Heibel-Ticker 26/12 - Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr

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Heibel-Ticker Free Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 12 (20.03.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr
2.So tickt die Börse: Notenbanken in der Zwickmühle, KI = Token/Energiekosten
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Extrem negative und extrem lange anhaltende negative Stimmung
 - Interpretation
4.Ausblick: Software als künftiger KI-Profiteur
5.Update beobachteter Werte
 Stimmung viel zu schlecht, DOW-Call Spekulation kaufen
 SuperMicro-Probleme spielen Dell in die Karten
 Nvidia Call Optionsschein kaufen
 Auftragsbestand entwickelt sich überraschend positiv
6.Übersicht HT-Portfolio
7.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
8.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Märkte Crashen: Videocall Montag 17 Uhr



Liebe Börsenfreunde,

*** VIDEOCALL AM MONTAG 17 UHR ***

Absturz Okay, es ist wieder so weit: Angst und Panik herrscht an den internationalen Finanzmärkten, insbesondere in Deutschland. Ich denke, es ist mal wieder Zeit für einen Videocall. Schicken Sie mir doch bitte Ihre Themen, ich werde mich dann entsprechend vorbereiten.

Montag, 23.3. um 17:00 Uhr

Ich freue mich auf Sie :-)

*** ENDE VIDEOCALL ***

Angst und Panik herrscht an den Finanzmärkten. Diese Woche haben sowohl die US-, als auch die Eu-Notenbank den jeweiligen Leitzins unverändert belassen in Kapitel 2 schaue ich mir die Hintergründe für diese Entscheidung an.

Außerdem erkläre ich die verschiedenen KI-Generationen vom LLM über Reasoning, Agenten hin zum Lobster. Jeweils springt die Qualität der Antworten weiter an, aber auch die benötigte Rechenleistung.

Schließlich gebe ich noch eine Einschätzung darüber ab, warum der Goldpreis diese Woche kräftig eingebrochen ist und warum der Bitcoin von diesem Ausverkauf nicht betroffen war.

Die Sentiment-Analyse gibt uns heute ein selten klares Kaufsignal, das wir jedoch mit der nötigen Vorsicht betrachten müssen. Die Sentiment-Theorie gibt statistische Hinweise über vergleichbare Situationen in der Vergangenheit. Ereignisse wie der Corona-Crash oder die große Finanzkrise sind zu selten, um in dem Modell verlässlich berücksichtigt zu werden. In Kapitel 3 schauen wir uns näher an, welche Handlungsanleitung wir aus dem Signal ableiten können.

Software-Unternehmen wir SAP und SalesForce wurden in den vergangenen Monaten gnadenlos ausverkauft, weil vermeintlich die KI deren Aufgaben übernehmen kann. In Kapitel 4 zeige ich, warum dies ein Irrtum ist. Außerdem gehe ich kurz auf die aktuelle geopolitische Situation ein, sowie auf den aktuell laufenden Ausverkauf und unsere Portfolio-Positionierung.

Die Nerven einiger Anleger liegen blank, die Leserfragen nehmen derzeit stark zu. Grund genug für mich, am kommenden Montag allen Heibel-Ticker Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, mir Fragen zur Marktsituation zu stellen. Bitte, wie oben geschrieben, vorab per E-Mail an mich.

Wochengewinner sind Dell und PVA Tepla, die jeweils ihre eigenen Katalysatoren hatten und sich vom allgemeinen Abwärtstrend lossagen konnten. Außerdem haben wir diese Woche zwei Optionsscheine vorgestellt, mit denen Sie in der aktuellen Marktsituation spekulieren können. Die vier Updates mit den Details dazu finden Sie in Kapitel 5.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 6.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Notenbanken in der Zwickmühle, KI = Token/Energiekosten



Es gibt eigentlich nur zwei Themen, die an der Börse relevant sind: Der Iran-Krieg und die KI-Revolution. Diese Woche störten neue Entscheidungen der US-Notenbank Fed und der EU-Notenbank EZB den gleichmütigen Nachrichtenstrom ... doch nur für kurze Zeit.

FOMC Sowohl Jay Powell, als auch Christine Lagarde beließen ihren jeweiligen Leitzins unverändert und legten sich über künftige Zinsentscheidungen nicht fest. Powell sprach fast schon wirr über die verschiedenen Möglichkeiten, die dem Iran-Krieg folgen könnten, um sowohl Zinsanhebungen, als auch Zinssenkungen nicht auszuschließen. Lagarde sprach sich ebenfalls für ein Abwarten aus, um zunächst einmal die weiteren Entwicklungen und deren Auswirkungen zu beobachten. Doch während bei der Fed vereinzelt noch eine Zinssenkung im laufenden Jahr erwartet wird, gibt es für die EZB eher die Befürchtung einer Zinsanhebung.

Die EZB hat die Preisstabilität des Euros als Aufgabe und die in Europa stark gestiegenen Energiepreise wirken inflationär. Doch Inflation, die durch einen Angebotsschock (das plötzliche Ausbleiben von 20% der globalen Öl-Lieferungen durch den Iran-Krieg) ausgelöst wird, kann durch Zinsanhebungen nicht in den Griff bekommen werden. Im Gegenteil, die Industrie, die bereits unter den hohen Energiepreisen leidet, wird durch höhere Finanzierungskosten zusätzlich belastet. Wir dürfen gespannt sein.

Die Fed hat, im Gegensatz zur EZB mit dem "Single Mandat" ein "dual Mandat", also gleich zwei Ziele: Die Stabilität des US-Dollars sowie auch die Vollbeschäftigung. Müsste die Fed also die Inflation mit höheren Zinsen bekämpfen, so müsste gleichzeitig ein schwacher Arbeitsmarkt eigentlich durch Zinssenkungen unterstützt werden.

Die Notenbanken sind also gefangen "between a rock and a hard place", müssen sich also zwischen Pest und Cholera entscheiden. Zinsanhebungen sind eigentlich notwendig, um die Preise zu stabilisieren, können aber aus konjunktureller Sicht derzeit nicht verantwortet werden.

Wenn dann Donald Trump in dieser Woche auf seine Nato-Partner eindrischt, die ihm nicht helfen wollen, dann scheint das Chaos vorprogrammiert. Analysten stellen sich auf einen längeren Krieg ein, berechnen den Ölpreis unter Berücksichtigung einer langen Sperrung der Straße von Hormus neu und geben Wahrscheinlichkeit für eine Rezession aus.

Während die USA mehr Öl und Gas haben, als sie verarbeiten und speichern können, sieht es in Europa, insbesondere in Deutschland nach der Energiewende, schlechter aus. Und so notiert der DAX im Vergleich zum Jahresbeginn bei -8,5%, während der S&P 500 nur halb so viele Federn ließ.

Die Abhängigkeit von Energieexporten trifft Deutschland gleich doppelt. Denn die KI-Revolution wurde diese Woche auf der GTC-Konferenz von Nvidia als abhängig von der verfügbaren Energie definiert. CEO Jensen Huang erklärte, dass die maßgebliche Kennziffer der Zukunft "Token pro Watt" sei. Die Energie, die für die Ausgabe eines Tokens benötigt wird.

Lassen Sie mich die verschiedenen KI-Generationen kurz veranschaulichen:

1. November 2022: ChatGPT-Moment. Die Welt ist überrascht und begeistert, wie sinnvoll die Antworten von ChatGPT klingen. Large Language Modelle (LLMs) ermitteln über Wahrscheinlichkeiten stets die nächste Silbe, die sie ausgeben. Die Silben werden häufig mit Token verglichen.

2. Im Laufe von 2023: Agenten werden von Claude (Okt. 24), der AWS (Sept. 23) und OpenAI (Jan 25) angeboten. Mit Agenten kann eine KI dazu gebracht werden, eigenständig Aufgaben abzuarbeiten und periodisch zu wiederholen. Große IT-Konzerne in den USA beginnen mit Massenentlassungen.

3. Januar 2025: DeepSeek-Moment: Die Welt ist überrascht und begeistert, wie die Qualität der Antworten gesteigert werden konnte. Mit Hilfe von Reasoning-Modellen werden die Anfragen in verschiedene Teilaufgaben aufgesplittert, getrennt beantwortet und anschließend zu einer Antwort zusammengeführt. Die verschiedenen Silben / Token der einzelnen Antworten auf die Teilaufgaben werden zu einer Antwort zusammengeführt, wobei auch das Zusammenführen wieder eine eigene Rechenleistung ist. Eine Reasoning-Antwort verbraucht 100x so viele Token, um eine Antwort zu liefern, als das ursprüngliche ChatGPT-Modell.

4. Oktober 2025: OpenClaw-Moment: Peter Steinberger strickt hemdsärmelig ein Open Source Betriebssystem für KIs zusammen, mit dem Sie von Ihrem heimischen Computer die verschiedenen KI-Angebote nutzen und miteinander kombinieren können. Die Anzahl der benötigten Token verhundertfacht sich erneut. OpenClaw Agenten, oder auch Lobster (Hummer), wie sie häufig genannt werden, arbeiten 24/7 an den Aufgaben, die man ihnen gibt, optimieren die Ergebnisse und denken sich teilweise neue, eigene Aufgaben aus.

Fleißarbeit, mit der viele Menschen ihr Geld verdienen, wird künftig nicht mehr benötigt. Seit kurzem kann sich jeder auf einem alten Rechner einen eigenen KI-Agenten installieren und ihn für seine Bedürfnisse "ausbilden". Das sind heute noch digitale Arbeiten: Buchhaltung, Recherche, jegliche wiederkehrene Tätigkeiten. Künftig, wenn Roboter brauchbar sind, werden KI-Roboter auch physische Aufgaben übernehmen.

Doch so weit sind wir noch nicht. Kümmern wir uns zunächst um die digitalen KI-Agenten, um die Lobster. Ihr Autor wird an diesem Wochenende sein 12 Jahre altes MacBook auf Ubuntu umstellen und OpenClaw darauf installieren. Ich werde den Agenten Kai nennen, da ich für den Heibel-Ticker im Kopf immer zwischen den Begriffen KI (Künstliche Intelligenz) und ai (artificial intelligence) hin und her springe.

Kai wird meine Fleißarbeit übernehmen. Dabei finde ich verlockend, dass hohe Anlaufprobleme, die ich erwarte, später überproportional zurückgezahlt werden können. Ich muss also zunächst dafür sorgen, dass Kai alle Finanzzahlen bekommt, die ich für wichtig halte. Dazu werde ich die Quellen klar definieren, um den Spagat zwischen probabilistischer und deterministischer KI zu schaffen: Die probabilistische (Wahrscheinlichkeit) KI sorgt dafür, dass die Antworten intelligent klingen, mit Hilfe der deterministischen Komponente sorge ich dafür, dass die gelieferten Zahlen verlässlich sind.

Wenn dies bei einem Dutzend Unternehmen funktioniert, dann kann ich diese intellektuelle Grundlage in Fleißarbeit umwandeln und mit einem Klick alle 1.400 Unternehmen aus meinem Aktienuniversum einbeziehen.

Warum erzähle ich das so ausführlich? Nun, das hat drei Gründe: Zum einen entziehe ich mir damit meine eigene Geschäftsgrundlage. Denn das kann jeder von Ihnen auch tun. Zum zweiten jedoch bin ich davon überzeugt, dass wir das gemeinsam besser können. Daher kommuniziere ich, was ich tue, und freue mich auf Ihre Anmerkungen, was ich besser machen kann, was ich zusätzlich berücksichtigen sollte, etc.

Zum dritten lässt sich aus dem Verständnis der KI besser ableiten, welche Unternehmen in der Zukunft erfolgreich sein werden. Dies hat sich heute ausgezahlt, als Dell aufgrund von Klagen gegen Mitarbeiter des Wettbewerbers SuperMicro (-27%) um 5% anspringt. Außerdem hat uns das Verständnis der KI davon abgehalten, Nvidia zu verkaufen, wie es viele Spekulanten getan haben.

In Kapitel 4 werde ich erklären, warum Softwarefirmen, die seit Jahresbeginn Opfer Nummer eins der KI-Revolution zu sein scheinen, eine wichtige Rolle spielen werden. Cliffhanger: Deterministische Modelle werden auf diese Software zugreifen und dadurch deren Nutzung nicht obsolet machen, sondern vielmehr nach oben katapultieren.

Abschließend noch die Erklärung, warum ich auf den Token so herumreite: CEO Jensen Huang zeigte auf seiner Keynote zur GTC eine Graphik, in der er Energie ins Verhältnis zu Token setzte. Je mehr Energie eingesetzt wird, desto mehr Token können erzeugt werden,. Je mehr Token erzeugt werden können, desto qualitativ hochwertiger ist die KI-generierte Antwort.

Es ist nachvollziehbar, dass eine Frage "Um wie viel Uhr findet heute Abend das HSV-Fußballspiel statt" nicht so viele Token verbrauchen sollte, wie die Frage nach einem Konzept für KI-Rechenzentren auf der Erdumlaufbahn. Also wird es in der Zukunft für unterschiedliche Bedürfnisse unterschiedlich aufwendige KIs geben. Wer komplexe Fragen stellt, möchte vermutlich die High-End KI-Modelle für sich nutzen und muss dafür aber bereit sein, dafür auch mehr zu zahlen.

Dabei wird sich der Tokenpreis nach der eingesetzten Energie richten. Je leistungsfähiger die KI-Chips, desto schneller die Token-Generierung, desto mehr Anfragen können die KI-Rechenzentren bedienen. Aus dieser Logik heraus ist es sinnvoll, den Energieeinsatz je Token zu minimieren, so wie es AMD, Trainium von Amazon und Inferentia von Amazon tun. Doch die Energieoptimierung geht zu Lasten der Geschwindigkeit und so können weniger Token pro Zeiteinheit verkauft werden.

Kosten für KI-Rechenzentren werden gegen mögliche Token-Verkäufe gerechnet. Da Rechenzentren nur eine genau definierte Strommenge (=Energie) verarbeiten können, führt der Einsatz von energieeffizienten KI-Chips zu langsameren Antwortzeiten und damit zu weniger Umsatz pro Monat.

Huang rechnete auf seiner Präsentation vor, dass gerade aus diesem Blickwinkel Nvidia-Chips unangefochten führend seien. Die Energie je Token sei führend. Auch bei der neu vorgestellten CPU, die als Ergänzung der GPUs ins Nvidia-System passt, werden der Energiekosten je Token reduziert.

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES20.3., 20:08 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX22.380 -4,6%-8,6%
S&P 5006.506 -1,9%-5,0%
Nikkei53.373 -0,8%6,0%
Shanghai A 4.567 -2,2%-1,4%
US-Dollar/EUR1,161,2%-1,7%
Euro/Yen184,040,9%0,2%
10-Jahres-US-Anleihe4,39%0,110,22
Umlaufrendite Dt2,96%0,080,18
Feinunze Gold$4.498 -10,4%4,1%
Fass Brent Öl$112,83 9,4%85,4%
Kupfer$12.147 -5,0%-2,2%
Baltic Dry Shipping$2.057 1,4%9,6%
Bitcoin$69.758 -1,3%-20,5%



Gold Der Goldpreis bricht diese Woche um 8,6% ein. Am Wochenende werden wir sicherlich erfahren, dass es sich um den stärksten Einbruch seit x Jahren, oder auch um den schnellsten Kurseinbruch seit y Jahren handelt. Ich überlasse das Ausrechnen solcher plakativen Aussagen anderen.

Was steckt hinter dem Ausverkauf? Darüber kann nur spekuliert werden. Die für mich plausibelste Erklärung ist die übliche: Wenn Geld benötigt wird, zieht man es zunächst aus den liquidesten und zuletzt erfolgreichsten Positionen ab.

Wir haben vor vielen Jahren erlebt, wie Apple unter Druck geriet, als die Finanzmärkte austrockneten - einfach nur weil Apple zuvor am stärksten angestiegen war und zu den liquidesten Titeln gehört. Seit vergangenem Oktober kommt diese Aufgabe Nvidia zu, das Unternehmen ist voll von Aktionären, die zu Millionären wurden, und wenn diese Geld für andere Dinge benötigen, dann verkaufen sie eben Nvidia, weil dort die größten Summen drin stecken und weil die Aktie am liquidesten ist.

Der Goldpreis verdoppelte sich von Januar 2025 bis Januar 2026 auf 5.500 USD/Oz. In der arabischen Welt hat das Gold eine hohe, kulturelle Bedeutung. Und auch der Öl-Reichtum wurde von vielen Öl-Ländern in Form von Goldbarren in Tresore gelegt.

Nun bleiben diesen Öl-Ländern von heute auf morgen die Öl-Einnahmen aus. Noch gestern lebten sie im Überfluss, sie brauchten nur den Öl-Hahn etwas mehr aufzudrehen, wenn sie mehr Geld benötigten. Doch diese Quelle ist nun plötzlich versiegt und die Öl-Staaten müssen sich anderweitig Geld beschaffen. So ist für mich die Theorie, dass gerade diese Öl-Staaten derzeit als Verkäufer auf dem Goldmarkt agieren, plausibel.

Genau für so eine Situation ist die staatliche Goldreserve gedacht: Damit können solche geopolitischen Verwerfungen kurzfristig ausgeglichen werden. Doch diese Geldquelle ist bei weitem nicht so üppig, wie das flüssige, schwarze Gold. Im Gegenteil, nach wenigen Wochen dürfte die Gold-Quelle versiegen.

BTC Mal wird der Bitcoin als Gold-Äquivalent gehandelt, die Preise müssten eigentlich parallel laufen. Dann wird behauptet, er sei das Gegenstück zum Gold und die Preise müssten sich gegenläufig bewegen. Diese Woche wurde eine Studie veröffentlicht aus der hervorgeht, dass die Korrelation zwischen Gold und Bitcoin gleich Null ist: Beide Preise haben ihre jeweils eigenen Ursachen, sie haben miteinander rein gar nichts zu tun.

Es ist der Beweis dafür, warum ich den Bitcoin seit langem in unserem Portfolio im Bereich der "Absicherung" habe. Immer wieder werde ich dafür kritisiert, denn der Bitcoin sei doch viel zu "volatil", so das Argument. Doch dieses Gegenargument verkennt wichtige wirtschaftliche Zusammenhänge.

Wenn ich eine Absicherungsposition suchen würde, dessen Wert, gerechnet in Euro, nicht schwankt, dann würde ich doch am besten einen Koffer voll mit 100-Euroscheinen im Garten vergraben, oder? Das ist sicher und der Preis schwankt nicht.

Bei der Vermögensabsicherung müssen Sie aber ein wenig weiter denken: Sie wollen sich ja auch gegen einen Verfall des Geldes absichern. Was, wenn ein Brötchen irgendwann mal 100 Euro kosten? Da machen Sie mit einer Lebensversicherung ein langes Gesicht.

Aktien steigen, wenn der Geldwert schwindet. Unternehmen haben ihren Wert, und dieser wird stets in einer aktuellen Währung bemessen. Was jedoch, wenn die Preisfindung für Unternehmen nicht funktioniert, siehe große Finanzkrise 2007 bis 2009? Nun, wenn's hart auf hart kommt, bleibt Ihre Goldmünze von solchen Vorgängen unbeschadet. Der Goldpreis ist gerade in solchen Krisen stabil. Oder, wie wir es diese Woche sehen, fällt zunächst, da die Betroffenen der Krise ihren Goldbestand versilbern müssen, wird aber im Anschluss um so mehr steigen, da sich einmal mehr gezeigt hat, dass Gold in Krisen eine gute Absicherung darstellt. "Im Anschluss" ist dabei nicht eine Frage von Tagen oder Wochen, sondern eher von Monaten.

Und genau aus dieser Sichtweise ist der Bitcoin das digitale Gold. Natürlich haben sich noch nicht so viele Staaten mit Bitcoin eingedeckt, dazu ist der Bitcoin noch zu jung. Daher kann sich der Bitcoin in diesen Tagen vergleichsweise stabil halten. Doch von der Idee her erfüllt der Bitcoin den gleichen Zweck, ist zusätzlich dazu sogar noch örtlich ungebunden.

Jetzt zu lesen, dass Gold und Bitcoin unkorreliert zueinander sind, bestärkt meine Überzeugung also nur, dass auch der Bitcoin zusätzlich zum Gold noch eine sinnvolle Absicherung im Portfolio darstellt.

So, schauen wir uns nun einmal an, wie sich die Stimmung der Anleger in der abgelaufenen Woche entwickelte:




3. Sentiment: Extrem negative und extrem lange anhaltende negative Stimmung



Umfrage Um 4,5% bricht der DAX in dieser Woche ein. Das Minus beim S&P 500 beträgt dagegen nur -1,3%, beim japanischen Nikkei sogar nur -0,8%. Deutschland scheint von den sprunghaft angestiegenen Energiepreisen besonders stark betroffen.

So notieren auf Wochensicht auch energieintensive Unternehmen wie MTU Aero, Continental, BMW und Mercedes am Ende der DAX-Liste. Ganz oben stehen hingegen die Commerzbank, die Deutsche Bank, Hannover Rück und Siemens Energy.

In den USA trifft es konjunktursensitive Unternehmen aus dem Dow Jones, wie 3M, Walmart und Honeywell besonders hart, während auch dort JP Morgan, Goldman Sachs und Chevron die Wochenliste anführen.

Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren also auch an den Finanzmärkten. Anders als der kurze und gezielte Schlag der USA gegen den Iran im vergangenen Sommer, scheint sich die Situation diesmal der Kontrolle der USA zu entziehen: Die Nuklear-Anlagen des Irans wurden im vergangenen Sommer vollständig zerstört, nur um in den vergangenen Wochen erneut? vollständig zerstört zu werden. Die Schiffe des Irans, mit denen die Straße von Hormus bedroht werden, wurden bereits in den ersten Tagen des Krieges vollständig zerstört, nur um am heutigen Freitag erneut? vollständig zerstört zu werden.

Hmmm... es bleibt bei der alten Weisheit: Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit.

PanicRot So messen wir unter unseren Umfrageteilnehmern in der dritten Woche in Folge Angst und Panik. Das Anlegersentiment ist weiter auf einen Extrem negativen Wert von -7,2 gefallen, bereits ab Werten unter -4 sprechen wir von Angst und Panik.

Auch die Verunsicherung ist mit einem Wert von -7,2 auf einem Extrem-Niveau. Ich denke, insbesondere die gefühlte Machtlosigkeit bei der Suche nach Lösungsansätzen drückt auf die Stimmung.

Die Zukunftserwartung ist mit +1,5 zwar noch immer positiv, aber mit fallenden Kursen im DAX fällt auch die Zuversicht. Damit erfüllt auch dieser Indikator die Voraussetzung für die Bildung eines Panik-Bodens: Selbst die Hoffnung wird zum Schluss zerstört.

Die Investitionsbereitschaft ist mit einem Wert von +2,9 fast schon trotzig hoch. Es gibt zwar keinen Grund zum Kaufen, aber gerade das scheint bei unseren Umfrageteilnehmern bereits im Bewusstsein verankert zu sein, dass gerade dies historisch betrachtet häufig die besten Kaufmomente waren.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger springt heute auf +31%, was eine starke Nachfrage nach Long-Spekulationen signalisiert. Mutig, würde ich sagen.

Das Put/Call-Verhältnis für den DAX springt an der Eurex, wo sich die institutionellen Anleger absichern, über 3. Damit zeigt sich, dass sich die institutionellen Anleger stark absichern, Put-Absicherungen werden gekauft, um im Falle eines sich beschleunigenden Ausverkaufs nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Also: Privatanleger sehen im Ausverkauf eine Chance, während die Profis sich gegen Schlimmeres absichern.

An der CBOE steht das Put/Call-Verhältnis für Equities (Aktien) mit 0,78 schon wieder deutlich unter dem Extremwert vom Mittwoch dieser Woche. Am Mittwoch sprang dieses Barometer auf 1,1, was die höchste Absicherungstätigkeit seit einem Jahr, seit dem Liberation Day im April des Vorjahres darstellt.

Die Investitionsquote der US-Fondsmanager geht diese Woche weiter zurück auf einen Wert von nur noch 60% (-7%punkte).

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -21,6%. Es gibt nur noch 30% Bullen, mit 52% haben die Bären die absolute Mehrheit gesichert.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Extremwert von 17% extreme Angst an. Der Short Range Oscillator des S&P 500 bricht diese Woche auf -8 ein, was ebenfalls eine zumindest kurzfristig überverkaufte Marktverfassung signalisiert.

Interpretation



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Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



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