.

Für 2026 gehen Analysten von einem Jahresumsatz von 345 Mrd. USD aus, das Unternehmen wird mit 821 Mrd. USD bewertet (EV). Bei einer Gewinnmarge (EBITDA) von stolzen 46%, was außergewöhnlich ist für einen Hardwareproduzenten, sieht die aktuelle Bewertung optisch günstig aus. Das EV/EBITDA steht bei nur 5,2. Historisch betrachtet kann Samsung aber meist nur eine Gewinnmarge von rund 25% verwirklichen. Dorthin dürfte die Gewinnmarge nach diesem Speicherzyklus auch wieder zurückfallen. Derzeit erwartet man, dass dieser Speicherzyklus noch 2027 anhält, danach jedoch abflaut. Danach dürfte dann nicht nur die Gewinnmarge, sondern auch der Umsatz wieder nachgeben.

Das heißt, danach springt die Bewertung (EV/EBITDA) wieder auf 7-8. Historisch betrachtet notiert dieses Bewertungsverhältnis jedoch meist unter 4. Es ist also aktuell schon zu hoch und dürfte nach dem Ende des Speicherzyklus wieder dorthin fallen. Die Aktie ist also überaus riskant.

Die wichtige Frage ist nun: Wollen Sie den Speicherzyklus noch ein wenig mitspielen? Wollen Sie die Aktie kaufen, um den Hype für sich zu nutzen, so lange es noch geht? Wie lange könnte der Hype noch anhalten? Wenn die Speicherknappheit bis Ende 2027 andauert und an den Aktienmärkten die Zukunft im Sinne von durchschnittlich 9-12 Monaten gehandelt wird, dann könnte das laufende Jahr 2026 noch gut laufen für die Aktie von Samsung. Und wer weiß, vielleicht hält die Speicherknappheit auch noch länger an, als derzeit erwartet? Doch das ist dann Spekulation und für mich ist das ferne Land zu weit Weg, als dass ich mich auf eine solche Spekulation einlassen würde.


Steuerpflicht bei Silber-ETCs


Lieber Herr Heibel,

ich habe mal eine Frage an den Experten. Vielleicht können Sie mit ihrer Expertise etwas Licht ins Dunkle bringen. Ich habe mir vor längerem einen Silber ETC gekauft (WisdomTree Physical Silver WKN A0N6XJ). Wohl wissentlich und nach einiger Recherche, dass dieser nach spätestens einem Jahr steuerfrei ist, beziehungsweise innerhalb der Jahresfrist als priv. Veräußerungsgeschäft selbst zu versteuern ist.
Nun wurde mir aber von der Bank (Consors) die normale Abgeltungssteuer beim Verkauf abgezogen. Können Sie sagen, ob dieser ETC tatsächlich der Abgeltungssteuer unterliegt oder hat die Bank hier einen Fehler gemacht?
Habe nämlich auch schon gehört, dass die Banken teilweise etwas übereifrig die Abgeltungssteuer abführen.
Ich habe auch selbst noch mal recherchiert. Komischerweise kommt es nun hier zu unterschiedlichen Meinungen. Auch die KI sagt einmal so und einmal so. Es gibt scheinbar von dem Emittenten noch einen anderen ETC (A4AE1X) wo die Dinge klarer liegen (auch hinsichtlich physischer Auslieferung).

Für eine Einschätzung ihrerseits wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
Bernd aus Hof

ANTWORT
Bei Ihrem Papier ist eine physische Auslieferung des Silbers für Privatanleger nicht vorgesehen. Bei dem zweiten von Ihnen genannten Papier ist die Auslieferung unter bestimmten Umständen möglich. Grundsätzlich ist die Rechtssprechung für Gold-ETCs eindeutig, bei Silber-ETCs gibt es unterschiedliche Sichtweisen, die diskutiert werden.

Wenn Sie also auf eine gute Rechtsberatung zugreifen können, wäre es interessant, diesen Fall durchzuspielen. Ohne Hilfe entscheiden jedoch alle Beteiligten, insbesondere Ihr Broker und Ihr Finanzamt, im Zweifel zu Ihren Lasten. Ihren Broker können Sie mit einer entsprechenden Weisung zu anderem Handeln zwingen. Das Finanzamt wird sich jedoch meiner Einschätzung nach am Ende dafür entscheiden, den Gewinn zu versteuern, weil die Auslieferung für Privatanleger bei Ihrem Produkt nicht möglich ist.

Aber wie immer: Ich bin kein Steuerberater, gebe hier nur meine unmaßgebliche Meinung wieder, da ich mit diesem Thema schon seit Jahren zu tun habe.




7. Übersicht HT-Portfolio




Spekulation (≈20%) =20,4%WKN6.3., 22:00 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 8x2,5%!
PVA Tepla74610026,22 €-3%15%2,1%A
DELL TechnologiesA2N6WP125,40 €0%17%3,2%C
Home Depot866953309,50 €-4%6%1,9%A
SalesforceA0B87V173,39 €5%-10%2,7%C
Capital One Fincl893413161,56 €-2%-22%0,0%A
TJX854854137,70 €1%5%2,8%B
Boeing850471198,72 €3%7%2,9%A
Nike86699349,10 €-7%-12%2,3%C
Deutz63050010,65 €-14%-3%2,4%A







Disruptiv (≈30%) =31,2%WKN6.3., 22:00 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 5x6%!
MediosA1MMCC15,70 €-7%8%4,2%C
Nvidia918422153,23 €2%-4%7,6%A
Palo Alto NetworksA1JZ0Q142,19 €13%-9%6,0%B
Novo NordiskA3EU6F33,18 €4%-24%3,7%A
Apple865985221,38 €-1%-4%6,9%A
TeslaA1CX3T343,04 €1%-10%2,8%B







Dividende (≈30%) = 24%WKN6.3., 22:00 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 5x6%!
CEWE54039098,40 €-1%-5%5,8%B
Allianz840400349,00 €-9%-11%6,1%B
Snap-On853887320,51 €-2%9%3,3%A
Holcim86989872,09 €-8%-14%6,0%C
Yamaha8553146,17 €-6%4%2,9%A







Absicherung (≈20%) =16,9%WKN6.3., 22:00 UhrWoche ΔΣ '26 ΔAnteil 3x6,6%!
Goldbarren /Uz9655154.439,91 €-1%21%9,2%C
BitcoinA27Z3058.705,41 €8%-21%4,2%B
Xtrackers Nasdaq 100A2QJU349,21 €1%-1%3,5%A



Woche ΔΣ '26 ΔCashquote



-1%-3%7,5%

Heibel-TickerGewichtung# Positionenangestrebte Positionsgröße
PortfolioZielSollIstSollIst
SpekulationEreignis20%20,4%882,5%
DisruptivEnkelkinder30%31,2%566,0%
DividendeUrlaub30%24%556,0%
AbsicherungZins & Gold20%16,9%336,7%
Summe
100%92%2122100%


Anmerkungen:
- Die Überschrift über jedem Portfoliobereich in der jeweiligen ersten Spalte (bspw. Absicherung (≈20%) =21,8%) bedeutet: Der beabsichtigte Anteil dieses Portfoliobereichs am Gesamtportfolio beträgt ungefähr 20%. Aktuell beträgt der Anteil 21,8%.
- Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend.
- Unter „Woche” steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
- Unter „Σ 'XX Δ” steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio.
- Unter „Anteil” finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:

ATop-Aktie mit günstigem Kurs, 
BKursrücksetzer zum Kaufen nutzen 
CKurssprünge zum Verkaufen nutzen, 
Dbei Gelegenheit Verkaufen, 
ESofort Verkaufen 


Die „Gelegenheit” zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!” insbesondere für neue Mitglieder vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:
- Dividenden- + Wachstumspositionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
- Zyklische Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
- Spekulative Positionen ganz oder gar nicht: 100%.

Die letzte Spalte wird für eine Einschätzung der Auswirkung aktueller Entwicklungen auf die jeweilige Portfolioposition genutzt. „%“ stuft den Einfluss der Inflation auf das jeweilige Geschäftsmodell ein.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken für unseren Spekulationen werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

https://www.heibel-ticker.de




8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5436
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



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