Leserfragen (März 2023)


 Frage vom 31.03.2023

#Consors beendet Handel mit Kryptoprodukten, sucht nach direktem Weg

Hallo Heibel,

da Sie im letzten Chat u.a. auch darauf verwiesen haben, dann man statt der direkten Investition (Zockerei) in Kryptowährungen auch auf Wertpapiere setzen kann, die auf Kryptowährungen "aufbauen", möchte ich Ihnen ein Schreiben der Consorsbank zur Kenntnis geben (siehe Anhang [Zitat"die BNP Paribas Gruppe, zu der auch die Consorsbank gehört, hat sich entschieden, Wertpapiere, die in Zusammenhang mit Kryptowährungen stehen, bis auf Weiteres nicht mehr anzubieten"]).

Ich würde mal sagen: "Aus die Maus".
Mich würde Ihre Interpretation dieses Schrittes interessieren. Panik?

Beste Grüße aus Dresden
Wolfgang aus Dresden

 Antwort:

Da bewegt sich viel im Kryptobereich. Vor einem halben Jahr hat die BNP Paribas, die Mutter von Consors, eine Kooperation mit Metaco bekannt gegeben. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass die BNP oder Consors grundsätzlich das Kryptogeschäft aufgeben wollen.

Vielmehr suchen viele Banken nach Möglichkeiten, direkt am Bitcoin-Handel teilzunehmen oder ihren Kunden den Zugang zu ermöglichen. Am liebsten möchte man das so offen gestalten, wie es von Nuri angeboten wurde. Kunden können dann über das eigene Netzwerk Bitcoin kaufen und mit einem eigenen Schlüssel dafür sorgen, dass nur noch Sie, die Kunden, Zugang dazu haben.

Verliert ein Kunde jedoch seinen Schlüssel, gibt es keine Möglichkeit, das Vermögen des Kunden zurückzuholen. "Not your keys, not your coins“ sagen die Bitcoiner, "nicht Deine Schlüssel, nicht Deine Bitcoins.“ Im Bankgeschäft mit Euro oder US-Dollar gibt es stets eine Versicherung oder Mechanismen, Dinge wieder gerade zu rücken. Doch das Bitcoin-Netzwerk ist dezentral und daher gibt es keine Institution, die im Nachhinein Dinge korrigieren kann.

Die BNP hängt sich also an Metaco, um dieses Problem aus den eigenen Büchern fern zu halten. In den USA hat die Börse Nasdaq nun Schritte unternommen, die Verwahrung von Bitcoin und Ethereum bei der New Yorker Finanzaufsicht genehmigen zu lassen. In Deutschland bietet die dwpbank seit kurzem einen entsprechenden Dienst für seine Kunden, überwiegend Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen, an.

Ich würde also sagen, da bewegt sich viel in die Richtung Akzeptanz! Warum die BNP nun den Handel mit Finanzprodukten auf Kryptowährungen beendet, bleibt ihr Geheimnis. Es sieht für mich eher nach einer unternehmenspolitischen Entscheidung aus und nicht nach einer Bewertung dieser Produkte.


 Frage vom 31.03.2023

#Drohende Immobilienkrise

Sehr geehrter Herr Heibel,

ich habe gestern auf einem online-Beitrag von n-tv ein Thema zur Schieflage der gewerblichen Immobilienkredite gefunden. Laut Artikel droht da ein nicht gerade kleines Ungemach. Falls Sie nicht schon da im Bilde sind, wäre es ganz nett, wenn Sie sich evtl. dazu äußern könnten (im Ticker). Danke schon mal für Ihre Bemühungen.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Immobilienblase-laesst-US-Banken-zittern-article24017394.html

Mit freundlichen Grüßen

Siegfried aus Landsberg

 Antwort:

Ja, habe ich auf dem Schirm. Genau wie ich auch einen drohenden Einmarsch Chinas in Taiwan auf dem Schirm habe. Und auch die exorbitant hohe Verschuldung Italiens, die bei steigenden Zinsen ebenfalls in Zahlungsnot geraten könnten. Und auch die drohende Zahlungsunfähigkeit der USA, die ab Juli droht, wenn die Anhebung der Schuldenobergrenze durch die Republikaner blockiert wird. Genau wie auch die massive Kapitalflucht aus dem westlichen Finanzsystem, wenn der neue japanische Notenbankchef in den kommenden Monaten das Ende der ultralockeren Geldpolitik seines Landes einläutet. Genau wie auch …

… jeder intellektuelle Börsenbrief muss seinen Kunden empfehlen, alles in Gold anzulegen! Aber halt, in den vergangenen 35 Jahren, in denen ich die Börsen beobachte, lagen die Panikmacher fast immer falsch, lediglich unterbrochen von kurzen Verwerfungen, die zeitlich und inhaltlich kaum vorhersehbar waren.

Wenn Sie wissen, welches der obigen Probleme als nächstes aufbricht und wann das sein wird, dann können Sie sich konkret darauf vorbereiten. Andernfalls halte ich an meiner Strategie fest: Gut diversifizieren und im Falle von Turbulenzen zügig nachjustieren :-).

Übrigens, vergessen Sie bitte nicht, dass die Massenmedien stets genau das schreiben, was am meisten Klicks bringt. Und der Mensch reagiert nun mal stärker auf Angst und Schrecken als auf differenzierte Abwägungen.


 Frage vom 31.03.2023

#TUI Kapitalerhöhung

Sehr geehrter Herr Heibel,

ich habe mir bis heute TUI im Portfolio behalten. Ist es sinnvoll die Bezugsrechte in Anspruch zu nehmen?

Danke für Ihre Antwort

Herzliche Grüße

Uwe aus Stein am Chiemsee

 Antwort:

Für drei alte TUI-Aktien können Sie zum Bezugspreis von 5,55€ acht neue Papiere beziehen. Der Aktienkurs von TUI hat diese Verwässerung durch eine Kurskorrektur von 16 auf 7 Euro widergespiegelt. Mit den Einnahmen in Höhe von 1,8 Mrd. EUR möchte TUI teilweise seine ausstehenden Schulden reduzieren. Per Ende 2022 hatte TUI Nettoschulden in Höhe von 3,4 Mrd. EUR, für Ende 2023 rechnet der Konzern nach dieser Kapitalerhöhung mit einer Reduktion auf 2,4 Mrd. EUR, was einem Verschuldungsgrad (Schulden/Eigenkapital) von 3 entspricht und auf Vorkrisenniveau liegen würde.

Die Finanzspritzen, die im Rahmen der Corona-Pandemie erfolgten, werden damit weiter zurückgezahlt. Vor dem Hintergrund, dass der Jahresumsatz im Jahr 2022 wieder über 16 Mrd. EUR gesprungen war, nachdem 2020 nur 7 Mrd. EUR und 2021 sogar nur 4 Mrd. EUR umgesetzt wurden, zeigt, dass die Verschuldung gar nicht mehr so hoch ist.

Doch TUI musste sich während der Pandemie auch von einigen lukrativen Geschäftsteilen trennen. Das Resultat ist eine nunmehr geringere Profitabilität. Trotz der Umsatzerholung im Jahr 2022 konnte noch kein Gewinn ausgewiesen werden, es wurden 209 Mio. EUR Verlust vermeldet.

Sie möchten nun wissen, ob Sie das Bezugsrecht in Anspruch nehmen und 5,55 je neuer Aktie zuzahlen sollen. Dadurch erhöht sich Ihr Investment in TUI erheblich, ich würde daher die Gewichtung der Position im Gesamtportfolio ebenfalls in Betracht ziehen.

Das Bezugsrecht ist in den vergangenen Tagen von 7 EUR auf 3 EUR eingebrochen. Augenscheinlich wollen viele Aktionäre die Kapitalerhöhung nicht mitgehen.

Insbesondere die Tatsache, dass nach dieser Kapitalerhöhung ein Verschuldungsgrad auf Vorkrisenniveau erreicht sein wird, macht mich optimistisch. Sollte dies die letzte Kapitalerhöhung sein, die in Folge der Corona-Pandemie erforderlich wurde, so kann TUI künftig wieder ins eigene Geschäft investieren und dadurch die Profitabilität steigern. Zudem sinkt die Zinslast nach Rückzahlung eines weiteren Teils der Schulden.

So erwarten Analysten für die kommenden Jahre einen überproportionalen Gewinnanstieg. Die derzeit hauchdünne EBIT-Marge von 2,4% soll auf 5,7% anwachsen. Sollte das gelingen, dürfte auch die Aktie wieder zulegen. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Aktie nach der letzten Kapitalerhöhung in Folge einer Krise deutlich zulegt. Sie werden jedoch Geduld benötigen.

Für Ihre Entscheidung haben Sie noch bis zum 12.4. Zeit, so lange läuft der Bezugsrechtshandel.


 Frage vom 27.03.2023

#Deutsche Pfandbriefbank mit 7,5% Dividendenrendite und 3,25% Festgeldzins

Moin Herr Heibel,
danke für (wie immer) ausführliche Info.
Eine Frage, die Sie mir bitte beim nächsten Ticker beantworten möchten:
Was halten Sie von ppb AG (WKN 801900)?
als Aktienanlage mit einer Dividendenrendite >7,5% und/oder
als Festgeldquelle z.B. aktuell 3Jahre fest 3,25%
Ihr Seniorabonnent Sigurd aus Hennef

 Antwort:

Die Pfandbriefe der Bank werden von Moody’s mit Aa1 bewertet, was „sichere Anlage, Ausfallrisiko so gut wie vernachlässigbar“ bedeutet. Die Pfandbriefe sind mit Immobilien von Kunden gesichert. Die Bank ist da nur Vermittler zwischen Gläubiger und Schuldner.

Die Bank selbst wird jedoch nur mit BBB+ von S&P bewertet, was ausgesprochen bedeutet „Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen.“ Dieser Teil betrifft also das Festgeld, für das die Deutsche Pfandbriefbank nicht ohne Grund den ziemlich hohen Zins anbietet.

Da gefällt mir unsere Bundesanleihe mit einer Rendite von 2,7% nach Gebühren und einer Laufzeit von nur wenigen Monaten deutlich besser.


 Frage vom 22.03.2023

#Dish Network bietet Satelliten-TV

Lieber Herr Heibel,
ich bin begeisterter Leser des Newsletter und damit ein sehr zufriedener Kunde. Ihren Anlageempfehlungen folge ich häufig und gerne.
Darüber hinaus folge ich anderen Quellen und bin auf obige Aktie gestoßen. Da diese als solide und unterbewertet galt (gilt?) habe ich investiert. Der Kurs der Aktie ist nachfolgend erheblich gefallen und ich erwäge nachzukaufen.
Da ich online selbst nur wenige Informationen finde, würde ich mich über Ihre Unterstützung freuen.
Vielleicht ist die Aktie ja ein künftiger Kandidat für das Portfolio und somit auch für Sie
einen Blick wert.

Besten Dank und viele Grüße
Marius aus Düsseldorf

 Antwort:

Dish bietet kostenpflichtige Pakete für Satellitenprogramme an, bspw. NFL Network, NBA TV, Golf Channel und NHL Network, in denen die beliebtesten TV-Sender der USA gebündelt werden. Das Angebot wird auch als Streaming über das Internet angeboten. Dabei holt sich Dish Kontingente bei den Eignern der TV-Programme (Disney, Comcast, etc.). Kunden bekommen eine Set-Top Box, die dann die entsprechende Entschlüsselung vornimmt.

Während der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Streaming-Diensten und Satelliten-Bundles groß. Schon 2022 ging der Umsatz leicht zurück, dieser Trend wird sich Analystenerwartungen zufolge im laufenden Jahr fortsetzen. Bei einem Umsatzrückgang von 2,5% wird ein Gewinnrückgang (EBITDA) von 15% befürchtet. Die Gewinnmarge (EBITDA) würde demzufolge im laufenden Jahr von 20% auf 14% zurückfallen.

Eine Dividende wird nicht ausgeschüttet. Das Unternehmen ist hoch verschuldet: Bei 17 Mrd. USD Jahresumsatz ist ein Schuldenstand von netto 22 Mrd. in meinen Augen ziemlich hoch. So ergibt sich auch die große Differenz aus Marktkapitalisierung von 6 Mrd. und Enterprise Value von 28 Mrd. USD.

28 Mrd. USD für 16 Mrd. USD Jahresumsatz bei rückläufigem Umsatz und hohen Investitionen (2023 werden 19% des erwarteten Umsatzes investiert) erscheint mir eine recht hohe Bewertung.

Wenn ich das Geschäftsmodell richtig verstehe, dann baut Dish Networks ein eigenes Satelliten- und Mobilfunknetz auf, um die Inhalte an möglichst viele Kunden auszuliefern. Das laufende Jahr ist daher durch hohe Investitionen belastet, weil das 5G-Netz von Dish derzeit nur eine Abdeckung von 20% der USA hat.

Ich habe nicht den Eindruck, dass Dish ein Geschäft betreibt, mit dem sich nachhaltig hohe Gewinne erzielen lassen. Vielmehr sind kontinuierlich hohe Investitionen erforderlich, um das Netz aktuell zu halten. Ob das mit den Abo-Bündeln finanziert werden kann, wo inzwischen das Streaming über das Internet von Disney, Apple, Netflix etc. direkt an Kunden ausgeliefert werden kann, halte ich für fraglich.

Oder anders ausgedrückt: Ich kenne bessere Aktien :-).


 Frage vom 22.03.2023

#Fastned baut Schnelladestationen in den Niederlanden

Sehr geehrter Herr Heibel,
Danke für Ihren interessanten und informativen Newsletter. Ich freue mich jeden Freitag schon auf die neueste Ausgabe.

Ich hatte letztes Jahr, noch vor den Marktturbulenzen, Aktien von Fastned (A2PMA5) gekauft.
Fastned ist ein niederländischer Anbieter von Schnellladesäulen für Elektroautos. Das Unternehmen platziert seine Ladestationen entlang von Autobahnen und Schnellstraßen.
Leider hat sich der Kurs seither halbiert. Was halten Sie von dieser Firma?
Für eine kurze Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Freundliche Grüße, Winfried aus Westerheim

 Antwort:

Fastend ist nicht im EuroStoxx 500 enthalten, daher habe ich kaum Daten zu dem Unternehmen. Aus den Zahlen, die mir vorliegen, kann ich ersehen, dass die Bewertung (650 Mio. EURO Marktkapitalisierung) im Verhältnis zum Umsatz (2023e = 70 Mio. EUR) sehr hoch ist. Die Einnahmen aus dem Börsengang werden ziemlich schnell verbraten, aus 53 Mio. Euro Nettocash per Ende 2022 werden 64 Mio. Euro Nettoschulden per Ende 2024.

Immerhin soll der Umsatz schnell anwachsen: +100% für 2023, +670% für 2024.

Es handelt sich also um ein Start-Up in einem attraktiven Markt. Doch es hat den Anschein, dass die Wachstumsphantasie bereits ausreichend im Kursniveau enthalten ist. Derzeit sind Wachstumsunternehmen vor dem Hintergrund der Inflation nicht gerade beliebt. Anleger wollen gesunde Geschäftsmodelle sehen, die heute schon Gewinn abwerfen.


 Frage vom 22.03.2023

#Profitieren vom Ausverkauf bei Nachrang-Anleihen

Hallo Herr Heibel,

könnten sog. AT1-Anleihen eine interessante Anlage für den Heibel-Ticker sein?
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/coco-bonds-at1-markt-101.html

Grundidee:
Anleihen werden bei irgendwann (2-4J) wieder sinkenden Zinssätzen entsprechende Kurssteigerungen erfahren.
AT1-Anleihen sind nachrangig und aufgrund aktueller Ereignisse vielleicht übertrieben ausverkauft.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel aus Essen

 Antwort:

Ich habe mal ein entsprechendes Screenings durchgeführt:
- Unternehmensanleihen
- in Euro und. Schweizer Franken
- Rendite mind. 5%
- Restlaufzeit 3-7 Jahre
- Nachrangig besichert
- Rating besser als Ba1
- Stückelung 1.000€
- Liquidität hoch

Als Ergebnis erhalte ich 5 Titel (in Klammern: Fälligkeitsjahr & jährliche Rendite bis zur Fälligkeit): UniCredit (2029, 5,85%), Commerzbank (2027, 5,69%), Assicurazioni (2029, 5,5%), HBOS (Halifax Bank Of Scotland, 2030, 5,03%) und HSBC (2028, 5,01%). Also nur Banken. Wir haben gesehen, dass auch Banken mit guter Bilanz unter Druck geraten können und ggfls. einem Bank-Run unterliegen.

Zum kurzfristigen Spekulieren sind diese Papiere vielleicht geeignet, unterscheiden sich dann aber kaum von den entsprechenden Aktien. Ich habe da nichts besonders Attraktives für uns entdeckt.


 Frage vom 22.03.2023

#Bison App für Bitcoin & Ethereum

Lieber Herr Heibel,

als interessierter Leser Ihres Tickers möchte ich gerne eine Frage zu Kryptowährungen stellen. Ich besitze einen ETN auf Bitcoin und Ethereum, möchte aber eigentlich lieber Bitcoin und Ethereum selbst haben. Durch die Pleiten der letzten Zeit möchte ich mich aber nicht irgendeinem Anbieter anvertrauen dessen Praktiken entweder nicht so gut durchschaubar sind, oder einem anderem (dem amerikanischen) Finanzrechtssystem unterliegen.
Für eine eigene Wallet halte ich mich computertechnisch nicht fit genug und angesichts der zahlreichen Festplatten, die mir bereits kaputt gegangen sind, auch nicht so sicher.
Dann soll Kauf, Verkauf und v.a. eben die Aufbewahrung einfach sein.

Kurz: wie schätzen sie die Bison APP der Börse Stuttgart v.a. in Punkto Sicherheit ein?

Und noch eine kleine Bitte: können Sie mir evtl. aus Ihrem Fundus (ich gehe davon aus, dass Sie das in der Vergangenheit sicher mal durchgekaut haben) eine Information zum Stopp Loss zukommen lassen (nach welchen Kriterien man diesen platziert)?

Herzlichen Dank aus dem heute noch trüben Süden!

Mit freundlichen Grüßen
Hans aus Starnberg

 Antwort:

Über die Bison App gibt es in der jüngeren Vergangenheit einige Problemmeldungen (https://www.finanzfluss.de/anbieter/bison/erfahrungen/).

Wenn Sie an der Preisentwicklung von Bitcoin & Ethereum kurzfristig partizipieren wollen, dann sind ETNs doch ganz gut, oder?

Wenn Sie allerdings den Bitcoin als Absicherung gegen Turbulenzen in unserem Finanzsystem und im Euro haben möchten, dann würde ich keinem Drittanbieter vertrauen, sondern mich tatsächlich mit einem Hardware Wallet auseinander setzen.

Stop Loss Marken sind je nach Position unterschiedlich. Je nachdem, ob sich eine Position im Aufbau befindet oder bereits auf dem Weg nach draußen ist, wird der Stop Loss Abstand ebenfalls unterschiedlich bemessen. Schließlich ziehe ich auch rudimentäre Marken der Charttechnik hinzu, um geeignete Niveaus zu definieren. Pauschal lässt sich da leider nichts sagen.


 Frage vom 16.03.2023

#Big Tech für Spekulation auf Gegenbewegung

Hallo Herr Heibel,

vielen Dank für Ihre Einschätzung.

Eine Frage, die ich mir bereits beim Lesen Ihrer Ausführungen in den letzten Tagen gestellt habe, ist, warum wir nicht bei den großen Tech-Unternehmen spekulativ zugreifen. Eine positive Überraschung auf der Zins-Seite würde die Kurse dieser Kandidaten doch weiterhin überproportional zum Gesamtmarkt ansteigen lassen. Den Effekt haben wir bereits in den letzten Tagen beobachten können. Microsoft zB wäre doch auch fundamental ein hervorragender Kandidat, der die Spekulation zusätzlich absichern könnte?

Besten Dank und viele Grüße,
Christoph aus Bochum

 Antwort:

Sehr gute Idee, aber irgendwie scheue ich die Big Techs wie Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet. Wenn ich mich für einen von ihnen entscheiden müsste, dann vermutlich derzeit Apple. Der Chipmarkt hat sich wieder eingependelt und in diesen Tagen sind Reisen nach China wieder möglich, das dortige Geschäft dürfte nun wieder anspringen.

Microsoft ist auch gut: Wenn die ChatGPT in Excel und Co einbauen, wird es gigantische Produktivitätssprünge bei den Nutzern geben.

Für unser Heibel-Ticker Portfolio halte ich mich jedoch fern von diesen Aktien, weil sie mir einfach zu groß sind. Ich habe die Befürchtung, dass die Big-Tech Aktien stärker ausverkauft werden, falls es zu Turbulenzen an den Aktienmärkten kommen sollte.


 Frage vom 02.03.2023

#Amazon, Alphabet, Apple, BYD, Tesla & Nvidia

Hallo Herr Heibel,

Danke für Ihren Börsenbrief! Ich bin eher Laie bei Aktien und nutze den Heibel-Ticker, um bei den wichtigsten Themen zur Börse am Ball zu bleiben. Mittlerweile fühle ich mich informiert genug, selbst zu investieren. Zuerst mit etwas kleinem Geld und dann Stück für Stück mehr.

Ich habe aktuell Aktien der 3 großen A gekauft: Alphabet, Amazon und Apple. Alle drei kenne ich aus meinem Alltag, schätze ihre Produkte und sehe sie als mittlerweile etablierte Unternehmen mit weiterhin starkem Wachstum. Zusätzlich habe ich zwecks IT, E-Auto und neue Energien BYD gekauft. Für Tesla und Nvidia habe ich Sparpläne eingerichtet, da mir die Kurse bei den beiden zu sehr schwanken und ich darauf eher spekuliere als sicher investiere.

Was halten Sie von meinen Käufen und meiner Aufteilung? Ich vermute, solche Investments in diese Wachstumsunternehmen bzw. Highflyer werden in nächster Zeit wieder verstärkt gefragt sein?

Schöne Grüße
Jenny aus Fellbach

 Antwort:

Tesla & Nvidia: Super Idee, dort mit Sparplan kontinuierlich reinzugehen.

BYD: Sie kennen meine Zurückhaltung bei chinesischen Werten. Warum nicht Linde?

Die 3 A's: Mir gefällt derzeit Microsoft besser, vielleicht auch Apple und dann noch Palo Alto w/ IT-Sicherheit. Bei Alphabet und Amazon stehen in den kommenden Monaten Entlassungen an, danach könnten sie wieder interessant sein.


 Frage vom 01.03.2023

#Equinor (Statoil Norwegen) & Sto SE

Sehr geehrter Herr Heibel,
Ich verfolge mit großem Interesse, schon seit einigen Jahren, Ihre sehr ausgefeilten Analysen im Heibel-Ticker. Herzlichen Dank dafür!

Sie hatten sich bei Ihrer Suche nach alternativen Aktien in den benachbarten europäischen Ländern umgesehen, aber sich nie näher zu norwegischen Aktien geäußert. Gerade in der aktuellen Energiesituation würde mich Ihre Meinung hierzu, besonders zu Equinor, ehemals Statoil, sowie zur deutschen Sto SE, einem renommierten Unternehmen, das weltweit seine hochqualitativen Produkte vertreibt, interessieren.

Herzliche Grüße
Walter aus Potsdam

 Antwort:

Vielen Dank für das nette Lob.

EQUINOR
Equinor (vormals Statoil) habe ich mir sehr genau angeschaut. Die Aktie würde sich fast als Dividendenaktie qualifizieren. Fast, weil die Dividendenhistorie ein wenig wechselhaft ist. In den vergangenen 10 Jahren gab es fünf Dividendenanhebungen und fünf Dividendenkürzungen. Ich möchte gerne Aktien in unser Dividendenportfolio holen, die keine Dividendenkürzung in den letzten 10 Jahren hatten.

Außerdem schrumpfen Umsatz und Gewinn Analystenschätzungen zufolge im laufenden Jahr.

Die beiden Ölaktien in unserem Heibel-Ticker Portfolio verzeichnen ebenfalls einen Umsatz- und Gewinnrückgang im laufenden Jahr, wenn Analysten recht behalten. Und auch Dividendenkürzungen gab es, aber nur zweimal. Daher ist die eine Aktie bei uns nur eine Spekulation und die andere befindet sich auf dem Weg nach draußen.

Spekulieren in Equinor? Tatsächlich habe ich die Aktie im Hinterkopf, wenn es um eine regionale Streuung geht. Sollte ich unser US-Engagement reduzieren wollen, gibt es neben Equinor noch eine Handvoll weiterer europäischer Ölkonzerne, die ich mir dann anschauen werde.

STO SE
Sto SE ist ein tolles Unternehmen: Die Dämmplatten, mit denen bei Gebäuden heute Fassaden gedämmt werden, stammen meist von Sto. Ich habe mich vor einigen Jahren an Sto versucht, doch Informationen gibt das Unternehmen nur sehr spärlich heraus. Letztlich habe ich mich davon verabschiedet, weil ich das Gefühl hatte, nicht ausreichend Informationen über den Geschäftsverlauf zu erhalten.

Grundsätzlich wäre Sto vielleicht eine Dividendenaktie, doch in der Vergangenheit wurde immer wieder mal die Dividende gekürzt. Daher qualifiziert sie sich nicht als Dividendenaktie für den Heibel-Ticker.

Für die kommenden drei Jahre wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 3% erwartet. In den letzten drei Jahren lag das Wachstum bei 8%, da war aber auch der coronabedingte Bauboom dabei.

Das Zinsniveau ist angestiegen und Bauvorhaben werden derzeit nur noch zögerlich umgesetzt. Ich erwarte, dass die Zinsen höher steigen werden, als dies derzeit von den meisten Anlegern erwartet wird. Daher sind Immobilienaktien wie Sto für mich derzeit kein Thema.


 Frage vom 01.03.2023

#In-Vitro Fleisch und Flugtaxi

Guten Tag ,
Meine zwei Fragen: In-Vitro Fleisch Mirai Foods AG aus der Schweiz haben das Ideale Patent "Ohne Kälber Serum" zu produzieren und den Markt Singapur u. U.S.A. im Fokus!

Wie kann ich in diese Firma investieren ? Ich habe keine Wertpapierkennummer gefunden.

FLUGDROHNEN
Zur Personenbeförderung und/oder Warenlieferung: Welche Aktie???

Hochachtungsvoll
Michael aus Freiburg, von Anfang an treuer Leser

 Antwort:

Mirai Foods aus der Schweiz ist nicht börsennotiert, daher haben Sie als Privatanleger keine Möglichkeit, darin zu investieren.

Flugdrohnen zur Personenbeförderung befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Das prominenteste Unternehmen aus Deutschland in diesem Bereich ist Lilium. Doch auch Lilium ist noch nicht an der Börse notiert und daher für Privatanleger nicht verfügbar.