| Antwort: Herzlichen Dank für Ihre langjährige Treue :-).
Ja, der Goldpreis hat in meinen Augen eine gute Ausgangsposition für steigende Kurse im Jahresverlauf gebildet. Technisch betrachtet sollte der Goldpreis nicht unter 1.700 USD/Unze fallen, um dann beim Überspringen der 1.930 USD/Unze zu neuen Allzeithochs aufzubrechen. Aktuell notiert er irgendwo dazwischen bei 1.808 USD/Unze. Eine Entscheidung ist also noch nicht gefallen.
Nun werden für die USA Zinserhöhungen erwartet: Aktuell bis zu sieben für das laufende Jahr. Steigende Zinsen machen Gold als sicheren Hafen weniger attraktiv. Warum sollte man für die Lagerung von Gold auch noch Geld ausgeben, wenn das Geld in Staatsanleihen endlich wieder Zinsen verdienen kann? Die Entscheidung zwischen Staatsanleihen und Gold wird also in diesem Jahr erschwert.
Was genau meinen Sie mit Goldaktien? Aktien von Goldminenbetreibern? Die hängen nur bedingt am Goldpreis, aber auch an der Corona-Pandemie, die mit all ihren Sicherheitserfordernissen die Goldproduktion teurer gemacht hat. Auch politische Auseinandersetzungen und Umweltereignisse können den Kurs von Minenbetreibern beeinflussen. Natürlich hilft ein steigender Goldpreis auch den Minenbetreibern, aber es gibt eine Vielzahl von Einflussfaktoren. Häufig, wenn die anderen Einflussfaktoren nicht negativ einschlagen, verläuft der Kurs einer Mine gehebelt zur Goldpreisentwicklung.
Minenbetreiber schwächelten in den vergangenen Wochen meinem Eindruck nach weitgehend parallel zur Goldpreisentwicklung. Im Heibel-Ticker setzen wir in erster Linie auf Goldbarren, oder aber auch Wheaton Precious, weil dort das Risiko der Minenbetreiber ausgeklammert wird.
Habe ich damit Ihre Frage ausreichend beantwortet?
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