| Antwort: Sie werden wes nicht glauben: 97 Kunden sind noch ein wenig länger dabei. Sie sind am 15.5.2006 eingestiegen, angefangen hat der Heibel-Ticker zum 1.1.2006. Einige kannten mich zu diesem Zeitpunkt bereits von meiner vorangehenden Publikation, dem iWatch. Den gab es seit Anfang 2000 und meine erste Publikation damals war eine Warnung vor dem Platzen der Internetblase. Ich freue mich riesig über die große Anzahl treuer Kunden und bin auch ein wenig stolz darauf :-). Vielen Dank für Ihre Treue und für die immer wieder interessanten Leserfragen, die es mir ermöglichen, den Heibel-Ticker in Ihrem Sinne weiterzuentwickeln.
Zu 1.: Sollte die NATO aktiv in den Krieg verwickelt werden, haben wir den Dritten Weltkrieg. Ich halte das für unwahrscheinlich, aber vielleicht ist da der Wunsch der Vater des Gedanken.
Für einen solchen Fall würde ich versuchen, mich in die Köpfe der Amerikaner zu denken. Hier in Europa wird dann Chaos herrschen und ich würde einen Großteil unseres Portfolios verkaufen. Aus Sicht der US-Amerikaner wären globale Unternehmen zu meiden. US-Unternehmen mit starkem Geschäft auf dem Binnenmarkt hingegen wären ein sicherer Hafen. So auch Rüstungsaktien. Natürlich wäre auch das Gold geeignet, in meinen Augen auch der Bitcoin.
Vielen Dank für die Frage: Es fällt schwer, sich mit einer solchen Möglichkeit sachlich auseinanderzusetzen.
Zu 2.: Aktuell steht eine Antwort der EU auf die Ankündigung Putins aus, Gas und Öl nur noch gegen Rubel zu verkaufen. Schlimmstenfalls haben wir den Gas-Stop schneller, als uns das lieb ist. Die Folge wäre mit Sicherheit eine schwere Rezession … in Europa.
Die Kohlekraftwerke könnten in ihrer Laufzeit verlängert werden. Aber auch ein Großteil der Kohle kommt aus Russland. Atomkraftwerke können nicht mehr verlängert werden: Die Infrastruktur der Beschaffung und für den Betrieb ist komplex und muss auf Jahre fest geplant werden. Deutschlands Atomausstieg kann meinen Informationen zufolge inzwischen gar nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Für beide Szenarien würde ich bei unserem Portfolio „oben“ anfangen: Also spekulative Positionen verkaufen, Wachstumstitel reduzieren und bei den Dividendentiteln die konkreten Auswirkungen analysieren und dann entsprechende Anpassungen vornehmen. Den Versicherungsteil unseres Portfolio würde ich dann aufstocken. Nicht umsonst ist das Portfolio so aufgebaut, dass nach unten hin, zur „Basis", die Volatilität immer weiter abnimmt.
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