Heibel-Ticker 26/36 - Wunschanalyse Micron: KI-Revolution verständlich erklärt

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Heibel-Ticker Free Börsenbrief

- Einfach einen Tick besser -

21. Jahrgang - Ausgabe 36 (04.09.2026)




Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

1.Info-Kicker: Wunschanalyse Micron: KI-Revolution verständlich erklärt
2.So tickt die Börse: Inflationssorgen belasten, zu Recht
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
3.Sentiment: Wahrnehmungsverzerrung unter deutschen Anlegern
 - Interpretation
4.Ausblick: Sorgenfalten
5.Update beobachteter Werte
 Gewinnmitnahmen nach guten Q-Zahlen
6.Heibel-Ticker Portfolio: Überblick
7.Wunschanalyse
 - : Micron Technology – Vom Schweinezyklus zum Billionen-Konzern
 - Das Geschäftsmodell: Chip-Fertigung auf amerikanischem Boden
 - KI-Rechenzentren ohne HBM verhungern
 - Warum das Angebot nicht einfach mitwächst
 - Die Wettbewerber: Aufsteiger Micron, Platzhirsch SK Hynix, Nachzügler Samsung
 - Kapazitätsbeschränkung der KI-Modelle bremst Speicher-Nachfrage
 - Langfristige Verträge statt Spotmarkt
 - Die Zahlen: Explosion im Frühjahr, Normalisierung in Zeitlupe
 - Bewertung: Das Zykliker-Paradoxon – und der Blick nach Korea
 - Analysten uneins
 - Technische Analyse: Konstruktive Konsolidierung nach der Fahnenstange
 - Neue Erfindungen
 - Grenzen der Finanzierbarkeit
 - Passt Micron ins Heibel-Ticker Portfolio?
8.Leserfragen
9.Übersicht HT-Portfolio
10.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11.Mitgliedschaft verwalten



1. Info-Kicker: Wunschanalyse Micron: KI-Revolution verständlich erklärt



Liebe Börsenfreunde,

Sie haben gewählt: Gewinner der Wunschanalyse ist diese Woche Micron. Meine ausführliche Analyse lesen Sie in Kapitel 5. Ich habe die Gelegenheit genutzt, die Rolle einiger anderer KI-Akteure in diesem turbulenten Markt näher zu erklären: ASML als Anbieter der HBM-Fertigungsmaschinen, SK Hynix und Samsung als Wettbewerber, natürlich Nvidia als Auslöser der KI-Revolution bis hin zur Rolle von AMD, Intel, Sandisk und weiteren Unternehmen.

Der Rückblick in Kapitel 2 ordnet die jüngsten Entwicklungen im Iran für den Ölpreis, die Inflation und daraus folgend die Zinsentwicklung und den Aktienmarktausverkauf zu Beginn der Woche ein. Außerdem erläutere ich hoffentlich für jeden verständlich die 13 Mrd. USD-Übernahme von Hugging Face durch Nvidia.

Unser Anleger-Sentiment bereitet mir diese Woche Sorge. Nicht die absoluten Zahlen, sondern die fehlende Bestätigung des Kurseinbruchs im DAX. Was dies bedeutet, erkläre ich in Kapitel 3.

Noch mehr Sorgenfalten bilden sich auf meiner Stirn, wenn ich im Ausblick in Kapitel 4 die anstehenden Termine der kommenden Woche anschaue. Grund genug für eine defensive Haltung.

Ich habe diese Woche die wichtigsten Geschehnisse zu unseren Portfolioaktien in einem kleinen Artikel in Kapitel 5 zusammengefasst. Diese Ereignisse vervollständigen das Bild zu den Unternehmen, sind aber nicht jedes Mal ein eigenes Update wert, da ich Sie nicht mit Mails bombardieren möchte. Lassen Sie mich wissen, was Sie davon halten.

Zudem gibt es in Kapitel 6 ein Update zu Palo Alto: Das Unternehmen hat hervorragende Q-Zahlen veröffentlicht, die Aktie brach dennoch ein. Den Grund dafür lesen Sie im Update.

In Kapitel 7 finden Sie schließlich die umfangreiche Wunschanalyse zu Micron. Ich muss zugeben: Meine Begeisterung für das günstige Bewertungsniveau (EV/EBITDA von 5 bei 100% Wachstum) wurde im Verlauf der Recherche relativiert. Warum gerade diese Branche dem Schweinezyklus unterliegt, lesen Sie in meiner Wunschanalyse.

Leserfragen zu den Unternehmen Allianz, BHP Group und General Mills beantworte ich in Kapitel 8. Es wird Sie vielleicht überraschen, was mir bei Dividendenaktien wichtiger ist als eine hohe Dividendenrendite.

Wie immer gibt es einen tabellarischen Überblick über den aktuellen Stand unseres Heibel-Ticker Portfolios in Kapitel 9.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

heibel

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs




2. So tickt die Börse: Inflationssorgen belasten, zu Recht



Die Situation in der Ukraine wird an den Finanzmärkten inzwischen kaum mehr beachtet. Die Straße von Hormus gilt als weitgehend geschlossen, man konzentriert sich auf alternative Ölvorkommen. Diese Woche wurden Abkommen mit Venezuela geschlossen, doch deren Umsetzung wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Die OPEC+ hob die letzten verbliebenen "freiwilligen" Förderbeschränkungen auf, doch auch diese Wirkung bleibt überschaubar, da doch viele der verfügbaren Kapazitäten eigentlich durch die Straße von Hormus transportiert werden müssten.

Hormuz-Tanker Erstmals seit einem Monat gab es wieder Militärschläge. Die USA weiten ihre Ziele aus, der Iran griff daraufhin weitere Länder an. Es sieht den Meldungen zufolge erst einmal nach Eskalation aus, doch beide Länder stehen mit dem Rücken zur Wand: In den USA stehen die Zwischenwahlen an und Trump braucht unbedingt einen wie auch immer gearteten Erfolg. Im Iran hingegen kommt das gesellschaftliche Leben zum Stillstand, das Volk hungert.

So nimmt denn auch der Ölpreis die jüngsten Entwicklungen gelassen zur Kenntnis und pendelt um die 95 USD/Fass Brent. Das tatsächliche Ausmaß der durch den Irankrieg verursachten Energiekrise zeigt sich beim europäischen Gaspreis, der wieder über das Niveau des Kriegsbeginns kletterte. In Deutschland sind die Gasspeicher nur zu 53% gefüllt, unser Hauptspeicher in Rehden ist sogar nur zu 8% gefüllt. Irgendwie beunruhigen mich diese Zahlen.

NG Und der US-Dieselpreis schoss in den vergangenen Wochen ebenfalls auf Allzeithochs, was wiederum insbesondere die US-Trucks belastet, die Waren durch das Land befördern. Die Inflation kommt also über die Logistikkosten zum Verbraucher. Und auch in den USA ist der nationale Speicherstand der Ölreserven auf dem tiefsten Stand seit 40 Jahren. Wenngleich die USA mehr Öl produzieren denn je, schaffen sie es nicht, ihre Speicher aufzufüllen. Auch das finde ich beunruhigend.

Alle Zeichen stehen also auf Inflation. Kevin Warsh bestätigte diese Befürchtung in seiner Rede in Jackson Hole vor einer Woche, ich berichtete im vergangenen Heibel-Ticker darüber. Nun meldete sich Notenbankmitglied Waller am Donnerstag zu Wort und machte seine Stimme für eine Zinserhöhung von den am 11. September zu veröffentlichenden Inflationsdaten (VPI) abhängig. Sollte die Inflation nicht zu heiß laufen, werde er für das Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus stimmen. Wir dürfen also auf die Zahlen am kommenden Freitag gespannt sein.

Zinsen wirken unmittelbar auf die Aktienkurse und insbesondere auf die KI-Highflyer. Doch nicht so, wie Sie vielleicht vorschnell denken könnten: Nicht über die Kosten der Investitionen. In Kapitel 5 zeige ich im Rahmen der Wunschanalyse zu Micron, dass die Finanzierungskosten kaum vom Zinsniveau abhängig sind, denn die KI-Investitionen scheitern nicht am Preis, sondern höchstens an der Verfügbarkeit von Strom, GPUs und HBMs.

Steigende Zinsen belasten dennoch die Aktienkurse der KI-Highflyer, und zwar über die Bewertungsansätze der Analysten. Je stärker das Wachstum bei Unternehmen, desto mehr der Bewertungsrelation hängt am zukünftigen Umsatz und Gewinn. Doch Umsatz und Gewinn im Jahr 2030 werden für die heutige Bewertungskalkulation mit einem Abschlag versehen. Und dieser Abschlag ist eine Prozentzahl, die auch in Abhängigkeit vom aktuellen Zinsniveau ermittelt wird. Je höher die Zinsen, desto höher der Abschlag und dadurch bei gleichbleibender Bewertungsrelation desto niedriger der heutige Aktienkurs.

Genau das sehen wir in diesen Wochen an der Börse. Anleger schiften von Highflyern zu Aktien um, die auf Basis der heutigen Gewinne bereits günstig bewertet sind. Dort führt ein Zinsanstieg nicht zu einer so starken Bewertungsanpassung.

So bewegt sich die KI-Euphorie derzeit weg von der Hardware- und Infrastruktur und hin zu KI-Software wie Sicherheitssoftware (Crowdstrike, Palo Alto, ...) und Unternehmenssoftware (ServiceNow, Salesforce). Für die Energieinfrastruktur lieferte Elon Musk Gegenwind: Gasturbinen für die Stromerzeugung seien nicht verfügbar, er werde selber welche entwickeln.

Nvidia Nvidia kauft Hugging Face für 13 Mrd. USD. Es ist die zweitgrößte Übernahme der Firmengeschichte. Hugging Face wurde kürzlich von ChatGPT im Rahmen von Sicherheitstests im Hause von OpenAI unbeabsichtigt gehackt. Dies ist allerdings weniger als ein Problem zu sehen, sondern in meinen Augen ein wichtiger Schritt hin zu einer noch sichereren Infrastruktur.

Hugging Face hat sich als Github der KI-Modellentwickler etabliert. Guthub ist ein Dienst von Microsoft, auf dem Entwickler der ganzen Welt und aller Programmiersprachen ihre Quellcodes verwalten. Insbesondere die Versionsverwaltung und das gezielte Live-Setzen einzelner Programmteile wird heute von so ziemlich jedem Programmierer, den ich kenne, über GitHub umgesetzt.

Bei der Entwicklung von KI-Modellen gibt es ebenfalls Komponenten, die man gerne mit einer Versionskontrolle versehen möchte. Hier sind es jedoch eher Parameter und Gewichte, mit denen die KI-Algorithmen laufen. Indem sich Nvidia nun Hugging Face einverleibt, sichert sich das Unternehmen Zugang zu allen KI-Modellen. Nicht nur die auf der Nvidia-Infrastruktur entwickelten KI-Modelle, sondern auch die auf Google-, Amazon- und Meta-Chips entwickelten Modelle, sowie auch die chinesischen KI-Modelle.

Schon vor einem Jahr wollte sich Nvidia an Hugging Face beteiligen, damals wurde der Marktwert auf 7,5 Mrd. USD geschätzt und Hugging Face lehnte die Offerte für eine 25%-Beteiligung ab. Das hat sich gelohnt, heute gibt's deutlich mehr Geld für das Unternehmen und davon ist 1 Mrd. USD allein für die bestehende Belegschaft vorgesehen, um sie zum Verbleib zu bewegen.

Wochenperformance der wichtigsten Indizes




INDIZES4.9., 20:20 UhrWoche ΔΣ '26 Δ
DAX26.046 -2,0%6,4%
S&P 5007.709 0,0%12,6%
Nikkei65.021 -2,1%29,2%
Shanghai A 4.548 -1,3%-1,8%
US-Dollar/EUR1,160,3%-1,1%
Euro/Yen181,32-2,2%-1,2%
10-Jahres-US-Anleihe4,78%0,050,61
Umlaufrendite Dt3,31%0,080,53
Feinunze Gold$4.420 -0,8%2,3%
Fass Brent Öl$95,80 7,2%57,4%
Kupfer$14.334 0,4%15,4%
Baltic Dry Shipping$3.488 12,3%85,8%
Bitcoin$79.605 2,7%-9,3%








3. Sentiment: Wahrnehmungsverzerrung unter deutschen Anlegern



Umfrage Ein Aufflammen von Militäraktionen im Iran, gepaart mit überraschend falkenhaften Aussagen des neuen US-Notenbankpräsidenten Kevin Warsh in Jackson Hole führten Anlegern die Ernsthaftigkeit des Inflationsdrucks vor Augen, so dass Aktien mit hohen Bewertungsmultiplen verkauft wurden. Bis Donnerstag verlor der DAX zeitweise über 2,5%, um das Wochenminus am heutigen Freitag auf -2% zu verkleinern.

Mit Abstand größter Wochenverlierer im DAX ist Rheinmetall, unser Rüstungskonzern, dessen Auftragsbücher auf Jahre gefüllt sind. Rheinmetall gehört zu den Unternehmen, deren Aktienbewertung stärker am künftigen Wachstum hängt als am heutigen Gewinn. Bei steigenden Zinsen, wie diese Woche geschehen, werden die künftigen Zahlen mit einem höheren Risikoabschlag versehen, der rechnerisch "faire" Aktienkurs sinkt.

In den USA war der Ausverkauf bei einzelnen Titeln, insbesondere den KI-Highflyern, ähnlich stark. Doch auf der anderen Seite gab es eine Reihe von Gewinnern. Im Technologie-Bereich gehören in den USA Wachstumsraten von 30% im Umsatz sowie auch im Gewinn zur neuen Normalität (Palo Alto, ServiceNow), während diese Woche auch gute Zahlen im Einzelhandel einige Aktien nach oben trieben. Unterm Strich blieb dem S&P 500 ein Wochenverlust erspart.

Unser Anlegersentiment fällt diese Woche auf 0,9. Damit messen wir eine neutrale Laune unter unseren Umfrageteilnehmern, was vor dem Hintergrund des Wochenminus von 2% im DAX auf den ersten Blick erstaunlich ist. Doch nicht schlechte Unternehmensmeldungen führen zu dem Ausverkauf, sondern die Zinsentwicklung. Und das hat ja zunächst wenig mit dem Unternehmen zu tun, wenngleich der Aktienkurs darunter offensichtlich leidet.

Doch hohe Zinsen wirken sich mittelbar denn auch belastend auf die Wirtschaft, und damit auf die einzelnen Unternehmen aus. So wirklich beruhigt sind Anleger daher nicht, der entsprechende Umfragewert von -0,7 zeigt eine gewisse Verunsicherung an.

Vielleicht ist es auch Unverständnis und Ungläubigkeit, denn die Zukunftserwartung hingegen notiert mit einem Wert von +3,8 fast schon auf einem extrem hohen Niveau. Ab Werten von +4,0 sprechen wir von Extremwerten. Offensichtlich wird der Kursrückgang dieser Woche als Kaufgelegenheit wahrgenommen.

Und so steigt auch die Investitionsbereitschaft auf 2,0, was der höchste Wert seit April ist.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -2 eine überaus neutrale Positionierung an.

So agieren auch die institutionellen Anleger, die sich über die Eurex absichern. Das Put/Call-Verhältnis für den DAX steht bei 1,35 und befindet sich somit ebenfalls im neutralen Bereich. Genau wie auch das Put/Call-Verhältnis für Equities an der CBOE mit einem Wert von 0,7.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger sinkt auf nur noch 2%punkte: das Bullenlager legt auf 40% zu, während die Bären auf 38% schrumpfen. Insgesamt ist auch das eine neutrale Verfassung.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 notiert mit einem Wert von 42% im Bereich der moderaten Angst.

Interpretation



Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.

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4. Ausblick: Sorgenfalten



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6. Heibel-Ticker Portfolio: Überblick



Hier ein paar Meldungen zu unseren Portfoliopositionen, die kein eigenes Update wert waren:

Gold fiel vom Hoch bei rund 4.650 USD auf 4.300 USD am Mittwoch, -7,5%, und das in einer Woche mit US-Schlägen auf iranisches Territorium, Vergeltung gegen vier Länder und getöteten Seeleuten. Ursache für den Preisverfall ist der Zinsanstieg. Nach der Rede von Kevin Warsh stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung am 16.9. auf 66% (zuvor 35%), die Zehnjahresrendite von US-Staatsanleihen stieg auf 4,81% und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2023. Erst Wallers Bedingungssignal am Donnerstag brachte eine Erholung im Goldpreis auf 4.478 USD.

Bitcoin fiel vom Dreimonatshoch bei 81.455 USD auf 77.100 USD am Mittwoch, um am Donnerstag auf dasselbe Signal hin (Waller) rund 5% auf 81.000 USD zu springen.

Brent Öl stieg von 90,27 auf 95,52 USD. Für Lufthansa verschärft das die Rechnung erheblich: Im ersten Halbjahr wurden nur rund 60% der Kerosinmehrkosten über Erlöse hereingeholt, im vierten Quartal müssen es deutlich über 100% sein, um die Unternehmensprognose zu erfüllen. Dazu kommen die Nahost-Probleme: Dubai-Flüge bleiben bis zum 13. September gesperrt, die übrigen Nahostziele bis zum 24. Oktober. Die Kabinengewerkschaft UFO nimmt kommende Woche die Tarifverhandlungen wieder auf.

Holcim ist über die energieintensive Klinkerproduktion betroffen, hat aber operativ gegengesteuert: Für 40 Mio. EUR wurde eine Produktionslinie für kalzinierten Ton in Tschechien gekauft. Der Ton kann den energieintensiven Klinker als Zement-Beimischung ersetzen.

Nvidia investiert 3,5 Mrd. USD in Wandelanleihen von MediaTek, die größte Direktinvestition außerhalb der USA. MediaTek übernimmt dafür die NVLink-Fusion-Plattform, über die Hyperscaler (Google, Amazon, Meta) eigene KI-Chips in Nvidias KI-Rechenzentren einbinden. Zwei Tage später kündigte Nvidia die Übernahme der KI-Plattform Hugging Face für rund 13 Mrd. USD an, ich berichtete in Kapitel 2 darüber.

Bei Apple hat John Ternus am 1. September die Unternehmensführung übernommen, Tim Cook wechselte zum Executive Chairman. Wichtiger für die Aktie ist die Aufspaltung des Produktstarts für die verschiedenen iPhone 18-Modelle: Im Herbst kommen nur die Pro-Modelle und das faltbare iPhone Ultra, die Einführung des regulären iPhone 18 verschiebt sich auf das Frühjahr 2027. Damit vergibt Apple einen Teil des Weihnachtsgeschäfts, das stets von neuen Modellen getrieben ist. Zudem wird erwartet, dass alle iPhones eine Preiserhöhung um 100-200 USD erfahren werden, da die Speicherkosten von einem Anteil von 10% auf 34% angewachsen sind.

Microsoft ordnet die Berichtssegmente von drei auf zwei um, "Agents and Infra" und "Devices and Consumer". Die Neuordnung macht die KI-Gewichtung erstmals in der Berichterstattung sichtbar.

Novo Nordisk hat die orale Wegovy-Variante am 1. September in Deutschland eingeführt, dem ersten EU-Markt. Nun warten wir auf erste Zahlen der deutschen Krankenkassen über entsprechende Erstattungen.

Bei Siemens Energy heißt die zur Ausgliederung vorgesehene Sparte nun Omterra, ich berichtete letzte Woche darüber.



7. Wunschanalyse






: Micron Technology – Vom Schweinezyklus zum Billionen-Konzern



Fr, 04. September um 17:34 Uhr
Vor einem Jahr kostete die Micron-Aktie noch 118 USD. Heute notiert sie bei rund 956 USD, was einem Plus von 707% entspricht. Zwischenzeitlich stand sie sogar bei 1.255 USD, doch seit Ende Juni ziehen Zweifel ein, wie lange sich die hohen Preise für das rare Produkt von Micron halten lassen.

Im Mai stieg Micron in den elitären Billionen-Dollar-Club auf, dennoch würde ich die Bewertung nach wie vor als günstig einstufen. Wie passt das zusammen? Die Antwort führt mitten hinein in die spannendste Frage des gesamten KI-Booms: Ist der Speichermarkt noch der brutale Schweinezyklus, den wir seit den 1960er Jahren kennen, oder sind Speicher zur kritischen Komponente der disruptiven KI-Revolution geworden?

Mit dieser Wunschanalyse schlagen wir also zwei Fliegen mit einer Klappe: Ist Micron ein Investment wert? Die Antwort ist einfach und ich kann Sie Ihnen vorab geben: Ja. Doch warum hält dieser Boom länger an, als viele Marktbeobachter erwarten? Was genau treibt die KI-Investitionen, wenn man mal von den euphorischen Träumen der Hyperscaler absieht? Und wann ist der derzeit gigantische Hunger nach HBM-Speichern gestillt?

Das Geschäftsmodell: Chip-Fertigung auf amerikanischem Boden



Micron aus Boise, Idaho, ist der einzige verbliebene US-Hersteller von HBM-Speicherchips. Das Unternehmen produziert im Wesentlichen zwei Dinge: DRAM, den Arbeitsspeicher, der Daten während der Verarbeitung vorhält, und NAND, den Flash-Speicher, der Daten dauerhaft sichert, etwa in SSDs. SSDs werden auch von Sandisk in den USA produziert. Mit DRAM-Arbeitsspeichern erwirtschaftet Micron ¾ des Umsatzes, NAND erwirtschaftet das verbleibende Viertel.

Anders als Nvidia, das Chips entwirft und fertigen lässt, betreibt Micron eigene Fabriken. Es ist ein extrem kapitalintensives Geschäft, in dem eine einzige neue Fabrik zweistellige Milliardenbeträge verschlingt und Jahre bis zur ersten Wafer-Ausgabe braucht.

Genau diese Kapitalintensität hat den Speichermarkt historisch zum Zyklus-Albtraum gemacht: In guten Zeiten bauten alle Hersteller gleichzeitig Kapazität auf, zwei Jahre später kam die Angebotsschwemme, die Preise kollabierten, und aus Rekordgewinnen wurden Milliardenverluste. Die kurz zuvor teuer finanzierten neuen Fabriken müssen laufen, denn nur eine laufende Fabrik muss nicht gleich vollständig abgeschrieben werden. In der Volkswirtschaft nennt man das Schweinezyklus, da man diese Entwicklung aus der Schweinezucht schon lange kennt.

Es ist noch nicht lange her, erst 2023 halbierte sich Microns Umsatz binnen Jahresfrist und führte zu einem Jahresverlust von 6 Mrd. USD. Diesen Zyklus muss man kennen, um die heutige Bewertung zu verstehen. Anleger warten darauf, dass hohe Investitionen in neue Fabriken verkündet werden, mit denen das Ende des aktuellen Schweinezyklus angekündigt würde.

Im vergangenen Jahr erfolgte bei Micron eine strategische Neuausrichtung. Das Endkundengeschäft unter der Marke Crucial wurde eingestellt, die gesamte Fertigungskapazität wurde auf KI-Rechenzentren und die Automobilindustrie ausgerichtet. Man verkauft nicht mehr an Schnäppchenjäger, sondern an Unternehmenskunden wie Hyperscaler mit tiefen Taschen oder langfristig transparente Autobauer.

KI-Rechenzentren ohne HBM verhungern



Vorab hier nochmals die Begrifflichkeiten, da man das leicht durcheinander bringt:
CPU/GPU = Prozessor → rechnet
RAM/DRAM/HBM = Arbeitsspeicher → hält Daten kurzfristig für den Prozessor bereit
HD/NAND/SSD = Massenspeicher → speichert Daten dauerhaft

Bei den CPUs ist Intel (und AMD und Apple) führend, sie arbeiten sequentiell. GPUs können parallel arbeiten, sie kommen von Nvidia (und Broadcom/Marvell für Google, Amazon und Meta)

Mit dem Siegeszug der KI-Rechner wird Leistung anders gemessen. Früher arbeiteten Prozessoren Aufgaben Aufgaben ab, wichtigste Leistungskomponente war die Geschwindigkeit des Prozessors.

Die Leistung eines KI-Systems hingegen hängt nicht primär an der Rechenleistung des Prozessors, sondern an Bandbreite und Kapazität des Arbeitsspeichers. Eine Aufgabe wird nicht mehr sequentiell abgearbeitet, sondern in Hunderte kleine Aufgaben aufgeteilt, sodann parallel von der GPU bearbeitet und schließlich werden alle parallel erzielten Ergebnisse zu einer Antwort zusammengeführt. Die Software, die dies bewerkstelligt, heißt Cuda und kommt nicht zufällig ebenfalls von Nvidia. In diesem Prozess wird nun die Geschwindigkeit wichtig, mit der die einzelnen Aufgaben vom Arbeitsspeicher (HBM) an die GPU (Grafikprozessor) übergeben werden.

Eine Nvidia-GPU, die auf Daten wartet, ist ein sehr teurer Heizlüfter. HBM-Speicherchips werden wie ein Hochhaus in zwölf Etagen übereinandergestapelt und direkt neben dem Grafikprozessor platziert. Bloomberg erwartet, dass der HBM-Markt von 74 Mrd. USD im laufenden Jahr auf 260 Mrd. USD im Jahr 2030 wächst, also 60% pro Jahr.

HBM steht im laufenden Jahr nur für rund 13 Mrd. USD Umsatz bei Micron, also gut ein Zehntel des Konzerns. Der weit größere Teil des Geschäfts ist Standard-DRAM und NAND.

Die Margen im Standard-DRAM sind derzeit sogar höher als im gehypten HBM-Markt, weil die Knappheit den gesamten Markt erfasst hat. HBM frisst Produktionskapazität, denn für dieselbe Speichermenge braucht es ein Vielfaches an Wafer-Fläche, und jeder Wafer, der in HBM wandert, fehlt beim Standard-Speicher für Server, PCs und Smartphones sowie bei den speziellen Lösungen für die Autoindustrie.

Im Frühjahrsquartal stiegen Microns DRAM-Preise um gut 60% gegenüber dem Vorquartal, bei NAND sogar um rund 85%. Micron verdient also nicht trotz, sondern wegen HBM auch am angestammten Teil des Geschäfts prächtig. Weiteres Wachstum im DRAM-Bereich könnte durch agentische KI erzwungen werden, die den DRAM-Bedarf um weitere 7 bis 10% antreiben dürfte (Bloomberg-Schätzung), sowie in KI-PCs und KI-Smartphones durch künftig deutlich größere DRAMs… und da sprechen wir noch nicht davon, dass KI-Modelle in der fernen Zukunft mal auf den Endgeräten der Kunden laufen könnten.

Warum das Angebot nicht einfach mitwächst



Aber wenn die Preise derart steigen, warum baut dann niemand massiv Fertigungskapazitäten auf? Nun, neue Speicherfabriken werden auf der grünen Wiese geplant mit Vorlaufzeiten von drei bis fünf Jahren, limitiert durch Baukapazitäten, Fachkräftemangel, Genehmigungsverfahren und zunehmend fehlende Strominfrastruktur. Gleichzeitig wird jede neue Prozessgeneration komplexer und benötigt dadurch immer mehr Fläche pro Bit.

In der NAND-Fertigung wird sogar bestehende Reinraumfläche nun für die DRAM-Fertigung umgewidmet, was das NAND-Angebot zusätzlich verknappt. Micron sagt, man könne derzeit nicht absehen, wann das Angebot die Nachfrage einholt. Frühestens ab 2028 könnte sich die Lage graduell entspannen. Die 2027er-Produktion aller drei großen Hersteller ist Berichten zufolge bereits ausverkauft, Abnehmer erhalten teils nur 60 bis 70% ihrer Bestellwünsche.

Das Wachstum der kommenden zwei bis drei Jahre wird also nicht von der Nachfrage begrenzt, sondern vom Tempo des eigenen Kapazitätsausbaus. Trotz der Angst vor dem Schweinezyklus sind die Ausbaupläne gewaltig. In Idaho soll die Fabrik ID1 Mitte 2027 erste Wafer liefern, ID2 Ende 2028, dazu kommen neue Fertigungen in New York, das zugekaufte Tongluo-Werk in Taiwan und eine HBM-Packaging Anlage in Singapur ab Anfang 2027.

Die jährlichen Investitionen steigen von 8 Mrd. USD im Jahr 2024 über 27 Mrd. USD im laufenden Jahr auf 45 Mrd. USD im kommenden Jahr. Die anderen beiden Hersteller von HBM-Speichern, SK Hynix und Samsung, investieren gleichzeitig. Droht sich die Geschichte zu wiederholen?

Die Wettbewerber: Aufsteiger Micron, Platzhirsch SK Hynix, Nachzügler Samsung



Der DRAM-Markt ist ein Oligopol: Samsung, SK Hynix und Micron kontrollieren über 90%. Nach Gesamtmarktanteilen lag Samsung im zweiten Quartal mit 39% vorn, dahinter SK Hynix mit 26% und Micron mit 25% – praktisch gleichauf auf Platz zwei. Beim lukrativen HBM führt SK Hynix mit zuletzt knapp 60% Marktanteil, Micron mit 20% bis 25% und dann Samsung als Nachzügler, allerdings mit dem Prestigeerfolg, erster HBM4-Lieferant für Nvidia zu sein.

Micron konterte mit einem Design-Win für Nvidias kommende Vera-Rubin-Serverplattform, und der eigene HBM4-Hochlauf läuft doppelt so schnell wie seinerzeit HBM3E. Über 1 Mrd. USD HBM4-Umsatz sind bereits ausgeliefert. Erklärtes Ziel ist, den HBM-Anteil dauerhaft auf Höhe des DRAM-Gesamtanteils zu halten, also bei 20 bis 25%. Die HBM-Erlöse sollen sich 2027 etwa verdoppeln.

Für 2027 wird bei Micron ein Konzernumsatz von 265 Mrd. USD erwartet, bei SK Hynix rund 396 Mrd. USD. Die Koreaner bleiben also das Maß der Dinge, wachsen mit plus 56% aber kaum schneller als Micron mit plus 52%. Samsung kommt auf 718 Mrd., wovon jedoch der Großteil auf Elektronik, Displays und andere Sparten außerhalb des Speichergeschäfts entfällt. Im Speichergeschäft wächst der Konzern mit plus 35% deutlich langsamer als die beiden auf Speicher fokussierten Wettbewerber.

Als einziger US-Hersteller mit subventionierten Fabriken in Idaho, New York und Virginia ist Micron der natürliche Lieferant für alle, die amerikanische Lieferketten wollen. Die Kunden honorieren das nicht nur wegen der Trump-Administration, sondern auch aufgrund der Präferenz für lokale Lieferanten, deren Lieferketten nicht von geopolitischen Problemen abhängig sind.

Die Koreaner agieren bereits am Limit und haben ihre zukünftige Fertigung bereits zum großen Teil an OpenAI versprochen. Unter dem Projekt Stargate wurden große Absichtserklärungen getätigt, deren Finanzierung nun umgesetzt werden muss. Es ist genug Nachfrage für alle da.

Das Damoklesschwert schwebt weiter östlich. Der chinesische Hersteller CXMT drängt mit Staatsgeld in den Standard-DRAM-Markt. Für Hochleistungsprodukte spielt er auf Jahre keine Rolle, aber am unteren Ende des Marktes wird er ab 2027/2028 Preisdruck erzeugen.

HBMs werden aus modernen ASML-Maschinen gefertigt, die das komplexe Hochhaus-Stapeln kosteneffizient und mit geringer Fehlerquote beherrschen. Daher werden bereits von Micron, SK Hynix und Samsung HBM4s ausgeliefert, während die chinesische CXMT unter großem Aufwand und bei hohem Ausschuss Ende August erstmals eine Kleinserienproduktion von HBM3E vermeldete.

Kapazitätsbeschränkung der KI-Modelle bremst Speicher-Nachfrage



Habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich alle Heibel-Ticker Ausgaben der vergangenen 20 Jahre als Textdatei heruntergeladen und Claude zur Verfügung gestellt habe? Rund 20.000 Seiten Fließtext bzw. eine 45 MB Textdatei ohne Formatierung, die meine KI nun ins Gedächtnis nehmen soll. Das hat sich als besonders hilfreich für die Beantwortung von Leserfragen herausgestellt, weil ich von Ihnen häufig zu Aktien befragt werde, die wir in der Vergangenheit schon mal besprachen. Claude weiß dann sofort, wie ich zuletzt zu der entsprechenden Aktie stand, ich kann mich leider nicht an alle Aussagen erinnern, die ich getätigt habe.

Ich bat nun Claude, sich alles ins „Gedächtnis” zu nehmen, also, technisch gesprochen, in die HBM.

Claude antwortete, das könne er nicht, dazu reiche seine Kapazität nicht aus. Er schlug vor, die Datei zu „speichern”, also, technisch gesprochen, auf die NAND / SSD zu schreiben und bei Bedarf dort nach entsprechenden Informationen zu suchen.

Ich habe nachgeforscht: Die heutigen KI-Modelle können 1 Mio. bis 10 Mio. Token verarbeiten, bevor sie beginnen zu vergessen oder Dinge durcheinanderzubringen. Die Spanne 1 Mio. bis 10 Mio. Token ist sehr groß und nicht so wichtig, auch bei uns Menschen gibt es sehr unterschiedliche Kapazitäten, was das Gedächtnis angeht. Witzigerweise werden in der Wissenschaft aber die 1-10 Mio. Token ins Verhältnis zum Gedächtnis des Menschen gebracht und als etwas gleichwertig eingestuft.

Nun ja, damit ist die KI also nicht „besser” als ich, aber deutlich schneller. Ich könnte natürlich auch mein Archiv durchforsten und dann die entsprechenden Informationen heraussuchen, das habe ich bislang stets mit durchwachsener Begeisterung getan, doch das dauert.

Na, wie Sie sehen, gibt es noch immer viel zu erforschen und ich werte dies als Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach immer mehr Speicher, ob HBMs, DRAMs oder SSDs, auf absehbare Zeit nicht nachlassen wird.

Langfristige Verträge statt Spotmarkt



Der eigentliche Paukenschlag Ende Juni im jüngsten Quartalsbericht von Micron waren nicht die Rekordzahlen, sondern die 16 strategischen Kundenverträge, die sogenannten SCAs, die verkündet wurden. Deren Konstruktion zielt direkt auf das Herz des Schweinezyklus.

Es handelt sich um 5-Jahresverträge, die rund 20% des DRAM- und 33% des NAND-Volumens abdecken. Die Kunden verpflichten sich verbindlich, feste Mengen abzunehmen – ob sie den Speicher brauchen oder nicht. Die größten Verträge haben Preisober- und vor allem Preisuntergrenzen, wobei die Untergrenzen Bruttomargen garantieren, die über den besten Quartalsmargen aller früheren Zyklen liegen. 14 der 16 Verträge summieren sich zu einem vertraglichen Mindestumsatz von rund 100 Mrd. USD, ein Fünftel davon fließt bereits heute, sozusagen als Anzahlung. Kunden zahlen Milliarden im Voraus, nur um überhaupt beliefert zu werden.

Wenn diese Konstruktion hält, ist Micron in der nächsten Abschwungphase kein Zykliker mehr, sondern ein Unternehmen mit vertraglich gesichertem Umsatzsockel und Margenboden. Solche Verträge wurden in anderen Branchen schon nachverhandelt, wenn die Not der Kunden groß genug war und sie ihre Abnahmeverpflichtung nicht erfüllen konnten.

Außerdem, und jetzt kommt’s, sollen rund 40% des Umsatzes zu Fest- oder Deckelpreisen nahe dem aktuellen Niveau vereinbart worden sein. Das begrenzt in der Hausse auch das Aufwärtspotenzial. Seit dem 26. Juni gab die Aktie um 25% nach.

Die Zahlen: Explosion im Frühjahr, Normalisierung in Zeitlupe



Die Q-Zahlen für das im Mai endende Quartal sprengten jede Vorstellungskraft. Umsatzplus 346% gegenüber Vorjahr auf 41,5 Mrd. USD, plus 74% allein gegenüber dem Vorquartal. Die Gewinnmarge (brutto) erreichte 84,9%, die operative Marge 81%, der Gewinn je Aktie 25,11 USD, im Jahr zuvor waren es 1,76 USD. Der freie Cashflow sowie das EBITDA verzehnfachten sich.

Für das Ende August abgelaufene Quartal, dessen Zahlen am 30. September anstehen, wird ein Umsatzplus von 23% zum Vorquartal erwartet bei etwa 31 Dollar Gewinn je Aktie und 86% Bruttomarge. Danach flacht die Kurve ab: plus 11% im November-Quartal, dann zweimal plus 6% – bei Gewinnen je Aktie von 35, 38 und 40 Dollar. Aus der Explosion wird solides Wachstum auf extrem hohem Niveau. Die folgende Grafik zeigt die explosive Entwicklung des laufenden Jahres.

SK Hynix wächst 2026 mit identischem Tempo von plus 283%, Samsung mit plus 131%. Über drei Jahre gerechnet liegen Micron und SK Hynix mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 108 beziehungsweise 105% praktisch gleichauf.

Ab dem 9. Dezember will Micron zudem die Kapitalrückführung deutlich erhöhen und langfristig 100% des überschüssigen Cash zurückgeben, primär über Aktienrückkäufe. Bislang fließt mit 60 Cent Jahresdividende (Rendite: 0,05%) fast nichts.

Bewertung: Das Zykliker-Paradoxon – und der Blick nach Korea



Das EV/EBITDA steht aktuell bei 5. Bei einem Gewinnwachstum von 100% wäre ich bereit, ein EV/EBITDA von bis zu dem doppelten Wachstum zu zahlen, also 200 – sofern die Wachstumsgeschwindigkeit nachhaltig ist. Das würde die Aktie um das 40-fache nach oben katapultieren.

Doch das explosive Gewinnwachstum ist nicht nachhaltig. Beim iPhone machen die Kosten für den Speicher inzwischen 34% der gesamten Kosten aus, vor zwei Jahren waren es noch lediglich 10%. Die Bäume wachsen bei den Speicherpreisen nicht in den Himmel. Zudem haben wir anhand der langfristigen Verträge gesehen, dass auch Micron durchaus gewillt ist, Preisobergrenzen zu akzeptieren.

Gewinnentwicklung-Micron
Abbildung 1: Gewinnentwicklung Micron: explosiver Anstieg 2026


Es gibt eine Börsenweisheit: Man kauft Zykliker bei optisch hohem KGV und bei optisch niedrigem verkauft man. Gewinnmargen von 85% haben sich historisch betrachtet noch nie lange halten können.

Beim KGV ist Micron mit 6,6 etwa doppelt so teuer wie SK Hynix (3,1) und Samsung (3,6). US-Listings werden stets höher bewertet, aber auch die bessere Sichtbarkeit der langfristigen Verträge und der übliche Korea-Abschlag für Konglomeratsstrukturen und Geopolitik machen sich hier bemerkbar.

Beim EV/EBITDA dreht sich das Bild jedoch komplett: Hier ist Micron mit 5 der günstigste, vor Samsung (5,7) und deutlich vor SK Hynix (7,5). Diese Kennzahl halte ich für die bessere, weil sie Microns überlegene Margenstruktur einfängt.

Der teuerste Punkt ist das Kurs-Buchwert-Verhältnis von knapp 11 gegenüber 4,3 und 2,5 bei den Koreanern. Im Abschwung böte Micron von den dreien den geringsten Substanzpuffer.

Analysten uneins



Manchmal denke ich, wenn ich doch nur die Analysen der Experten hätte, dann bräuchte ich mir keine eigene Meinung bilden. Analysten haben ihre Ausbildung mit Bestnoten abgeschlossen und beschäftigen sich wochenlang mit einem Unternehmen, für das sie sich eine Meinung bilden. Die müssen doch wissen, wohin die Reise geht, oder?

Nun, die Aktie von Micron steht aktuell bei 1.000 USD und die 61 Analysten haben Kursziele von 400 USD (Evercore) bis 2.000 USD (Susquehanna). Die einen rechnen mit einer chinesischen HBM-Flut, die anderen mit einer weiter anziehenden Nachfrage bei nur langsam wachsendem Angebot. Daraus können wir doch eindeutig eines schließen: Nichts.

Die in meinen Augen einzig wichtige Frage ist, wie oft Micron noch die Prognose anheben wird? In den letzten 8 Quartalen übertraf Micron stets die Unternehmensprognose, Analystenschätzungen gehen seit 4 Jahren nur nach oben.

Technische Analyse: Konstruktive Konsolidierung nach der Fahnenstange



Nach dem Allzeithoch bei 1.255 USD unmittelbar nach den Juni-Zahlen hat die Aktie rund 25% korrigiert. Das Tief lag bei 827 USD Mitte August, seither pendelt die Aktie zwischen rund 830 und 1.036 USD.

Der RSI von 53 ist neutral: Die Überhitzung vom Juni ist abgebaut, ohne dass die Aktie überverkauft wäre.

Die 200-Tage-Linie verläuft weit unten bei rund 600 Dollar und bestätigt den intakten übergeordneten Aufwärtstrend.

Nach oben liegt die erste Hürde bei 1.036 USD, danach dann das Allzeithoch bei 1.255 USD.

Nach unten stützt die wichtige Marke um 823 USD. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde das Chartbild eintrüben, dort verläuft die Nackenlinie einer angedeuteten Topformation.

Durch die Brille der technischen Analyse betrachtet würden Kaufinteressenten eine erste Tranche in der Unterstützungszone 860 bis 900 USD kaufen. Anschließend würde ich den Quartalsbericht am 30. September abwarten. Das Ereignisrisiko bei Micron ist erheblich, insbesondere nach drei gewaltigen positiven Überraschungen in Folge. Die Messlatte liegt sehr hoch.

Sollte es im Herbst zu einer breiteren KI-Konsolidierung (20 bis 30%) kommen, wäre die Zone 750 bis 830 Dollar das Ziel für die zweite Tranche. Wer prozyklisch agieren möchte, kauft gegebenenfalls den Ausbruch über 1.050 USD, sichert dann jedoch mit engem Stop Loss ab.

Als Katalysator fürs Jahresende steht der 9. Dezember im Kalender: Ab dann darf Micron die Kapitalrückführung erhöhen, und angesichts der Rekord-Cashflows könnte dort ein substanzielles Rückkaufprogramm verkündet werden.

Neue Erfindungen



Neben der einfachen Sichtweise auf die Fertigungskapazitäten in Relation zur Nachfrage dürfen wir jedoch neue Forschungserfolge nicht ausschließen. Nach RAM und DRAM kam nun HBM. Der nächste Schritt könnte PIM heißen, „Processing in Memory”.

Heute müssen die Daten mit Hilfe der großen Bandbreite zwischen Prozessor (CPU / GPU) und Speicher (DRAM / HBM) hin und her geschaufelt werden. Künftig könnte die Verarbeitung direkt auf dem Speicher erfolgen, erste PIM-Systeme auf Basis der HBM-Speicher existieren bereits.

Noch viel spannender finde ich den Ansatz der „Memristoren”. Sie speichern die KI-Gewichte, die als Ergebnis der heutigen Hochleistungs-KI-Modelle deren Arbeitsweise definieren.

Schließlich forscht man an optischen Datenverbindungen auf den Chips statt der Kupferverbindungen. Photonisches Computing verarbeitet Licht statt elektrischer Signale.

Für die kommenden 3-5 Jahre ist nicht mit neuen Technologien zu rechnen, die in ausreichender Menge zur Verfügung stehen könnten, um Micron Konkurrenz zu machen. Sollte sich da etwas abzeichnen, so hat Micron heute genug Cash, um solche Start-ups aufzukaufen. Doch so etwas ist derzeit nicht in Sicht.

Auf Sicht von 5-10 Jahren ist ein Wandel durchaus vorstellbar, wenngleich auch in diesem Zeithorizont neben der technologischen Verfügbarkeit dann insbesondere ein Hochfahren einer entsprechenden Fertigung viel Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

Grenzen der Finanzierbarkeit



Eine andere Frage, die immer wieder wie ein Gespenst über das Parkett huscht, ist die Frage nach der Finanzierbarkeit der explosiv anwachsenden Nachfrage. Viele KI-Projekte wurden bislang angekündigt, es wurden hohe Summen genannt, doch die Beschaffung dieser Investitionsgelder ist alles andere als einfach. In den vergangenen vier Jahren haben die Hyperscaler aus ihrem Cashflow investiert und in den vergangenen Monaten gab es eine Reihe von ersten Finanzierungen.

Die Frage der Finanzierbarkeit hängt auch am Zinsniveau und gerade hier droht in diesen Tagen Ungemach seitens der exzessiven Überschuldung vieler Staatshaushalte, nicht nur der USA.

Für aktuelle Investitionen gibt es keine Probleme. Die Finanzierungskonditionen sind noch immer günstig und die Höhe der Investition bemisst sich aus der Verfügbarkeit von GPUs, Strom und HBMs. Ein KI-Rechenzentrum, das in Betrieb genommen wird, erwirtschaftet derzeit sehr schnell seine Investitionskosten, wie wir unlängst an der Vermietung mehrerer KI-Rechenzentren mit vermeintlich alten GPUs zu horrenden Preisen sehen konnten.

Und damit sind wir bei einem weiteren wichtigen Aspekt: Wann werden HBMs wertlos? Müssen die Chips nach 3, nach 7 oder nach 10 Jahren abgeschrieben werden? Liegt der Wert vielleicht vielmehr im Rechenzentrum, das eine funktionierende Stromversorgung hat? Da könnte dann das Ersetzen veralteter HBMs kostenmäßig zur Nebensache werden und somit die Nachfrage nach HBMs auch über die Zeit hinaus sichern, wenn es schon neue Technologien gibt.

So, jetzt haben Sie alle Für und Wider. Für mich reicht das, um mir eine Meinung zu bilden.

Passt Micron ins Heibel-Ticker Portfolio?



Thematisch gehört Micron eigentlich in unseren disruptiven Portfoliobereich, direkt neben Nvidia. Beide Aktien hängen jedoch am selben KI-Investitionszyklus, ein Rückschlag träfe beide gleichzeitig. Wir würden kein neues Thema ins Portfolio holen, sondern ein bestehendes hebeln, denn Micron ist über die Preismechanik der stärker gehebelte Play auf dieselbe These.

Außerdem profitiert Micron derzeit überproportional von einer Knappheit, die nicht ewig anhält. Und der Burggraben, den bspw. Nvidia durch Cuda besitzt, gilt für Micron nicht. Die niedrige Bewertung für Micron liegt also direkt an den großen Gefahren, die täglich rechts und links des Weges von Micron lauern.

Daher wäre höchstens eine Spekulation auf eine Fortsetzung der KI-Hausse eine Möglichkeit. Dafür würde ich nicht auf einen Kursrücksetzer warten, sondern eher auf ein sofortiges Durchstarten über 1.050 USD, denn dadurch würde die aktuelle Rallye bestätigt. Als Spekulation würde ich also nicht auf eine vermeintlich günstige Bewertung warten, sondern eher auf eine intakte Rallye.

Sollten sich die langfristig laufenden Verträge im Lauf des Jahres 2027 bewähren, die Margen also auch bei nachlassendem Preisauftrieb bei über 60% bleiben, keine Nachverhandlungen der Verträge erfolgen und ein HBM-Marktanteil von 20 bis 25% verteidigt werden, dann dürfte die Rallye noch weitergehen.



8. Leserfragen



BHP Group nach Kursrallye


Hallo Herr Heibel,
als treuer Leser ihres sehr interessanten und aufschlussreichen Heibel Tickers möchte ich mich mit einer Frage an sie wenden.
Set einiger Zeit habe ich Aktien von BHP (Bergbauunternehmen) die inzwischen stark gestiegen sind. Was meinen sie, weiter behalten oder zum Teil verkaufen? Die Dividenden ist eigentlich auch gut.

Grüße aus Dinslaken, Andreas

ANTWORT
BHP habe ich seit der Heibel-Ticker Erstausgabe 2006 immer wieder besprochen, zuletzt ausführlich in einer Wunschanalyse Dezember 2016. Die Aktie war jahrelang unser Rohstoffkern.

Die vor Kurzem veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 (Stichtag 30. Juni) waren stark. Umsatz +15% auf 58,8 Mrd. USD, Gewinn (EBITDA) +27% auf 32,9 Mrd. USD. Die Dividende steigt auf 1,72 USD je Aktie mit rund 4-5% Rendite auf den aktuellen Kurs.

Kupfer hat erstmals in der Konzerngeschichte das Eisenerz als wichtigsten Ertragsbringer abgelöst, es steuert 54% des Gewinns bei, getrieben durch einen Kupferpreisanstieg von 35% im Jahresverlauf. Das ist exakt die Kupferdefizit-Story, die ich Ihnen bereits vor einigen Monaten zu Freeport-McMoRan geschildert hatte: In den kommenden zehn Jahren wird nur die Hälfte des benötigten Kupfers gefördert, KI-Rechenzentren und die Elektrifizierung treiben die Nachfrage strukturell.

Ich würde dennoch Gewinne mitnehmen und einen Teil der Position verkaufen. Rohstoffaktien folgen dem Rohstoffpreis und der Kupferpreisanstieg von +35% in einem Jahr ist zyklisch, nicht dauerhaft. BHP hat für das Geschäftsjahr 2027 einen Rückgang der Kupferproduktion angekündigt, weil der Erzgehalt bei der Escondida-Mine in Chile sinkt. Das ist ein kurzfristiger operativer Gegenwind.


Noch kein Turnaround bei General Mills


Sehr geehrter Herr Heibel,

General Mills besticht durch einen längeren Aufwärtstrend. Ist denn ein Investment jetzt noch sinnvoll?

Mit freundlichen Grüßen
Peter aus Bobingen

ANTWORT
Ein „längerer" Aufwärtstrend bei General Mills liegt nur dann vor, wenn man sich die Entwicklung seit Juni anschaut. In den drei vorhergehenden Jahren ging’s von 91$ auf 32$ nur bergab. Aktuell notiert die Aktie wieder bei 41$.

General Mills haben wir im Heibel-Ticker mehrfach besprochen, zuletzt im Oktober 2022 als Alternative zu Procter & Gamble im Rahmen einer Leserfrage. Damals lautete mein Fazit „das Bessere ist des Guten Tod" - P&G bot mit 7,7% erwartetem Gewinnwachstum ein deutlich besseres Profil als General Mills mit 4,4%. Diese Einschätzung ist heute noch aktueller: Während P&G weiterhin moderat wächst, ist General Mills operativ ins Schrumpfen gerutscht. Q3 des Geschäftsjahres 2026 zeigte organische Umsätze -3% und einen bereinigten Gewinn je Aktie -37% zum Vorjahr.

Was auf den ersten Blick verlockend wirkt, ist die Bewertung. Das EV/EBITDA von nur 11 ist eines der niedrigsten im S&P 500 im Konsumgüterbereich. Dividendenrendite bei 6,1%, deutlich über dem historischen Durchschnitt von 3-4%. 19 Jahre in Folge steigende Dividende, die durch den starken Free Cashflow gedeckt ist.

Warum ist die Aktie trotzdem so gefallen? Verbraucher wechseln zunehmend zu Handelsmarken der Supermärkte, weil Markenprodukte wie Cheerios oder Häagen-Dazs zu teuer geworden sind. Außerdem hinterlassen die GLP-1-Abnehmmedikamente (Wegovy, Zepbound) ihre Spuren bei den verarbeiteten Lebensmitteln und Süßwaren, gerade in den zentralen General-Mills-Kategorien. Zudem wurde mit einer teuren Übernahme (Blue-Buffalo für Tierfutter) die Schuldenquote deutlich erhöht.

Es ist in meinen Augen noch zu früh für eine Turnaround-Spekulation bei General Mills. Die Probleme sind strukturell, und Lösungen kann ich noch nicht sehen. Der vermeintliche Turnaround in der Aktie könnte sich als zwischenzeitliche Erholung im noch längerfristigen Abwärtstrend herausstellen.


Dividendenrendite gepaart mit Wachstum bei Allianz


Hallo Herr Heibel,

Besten Dank für Ihre pragmatischen und unaufgeregten Analysen.

Zwei kurze Fragen zum Portfolio – ist die Mindestanforderung von 2,5 % Dividende angesichts der Inflation und zusätzlich der von jedem abzuführenden Kapitalertragsteuer nicht deutlich zu niedrig angesetzt? Ich finde Dividenden-Aktien eigentlich erst ab 5 % Ausschüttung attraktiv, sonst bleibt am Ende ja nichts übrig.

Die zweite Frage gilt dann auch gleich dem Dividendentitel Allianz. Im Portfolio haben Sie diesen Titel mit „C“ gekennzeichnet, also verkaufen bei einem Kurssprung. Der Kurssprung ist seit der letzten Hauptversammlung vollzogen, aber aus Ihren Updates lese ich keine Verkaufsabsicht. Ich halte die Aktie auch langfristig für haltenswert. Sehen Sie das nicht mehr so?

Es grüßt herzlich Hendrik Meyer aus Magdeburg

ANTWORT
Vielen Dank für das Lob :-)

Dividendenaktien müssen meinen Kriterien zufolge auch ein Mindestwachstum haben. Mir ist das Wachstum wichtiger als eine hohe Dividendenrendite, denn durch das Wachstum werden weiterhin kontinuierliche Dividendenanhebungen möglich und dadurch wird die Dividendenrendite auf den ursprünglich gezahlten Preis ansteigen. Die Allianz haben wir bspw. 2022 zu 194,50 EUR gekauft. Setzen wir die im Mai gezahlte Dividende in Relation zum ursprünglich gezahlten Aktienpreis, ergibt sich eine Dividendenrendite von 17,1/194,5 = 8,8%.

Mit aktuell 4,1% Dividendenrendite auf den heutigen Kurs ist die Allianz nach wie vor attraktiv und ich habe nicht vor, sie auf dem aktuellen Kursniveau zu verkaufen. Das C sagt lediglich aus, dass es im Falle eines starken Kursanstiegs, und +4,5% seit Ende August sind noch nicht stark, eher einen Verkauf geben wird als einen Nachkauf im Falle eines starken Kursverlusts. Mit einem EV/EBITDA von 14 ist die Aktie zwar nicht mehr billig, aber auch noch nicht zu teuer … sondern fair bewertet :-)




9. Übersicht HT-Portfolio



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10. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise



Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

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Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag



11. Mitgliedschaft verwalten



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