| Antwort: Vielen Dank für Ihren Hinweis.
Ich erinnere mich sehr gut an Cisco: Das Unternehmen hat die komplexe Netzwerktechnik fehlerfrei und performant angeboten, was viele Wettbewerber nicht schafften. Ja, es war eine Frage der Zeit, bis der Wettbewerb die Margen schmälerte.
Nvidia hat jedoch etwas vollständig Neues entwickelt: das parallele Abarbeiten komplexer Aufgaben. Dazu sind diverse Komponenten erforderlich, wie der Graphikchip, ein neues Netzwerkprotokoll, effiziente KI-Modelle usw. AMD hinkt mit seinen KI-Graphikchips nicht weit hinterher, doch betrachtet man das gesamte KI-System von Nvidia, fehlen AMD noch einige Komponenten.
Aufgesetzt auf den KI-Modellen ist die Programmiersprache CUDA, mit der diese Modelle optimiert und angewendet werden. Da gibt es, wie in dem Artikel von Ihnen zu lesen, wirklich eine Konkurrenz, die verhindern dürfte, dass Nvidia ein KI-Monopol bildet. Dennoch bleibt auf absehbare Zeit die KI-Infrastruktur von Nvidia das Non-plus-Ultra.
Ich verstehe nicht, was Sie mir mit dem zweiten Artikel sagen wollen: Die Investitionen von Nvidia sind sprunghaft angestiegen, das ist richtig. Es wird eine Infrastruktur weltweit aufgebaut, auf der in den kommenden Jahren KI-Anwendungen laufen werden. Das ist teuer und das wird eine Weile dauern, bis ausreichend KI-Rechenzentren zur Verfügung stehen, bis dann wieder ein normaler Erneuerungszyklus anlaufen kann. Doch gerade dieser Umstand zeigt doch, wie viel Bedarf an Investitionen nicht nur bei Nvidia, sondern auch bei Cloud-Anbietern, bei Unternehmen und sogar bei Staaten besteht.
Also: Ich habe nicht von 10 Jahren oder mehr gesprochen, sondern von fünf Jahren. Zu diesem Zeithorizont stehe ich :-), auch wenn zwischenzeitlich der Wettbewerb anziehen wird.
RÜCKANTWORT:
Hallo Herr Heibel,
danke für ihre Reaktion. Ich sehe aber nicht das CUDA die Garantie dafür ist, das NVIDIA der Gewinner der KI-Revolution bleibt. Dazu ist schon zu viel Zukunftsvision in die aktuellen Kurse eingepreist.
Der zweite Artikel zu Capex war eher ne Warnung, da NVIDIA selbst viel zu wenig CAPEX macht um ne 2.000 Milliarden Marktkapitalisierung zu rechtfertigen. Dazu ist CUDA zu alt und auch zu inflexibel, und bringt gerade in der letzten Zeit viel zuwenig Innovation.
Wie gesagt ich glaube nicht, das wir schon das Ende der Fahnenstange erreicht haben, aber 5 Jahre unters Kopfkissen legen und vergessen ist ein m.E. zu langfristiges Szenario.
Ich setz mir jetz mal einen Marker für Anfang 2029 und dann schauen wir mal, wer von uns beiden Recht hatte.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus |