| Antwort: Enel ist ein italienischer Stromanbieter, der unter der aktuellen Unterversorgung leidet. Die Aktie hat sich bereits vor dem Ukraine-Krieg fast halbiert, weil das Unternehmen hoch verschuldet ist: Jahresumsatz 88 Mrd. Euro, Schuldenstand 61 Mrd. Euro, Tendenz steigend. Sie setzen hier darauf, dass die Politik es schon richten wird. Hmm, ich finde das sehr riskant.
Die Dividendenausschüttung von Enel schwankt stark und obwohl das Unternehmen schon hoch verschuldet ist, wird weiterhin fast der gesamte Gewinn ausgeschüttet, die Ausschüttungsquote liegt bei 93-99%.
E.On ist der deutsche Netzbetreiber. Man sollte meinen, dass ein Netzbetreiber vergleichsweise unabhängig ist von der tatsächlichen Stromversorgung, denn er stellt ja nur die Infrastruktur zur Verfügung. Dennoch ist auch die Aktie von E.On seit Februar um 33% eingebrochen.
Die Dividendenrendite von aktuell 5-6% ist attraktiv, doch die Historie ist nicht gerade zuverlässig: Mehrfach gab es in den vergangenen 10 Jahren Dividendenkürzungen. Analysten gehen von rückläufigen Gewinnen in den kommenden Jahren aus. Damit erfüllt E.On nicht die Kriterien unserer Dividendenbringer.
Weder Geschäftsmodell noch Bilanz oder Dividendenentwicklung überzeugen mich bei beiden Unternehmen. Daher würde ich Rallyes nutzen, um die Positionen zumindest sukzessive zu verkleinern.
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