Heibel-Ticker Free Börsenbrief
- Einfach einen Tick besser -
21. Jahrgang - Ausgabe 45 (06.11.2026)
Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:
| 1. | Info-Kicker: Crash der Technologiebörse |
| 2. | So tickt die Börse: Nach US-Wahlen: Sämtliche rosarote Brillen vernichtet |
| - Wochenperformance der wichtigsten Indizes | |
| 3. | Sentiment: Schnäppchenjäger ohne Sicherheitsnetz |
| - Interpretation | |
| 4. | Ausblick: Wahlsieg der Demokraten und Friedenshoffnung ändern Rahmenbedingungen für Heibel-Ticker Portfolio |
| 5. | Update beobachteter Werte |
| Verkaufen | |
| Rekordzahlen, aber Speicherpreise und KI-Kosten drücken die Marge | |
| Rekordumsatz trotz Iran-Krieg, aber die Kerosinrechnung steigt weiter | |
| Mehr Patienten, aber deutlich niedrigere Preise | |
| Rekordaufträge, aber die Gewinne bleiben aus | |
| Kräftiges Wachstum, jetzt mit Rüstung als neuem Standbein | |
| Zweistelliges Wachstum ermöglicht Prognoseanhebung | |
| Kaufen, optische Netzwerke lösen Strom- & Hitzeproblem | |
| 6. | Leserfragen |
| 7. | Übersicht HT-Portfolio |
| 8. | Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise |
| 9. | Mitgliedschaft verwalten |
1. Info-Kicker: Crash der Technologiebörse
Liebe Börsenfreunde,
*** HEIBEL-TICKER WUNSCHANALYSE ***
Es ist mal wieder Zeit für eine Wunschanalyse.
Sie, liebe Heibel-Ticker Mitglieder, schlagen bis Montagabend Titel vor, die ich in die Auswahlliste übernehmen soll. Die 5 Titel, die am häufigsten vorgeschlagen wurden, schaffen es in die Abstimmung.
Am Dienstag schicke ich die Vorschlagsliste an alle Heibel-Ticker PLUS Mitglieder und Sie können bis Dienstagabend direkt in der E-Mail Ihren Wunschkandidaten anklicken. Die Aktie mit den meisten Stimmen wird dann von mir analysiert und im folgenden Heibel-Ticker vorgestellt.
Mein Ziel ist es, Ihren aktuellen Wunsch zeitnah zu erfüllen. Interaktiver geht es nicht, oder?
Über diesen Link können Sie ab sofort Ihre Vorschläge eingeben. Bitte jeder nur ein Kreuz: https://www.heibel-ticker.de/member/wunschanalyse
*** ENDE HEIBEL-TICKER WUNSCHANALYSE ***
Die Woche begann so vielversprechend: Friedenshoffnung, sinkende Ölpreise, sinkendes Zinsniveau und dann der Wahlsieg der US-Demokraten. Bis Mittwoch herrschte Feierlaune an den Märkten. Doch dann folgte der Crash. Wie das passierte, seziere ich in Kapitel 2.Die Sentimenterhebung liefert uns diese Woche einen wichtigen Hinweis, der uns als Handlungsanleitung für die kommenden Wochen dienen kann. In Kapitel 3 werte ich unser Umfrageergebnis aus und interpretiere, was daraus für DAX, Gold und Ölpreis folgen könnte.
Im heutigen Ausblick in Kapitel 4 gehe ich unser Portfolio Position für Position durch, um unsere Investmenttheorie vor dem Hintergrund der geänderten Rahmenbedingungen zu überprüfen. Ich denke, das sollte jeder Anleger mit seinen Positionen tun, denn die Welt heute sieht anders aus als noch vor einer Woche.
Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren und viele unserer Portfoliotitel haben ihre Bücher geöffnet. In Kapitel 5 nehme ich Stellung zu den Q-Zahlen von Apple, der Deutschen Lufthansa, Novo Nordisk, PVA TePla, Holcim und Deutz. Außerdem aktualisiere ich nach den Q-Zahlen meine Einschätzung zu Intel. Zudem habe ich heute eine neue Aktie in unser spekulatives Portfolio geholt. Alle Details dazu lesen Sie in Kapitel 5.
Im Videocall am Dienstag habe ich ausführlich Leserfragen beantwortet. Meine Kurzantwort auf die Leserfragen können Sie in Kapitel 6 nachlesen. Wer lieber das Video anschauen möchte, hier ist der Link zur Aufzeichnung: https://youtube.com/live/r_Kp8MCYzgg. Themen der Leserfragen sind
- Parkplatz für Ihr Cash
- Coinbase versus Bitcoin
- Französische Staatsanleihen
- Hormel Foods als Dividendenaktie
- Alphabet im KI-Wettlauf
- Senden von Bitcoins mit Trade Republic und Relai
Wie immer gibt es die tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 7.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel
Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs
2. So tickt die Börse: Nach US-Wahlen: Sämtliche rosarote Brillen vernichtet
Haben Sie meine rosarote Brille gesehen? Irgendwie ist die mir in der Nacht zum Donnerstag abhanden gekommen. Aber ich bin nicht der Einzige: Weltweit suchen Anleger vergeblich seit der Nacht zum Donnerstag nach ihren rosaroten Brillen. Wo am Mittwoch noch Zuversicht stand, rückt am Donnerstag die Verzweiflung ins Visier. Man könnte meinen, der Wahlsieg der Demokraten in den USA hielt nicht, was er versprach.
Die Tagesverluste vom Donnerstag sind atemberaubend: Micron -17%, AMD -17%, Intel -10%, Nvidia -9%, KLA Tencor -13%, Marvell -16%, Palantir -10%, SanDisk -22%, Western Digital -17%, LAM Research -16%, ... Horror! Es hat den Anschein, die Demokraten werden die KI-Revolution beenden.
Dabei sah es keine 24 Stunden zuvor so vielversprechend aus. Die Demokraten gewannen die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses. Die chaotische, erratische Regierungsmethodik der Trump-Regierung dürfte beendet sein, denn für die meisten Entscheidungen wird man nun Zugeständnisse an die Demokraten machen müssen. Die Erwartung, dass die Demokraten dem ungezügelten Wachstum der KI-Revolution ein Tempolimit verpassen würden, war positiv aufgenommen worden. Viele Teilnehmer der KI-Revolution waren in einen Wettlauf gezogen worden, investierten immer mehr ihres Cashflows und häufig sogar darüber hinaus, so dass Zweifel an der Nachhaltigkeit des Wachstums aufkamen.
Wenn die Demokraten also für den Bau von Rechenzentren Auflagen für Umwelt, Arbeitsbedingungen und Strom- und Wasserversorgung einziehen, dann kommt das denjenigen, die ihre Investitionssummen schon maximal ausgeweitet haben, zugute. Eine Drosselung der Geschwindigkeit verhindert, dass zu viele Unternehmen bei nächster Gelegenheit aus der Kurve fliegen. Und so schossen die Aktienmärkte am Mittwoch in einer ersten Reaktion auf den Wahlsieg der Demokraten in die Höhe.
Schon in den Tagen davor waren die Aktienmärkte angezogen: Am Montag signalisierte der Iran erstmals wieder eine Bereitschaft zu Friedensgesprächen mit den USA und legte einen Plan vor, die Straße von Hormus binnen 48 h zu öffnen. Parallel dazu tickern Meldungen über die Nachrichtenportale, insbesondere die englischsprachigen, dass Melania Trump nach ihrer erfolgreichen Waffenruhe für ein kleines Teilgebiet der Ukraine nun weitere Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine vorantriebe. Binnen weniger Tage brach der Ölpreis von 117 auf 94 USD/Fass Brent ein. Der hohe Ölpreis war inzwischen der einzige Inflationstreiber sowohl in den USA als auch in Europa.
Der Ölpreisrückgang beschleunigte somit denn auch den Rückgang am Zinsmarkt: Die Rendite der 10 Jahre laufenden Bundesanleihe war seit Anfang Oktober bereits von 3,64% auf 3,33% zurückgegangen und fiel in den vergangenen Tagen weiter auf aktuell 3,24%. In den USA ging's von 5,4% auf 4,85% zurück.
Sie werden sich erinnern, dass der größte Stress im KI-Universum bei den Neoclouds lag: Erbauer von KI-Rechenzentren, die vollständig kreditfinanziert sind und ihre Kredite mit den zukünftigen Einnahmen bedienen und tilgen wollen. Gerade die steigenden Zinsen haben diesen Unternehmen, CoreWeave, Nebius und Iren bspw., zugesetzt und führten Ende Oktober zu einem Ausverkauf genau dieser Neoclouds. So sollte man nun doch meinen, dass die rückläufigen Zinsen vorteilhaft für diese Unternehmen sind, oder?
Günstigere Energiepreise und ein abnehmender Inflationsdruck waren sicherlich nette Begleiterscheinungen für den Wahlsieg der US-Demokraten. Der DAX notierte zwischenzeitlich auf Wochensicht mit 3% im Plus. Besser noch, nach dem für die Republikaner verheerenden Wahlergebnis gab Donald Trump zur Überraschung vieler Skeptiker seine Wahlniederlage zu. Zölle und Irankrieg wären zu viel für die US-Wähler gewesen, so seine Erklärung. Noch vor wenigen Wochen musste ich ernsthaft diskutieren, ob Donald Trump im Falle einer Wahlniederlage seine Macht abgeben oder sich irgendwie an der Macht halten werde - die USA in eine Autokratie umbauen werde. Nun, diese apokalyptischen Gedanken können nun hoffentlich zu Grabe getragen werden.
Voller Glückseligkeit ging die Welt am Mittwochabend schlafen. Am Donnerstag meldete Reuters, dass viele Nvidia-Chips bei den Kunden auf Halde lägen, da der Bau der Rechenzentren nicht schnell genug erfolge. Die Meldung kennen wir, nur noch nicht von Reuters. Microsoft hatte genau diesen Umstand bereits zugegeben. Doch die Bestätigung dieses Problems durch Reuters wurde als Bestätigung für alle KI-Sorgen der vergangenen Monate gewertet und es folgte ein Ausverkauf der KI-Hardwaretitel, der sodann die gesamte KI-Branche, dann die IT-Branche und schließlich den Gesamtmarkt mit in den Abgrund riss.
Tesla verlor 11%, SpaceX verlor 9%. Elon Musk wirtschaftet überwiegend in Texas und dieser Bundesstaat hat überraschend seine traditionelle republikanische Mehrheit verloren. Musk wird also mit stärkerem Gegenwind rechnen müssen als bislang. Aber auch Coreweave (-10%) baut 4 seiner geplanten 25 Rechenzentren in Texas, Iren (-3%) 3 von 9 und nur Nebius (-15%) baut nicht in Texas ... wird aber trotzdem abgestraft.
Nüchtern betrachtet ändert sich die Situation für die Neoclouds in beide Richtungen: Auf der einen Seite werden zusätzliche Regulierungen die geplanten Projekte verzögern und verteuern, auf der anderen Seite sinken jedoch die Finanzierungskosten durch das rückläufige Zinsniveau und auch der Konkurrenzkampf dürfte abnehmen und diejenigen Projekte bevorteilen, die sich schon in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden.
Aber, wie gesagt, Anlegern sind ihre rosaroten Brillen seit Donnerstag abhanden gekommen, es werden nur die negativen Entwicklungen wahrgenommen. Der Ausverkauf beschleunigte sich im Verlauf des Donnerstags noch, so dass wir auf ein reinigendes Gewitter hoffen können. Ich habe den gesamten Oktober vergeblich darauf gewartet. Für November ist das eher untypisch, aber wen interessiert schon der Kalender.
Heute gilt: Wenn die KI-Rallye durch die Neoclouds ins Stocken gerät, wird weniger Hardware (Micron, Nvidia, AMD, Intel, ...) nachgefragt. Dabei war gerade dieser Zweig der einzige, der wirklich Wachstum für die USA gebracht hat. Was, wenn die Konjunktur nun also ins Straucheln gerät? Das würde dann auch die Baubranche, die gesamte Industrie, damit dann auch die Softwarebranche und schließlich eigentlich so ziemlich alle Branchen in Mitleidenschaft ziehen. Daher der breite Ausverkauf.
Nun bin ich lange genug an der Börse, um zu wissen, dass diese Argumentationskette schon morgen wieder überholt sein könnte. Profan ausgedrückt gilt heute, dass es mehr Verkäufer gibt als Käufer. Und das ist deswegen der Fall, weil viele Anleger in den vergangenen Wochen und Monaten immer stärker auf eine Fortsetzung der KI-Rallye spekulierten und diese Spekulationen nun aufgeben müssen. Die Intensität des Ausverkaufs hat schon einen Geschmack wie Kapitulation, da gibt es schon einige verzweifelte Spekulanten, die auf dem falschen Fuß erwischt wurden.
Damit müssen wir uns folgenden Fragen stellen: Wie lange wird der Ausverkauf andauern, wie tief werden die Aktienmärkte gedrückt? Sehen wir schon das finale Crescendo des Ausverkaufs oder biegen wir erst in eine länger anhaltende Korrekturphase ein? Und welche Aktien sind gefährdet, nach diesem Ausverkauf nicht mehr aufzustehen und welche werden sich anschließend am schnellsten erholen? Spannende Fragen, die wir in Kapitel 4 näher untersuchen werden.
Eine wichtige Information zur Beurteilung der Anlegerstimmung liefert unsere Sentiment-Umfrage, die Sie im nächsten Kapitel lesen können. Schauen wir nun zunächst auf die Wochenentwicklungen der wichtigsten Indizes:
Wochenperformance der wichtigsten Indizes
| INDIZES | 6.11., 22:05 Uhr | Woche Δ | Σ '26 Δ |
| DAX | 25.820 | 0,0% | 5,4% |
| S&P 500 | 7.385 | -2,6% | 7,9% |
| Nikkei | 57.435 | -9,3% | 14,1% |
| Shanghai A | 4.054 | 1,7% | -12,4% |
| US-Dollar/EUR | 1,11 | -0,2% | -5,1% |
| Euro/Yen | 176,59 | 0,5% | -3,8% |
| 10-Jahres-US-Anleihe | 4,86% | -0,07 | 0,69 |
| Umlaufrendite Dt | 3,22% | -0,11 | 0,44 |
| Feinunze Gold | $4.066 | 4,9% | -5,9% |
| Fass Brent Öl | $97,93 | -13,7% | 60,9% |
| Kupfer | $13.844 | -2,2% | 11,4% |
| Baltic Dry Shipping | $2.740 | 1,0% | 46,0% |
| Bitcoin | $75.759 | -2,1% | -13,7% |
3. Sentiment: Schnäppchenjäger ohne Sicherheitsnetz
Der DAX geht fast unverändert aus dieser Börsenwoche. Das klingt nach einer ruhigen Woche, war es aber nicht: Der S&P 500 hat bis zum Donnerstagsschluss 3,0% verloren, der Nasdaq 100 sogar 6,2%.Am Montag ließen iranische Signale für Friedensgespräche den Ölpreis einbrechen. Am Dienstag eroberten die Demokraten bei den Zwischenwahlen den Senat und das Repräsentantenhaus zurück. Die Börsen feierten am Mittwoch die Klarheit, der DAX stieg um 2,2%. Doch schon am Donnerstag drehte die Stimmung: Berichte über ungenutzte KI-Chips bei Cloud-Anbietern lösten einen Ausverkauf bei Halbleitern aus, der S&P 500 fiel um mehr als 4%. Schauen wir mal, wie unsere Umfrageteilnehmer diese Achterbahnfahrt verarbeitet haben.
Unser Anlegersentiment rutscht von +21,6 in der Vorwoche auf +17,8. Das liegt weiterhin etwas über dem Üblichen: gute Laune ohne Überschwang. Angesichts der Verluste an der Wall Street ist das erstaunlich gelassen, doch der DAX hat sich auf Wochensicht kaum bewegt. Offensichtlich messen unsere Teilnehmer die Lage am heimischen Markt.
Die Selbstzufriedenheit sinkt von 1,61 auf 1,50 und signalisiert eine deutliche Verunsicherung. Das Hin und Her zwischen Wahlfeier und KI-Ausverkauf hat nicht jedem genutzt, und so bleibt die Selbstzufriedenheit klar hinter der Stimmung zurück.
Die Zukunftserwartung klettert von +12,1 vor einer Woche auf +15,8. Die Bullen dominieren deutlich, ein Extremwert ist das aber auch nicht. Fallende Kurse, steigende Zuversicht: Das ist der übliche Umkehrreflex, keine Trotzreaktion.
Die Absicht springt von 55,4 auf 60,4, so hoch wie seit dem Crash im April 2025 nicht mehr. Vier von fünf Werten liegen zwischen 46 und 59; darüber sprechen wir von ausgeprägter Kauflust, und genau an dieser Grenze stehen wir. Es hat den Anschein, als wollten viele Anleger den Rücksetzer zum Einstieg nutzen.
Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigte im Wochenverlauf starke Absicherungsgeschäfte, insbesondere nach dem Wahlsieg der Demokraten. Als hätten die Privatanleger den Braten gerochen, sicherten sie sich also am Mittwoch gegen fallende Kurse ab, um die Absicherungspositionen am Donnerstag dann wieder aufzulösen.
Das Put/Call-Verhältnis für den DAX an der Eurex, wo sich institutionelle Anleger absichern, notiert bei neutralen 1,3. Der Stress der KI-Werte lässt die Profis in Deutschland kalt.
An der CBOE schlug das Put/Call-Verhältnis für Equities binnen eines Tages von einem Extrem ins andere aus. Am Mittwoch fiel es im Wahljubel auf 0,44, ein ungewöhnlich starker Call-Überhang. Am Donnerstag sprang es auf 0,89 und steht damit knapp unter dem Extrembereich. Aus Spekulationsfreude wurde über Nacht Absicherungsbedarf. Am heutigen Freitag schwingt das Pendel zurück auf 0,66 in den neutralen Bereich.
Die Investitionsquote der US-Fondsmanager steigt leicht auf 78,6% (Vorwoche 76,8%) und bleibt damit knapp unter der üblichen Spanne von 80% bis 100%. Erhoben wurde sie am Mittwoch, den Ausverkauf vom Donnerstag kennt sie noch nicht.
Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger fällt auf -14,3%punkte (Vorwoche -3,6%punkte). 34,1% Bullen stehen 48,4% Bären gegenüber, nur 17,5% sind unentschieden. Das ist deutlich pessimistisch, das Bärenlager kratzt an der Marke, ab der wir von einem Extrem sprechen, und das kleine Lager der Neutralen zeigt die starke Polarisierung. Ausgewertet wurde bis Mittwoch, der Ausverkauf vom Donnerstag ist darin noch gar nicht enthalten.
Der technische Angst-und-Gier-Indikator des S&P 500 zeigt mit 24% extreme Angst der US-Anleger an.
Interpretation
Die ausführliche Interpretation der aktuellen Anlegerstimmung – basierend auf den hochwertigen Sentimentdaten unserer animusX Umfrage – bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Analysen solide finanzieren möchten. Mit den Einnahmen entwickeln wir die Sentimentanalyse kontinuierlich weiter – für noch fundiertere Einschätzungen, die helfen, Anlageentscheidungen zu optimieren und die Portfolio-Performance weiter zu verbessern.
So erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse weiterhin kostenlos
Unser Give & Take-Prinzip: Wenn Sie an der wöchentlichen und nur 2 Minuten dauernden animusX-Umfrage (Do-Sa) teilnehmen, erhalten Sie die Sentiment-Ergebnisse inklusive der Interpretation weiterhin kostenfrei. Die animusX Sentiment-Ergebnisse werden zusätzlich noch mit umfangreichen Charts an alle Teilnehmer verschickt, damit Sie auch eigene Schlussfolgerungen daraus ableiten können.
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4. Ausblick: Wahlsieg der Demokraten und Friedenshoffnung ändern Rahmenbedingungen für Heibel-Ticker Portfolio
Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Investmentideen, Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.
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5. Update beobachteter Werte
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6. Leserfragen
Bitcoins von TradeRepublic oder über Relai an BitBox02 senden
Sehr geehrter Herr Heibel,
ich habe über die von Ihnen dankenswerter Weise bereitgestellten Links eine Bitbox-Wallet bestellt und auch eingerichtet.
Sodann wird in dem von Ihnen empfohlenen Video erklärt, dass man von seinem "Bitcoin-Depot" (o.ä.) z.B. bei Coinbase Bitcoin an die Bitbox-Wallet überweisen könne. Ich bitte um kurze Rückmeldung, ob es auch möglich ist (mit Videioanleitung?!), kurz formuliert, Geld zu überweisen und dieses umgewandelt in Bitcoin auf der Bitbox-Coldwallet abzulegen oder ob nur bereits gehaltene Bitcoin auf die Wallet übertragen werden können.
Ich habe ein Depot bei Traderepublic. Da dies jedoch ein Broker ist, ist fraglich, ob ggf. auch dort gekaufte Bitcoin auf die Bitbox-Coldwallet übertragen werden können. Ich möchte möglichst vermeiden, sämtliche Daten an einen weiteren Dienstleister (Coinbase) zu verteilen, ebenso wie den Einrichtungsaufwand.
Mit freundlichen Grüßen
Dirk aus Soest
ANTWORT
Ich habe die App Relai zum Kauf von Bitcoin empfohlen. Hier eine Anleitung, wie Sie bei der App ihre BitBox02 Adresse als direktes Ziel für die Bitcoins hinterlegen können:
https://www.youtube.com/watch?v=tX6VnRxIr2A
@TradeRepublic: Seit Einführung des neuen Crypto Wallets im November 2025 können Sie direkt aus dem Depot von Trade Republic senden: In der Trade-Republic-App unter „Crypto Wallet“ → „Transfer“ → „Senden“ Bitcoin auswählen und die Empfangsadresse Ihrer Cold Wallet eingeben.
Trade Republic berechnet keine eigene Auszahlungsgebühr, es fallen aber die Netzwerkgebühren der Bitcoin-Blockchain an.
Ich gebe zu: Man muss sich die Sachen an verschiedenen Stellen zusammensuchen. Wenn das Interesse in der Heibel-Ticker Gemeinde an meinem speziellen Weg groß ist, werde ich dafür aber mal ein eigenes Video erstellen. Ich freue mich über Ihre Rückmeldung.
IT-Sicherheit, Alphabet-Casflow & KI-Modelle aus China
Hallo Herr Heibel,
ich würde gerne 3 Anmerkungen zur wie immer interessanten Ausgabe machen:
1. Bitte nicht vergessen, dass es erheblichen Aufwand (Zeit und Geld) bedeutet, die Lücken zu schließen (zu patchen). In vielen Fällen ist dies sogar garnicht möglich, wenn das entsprechende Gerät keine Update-Möglichkeit vorsieht!
Defacto steigt die Vulnerabilität also stetig an!
Im Fall von php2shell können Sie das hier sehen: https://php2shell.censys.com/
Knapp 2/3 der Services sind immer noch angreifbar!
2. zu den auch von Ihnen als negativ genannten Aspekten des Google-Quartalsberichtes
a) negativer Cashflow. Die paar Milliarden ... :-) nein ... im Ernst: Nach meinen Informationen hat Google ca. 265 Milliarden USD Liqiuiditätsreserve (Stichtag: 30. Sept. 2026)
Cash and cash equivalents: 56,334 Mrd. USD
Marketable securities: 208,764 Mrd. USD
Können Sie das bestätigen und heißt das nicht, dass Google es sich leisten kann oder sogar sollte?
b) Rückgang Werbegeschäft bei Suchanfragen durch mehr KI-Nutzung.
Wieso kann Google nicht bei der Nutzung der KI Werbung schalten und die Einnahmen so wieder erhöhen?
Ok, bei Google Services gibt es von Q2->Q3 2026 ein GEWINN-Minus von 387 Mio USD, dafür bei Google Cloud ein GEWINN-Plus von 2307 Mio USD. Das Cloud-Geschäft wächst rasant und das Altgeschäft ist weitestgehend stabil (auch im Umsatz).
c) Nutzung von "freien" Modellen, die stetig aufholen.
Diese "freien" Modelle müssen ja auch auf irgendeiner Hardware laufen. Ich weiß nicht, welches die höheren Kosten sind: Training der Modelle oder die Infrastruktur für die Nutzung der Kunden.
Außerdem: Bei den aktuell lächerlich niedrigen Nutzungsentgelten macht es keinen Sinn, nicht das allerbeste Modell zu verwenden. Ich habe (wie Sie ;-)) seit neuestem ein Entwickler-Team, das für mich arbeitet. Sagen wir 1-2 Personen für €100 IM MONAT. Ich spare also sagen wir einfach mal €10.000 im Monat. Wenn ich ein nur 10% schlechteres Modell nutze, sind es nur noch €9000. Nur um die Idee klar zu machen.
Viele Grüße und noch einen hoffentlich erholsamen Rest-Sonntag.
Oliver aus Dormagen
P.S.: Ich freue mich auf den Video-Call :-)
ANTWORT
Zu 1.: Der Wunsch ist, dass man jetzt mit den unbegrenzten Ressourcen an IT-Entwickleragenten die Software endlich fehlerfrei und ohne Angriffsflächen schreibt. Natürlich ist genau das ein Wettlauf mit den bösen Buben, aber in der Tendenz wird es immer aufwendiger, neue Schwachstellen zu finden, während die bestehenden Softwarelösungen immer sicherer werden.
Software und Geräte, die das nicht sicherstellen können, werden dann halt vom Markt verschwinden.
Zu 2.a): Ja, Google ist reich, aber Anleger wollen nicht den Reichtum für goldene Wasserhähne ausgeben, sondern bestehen auf einen zeitnahen Rückfluss. Und genau diesen misst man mit dem Verhältnis zwischen Investition und Cashflow.
Zu 2.b): Siehe Intel: Wenn das Altgeschäft wegbricht, wechselt auch die Aktionärsgemeinschaft und zwischenzeitlich kommt es meiner schmerzhaften Erfahrung nach stets zu heftigen Ausverkäufen :-( Egal, wie schnell das Neugeschäft wächst.
Zu 2.c): Die KI-Modellentwicklung wird immer spezieller, wenngleich die Rechenanforderungen weiter steigen. Doch das Massengeschäft wird das Inferencing und genau dort ist es - in der Masse - schon wichtig, wie teuer die IT-Entwickleragenten sind, auch wenn wir beide derzeit erst einmal begeistert von den neuen Möglichkeiten zu vernachlässigbarem Preis sind.
Hormel Foods als Dividendenaktie
Sehr geehrter Herr Heibel,
mit näher-rückendem Pensionsantritt stelle ich mein Depot mehr auf Dividenden-Aktien um und bin auf Hormel-Foods gestoßen. Beim aktuellen Kurs und der gegebenen Dividenden-Historie schien mir das attraktiv und seit Kauf vor 14 Tagen (knapp vor dem Ex-Tag) bin ich 8% im Plus.
So weit so schön. Stichwort „aktueller Kurs“: wie kann eine solche Dividenden-Perle einen 4 Jahren fallenden Aktienkurs aufweisen? Ist das die Gegenreaktion für den (für einen Dosenfleisch-Erzeuger unüblichen) Höhenflug in den 8 Jahren davor? Oder habe ich etwas übersehen?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie da mal ein Auge drauf werfen könnten…
LG aus Wien !
Harald
ANTWORT
Eine beeindruckende Dividendenhistorie schützt nicht vor fallenden Aktienkursen. Bei Hormel kommen aus meiner Sicht zwei Dinge zusammen: eine früher sehr anspruchsvolle Bewertung und eine inzwischen deutlich schwächere Ertragskraft.
Zunächst ist Hormel weit mehr als ein Dosenfleischhersteller. Neben SPAM gehören beispielsweise Skippy-Erdnussbutter, Planters-Nüsse, Applegate und Jennie-O zum Konzern. Hinzu kommt das Geschäft mit Gastronomie und Großverbrauchern. Dieses Markenportfolio erklärt, weshalb Anleger Hormel lange einen erheblichen Qualitätsaufschlag zugestanden haben.
Zwischen 2014 und 2022 stieg der Jahresgewinn von rund 603 Mio. auf 1 Mrd. USD. Die Aktie stieg überproportional bis auf ein KGV von 30 im Frühjahr 2022. Für einen Lebensmittelkonzern setzt das viel Vertrauen in weiteres Wachstum voraus, doch das blieb aus.
Höhere Lebensmittelkosten im Einkauf, Probleme in China und schließlich die Vogelgrippe setzten dem Unternehmen zu. Der Gewinn brach bis 2025 um ein Drittel ein. Dennoch hob das Unternehmen seine Dividende stets weiter an, inzwischen 60 Jahren in Folge auf nunmehr 5,5% Dividendenrendite.
Die Auszahlungsquote liegt inzwischen bei 74%, der finanzielle Spielraum wird eng. Aus dem jüngsten Quartalsbericht geht hervor, dass der unbereinigte Gewinn inzwischen nicht einmal mehr die Quartalsdividende deckt. Die wichtige Frage lautet also: Wird Hormel das Ruder herumreißen können? Oder ist die Dividendenrendite nur aufgrund des gefallenen Kurses so hoch und könnte bald fallen?
Der Cashflow des Unternehmens ist weiterhin ordentlich, eine Dividendenkürzung fürchte ich also erst einmal nicht. Dennoch sehe ich noch keine Anzeichen dafür, dass das Unternehmen das Ruder erfolgreich herumreißt. Es ist eine Aktie mit hoher Dividende und der Chance auf eine operative Erholung. Allerdings wäre mir diese Situation zu ungewiss, um die Aktie als verlässlichen Baustein meiner Pension ins Depot zu holen.
Hohe Rendite bei französischen Staatsanleihen
Hallo Herr Heibel,
danke, dass Sie uns auch mit Ihren Projekt "KI" auf dem Laufenden halten. Das finde ich sehr interessant.
Ich hätte eine Frage zum Thema Anleihen. Würde es aus Ihrer Sicht Sinn machen, eine Anleihe zu den derzeit niedrigen Kursen zu kaufen oder denken Sie, dass diese noch weiter fallen werden. Ich überlege mir gerade, ob ich eine Anleihe mit den relativ sicheren Renditen, als Beimischung ins Portfolio holen soll. Konkret hatte ich an eine französische Anleihe in EUR gedacht. Diese halte ich, trotz der Unruhen in Frankreich, nach wie vor als sichere Anlage.
Was denken Sie darüber?
Viele Grüße und herzlichen Dank! Winfried aus Kirchheim / Teck
ANTWORT
Ich kann Ihren Gedankengang gut nachvollziehen: Staaten werden stets von ihrer Gesellschaft aufgefangen. Und Frankreich als eines der beiden Kernländer der EU wird niemals pleite gehen, würde man denken. Doch es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, wenn ein größeres Land einen Schuldenschnitt vornehmen müsste. Ein Schuldenschnitt heißt, die Anleihen werden nicht zu 100%, sondern nur zu 100-x% zurückgezahlt und das x ist dann der Verlust der Anleiheanleger.
Wie wahrscheinlich ist das? Nun, gerade weil wir das für völlig unwahrscheinlich halten, bin ich an dieser Ecke besonders vorsichtig. Irgendwie hat sich bei mir in den vergangenen Jahrzehnten eingespielt, dass ich die Mehrheitsmeinung stets infrage stelle.
Und es gibt doch attraktive Alternativen: 10 Jahre laufende Unternehmensanleihen von Mercedes Benz bringen aktuell 4,4% (Mercedes-Benz Group AG Medium Term Notes v.17(37) Euro-Anleihe; WKN: A2GSCX ISIN: DE000A2GSCX1).
Wenn ich mir anschaue, wie die Menschen in Berlin wählen, dann sinkt mein Vertrauen in die Vernunft der Gesellschaft … egal ob in Berlin oder in Frankreich. Unsere Generation hat so etwas noch nie erlebt und daher ist so etwas für uns „unvorstellbar“… bis es eben passiert.
Coinbase versus Bitcoin, US-Zwischenwahlen
Sehr geehrter Herr Heibel und wieder vielen Dank für ihre ganze Arbeit und ihren Einsatz, welchen ich als Abonnent sehr zu schätzen weiß.
In der Presse wird momentan viel von einer KI Blase berichtet und meines Erachtens wird diese auch sehr spekulative Werte betreffen, nur die
qualitativen Hyperscaler werden nach einer zukünftigen Korrektur weiter steigen ist meine Annahme.
1. Wäre es Sinnvoll erst nach den amerikanischen Zwischenwahlen erst zu investieren, um anschließend Einschätzen zu können, wie stark die Demokraten
die Tech Giganten regulieren könnten, was Space x und somit auch Tesla schaden könnte?
2. Wie lautet die WKN von dem Bitcoin ETF, welches sie zuletzt empfohlen haben, wo nicht jeden Jahr 2% Gebühren entstehen und eine Steuer
Befreiung nach über einem Jahr besitzt?
3. Bewegt sich die Aktie von Coinbase grob in die Richtung vom Bitcoin, da Coinbase, wenn ich es Richtig in Erinnerung habe selber Bitcoin
besitzt?!
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen und ihrer Einschätzung zu meinen obigen Gedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Dennis aus Heinsberg
ANTWORT
Herzlichen Dank für das Lob.
Zu 1.: Ich bin mir nicht sicher, wie stark eine KI-Korrektur die finanziell schwachen Unternehmen ausradieren könnte, sicherlich werden einige von ihnen dann von den gut finanzierten Hyperscalern übernommen. Aber tendenziell stimme ich Ihnen absolut zu und deswegen scheiden seit vielen Monaten bereits Aktien von Unternehmen, die mehr investieren als sie selber aus dem Cashflow finanzieren können, für unser Heibel-Ticker Portfolio aus.
Die Zwischenwahlen werden meiner Ansicht nach heißer gekocht als gegessen. Inzwischen ist es allen klar, dass die Demokraten nach den Zwischenwahlen mehr zu sagen haben werden und die Trump-Administration hat bereits einige Entscheidungen beschleunigt durchgepeitscht, so dass eine Verlangsamung des Reformtempos am Aktienmarkt bereits eingepreist ist.
Zu 2.: Sie meinen das hier: Das Papier ist vollständig mit physischen Bitcoins hinterlegt, Verwahrstelle Zodia. Die Kosten konnten auf 0,05% gesenkt werden, was sich über eine längere Zeit deutlich positiv bemerkbar macht.
Bitwise Core Bitcoin ETP Index-Zertifikat
WKN: A4AER6 ISIN: DE000A4AER62
Jährliche Kosten: 0,05%
Zu 3.: Coinbase konzentriert sich auf die Infrastruktur des Kryptomarktes und geht damit über einen Börsenplatz hinaus. Neben Handelsgebühren verdient Coinbase an der Verwahrung von Kryptos, dem Staking (Quasi Kreditgeschäft auf Basis der Einlagen der Kunden), Stablecoins und Dienstleistungen für institutionelle Investoren. Coinbase profitiert damit nicht nur von spekulativen Kryptotransaktionen, sondern zunehmend auch von der institutionellen Nutzung der Blockchain.
Die Richtung der Kursbewegung mag der des Bitcoins ähneln, aber wenn ich die beiden Charts übereinanderlege, dann verliert Coinbase in schwachen Phasen mehr als der Bitcoin und legt in guten Phasen weniger zu als der Bitcoin. Für mich ist das nicht attraktiv.
Parkplatz für Ihr Cash
Sehr geehrter Herr Heibel,
da ich einen größeren Crash erwarte, habe ich den Cash-Bestand schon signifikant erhöht. Ich weiss jedoch nicht, wann der Fall eintritt, rechne aber in Monaten. Daher suche ich nach einer Möglichkeit Cash etwas zinsbringend aber flexibel anzulegen. Haben Sie einen Rat für mich?
Dem vielfältigen Lob Ihrer Kunden kann ich mich nur anschließen. Wobei mir besonders gut gefällt, wie Sie Ereignisse und Fakten aus Politik, Wirtschaft, Unternehmen, Personen aber auch Ethik in Bezug auf den Aktienmarkt zusammenbringen, obwohl sie manchmal (scheinbar) überhaupt nichts oder nur weit entfernt mit unserem Anliegen zu tun haben.
Gruß aus Zwickau ... Heinrich
ANTWORT
Ganz herzlichen Dank für das Lob :-)
Wenn ich nach einer attraktiv verzinsten Anleihe schaue, wird es nicht besser als eine bis 2037 laufende Anleihe von Mercedes Benz mit einer Rendite von 4,48% (ISIN DE000A2GSCX1). Kürzere Laufzeiten bringen weniger Rendite und wenn wir davon ausgehen, dass die KI-Revolution in den kommenden Jahren für Wachstum - und somit auch steigende Aktienkurse - sorgen wird, ist es nicht attraktiv, sich auf über 1 Jahr festzulegen.
Wenn ich Sie richtig verstehe, dann denken Sie ähnlich wie ich und möchten sich für einen eventuellen Crash, der vielleicht in den kommenden Monaten eintreten kann, handlungsfähig sein. Das Papier muss also jederzeit verkaufsbar sein, damit Sie das darin geparkte Geld im Falle eines Crashs dann schnell in attraktive Aktien umschichten können.
Für das Tagesgeld hatte ich im Heibel-Ticker mal den folgenden ETF empfohlen, und der ist bis heute in meinen Augen nach wie vor führend für solche Zwecke:
Amundi Smart Overnight Return ETF
WKN LYX0WM
ISIN LU1190417599
Kurs aktuell: 110,39€
0,1% Managementgebühren, der ETF wirft nach Gebühren 2,5% p.a. ab. Ich denke, das kann mit dem Tagesgeld Ihrer Bank sicherlich konkurrieren.
7. Übersicht HT-Portfolio
Der Börsen-Ausblick mit Markt- und Aktienanalysen, konkreten Empfehlungen sowie detaillierten Kauf- und Verkaufsaktionen bleibt den zahlenden Mitgliedern des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die hohe Qualität unserer Veröffentlichung solide finanzieren möchten.
Gerne möchten wir Ihnen zeigen, wie wir Analystenresearch, volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Börsenmechanismen gewinnbringend nutzen. Ab 12,50 Euro im Monat können Sie sich unverbindlich davon überzeugen. Zur Bestellseite mit weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link:
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8. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Quellen:
Kurse: Bloomberg. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist. Sentimentdaten: eigene Umfrageergebnis über unseren Dienst animusX.de.
Bilanzdaten: Bloomberg, Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1862-5428
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag
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