| Antwort: Ich nehme an, Sie sprechen von der österreichischen AMS-Osram :-). Das Unternehmen hat vor einer Woche bekannt gegeben, über eine Kapitalerhöhung 2,25 Mrd. EUR frisches Kapital einzuwerben. Am 20.Oktober soll eine außerordentliche Hauptversammlung diesen Schritt genehmigen. Zudem möchte man Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 800 Mio. EUR ausgeben.
Das ist dringend nötig, denn im Jahr 2025 laufen eine Reihe von Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Mrd. EUR aus. Auch dieses und nächstes Jahr werden Anleihen mit einem Volumen von 111 und 315 Mio. EUR resp. fällig. Zudem möchte das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Fertigungsanlagen in Malaysia investieren.
Konservative Anleger warten lieber erstmal ab, wie die Restrukturierung der Finanzen des Konzerns läuft. Kapitalerhöhungen bedeuten stets eine Verwässerung der Gewinnzurechnung für Bestandsaktionäre. Wenn 2,25 Mrd. EUR an frischem Kapital hinzu kommen, werden die Altaktionäre mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von gerade einmal 1,16 Mrd. EUR stark verwässert.
Die Refinanzierung soll in mehreren Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten erfolgen. Ich würde diesen Prozess abwarten und im Anschluss eine Neubewertung vornehmen.
Aktuell notiert die Aktie auf einem EV/EBITDA von 7,5. In den vergangenen 5 Jahren betrug dieser Wert durchschnittlich 8,6, So wirklich günstig ist die Aktie in meinen Augen nicht.
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